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DE19624442C2 - Verfahren zum Herstellen von Druckgut mittels Durchdruck, insbesondere Siebdruck und Durchdruck-, insbesondere Siebdruckmaschine - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Druckgut mittels Durchdruck, insbesondere Siebdruck und Durchdruck-, insbesondere Siebdruckmaschine

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DE19624442C2
DE19624442C2 DE1996124442 DE19624442A DE19624442C2 DE 19624442 C2 DE19624442 C2 DE 19624442C2 DE 1996124442 DE1996124442 DE 1996124442 DE 19624442 A DE19624442 A DE 19624442A DE 19624442 C2 DE19624442 C2 DE 19624442C2
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Wolfgang Eppich
Hans Polan
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Leipold Xaver F & Co KG GmbH
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Leipold Xaver F & Co KG GmbH
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F15/00Screen printers
    • B41F15/14Details
    • B41F15/44Squeegees or doctors
    • B41F15/46Squeegees or doctors with two or more operative parts

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Screen Printers (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Druckgut mittels Durchdruck, insbesondere Siebdruck, wobei von einer durchlässigen oder siebartigen und entspre­ chend dem gewünschten Druckbild oder -muster schablonierten Druckform Gebrauch gemacht wird, über die ein Rakelwerk zum Fluten von Farbe und zu deren Durchdrücken durch die Druckform auf das Druckgut bewegt wird, das in Kontakt zur Druckform gestellt und dann wieder von dieser entfernt wird, wobei im Bereich des Rakelwerks ein gehäufter Farbvorrat gebildet wird. Ferner be­ trifft die Erfindung zur Durchführung dieses Verfahrens eine Durch- oder Sieb­ druckmaschine, die als Funktionskomponenten wenigstens eine entsprechend dem gewünschten Druckbild oder -muster schablonierte, durchlässige oder sieb­ artige Druckform, ein über die Druckform streichendes Rakelwerk zum Fluten und Durchdrücken von Farbe durch die Druckform auf ein Druckgut, und ein Stellorgan zur Kontaktgabe zwischen Druckform und Druckgut und zum Entfer­ nen des Druckgutes von der Druckform aufweist.
Bekannte Siebdruckmaschinen mit ebenen Druckformen (vgl. DE 38 05 363  A1, EP 0 349 883 A2, DE 43 04 399, WO 96/05 059) funktionieren nach dem Zweitaktverfahren: In einem ersten Takt wird die siebartige Druckform mittels einer Rakel geflutet, indem der Siebschlitten in Kontakt zur Flutrakel vorbeibe­ wegt wird; im zweiten Takt wird die Flutrakel von der Druckform abgehoben, die Druckrakel abgesenkt, und der Siebschlitten in die entgegengesetzte Richtung bewegt, wobei die Druckrakel die Farbe durch die schablonierte Siebstruktur der Druckform auf das Druckgut durchdrückt. Dieses reversierende Gegentakt­ verfahren hat den Nachteil, daß auf diejenigen Bereiche der Druckform, die zuletzt geflutet worden sind, die Druckrakel zuerst einwirkt; dagegen werden die im ersten Takt zuerst bzw. anfangs gefluteten Druckformbereiche erst am Ende des zweiten Taktes, also zuletzt mit der Druckrakel behandelt. Dies führt zu dem Nachteil unterschiedlicher Verweilzeiten für die Druckfarbe in den Siebmaschen der Druckform: In den Druckform-Bereichen, die den anfängli­ chen bzw. ersteren Abschnitten des Druckweges zugeordnet sind, muß die Druckfarbe wesentlich länger verweilen, bis sie durchgedrückt wird, als in den Druckform-Bereichen, die das Ende des Druckweges bilden. Dies führt auch zu unterschiedlichen Verweilzeiten, Einsinktiefen und Viskositäten der Druckfarbe in den Siebmaschen der Druckform, betrachtet über den Druckweg. Ein weite­ rer Nachteil bei dem bekannten Zweitaktverfahren ergibt sich daraus, daß pro Takt entweder die Flutrakel oder die Druckrakel aktiv sein muß. Der entspre­ chend bewegte Siebschlitten mit der Druckform ist seiner Vorschub- bzw. Re­ versiergeschwindigkeit deshalb an den Flut- und Durchdruckvorgang anzupas­ sen und dadurch beschränkt.
