DE3934569A1 - Verfahren zum zustellen einer druckrakel und einer flutrakel beim siebdruck - Google Patents
Verfahren zum zustellen einer druckrakel und einer flutrakel beim siebdruckInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zustellen einer
Druckrakel definierter und zeitlich konstanter
Elastizität und einer Flutrakel beim Siebdruck.
Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur
Ausübung dieses Verfahrens.
Die hier betrachteten Siebdruckmaschinen weisen neben
einer Druckrakel eine Flutrakel auf, die abwechselnd mit
der Druckrakel abgesenkt wird und die Aufgabe hat, das
auf die Siebschablone aufgebrachte Verdruckmittel nach
dem Vorschub durch die Druckrakel während eines
Druckvorganges wieder zurückzutransportieren und dabei
über die Siebschablone zu verteilen.
Die Qualität eines Siebdrucks hängt bekanntlich von
vielerlei Faktoren ab, die bei herkömmlichen
Siebdruckmaschinen zum Teil noch nicht beherrscht
werden. Dazu gehört nicht nur ein genau definierter
Anpreßdruck der Druckrakel zum Abdichten zwischen
Siebschablone und fester Unterlage beim Druckvorgang
sondern auch ein ebenso genau definierter Anpreßdruck
der Flutrakel gegen das auf die Siebschablone
aufgebrachte Verdruckmittel beim Flutvorgang. Die
Zustellkraft, mit der die Flutrakel beim Flutvorgang
gegen das auf die Siebschablone aufgebrachte
Verdruckmittel gedrückt wird, und der dabei vorhandene
Abstand der Unterkante der Flutrakel von der
Siebschablone beeinflussen entscheidend die Art des
Auftrages des Verdruckmittels auf die Siebschablone und
somit das Ergebnis des anschließenden Druckvorganges.
Bisher ist dem Zustellen der Flutrakel wenig Bedeutung
beigemessen worden. Dabei wurde übersehen, daß das
gleichmäßige Auflegen des Verdruckmittels auf die
Siebschablone die Qualität des Siebdrucks entscheidend
beeinflußt. Unregelmäßigkeiten beim Fluten spiegeln sich
beim Druck wider.
Die Einstellung und Aufrechterhaltung des Anpreßdruckes
der Druck- bzw. Flutrakel werden insbesondere dadurch
schwierig, daß die Rakeln vor ihrer Rückführung von der
Siebschablone abgehoben und nach ihrer Rückführung mit
dem gleichen Druck auf die Siebschablone wieder
abgesenkt werden müssen. Die Zustellkraft muß dabei über
eine große Anzahl von Druckvorgängen konstant bleiben.
Dieses Ziel kann jedoch überhaupt nur dann erreicht
werden, wenn von einer Druckrakel definierter und
zeitlich konstanter Elastizität ausgegangen wird. Ältere
Rakeln, die diese Eigenschaften nicht besitzen, lassen
keine stabilen und kontrollierbaren Verhältnisse und
damit keinen sauberen und gleichmäßigen Siebdruck zu.
Ein Verfahren der eingangs genannten Art ist in der
älteren deutschen Patentanmeldung P 38 42 419.3
beschrieben. Dabei wird die Zustellkraft, mit der die
Druckrakel gegen die feste Unterlage, z. B. einen ebenen
Tisch oder eine Trommel, gedrückt wird, zunächst in
einem oder mehreren Probedrucken optimiert und dann in
den nachfolgenden Drucken auf diesem ermittelten Wert
konstant gehalten. Zur Erzeugung der Zustellkraft kann
eine pneumatische oder hydraulische Zylindereinheit
dienen, wobei die Zustellkraft durch Einstellung des
Drucks des Druckmediums zunächst in den Probedrucken
optimiert wird und der Druck dann in den nachfolgenden
Drucken auf diesem ermittelten Wert konstant gehalten
wird.
Ein Verfahren zum Zustellen der Flutrakel, bei dem die
Zustellkraft, mit der die Flutrakel beim Flutvorgang
gegen das auf die Siebschablone aufgebrachte
Verdruckmittel gedrückt wird, genau definiert und
konstant gehalten wird, ist in der erwähnten älteren
deutschen Patentschrift nicht beschrieben. Der Flutrakel
ist zwar ebenfalls eine Zylindereinheit zugeordnet.
Diese dient jedoch der Auf- und Abbewegung der Flutrakel
während des Siebdrucks. Daß sie darüber hinaus auch zur
Einstellung der Zustellkraft zu verwenden ist, kann
dieser älteren Patentanmeldung nicht entnommen werden.
Es wird lediglich der Zustellweg der Flutrakel zur
Siebschablone hin durch einen Anschlag begrenzt, der
sich z. B. an einem Feststellring befinden kann, der an
einer sich aus der Zylindereinheit nach oben
erstreckenden Kolbenstange für die Flutrakel angeordnet
ist. Da die der Flutrakel zugeordnete Zylindereinheit
nur der Wechselbewegung der Flutrakel dient, liegt es
auf der Hand, daß der Steuerkreis für die
Zylindereinheit mit dem Steuerkreis für die
Zylindereinheit der Druckrakel verbunden ist. Mit einem
solchen Verfahren ist jedoch keine optimal definierte
Zustellung der Flutrakel gewährleistet.
