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DE19624442A1 - Herstellungsverfahren für Druckgut mittels einer Durch- oder Siebdruckmaschine - Google Patents

Herstellungsverfahren für Druckgut mittels einer Durch- oder Siebdruckmaschine

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DE19624442A1 DE1996124442 DE19624442A DE19624442A1 DE 19624442 A1 DE19624442 A1 DE 19624442A1 DE 1996124442 DE1996124442 DE 1996124442 DE 19624442 A DE19624442 A DE 19624442A DE 19624442 A1 DE19624442 A1 DE 19624442A1
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Druckgut mittels Durch- oder Siebdruck, wobei von einer durchlässigen oder siebartigen und entsprechend dem gewünschten Druckbild oder -muster schablonierten Druckform Gebrauch gemacht wird, über die ein Rakelwerk zum Fluten von Farbe und zu deren Durch­ drücken durch die Druckform auf das Druckgut bewegt wird, das in Kontakt zur Druckform gestellt und dann wieder von dieser entfernt wird. Ferner betrifft die Erfindung zur Durchführung dieses Verfahrens eine Durch- oder Siebdruckma­ schine, die als Funktionskomponenten wenigstens eine entsprechend dem ge­ wünschten Druckbild oder -muster schablonierte, durchlässige oder siebartige Druckform, ein über die Druckform streichendes Rakelwerk zum Fluten und Durchdrücken von Farbe durch die Druckform auf ein Druckgut, und ein Stellorgan zur Kontaktgabe zwischen Druckform und Druckgut und zum Entfernen des Druckgutes von der Druckform aufweist.
Bekannte Siebdruckmaschinen mit ebenen Druckformen (vgl. DE 38 05 363 A1, EP 0 349 883 A2, DE 43 04 399, WO 96/05 059) funktionieren nach dem Zwei­ taktverfahren: In einem ersten Takt wird die siebartige Druckform mittels einer Ra­ kel geflutet, indem der Siebschlitten in Kontakt zur Flutrakel vorbeibewegt wird; im zweiten Takt wird die Flutrakel von der Druckform abgehoben, die Druckrakel ab­ gesenkt, und der Siebschlitten in die entgegengesetzte Richtung bewegt, wobei die Druckrakel die Farbe durch die schablonierte Siebstruktur der Druckform auf das Druckgut durchdrückt. Dieses reversierende Gegentaktverfahren hat den Nachteil, daß auf diejenigen Bereiche der Druckform, die zuletzt geflutet worden sind, die Druckrakel zuerst einwirkt; dagegen werden die im ersten Takt zuerst bzw. anfangs gefluteten Druckformbereiche erst am Ende des zweiten Taktes, also zuletzt mit der Druckrakel behandelt. Dies führt zu dem Nachteil unterschied­ licher Verweilzeiten für die Druckfarbe in den Siebmaschen der Druckform: In den Druckform-Bereichen, die den anfänglichen bzw. ersteren Abschnitten des Druckweges zugeordnet sind, muß die Druckfarbe wesentlich länger verweilen, bis sie durchgedrückt wird, als in den Druckform-Bereichen, die das Ende des Druck­ weges bilden. Dies führt auch zu unterschiedlichen Verweilzeiten, Einsinktiefen und Viskositäten der Druckfarbe in den Siebmaschen der Druckform, betrachtet über den Druckweg. Ein weiterer Nachteil bei dem bekannten Zweitaktverfahren ergibt sich daraus, daß pro Takt entweder die Flutrakel oder die Druckrakel aktiv sein muß. Der entsprechend bewegte Siebschlitten mit der Druckform ist seiner Vorschub- bzw. Reversiergeschwindigkeit deshalb an den Flut- und Durchdruck­ vorgang anzupassen und dadurch beschränkt.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, beim Durch- oder Siebdruck der eingangs genannten Art sicherzustellen, daß das Druckgut über den gesamten Druckweg gleichmäßig mit Druckfarbe, insbesondere konstanter Viskosität, beaufschlagt wird. Ferner soll eine erhöhte Geschwindigkeit bei der Produktion von Druckgut erzielbar sein.