Es ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Berakelung einer ebenen Sieb­ schablone etwa der eingangs genannten Art bekannt (DE 32 05 752 A1). Bei dieser wird das Problem angegangen, die Trockenstillstandszeiten für die Oberfläche der ebenen Schablone zu verkürzen bzw. fast zu beseitigen, um ein Zusetzen des Schablonensiebes zu verhindern und dieses immer feucht zu halten. Dazu wird vorgeschlagen, im Rakelwerk der Hauptrakel neben der Vor­ rakel noch eine Nachrakel zuzuordnen. Diese läuft während der Durchrakelung der Farbe mit der Hauptrakel dieser direkt nach, wobei das von der Hauptrakel abgerakelte Sieb sofort wieder mit Farbe abgedeckt wird. Allerdings erfolgt nach Beendigung des Durchrakelns bzw. des Druckvorgangs wieder der oben genannte erste Takt des Flutens mit der Vorrakel. Dieser gesonderte Flut-Takt ist zeitraubend und basiert auf dem LIFO-Prinzip (Last In - First Out).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Verfahren und einer Vor­ richtung zum Durch- oder Siebdruck der eingangs genannten Art die notwendi­ gen Stellzeiten zu verkürzen und die Produktionsgeschwindigkeit für Druckgut zu erhöhen.
Zur Lösung wird bei einem Verfahren mit den eingangs genannten Merkmalen erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß nach Beendigung eines anhand des Druckgutes und/oder der Druckform vorgegebenen Druckweges und/oder - Vorganges der Farbvorrat mittels des Rakelwerks vom entsprechenden Endbe­ reich der Druckform entfernt und in einen Anfangs- oder Ausgangsbereich der Druckform transportiert und/oder plaziert wird, wobei zum Transport des Farbvorrats vom End- in den Anfangsbereich ein im Rakelwerk ausgebildetes Sammelorgan verwendet und mit einem weiteren Rakelelement in Wirkungs­ verbindung gesetzt wird.
Im Rahmen der Erfindung soll dort, wo mit dem Fluten der Farbe begonnen wurde, auch mit deren Durchdrücken begonnen werden. Die allgemeine erfinderische Idee basiert also auf dem "First-In-First-Out"-Prinzip, indem im Rakelwerk sowohl das Druck- als auch das Flutorgan auf die nach­ einander zu bearbeitenden Druckform-Bereiche in übereinstimmender Reihen­ folge einwirken. Dabei wird für die auf die Druckform aufgebrachte Farbe gleichsam eine Warteschlange realisiert: Auf hintereinander geflutete Druck­ form-Bereiche wird in gleicher Reihenfolge die Farbe zum Druckgut durchge­ drückt. Damit wird den Parametern Viskosität, Zeit und Schwerkraft, die die gleichmäßige Farbverteilung bei gegebener Druckform und letztendlich auch das Druckbild beeinflussen, Rechnung getragen.
Auf der Basis der Erfindung wird das Fluten und Durchdrücken von Farbe gleichzeitig an unterschiedlichen Stellen der Druckform, zweckmäßig an in Richtung des Druckweges aufeinanderfolgenden Stellen, durchgeführt wird. Durch diese Zeitgleichheit zwischen Fluten und Drucken wird das Konstanthal­ ten der Viskosität für die Druckfarbe über den gesamten Druckweg vom Anfang bis zum Ende gewährleistet oder gefördert. Die Farbe wird über die gesamte Druckform nach einheitlicher Trocknungs- und Einsinkzeit durch die Siebma­ schen gedrückt.
Auf der Basis des erfindungsgemäßen Verfahrens macht man sich die an sich bekannte Bildung eines gehäuften Farbvorrats zunutze, der insbesondere beim Schieben und Fluten der Farbe vor der Flutrakel entsteht: nach Beendigung eines anhand des Druckgutes und/oder der Druckform vorgegebenen Druck­ weges oder -vorganges wird der Farbvorrat mittels des Rakelwerks erfaßt, vom dem Ende des Druckweges zugeordneten Druckform-Abschnitt entfernt und zu dem Abschnitt der Druckform transportiert, der dem Anfang des Druckweges zugeordnet ist. Indem dabei ein Abstand zwischen Rakelwerk und Druckform entsteht, ist die Möglichkeit eröffnet, nach dem gleichzeitigen Flut- und Druck­ vorgang das Rakelwerk und die Druckform mit wesentlich erhöhter Stehge­ schwindigkeit in ihre relativen Ausgangsstellungen zueinander zu versetzen. Dies verkürzt die benötigten Stellzeiten und erhöht die Herstellungsgeschwin­ digkeit für Druckgut.