Andere bekannte Verfahren zum Zustellen einer Druckrakel
und einer Flutrakel verwenden mechanische
Verstelleinrichtungen, wie z. B. Spindeln, um die
Zustellkraft vorher zu definieren. Diese Maßnahmen sind
jedoch keinesfalls optimal für einen auch bei großen
Auflagen sauberen und gleichmäßigen Siebdruck.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zum Zustellen einer Druckrakel und einer Flutrakel zu
schaffen, das eine vorher genau definierte Zustellung
der Druck- und Flutrakel gewährleistet, die einen
opitmalen und auch über einen großen Auflagendruck
reproduzierbaren Siebdruck liefert.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Zustellkraft, mit der die Druckrakel gegen die feste
Unterlage des Druckträgers gedrückt wird, und die
Zustellkraft, mit der die Flutrakel beim Flutvorgang
gegen das auf die Siebschablone aufgebrachte
Verdruckmittel gedrückt wird, durch jeweils einen vom
Steuerkreis der Flutrakel bzw. der Druckrakel
unabhängigen pneumatischen oder hydraulischen
Steuerkreis erzeugt wird, wobei die jeweilige
Zustellkraft durch Einstellung des Drucks des
Druckmediums zunächst in einem oder mehreren
Probedrucken oder aus Erfahrungswerten optimiert und
dann in den nachfolgenden Drucken auf diesem ermittelten
Wert konstant gehalten wird.
Aufgrund der voneinander unabhängigen Steuerkreise für
die Druck- und Flutrakel kann die Zustellkraft der
Druckrakel und der Flutrakel, jede für sich, in
Probeläufen optimal eingestellt werden. Bei den
anschließenden Drucken werden die Rakeln dann mit
derselben jeweiligen Zustellkraft, die bei den letzten
Probedrucken angewendet wurde, abgesenkt. Die Begrenzung
der Zustellbewegung der Druckrakel erfolgt schließlich
durch die feste Unterlage des Druckträgers, nachdem sich
die Druckrakel mit der ermittelten konstanten
Zustellkraft auf die Siebschablone abgesenkt und diese
auf den Druckträger gedrückt hat. Die Zustellbewegung
der Flutrakel wird durch das auf die Siebschablone
aufgebrachte Verdruckmittel begrenzt, nachdem sich die
Flutrakel mit der ermittelten konstanten Zustellkraft
auf dieses abgesenkt hat. Durch Konstanthalten der
jeweiligen Zustellkraft wird dann garantiert, daß auch
bei vielfacher Wiederholung die gleiche Druckqualität
erzielt wird.
Bei solchen Ausführungen von Siebdruckmaschinen, bei
denen die Siebschablone in einem schwenkbaren Rahmen
gehalten wird, ist darauf zu achten, daß das Absenken
der Druckrakel nur dann geschieht, wenn die
Siebschablone zunächst wieder auf den Druckträger und
damit auf die feste Unterlage abwärts geschwenkt ist.
Eine solche Reihenfolge der Bewegungen läßt sich durch
Einbau einer zeitlichen Verzögerung erreichen. Um bei
einem Ausfall einer solchen Verzögerungsschaltung eine
Zerstörung der Siebschablone durch die Druckrakel zu
verhindern, wird bei dem vorgenannten Verfahren, wie
schon in der P 38 42 419.3 beschrieben ist, vorzugsweise
der bei den letzten Probedrucken gemessene Zustellweg
der Druckrakel zur festen Unterlage hin bei den
nachfolgenden Drucken konstant gehalten. Ein Fixieren
des Zustellwegs der Flutrakel zur Siebschablone hin ist
ebenfalls zweckmäßig und unter Umständen notwendig
während des Flutens und insbesondere bei höheren
Geschwindigkeiten kann die Flutrakel bei konstanter
Zustellkraft tiefer in das Verdruckmittel eindringen,
was zu einem ungleichmäßigen Auflegen des Ver
druckmittels auf die Siebschablone führt. Daher wird
bevorzugt der beim Optimieren der Zustellkraft gemessene
Zustellweg der Flutrakel zur Siebschablone hin vor dem
Fluten fixiert und beim Fluten konstant gehalten.
Bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Ausübung des
oben beschriebenen Verfahrens wird vorgeschlagen, daß
zur Erzeugung der jeweiligen Zustellkraft mindestens
eine Zylindereinheit, bestehend aus einem Zylinder und
einem doppelt wirkenden Kolben mit einer Kolbenstange,
und zum Konstanthalten des Drucks des Druckmediums ein
Druckregler vorgesehen sind, wobei der Steuerkreis der
Zylindereinheit für die Flutrakel unabhängig vom
Steuerkreis der Zylindereinheit für die Druckrakel ist.
Die Konstanthaltung des Drucks hat sich in der Praxis
als besonders günstig erwiesen, wenn auch grundsätzlich
andere Möglichkeiten, die durch Einstellung des Drucks
definierte Zustellkraft konstant zu halten, in Erwägung
gezogen werden.
Da die Flutrakel beim Flutvorgang nur mit einem relativ
geringen Druck auf dem auf die Siebschablone
aufgebrachten Verdruckmittel lasten darf, ist die
Flutrakel vorzugsweise in der von der Siebschablone
abgewandten Richtung vorgespannt.