Zur Lösung wird bei einem Verfahren mit den eingangs genannten Merkmalen erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß in dem Bereich der Druckform, in dem die Farbe zuerst aufgebracht oder geflutet wurde, diese auch wieder zuerst zum Druckgut durchgedrückt wird. Mit anderen Worten, dort, wo mit dem Fluten der Farbe begonnen wurde, soll entsprechend auch mit deren Durchdrücken begon­ nen werden. Die allgemeine erfinderische Idee basiert also auf dem "First-In-First- Out"-Prinzip, indem im Rakelwerk sowohl das Druck- als auch das Flutorgan auf die nacheinander zu bearbeitenden Druckform-Bereiche in übereinstimmender Reihenfolge einwirken. Dabei wird für die auf die Druckform aufgebrachte Farbe gleichsam eine Warteschlange realisiert: Auf hintereinander geflutete Druckform- Bereiche wird in gleicher Reihenfolge die Farbe zum Druckgut durchgedrückt. Damit wird den Parametern Viskosität, Zeit und Schwerkraft, die die gleichmäßige Farbverteilung bei gegebener Druckform und letztendlich auch das Druckbild be­ einflussen, Rechnung getragen.
Im Rahmen der allgemeinen erfinderischen Idee liegt eine Lösungsalternative, nach der das Fluten und Durchdrücken von Farbe gleichzeitig an unterschiedli­ chen Stellen der Druckform, zweckmäßig an in Richtung des Druckweges aufein­ anderfolgenden Stellen, durchgeführt wird. Durch diese Zeitgleichheit zwischen Fluten und Drucken wird das Konstanthalten der Viskosität für die Druckfarbe über den gesamten Druckweg vom Anfang bis zum Ende gewährleistet oder gefördert. Die Farbe wird über die gesamte Druckform nach einheitlicher Trocknungs- und Einsinkzeit durch die Siebmaschen gedrückt.
Nach einer zweckmäßigen Ausbildung auf der Basis der erfindungsgemäßen Verfahren macht man sich die an sich bekannte Bildung eines gehäuften Farbvor­ rats zunutze, der insbesondere beim Schieben und Fluten der Farbe vor der Flutrakel entsteht: nach Beendigung eines anhand des Druckgutes und/oder der Druckform vorgegebenen Druckweges oder -vorganges wird der Farbvorrat mittels des Rakelwerks erfaßt, vom dem Ende des Druckweges zugeordneten Druckform- Abschnitt entfernt und zu dem Abschnitt der Druckform transportiert, der dem Anfang des Druckweges zugeordnet ist. Indem dabei ein Abstand zwischen Ra­ kelwerk und Druckform entsteht, ist die Möglichkeit eröffnet, nach dem gleichzeiti­ gen Flut- und Druckvorgang das Rakelwerk und die Druckform mit wesentlich er­ höhter Stellgeschwindigkeit in ihre relativen Ausgangsstellungen zueinander zu versetzen. Dies verkürzt die benötigten Stellzeiten und erhöht die Herstellungsge­ schwindigkeit für Druckgut.
Zur Lösung der obigen Erfindungsaufgabe wird bei einer Durch- oder Siebdruck­ maschine mit den eingangs genannten Merkmalen erfindungsgemäß vorgeschla­ gen, daß das Rakelwerk Mittel zur Erfassung eines beim Fluten und/oder Durch­ drücken entstandenen, gehäuften Farbvorrates aufweist, und die Druckform und das Rakelwerk relativ zueinander so verstellbar sind, daß das Rakelwerk im Ab­ stand von der Druckform von einem Endbereich zu einem Anfangs- oder Aus­ gangsbereich des Druckweges und/oder -vorganges positionierbar ist. Die im Ra­ kelwerk angelegten Erfassungsmittel für Farbhäufchen sowie die Rakelführung ermöglichen die gleichmäßige Verteilung der Druckfarbe auf der Druckform nicht nur nach räumlichen oder flächenmäßigen Gesichtspunkten, sondern auch unter Zeitkriterien, nämlich nach der oben genannten FIFO-Methode. Dadurch läßt sich Druckfarbe in gleichmäßiger Beschaffenheit über das Druckgut verteilen, was die Druckqualität erhöht. Indem nach der Erfindung das Fluten während des Druckens erfolgen kann, und der Rücklauf von einer dem Endbereich des Druckweges ent­ sprechenden Stelle in der Druckform im Abstand davon zu einer einem Aus­ gangsbereich des Druckweges entsprechenden Druckform-Stelle erfolgt, kann beim Rücklauf zum Ausgangspunkt des Druckweges der Druckform bzw. dem Siebschlitten und/oder dem Rakelwerk eine wesentlich höhere Geschwindigkeit erteilt werden, als dies bei dessen Streichen über die Druckform möglich wäre.
