DE4041231A1 - Harzzusammensetzung, die fuer im wesentlichen loesungsmittelfreie anstrichfarben geeignet ist - Google Patents
Harzzusammensetzung, die fuer im wesentlichen loesungsmittelfreie anstrichfarben geeignet istInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Harzzusammensetzung, die für
im wesentlichen lösungsmittelfreie Anstrichfarben geeignet ist.
Heutzutage (siehe beispielsweise Seiten 655 und 656 in Ullmann,
4. Auflage, "Lösemittelfreie und lösemittelarme Lacke") wird im
Hinblick auf die Umweltprobleme, die bei der Verwendung organi
scher Lösungsmittel involviert sind, und die sich daraus ergeben
den Umweltgesetze danach getrachtet, im wesentlichen lösungsmit
telfreie Anstrichfarben zu verwenden. In diesem Zusammenhang wer
den meistens Systeme mit einem 95 Gew.-% übersteigenden Feststoff
gehalt, wobei der Feststoffgehalt bei Anwendungsviskosität (4 bis
6 dPa·s bei 23°C) bestimmt wird, als "lösungsmittelfreie" Systeme
bezeichnet. Jedoch beeinträchtigt die Herabsetzung der Lösungs
mittelmenge solche Eigenschaften, wie Viskosität, Rheologie und
Trocknungsverhalten, stark.
Die Anforderungen, denen Bindemittel für Anstrichfarben entspre
chen müssen, sind derart, daß einerseits die Anstrichfarbe den An
forderungen entsprechen muß, die im Hinblick auf Umweltprobleme
auferlegt sind, und andererseits gewährleisten müssen, daß die An
strichfarbe die erforderlichen Eigenschaften aufweist. Um in der
getrockneten Anstrichfarbe ausreichend Schutzeigenschaften aufzu
weisen, muß ein Überzug ein hohes Molgewicht haben; es muß aber
die Anstrichfarbe, um den den oberwähnten Systemen auferlegten An
forderungen zu entsprechen, ein niedriges Molgewicht aufweisen.
Ziel der Erfindung ist es, eine Harzzusammensetzung für im wesent
lichen lösungsmittelfreie Anstrichfarben (d. h. mit einem Fest
stoffgehalt von mehr als 95% bei Anwendungsviskosität) vorzu
sehen, die einerseits den Viskositätsanforderungen entspricht und
andererseits zu guten Trocknungseigenschaften führt.
Die Harzzusammensetzung gemäß der Erfindung ist dadurch gekenn
zeichnet, daß die Harzzusammensetzung ein Reaktionsprodukt auf
Basis
- A) eines oder mehrerer Polyalkohole, die zur Gänze oder teilweise mit ungesättigten Fettsäuren verestert sind,
- B) einer ungesättigten Verbindung mit weniger als 20 Kohlenstoff atomen und
- C) einer oder mehrerer Verbindungen mit mindestens einer copoly merisierbaren endständigen Äthylengruppe ist, wobei das Molverhältnis von A) und C) 0,8 : 1,2 bis 1,2 : 0,8 beträgt und die Menge an copolymerisierbarer Ungesättigtheit von C) vor und nach der Reaktion von A) und C) im wesentlichen die gleiche ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung liegt das
Molverhältnis von A) und C) zwischen 0,9 : 1,1 und 1,1 : 0,9. Ins
besondere ist dieses Verhältnis im wesentlichen 1 : 1.
Die Harzzusammensetzung gemäß der Erfindung hat
- - eine Polydispersität Mw/Mn von 1,4 bis 1,8;
- - eine Viskosität (bei 23°C, Rotationsviskometer, DIN 53 019, Bohlin) von 2 bis 20 dPa·s, vorzugsweise 3 bis 12 dPa·s, und
- - eine Jodzahl von 150 bis 225 g Jod/l00 g Harz (ASTM D 1959-85).
Die auf Basis dieser Harzzusammensetzungen hergestellten Anstrich
farben haben die folgenden Trocknungszeiten, bestimmt mit Hilfe
eines BK-Rekorders (Byk-Chemie Nr. 2710, Mickle Laboratory Engi
neering Co., Gomshall, Surrey, England):
Stufe 1 < 210 min,
Stufe 2 < 250 min,
Stufe 3 < 280 min,
Stufe 4 < 320 min.
