DE3938539A1 - Steuersystem fuer ein stufenlos regelbares kegelscheiben-umschlingungsgetriebe - Google Patents
Steuersystem fuer ein stufenlos regelbares kegelscheiben-umschlingungsgetriebeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Steuersystem für ein
stufenlos regelbares Kegelscheiben-Umschlingungsgetriebe,
der im Oberbegriff des Patentanspruches 1 erläuterten Art.
Aus der DE-C2-30 28 490 ist ein Steuersystem für ein stu
fenlos regelbares Kegelscheiben-Umschlingungsgetriebe, der
im Oberbegriff des Patentanspruches 1 erläuterten Art be
kannt.
Bei dem bekannten Kegelscheiben-Umschlingungsgetriebe sind
je zwei auf einer Primär- und einer Sekundärwelle angeord
nete Kegelscheibenteile vorgesehen, die über ein zwischen
ihnen angeordnetes reibschlüssiges Zugglied miteinander
drehmomentübertragend verbunden sind. Je ein Kegelscheiben
teil ist hierbei axial fest auf seiner entsprechenden Welle
angeordnet und der jeweils gegenüberliegende Kegelscheiben
teil ist axial bewegbar, jedoch unverdrehbar auf seiner
entsprechenden Welle angeordnet. Die axial bewegbaren Ke
gelscheibenteile sind hierbei mit Zylinderteilen verbunden,
die mit an den Wellen angeordneten Kolben zusammenwirken
und die durch Druckmittel beaufschlagbaren Druckmittelser
vos bilden, denen ein von einer Druckmittelpumpe bereitge
stelltes Druckmittel über einen Übersetzungs-Steuerschieber
entsprechend zugeleitet wird, um die Einstellung der Ge
triebeübersetzung zu bewirken und die Aufrechterhaltung des
Anpreßdruckes sicherzustellen.
Die axial festen Kegelscheibenteile wirken hierbei mit
einem Drehmomentsensor in Form von zwischen einander gegen
überliegenden Muldenbahnen angeordneten Wälzkörpern zusam
men.
Die eine der Muldenbahnen ist hierbei an einem mit der Pri
mär- und/oder der Sekundärwelle axial fest verbundenen
Ringteil ausgebildet und die gegenüberliegende Muldenbahn
ist an einem auf der Primär- und/oder der Sekundärwelle ax
ial und drehbar angeordneten Ringteil ausgebildet, der über
ein Verbindungsteil mit einer Antriebs- bzw. Abtriebswelle
treibend verbunden ist. Dieser axial bewegbare Ringteil
weist einen Ringkolbenteil auf, der mit einem in den festen
Kegelscheibenteilen ausgebildeten Ringzylinder zusammen
wirkt, um eine Zylinder/ Kolben-Anordnung zu bilden, die in
Verbindung mit einer Druckmittelzuführöffnung in den ent
sprechenden Wellen und einer durch den Ringkolbenteil
steuerbaren Druckmittelabführöffnung eine, einen drehmo
mentabhängigen Steuerdruck liefernde Ventilanordnung bilden.
Das Steuersystem dieses bekannten stufenlos regelbaren Ke
gelscheiben-Umschlingungsgetriebes besteht hierbei im we
sentlichen aus der Druckmittelpumpe, einem übersetzungsab
hängigen Vorspannventil, dem Übersetzungs-Steuerschieber
und der Drehmomentsensor-Ventilanordnung.
Aus Fig. 2 der oben erwähnten Patentschrift ist ersicht
lich, daß das über die Druckmittelabführöffnung abfließende
Druckmittel über einen Zweigkanal in den Bereich zwischen
den Muldenbahnen des Drehmomentsensors geführt wird, dies
erfolgt jedoch nur zum Zweck der Schmierung.
Aus der DE-C1-34 03 704 ist ein weiteres Steuersystem für
ein stufenlos regelbares Kegelscheiben-Umschlingungsge
triebe der im Oberbegriff des Patentanspruches 1 erläuter
ten Art bekannt, bei dem wieder im axial festen Kegelschei
benteil eine Drehmomentsensor-Ventilanordnung vorgesehen
ist, die einen drehmomentabhängigen Steuerdruck liefert,
wobei dieser drehmomentabhängige Steuerdruck über ein
Grunddruckventil geführt wird, bevor er dem Übersetzungs-
Steuerventil zugeleitet wird.