Zur Lösung der obigen Erfindungsaufgabe wird bei einer Durch- oder Sieb­ druckmaschine mit den eingangs genannten Merkmalen erfindungsgemäß vor­ geschlagen, daß das Rakelwerk Mittel zur Erfassung eines beim Fluten und/oder Durchdrücken entstandenen, gehäuften Farbvorrates aufweist, und die Druckform und das Rakelwerk relativ zueinander so verstellbar sind, daß das Rakelwerk im Abstand von der Druckform von einem Endbereich zu einem Anfangs- oder Ausgangsbereich des Druckweges und/oder -vorganges positio­ nierbar ist, wobei die Mittel zur Erfassung des Farbvorrats ein im Rakelwerk angeordnetes und/oder damit verbundenes Sammelorgan aufweisen. Die im Rakelwerk angelegten Erfassungsmittel für Farbhäufchen sowie die Rakelfüh­ rung ermöglichen die gleichmäßige Verteilung der Druckfarbe auf der Druck­ form nicht nur nach räumlichen oder flächenmäßigen Gesichtspunkten, sondern auch unter Zeitkriterien, nämlich nach der oben genannten FIFO-Methode. Da­ durch läßt sich Druckfarbe in gleichmäßiger Beschaffenheit über das Druckgut verteilen, was die Druckqualität erhöht. Indem nach der Erfindung das Fluten während des Druckens erfolgen kann, und der Rücklauf von einer dem Endbe­ reich des Druckweges entsprechenden Stelle in der Druckform im Abstand da­ von zu einer einem Ausgangsbereich des Druckweges entsprechenden Druck­ form-Stelle erfolgt, kann beim Rücklauf zum Ausgangspunkt des Druckweges der Druckform bzw. dem Siebschlitten und/oder dem Rakelwerk eine wesent­ lich höhere Geschwindigkeit erteilt werden, als dies bei dessen Streichen über die Druckform möglich wäre.
In der Regel umfaßt das Rakelwerk einer Siebdruckmaschine Mittel zum Fluten von Farbe und zu deren Durchdrücken durch die Siebmaschen der Druckform. Gemäß der Erfindung ist im Rakelwerk noch ein Farb-Sammelorgan vorgese­ hen, das zum Erfassen des gehäuften Farbvorrates dient. Dazu ist es zweck­ mäßig, dieses Sammelorgan mit einer schaufelartigen Grundform zu gestalten und mit Antriebsmitteln zu verbinden, wodurch es in Wirkungsverbindung mit einem Flut- und/oder Durchdruckorgan setzbar ist.
Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung sind das Flutorgan und das Durchdruckorgan des Rakelwerks in Druckweg-Richtung gesehen unmittelbar nach- und/oder hintereinander angeordnet. Damit läßt sich das obige, erfin­ dungsgemäße Verfahrensmerkmal - zeitgleiches Fluten und Durchdrücken der Farbe - einfach realisieren. Mit besonderem Vorteil befindet sich das Flutorgan in Druckweg-Richtung gesehen unmittelbar hinter dem Durchdruckorgan, wo­ durch die gesamte Druckform immer gleichmäßig mit Farbe geflutet und gefüllt bleibt. Dadurch wird der Vorteil erzielt, daß ein Eintrocknen der Farbe in der Druckform verhindert ist.
Da sich meistens bei der Druckbewegung ein Farbvorrat vor dem Druckorgan ansammelt, ist nach einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung vorgesehen, daß das Sammelorgan in Druckwegrichtung gesehen vor dem Flut- oder Durchdruckorgan angeordnet ist. Damit läßt sich das Zusammenwirken des Sammelorgans mit dem Flut- oder Druckorgan einfach dadurch realisieren, daß beide aufeinanderzubewegt oder verstellt werden, wobei das dazwischen be­ findliche Farbhäufchen erfaßt werden kann. Mit Hilfe von Antriebsmitteln läßt sich dann das Rakelwerk in diesem Zustand von der Druckform abheben, wo­ bei der erfaßte Farbvorrat zu einem Anfangs- oder Ausgangsbereich auf der Druckform für den Druckweg zurücktransportiert werden kann.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile auf der Basis der Erfindung erge­ ben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbei­ spiele der Erfindung sowie anhand der Zeichnungen. Diese zeigen in jeweils schematischer Ansicht in:
Fig. 1a-1k die Schritte und Zustände eines ersten Ausführungsbei­ spiels des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 2a-2f die Schritte und Zustände eines zweiten Ausführungsbei­ spiels für das erfindungsgemäße Verfahren.