Dabei ist es zweckmäßig, daß die Zustellkraft der
Flutrakel ausschließlich durch den Zylinderdruck erzeugt
wird. Daher ist der Betrag der Vorspannung vorzugsweise
mindestens gleich dem Gewicht der Flutrakel und ihrem
Rakelhalter. Die Vorspannung kann z. B. durch eine
Zugfeder oder einen Gegenzylinder erzeugt werden.
Die beschriebene Vorspannung der Flutrakel in der von
der Siebschablone abgewandten Richtung hat darüber
hinaus den Vorteil, daß der Wechsel zwischen der
Abwärts- und Aufwärtsbewegung der Flutrakel sehr schnell
vollzogen werden kann.
Die zum Zustellen der jeweiligen Rakel verwendete
Zylindereinheit wird vorzugsweise von einem
Führungsblock getragen, der eine Führung für eine mit
der Kolbenstange der Zylindereinheit verbundenen
Haltevorrichtung des Rakelhalters aufweist.
In einer bevorzugten Ausbildung weist die
Haltevorrichtung ein zylinderförmiges Teil auf, das in
einer im Führungsblock angeordneten Lagerhülse
verschiebbar geführt ist und eine zentrale Bohrung hat,
in der eine Kugel spielfrei angeordnet ist und durch die
die Kolbenstange mit einem seitlichen Spiel verläuft,
wobei das untere Ende der Kolbenstange mit der Kugel
fest verbunden ist.
Mit Hilfe dieser Konstruktion wird eine starre
Parallelführung der Kolbenstange, bei der unter
Umständen die Kolbenstange im Führungsblock verkanten
könnte, vermieden.
Zur spielfreien Anordnung der Kugel weist die Bohrung
des zylinderförmigen Teiles zweckmäßigerweise an einem
Ende eine zylinderförmige Erweiterung mit einem
Innengewinde und einem halbkugelförmigen Bodenbereich
auf, dessen Radius dem Radius der Kugel entspricht. In
die zylinderförmige Erweiterung wird dann ein Gegenstück
mit einer zur Kugel gerichteten kalottenförmigen
Ausnehmung eingeschraubt, an dem der Rakelhalter
befestigt ist.
Da bei längeren Rakeln eine Verkantung in der
Vertikalebene auftreten kann, ist vorzugsweise die
Haltevorrichtung an dem der Kolbenstange
gegenüberliegenden Ende mit einem Ausgleichselement fest
verbunden, das am oder im Rakelhalter mit begrenztem
Spiel um eine in horizontaler Führungsrichtung der
Druck- bzw. Flutrakel weisende Achse drehbar und in
horizontaler Querrichtung zur Achse verschiebbar
angeordnet ist.
Das Ausgleichselement ist zweckmäßigerweise zwischen
zwei sich in horizontaler Querrichtung der Druck- bzw.
Flutrakel erstreckenden Seitenwänden des Rakelhalters
angeordnet und weist ein sich in derselben Richtung
ausdehnendes Langloch auf, in dem ein Klotz in der
Ausdehnungsrichtung des Langloches verschiebbar
angeordnet ist, wobei der Klotz mit Hilfe eines sich
durch diesen senkrecht zu den beiden Seitenwänden
erstreckenden Bolzens drehbar an den beiden Seitenwänden
befestigt ist.
Eine besonders stabile Führung kann dadurch erreicht
werden, daß die Druckrakel und die Flutrakel bzw. deren
Rakelhalter von ein und demselben Führungsblock getragen
werden, der parallele Führungen für die
Haltevorrichtungen der beiden Rakelhalter aufweist.
Der gemeinsame Führungsblock für die beiden Rakeln hat
weiterhin den Vorteil, daß diese einfach mit dem
Führungsblock verschwenkt werden können. Durch
Verschwenken des Führungsblocks können die Rakeln leicht
ausgewechselt oder gereinigt werden.
Dazu kann der Führungsblock schwenkbar von einer sich in
horizontaler Querrichtung der Druck- und Flutrakel
erstreckenden Welle getragen werden, die in einem
Führungsblock für die Schwenkbewegung drehbar gelagert
ist.
Zur Erzeugung der Schwenkbewegung dient vorzugsweise
eine pneumatische oder hydraulische Zylindereinheit, die
aus einem Zylinder und einem doppelt wirkenden Kolben
mit einer Kolbenstange besteht und von dem Führungsblock
für die Schwenkbewegung getragen wird. In dem
Führungsblock kann ein mit der Welle fest verbundenes
Zahnrad gelagert sein, das durch eine mit der
Kolbenstange der Zylindereinheit verbundene Zahnstange
betätigbar und feststellbar ist.
Um ein einfaches Auswechseln der Rakel oder auch ihre
Reinigung zu ermöglichen, ist der Führungsblock
vorzugsweise um etwa 90° gegenüber der vertikalen
Position verschwenkbar.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden
anhand der Zeichnung näher beschrieben. In der Zeichnung
zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt in der Vertikalebene der
Flutrakel durch die Siebschablone sowie
darüber eine schematisch vereinfachte Ansicht
der Flutrakel mit den darüber angeordneten
Zustellvorrichtungen,
Fig. 2 einen quer zu dem Schnitt der Fig. 1
geführten Schnitt durch die Siebschablone,
die darüber angeordnete Druck- und Flutrakel
und die darüber befindlichen Zustellvor
richtungen mit teilweise aufgebrochener
Ansicht,
Fig. 3 eine Teilansicht des Schnittes längs der
Linie III-III in Fig. 2, aus der insbesondere
die Verbindung zwischen Kolbenstange und
Rakelhalter und das zwischengeschaltete
Ausgleichselement ersichtlich sind, und
Fig. 4 eine teilweise aufgebrochene Ansicht der
Lagerung der die Zustellvorrichtungen
tragenden Welle sowie der Schwenkvorrichtung
für die Welle.
