DE4029919C1 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Stapeln von Bögen,
insbesondere Papier- oder Kartonbögen, auf eine Palette gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei der Verarbeitung von Papier oder Karton werden gattungsgemäße
Stapelvorrichtungen eingesetzt, um Bögen, die z. B. mit einer
Querschneidemaschine hergestellt wurden, kontinuierlich auf
Paletten zu stapeln. Um die Fallhöhe der Bögen beim Ablegen
konstant zu halten, liegen die Paletten auf einer heb- und
senkbaren Ablageplattform, die entsprechend dem Höhenzuwachs des
Stapels kontinuierlich abgesenkt wird.
Aus der DE-PS 37 39 194 ist eine gattungsgemäße Stapelvorrichtung
bekannt, bei der die Bögen während eines Palettenwechsels auf
einer in den Bereich der Ablageplattform einfahrbaren Hilfsstapel
plattform zwischengestapelt werden, um den Stapelwechsel
verlustlos, also ohne Ausschleusen von Bögen, bei voller
Arbeitsgeschwindigkeit durchführen zu können. Während auf der
Hilfsstapelplattform gestapelt wird, kann die Ablageplattform
abgesenkt werden, um den fertigen Stapel abzutransportieren und
eine neue leere Palette aufzunehmen. Die Ablageplattform wird
anschließend mit der neuen Palette bis unterhalb der
Hilfsstapelplattform hochbewegt, wobei die Annäherung an die Hilfssta
pelplattform registriert und gesteuert wird, und der Zwischenstapel wird durch
Herausfahren der Hilfsstapelplattform auf die neue Palette
übergeben.
Um die Fallhöhe des Zwischenstapels bei der Übergabe auf eine neue
Palette möglichst gering zu halten, ist es erforderlich, diese vor
dem Herausfahren der Hilfsstapelplattform mit möglichst geringem
Abstand unterhalb der Hilfsstapelplattform exakt zu positionieren.
Es ist aus der Praxis bekannt, mittels Fotozellen die Annäherung
der Oberfläche der Palette zu registrieren und zu steuern.
Diese Methode hat sich jedoch bei Verwendung bestimmter Paletten
als unzulänglich gezeigt. Die Fotozellen sprechen einerseits auf
die Übergabe des Zwischenstapels auf die neue Palette nicht
störende Erhebungen wie auf der Palette aufliegendes,
hochstehendes Schutzpapier an, andererseits werden zu Störungen
führende Erhebungen, wie hervorstehende Nägel, häufig nicht
registriert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer gattungsge
mäßen Stapelvorrichtung die Annäherung der Palette an die
Hilfsstapelplattform so steuern zu können, daß eine problemlose
Übergabe des Zwischenstapels von der Hilfsstapelplattform auf die
neue Palette möglich ist.
Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des
Patentanspruchs 1 gelöst.
Nach der Erfindung wird zur Bestimmung der Palettenhöhe die
gesamte Palettenoberfläche abgetastet. Dabei kann das Tastelement
nicht störende Erhebungen niederdrücken, die somit nicht
registriert werden. Die registrierte und abgespeicherte maximale
Höhe h der Palette dient anschließend dazu, die Annäherung der
Ablageplattform mit der aufliegenden Palette von unten an die
Hilfsstapelplattform zu steuern.
Die Unteransprüche enthalten bevorzugte, da besonders vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung:
Während die an seitlichen Schwenkhebeln befestigte Kufe nach Anspruch 2 eine konstruktiv vorteilhafte Ausgestaltung eines Tastelements enthält, ist nach Anspruch 3 das Tastelement vorteilhaft ortsfest im Bereich der Palettenzuführung zur Ablageplattform angeordnet. Somit läßt sich die Palettenhöhe beim Transport einer neuen Palette zu der Ablageplattform bestimmen.
