DE40617C - Einrichtung zum selbstthätigen Signalisiren von Eisenbahnzügen - Google Patents
Einrichtung zum selbstthätigen Signalisiren von EisenbahnzügenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L13/00—Operation of signals from the vehicle or by the passage of the vehicle
- B61L13/04—Operation of signals from the vehicle or by the passage of the vehicle using electrical or magnetic interaction between vehicle and track, e.g. by conductor circuits using special means or special conductors
- B61L13/045—Operation of signals from the vehicle or by the passage of the vehicle using electrical or magnetic interaction between vehicle and track, e.g. by conductor circuits using special means or special conductors using separated rail contacts, pedals or similar
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Diese Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren nebst Einrichtung zum selbstthätigen
Signalisiren von Eisenbahnzügen. Das Wesentliche der Erfindung besteht darin, dafs jedes
an der Bahnlinie vorhandene Signal (als welches eine Lichtquelle und eine zu dieser verstellt
werdende farbige Scheibe aus durchsichtigem Material gedacht sind), so lange als kein Zug
den durch dieses Signal markirten Bahnabschnitt befährt, mittelst eines Elektromagneten auf
»Linie "frei« eingestellt gehalten wird, indem dessen Stromkreis durch die Erde geschlossen
ist, dagegen Umstellung auf »Linie gesperrt« dadurch erfährt, dafs, wenn der Zug dieses
Signal passirt, er dessen Stromkreis durch Aufhebung der Erdverbindung öffnet; das
Signal verbleibt so lange in der Sperrstellung, 'bis der Zug einen weiter vorwärts gelegenen
Punkt passirt, in welchem er den Schluls des Signalstromkreises durch die Erde wieder herstellt
und dadurch das Signal auf »Linie frei« zurückstellt.
Zu diesem Ende ist der Elektromagnet jedes Signales mit dem einen Ende seiner Bewickelung
an einen isolirten, die ihn erregende Batterie enthaltenden Leitungsdraht gekuppelt,
welcher vom Signal weg an der Linie entlang nach vorwärts geführt und dann in später beschriebener
Weise über den Anker eines Elektromagneten mit der Erde verbunden ist, sowie mit einer Contactvorrichtung, durch welche
ebenfalls Schlufs durch die Erde hergestellt werden kann. Das andere Ende der Bewickelung
des Signalelektromagneten ist am Signal ebenfalls über den Anker eines normal ruhenden Elektromagneten mit der Erde verbunden.
Passirt nun ein Zug das Signal, so wird ein den letzteren Magneten enthaltender Localstromkreis durch eine vom Zuge bethätigte
Contactvorrichtung geschlossen und durch Anziehen von dessen Anker hier sofort die Verbindung des Signalelektromagneten mit
der Erde gebrochen und also dessen Stromkreis geöffnet; dasselbe geschieht am anderen
Ende durch Abfallen des Ankers vom dortigen Elektromagneten. Das Signal stellt sich infolge
dessen auf »Linie gesperrt«. Hat der Zug das Signal passirt, so stellt sich hier die Erdverbindung
sofort wieder her, während sie am vorderen Ende der Leitung offen bleibt, bis
hier der Zug passirt und die Contactvorrichtung bethätigt, welche zunächst die Hülfsverbindung
und durch diese die normale Erdverbindung infolge Erregtwerdens des dortigen Elektromagneten
wieder herstellt. Damit ist der Signalstromkreis wieder geschlossen und stellt sich mit seinem Geschlossenwerden auch das
Signal auf »Linie frei« zurück.
Dadurch, dafs man den Signalstromkreis so weit nach vorwärts führt, dafs zwischen seinen
Erdverbindungen sich mehrere in gleicher Weise bethätigte Signale befinden, kann man
hinter dem Zuge durch mehrere Signale die Sperranzeige aufrecht erhalten.
