DE80301A - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 2O: Eisenbahnbetrieb.
Die vorliegend^ Einrichtung hat den Zweck,
zu verhindern, dafs ein Zug in eine von einem anderen Zug bereits besetzte Strecke eingelassen
wird.
Unter Strecke ist hierbei zu verstehen:
1. das Stück einer Bahnlinie vom Ausfahrtssignal des einen Bahnhofes bis zum Einfahrtssignal
des nächsten Bahnhofes;
2. jedes von Zügen· befahrene Gleis eines Bahnhofes zwischen den Ein- und Ausfahrtssignalen.
Wenn zwischen zwei Bahnhöfen eine Blockstation errichtet ist, so wird
< hierdurch die . unter 1. angeführte Strecke in zwei Strecken getheilt.
Die unter 2. angeführten Strecken gelten von dem Einfahrtssignal der einen Bahnhofseite
,bis zum Ausfahrtssignal der anderen Bahnhofseite (bei Durchfahrtsbahnhöfen) oder bis zum
Ausfahrtssignal derselben Bahnhofseite (bei Kopfstationen).
In Fig. ι ist ein Stück einer Bahnlinie gezeichnet,
und zwar von Mitte Station I bis Mitte Station III. Zwischen I und III befindet sich die Blockstation II.
A ist das Ausfahrtssignal von I, B das Blockstationssignal
und C das Einfahrtssignal der Station III. Alle drei Signale gelten für die
Richtung I - III. Es sind also hier die zwei Strecken A-B und B-C vorhanden.
In den Fig. 5 bis 8 ist die Einrichtung schematisch mit Stromlauf bild dargestellt, und
zwar für die Strecke A-B.
Diese Darstellung gilt für alle Strecken.
Um dieselbe für B-C zu haben, ist nur nothwendig, die Signale A und B mit B und C
und die Pedale χ und ν mit y und w zu
bezeichnen.
Diese Darstellung gilt auch für die Strecken der umgekehrten Fahrrichtung, wo dann natürlich
wieder andere Signale und andere Pedale, aber immer in der gleichen Anordnung, in
Betracht kommen.
Es sei hier zunächst die Verschlufseinrichtung erklärt, welche in den Fig. 2, 3 und 4 dargestellt
ist. Fig. 4 ist ein Grundrifs mit fortgelassener Deckenwand des Kastens.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht mit fortgelassener Seitenwand des Kastens und Fig. 3 ist eine
Vorderansicht.
α ist ein horizontales Verschlufslineal des Stellwerkes, welches nach rechts oder links
verschoben werden mufs, um den Signalhebel für das Signal A umstellen zu können, a hat
einen Einschnitt ax , welcher in der in den Figuren 2, 3 und 4 gezeichneten Ruhelage
unter d steht, d ist ein Verschlufshebel, welcher sich um c dreht, und dessen Gewichtsmoment auf Seite U1 gröfser ist, als das der
Seite d.2. Der Sperrhebel g dreht sich um
die Achse h und wird bei gi durch die Feder i
in der gezeichneten Ruhelage erhalten. Das untere Ende g1 sperrt in der gezeichneten
Ruhelage den Verschlufshebel d und verhindert eine Drehung des Hebels d in dem Sinne,
dafs d: in Ct1 fällt und so α verschliefst. Der
Hebelarm g.2 ga beeinflufst die beiden Strom- .
schliefser 1,2 und 3,4, und zwar so, dafs g3
den Stromschlufs ι, 2 in der Ruhelage (s. auch Fig. 5 und 6) und g^ den Stromschlufs 3,4
bewirkt, wenn g in der Lage der Fig. 7 und 8 steht, in welcher er den Verschlufshebel d
freigiebt.
Der Elektromagnet e wirkt auf d2 und f
auf gx.