Stufe 1 < 210 min,
Stufe 2 < 250 min,
Stufe 3 < 280 min,
Stufe 4 < 320 min.
Es ist höchst überraschend, daß derartige niedermolekulare Harzzu
sammensetzungen zu derart ausgezeichneten Trocknungseigenschaften
führen.
Beispiele von Polyalkoholen, die völlig oder teilweise mit
ungesättigten Fettsäuren verestert sind, sind Leinsamenöl,
Sojabohnenöl, Safloröl, Rosaceenbaumöl, Kümmelöl, Rapssamenöl,
"Chinawood"-Öl und/oder Fischöl. Außerdem können Diester und
Triester von Polyalkoholen, wie Glycerin, Trimethylolpropan oder
Pentaerythrit, und als ungesättigte Fettsäuren die Fettsäuren der
obgenannten ungesättigten Öle und/oder Tallölfettsäure verwendet
werden. Vorteilhafterweise wird Leinsamenöl und/oder Safloröl als
A) verwendet.
Als ungesättigte Verbindung B) werden vorzugsweise α,β-unge
sättigte Carbonylverbindungen, wie Maleinsäureanhydrid, Fumarsäure
oder ein funktionelles (wobei eine reaktive Gruppe keine Ungesät
tigtheit ist) Acrylat, verwendet. Vorzugsweise wird Maleinsäure
anhydrid als B) verwendet. Andere geeignete ungesättigte Verbin
dungen sind beispielsweise Cyclopentadien und Cyclohexadien. Für
eine optimale Reaktion muß die Zahl von Molen von B) gleich oder
höher sein als die Zahl von Molen von C). Vorteilhafterweise
beträgt das Verhältnis der Zahl von Molen von B) und C) 1 : 1 bis
1,2 : 1, insbesondere ist die Zahl von Molen der Verbindung B) im
wesentlichen gleich der Zahl von Molen der Verbindung C).
Geeignete Verbindungen mit mindestens einer copolymerisierbaren
endständigen Athylengruppe sind (Meth)acrylsäureester auf Basis
von Acrylaten mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen und die äthoxylierten
Derivate hievon mit 2 bis 60 Kohlenstoffatomen, Allyläther oder
Allylalkohole mit 3 bis 20 Kohlenstoffatomen und die äthoxylierten
Derivate hievon mit 2 bis 60 Kohlenstoffatomen und Styrolderivate,
wie Dimethyl-m-isopropenylbenzylisocyanat.
Beispiele geeigneter (Meth)acrylsäureester sind Hydroxyalkyl
(meth)acrylate, wie Hydroxymethyl(meth)acrylate, Hydroxyäthyl
(meth)acrylate und/oder Hydroxypropyl(meth)acrylate. Ein geeig
neter Allyläther ist Glycidylallyläther. Ein geeignetes Styrol
derivat ist Dimethyl-m-isopropenylbenzylisocyanat. Vorzugsweise
wird Hydroxyäthyl(meth)acrylat oder ein Allylalkohol, der mit 12
Äthylenoxideinheiten äthoxyliert ist, als C) verwendet.
Die Polyalkohole, die zur Gänze oder teilweise mit ungesättigten
Fettsäuren verestert sind, wurden vorteilhafterweise durch eine
mehrstufige Reaktion an die Verbindung mit mindestens einer
copolymerisierbaren endständigen Äthylengruppe gekoppelt. In der
ersten Reaktionsstufe reagiert die Verbindung B), beispielsweise
eine α,β-ungesättigte Carbonylverbindung, mit einem ungesättigten
Pflanzenöl durch eine Radikalreaktion bei einer Temperatur ober
halb 150°C. Dann können Ringöffnungsreaktionen, wie Säure-Epoxy
reaktionen oder Alkohol-Anhydridreaktionen, durchgeführt werden.
Die Reaktionen erfolgen gewöhnlich bei Temperaturen von weniger
als 150°C.