Aus der ersten Patentschrift ist somit ein Steuersystem zu
entnehmen, bei dem der drehmomentabhängige Steuerdruck zu
nächst über ein übersetzungsabhängiges Vorspannventil mo
duliert wird, bevor er dem Übersetzungs-Steuerschieber zu
geleitet wird.
Aus der zweitgenannten Patentschrift ist ein Steuersystem
bekannt, bei dem ein drehmomentabhängiger Steuerdruck zu
nächst einem voreingestellten Grunddruckventil zugeführt
wird, bevor er zum Übersetzungs-Steuerschieber geführt wird.
Die bekannten Steuersysteme weisen den Nachteil auf, daß
sie durch die Tatsache, daß sie das zu übertragende Dreh
moment jeweils nur an einer der beiden Wellen berücksichti
gen über weite Betriebsbereiche des stufenlos regelbaren
Kegelscheiben-Umschlingungsgetriebes zu zu hohen Anpreß
drücken führen, die den Gesamtwirkungsgrad des Getriebes
durch die erforderliche Pumpleistung und durch den bei
zunehmender Anpressung absinkenden Wirkungsgrad des Um
schlingungsgetriebes in unerwünschter Weise verringern.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein Steuersystem für ein
stufenlos regelbares Kegelscheiben-Umschlingungsgetriebe
der im Oberbegriff des Patentanspruches 1 erläuterten Art
derart zu verbessern, daß durch die sinngemäße Berücksich
tigung der Drehmomente an beiden Wellen der Anpreßdruck für
das reibschlüssige Zugglied so genau gesteuert werden kann,
daß jederzeit eine ausreichende Sicherheit gegen ein sehr
störendes und Beschädigungen hervorrufendes Durchrutschen
des Zuggliedes gegeben ist, daß hierbei jedoch der Anpreß
druck auf den hierbei zulässigen Minimaldruck gehalten wird.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe gelöst, indem eine
Drehmomentsensor-Ventilanordnung derart modifiziert wird,
daß der Bereich zwischen den Muldenbahnen eine abgedichtete
Zylinder/Kolben-Anordnung bildet, deren Wirkfläche der
Wirkfläche der Zylinder/Kolben-Anordnung am verschiebbaren
Ringteil am axial feststehenden Kegelscheibenteil ent
spricht und dieser nun einen drehmomentabhängigen Diffe
renzdruck liefernden Drehmomentsensor-Ventilanordnung ein
Grund- oder Minimaldruckventil vorgeschaltet und eine her
kömmliche, einen drehmomentabhängigen Absolutdruck lie
fernde Drehmomentsensor-Ventilanordnung an der anderen
Welle nachgeschaltet wird, wodurch dem Übersetzungs-Steuer
schieber ein modifizierter drehmomentabhängiger Steuerdruck
zugeliefert wird, der die Steuerung des Anpreßdruckes auf
einem niedrigeren Niveau bei gleichzeitiger Sicherheit ge
gen Durchrutschen ermöglicht.
Die Erfindung wird anhand eines in den beiliegenden Zeich
nungen gezeigten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es
zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Hydraulik
schaltplanes gemäß dem Stand der Technik;
Fig. 2 ein Diagramm des Anpreßdruckes über der Über
setzung bei einem Hydraulik-Schaltplan gemäß
dem Stand der Technik;
Fig. 3 eine Drehmomentsensor-Ventilanordnung gemäß dem
Stand der Technik;
Fig. 4 eine Drehmomentsensor-Ventilanordnung gemäß der
Erfindung;
Fig. 5 eine schematische Darstellung eines Hydraulik-
Schaltplanes gemäß der Erfindung und
Fig. 6 ein Diagramm des Anpreßdruckes über der Über
setzung bei einem Hydraulik-Schaltplan gemäß
der Erfindung.