Die in den Figuren dargestellte Vorrichtung arbeitet
nach einem im folgenden noch zu beschreibenden
Verfahren. Die in Fig. 1 gezeigte Vorrichtung entspricht
der in Fig. 2 dargestellten Vorrichtung bis auf die in
Fig. 2 enthaltene und weiter unten besprochene
Feststellvorrichtung. Fig. 1 stellt insoweit einen
Schnitt längs der Linie I-I in Fig. 2 dar.
Die in Fig. 4 dargestellte Vorrichtung schließt sich
links an die in Fig. 1 gezeigte Welle an. Eine
entsprechende symmetrische Vorrichtung ist rechts mit
der Welle verbunden.
Bei dem in den Fig. 1 und 2 gezeigten Siebdruckwerk
ist die Flutrakel 1 in die Flutposition abgesenkt. Die
Siebschablone 2 ist während des Flutvorgangs von dem in
der Zeichnung nicht dargestellten Druckträger und der
festen Unterlage abgehoben. Auf die Siebschablone 2 ist
das Verdruckmittel 3 aufgetragen, das nach dem
Druckvorgang von der Flutrakel 1 in Richtung des Pfeils
4 zurücktransportiert und dabei über die Siebschablone 2
verteilt wird. Die in etwa parallel zur Flutrakel 1
angeordnete Druckrakel 5 ist beim Flutvorgang angehoben,
so daß diese das Fluten des Verdruckmittels 3 nicht
beeinträchtigen kann.
Nach dem Flutvorgang wird die Siebschablone 2 wieder bis
auf einen geringen Abstand zu dem auf der festen
Unterlage angeordneten Druckträger abwärts bewegt. Die
Auf- und Abwärtsbewegung der Siebschablone 2 wird bei
der hier zugrundegelegten Siebdruckmaschine durch einen
verschwenkbaren Rahmen bewirkt, in den die Siebschablone
2 eingespannt ist. Anschließend wird die Druckrakel 5
gegen die Siebschablone 2 abgesenkt, die dabei gegen die
feste Unterlage zum Abdichten zwischen der Siebschablone
2 und der festen Unterlage gedrückt wird.
Es wird hierbei von einer Druckrakel 5 ausgegangen, die
ein Rakelblatt 6 aus dünnem Stahlblech und an dessen
unterem Ende ein Rakelprofil 7 aus einem
weichelastischen Kunststoff umfaßt.
Die Flutrakel 1 und die Druckrakel 5 sind jeweils in
einen Rakelhalter 8 eingespannt, der über eine noch zu
beschreibende Haltevorrichtung von einem Führungsblock 9
getragen wird, der seinerseits schwenkbar von einer
Welle 10 getragen wird. Die Welle 10 ist, wie Fig. 4
zeigt, in einem zu einer Seitenwand 11 der
Siebdruckmaschine hin angeordneten Führungsblock 12 für
die Schwenkbewegung drehbar gelagert.
Oberhalb des Führungsblockes 9 für die Auf- und
Abwärtsbewegung der Flutrakel 1 und der Druckrakel 5
befinden sich zwei Zylindereinheiten 13 und 14, die
jeweils aus einem Zylinder 15 bzw. 16 und einem doppelt
wirkenden Kolben 17 bestehen, der von einer
durchgehenden Kolbenstange 19 bzw. 20 getragen wird. Die
Kolbenstange 19 bzw. 20 ragt oberseitig aus der
Zylindereinheit 13 bzw. 14 heraus. Das untere Ende der
Kolbenstange 19 bzw. 20 ist mit der noch zu
beschreibenden Haltevorrichtung für den jeweiligen
Rakelhalter 8 verbunden.
Den Zylindern 15 und 16 werden durch voneinander
unabhängige Steuerkreise, der jeweiligen Wechselstellung
von Flutrakel 1 und Druckrakel 5 entsprechend, oberhalb
oder unterhalb des Kolbens 17 Druckluft über
Druckluftanschlüsse 21 und 22 zugeführt.
Da bei einer längeren Flutrakel 1 und Druckrakel 5 ein
einziger Führungsblock 9 nicht ausreicht, sind in Fig. 1
zwei Führungsblöcke 5, die identisch zueinander ausge
bildet sind, dargestellt.
Die von den beiden Führungsblöcken 9 getragenen
Zustellvorrichtungen für die Flutrakel 1 und die Druck
rakel 5 sind ebenfalls identisch.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, ist die Flutrakel 1 in der
von der Siebschablone 2 abgewandten Richtung vorge
spannt. Die Vorspannung wird von einer Zugfeder 25
erzeugt, die zwischen einem am Rakelhalter 8 befestigten
Arm 26 und einem am Führungsblock 9 befestigten Arm 27
angeordnet ist. Die Vorspannung kompensiert das Gewicht
der Flutrakel 1, des Rakelhalters 8 und der durch den
Führungsblock 9 geführten Haltevorrichtung des Rakel
halters 8.