Die Harzzusammensetzung gemäß der Erfindung kann, vorteilhafter
weise bei Temperaturen von weniger als 125°C, mit einer oder
mehreren monofunktionellen Epoxyverbindungen mit einer endstän
digen copolymerisierbaren Doppelbindung, wie Glycidylmethacrylat
oder Glycidylallyläther, modifiziert werden. Weiterhin können
Reaktionsprodukte auf Alkylenoxidbasis verwendet werden. Diese
Epoxyverbindungen reagieren mit den vorhandenen Säuregruppen. Auf
diese Weise kann das Trocknungsverfahren, wenn gewünscht, be
schleunigt werden.
Es sei bemerkt, daß DE-A-27 09 981 ein Produkt mit einem Fest
stoffgehalt von 100%, bezogen auf maleinisiertes Leinsamenöl
(15 Gew.-% Maleinsäureanhydrid) und Hydroxyäthylacrylat (in einem
Molverhältnis von 1 : 1,4), beschreibt, wobei jedoch dieses Pro
dukt nicht als lösungsmittelfreies Bindemittel für gute Anstrich
farben geeignet ist. Der Grund hierfür ist, daß die Viskosität so
hoch ist, daß es schwierig ist, eine Zusammensetzung auf Basis
dieses Bindemittels ohne ein Lösungsmittel zu verarbeiten. Daher
kann das Produkt nur in einer Anstrichfarbe verwendet werden, wenn
es mit anderen Harzen und Lösungsmitteln gemischt wird.
Die Harzzusammensetzung gemäß der Erfindung kann jedoch als
reaktives Verdünnungsmittel für herkömmliche und thixotrope
Bindemittelzusammensetzungen auf Basis von Alkydharzen verwendet
werden. Das Gewichtsverhältnis der Reaktionskomponenten kann in
Abhängigkeit von der gewünschten Viskosität gewählt werden.
Die Harzzusammensetzungen gemäß der Erfindung können auch mit
Epoxyesterharzen, Phenolharzen oder mit apolaren Harzen, wie Koh
lenwasserstoffharzen, gemischt werden.
Die Harzzusammensetzungen gemäß der Erfindung können auch in
Überzugszusammensetzungen, wie Dekoranstrichsystemen und Beiz
systemen, verwendet werden.
Eine weitere Anwendung, die durch die niedrige Viskosität in Kom
bination mit guten Trocknungseigenschaften möglich gemacht ist,
ist die Verwendung als Schleifmittel oder Netzmittel für Pigmente,
sowohl in lösungsmittelhaltigen Anstrichfarben als auch - nach
Neutralisation jeglicher vorhandener Säuregruppen - in wasserver
dünnbaren Systemen.
Die Harzzusammensetzung gemäß der Erfindung kann mit den üblichen
Additiven gemischt werden, um Anstrichfarben zu erhalten. Beispie
le dieser Additive sind Pigmente, Farbstoffe, Füllstoffe, Ver
dickungsmittel, Fließverbesserungsmittel, thixotrope Mittel,
Mattiermittel, Stabilisatoren und/oder Sikkative.
Die Molgewichte werden durch GPC bestimmt (Ultrastyra-Gel, Waters,
2×1000 Å, 10 000 Å, Trennkapazität MG 500 bis 300 000).
Die Viskosität wird bei 23°C mit einem Rotationsviskometer be
stimmt (DIN 53 019, Bohlin).
Die Jodzahl wird gemäß ASTM D 1959-85 bestimmt.
Die Trocknungszeit wird mit einem BK-Trocknungsrekorder bestimmt
(Byk-Chemie Nr. 2710, Mickle Laboratory Engineering Co., Gomshall,
Surrey, England) .
Die Erfindung wird durch die folgenden nicht-einschränkenden Bei
spiele illustriert.
Bei 215°C wurden 98 Gew.-Teile Maleinsäureanhydrid zu 878 Gew.-
Teilen Leinsamenöl in einem Vierhalskolben, ausgestattet mit einem
Stickstoffzufuhrsystem, einem mechanischen Rührer, einem Thermo
element und einem Tropftrichter, zugesetzt und diese so lange bei
215°C gerührt, daß kein Rückfluß von Maleinsäureanhydrid mehr
sichtbar war. Das erhaltene Produkt war ölig und hatte eine
Gesamtsäurezahl von 115 mg KOH/g Probe.