Gemäß Fig. 1a ist in einem reversierend angetriebenen Siebschlitten 1 eine Siebmaschen aufweisende Druckform 2 eingespannt. Demgegenüber ortsfest ist ein Rakelwerk 3 angeordnet, das eine Flutrakel F, eine Druckrakel D und eine Sammelrakel S aufweist. Dieses Rakelwerk legt aufgrund ihrer Relativbe­ wegung 4a gegenüber der (tatsächlich bewegten) Druckform 2 einen Druckweg 5 in Richtung zu dessen Ende zurück (vgl. Fig. 1c).
Gemäß Fig. 1a befindet sich das Rakelwerk 3 am Anfang seines Druckweges 5, wobei die Flutrakel F gerade auf die Druckform 2 abgesenkt ist. Ein gehäuf­ ter Farbvorrat 6 liegt auf der Druckform 2 unmittelbar an der Stirnseite des Flutrakels F an. Die Druckrakel D und die Sammelrakel S sind noch von der Druckform 2 abgehoben bzw. weisen dergegenüber einen Abstand auf.
Gemäß Fig. 1b wird der Druckrakel D eine Senkbewegung 7 erteilt, so daß sie - in Richtung des Druckweges 5 gesehen - vor dem Flutrakel F und unmittelbar vor dem Farbvorrat 6 auf der Druckform 2 aufsetzt.
Gemäß Fig. 1c ist nun der Siebschlitten 1 gegenüber dem ortsfesten Rakelwerk 3 nach links bewegt worden, so daß sich die Relativbewegung 4a des Rakel­ werks 3 nach rechts in Bezug auf die Druckform 2 ergibt. Dabei wird der Teil des Farbteppichs 8, der sich vor der Druckrakel D befindet, von dieser zum (nicht gezeichneten) Druckgut durchgedrückt. Gleichzeitig sorgt die Flutrakel F dafür, daß aus dem Farbvorrat 6 zwischen der vorderen Druckrakel D und der hinteren Flutrakel F unmittelbar nach der Flutrakel F ein Farbteppich 8 erneut erzeugt wird.
Gemäß Fig. 1d und 1e ist für das Rakelwerk 3 das Ende des Druckweges 5 erreicht, und mittels (nicht gezeichneter) Antriebsmittel wird der Druckrakel D eine Anhebebewegung 9 und gleichzeitig der Sammelrakel S eine Absenkbewe­ gung 7 erteilt. Dadurch kommt die Sammelrakel S mit der freien Kante ihrer schrägen Schaufelfläche 10 zum Aufliegen auf die Druckform 2.
Gemäß Fig. 1f und 1g werden der Flutrakel F und der Sammelrakel S zunächst aufeinander gerichtete Horizontalbewegungen 11 erteilt, bis ihre einander zu­ gewandten Seiten oder Kanten aneinanderstoßen. Die Druckrakel D befindet sich dabei oberhalb des Farbvorrats 6, der so gleichzeitig von der Flutrakel F und der Sammelrakel S erfaßt ist. Sodann werden gemäß Fig. 1g allen drei Ra­ keln F, D, S Anhebebewegungen 9 erteilt, wobei der Farbvorrat 6 von der Flutrakel F und der Sammelrakel S gleichzeitig gehalten ist.
Gemäß Fig. 1h und 1i erfährt die Druckform 2 bzw. der Siebschlitten 1 eine Rückbewegung, wodurch eine entgegengesetzte Relativbewegung 4b für das Rakelwerk 3 gegenüber der Druckform 2 entsteht. Gleichzeitig bleibt es in der angehobenen Stellung, so daß es einen Abstand gegenüber der Druckform 2 und dem darauf ausgebreiteten Farbteppich 8 einhält.
