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DE4024543C2 - Geschoß - Google Patents

Geschoß

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DE4024543C2
DE4024543C2 DE19904024543 DE4024543A DE4024543C2 DE 4024543 C2 DE4024543 C2 DE 4024543C2 DE 19904024543 DE19904024543 DE 19904024543 DE 4024543 A DE4024543 A DE 4024543A DE 4024543 C2 DE4024543 C2 DE 4024543C2
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Germany
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central
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Bernd Gundel
Stephan Dipl Ing Kerk
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Diehl Stiftung and Co KG
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Diehl Stiftung and Co KG
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/02Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
    • F42B12/34Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect expanding before or on impact, i.e. of dumdum or mushroom type
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
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    • F42B12/04Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect of armour-piercing type
    • F42B12/06Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect of armour-piercing type with hard or heavy core; Kinetic energy penetrators

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Geschoß nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein panzerbrechendes Wuchtgeschoß entsprechend der DE 30 36 463 C2 soll beim Auftreffen auf das Ziel eine das Mittelteil umgebende Hülle von vorne aufreißen, um dann durch die radial nach außen gedrückten, aufspreizbaren Elemente den Durchdringungskanal zu erweitern. Voraussetzung für die Funktion des Geschos­ ses ist ein gepanzertes Ziel. Bei einem weniger harten Ziel tritt die Funktion nicht ein.
Aus der DE 36 17 41 S C2 ist ein unterkalibriges Treibspiegelgeschoß bekannt, das neben einem Penetrator umfangsseitig liegende Konstruktionssplitter aufweist. Diese Splitter werden bei der Bekämpfung von Hubschraubern, Flugzeugen und gepanzerten Zielen aufgrund des Aufschlagimpulses radial gestreut. Bei einem we­ niger harten Ziel verbleiben die Splitter mangels einer Ausstoßvorrichtung inner­ halb des Geschosses.
Entsprechend der DE 30 49 623 A1 soll ein vollständiger Panzerdurchschlag mit­ tels eines Geschosses dadurch erreicht werden, daß eine Geschoßspitze beim Zielaufschlag durch eine, über einen Zünder initiierbare Treibladung nachträglich beschleunigt wird. Hierzu ist die Geschoßspitze zusammen mit dem Zünder und der Treibladung in einer Hülse angeordnet. Eine Vergrößerung der Wirkfläche bei einem weniger harten Ziel liegt nicht vor.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Geschoß der eingangs genannten Art als Mehr­ zweckgeschoß so zu gestalten, daß es auf ein hartes Ziel mit hoher Eindringlei­ stung und auf ein weniger hartes Ziel mit verbreiterter Eindringfläche wirkt.
Die Erfindung löst diese Aufgabe entsprechend den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entneh­ men.
Durch das Aufspreizen des weiteren Wirkteils ist beim Aufschlagen auf ein weniger hartes Ziel die Wirkfläche vergrößert. Beim Auf­ treffen auf ein hartes Ziel wird das weitere Wirkteil nicht aufge­ spreizt. Da es wie das zentrale Wirkteil aus Schwermetall besteht, unterstützt es die Eindringleistung des Durchschlagskörpers in das harte Ziel. Das Gesamtvolumen des Geschosses weist einen hohen Schwer­ metallanteil auf. Es lassen sich hohe Fluggeschwindigkeiten erreichen.
Vorzugsweise gehen die Außenkonturen des zentralen Wirkteils und des ungespreizten, weiteren Wirkteils bündig glatt ineinander über. Das Flugverhalten des Geschosses ist durch das aufspreizbare, weitere Wirkteil nicht gestört.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung von Ausführungsbei­ spielen. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 ein unterkalibriges Geschoß im Längsschnitt,
Fig. 2 das Geschoß beim Auftreffen auf ein weniger hartes Ziel,
Fig. 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Geschosses im Längs­ schnitt und
Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV nach Fig. 3.
Ein Geschoß (1) besteht in seinem Volumen überwiegend aus einem Durchschlagkörper (2) aus Schwermetall. An dessen Spitze ist eine Doppelhaube (3) zur Aufschlagzündung angeordnet. Der Durchschlags­ körper (2) besteht aus einem vorderen, zentralen Wirkteil (4) und einem hinteren, weiteren Wirkteil (5). Am Durchschlagkörper (2) gehen die Außenkonturen des zentralen Wirkteils (4) und des weiteren Wirk­ teils (5) bündig, glatt, insbesondere stufenlos, ineinander über.