Nach Abkühlen auf 130°C wurden diesem Addukt 130 Gew.-Teile
Hydroxyäthylmethacrylat und 0,3 Gew.Teile Triäthylphenylphospho
niumbromid zugesetzt. Schließlich wurde diese Mischung 2 h bei
130°C gerührt.
Das Ergebnis war ein öliges Produkt von niedriger Viskosität mit
folgenden Eigenschaften:
| Feststoffgehalt|100% | |
| Mw | 2350 |
| Mn | 1470 |
| Polydispersität, Mw/Mn | 1,60 |
| Jodzahl | 160 g J₂/100 g Produkt |
| Säurezahl | 51,7 mg KOH/g Produkt |
| Viskosität bei 23°C (Bohlin) | 4,7 d Pa · s. |
Bei 215°C wurden 98 Gew.-Teile Maleinsäureanhydrid zu 878 Gew.-
Teilen Leinsamenöl in einem Vierhalskolben, ausgestattet mit einem
Stickstoffzufuhrsystem, einem mechanischen Rührer, einem Thermo
element und einem Tropftrichter, zugesetzt und diese Mischung bei
215°C gerührt, bis kein Rückfluß von Maleinsäureanhydrid mehr
sichtbar war. Das erhaltene Produkt war ölig und hatte eine
Gesamtsäurezahl von 115 mg KOH/g Probe.
Nach Abkühlen auf 130°C wurden diesem Addukt 586 Gew.-Teile
Allylalkohol, äthoxyliert mit 12 Äthylenoxideinheiten, und 0,3
Gew.-Teile Triäthylphenylphosphoniumbromid zugesetzt. Schlleßlich
wurde diese Mischung 2 h bei 130°C gerührt.
Das Ergebnis war ein öliges Produkt von niedriger Viskosität mit
folgenden Eigenschaften:
| Feststoffgehalt|100% | |
| Mw | 4200 |
| Mn | 2300 |
| Polydispersität, Mw/Mn | 1,80 |
| Jodzahl | 110 g J₂/100 g Produkt |
| Säurezahl | 35 mg KOH/g Produkt |
| Viskosität bei 23°C (Bohlin) | 18,1 d Pa · s. |
Bei 215°C wurden 150 Gew.-Teile Maleinsäureanhydrid zu 850 Gew.-
Teilen Leinsamenöl in einem Vierhalskolben, ausgestattet mit einem
Stickstoffzufuhrsystem, einem mechanischen Rührer, einem Thermo
element und einem Tropftrichter, zugesetzt und diese Mischung so
lange bei 215°C gerührt, daß kein Rückfluß von Maleinsäureanhydrid
mehr sichtbar war. Das Ergebnis war ein öliges Produkt mit einer
Gesamtsäurezahl von 158 mg KOH/g Probe.
Nach Abkühlen auf 140°C wurden diesem Addukt 160 Gew.-Teile
Hydroxyäthylmethacrylat zugesetzt. Schließlich wurde diese Mi
schung 3 h bei 140°C gerührt.
Das Ergebnis war ein viskoses öliges Produkt mit folgenden Eigen
schaften:
| Feststoffgehalt|100% | |
| Mw | 3620 |
| Mn | 1740 |
| Polydispersität, Mw/Mn | 2,20 |
| Jodzahl | 160 g J₂/100 g Produkt |
| Säurezahl | 82,1 mg KOH/g Produkt |
| Viskosität bei 23°C (Bohlin) | 70 d Pa · s. |
Eine Anstrichfarbe wurde auf Basis der in Beispiel I beschriebenen
Harzzusammensetzung hergestellt.
