DE8208150U1 - Elektrische wicklung mit einem eisenkern aus geschichteten blechlamellen - Google Patents
Elektrische wicklung mit einem eisenkern aus geschichteten blechlamellenInfo
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Description
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16.3.1982 Ws/Hm
ROBERT BOSCH GMBH, 7OOO STUTTGART 1
Elektrische Wicklung mit einem Eisenkern aus geschichteten Blechlamellen
Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einer elektrischen Spule, mit einem Eisenkern aus geschichteten Blechlamellen nach der
Gattung des Hauptanspruchs. Bei einem bekannten Zündanker (DE-GM 70 03 11+3) sind die Wicklungen auf einem
E-förmigen Eisenkern angeordnet und in einem Isolierstoffbecher in einer Vergußmasse eingebettet. Der Eisen-
( kern besteht aus geschichteten Blechlamellen, welcher
durch Nieten und Befestigungsschrauben zusammengehalten
wird. Die Befestigungsschrauben werden dabei in Befestigungslöcher
im Eisenkern eingesetzt und am Gehäuse der Brennkraftmaschine eingeschraubt. Ferner ist es bekannt,
für eine ausreichende Steifigkeit gegen Verwinden des Eisenkernes die Blechlamellen durch Nieten, Klammern,
Schweißungen oder durch andere Verbindungsmittel fest zusammenzuhalten. Die bekannten Lösungen haben jedoch
den Nachteil, daß diese Verbindungsmittel aufwendig und
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umständlich anzubringen sind und aus der Oberfläche der außenliegenden Blechlamellen vorstehen, so daß beim Anbringen
von elektrischen Wicklungen ein entsprechender Luftspalt zum Aufsetzen auf einen Eisenkernschenkel vorgesehen
werden muß. Will man einen solchen Luftspalt vermeiden und die Wicklungen möglichst eng am Eisenkernschenkel
anordnen, so müssen die Blechlamellen nach dem Aufbringen der Wicklungen durch Nieten oder Schrauben zusammengehalten
werden.
Aus der US-PS 2 975 312 ist es ferner bekannt, die Blechlamellen von Eisenkernen durch warzenartige, ineinandergreifende
Prägungen gegenseitig zu verklammern. Um zu verhindern, daß die Blechlamellen während des Betriebes
durch Schüttelbeanspruchungen sich wieder lockern ist in der dort bekannten Ausführung der Eisenkern im Schwungradgehäuse
des Magnetzünders eingegossen. Mit der vorliegenden Lösung wird jedoch angestrebt, die Blechlamellen
eines Eisenkernes für elektrische Wicklungen ohne zusätzliche Verbindungsmittel möglichst einfach und mit optimaler
Steifigkeit gegen Verdrehen und Verwinden auch in den Bereichen zusammenzuhalten, die keine Befestigungslöcher
zum Anbringen des Eisenkernes an einer Unterlage aufweisen.
Vorteile der Erfindung
Die erfindungsgemäße Ausbildung des Eisenkernes und der
elektrischen Wicklung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat den Vorteil, daß über die Fläche
der Blechlamellen hinaus keine Verbindungselemente am Eisenkern nach außen vorstehen, so daß die elektrischen
Wicklungen auf den glatten Eisenkern aufgeschoben werden können. Außerdem werden die einzelnen Bleehlamellen ohne
zusätzliche Verbindungsmittel auch in den Bereichen ver-
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windungssteif zusammengehalten, in denen keine Befestigungs-
\ schraube eingesetzt wird. Vielmehr werden dort die Blech-
lamellen durch ihre Verformungen gegenseitig verklammert
; und durch die Ausformungen am Gehäusebecher wird der Eisen-
kern an diesen Bereichen soweit eingefaßt, daß sich die
ί verklammerten Blechlamellen nicht wieder lockern können.
\ Der Eisenkern ist dadurch sehr stabil, steif und verwin-
dungsfest. Er wird außerdem rationell verarbeitet.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der
im Hauptanspruch angegebenen Merkmale möglich. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn bei einem E-förmigen Eisenkern,
auf dessen Schenkeln Wicklungen aufgebracht sind, die außenliegende, letzte Blechlamelle durchgehende
Öffnungen hat, in die die Verformungen der benachbarten Blechlamelle kraftschlüssig eingreifen. Dadurch erhält
der Eisenkern beidseitig eine ebene Oberfläche ohne vorstehende Verformungen. Eine besonders hohe Verwindungssteifigkeit
läßt sich bei einem E-förmigen Eisenkern dadurch erzielen, daß die Blechlamellen sowohl an
den Schenkeln als auch am Joch des E-förmigen Eisenkernes jeweils mindestens eine als durchgeprägte Warze ausgebildete
Verformung aufweisen.