Ist gemäß Fig. 1i und 1k der Anfang des Druckweges 5 wieder erreicht, werden der Flutrakel F und der Sammelrakel S voneinander abgewandte, entgegenge­ setzte Horizontalbewegungen 11 erteilt, so daß beide auseinandergefahren werden. Nachdem Auseinanderfahren kann der vom Ende des Druckweges 5 aufgehobene, transportierte Farbvorrat 6 wieder an den Anfang des Druckwe­ ges gelangen. Ferner wird gemäß Fig. 1k der Flutrakel F eine Absenkbewe­ gung 7 erteilt. Damit ist der Ausgangszustand gemäß Fig. 1a wieder herbeige­ führt.
Nach Fig. 2a besteht der wesentliche Unterschied des zweiten Ausführungs­ beispiels gegenüber dem ersten darin, daß in Druckwegrichtung 5a gesehen die Flutrakel F vor der Druckrakel D angeordnet ist. Infolgedessen befindet sich die Sammelrakel S unmmittelbar vor der Flutrakel F. Aufgrund der Relativbe­ wegung gegenüber der Druckform 2 erzeugt die Flutrakel F aus dem vor ihr hergeschobenen Farbvorrat 6 einen Farbteppich 8, der sich hinter ihr ausbrei­ tet. Dieser wird aufgrund der unmittelbar nachfolgenden Druckrakel D sogleich zum nicht gezeichneten Druckgut hindurchgedrückt, wobei sich ebenfalls ein gehäufter Farbvorrat 6 an der Stirnseite der Druckrakel 3 bildet.
Mit zunehmender, gemäß Zeichnung in die linke Richtung erfolgter Bewegung 12 der Druckform 2 gegenüber dem ortsfesten Rakelwerk 3 wird gemäß Fig. 2b das Ende des Druckweges erreicht. Der Druckvorgang ist nun zu stoppen, und der Flutrakel F eine Anhebebewegung 9 zu erteilen. Gleichzeitig erfährt die Sammelrakel S eine Absenkbewegung 7 in Richtung zur Druckform 2 bzw. zum von der Flutrakel F hinterlassenen Farbteppich 8.
Gemäß Fig. 2c sind - analog zur Fig. 1f - die Druckrakel D und die Sammelrakel S so zusammengefahren worden, daß der Farbvorrat 6 und der davor befindli­ che Farbteppich 8 zu einem vergrößert angehäuften, neuen Farbvorrat "zusammengeschaufelt" worden sind. Sodann ist dem gesamten Rakelwerk 3 eine Anhebebewegung 9 erteilt worden, wodurch ein Abstand zur Druckform 2 entsteht. Gemäß Fig. 2d ist die Druckform-Bewegung 12 umgekehrt worden, wodurch für das Rakelwerk 3 einschließlich des darin erfaßten Farbvorrats 6 eine Relativbewegung 4b zurück zum Anfangs- bzw. Ausgangsbereich des Druckweges entsteht.
Gemäß Fig. 2e sind aufgrund voneinander wegführender, abgewandter Hori­ zontalbewegungen 11 die Druckrakel D und die Sammelrakel S soweit ausein­ andergefahren, daß der Farbvorrat 6 wieder in den Bereich der Druckform 2 fallen kann, der dem Anfang des Druckweges zugeordnet ist.
Um mit dem Fluten und gleichzeitigen Drucken wieder zu beginnen, werden der Druckrakel D und der Flutrakel F Absenkbewegungen 7, und der Sammelrakel S eine Anhebebewegung 9 erteilt. Die Flutrakel F wird so abgesenkt, daß sie unmittelbar vor dem gehäuften Farbvorrat 6 aufsetzen und somit erneut einen Farbteppich 8 erzeugen kann.
Die gemäß Zeichnung nach rechts gerichtete Druckformbewegung 12 (vgl. Fig. 1h-1i und Fig. 2d) bzw. die entsprechende Relativbewegung 4b kann wesent­ lich schneller ablaufen als die gemäß Fig. 1b-1d sowie 2a-2b nach links ge­ richtete bzw. die entsprechende Relativbewegung 4a, wodurch sich eine Zei­ tersparnis bei der Produktion von Siebdruckgut erzielen läßt.