In der Regel umfaßt das Rakelwerk einer Siebdruckmaschine Mittel zum Fluten von Farbe und zu deren Durchdrücken durch die Siebmaschen der Druckform. In besonderer Ausbildung nach der Erfindung ist im Rakelwerk noch ein Farb- Sammelorgan vorgesehen, das zum Erfassen des gehäuften Farbvorrates dient. Dazu ist es zweckmäßig, dieses Sammelorgan mit einer schaufelartigen Grund­ form zu gestalten und mit Antriebsmitteln zu verbinden, wodurch es in Wirkungs­ verbindung mit einem Flut- und/oder Durchdruckorgan setzbar ist.
Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung sind das Flutorgan und das Durch­ druckorgan des Rakelwerks in Druckweg-Richtung gesehen unmittelbar nach- und/oder hintereinander angeordnet. Damit läßt sich das obige, erfindungsgemä­ ße Verfahrensmerkmal - zeitgleiches Fluten und Durchdrücken der Farbe - ein­ fach realisieren. Mit besonderem Vorteil befindet sich das Flutorgan in Druckweg- Richtung gesehen unmittelbar hinter dem Durchdruckorgan, wodurch die gesamte Druckform immer gleichmäßig mit Farbe geflutet und gefüllt bleibt. Dadurch wird der Vorteil erzielt, daß ein Eintrocknen der Farbe in der Druckform verhindert ist.
Da sich meistens bei der Druckbewegung ein Farbvorrat vor dem Druckorgan an­ sammelt, ist nach einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung vorgesehen, daß das Sammelorgan in Druckwegrichtung gesehen vor dem Flut- oder Durch­ druckorgan angeordnet ist. Damit läßt sich das Zusammenwirken des Sammelor­ gans mit dem Flut- oder Druckorgan einfach dadurch realisieren, daß beide auf­ einanderzubewegt oder verstellt werden, wobei das dazwischen befindliche Farb­ häufchen erfaßt werden kann. Mit Hilfe von Antriebsmitteln läßt sich dann das Ra­ kelwerk in diesem Zustand von der Druckform abheben, wobei der erfaßte Farbvorrat zu einem Anfangs- oder Ausgangsbereich auf der Druckform für den Druckweg zurücktransportiert werden kann.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile auf der Basis der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung sowie anhand der Zeichnungen. Diese zeigen in jeweils schematischer Ansicht in:
Fig. 1a-1k die Schritte und Zustände eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 2a-2f die Schritte und Zustände eines zweiten Ausführungsbeispiels für das erfindungsgemäße Verfahren.
Gemäß Fig. 1a ist in einem reversierend angetriebenen Siebschlitten 1 eine Siebmaschen aufweisende Druckform 2 eingespannt. Demgegenüber ortsfest ist ein Rakelwerk 3 angeordnet, das eine Flutrakel F, eine Druckrakel D und eine Sammelrakel S aufweist. Dieses Rakelwerk legt aufgrund ihrer Relativbewegung 4a gegenüber der (tatsächlich bewegten) Druckform 2 einen Druckweg 5 in Rich­ tung zu dessen Ende zurück (vgl. Fig. 1c).
Gemäß Fig. 1a befindet sich das Rakelwerk 3 am Anfang seines Druckweges 5, wobei die Flutrakel F gerade auf die Druckform 2 abgesenkt ist. Ein gehäufter Farbvorrat 6 liegt auf der Druckform 2 unmittelbar an der Stirnseite des Flutrakels F an. Die Druckrakel D und die Sammelrakel S sind noch von der Druckform 2 abgehoben bzw. weisen dergegenüber einen Abstand auf.
Gemäß Fig. 1b wird der Druckrakel D eine Senkbewegung 7 erteilt, so daß sie - in Richtung des Druckweges 5 gesehen - vor dem Flutrakel F und unmittelbar vor dem Farbvorrat 6 auf der Druckform 2 aufsetzt.