Eine Pigmentpaste wurde auf übliche Weise mit Hilfe eines Cowless-
Lösers gemäß dem folgenden Rezept hergestellt:
| Harzzusammensetzung von Beispiel I | |
| 40 Gew.-Teile | |
| Trioxide TR 92 (von Tioxide) | 80 Gew.-Teile |
| Nourydier Co 10 (von Akzo) | 3,0 Gew.-Teile |
Unter konstantem Rühren wurde dazu folgendes zugegeben:
| Harzzusammensetzung von Beispiel I | |
| 60 Gew.-Teile | |
| Nourydier Co 10 (von Akzo) | 0,6 Gew.-Teile |
| Nourydier Zr 10 (von Akzo) | 2,0 Gew.-Teile |
| Permadry (von Troy Chemicals) | 0,5 Gew.-Teile |
| Urad ADD 810 (von DSM Resins) | 1,5 Gew.-Teile |
| Dowanol PM (von Dow) | 6 Gew.-Teile |
Diese Anstrichfarbe hatte die folgenden Eigenschaften:
| - Feststoffgehalt|96% | |
| - Viskosität bei 23°C | 6,2 d Pa · s |
| - BK-Trocknungszeit, Stufe 1 | 180 min |
| - BK-Trocknungszeit, Stufe 2 | 200 min |
| - BK-Trocknungszeit, Stufe 3 | 220 min |
| - BK-Trocknungszeit, Stufe 4 | 235 min |
5 Gew.-Teile der Harzzusammensetzung von Beispiel II wurden in 25
Gew.-Teilen entmineralisiertem Wasser gelöst. Dann wurden 70 Gew.-
Teile Titandioxid (Tioxide TR 92) in 30 min unter Rühren (2000
UpM) in einer Kugelmühle zugesetzt, worauf die Mischung weitere
30 min dispergiert wurde. Die erhaltene Pigmentaufschlämmung hatte
einen Tiandioxidgehalt von 70% und eine Viskosität von 2 dPa·s
bei 23°C (DIN 53 019).
Durch Mischen von 30 Gew.-Teilen dieser Pigmentaufschlämmung und
70 Gew.-Teilen emulgiertem Alkydharz bei Raumtemperatur wurde eine
lufttrocknende weiße Anstrichfarbe auf Wasserbasis erhalten, die
die folgenden Eigenschaften hatte:
| - Pigmentvolumskonzentration (PVC)|25% | |
| - Feststoffgehalt | 60% |
| - Viskosität bei 23°C (DIN 53 019) | 3,2 d Pa · s |
| - pH | 7,2 |
| - Koagulationsstabilität (visuell) | <4 Wochen |
| - BK-Trocknungszeit, Stufe 1 | 20 min |
| - BK-Trocknungszeit, Stufe 2 | 60 min |
| - BK-Trocknungszeit, Stufe 3 | 180 min |
| - BK-Trocknungszeit, Stufe 4 | 240 min |
Eine auf gleiche Weise wie in Beispiel III hergestellte Anstrich
farbe, aber nun auf Basis der Harzzusammensetzung von Vergleichs
beispiel 1, hatte faktisch identische Trocknungseigenschaften. Je
doch betrug die Viskosität 52 dPa·s, was diese Anstrichfarbe zu
dick machte, um durch bekannte Methoden verarbeitet zu werden.
Claims (12)
1. Harzzusammensetzung, die für im wesentlichen lösungs
mittelfreie Anstrichfarben geeignet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Harzzusammensetzung ein Reaktionsprodukt auf Basis
- A) eines oder mehrerer Polyalkohole, die zur Gänze oder teilweise mit ungesättigten Fettsäuren verestert sind,
- B) einer ungesättigten Verbindung mit weniger als 20 Kohlenstoff atomen und
- C) einer oder mehrerer Verbindungen mit mindestens einer copoly merisierbaren endständigen Äthylengruppe ist, wobei das Molverhältnis von A) und C) 0,8 : 1,2 bis 1,2 : 0,8 beträgt und die Menge an copolymerisierbarer Ungesättigtheit von C) vor und nach der Reaktion von A) und C) im wesentlichen die gleiche ist.
2. Harzzusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das Molverhältnis von A) und C) 0,9 : 1,1 bis 1,1 : 0,9
beträgt.
3. Harzzusammensetzung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß das Molverhältnis von A) und C) im wesentlichen 1 : 1 be
trägt.
4. Harzzusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß Leinsamenöl oder Safloröl als A) verwen
det wird.
5. Harzzusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß eine α,β-ungesättigte Carbonylverbindung
als B) verwendet wird.
6. Harzzusammensetzung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß Maleinsäureanhydrid als B) verwendet wird.
7. Harzzusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß Hydroxyäthyl(meth)acrylat oder ein
Allylalkohol, der mit 12 Äthylenoxideinheiten äthoxyliert ist, als
C) verwendet wird.
