DE4002577A1 - Halterung fuer eine erregerwicklung eines elektromotors - Google Patents
Halterung fuer eine erregerwicklung eines elektromotorsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Halterung für eine in
einem Polgehäuse untergebrachte mit einem Pol zu
sammenwirkende Erregerwicklung eines Elektromotors.
Es ist nach der JP-OS 57-139 914 bekannt, die Erre
gerwicklung im Polgehäuse eines Elektromotors mit
Hilfe des durch die Wicklung geführten Pols an dem
Polgehäuse festzuspannen. Aufgrund der Einbauraum-
Toleranzen für die Erregerwicklung zwischen Polge
häuse und am Polschuh vorgesehenen Vorsprüngen tre
ten große Haltekräfte-Unterschiede auf, die zu ei
ner Beschädigung der Erregerwicklung, insbesondere
der Pulverbeschichtung der Wicklung führen.
Die erfindungsgemäße Halterung mit den im Anspruch
1 genannten Merkmalen hat demgegenüber den Vorteil,
daß ein Ausgleich der Haltekräfte erfolgt. Eine
übermäßige Verspannung der Wicklung und damit Be
schädigung insbesondere deren Pulverbeschichtung
wird dadurch praktisch ausgeschlossen. Durch einen
elastisch federnden Wicklungshalter, der der Kraft
übertragung zwischen Polschuh und Wicklung dient,
wird eine punktuelle Überbelastung der Wicklung
vermieden.
Bevorzugt wird ein Ausführungsbeispiel, bei dem der
Wicklungshalter als ein den Pol umspannendes Band
ausgebildet ist, von dem elastisch nachgiebige Hal
tearme entspringen. Durch die Wahl des Materials
für den Wicklungshalter können dessen Federungs
eigenschaften vorbestimmt werden.
Bevorzugt wird überdies ein Ausführungsbeispiel,
bei dem der Wicklungshalter im wesentlichen
rechteckig ausgebildet ist und bei dem von den
Längs- und/oder Querseiten elastisch federnde La
schen entspringen, die als Haltearme dienen. Ein
derartiger Wicklungshalter ist besonders einfach
und daher preiswert herstellbar.
Nach einer Weiterbildung ist der Pol im wesent
lichen rechteckig ausgebildet. Er ist daher einfach
und kostengünstig herstellbar.
Schließlich wird ein Ausführungsbeispiel einer Hal
terung bevorzugt, bei der der Pol mit mindestens
einem Vorsprung versehen ist, der die Festspann
kraft vom Pol auf den Wicklungshalter überträgt, in
dem der Vorsprung in eine geeignete Öffnung des
Wicklungshalters eingreift. Auf diese Weise ist
eine einfache Montage der Wicklung im Polgehäuse
möglich.
Weitere Vorteile und Ausgestaltungen ergeben sich
aus den übrigen Unteransprüchen. Besonders vorteil
haft ist es, wenn der Wicklungshalter als Wick
lungsträger ausgelegt ist. Die Erregerwicklung kann
schon vor der Montage im Elektromotor mit dem Wick
lungsträger bzw. -halter vereint und damit beson
ders einfach montiert werden. Der Pol braucht le
diglich durch die Mittelöffnung des Wicklungsträ
gers geführt und mittels einer den Pol durchdrin
genden Schraube am Polgehäuse festgeschraubt zu
werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeich
nung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Unteransicht eines ersten Ausfüh
rungsbeispiels eines Wicklungshalters;
Fig. 2 eine Seitenansicht des Wicklungshalters
gemäß Fig. 1;
Fig. 3 eine Ansicht der Stirnseite des Wick
lungshalters nach den Fig. 1 und 2;
Fig. 4 eine Unteransicht eines zweiten Ausfüh
rungsbeispiels eines Wicklungshalters;
Fig. 5 eine Seitenansicht des in Fig. 4 darge
stellten Wicklungshalters;
Fig. 6 eine Ansicht der Stirnseite des in den
Fig. 4 und 5 gezeigten Wicklungshal
ters;
Fig. 7 eine Draufsicht auf einen Pol mit mehre
ren, in einen Wicklungshalter eingreifen
den Vorsprüngen;
Fig. 8 einen Teilschnitt durch einen Vorsprung
des in Fig. 7 dargestellten Pols und
Fig. 9 einen Teilschnitt durch ein Polgehäuse
mit einem daran befestigten Pol, einem
Wicklungshalter sowie einer Erregerwick
lung.
