DE4031028A1 - Absaugvorrichtung - Google Patents
AbsaugvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Absaugvorrichtung zum Absaugen von
sich auf Flächen von Bearbeitungsmaschinen ablagernden Bearbei
tungsrückständen, mit wenigstens einer an einem Maschinenteil
festgelegten und mit einer Saug- und Separieranlage verbindba
ren Saugdüse.
Es ist bereits bekannt, Bearbeitungsmaschinen mit einer der
artigen Absaugvorrichtung auszustatten. Sie werden dazu einge
setzt, im Arbeitsraum solcher Maschinen anfallende Bearbei
tungsrückstände, wie Feinspäne oder Staub, zusammen mit Bear
beitungsflüssigkeit kontinuierlich wegzufördern (deutsche
Patentanmeldung P 40 02 568.3).
Die Erfindung befaßt sich mit einem anderen Problem.
Bei Bearbeitungsmaschinen soll die Maßgenauigkeit langfristig
erhalten bleiben. Trotz der Anordnung von Abstreifern, Ölvor
hängen und Labyrinthdichtungen an Führungsbahnen, Pinolen und
Spindellagerungen konnte bis jetzt aber nicht wirksam verhin
dert werden, daß Feinspäne und stäube zwischen die öl- oder
fettgeschmierten Führungsflächen gelangen und einen beschleu
nigten Abrieb derselben und damit eine entsprechende Vermin
derung der Maschinenarbeitsgenauigkeit herbeiführen.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, das Eindringen solcher
Bearbeitungsrückstände zwischen Führungsflächen von relativ
zueinander gleitend beweglichen Maschinenteilen wirksam zu ver
hindern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Saugdüse an einem von zwei gleitend auf- oder ineinander ge
führten Maschinenteilen derart angeordnet ist, daß die Saug
düse an einem von zwei gleitend auf- oder ineinander geführten
Maschinenteilen derart angeordnet ist, daß wenigstens eine
Führungsfläche des einen Maschinenteils vor deren Überdeckung
durch die entsprechende Führungsfläche des anderen Maschinen
teils abgesaugt wird.
Durch die Erfindung ist damit sichergestellt, daß die mitein
ander gleitend in Eingriff kommenden Führungsflächen von Ma
schinenteilen vor deren gegenseitigem Eingriff stets einwand
frei sauber gehalten sind und damit die Arbeitsgenauigkeit
solcher Bearbeitungsmaschinen langfristig erhalten bleibt.
Hierbei ist klar, daß mit entsprechend großem Unterdruck,
beispielsweise zwischen 3000 und 5000 mm Ws abzusaugen ist, um
auch beispielsweise in Öl gebundene Feinstspäne und Stäube von
entsprechenden Flächen zuverlässig zu entfernen. In diesem Fall
ist es möglich, das Öl über eine an sich bekannte Mikrofilter
anlage zu filtrieren und der Zentralschmieranlage wieder zuzu
führen.
Die Saugdüse kann sich dabei über entsprechende Führungsflä
chen, je nach dem, ob es sich beispielsweise um T-förmige,
Schwalbenschwanz- oder zylindrische Führungen handelt, partiell
oder umlaufend über deren Flächenteile erstrecken.
Die Saugdüse kann zum Nachrüsten bereits bestehender Bearbei
tungsmaschinen als Anbauteil ausgebildet sein, das beispiels
weise stirnseitig an ein bewegtes Maschinenteil anzubauen ist.
Im Falle von neu zu erstellenden Bearbeitungsmaschinen wird man
die Saugdüse vorteilhaft in die entsprechenden Maschinenteile
stirnseitig integrieren.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Absaugvorrich
tung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine teilweise aufgebrochen dargestellte
Stirnansicht eines Maschinenaggregates mit
einem Maschinenschlitten, der mit einer im
Querschnitt T-förmigen Führung auf einem
Maschinenbett geführt ist und mit dieser
Schlittenführung angepaßter, am Maschinen
schlitten nachträglich angebauter Saugdüse,
Fig. 2 ein teilweise im Längsschnitt gezeigtes End
stück des Maschinenaggregates,
Fig. 3 eine Stirnansicht eines Maschinenaggregates
mit einer zweiten Ausführungsform einer
Schlittenführung mit an diese angepaßter
Saugdüse,
Fig. 4 eine Seitenansicht eines Endstückes dieses
Maschinenaggregats mit entlang der Linie 4-4
der Fig. 3 geschnittener Saugdüse,
Fig. 5 einen Teillängsschnitt durch eine Pinole mit
an der Pinolenführung angebrachter Saugdüse.