Während die an seitlichen Schwenkhebeln befestigte Kufe nach Anspruch 2 eine konstruktiv vorteilhafte Ausgestaltung eines Tastelements enthält, ist nach Anspruch 3 das Tastelement vorteilhaft ortsfest im Bereich der Palettenzuführung zur Ablageplattform angeordnet. Somit läßt sich die Palettenhöhe beim Transport einer neuen Palette zu der Ablageplattform bestimmen.
Patentanspruch 4 enthält eine vorteilhafte Anordnung zur Messung
der vertikalen Auslenkung des Tastelements, um die maximale
Auslenkung zu bestimmen.
Der einstellbare Auflagedruck nach Anspruch 5 ermöglicht die
Anpassung der Palettenhöhenbestimmung auf störende und nicht
störende Erhebungen. Zweckmäßigerweise ist dazu das Tastelement
mit einer doppelt wirkenden Kolben-Zylinder-Einheit verbunden, so
daß sich der Auflagedruck vergrößern oder verkleinern läßt.
Die Zeichnungen dienen zur Erläuterung der Erfindung anhand eines
vereinfacht dargestellten Ausführungsbeispiels.
Fig. 1 zeigt eine Stapelvorrichtung nach der Erfindung in
Seitenansicht quer zur Laufrichtung der Bögen.
Fig. 2 zeigt in einem vergrößerten Ausschnitt von Fig. 1 die
Einrichtung zur Bestimmung der Palettenhöhe.
Das Gestell der Abstapelvorrichtung weist vier Ständer 1, 2 auf,
zwischen denen sich eine heb- und senkbare Ablageplattform 3
befindet. Die Ablageplattform 3 ist bis in die Förderebene 4 der
geschuppt zugeförderten Bögen 5 anhebbar und bis auf den Boden
absenkbar, wo sie mit einem einlaufseitig angeordneten, durch den
Zwischenraum zwischen den Ständern 1 führenden Zuförderer 6 für
leere Paletten 7 fluchtet. Der Zuförderer 6 weist ebenso wie die
Oberseite der Plattform 3 Fördermittel auf, z. B. Rollen, mit
denen die Paletten 7 für einen Palettenwechsel in Laufrichtung der
Bögen 5 transportiert werden können.
In den einlaufseitigen Ständern 1 ist eine heb- und senkbare
Hilfsstapelplattform 8 gelagert, die mittels eines Antriebs 9
horizontal in den Bereich der Ablageplattform 3 bewegt werden
kann. Auf die Hilfsstapelplattform 8 werden die Bögen 5
zwischengestapelt, während volle Stapel abtransportiert und neue
Paletten 7 in den Abstapelbereich transportiert werden. Beim
Stapeln auf eine Palette 7, die auf der Ablageplattform 3 liegt,
befindet sich die Hilfsstapelplattform 8 außerhalb des
Stapelbereichs (in Fig. 1 links). Soweit ist die
Abstapelvorrichtung bekannt und z. B. in der DE-PS 37 39 194
beschrieben.