Der in Fig. 1 dargestellte Wicklungshalter 1 ist
im wesentlichen rechteckförmig ausgebildet. Die
Querseiten 3 und 5 bilden die Oberseite eines sym
metrischen Trapezes, von dessen schrägen Seitenflä
chen als Laschen ausgebildete Haltearme 7 ent
springen, die in Draufsicht im wesentlichen quadra
tisch ausgebildet sind. Das erste Ausführungsbei
spiel des Wicklungshalters dient auch als Wick
lungsträger. Die aufgebrachte Wicklung wird durch
die Haltearme optimal unterstützt, wobei die Wick
lungen den Grundkörper 9, der von den Querwänden 3
und 5 sowie von den Längswänden 11 gebildet wird,
umgibt.
Der Wicklungshalter 1 besteht aus einem durchgehen
den Band, das hier an seiner Längsseite 11 zur Bil
dung eines geschlossenen Rings verklammert ist. Die
Klammerverbindung 13 ist aus der Seitenansicht des
ersten Ausführungsbeispiels des Wicklungshalters 1
gemäß Fig. 2 erkennbar.
Im übrigen sind gleiche Teile in Fig. 2 mit glei
chen Bezugszeichen versehen.
Aus der Ansicht der Stirnseite gemäß Fig. 3 ist
ersichtlich, daß die Haltearme 7 nicht parallel zur
Oberkante des Grundkörpers 9 des Wicklungshalters
verlaufen, sondern leicht gewölbt sind.
Fig. 4 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines
Wicklungshalters 20, dessen Grundform im wesent
lichen rechteckförmig ist. Die Ecken des Grundkör
pers 29, der aus den beiden Querseiten 23 und 25
sowie den Längsseiten 21 gebildet wird, sind abge
rundet.
Bei diesem Ausführungsbeispiel entspringen die als
Laschen ausgebildeten Haltearme 27 von den Längs
seiten des Grundkörpers 29 des Wicklungshalters 20.
Aus der Seitenansicht gemäß Fig. 5, in der gleiche
Teile des zweiten Ausführungsbeispiels mit gleichen
Bezugszeichen versehen sind, ist ersichtlich, daß
die Höhe der Längswände 21 größer ist als die der
Querseiten 23 und 25. In die Längsseiten sind hier
jeweils 3 Öffnungen 31 eingebracht.
Aus der Ansicht der Stirnseite 25 des Wicklungshal
ters 20 ist erkennbar, daß der Grundkörper 29 wie
derum aus einem durchgehenden Band gebildet ist,
das durch eine Verklammerung 33 zu einem geschlos
senen Ring geformt ist.
Fig. 6 zeigt, daß die Haltearme 27 - ähnlich wie
beim ersten Ausführungsbeispiel des Wicklungshal
ters 1 - nicht parallel zur Oberseite des Grundkör
pers 29 verlaufen, sondern leicht gewölbt sind.
Fig. 7 zeigt einen Pol 40, dessen Form hier an die
des zweiten Ausführungsbeispiels des Wicklungshal
ters 20 gemäß Fig. 4 angepaßt ist. Der Pol ist
also im wesentlichen rechteckig ausgebildet, wobei
seine Ecken abgerundet sind. Es ist jedoch ohne
weiteres möglich, die Stirnseiten des Pols im we
sentlichen trapezförmig auszubilden, so daß dieser
in den von dem Grundkörper 9 des Wicklungsträgers 1
umschlossenen Innenraum eingeführt werden kann. Der
Pol 40 zeigt eine zentrale Mittelöffnung 45, durch
die eine Befestigungsschraube geführt werden kann.
Von den Längsseiten 41 des Pols 40 entspringen hier
je drei Vorsprünge 43, deren Anzahl beliebig wähl
bar ist. Es ist auch möglich, an den Querseiten
Vorsprünge vorzusehen.
Gemäß Fig. 8, in der in einem Teilschnitt ein Vor
sprung 43 dargestellt ist, sind die Vorsprünge so
angeordnet, daß sie bei dem Wicklungsträger gemäß
Fig. 4 in die zugehörigen Öffnungen 31 in der
Längswand 21 eingreifen. Bei dem ersten Ausfüh
rungsbeispiel gemäß Fig. 4 kämen die Vorsprünge
auf der Unterkante des Grundkörpers 9 zu liegen.
Fig. 9 zeigt einen Teilschnitt durch ein Polge
häuse 50 eines Elektromotors. Auf der Innenseite
der Polgehäusewand 51 ist mittels einer die Ge
häusewand durchdringenden Schraube 53 ein Pol fest
geschraubt, der hier dem in Fig. 7 dargestellten
Pol 40 entspricht. Aus der Schnittdarstellung ist
ersichtlich, daß die von der Längswand des Pols 40
entspringende Vorsprünge 43 die Längswand 21 des
Wicklungsträgers 20 im Bereich der Öffnung 31
durchdringen. Der Abstand der Unterkante des Vor
sprungs 43 von der Unterseite des Pols 40 ist so
gewählt, daß der Wicklungshalter 20 durch den fest
geschraubten Pol 40 mit seiner Unterkante auf die
Innenseite der Polgehäusewand 51 gepreßt wird. Da
bei drücken die Haltearme 27 eine hier angedeutete
Erregerwicklung 60 nachgiebig federnd gegen die In
nenseite der Polgehäusewand 51.