Zeichnung
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung
näher erläutert. Es zeigen Figur 1 einen Zündanker für eine Magnet-Zündanlage, Figur 2 den gleichen Zündanker
im Querschnitt nach II-II aus Figur 1 und Figur 3 einen
Ausbruch aus mehreren Blechlamellen des Eisenkernes mit ineinandergreifenden Ausformungen.
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Beschreibung des Ausfiihrungsbeispiels
Figur 1 ist der Zündanker einer Zündanlage für Brennkraftmaschinen
mit 10 bezeichnet. Er besteht aus einem E-förmigen Eisenkern 11 aus geschichteten Blechlamellen 12
sowie aus einer Primärwicklung 13 und einer Sekundärwicklung 1k, die auf dem mittleren Eisenkernschenkel
11a konzentrisch übereinander angeordnet sind. Der Eisenkern 11 hat mehrere Befestigungslöcher 15 an denen er
mittels Schrauben am Gehäuse der nicht dargestellten Brennkraftmaschine festgeschraubt wird. Ein Befestigungsloch
15 ist in einem Vorsprung 16 am Joch 11b des
Eisenkernes angeordnet, während das andere Befestigungsloch 15 im Polschuh des rechten Eisenkernschenkels 11c
sitzt. Die Primär- und Sekundärwicklungen 13» 1U des
Zündankers 10 sind in einem Gehäusebecher 17 aus Kunststoff eingesetzt und dort in einer Vergußmasse eingebettet.
Die einzelnen Blechlamellen 12 des Eisenkerns 11 sind durch gleiche, ineinandergreifende Verformungen 18 der
aufeinanderliegenden Blechlamellen 12 gegenseitig verklammert.
Außerdem sind am Gehäusebecher 17 Ausformungen vorgesehen, welche den linken, äußeren Eisenkernschenkel
1Id9 der ebenso wie der mittlere Schenkel 11a
kein Befestigungsloch 15 aufweist, beidseitig einfassen und die geschichteten Blechlamellen 12 am eingefaßten
Bereich zusammenhalten. Dadurch wird zuverlässig verhindert, daß die Blechlamellen 12 an den ineinandergreifenden
Verformungen 18 sich nicht lockern können.
In Figur 2 ist die beidseitige Einfassung der nichtverschraubten
Eisenkernschenkel 11a und 11d in der Draufsicht des Zündankers 10 erkennbar. Die Ausformungen am
Gehäusebecher 17 bilden einerseits eine Konsole 19 und
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andererseits eine Tasche 20, in welche die elektronischen
Bauteile der Zündanlage angeordnet und vergossen sind. |
Die Konsole 19 ist mit einer Längsrippe 21 versehen, |
welche die Blechlamellen 12 zusammendrückt, die auf einer |
ebenen Fläche 22 an der Tasche 20 des Gehäusebechers 17 I
anliegen. Der mittlere Eisenkernschenkel 11a ist in einer S
kaminartigen Öffnung 23 des Gehäusebechers 17 angeordnet, wo er auf einer Seite an einer glatten Fläche 2?ades Gehäusebechers
17 anliegt. Auf der gegenüberliegenden Seite der Öffnung 23 sind mehrere Längsrippen 2k angeordnet,
welche die Blechlamellen 12 zusammendrücken. Der Zündanker
10 ist fnjeinem Anschlußturm 26 mit einem Zündkabel zu
verbinden.
Figur 3 zeigt einen Querschnitt durch die unteren Blechlamellen 12 im Bereich einer Verformung 18. Dabei sind
die Blechlamellen 12 zur Verdeutlichung mit Abstand übereinander dargestellt. Die außenliegende, untere
Blechlamelle 12a hat anstelle einer Verformung eine durchgestanzte Öffnung 25» in welche beim Aufeinanderdrücken
der Blechlamellen 12 die Verformungen 18 der darüberliegenden Blechlamelle 12 kraftschlüssig eingreifen.
Die Verformungen 18 sind dabei als durchgeprägte Warzen ausgebildet, deren Hohe so gewählt ist,
daß die Blechdicke der letzten Blechlamelle 12a nicht überschritten ist. Bei des: Herstellung des Eisenkernes
11 werden die Blechlamellen 12, 12a aufeinandergelegt
und zusammengedrückt. Dabei werden jeweils die Warzen 18a einer oberen Blechlamelle 12 in eine entsprechende
Vertiefung 18b der darunterliegenden Blechlamelle 12 eingedrückt. Die Warze 18a der vorletzten Blechlamelle
12 wird dabei in die Öffnung 25 der letzten Blechlamelle 12a gedrückt. Auf diese Weise werden die Blechlamellen
12, 12a kraftschlüssig zusammengehalten. Da die Verformungen
18 nicht aus der Ebene des Eisenkernes 11 vorstehen,
können die Blechlamellen 12 auch an den die Primär- und Sekundärwicklung 13, Ik tragenden mittleren
Eisenkernschenkel 11a mit einer solchen Verformung 18
verklammert werden. Eine hohe Steifigkeit des Eisenkernes 11 gegen Verwinden und Verdrehen wird dadurch erreicht,
daß die Blechlamellen 12 sowohl an den Schenkeln 11a, 11c und 11d als auch am Joch 11b des E-förmigen Eisenkernes
11 jeweils mindestens eine warzenförmige Verformung
18 haben. Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 1 sind an den äußeren Schenkeln 11c und 11d jeweils zwei
und am mittleren Schenkel 11a sowie am Joch 11b jeweils eine Ausformung 18 angebracht.