Zwischen den beiden einlaufseitigen Ständern 1 ist eine
Einrichtung zur Bestimmung der Palettenhöhe angeordnet, die in
Fig. 2 vergrößert dargestellt ist. Unterhalb der Führung 10 der
Hilfsstapelplattform 8 und oberhalb des Palettenzuförderers 6 sind
über die Arbeitsbreite zwei Quertraversen 11, 12 in gleicher Höhe
befestigt. An der vorderen Quertraverse 11 sind zwei seitliche, in
Bogenlaufrichtung weisende Schwenkhebel 13 angelenkt, zwischen
deren freien Enden eine sich über die Arbeitsbreite erstreckende
Kufe 14 befestigt ist. Die Länge der Schwenkhebel 13 und ihre
Position ist so gewählt, daß die Kufe 14 bis nahe an den Boden
(bis auf ca. 80 mm Abstand) absenkbar und bis in eine Position
oberhalb der maximalen Höhe einer Palette 7 anhebbar ist und somit
auf die Oberflächen der durchlaufenden Paletten 7 aufgelegt werden
kann. Zum Anheben und Absenken der Kufe 14 dienen zwei seitliche,
an der hinteren Quertraverse 12 angelenkte doppelt wirkende
Kolben-Zylinder-Einheiten 15, die jeweils an den Schwenkhebeln 13
angreifen. Zur Einstellung des Auflagedrucks der Kufe 14 auf den
Paletten 7 ist der nach unten wirkende Druck in der
Kolben-Zylinder-Einheit 15 mittels eines Feinregelventils
einstellbar. Außerhalb der Arbeitsbreite ist an einer Seite an der
Traverse 12 ein Seitenschild 16 mit einer senkrechten Führung 17
für eine mit der Kufe 14 verbundene, senkrechte Zahnstange 18
befestigt, die mit dem Ritzel 19 eines am Seitenschild 16
befestigten Winkelcodierers 20 kämmt. Der Winkelcodierer 20
registriert so die vertikale Auslenkung der Kufe 14 beim Durchlauf
einer Palette 7.
Beim Zufördern der leeren Paletten 7 zu der Ablageplattform 3 wird
deren maximale Höhe h beim Durchlauf zwischen den beiden Ständern
1 gemessen und abgespeichert. Eine vor der Kufe 14 angeordnete
Lichtschranke 21, die auf die Vorderkante einer Palette 7
anspricht, löst die Absenkung der Kufe 14 aus der oberen
Ruheposition aus. Dazu wird der nach oben wirkende Druck in der
Kolben-Zylinder-Einheit 15 vermindert, so daß die Kufe 14 aufgrund
ihres Eigengewichtes absinkt und sich auf die Palettenoberfläche
auflegt. Die Kufe 14 tastet die Oberfläche der Palette 7 beim
Durchlauf ab, wobei der Winkelcodierer 20 jeweils die vertikale
Auslenkung registriert. Der maximale Wert wird als Höhe h der
Palette 7 abgespeichert. Der vom Gewicht der Kufe 14 abhängige
Auflagedruck wird mittels der Kolben-Zylinder-Einheit 15 so
eingestellt, daß nicht störende Erhebungen wie aufliegende
Schutzpapiere, die aufgefaltet hochstehen, niedergedrückt und
somit nicht registriert werden. Störende Erhebungen wie
hervorstehende Nägel führen dagegen zu einer Auslenkung und werden
registriert.
Die abgespeicherte maximale Höhe h der Palette 7 dient
anschließend dazu, die Annäherung der Ablageplattform 3 mit der
aufliegenden Palette 7 von unten an die Hilfstapelplattform 8 zu
steuern. Damit die Zufuhr von Bögen 5 bei einem Stapelwechsel
nicht unterbrochen werden muß, wird auf der Hilfsstapelplatt
form 8 ein Zwischenstapel 22 gebildet, bis ein voller Stapel
abtransportiert und eine neue Palette 7 unter die den
Zwischenstapel 22 tragenden Hilfsstapelplattform 8 bewegt wurde. Während
des Zwischenstapelns bewegt sich die Hilfsstapelplattform 8
kontinuierlich nach unten, um die Oberfläche des
Zwischenstapels 22 etwa in Höhe der Zuförderebene 4 zu halten. Da
der Zwischenstapel 22 auf die heranbewegte neue Palette 7 durch
Herausziehen der Hilfsstapelplattform 8 abgelegt wird, ist es
erforderlich, die neue Palette 7 bis auf einen geringen
Sicherheitsabstand (ca. 10 mm) exakt unter der Hilfsstapelplatt
form 8 zu positionieren. Feste Erhebungen wie hervorstehende Nägel
auf der Palettenoberfläche, würden zu Kollisionen mit der
Hilfsstapelplattform 8 führen, falls sie nicht beim Anheben der
Palette 7 berücksichtigt würden. Die Übergabe des
Zwischenstapels 22 auf die Palette 8 nicht störende Erhebungen,
wie aufgefaltete Schutzpapiere, dürfen dagegen nicht
berücksichtigt werden, da andernfalls der Zwischenstapel 22 mit
einer zu großen Fallhöhe auf die Palette 7 übergeben wird. Diese
Anforderungen werden durch die vorstehend beschriebene Bestimmung
der Palettenhöhe erfüllt.