In den Fig. 1 und 2 ist als Ganzes ein Maschinenschlitten mit
10 bezeichnet, der auf einem Maschinenbett 12 in dessen Längs
richtung gleitend verschiebbar geführt ist. Der Maschinen
schlitten 10 umgreift den oberen Führungsteil 14 des Maschinen
bettes 12 entlang seiner einen Längsseite formschlüssig, wozu
dieser an der Unterseite seines einen Schlittenseitenteils 10′
eine den oberen Führungsteil 14 untergreifende erste Führungs
leiste 16 trägt, während an der gegenüberliegenden Schlitten
seite in bekannter Weise eine winkelförmig ausgebildete Füh
rungsleiste 18 sowohl seitlich auch als an der Unterseite des
oberen Führungsteils 14 anliegt und vom oberen Schlittenteil
seitlich überfangen ist. Diese Führungsleiste 18 ist, was nicht
näher dargestellt ist, zum Ausgleich von seitlichen Führungs
toleranzen am Maschinenschlitten 10 quer zur Verstellrichtung
verstellbar und feststellbar.
Mit 20 ist als Ganzes eine Saugdüse einer Absaugvorrichtung be
zeichnet, die an beiden Stirnenden des Maschinenschlittens 10
angebaut ist und dazu dient, sich an die Führungsflächen 22,
24, 26, 28 und 30 des oberen Führungsteils 14 anlagernde Fein
späne und Stäube zu beseitigen, bevor mit diesen Flächenteilen
die entsprechenden Gegenflächen des Maschinenschlittens 10 in
gleitende Berührung kommen.
Die Saugdüse 20 ist hierzu derart geformt, daß sie, wie Fig. 1
zeigt, mit geringem Abstand der Kontur des die Führungsflächen
teile 22-30 aufweisenden oberen Schlittenführungsteil 14
folgt. Sie weist einen in Richtung auf diese Führungsflächen
teile 22-30 offenen Saugkanal 32 auf, der beispielsweise über
strichpunktiert angedeutete Anschlußleitungen 34 und 36 an
eine Saug- und Separieranlage anschließbar ist.
Wie Fig. 1 zeigt, sind im Zwischenraum zwischen den unteren
Schlittenführungsleisten 16 und 18 und dem Maschinenbett 12
noch sich vorzugsweise über die gesamte Länge des Maschinen
schlittens 10 erstreckende Absaugleisten 38 und 40 angebracht,
die in geringem Abstand von den unteren Führungsflächenteilen
26 und 30 des oberen Führungsteils 14 und von einem seitlichen
Wandteil 42 bzw. 44 des Maschinenbettes 12 im Abstand vorge
sehen und an den Führungsleisten 16 und 18 befestigt sind.
Diese Absaugleisten 38 und 40 weisen gleichfalls jeweils einen
sich in deren Längsrichtung erstreckenden und in Richtung auf
den seitlichen Wandteil 42 bzw. 44 des Maschinenbettes offenen
Saugkanal 46 bzw. 48 auf, die jeweils über strichpunktiert
angedeutete Anschlußleitungen 50 bzw. 52 mit der Saug- und
Separieranlage verbindbar sind. Wie durch Pfeile angedeutet
ist, werden mit Hilfe dieser Absaugleisten 38, 40 insbesondere
staubförmige Ablagerungen in diesem Bereich des Maschinenbettes
12 abgesaugt und damit wirksam von den Führungsflächenteilen 26
und 30 ferngehalten.
Der Spalt zwischen Maschinenschlitten 10 und Maschinenbett 12
ist durch eine hinter den Saugdüsen 20 in die Stirnseiten des
Maschinenschlittens 10 integrierte und an den Führungsflächen
teilen 22-30 anliegende, vorzugsweise aus Filz oder Gummi
bestehende Abdichtung 56 abgedeckt. Ebenso sind hinter den Ab
saugleisten 38 und 40 vorzugsweise noch solche leistenförmigen
Abdichtungen 58 und 60 vorgesehen.
Wie realitätsnah durchgeführte Versuche gezeigt haben, gewähr
leisten die beschriebene Saugdüse 20 nebst den Absaugleisten 38
und 40 auch bei verhältnismäßig starker Verunreinigung der
Führungsflächenteile 22-30 eine einwandfrei gesäuberte
Schlittenführung bei dessen Bewegung längs des Maschinenbettes
12.
Die Saugdüse kann jedem beliebigen Querschnitt von Schlitten
führungen angepaßt werden, wie dies beispielsweise die Fig. 3
und 4 zeigen. Dort ist ein Maschinenschlitten 62 und ein
Schlittenbett mit 64 bezeichnet. Die dem Verlauf der Führungs
kontur angepaßte Saugdüse ist als Ganzes mit 66 bezeichnet.
Im Unterschied zur vorbeschriebenen Konstruktion sitzt hier an
Jedem Stirnende des Schlittenbettes 64 eine als Ganzes mit 66
bezeichnete Saugdüse, deren Düsenteilstücke jeweils mit einer
Dichtleiste 68 kombiniert sind. Bei diesem Ausführungsbeispiel
weist die Saugdüse mehrere Absaugleitungen 70, 72, 74 auf, die
an eine gemeinsame, zu einer Saug- und Separieranlage führenden
Verbindungsleitung 76 angeschlossen sind. 78 bezeichnet eine
die Teilstücke der Saugdüse 66 abdeckende Deckplatte.