Die schon mehrfach erwähnte Haltevorrichtung für die
Flutrakel 1 bzw. die Druckrakel 5 besteht aus einem
zylinderförmigen Teil 28 bzw. 29, das in einer im
Führungsblock 9 angeordneten Lagerhülse 30 bzw. 31
verschiebbar geführt ist und eine zentrale Bohrung 32
bzw. 33 aufweist. Die Bohrung 32 bzw. 33 hat an ihrem
nach unten weisenden Ende eine zylinderförmige
Erweiterung 34 bzw. 35 mit einem Innengewinde und einem
halbkugelförmigen Bodenbereich 36 bzw. 37. In die
zylinderförmige Erweiterung 34 bzw. 35 ist eine Kugel 38
bzw. 39 eingesetzt, deren Radius dem Radius des
halbkugelförmigen Bodenbereichs 36 bzw. 37 entspricht.
Durch die Bohrung 32 bzw. 33 verläuft von oben die
Kolbenstange 19 bzw. 20 der auf dem Führungsblock 9
angeordneten Zylindereinheit 13 bzw. 14. Der
Außendurchmesser der Kolbenstange 19 bzw. 20 ist kleiner
als der Innendurchmesser der Bohrung 32 bzw. 33, so daß
die Kolbenstange 19 bzw. 20 ein seitliches Spiel hat.
Das untere Ende der Kolbenstange 19 bzw. 20 ist von oben
in die Kugel 38 bzw. 39 längs deren Zentrale fest
eingeschraubt.
In die zylinderförmige Erweiterung 34 bzw. 35 ist von
unten ein Gegenstück 40 bzw. 41 mit einer zur Kugel 38
bzw. 39 gerichteten kalottenförmigen Ausnehmung 42 bzw.
43 eingeschraubt, so daß die Kugel 38 bzw. 39 spielfrei,
jedoch drehbar in der Erweiterung 34 bzw. 35 angeordnet
ist.
Das Gegenstück 40 bzw. 41 steht mit seinem Außengewinde
nach unten gegenüber dem zylinderförmigen Teil 28 bzw.
29 vor und ist durch eine Kontermutter 44 bzw. 45 gegen
Herausdrehen aus dem zylinderförmigen Teil 28 bzw. 29
gesichert.
An der unteren Stirnseite des Gegenstücks 40 bzw. 41 ist
der Rakelhalter 8 für die Flutrakel 1 bzw. die
Druckrakel 5 befestigt.
Diese Befestigung ist über ein Ausgleichselement 46
vorgenommen. Wie aus Fig. 3 hervorgeht, besteht das
Ausgleichselement 46 aus einer oberen Platte 47 und
einem unteren Klotz 48, die fest miteinander verschraubt
sind. Die Platte 47 ist mit Hilfe einer darin versenkten
Schraube 49 an der unteren Stirnseite des zylinder
förmigen Teils 28 bzw. 29 befestigt.
Der untere Klotz 48 weist ein in der horizontalen
Querrichtung der Flutrakel 1 bzw. der Druckrakel 5 sich
ausdehnendes Langloch 50 auf. Im Langloch 50 ist
weiterhin ein quaderförmiger Klotz 51 in der
Ausdehnungsrichtung des Langlochs 50 verschiebbar
angeordnet. Der quaderförmige Klotz 51 weist eine sich
durch das Langloch 50 erstreckende Bohrung 52 auf.
Dieses Ausgleichselement 46 ist zwischen zwei, sich in
horizontaler Querrichtung der Flutrakel 1 bzw.
Druckrakel 5 erstreckenden Seitenwänden des Rakelhalters
8 angeordnet. Mit Hilfe eines sich durch die Bohrung 52
des quaderförmigen Klotzes 51 erstreckenden Bolzens ist
der Klotz 51 drehbar an den beiden Seitenwänden
befestigt. Das Ausgleichselement 46 kann sich daher im
Rakelhalter 8 mit begrenztem Spiel um eine in
horizontaler Führungsrichtung der Flutrakel 1 bzw.
Druckrakel 5 weisenden Achse drehen und in horizontaler
Querrichtung zur Achse verschieben.
Wie aus Fig. 4 hervorgeht, erstreckt sich die den
Führungsblock für die Flutrakel 1 und die Druckrakel 5
tragende Welle 10 durch eine Bohrung 53 des
Führungsblocks 12 für die Schwenkbewegung und ist in
dieser durch eine (in der Zeichnung nicht dargestellte
Lagerhülse gelagert). In dem Führungsblock 12 ist ein
mit der Welle 10 fest verbundenes Zahnrad 54 gelagert,
das durch eine von dem Führungsblock 12 getragene
pneumatische Zylindereinheit 55, bestehend aus einem
Zylinder 56 und einem doppelt wirkenden Kolben mit einer
Kolbenstange, zum Drehen der Welle 10 angetrieben wird.
Die Kolbenstange der Zylindereinheit 55 betätigt eine
Zahnstange 57, die mit dem Zahnrad 54 zusammenwirkt.