Bei eingeleisigen Bahnlinien, auf denen Züge in beiden Richtungen circuliren, ist ein zweites,
auf der entgegengesetzten Seite des Geleises angeordnetes Signal in den Signalstromkreis
eingeschaltet, dieser mit zwei Apparaten zum Unterbrechen der Erdverbindung durch den
Zug combinirt und ferner ein. Apparat zur Wiederherstellung der Erdverbindung an beiden
Enden des durch die beiden Signale eingeschlossenen Bahnabschnittes angeordnet, so
dafs, in welcher Richtung auch das Geleise durch einen Zug befahren werde, sich vor und
hinter diesem mehrere Signale auf »Linie gesperrt« eingestellt finden.
Auf den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsformen der Erfindung wiedergegeben.
Fig. ι zeigt schematisch die Einrichtung bei Bahnlinien, welche nur nach einer Richtung
hin befahren werden.
A bedeutet das Geleise, -B ein mittelst Elektromagneten
bethätigtes Signal und C eine von letzterem längs der Linie nach vorwärts geführte
isolirte Leitung. Das eine Ende des Drahtes C ist mit dem einen Ende der Bewickelung
des die Verstellung des Signales bewirkenden Elektromagneten, das andere in nachbeschriebener Weise mit der Erde verbunden.
In die Leitung C ist zwischen Signal und vorderes Ende die den Signalelektromagneten
erregende Batterie D eingeschaltet. Das andere Ende der Elektromagnetenbewickelung
steht durch C0 in leitender Verbindung mit dem Anker E eines Elektromagneten F;
.für gewöhnlich ruht der letztere und wird sein Anker von einer Feder gegen einen Contact G
angelegt gehalten, der leitend mit der Erde verbunden ist. Das eine Ende der Bewickelung
des Elektromagneten F ist an den einen Pol einer Localbatterie H angeschlossen, und
das andere Ende, sowie auch der andere Batteriepol mit einer Contactvorrichtung verbunden,
durch welche der Stromkreis H geschlossen wird, wenn der das Signal passirende
Zug das an einer Schienenseite angeordnete Stück / mittelst seiner Räder niederdrückt.
Der gut vor Feuchtigkeit geschützt zu haltende Contactapparat kann gewöhnlicher Construction
sein. Mit dem Schlufs des Localstromkreises H
wird der Elektromagnet F erregt; derselbe zieht seinen Anker E an und vom Contact G
ab. Hiermit ist die diesseitige Verbindung des Signalelektromagneten mit der Batterie D durch
die Erde gebrochen (d. h. der Signalstromkreis geöffnet); er verliert seinen Magnetismus und
läfst das Signal »Linie gesperrt« anzeigen. Sobald das letzte Rad des Zuges das Stück /
verläfst, hebt sich dieses wieder und öffnet den Localstromkreis des Elektromagneten F,
so dafs dessen Anker abfällt und wieder auf G gezogen wird, womit beim Signal die Erdverbindung
wieder hergestellt ist.
Das vom Signal weg nach vorwärts geleitete Ende der Leitung C ist an das eine Ende der
Bewickelung eines Elektromagneten J angeschlossen, dessen anderes Ende mit einem Contact
K communicirt. Ist der Signalstromkreis geschlossen, so hält der Elektromagnet J seinen
mit der Erde verbundenen Anker E gegen den Contact K angezogen. Wird der Signalstromkreis
bei G geöffnet, so läfst J seinen Anker E los und wird - derselbe von einer Feder auf
einen isolirten Anschlag L gezogen, womit dann die Erdverbindung auch am vorderen
Ende des Signalstromkreises gebrochen ist. Um die Wiederherstellung dieser Erdverbindung
durch den Zug beim Passiren dieses Endes der Leitung C zu bewirken, ist der Contact K durch
einen Leitungsdraht M mit einem mit der Erde communicirenden Contactapparat verbunden,
welcher von den Rädern des Zuges mittelst des seitlich des Geleises angeordneten Stückes N
bethätigt wird. Drückt der Zug das Stück N nieder, so wird der Draht M mit der Erde
verbunden, d.h. über MKJ eine vorläufige Verbindung zwischen C und der Erde hergestellt,
so dafs der Signalstromkreis wieder geschlossen ist. Dadurch wird J erregt, der
Anker an K herangezogen und so der ursprüngliche Zustand hergestellt, der bestehen
bleibt, wenn der Zug das Stück IV passirt hat und dadurch die provisorische Erdverbindung
wieder aufgehoben wird. Durch den Schlufs des Signalstromkreises ist auch das Signal B
wieder auf »Linie frei« zurückgestellt.