8. Verfahren zur Herstellung einer Harzzusammensetzung nach
einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Polyalkohole, die zur Gänze oder teilweise mit ungesättigten
Fettsäuren verestert sind, durch eine mehrstufige Reaktion an die
Verbindung mit mindestens einer copolymerisierbaren endständigen
Äthylengruppe gekoppelt werden, in der in der ersten Reaktions
stufe die Verbindung B) mit einem ungesättigten Pflanzenöl bei
einer Temperatur oberhalb 150°C reagiert.
9. Anstrichfarbe auf Basis einer Harzzusammensetzung nach
einem der Ansprüche 1 bis 7 oder auf Basis einer durch das Verfah
ren nach Anspruch 8 erhaltenen Harzzusammensetzung.
10. Schleif- und Netzmittel für Pigmente auf Basis einer
Harzzusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 7 oder auf
Basis einer durch das Verfahren nach Anspruch 8 erhaltenen Harz
zusammensetzung.
11. Modifizierte Harzzusammensetzung, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Harzzusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 7 oder
eine durch das Verfahren nach Anspruch 8 erhaltene Harzzusammen
setzung mit einer oder mehreren monofunktionellen Epoxyverbin
dungen mit einer endständigen copolymerisierbaren Doppelbindung
bei Temperaturen von weniger als 125°C modifiziert ist.
12. Verwendung einer Harzzusammensetzung nach einem der An
sprüche 1 bis 7 oder einer modifizierten Harzzusammensetzung nach
Anspruch 11.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL8901490A NL8901490A (nl) | 1989-06-13 | 1989-06-13 | Harssamenstelling geschikt voor nagenoeg oplosmiddelvrije verfsamenstellingen. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4041231A1 true DE4041231A1 (de) | 1992-06-25 |
Family
ID=19854821
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4041231A Withdrawn DE4041231A1 (de) | 1989-06-13 | 1990-12-18 | Harzzusammensetzung, die fuer im wesentlichen loesungsmittelfreie anstrichfarben geeignet ist |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US5102742A (de) |
| DE (1) | DE4041231A1 (de) |
| NL (1) | NL8901490A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10142991C2 (de) * | 2001-08-31 | 2003-04-10 | Dynea Moers Gmbh | Additiv zur Verlängerung der Offenzeit von wäßrigen Zusammensetzungen enthaltend Poymerdispersionen |
Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
| GB2337994A (en) * | 1998-06-01 | 1999-12-08 | Cray Valley Ltd | Binder for coating composition |
| DE102004044879A1 (de) * | 2004-09-14 | 2006-03-30 | Byk-Chemie Gmbh | Copolymerisate, deren Herstellung und Verwendung als Netz- und Dispergiermittel |
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| CA1054627A (en) * | 1974-11-26 | 1979-05-15 | Walter Schank | Mono hydroxy unsaturated diesters |
| DE2709981A1 (de) * | 1977-03-08 | 1978-09-14 | Basf Farben & Fasern | Mischpolymerisat |
| EP0014062B1 (de) * | 1979-01-19 | 1984-03-07 | Loctite (Ireland) Limited | Zusammensetzung und Verfahren zur Imprägnierung und Versiegelung poröser Gegenstände |
| JPH0692463B2 (ja) * | 1983-05-20 | 1994-11-16 | 大日本インキ化学工業株式会社 | 被覆用共重合体 |
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1989
- 1989-06-13 NL NL8901490A patent/NL8901490A/nl not_active Application Discontinuation
-
1990
- 1990-12-18 DE DE4041231A patent/DE4041231A1/de not_active Withdrawn
-
1991
- 1991-07-26 US US07/735,708 patent/US5102742A/en not_active Expired - Fee Related
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| DE10142991C2 (de) * | 2001-08-31 | 2003-04-10 | Dynea Moers Gmbh | Additiv zur Verlängerung der Offenzeit von wäßrigen Zusammensetzungen enthaltend Poymerdispersionen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US5102742A (en) | 1992-04-07 |
| NL8901490A (nl) | 1991-01-02 |
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