An der von der Welle 10 entfernt angeordneten Seite des
Führungsblocks 12 ist eine Kugelumlaufeinheit 58 fest
angebracht. Die Kugelumlaufeinheit 58 gleitet bei einer
Siebdruckmaschine, die als feste Unterlage einen Tisch
verwendet, auf einer an einer Seitenwand 11 der
Siebdruckmaschine parallel zur Tischfläche angeordneten
Führungsschiene 59. Wird andererseits als feste
Unterlage eine Trommel verwendet, so ist die
Kugelumlaufeinheit 58 ortsfest zur Seitenwand 11 der
Siebdruckmaschine angeordnet.
Die Zylindereinheit 55 für die Schwenkbewegung arbeitet
so, daß bei Druckluftbeaufschlagung der oberen Kammer
des Zylinders 56 der Führungsblock 9 etwa in eine
horizontale Lage geschwenkt und dort fixiert wird. In
dieser Lage lassen sich die Flutrakel 1 und die
Druckrakel 5 leicht auswechseln oder reinigen. Durch
Druckbeaufschlagung der unteren Kammer des Zylinders 56
wird der Führungsblock 9 in seine vertikale Lage
zurückgeschwenkt und dort fixiert.
Der Führungsblock 9 ist an der Welle 10 vorzugsweise
durch einen Spreizdübel 60 befestigt. Ein solcher
Spreizdübel 60 erlaubt ein einfaches und schnelles
Justieren der Winkeleinstellung des Führungsblocks 9
gegenüber der Welle 10, was für eine genau definierte
Zustellbewegung der Flutrakel 1 und der Druckrakel 5
wichtig ist.
Fig. 2 zeigt, wie schon eingangs angedeutet, eine
zusätzliche Feststellvorrichtung, durch die der bei den
letzten Probedrucken gemessene Zustellweg der Druckrakel
5 zur festen Unterlage hin und der Flutrakel 1 zur
Siebschablone 2 hin eingestellt und bei den
nachfolgenden Drucken konstant gehalten werden kann. Bei
dieser Einrichtung handelt es sich um einen
Feststellring 61 bzw. 62, der lose verschiebbar auf die
durchgehende Kolbenstange 19 bzw. 20 aufgesetzt ist und
auf dieser mittels einer Feststellschraube 63 bzw. 64
festgelegt werden kann. Anstelle einer Feststellschraube
kann auch ein sonstiger mechanisch, pneumatisch oder
hydraulisch einstellbarer Anschlag verwendet werden.
Zusätzlich können Mittel, wie ein bestimmter die untere
Kammer des Zylinders 15 beaufschlagender Druck,
vorgesehen sein, die verhindern, daß sich die Flutrakel
1 mit der Kolbenstange 19 unter Umständen hebt.
Das Zustellen der Druckrakel 5 und der Flutrakel 1
geschieht bei einer derart ausgerüsteten Vorrichtung wie
folgt:
Zum Einstellen der Flutrakel 1 wird diese durch
Luftdruckbeaufschlagung des Zylinders 15 oberhalb des
Kolbens 17, zur Siebschablone 2 hin abgesenkt, wobei die
Feststellschraube 63 am Feststellring 61 gelöst ist. Am
Regler für den Luftdruck im Zylinder 15, oberhalb des
Kolbens 17, ist ein den vorherigen Erfahrungen
entsprechender Druckwert eingestellt, der zur Folge hat,
daß die Flutrakel 1 mit einer definierten Zustellkraft
auf das auf die Siebschablone 2 aufgebrachte
Verdruckmittel 3 drückt.
Mit diesem Luftdruck wird dann ein Probefluten
durchgeführt und anschließend geprüft, ob dieses den
gewünschten Qualitätsanforderungen genügt. Sofern es
noch nicht befriedigt, wird der Luftdruck verstellt und
ein weiteres Probefluten ausgeführt. Das wird solange
wiederholt, bis sich ein einwandfreier Auftrag des
Verdruckmittels ergibt. Dann wird, bei abgesenkter
Flutrakel 1, die Feststellschraube 63 angezogen und
damit der Feststellring 61, der infolge seines
Eigengewichts auf der oberen Stirnfläche der
Zylindereinheit 13 aufliegt, in dieser Lage blockiert.
Der Feststellring 61 ist also jetzt mit der
durchgehenden Kolbenstange 19 fest verbunden.
Das Optimieren der Zustellkraft für die Druckrakel 5
erfolgt ganz analog zu dem oben beschriebenen Verfahren
für die Flutrakel 1 durch Einstellen des Luftdrucks im
Zylinder 16. Dabei kann das Optimieren der Luftdrucke in
den Zylindern 15 und 16 auch wechselseitig beim
Probefluten und anschließendem Probedrucken erfolgen.
Die Luftdrucke werden solange verstellt, bis sich ein
einwandfreier Siebdruck ergibt. Inbesondere durch die
zuvor beschriebene Vorrichtung lassen sich dann die
Luftdruckwerte auch bei einer großen Zahl von
anschließenden Druck- und Flutvorgängen konstant halten.