Die Bewegung einer neuen Palette 7 gegen die Unterseite der
Hilfsstapelplattform 8 wird so gesteuert, daß ein an der
Unterseite der Tragkonstruktion des Schlittens 8 angeordneter
induktiver Näherungsschalter 23 als Referenzpunkt die Annäherung
der Ablageplattform 3 registriert, wenn die Palette 7 noch
ausreichend großen Abstand von der Hilfsstapelplattform 8 hat.
Dieser bekannte Abstand wird dann durch Absenken der
Hilfsstapelplattform 8 und Anheben der Ablageplattform 3 weiter
vermindert, bis der Abstand der Oberfläche der Ablageplattform 3
von der Hilfsstapelplattform 8 nur noch die gemessene Höhe der
Palette plus 10 mm Sicherheitsabstand beträgt. Die Steuerung
dieser weiteren Annäherungen erfolgt über zwei Winkelcodierer, von
denen einer die vertikale Bewegung der Hilfsstapelplattform 8, der
andere die vertikale Bewegung der Ablageplattform 3 mißt.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Tastelement (Kufe 14)
horizontal ortsfest angeordnet. Zur Abtastung der gesamten
Palettenoberfläche wird die Palette relativ zum Tastelement
bewegt. Ebenso ist es möglich, das Tastelement horizontal
verfahrbar anzuordnen, so daß es über die gesamte Oberfläche einer
stillstehenden Palette bewegt werden kann. So kann z. B. ein
zwischen den Ständern 1, 2 bewegbares Tastelement die auf der
Ablageplattform 3 aufliegenden Paletten 7 abtasten. Dann muß das
Tastelement aus dem Ablagebereich in eine das Stapeln nicht
störende Position bewegbar sein.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Stapeln von Bögen, insbesondere Papier- oder
Kartonbögen, auf eine Palette,
- - mit einer heb- und senkbaren Ablageplattform (3), auf der die Palette (7) beim Stapeln aufliegt
- - mit einer in den Bereich der Ablageplattform (3) einfahrbaren Hilfsstapelplattform (8) zum Zwischenstapeln der Bögen (5) während eines Palettenwechsels und
- - mit einer Einrichtung zum Registrieren und Steuern der Annäherung der Ablageplattform (3) mit der Palette (7) an die Hilfstapelplattform (8),
gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur
Bestimmung der Höhe (h) der Palette (7) mit einem vertikal
beweglichen, auf die Oberfläche der Palette (7) mit Auflagedruck
auflegbaren und über die gesamte Oberfläche der Palette (7)
bewegbaren Tastelement (14) und mit Mitteln (18, 19, 20) zur
Bestimmung der maximalen Auslenkung des Tastelements (14) nach
oben bei der Bewegung über die Palette (7).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Tastelement (14) eine sich über die
Arbeitsbreite erstreckende Kufe ist, die am freien Ende von zwei
seitlichen Schwenkhebeln (13) befestigt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Tastelement (14) horizontal ortsfest
neben der Ablageplattform (3) im Bereich der Palettenzuführung
angeordnet ist und die Paletten (7) beim Transport zur
Ablageplattform (3) abtastet.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mittel (18, 19, 20) zur
Bestimmung der Auslenkung des Tastelements (14) eine am
Tastelement (14) senkrecht befestigte Zahnstange (18), ein mit
dieser (18) kämmendes ortsfestes Ritzel (19) und einen an
diesem (19) angeschlossenen Winkelcodierer (20) umfassen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Auflagedruck des
Tastelements (14) einstellbar ist.
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