Die Wirkungsweise dieses Verschlusses ist folgende:
Soll ein Zug in die Strecke A-B fahren, so wird zunächst das Verschlufslineal α verschoben
und dann der Signalhebel für A eingestellt. Bei der Ausfahrt schliefst der Zug den Stromlauf
für f, welcher gx anzieht und dadurch d
freimacht, d1 senkt sich jetzt bis auf a. Ist
der Zug ausgefahren, so werden nach einander der Signalhebel und α zurückgeschoben. Ist
hierbei ax unter dx gekommen, dann fällt dx
in ax und verriegelt somit a, Fig. 8. α bleibt
so lange verriegelt, bis der Zug die Strecke A-B verlassen und dann den Stromlauf des Elektromagneten
e bei ν geschlossen hat. e zieht dabei d,2 an und stellt wieder die Lage der
Fig. 2 her, in welcher α wieder frei ist und wieder für eine neue Fahrt in die Strecke A-B
verschoben werden kann.
In den Fig. 5 bis 8 ist die ganze Einrichtung mit Stromlaufbild schematisch dargestellt,
und zwar für die Strecke A-B.
Vor dem Signal A liegt das Pedal x, welches von den Zugrädern niedergedrückt wird,
und welches dann einen Stromschlufs der Leitung für f herstellt. Eine Zuglänge hinter B
liegt ein gleiches Pedal v, welches einen Stromschlufs der Leitung für e bewirkt.
α ist noch mit einem Stromschliefser 5, 6, 7
versehen, welcher in der Leitung für f liegt und diese Leitung unterbrochen hält, bis ein
Zug thatsächlich zur Ausfahrt bereit ist.
Fig. 5 ist Ruhestellung. A zeigt »Halt«, χ ist offen, g schliefst 1, 2 und sperrt d. a
ist frei und 5, 6, 7 ist offen.
Die Leitung für e ist bei ν und 3,4 unterbrochen.
Wird jetzt α verschoben und das Signal A auf Fahrt gestellt, so entsteht die
Fig. 6. 5, 6, 7 ist geschlossen, so dafs in der Leitung für f nur noch χ offen ist.
Die Leitung für e ist wie in Fig. 5.
Fährt nun der Zug über χ und schliefst hier den Stromlauf, so wird f magnetisch,
zieht g an und giebt d frei, welches mit dx
auf α fällt und mit d2 den Sperrhebel g festlegt
(Fig. 7).
1,2 ist unterbrochen und 3, 4 geschlossen
worden.
Wird nach der Ausfahrt A auf »Halt« gestellt und α zurückgeschoben, so fällt d in Ci1 und
somit ist A und α gegen ein wiederholtes Einstellen gesperrt.
Fig. 8 zeigt diese Stellung. Der Stromlauf für f ist bei 5, 6, 7, 1,2 und χ unterbrochen,
während der Stromlauf für e nur noch bei ν unterbrochen ist.
Hat der Zug die Strecke A-B verlassen, dann schliefst er bei ν den Stromlauf für e und
stellt dadurch wieder die Sachlage der Fig. 5 her. Der Elektromagnet hat d„ angezogen.
d hat α freigegeben und ist von g wieder gesperrt, worden, wobei wieder 3,4 geöffnet
und 1, 2 geschlossen wurde.
Unter gegebenen Verhältnissen wird der Signalarm A mit einem Stromschliefser der
Leitung für f versehen, so dafs diese Leitung nur bei der Fahrtstellung des Signales A geschlossen
werden kann.
Wenn die Signale so eingerichtet sind, dafs sie vom vorüberfahrenden Zuge aus der Fahrtstellung
in die Haltstellung gebracht werden, dann werden zweckmäfsig auch diese Signale mit . Stromschliefsern in der Leitung e der
vorhergehenden Strecke versehen, welche nur in der Haltstellung der Signale den Strom
schliefsen.
Es wird dadurch verhindert, dafs ein Zug in die erste Strecke fährt, wenn die zweite
nicht durch die Haltstellung des Signales gedeckt ist.
Da das Verschlufslineal α nur zum Zwecke einer Ausfahrt verschoben wird, so kann in
den meisten Fällen der Stromschliefser χ entbehrt werden. In diesen Fällen geschieht die
Auslösung des Hebels d schon durch den Stromschlufs 5, 6, 7. Ist aber hierbei der Signalarm A mit einem Stromschliefser versehen, so
geschieht die Auslösung von d erst durch die Einstellung von A.