Bezugszeichenliste
1 Flutrakel
2 Siebschablone
3 Verdruckmittel
4 Pfeil
5 Druckrakel
6 Rakelblatt
7 Rakelprofil
8 Rakelhalter
9 Führungsblock
10 Welle
11 Seitenwand
12 Führungsblock
13 Zylindereinheit
14 Zylindereinheit
15 Zylinder
16 Zylinder
17 Kolben
19 Kolbenstange
20 Kolbenstange
21 Druckluftanschluß
22 Druckluftanschluß
25 Zugfeder
26 Arm
27 Arm
28 zylinderförmiges Teil
29 zylinderförmiges Teil
30 Lagerhülse
31 Lagerhülse
32 Bohrung
33 Bohrung
34 zylinderförmige Erweiterung
35 zylinderförmige Erweiterung
36 halbkugelförmiger Bodenbereich
37 halbkugelförmiger Bodenbereich
38 Kugel
39 Kugel
40 Gegenstück
41 Gegenstück
42 kalottenförmige Ausnehmung
43 kalottenförmige Ausnehmung
44 Kontermutter
45 Kontermutter
46 Ausgleichselement
47 obere Platte
48 unterer Klotz
49 Schraube
50 Langloch
51 Klotz
52 Bohrung
53 Bohrung
54 Zahnrad
55 Zylindereinheit
56 Zylinder
57 Zahnstange
58 Kugelumlaufeinheit
59 Führungsschiene
60 Spreizdübel
61 Feststellring
62 Feststellring
63 Feststellschraube
64 Feststellschraube
2 Siebschablone
3 Verdruckmittel
4 Pfeil
5 Druckrakel
6 Rakelblatt
7 Rakelprofil
8 Rakelhalter
9 Führungsblock
10 Welle
11 Seitenwand
12 Führungsblock
13 Zylindereinheit
14 Zylindereinheit
15 Zylinder
16 Zylinder
17 Kolben
19 Kolbenstange
20 Kolbenstange
21 Druckluftanschluß
22 Druckluftanschluß
25 Zugfeder
26 Arm
27 Arm
28 zylinderförmiges Teil
29 zylinderförmiges Teil
30 Lagerhülse
31 Lagerhülse
32 Bohrung
33 Bohrung
34 zylinderförmige Erweiterung
35 zylinderförmige Erweiterung
36 halbkugelförmiger Bodenbereich
37 halbkugelförmiger Bodenbereich
38 Kugel
39 Kugel
40 Gegenstück
41 Gegenstück
42 kalottenförmige Ausnehmung
43 kalottenförmige Ausnehmung
44 Kontermutter
45 Kontermutter
46 Ausgleichselement
47 obere Platte
48 unterer Klotz
49 Schraube
50 Langloch
51 Klotz
52 Bohrung
53 Bohrung
54 Zahnrad
55 Zylindereinheit
56 Zylinder
57 Zahnstange
58 Kugelumlaufeinheit
59 Führungsschiene
60 Spreizdübel
61 Feststellring
62 Feststellring
63 Feststellschraube
64 Feststellschraube
Claims (14)
1. Verfahren zum Zustellen einer Druckrakel
definierter und zeitlich konstanter Elastizität und
einer Flutrakel beim Siebdruck, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Zustellkraft, mit
der die Druckrakel (5) gegen die feste Unterlage
des Druckträgers gedrückt wird, und die
Zustellkraft, mit der die Flutrakel (1) beim
Flutvorgang gegen das auf die Siebschablone (2)
aufgebrachte Verdruckmittel (3) gedrückt wird,
durch jeweils einen vom Steuerkreis der Flutrakel
(1) bzw. der Druckrakel (5) unabhängigen
pneumatischen oder hydraulischen Steuerkreis
erzeugt wird, wobei die jeweilige Zustellkraft
durch Einstellung des Drucks des Druckmediums
zunächst in einem oder mehreren Probedrucken oder
aus Erfahrungswerten optimiert und dann in den
nachfolgenden Drucken auf diesem ermittelten Wert
konstant gehalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die bei den Probe
drucken gemessenen Zustellwege der Druckrakel (5)
zur festen Unterlage hin und der Flutrakel (1) zur
Siebschablone (2) hin bei den nachfolgenden Drucken
bzw. beim Fluten konstant gehalten werden.
3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach
Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß zur Erzeugung der jeweiligen
Zustellkraft mindestens eine Zylindereinheit (13,
14), bestehend aus einem Zylinder (15, 16) und
einem doppelt wirkenden Kolben (17) mit einer
Kolbenstange (19, 20), und zum Konstanthalten des
Drucks des Druckmediums ein Druckregler vorgesehen
sind, wobei der Steuerkreis der Zylindereinheit
(13) für die Flutrakel (1) unabhängig vom
Steuerkreis der Zylindereinheit (14) für die
Druckrakel (5) ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Flutrakel (1) in
der von der Siebschablone (2) abgewandten Richtung
vorgespannt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Betrag der
Vorspannung mindestens gleich dem Gewicht der
Flutrakel (1) und ihrem Rakelhalter (8) ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß die
Zylindereinheit (13, 14) von einem Führungsblock
(9) getragen wird, der eine Führung für eine mit
der Kolbenstange (19, 20) der Zylindereinheit (13,
14) verbundenen Haltevorrichtung des Rakelhalters
(8) aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Haltevorrichtung
ein zylinderförmiges Teil (28, 29) aufweist, das in
einer im Führungsblock (9) angeordneten Lagerhülse
(30, 31) verschiebbar geführt ist und eine zentrale
Bohrung (32, 33) hat, in der eine Kugel (38, 39)
spielfrei angeordnet ist und durch die die
Kolbenstange (19, 20) mit einem seitlichen Spiel
verläuft, wobei das untere Ende der Kolbenstange
(19, 20) mit der Kugel (38, 39) fest verbunden ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Bohrung (32, 33)
des zylinderförmigen Teils (28, 29) an einem Ende
eine zylinderförmige Erweiterung (34, 35) mit einem