Das Zusammenspiel zwischen dem Pol, dem Wicklungs
halter und der Erregerwicklung ist aus den Figuren
im Zusammenhang mit der Figurenbeschreibung ohne
weiteres ersichtlich.
Während bei herkömmlichen Polen die Wicklung unmit
telbar durch seitlich vom Pol ausgehende Pol
schuhlappen gegen die Wand des Polgehäuses gepreßt
wurden, findet hier keine unmittelbare Krafteinlei
tung durch den an der Wand festgeschraubten Pol in
die Erregerwicklung statt. Durch die herkömmlichen
starren Polschuhlappen wurde die Erregerwicklung
bei der Montage im Polgehäuse verformt, so daß die
Pulverbeschichtung der Wicklung aufriß. Bei der
hier dargestellten Halterung wird der Pol, auf her
kömmliche Weise mittels einer Schraube 53 an der
Polgehäusewand 51 festgespannt. Dabei greift der
Pol mit den Vorsprüngen 43 in den Wicklungshalter
20 ein und preßt diesen ebenfalls gegen die Innen
seite der Gehäusewand. Aufgrund der federnden Hal
tearme, die gemäß Fig. 1 entweder an der Stirn
seite des Wicklungshalters oder gemäß Fig. 4 an
dessen Längsseite angeordnet sein können, wird die
Erregerwicklung nachgiebig gegen die Polgehäusewand
gepreßt, ohne daß es dabei zu einer Überlastung und
Verformung kommen könnte.
Der Wicklungshalter, der auch gleichzeitig als
Wicklungsträger dienen kann, ist aus einem ela
stisch federnden Material hergestellt, wobei durch
die Wahl des Materials, z. B. Federstahlblech, die
Festspannkräfte vorgewählt und an den jeweiligen
Einbaufall angepaßt werden können.
Der Pol 40 ist im wesentlichen quaderförmig aufge
baut und damit kostengünstig herstellbar.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Wicklungshalter 1,
der gleichzeitig als Wicklungsträger dient, ist si
chergestellt, daß die Erregerwicklung 60 an ihren
gewölbten Schmalseiten mit einer Spannkraft beauf
schlagt wird, mit denen sie auf der Innenseite des
Polgehäuses anliegt. Dadurch werden Verformungen
der Erregerwicklung mit hoher Wahrscheinlichkeit
ausgeschlossen. Bei dem in Fig. 4 dargestellten
Ausführungsbeispiel des Wicklungshalters sind die
Haltearme 27 besonders großflächig, so daß auch bei
einer relativ geringen Anpreßkraft ein sicherer
Halt der Erregerwicklung im Polgehäuse gewähr
leistet ist.
Claims (7)
1. Halterung für eine in einem Polgehäuse unterge
brachte, mit einem Pol zusammenwirkende Erreger
wicklung eines Elektromotors, gekennzeichnet durch
einen von dem am Polgehäuse (51) anbringbaren Pol
(40) festspannbaren Wicklungshalter (1; 20), der
mindestens einen elastischen, die Erregerwicklung
(60) mit einer Spannkraft gegen das Polgehäuse (51)
drückenden Haltearm (7; 27) aufweist.
2. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Wicklungshalter (1; 20) aus einem den
Pol (40) umspannenden Band aus elastisch federndem
Material besteht, von dem mindestens zwei am Umfang
verteilte Haltearme (7; 27) entspringen.
3. Haltearm nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Wicklungshalter (1; 20) im wesent
lichen rechteckig ausgebildet ist, und daß jeder
der als elastisch federnde Lasche ausgebildete Hal
tearm (7; 27) von den Längswänden (21) und/oder
Querseiten (3, 5) entspringt.
4. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß der Wicklungshalter als
Wicklungsträger (1) ausgelegt ist.
5. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß der Pol (40) im wesent
lichen rechteckig ausgebildet ist.
6. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß der Pol (40) mit min
destens einem Vorsprung (43) versehen ist, der in
Kraftschluß mit den Wicklungshalter (1; 20) tritt.
7. Halterung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, daß der Vorsprung (43) in eine Öffnung (31)
des Wicklungshalters (20) eingreift.
Priority Applications (6)
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Applications Claiming Priority (1)
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ID=6399005
Family Applications (1)
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