Bei eingleisigen Bahnen ' ist es zweckmäfsig, die Stellwerke der benachbarten Stationen in
Bezug auf die Ausfahrtssignale für die gleiche Strecke so unter sich., zu. verbinden, dafs sie
gemeinschaftliche Leitungen e und f haben, um so thunlichst zu vermeiden, dafs gleichzeitig
von den beiden Stationen je ein Zug in entgegengesetzter Richtung in dieselbe Strecke
fährt.
Es ist somit die vorliegende Einrichtung eine Sicherung sowohl dagegen, dafs zwei sich folgende
Züge, als auch dafs zwei sich begegnende Züge in dieselbe Strecke fahren.
Diese Eigenschaft ist besonders wichtig für die Strecken in den Bahnhöfen. Hier wird
die Anordnung so getroffen, dafs durch das Einstellen der Einfahrt in ein bestimmtes Gleis
die Einfahrtshebel für dieses Gleis, und zwar für beide Fahrrichtungen und in allen in Betracht
kommenden Stellwerken gesperrt werden. Es wird hierbei selbstverständlich das signalisirende
Stellwerk erst nach der Rückstellung von α verschlossen, während alle übrigen Stellwerke
sofort verschlossen werden.
Diese Verschlüsse werden bei der Ausfahrt aus diesem Gleis wieder gelöst, und zwar wird
die Leitung für e durch Stromschliefser ν vom Zuge, oder durch solche, welche wie
5,6,7, Fig. 5 bis 8, an den Linealen α der Ausfahrt oder auch durch solche an den Ausfahrtshebeln
oder Ausfahrtssignalen bewirkt. Die elektrischen Leitungen werden hierbei angeordnet
wie bei elektrischen Hausschellen, wo. auch von mehreren Stromschliefsern eine oder
auch mehrere Schellen gleichzeitig bedient werden.
Sind die Stellwerke eines Bahnhofes von einem Freigebewerk (Blockapparat) abhängig,
so kann auch dieses Freigebewerk in gleicher Weise verschlossen werden wie die Stellwerke.
Es wird dann dabei verhindert, dafs durch das Freigebewerk die Stellwerke für Fahrten
in besetzte Gleise freigegeben werden können.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Blockeinrichtung, bei welcher zwei von einander unabhängige Stromkreise, und zwar einer für die Einfahrt (E χ bezw. Af, i, 2, 5, 6, 7, E) und einer für die Ausfahrt (Ev bezw. B e, 3, 4, E) so zusammen arbeiten, dafs einerseits beim Ziehen des Einfahrtssignals A der mit der Verschlufsschiene α (oder mit der Handfalle des Signalhebels, oder mit dem Signal selbst) verbundene Stromschliefser 6 den Stromschluls 5, 6, 7 und damit den Schlufs des Einfahrtsstromkreises direct oder erst nach weiterem Schlufs des Radtasters χ bewirkt, wodurch sofort unter Vermittelung des Elektromagneten f der Hebel g umgesteuert, der Einfahrtsstromkreis bei 1, 2 unterbrochen und der Schlufs des Ausfahrtsstromkreises (bei 3,4) vorbereitet wird, und dafs andererseits durch Rückstellung des Einfahrtssignales A in die Haltlage die durch Umstellung des Hebels g frei gewordene Klinke d in die Verschlufsschiene α einfällt und somit letztere und den Hebel g so lange sperrt, bis durch Umstellen des Ausfahrtssignales B oder Ueberfahren des Radtasters ν der Ausfahrtsstromkreis geschlossen, hierdurch aber unter Vermittelung des Elektromagneten e die Verschlufsschiene α freigegeben, der Hebel g umgesteuert, somit die Klinke d gesperrt, der Ausfahrtsstromkreis (bei 3, 4) wieder unterbrochen und der Schlufs des Einfahrtsstromkreises (bei i, 2) wieder vorbereitet wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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