Claims (8)

1. Verfahren zum Herstellen von Druckgut mittels Durchdruck, insbesonde­ re Siebdruck, mit einer durchlässigen oder siebartigen und entsprechend dem gewünschten Druckbild oder -muster schablonierten Druckform (2), über die ein Rakelwerk (3) zum Fluten von Farbe (8) und zu deren Durchdrücken durch die Druckform (2) auf das Druckgut bewegt wird, das in Kontakt zur Druckform (2) gestellt und dann wieder von dieser entfernt wird, wobei im Bereich des Rakelwerks ein gehäufter Farbvorrat gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Bereich der Druckform (2), in dem die Farbe (8) zuerst aufgebracht wurde, diese auch zuerst zum Druckgut durchgedrückt wird, und nach Beendigung ei­ nes anhand des Druckgutes und/oder der Druckform (2) vorgegebenen Druckweges (5) und/oder -vorganges der Farbvorrat (6) mittels des Ra­ kelwerks (3) vom entsprechenden Endbereich der Druckform (2) entfernt und in einen Anfangs- oder Ausgangsbereich der Druckform (2) plaziert wird, wobei zum Transport des Farbvorrats (6) vom End- in den An­ fangsbereich ein im Rakelwerk (3) ausgebildetes Sammelorgan (S) ver­ wendet und mit einem weiteren Rakelelement (F, D) in Wirkungsverbin­ dung gesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Erfassen des Farbvorrats (6) das Sammelorgan (S) und eines der weiteren Rake­ lelemente (F, D) aufeinander zubewegt und/oder zum Plazieren des Farbvorrats (6) das Sammelorgan (S) und eines der weiteren Rakelele­ mente (F, D) voneinander entfernt werden.
3. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß beim Transport des Farbvorrats (6) das Rakelwerk (3) schneller bewegt wird als beim Druckvorgang.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß vom Rakelwerk (3) ein Durchdruckorgan (D), ein Flutorgan (F) und ein Sammelorgan (S) in Reihe gleichzeitig zu einem anhand des Druckgutes und/oder der Druckform (2) vorgegebenen Druckweg (5) bewegt werden.
5. Durchdruck-, insbesondere Siebdruckmaschine zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorangehenden Ansprüche, mit den Funkti­ onskomponenten:
  • 1. durchlässige oder siebartige Druckform (2), schabloniert entsprechend dem gewünschten Druckbild oder -muster,
  • 2. über die Druckform streichendes Rakelwerk (3) mit einem Flut- und einem Durchdruckorgan (F, D) zum Fluten und Durchdrücken von Farbe (3) durch die Druckform (2) auf ein Druckgut, und
  • 3. Stellorgan zur Kontaktgabe zwischen Druckform (2) und Druckgut und zum Entfernen des Druckgutes von der Druckform (2),
dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelwerk (3) Mittel zur Erfassung eines beim Fluten und/oder Durchdrücken entstandenen, gehäuften Farbvorrates (6) aufweist, und die Druckform (2) und das Rakelwerk (3) relativ zueinander so verstellbar sind, daß das Rakelwerk (3) im Abstand von der Druckform (2) von einem Endbereich zu einem Anfangs- oder Ausgangsbereich des Druckweges (5) und/oder -vorganges positionier­ bar ist, wobei die Mittel zur Erfassung des Farbvorrats (6) ein im Rakel­ werk (3) angeordnetes und/oder damit verbundenes Sammelorgan (S) aufweisen.
6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Samme­ lorgan (S) eine schaufelartige Grundform aufweist und zum Zusammen­ wirken mit dem Flut- und/oder Druckorgan (F, D) verstellbar ist.
7. Maschine nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß in Richtung (5a) des Druckweges (5) entweder das Flutorgan (F) unmittel­ bar hinter dem Durchdruckorgan (D) oder das Durchdruckorgan (D) un­ mittelbar hinter dem Flutorgan (F), und das Sammelorgan (S) in Rich­ tung (5a) des Druckweges (5) vor dem Flut- oder Durchdruckorgan (F, D) angeordnet sind.
8. Maschine nach einem der Ansprüche 5 bis 7, gekennzeichnet durch An­ triebsmittel, die an den Flut-, Durchdruck- und Sammelorganen (F, D, S) zu deren gleichzeitigen Entfernen (9) von der Druckform (2) angreifen.
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