Bei stufenlos regelbaren Kegelscheiben-Umschlingungsgetrie
ben muß der von den hydraulischen Druckmittelservos bereit
gestellte Anpreßdruck für das Zugglied entsprechend dem
auftretenden Drehmoment und der jeweiligen Übersetzung ein
geregelt werden. Zu geringe Anpreßdrücke verursachen even
tuell ein Durchrutschen des Zuggliedes, was zu Verschleiß
oder Fressen führt und deshalb unter allen Umständen ver
mieden werden muß. Die bisher bekannten Steuersysteme haben
daher diesen Anpreßdruck so hoch eingesteuert, daß dies mit
Sicherheit verhindert wurde.
Zu hohe Anpreßdrücke bewirken eine unnötig hohe Pumpenlei
stung und ein Absinken des Wirkungsgrades des Umschlin
gungsgetriebes und führen hierdurch zu einer Wirkungsgrad
verschlechterung des Gesamtgetriebes.
Wird der Anpreßdruck nicht genau entsprechend dem zu über
tragenden Drehmoment gesteuert, so ergibt sich insbesondere
in Teillastbereichen eines stufenlos regelbaren Kegelschei
ben-Umschlingungsgetriebes ein recht schlechter Wirkungs
grad des Gesamtgetriebes, der die Ursache dafür ist, daß
der an sich durch die optimale Steuerung der Motordrehzahl
erreichbare niedrige Treibstoffverbrauch solcher Fahrzeuge
mit einem stufenlos regelbaren Getriebe nicht in vollem Um
fang realisierbar ist.
Bei dem in Fig. 1 schematisch gezeigten Hydraulik-Schalt
plan wirkt, geht man vom stationären Zustand aus, im hy
draulischen Druckmittelservo A2 an der Sekundärwelle ein
hydrostatischer Druck P2, der durch die zwei in Reihe ge
schalteten Elemente, einem Vorspannventil und einem Dreh
momentsensor-Typ A bestimmt wird.
Der Druck der Druckmittelpumpe ist in diesem Fall identisch
mit dem Anpreßdruck im hydraulischen Druckmittelservo A1 an
der Primärwelle und dieser ist erfahrungsgemäß um ca. 30%
höher, um die gewählte Übersetzung zu halten.
Der vom Vorspannventil erzeugte Differenzdruck ist abhängig
von der aktuellen Übersetzung und diese Abhängigkeit wird
technisch dadurch hergeleitet, daß über ein mechanisches
Übertragungsglied die jeweilige Stellung der axial ver
schiebbaren Kegelscheibenteile abgenommen und auf die Vor
spannfeder des Ventils übertragen wird. Der vom Drehmoment
sensor-Typ A erzeugte Druck ist proportional zum Drehmoment
entsprechend der Beziehung
P = f T,
(P = Sensordruck, f = Sensorkonstante, T = Drehmoment).
Das Niveau des Anpreßdruckes ist also eine Addition einer
übersetzungsabhängigen und einer drehmomentabhängigen Größe.
Aus dem Diagramm Fig. 2 ist ein Beispiel ersichtlich.
Die Kurve a gibt den zur Übertragung des Maximaldrehmomen
tes erforderlichen Druckverlauf wieder. Die Kurve A zeigt
jedoch den tatsächlich eingeregelten Anpreßdruck auf.
Wegen der unterschiedlichen Krümmung beider Kurven ergibt
sich im mittleren Übersetzungsbereich ein deutlicher Über
druck Δ P, der wie aus Fig. 2 ersichtlich wird, im Teil
lastbereich, dargestellt durch die Kurven c und C noch er
heblich größer wird.
Die Kurve c gibt den zur Übertragung des halben Maximal
drehmomentes notwendigen Anpreßdruck wieder, während die
Kurve C den tatsächlichen Druckverlauf aufzeigt.
Der sehr große Überdruck Δ P kann nicht wesentlich ver
ringert werden, da bei Absenken der Kurve C im Bereich
kleiner Übersetzungen, d. h. nahe dem Schnellgang, diese
Kurve unterhalb der Kurve c verlaufen würde, was zu einem
Durchrutschen des Zuggliedes führen würde.
In Zusammenhang mit den Fig. 3 und 4 wird eine bekannte
Drehmomentsensor-Ventilanordnung in Gegenüberstellung mit
der erfindungsgemäßen Drehmomentsensor-Ventilanordnung er
läutert.