Innengewinde und einem halbkugelförmigen
Bodenbereich (36, 37) aufweist, dessen Radius dem
Radius der Kugel (38, 39) entspricht, und in die
zylinderförmige Erweiterung (34, 35) ein Gegenstück
(40, 41) mit einer zur Kugel gerichteten
kalottenförmigen Ausnehmung (42, 43) eingeschraubt
ist, an dem der Rakelhalter (8) befestigt ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Haltevorrichtung an dem der Kolbenstange (19,
20) gegenüberliegenden Ende mit einem Ausgleichs
element (46) fest verbunden ist, das am oder im
Rakelhalter (8) mit begrenztem Spiel um eine in
horizontaler Führungsrichtung der Flutrakel (1)
bzw. Druckrakel (5) weisende Achse drehbar und in
horizontaler Querrichtung zur Achse verschiebbar
angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Ausgleichselement
(46) zwischen zwei sich in horizontaler
Querrichtung der Flutrakel (1) bzw. Druckrakel (5)
erstreckenden Seitenwänden des Rakelhalters (8)
angeordnet ist und ein sich in derselben Richtung
ausdehnendes Langloch (50) aufweist, in dem ein
Klotz (51) in der Ausdehnungsrichtung des
Langloches (50) verschiebbar angeordnet ist, wobei
der Klotz (51) mit Hilfe eines sich durch diesen
senkrecht zu beiden Seitenwänden erstreckenden
Bolzens drehbar an den beiden Seitenwänden
befestigt ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß die
Druckrakel (5) und die Flutrakel (1) bzw. deren
Rakelhalter (8) von ein und demselben
Führungsblock (9) getragen werden, der parallele
Führungen für die Haltevorrichtungen der beiden
Rakelhalter (8) aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Führungsblock (9)
schwenkbar von einer sich in horizontaler
Querrichtung der Druckrakel (5) und der Flutrakel
(1) erstreckenden Welle (10) getragen wird, die in
einem Führungsblock (12) drehbar gelagert ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß zur Erzeugung der
Schwenkbewegung eine pneumatische oder hydraulische
Zylindereinheit (55), bestehend aus einem Zylinder
(56) und einem doppelt wirkenden Kolben mit einer
Kolbenstange, vorgesehen ist, die von dem
Führungsblock (12) für die Schwenkbewegung getragen
wird, und daß in dem Führungsblock (12) ein mit der
Welle (10) fest verbundenes Zahnrad (54) gelagert
ist, das durch eine mit der Kolbenstange der
Zylindereinheit (55) verbundene Zahnstange (57)
betätigbar und feststellbar ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch
gekennzeichnet, daß der Führungsblock
(12) um etwa 90° gegenüber der vertikalen Position
verschwenkbar ist.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8915791U DE8915791U1 (de) | 1989-10-17 | 1989-10-17 | Vorrichtung zum Zustellen einer Druckrakel und einer Flutrakel beim Siebdruck |
| DE3934569A DE3934569A1 (de) | 1989-10-17 | 1989-10-17 | Verfahren zum zustellen einer druckrakel und einer flutrakel beim siebdruck |
| EP90111309A EP0423428B1 (de) | 1989-10-17 | 1990-06-15 | Verfahren und Vorrichtung zum Zustellen einer Druckrakel und einer Flutrakel beim Siebdruck |
| DE59007929T DE59007929D1 (de) | 1989-10-17 | 1990-06-15 | Verfahren und Vorrichtung zum Zustellen einer Druckrakel und einer Flutrakel beim Siebdruck. |
| AT90111309T ATE115042T1 (de) | 1989-10-17 | 1990-06-15 | Verfahren und vorrichtung zum zustellen einer druckrakel und einer flutrakel beim siebdruck. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3934569A DE3934569A1 (de) | 1989-10-17 | 1989-10-17 | Verfahren zum zustellen einer druckrakel und einer flutrakel beim siebdruck |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3934569A1 true DE3934569A1 (de) | 1991-04-25 |
Family
ID=6391610
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3934569A Withdrawn DE3934569A1 (de) | 1989-10-17 | 1989-10-17 | Verfahren zum zustellen einer druckrakel und einer flutrakel beim siebdruck |
| DE59007929T Expired - Fee Related DE59007929D1 (de) | 1989-10-17 | 1990-06-15 | Verfahren und Vorrichtung zum Zustellen einer Druckrakel und einer Flutrakel beim Siebdruck. |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE59007929T Expired - Fee Related DE59007929D1 (de) | 1989-10-17 | 1990-06-15 | Verfahren und Vorrichtung zum Zustellen einer Druckrakel und einer Flutrakel beim Siebdruck. |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0423428B1 (de) |
| AT (1) | ATE115042T1 (de) |
| DE (2) | DE3934569A1 (de) |
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- 1989-10-17 DE DE3934569A patent/DE3934569A1/de not_active Withdrawn
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- 1990-06-15 EP EP90111309A patent/EP0423428B1/de not_active Expired - Lifetime
- 1990-06-15 DE DE59007929T patent/DE59007929D1/de not_active Expired - Fee Related
- 1990-06-15 AT AT90111309T patent/ATE115042T1/de not_active IP Right Cessation
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