Gemäß Fig. 1c ist nun der Siebschlitten 1 gegenüber dem ortsfesten Rakelwerk 3 nach links bewegt worden, so daß sich die Relativbewegung 4a des Rakelwerks 3 nach rechts in Bezug auf die Druckform 2 ergibt. Dabei wird der Teil des Farbtep­ pichs 8, der sich vor der Druckrakel D befindet, von dieser zum (nicht gezeichne­ ten) Druckgut durchgedrückt. Gleichzeitig sorgt die Flutrakel F dafür, daß aus dem Farbvorrat 6 zwischen der vorderen Druckrakel D und der hinteren Flutrakel F unmittelbar nach der Flutrakel F ein Farbteppich 8 erneut erzeugt wird.
Gemäß Fig. 1d und 1e ist für das Rakelwerk 3 das Ende des Druckweges 5 er­ reicht, und mittels (nicht gezeichneter) Antriebsmittel wird der Druckrakel D eine Anhebbewegung 9 und gleichzeitig der Sammelrakel S eine Absenkbewegung 7 erteilt. Dadurch kommt die Sammelrakel S mit der freien Kante ihrer schrägen Schaufelfläche 10 zum Aufliegen auf die Druckform 2.
Gemäß Fig. 1f und 1g werden der Flutrakel F und der Sammelrakel S zunächst aufeinander gerichtete Horizontalbewegungen 11 erteilt, bis ihre einander zuge­ wandten Seiten oder Kanten aneinanderstoßen. Die Druckrakel D befindet sich dabei oberhalb des Farbvorrats 6, der so gleichzeitig von der Flutrakel F und der Sammelrakel S erfaßt ist. Sodann werden gemäß Fig. 1g allen drei Rakeln F, D, S Anhebebewegungen 9 erteilt, wobei der Farbvorrat 6 von der Flutrakel F und der Sammelrakel S gleichzeitig gehalten ist.
Gemäß Fig. 1h und 1i erfährt die Druckform 2 bzw. der Siebschlitten 1 eine Rück­ bewegung, wodurch eine entgegengesetzte Relativbewegung 4b für das Rakel­ werk 3 gegenüber der Druckform 2 entsteht. Gleichzeitig bleibt es in der angeho­ benen Stellung, so daß es einen Abstand gegenüber der Druckform 2 und dem darauf ausgebreiteten Farbteppich 8 ein hält.
Ist gemäß Fig. 1i und 1k der Anfang des Druckweges 5 wieder erreicht, werden der Flutrakel F und der Sammelrakel S voneinander abgewandte, entgegenge­ setzte Horizontalbewegungen 11 erteilt, so daß beide auseinandergefahren wer­ den. Nachdem Auseinanderfahren kann der vom Ende des Druckweges 5 aufge­ hobene, transportierte Farbvorrat 6 wieder an den Anfang des Druckweges gelan­ gen. Ferner wird gemäß Fig. 1k der Flutrakel F eine Absenkbewegung 7 erteilt. Damit ist der Ausgangszustand gemäß Fig. 1a wieder herbeigeführt.
Nach Fig. 2a besteht der wesentliche Unterschied des zweiten Ausführungsbei­ spiels gegenüber dem ersten darin, daß in Druckwegrichtung 5a gesehen die Flutrakel F vor der Druckrakel D angeordnet ist. Infolgedessen befindet sich die Sammelrakel S unmittelbar vor der Flutrakel F. Aufgrund der Relativbewegung gegenüber der Druckform 2 erzeugt die Flutrakel F aus dem vor ihr hergeschobe­ nen Farbvorrat 6 einen Farbteppich 8, der sich hinter ihr ausbreitet. Dieser wird aufgrund der unmittelbar nachfolgenden Druckrakel D sogleich zum nicht ge­ zeichneten Druckgut hindurchgedrückt, wobei sich ebenfalls ein gehäufter Farbvorrat 6 an der Stirnseite der Druckrakel 3 bildet.