Fig. 3 zeigt die bekannte Drehmomentsensor-Ventilanordnung,
wie sie aus der den Oberbegriff des Patentanspruches bil
denden eingangs erwähnten Patentschrift zu entnehmen ist.
Die bekannte Drehmomentsensor-Ventilanordnung soll hierbei
mit der Bezeichnung "Typ A" versehen werden zur Unterschei
dung mit der erfindungsgemäßen Drehmomentsensor-Ventilan
ordnung, die mit "Typ B" bezeichnet wird und später erläu
tert wird.
Von einer Druckmittelpumpe fließt Druckmittel über ein
Überdruckventil und das Vorspannventil zum Drehmomentsensor
Typ A.
Der z. B. in der Primärwelle 1 mit dem feststehenden Kegel
scheibenteil 2 angeordneten Drehmomentsensor-Typ A wird aus
einem axial beweglichen Ringteil 3 und einem axial festen
Ringteil 4 mit zwischen deren einander gegenüberliegenden
Muldenbahnen 5 und 6 angeordneten Wälzkörpern 7 gebildet,
wobei der axial bewegliche Ringteil 3 über ein Verbindungs
teil 8 über eine Verzahnung 9 mit der Antriebswelle (nicht
gezeigt) verbunden ist. Das eingeleitete Antriebsdrehmoment
führt zu einer Axialbewegung des Ringteiles 3 mit seinem
Kolbenteil 10 im Zylinder 11 am festen Kegelscheibenteil.
Dem zwischen dem Kolbenteil 10 und dem Zylinder 11 gebilde
ten Druckraum 12 wird Druckmittel über einen Zuführkanal 13
in einer Menge Q1 zugeführt. Der Kolbenteil 10 wirkt mit
einer Steuerkante 14 eines Abführkanals 15 zusammen, über
den Druckmittel mit einer nur durch Leckage verringerten
Menge Q2 zu einem drucklosen Bereich des Getriebes abflie
ßen kann. Hierbei wird ein hydrostatischer Druck aufgebaut,
der notwendig ist um das axial verschiebbare Ringteil 3 der
Drehmomentsensor-Ventilanordnung Typ A in der im oberen
Teil der Fig. 3 gezeigten Position zu halten. Dieser hydro
statische Druck hat dabei eine Axialkraft zu überwinden,
die sich aus der durch das eingeleitete Drehmoment zwischen
dem festen Ringteil 4 und dem beweglichen Ringteil 3 in
folge der Muldenbahnen 5 und 6 und den Wälzkörpern 7 ergibt.
Dadurch wird im Raum 12 ein drehmomentabhängiger Steuer
druck aufgebaut.
Fig. 4 zeigt die erfindungsgemäß veränderte Drehmomentsen
sor-Ventilanordnung vom Typ B, die sich nur geringfügig von
der Ausführung nach Typ A unterscheidet und bei der somit
zum Teil übereinstimmende Bezugszeichen verwendet werden.
Lediglich veränderte Bauteile sind mit Bezugszeichen mit
einem Strich-Index versehen.
Der wesentliche Unterschied des Drehmomentsensors Typ B zum
Drehmomentsensor Typ A besteht darin, daß der feste Ring
teil 4′ im beweglichen Ringteil 3′ abgedichtet aufgenommen
ist und deren druckbeaufschlagte Ringflächen flächengleich
ausgelegt sind und daß der Bereich zwischen den Muldenbah
nen 5 und 6 über einen Zweigkanal 16 mit dem abfließenden
drehmomentabhängigen Steuerdruck aus dem Raum 12 beauf
schlagt ist. Der hydrostatische Druck im Abführkanal 15,
der die abfließende Druckmittelmenge Q2 führt, wird hierbei
über ein Grund- oder Minimaldruckventil auf einer bestimm
ten Höhe gehalten.
Die erfindungsgemäße Drehmomentsensor-Ventilanordnung Typ B
erzeugt somit keinen drehmomentabhängigen Absolutdruck son
dern einen drehmomentabhängigen Differenzdruck zwischen den
beiden Drücken im Raum 12 und im Abführkanal 15.
Die Funktion des erfindungsgemäßen Steuersystems wird in
Verbindung mit den Fig. 5 und 6 erläutert.
Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, wird das übersetzungsab
hängige Vorspannventil nach Fig. 1 durch die Reihenschal
tung eines Grund- oder Minimaldruckventiles und eines Dreh
momentsensors-Typ B ersetzt.
Die Grundidee des neuen Steuerungskonzeptes ist es, sowohl
an der Primärwelle als auch an der Sekundärwelle einen
Drehmomentsensor anzuordnen, wobei es unwesentlich ist, ob
ein Drehmomentsensor nach Typ A oder ein Drehmomentsensor
nach Typ B an der Primärwelle und an der Sekundärwelle oder
aber an der Sekundärwelle und an der Primärwelle angeordnet
ist, sondern wesentlich ist lediglich, daß unterschiedliche
Drehmomentsensor-Ventilanordnungen an den beiden Wellen
vorgesehen werden.
Sieht man einmal vom Grund- oder Minimaldruckventil ab, so
ergibt sich der Anpreßdruck
P2 = f1 T1 + f2 T2,
(P2 = Anpreßdruck, f1 = sensorkonstante Eingangswelle,
f2= sensorkonstante Ausgangswelle, T1 = Drehmomenteingangs
welle, T2 = Drehmomentausgangswelle).
Das Drehmoment an der Ausgangswelle ergibt sich hierbei:
T2 = i T1,
(i = Übersetzung des Umschlingungsgetriebes).
Aus den beiden vorhergegangenen Betrachtungen ergibt sich:
P2 = f1 T1 + i f2 T1, bzw.
P2 = T1 (f1 + f2 i).
P2 = T1 (f1 + f2 i).
Diese Gleichung besagt, daß der Anpreßdruck P2 als Produkt
einer linear von der Übersetzung i abhängigen Funktion und
dem Drehmoment T darstellbar ist. Durch Auslegung der Sen
sorkonstanten f1 und f2 kann man der linearen Übersetzungs
funktion jeden gewünschten Anfangswert und jede erforder
liche Steigung geben.
Wenn man sie gerade so wählt, daß in der kürzesten und in
der längsten Übersetzung der tatsächliche Druck gerade dem
erforderlichen Anpreßdruck entspricht, so erhält man über
den gesamten Übersetzungsbereich einen Druckverlauf, der
nur sehr geringe Überdrücke Δ P aufweist und dies bei je
dem Drehmoment.
Fig. 6 zeigt die erreichbaren Druckverhältnisse für ein
erfindungsgemäßes Steuersystem. Die Kurven a, b, c und d
geben die erforderlichen Anpreßdrücke für 1-faches,
0,75-faches, 0,5-faches und 0,25-faches Maximaldrehmoment dar.
Die Kurven A, B, C und D sind die mit dem erfindungsgemä
ßen Steuersystem nach Fig. 5 erreichbaren Verläufe des An
preßdruckes P2. Der jeweilige Drucküberschuß Δ P ist im
Vergleich zu Fig. 2 auf wesentlich kleinere Beträge redu
ziert. Da sich bei der Druckregelung nach der vorhergehend
erläuterten Gleichung ergibt, daß für ein Drehmoment T1 = 0
(das Umschlingungsgetriebe ist unbelastet) ein Anpreßdruck
von P2 = 0 ergeben würde, d. h. der Anpreßdruck würde völlig
verlorengehen und das Zugglied würde zu rutschen beginnen,
wird für diesen Fall eine das Rutschen sicher verhindernde
Restspannung bzw. einen Rest-Anpreßdruck aufrechterhalten,
für die das Grund- oder Minimaldruckventil in der Steuerung
nach Fig. 5 Sorge trägt. Es läßt den Anpreßdruck nicht un
ter einen bestimmten gegebenen Wert (von z. B. 3 Bar) fallen.
Das erfindungsgemäße Steuersystem erlaubt eine Druckrege
lung des Anpreßdruckes ohne nennenswerte Überdruckbereiche,
ermöglicht hierdurch die Reduzierung der Pumpverluste sowie
eine Verbesserung des Wirkungsgrades des Umschlingungsge
triebes und verbessert hierdurch den Gesamtwirkungsgrad des
Getriebes erheblich. Der erforderliche Aufwand besteht le
diglich in einer zusätzlichen modifizierten Drehmomentsen
sor-Ventilanordnung, diese wird jedoch durch den Wegfall
des übersetzungsabhängigen Vorspannventiles und der hierfür
erforderlichen mechanischen Sensorgestängeeinrichtung aus
geglichen.