In Fig. 5 ist beispielsweise eine Pinolenführung 80 gezeigt, in
der eine zur Lagerung einer Arbeitsspindel 82 dienende Pinole
84 axial verstellbar geführt ist. In diesem Falle dient eine
ringförmige, als Ganzes mit 86 bezeichnete Saugdüse zur
Abdichtung des Ringspaltes 88 zwischen Pinolenführung 80 und
Pinole 84, die auf die Stirnseite des Lagerkopfes aufgesetzt
ist und mit geringem Radialabstand die Pinole umgreift.
Innerhalb der Saugdüse 86 ist ein in Richtung auf die Pinole 84
offener Saugkanal 90 eingeformt, der über eine Anschlußleitung
92 an eine durch eine Saug- und Separieranlage gebildete
Unterdruckquelle anschließbar ist. Alternativ hierzu könnte,
wie auf der rechten Seite der Fig. 5 dargestellt ist, die
Saugdüse 86 auch zweigeteilt ausgebildet sein, wobei die eine
Düsenhälfte durch einen Ringkörper 94 und die andere
Düsenhälfte durch eine Ausdrehung 96 im Stirnende der
Pinolenführung 80 gebildet sein kann, die zusammen mit dem
Ringkörper 94 einen Absaugkanal 98 definiert. In diesem Falle
öffnet sich letzterer über einen radialen umlaufenden Schlitz
100 nach außen. Mit 102 ist ein sich hinter der Saugdüse 86
befindender, in das Stirnende der Pinolenführung 80
eingesetzter Dichtring bezeichnet.
Claims (7)
1. Absaugvorrichtung zum Absaugen von sich auf Flächen von Be
arbeitungsmaschinen ablagernden Bearbeitungsrückständen, mit
wenigstens einer an einem Maschinenteil festgelegten und mit
einer Saug- und Separieranlage verbindbaren Saugdüse,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Saugdüse (20; 66; 86) an einem von zwei gleitend
auf- oder ineinander geführten Maschinenteilen (10, 12; 62,
64; 80, 84) derart angeordnet ist, daß wenigstens eine
Führungsfläche (22-30) des einen Maschinenteils (14, 64,
80) vor deren Überdeckung durch die entsprechende Führungs
fläche des anderen Maschinenteils (10, 62, 84) abgesaugt
wird.
2. Absaugvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß auf mindestens ein Stirnende eines bewegten Maschinen
teils (10) eine Saugdüse (20) aufgesetzt ist.
3. Absaugvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Saugdüse in ein Stirnende des bewegten Maschinen
teils eingesetzt ist.
4. Absaugvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Saugdüse (66; 86) auf ein eine Führungsöffnung für
das bewegte Maschinenteil (62; 84) aufweisendes Stirnende
eines stationären Maschinenteils (64; 80) aufgesetzt ist.
5. Absaugvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Saugdüse in eine Führungsöffnung eines das be
wegte Maschinenteil aufnehmenden, stationären Maschinenteils
eingesetzt ist.
6. Absaugvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Saugdüse (20; 66; 86) auf
ihrer dem sie tragenden Maschinenteil (10; 64; 80) zugekehr
ten Seite ein an der abzusaugenden Führungsfläche anliegen
des Abstreiforgan (56, 58, 6; 68; 102) zugeordnet ist.
7. Absaugvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Saugdüse (20; 66; 86) durch
einen Formkörper gebildet ist, der mindestens einen parallel
zu abzusaugenden, ebenen Führungsflächen bzw. -flächenteilen
(22-30) bzw. konzentrisch zu einer zylindrischen Führungs
fläche verlaufenden, an die Absaug- und Separieranlage anschließbaren
Saugkanal (32; 90 bzw. 98) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4031028A DE4031028C2 (de) | 1990-10-01 | 1990-10-01 | Absaugvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4031028A DE4031028C2 (de) | 1990-10-01 | 1990-10-01 | Absaugvorrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4031028A1 true DE4031028A1 (de) | 1992-04-02 |
| DE4031028C2 DE4031028C2 (de) | 1996-04-04 |
Family
ID=6415365
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4031028A Expired - Fee Related DE4031028C2 (de) | 1990-10-01 | 1990-10-01 | Absaugvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4031028C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20210138599A1 (en) * | 2019-11-11 | 2021-05-13 | Ivoclar Vivadent Ag | Machine tool |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2131160A (en) * | 1982-09-17 | 1984-06-13 | Kyoritsu Seiki Corp | A cutting machine with suction means for debris removal |
| DE3800050A1 (de) * | 1987-01-05 | 1988-07-14 | Aciera S A | Absaugverfahren fuer pulverfoermigen bearbeitungsabfall |
| DE3931375A1 (de) * | 1989-03-13 | 1990-09-20 | Bernhard Ringler | Absaugvorrichtung fuer produktions- oder werkzeugmaschinen |
-
1990
- 1990-10-01 DE DE4031028A patent/DE4031028C2/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| GB2131160A (en) * | 1982-09-17 | 1984-06-13 | Kyoritsu Seiki Corp | A cutting machine with suction means for debris removal |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4031028C2 (de) | 1996-04-04 |
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