Mit zunehmender, gemäß Zeichnung in die linke Richtung erfolgter Bewegung 12 der Druckform 2 gegenüber dem ortsfesten Rakelwerk 3 wird gemäß Fig. 2b das Ende des Druckweges erreicht. Der Druckvorgang ist nun zu stoppen, und der Flutrakel F eine Anhebbewegung 9 zu erteilen. Gleichzeitig erfährt die Sammelra­ kel S eine Absenkbewegung 7 in Richtung zur Druckform 2 bzw. zum von der Flutrakel F hinterlassenen Farbteppich 8.
Gemäß Fig. 2c sind - analog zur Fig. 1f - die Druckrakel D und die Sammelrakel S so zusammengefahren worden, daß der Farbvorrat 6 und der davor befindliche Farbteppich 8 zu einem vergrößert angehäuften, neuen Farbvorrat "zusammengeschaufelt" worden sind. Sodann ist dem gesamten Rakelwerk 3 eine Anhebbewegung 9 erteilt worden, wodurch ein Abstand zur Druckform 2 entsteht. Gemäß Fig. 2d ist die Druckform-Bewegung 12 umgekehrt worden, wodurch für das Rakelwerk 3 einschließlich des darin erfaßten Farbvorrats 6 eine Relativbe­ wegung 4b zurück zum Anfangs- bzw. Ausgangsbereich des Druckweges ent­ steht.
Gemäß Fig. 2e sind aufgrund voneinander wegführender, abgewandter Horizon­ talbewegungen 11 die Druckrakel D und die Sammelrakel S soweit auseinander­ gefahren, daß der Farbvorrat 6 wieder in den Bereich der Druckform 2 fallen kann, der dem Anfang des Druckweges zugeordnet ist.
Um mit dem Fluten und gleichzeitigen Drucken wieder zu beginnen, werden der Druckrakel D und der Flutrakel F Absenkbewegungen 7, und der Sammelrakel S eine Anhebbewegung 9 erteilt. Die Flutrakel F wird so abgesenkt, daß sie unmit­ telbar vor dem gehäuften Farbvorrat 6 aufsetzen und somit erneut einen Farbtep­ pich 8 erzeugen kann.
Die gemäß Zeichnung nach rechts gerichtete Druckformbewegung 12 (vgl. Fig. 1h-1i und Fig. 2d) bzw. die entsprechende Relativbewegung 4b kann wesentlich schneller ablaufen als die gemäß Fig. 1b-1d sowie 2a-2b nach links gerichtete bzw. die entsprechende Relativbewegung 4a, wodurch sich eine Zeitersparnis bei der Produktion von Siebdruckgut erzielen läßt.

Claims (14)

1. Verfahren zum Herstellen von Druckgut mittels Durch- oder Siebdruck, mit einer durchlässigen oder siebartigen und entsprechend dem gewünschten Druckbild oder -muster schablonierten Druckform (2), über die ein Rakel­ werk (3) zum Fluten von Farbe (8) und zu deren Durchdrücken durch die Druckform (2) auf das Druckgut bewegt wird, das in Kontakt zur Druckform (2) gestellt und dann wieder von dieser entfernt wird, dadurch gekenn­ zeichnet, daß in dem Bereich der Druckform (2), in dem die Farbe (8) zu­ erst aufgebracht wurde, diese auch zuerst zum Druckgut durchgedrückt wird.
2. Verfahren zum Herstellen von Druckgut mittels Durch- oder Siebdruck, mit einer durchlässigen oder siebartigen und entsprechend dem gewünschten Druckbild oder -muster schablonierten Druckform (2), über die ein Rakel­ werk (3) zum Fluten von Farbe (8) und zu deren Durchdrücken durch die Druckform (2) auf das Druckgut bewegt wird, das in Kontakt zur Druckform (2) gestellt und dann wieder von dieser entfernt wird, insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Druckform (2) dort, wo mit dem Fluten der Farbe (8) begonnen wurde, auch mit deren Durchdrücken begonnen wird.