Das erfindungsgemäße Steuersystem ist nicht nur auf stufen
los regelbare Umschlingungsgetriebe der "Reimers"-Bauart
sondern in gleicher Weise auf Umschlingungsgetriebe der
"Van Doorne"-Bauart anwendbar, wobei bei diesen das den
Anpreßdruck bestimmende Sekundärventil durch eine Drehmo
mentsensor-Anordnung und Ventilanordnung gemäß der Erfin
dung ersetzt wird.
Claims (1)
- Steuersystem für ein stufenlos regelbares Kegelscheiben-Um schlingungsgetriebe mit je zwei auf einer Primär- und einer Sekundärwelle angeordneten Kegelscheibenteilen und einem zwischen diesen reibschlüssig angeordneten Zugglied, wobei je ein Kegelscheibenteil axial fest und der gegenüberlie gende Kegelscheibenteil axial bewegbar, jedoch unverdrehbar auf seiner jeweiligen Welle angeordnet ist und wobei die axial bewegbaren Kegelscheibenteile mit Zylinderteilen ver bunden sind, die mit an den Wellen angeordneten Kolben durch Druckmittel beaufschlagbare Druckmittelservos bilden, denen von einer Druckmittelpumpe bereitgestelltes Druckmit tel über einen Steuerschieber zum Einstellen der Getriebe übersetzung und Aufrechterhalten der Anpreßkraft zugeleitet wird und wobei die axial festen Kegelscheibenteile (2) mit einem Drehmomentsensor (Typ A) in Form von zwischen einan der gegenüberliegenden Muldenbahnen (5 und 6) angeordneten Wälzkörpern (7) zusammenwirken, wobei die eine Muldenbahn (6) an einem mit der Primär- und/oder der Sekundärwelle axial festen Ringteil (4) ausgebildet und die gegenüber liegende Muldenbahn (5) an einem auf der Primär- und/oder der Sekundärwelle axial und drehbar angeordneten Ringteil (3) ausgebildet ist und dieser Ringteil über ein Verbin dungsteil (8) mit einer Antriebs- bzw. Abtriebswelle trei bend verbunden ist und wobei dieser axial bewegliche Ring teil (3) mit einem Kolbenteil (10) in einen Zylinder (11) in den festen Kegelscheibenteil (2) eine Zylinder/Kolben- Anordnung bildet und der Zylinderraum (12) über einen Zu führkanal (13) mit Druckmittel beaufschlagt ist und Druck mittel über eine Steuerkante (14) zu einem drucklosen Ab führkanal (15) abfließen kann, so daß sich in Abhängigkeit vom Drehmoment ein drehmomentabhängiger Steuerdruck im Raum (12) ausbildet, der in Verbindung mit einem Vorspannventil den Anpreßdruck für das reibschlüssige Zugglied aufrechter hält und wobei abfließendes Druckmittel über einen Zweigka nal in den Bereich zwischen die Muldenbahnen geführt wird dadurch gekennzeichnet, daß
- - an der einen Welle eine Drehmomentsensor-Ventilan ordnung (Typ B) mit einer im Bereich zwischen den Muldenbahnen (5′ und 6′) eine abgedichtete Zylinder/Kolben-Anordnung von einer Wirkfläche, die der Wirk fläche der gegenüberliegenden Seite entspricht, an geordnet wird,
- - dieser Zylinder/Kolben-Anordnung über einen Zweit kanal (16) der über ein Grund- oder Minimaldruck ventil voreingestellte Druck des abfließenden Druck mittels aus dem Raum (12) zugeleitet wird um einen drehmomentabhängigen Differenzdruck bereitzustellen und
- - an der anderen Welle eine Drehmomentsensor-Ventil anordnung (Typ A) angeordnet wird, die einen dreh momentabhängigen Absolutdruck bereitstellt und die beiden Drehmomentsensor-Ventilanordnungen (Typ B und Typ A) einander nachgeschaltet sind.
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