In Fig. 2 ist die Einrichtung für eingeleisige Bahnlinien mit Betrieb nach beiden Richtungen
hin dargestellt. Die Leitung C ist hier an jedem Ende mit einem Apparat EFGHI,
und zwar mit den Ankern E verbunden.. Der äufsere dieser Apparate ist wie in Fig. ι über
G mit der Erde verbunden, während vom Contact G des inneren Apparates sich die
Leitung C2 über den Elektromagneten eines zweiten auf der anderen Geleiseseite befindlichen
Signales O an den Elekromagneten J des Apparates JEL ankuppelt. Letzterer Apparat
steht durch eine Leitung M in Verbindung mit zwei Contactapparaten N, je einem am
äufseren Ende des durch O B markirten Bahnabschnittes. Die beiden Contactvorrichtungen
NI an jedem Ende des Abschnittes müssen
einen solchen Abstand besitzen, dafs der Zug die eine verlassen hat, ehe er die andere erreicht.
In der Modification Fig. 3 ist die Einrichtung so getroffen, dafs jeder Anker E durch seinen
Elektromagneten gegen den Contact gehalten wird, indem hier der Localstromkreis der kleinen
Batterie H für gewöhnlich geschlossen ist und erst geöffnet wird, wenn ein Zug über / rollt.
In anderer Beziehung ist die Einrichtung dieselbe wie in Fig. 2, und bezeichnen gleiche
Buchstaben gleiche Theile.
Bei Abzweigungen und Kreuzungen kann die Bethätigung der erforderlichen Signale zur
Sicherung der Linie an dieser Stelle durch von Hand bewegte oder selbsttätige Contactmechanismen
erfolgen.
Claims (2)
- Pat εν τ-An s ρ rüche:ι. Die Einschaltung eines das Signal B in Thätigkeit setzenden Elektromagneten, Fig. ι, und der denselben erregenden Batterie D in eine Leitung C0 C, welche in der Fahrrichtung der Züge längs der Bahnstrecke weitergeführt ist, und deren Enden in der Weise zu einem Stromkreise durch die Erde geschlossen werden können, dafs der das Signal passirende Zug durch die Contactvorrichtung / den Localstromkreis der Batterie H schliefst und durch den darin enthaltenen Elektromagneten F die Erdverbindung des Hauptstromkreises am Signal zeitweise unterbricht, wodurch der Elektromagnet / am anderen Ende stromlos wird und auch die Erdverbindung durch Anker E aufhört, während der Zug beim Passiren der Contactvorrichtung N zunächst provisorisch durch N und damit definitiv durch E den Erdschlufs des Hauptstromkreises wieder herstellt.
- 2. Bei eingeleisigen, in beiden Richtungen befahrenen Bahnlinien in Verbindung mit der an beiden Enden mittelst einer Contactvorrichtung / und Elektromagneten F zu öffnenden Leitung C, deren Erdschlufs durch eine andere Contactvorrichtung IV zuerst provisorisch und damit durch E definitiv wieder hergestellt wird, und dem Signal B ein Signal O auf der anderen Geleiseseite, dessen Elektromagnet entweder einerseits mit dem Contact G der benachbarten Erdschlufsunterbrechung und andererseits mit dem Elektromagneten / verbunden, Fig. 2, oder in die Leitung C zwischen den beiden Ankern E eingeschaltet ist, Fig. 3.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE40617C true DE40617C (de) |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT40617D Expired - Lifetime DE40617C (de) | Einrichtung zum selbstthätigen Signalisiren von Eisenbahnzügen |
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