3. Verfahren zum Herstellen von Druckgut mittels Durch- oder Siebdruck, mit einer durchlässigen oder siebartigen und entsprechend dem gewünschten Druckbild oder -muster schablonierten Druckform (2), über die ein Rakel­ werk (3) zum Fluten von Farbe (8) und zu deren Durchdrücken durch die Druckform (8) auf das Druckgut bewegt wird, das in Kontakt zur Druckform (2) gestellt und dann wieder von dieser entfernt wird, insbesondere nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Fluten und Durch­ drücken von Farbe (8) gleichzeitig an unterschiedlichen Stellen der Druck­ form (2) durchgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei im Bereich des Rakelwerks (3) ein gehäufter Farbvorrat (6) gebildet wird, dadurch ge­ kennzeichnet, daß nach Beendigung eines anhand des Druckgutes und/oder der Druckform (2) vorgegebenen Druckweges (5) und/oder -vorganges der Farbvorrat (6) mittels des Rakelwerks (3) vom entsprechen­ den Endbereich (Fig. 1g; Fig. 2c) der Druckform (2) entfernt und in einen Anfangs- oder Ausgangsbereich (Fig. 1k; Fig. 2e) der Druckform (2) plaziert wird.
5. Verfahren nach nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum Transport des Farbvorrats (6) vom End- in den Anfangsbereich ein im Ra­ kelwerk (3) ausgebildetes Sammelorgan (S) verwendet und mit einem wei­ teren Rakelelement (F; D) in Wirkungsverbindung gesetzt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zum Erfassen des Farbvorrats (6) das Sammelorgan (S) und eines der weiteren Rakele­ lemente (F, D) aufeinander zubewegt und/oder zum Plazieren des Farbvor­ rats (6) das Sammelorgan (S) und eines der weiteren Rakelelemente (F; D) voneinander entfernt werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß beim Transport (Fig. 1g-1k; Fig. 2c-2e) des Farbvorrats (6) das Rakel­ werk (3) schneller bewegt wird als beim Druckvorgang (Fig. 1b-1d; Fig. 2a-2b).
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei vom Rakel­ werk (3) ein Durchdruckorgan (D), ein Flutorgan (F) und gegebenenfalls ein Sammelorgan (S) verwendet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die ge­ nannten Organe in Reihe hintereinander und/oder gleichzeitig relativ zu ei­ nem anhand des Druckgutes und/oder der Druckform (2) vorgegebenen Druckweg (5) bewegt werden.
9. Durch- oder Siebdruckmaschine zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorangehenden Ansprüche, mit wenigstens den Funktionskom­ ponenten:
  • - durchlässige oder siebartige Druckform (2), schabloniert entsprechend dem gewünschten Druckbild oder -muster,
  • - über die Druckform streichendes Rakelwerk (3) zum Fluten und Durchdrücken von Farbe (3) durch die Druckform (2) auf ein Druckgut, und
  • - Stellorgan zur Kontaktgabe zwischen Druckform (2) und Druckgut und zum Entfernen des Druckgutes von der Druckform (2),
dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelwerk (3) Mittel zur Erfassung ei­ nes beim Fluten und/oder Durchdrücken entstandenen, gehäuften Farbvor­ rates (6) aufweist, und die Druckform (2) und das Rakelwerk (3) relativ zu­ einander so verstellbar sind, daß das Rakelwerk (3) im Abstand von der Druckform (2) von einem Endbereich (Fig. 1g; Fig. 2c) zu einem Anfangs- oder Ausgangsbereich (Fig. 1k; Fig. 2e) des Druckweges (5) und/oder -vorganges positionierbar ist.
10. Maschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Erfassung des Farbvorrats (6) ein im Rakelwerk (3) angeordnetes und/oder damit verbundenes Sammelorgan (S) aufweisen.
11. Maschine nach Anspruch 10, wobei das Rakelwerk (3) ein Flut- und ein Durchdruckorgan (F, D) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Sam­ melorgan (S) eine schaufelartige Grundform aufweist und zum Zusam­ menwirken mit dem Flut- und/oder Druckorgan (F, D) verstellbar ist.
12. Maschine nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Flutorgan und das Durchdruckorgan (F, D) in Richtung (5a) des Druckweges (5) unmittelbar nach- und/oder hintereinander, und das Sammelorgan (S) in Richtung (5a) des Druckweges (5) vor dem Flut- oder Durchdruckorgan (F, D) angeordnet sind.
13. Maschine nach einem der Ansprüche 10 bis 12, gekennzeichnet durch An­ triebsmittel, die an den Flut-, Durchdruck- und Sammelorganen (F, D, S) zu deren gleichzeitigen Entfernen (9) von der Druckform (2) angreifen.
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