Im Durchschlagkörper (2) ist eine Ladung (6) angeordnet. Diese ist durch eine Zündeinrichtung (7) beim Zielaufschlag der Doppelhaube (3) zündbar.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist das Geschoß (1) als unter­ kalibriges Geschoß in seinem Treibkäfig (8) gezeigt. Das unterkalibrige Geschoß (1) weist ein Heckteil (9) mit Stabilisierungsflügeln (10) auf.
Der Durchschlagskörper (2) nach Fig. 1 ist einstückig. In seinem Mittelbereich läuft eine Sollbruchnut (11) um. Die Ladung (6) sitzt als Spreizladung in einer Mittelbohrung, die von hinten etwa bis zur Sollbruchnut (11) reicht.
Die Wirkungsweise des unterkalibrigen Geschosses nach Fig. 1 ist etwa folgende:
Die Zündeinrichtung (7) ist vor dem Abschuß des Geschosses (1) ein- oder ausschaltbar, je nachdem ob ein weniger hartes Ziel, schwach gepanzertes Ziel oder ein hartes, stark gepanzertes Ziel bekämpft werden soll. Das Ansprechen der Zündeinrichtung (7) kann auch von der Härte des Zieles beim Zielaufschlag gemacht werden (Fig. 3).
Trifft die Doppelhaube (3) des Geschosses (1) auf ein weniger hartes Ziel (Z) (vergl. Fig. 2), dann zündet die Zündeinrichtung (7) die Spreizladung (6). Das zentrale Wirkteil (4) dringt in das schwach gepanzerte Ziel ein und die Spreizladung (6) spreizt das hintere, weitere Wirkteil (5) auf, das dabei an der Sollbruchnut (11) vom vorderen Wirkteil (4) getrennt wird. Hinten bleiben die aufgespreizten Bestandteile des Wirkteils (5) mit dem Heckteil (9) verbunden. Durch das aufgespreizte Wirkteil (5) vergrößert sich die Fläche der vom Durchschlagkörper (2) auf das Ziel (Z) ausgeübten Auftreffwirkung.
Trifft das Geschoß (1) auf ein hartes Ziel, dann tritt das zentrale Wirkteil (4) zusammen mit dem unaufgespreizten weiteren Wirkteil (5) in das Ziel ein. Die Durchschlagleistung ist dabei wesentlich höher als bei aufgespreiztem Wirkteil (5).
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 sind bei einem Geschoß 31 das zentrale Wirkteil (4) und das weitere Wirkteil (5) separate, formschlüssig zusammengefügte Bauteile. Am zentralen Wirkteil (4) ist hinten innerhalb des weiteren Wirkteils (5) ein Spreizkegel (12) ausgebildet. An diesem liegt eine entsprechende Schrägfläche (13) des weiteren Wirkteils (5) an, das aus Einzelelementen aufgebaut ist. Heckseitig ist im zentralen Wirkteil (4) als Ladung eine Treib­ ladung (6) angeordnet, die einem Boden (14) des weiteren Wirkteils (5) gegenübersteht. Dieser Boden ist als Schraubverbindung (15) zur Festlegung des weiteren Wirkteils (5) ausgebildet.
Das weitere Wirkteil (5) weist eine vorderseitige Ringfläche (17) auf, welche geringfügig von der Mittelachse (18) des Geschosses (1) nach hinten außen abgeschrägt ist. Eine entsprechend geformte Anschlagfläche (19) ist am zentralen Wirkteil (4) vorgesehen. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel besteht der aus den Wirkteilen (4, 5) zusammengesetzte Durchschlagkörper (2) im wesentlichen vollvolumig aus Schwermetall.
Nach Fig. 4 umfassen segmentierte Längsabschnitte (20) den Wirk­ teil (4). Längsschlitze (16) liegen zwischen dem Längsabschnitten (20).
Die Wirkungsweise des Ausführungsbeispieles nach Fig. 3 bzw. Fig. 4 ist im wesentlichen folgende:
Trifft das Geschoß (31) auf ein Ziel, dann löst die Doppelhaube (3) über die nicht näher dargestellte Zündeinrichtung die Zündung der Treibladung (6) aus.
Trifft das Geschoß (31) auf ein weniger hartes, schwach gepanzertes Ziel (Z), dann wird es weniger verzögert als beim Auftreffen auf hartes, stärker gepanzertes Ziel.
Die Treibladung (6) ist in diesem Fall stark genug, das weitere Wirk­ teil (5) relativ zum zentralen Wirkteil (4) nach hinten zu verschie­ ben. Durch diese Verschiebung gleitet die konische Schrägfläche (13) am Spreizkegel (12) und die Ringfläche (17) löst sich von der Anschlagfläche (19). Das weitere Wirkteil (5) spreizt sich dadurch auf. Beim Aufspreizen verschwenken sich die durch die Längsschlitze (16) vorbestimmten Längsabschnitte (20) des weiteren Wirkteils (5) nach außen. Die Schwenkachse liegt etwa im Bereich der Schraubver­ bindung (15). Durch das Aufspreizen des Wirkteils (5) vergrößert sich die Eindringfläche des Durchschlagkörpers (2) in das Ziel (Z) (vergl. Fig. 2), und damit die Splitterwirkung des Geschosses inner­ halb des Zieles. Hierfür ist bereits eine geringfügige Aufspreizung ausreichend.
Trifft das Geschoß (31) auf ein hartes Ziel, dann wird es stärker verzögert. Die Anpreßkraft zwischen der Ringfläche (17) und der Anschlagfläche (19) ist daher wesentlich größer als die an diesen Flächen wirksame Kraft der Treibladung (6). Es folgt daher keine Relativbewegung der Wirkteile (4, 5). Die Kraft der Treibladung (6) genügt in diesem Falle daher nicht, die Ringflächen (17) von der Anschlagfläche (19) zu lösen. Die Anschlagfläche (19) und die an ihr anliegende Ringfläche (17) verhindern ein Aufspreizen des weiteren Wirkteils (5), so daß dieses die Durchschlagleistung des zentralen Wirkteils (4) unterstützt.