Die Erfindung ist nicht auf das dargeste; lte Ausführungsbeispiel beschränkt, da elektrische Wicklungen mit einem
Eisenkern auch in anderer Form auf einer entsprechenden Unterlage festgeschraubt werden können. Wesentlich ist
jedoch, daß die Bereiche des Eisenkernes, bei denen die Blechlamellen nicht durch Schrauben oder andere Verbindungsmittel
zusammengehalten werden, Verformungen aufweisen, an denen die aufeinanderliegenden Blechlamellen
gegenseitig verklammert sind und gleichzeitig durch Ausformungen am Gehäuse der elektrischen Wicklungen zusammengehalten
werden. Damit ist sichergestellt, daß einerseits der Eisenkern in diesen Bereichen durch die Verformungen
verwindungs- und verdrehsicher zusammengehalten wird und andererseits eine Lockerung dieser Verbindung
durch Erschütterungen während des Betriebes dadurch verhindert wird, daß der Eisenkern in diesen Bereichen
durch Ausformungen am Gehäusebecher beidseitig eingefaßt ist.
Claims (8)
1. Elektrische Wicklung mit einem Eisenkern aus geschichteten
Blechlamellen, insbesondere Zündanker, der an mehreren Befestigungslochern auf einer Unterlage, insbesondere
dem Gehäuse einer Brennkraftmaschine festgeschraubt ist, wobei die elektrische Wicklung in einem
Gehäusebecher eingebettet und auf einem Schenkel des Eisenkerns aufgeschoben ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Blechlamellen (12) durch gleiche, ineinandergreifende Verformungen (18) der aufeinanderliegenden Blechlamellen
(12) gegenseitig verklammert sind und daß Ausformungen (19, 20) am Gehäusebecher (17) mindestens einen
Eisenkernschenkel (I1d), der kein Befestigungsloch (15)
aufweist, beidseitig einfassen und die geschichteten Blechlamellen (12) am eingefaßten Bereich (11d) zusammenhalten.
2. Wicklung nach Anspruch 1, dadurch gekannzeichnet, daß
die außenliegende, letzte Blechlamelle (12a) eines E-förmigen Eisenkernes (11) durchgehende Öffnung (25) hat,
in die die Verformungen (18) der benachbarten Blechlamelle
(12) kraftschlüssig eingreifen.
3· Wicklung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Blechlamellen (12) an dem die Wicklungen (13, 1U) tragenden Eisenkernschenkel (11a) mit mindestens einer
Verformung (18) verklammert sind.
k. Wicklung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Blechlaaellen (12) sovohl an den Schenkeln (11a, 11c,
11d) als auch am Joch (lib) des E-förmigen Eisenkernes
(11) jeveils mindestens eine als durchgeprägte Warze (i8a) ausgebildete Verformung (18) aufweist.
5· Wicklung nach einem der Ansprüche 1 bis U, dadurch
gekennzeichnet, daß der Gehäusebecher (17) mit einer rechteckigen,
kaminartigen Öffnung (23) auf den mittleren Eisenkernschenkel (11a) aufgeschoben ist und daß mehrere Längsrippen
(2k) auf einer Seite der Öffnung (23) die Blechlamellen (12) am mittleren Schenkel (11a) zusammendrücken.
6. Wicklung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein außenliegender Eisenkernschenkel
(I1d) auf einer Seite von einer außen am Gehäusebecher
(17) angeformten Konsole (19) eingefaßt ist, an der mindestens eine Längsrippe (21) die Blechlamellen (12)
zusammendrückt.
7. Wicklung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Eisenkernschenkel (11a, 11d) auf der den
Längsrippen (21, 2k)gegenüberliegenden Seite an einer Fläche (22, 23a) des Gehäusebechers (17) anliegt.
8. Wicklung nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche (2U) zur Anlage des äußeren Eisenkernschenkels
(1 1 d) durch eine am Gehäusebecher (17) angeformte Tasche (20) gebildet ist.
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