Claims (9)

1. Geschoß (1) mit einem zentralen Durchschlagkörper (2) aus Schwermetall und einem weiteren, sich radial aufspreizenden Wirkteil (5), das end- oder um­ fangsendseitig am Durchschlagkörper (2) angeordnet ist und eine zentrale La­ dung (6) zur Initiierung der Spreizbewegung aufweist.
2. Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenkonturen des zentralen Wirkteils (4) und des ungespreizten, weiteren Wirkteils (5) bündig glatt ineinander übergehen.
3. Geschoß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das weitere Wirkteil (5) beim Aufspreizen mit dem hinteren Ende des Ge­ schosses (1) verbunden bleibt.
4. Geschoß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das weitere Wirkteil (5) vom Ende des Durchlagskörpers (2) gebildet wird und zum Abtrennen und Aufspreizen des weiteren Wirkteils (5) wenigstens ei­ ne Sollbruchnut (11) ausgebildet und zentral im weiteren Wirkteil (5) eine La­ dung (6) angeordnet ist.
5. Geschoß nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sollbruchnut (11) im Mittelbereich des Durchschlagskörpers (2) um­ läuft und die Ladung (6) etwa bis in den Mittelbereich reicht.
6. Geschoß nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchschlagskörper (2) aus dem zentralen Wirkteil (4) und dem wei­ teren Wirkteil (5) zusammengesetzt ist, daß am zentralen Wirkteil (4) ein Spreizkegel (12) ausgebildet ist und daß die Ladung (6) das weitere Wirkteil (5) am Spreizkegel (12) so verschiebt, daß sich das weitere Wirkteil (5) aufspreizt, indem sich einzelne Längsabschnitte (20) des weiteren Wirkteils (5) um eine Schwenkachse etwa im Bereich eines mit den Längsabschnitten (20) verbundenen Bodens (14) radial nach außen schwenken.
7. Geschoß nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Treibladung (6) so bemessen ist, daß das äußere Wirkteil (5) bei Auf­ treffen auf ein hartes Ziel unaufgespreizt bleibt.
8. Geschoß nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der zentrale Durchschlagskörper (4) und der weitere Wirkteil (5) eine korrespondierende, schräge Ringfläche (17) aufweisen, die ein Aufspreizen bei Auftreffen auf ein hartes Ziel hemmt.
9. Geschoß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Geschoß (1) eine Doppelhaube zur Unterbringung eines Aufschlag­ zünders aufweist.
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