DE3940393C2 - Sicherheitsschloß - Google Patents
SicherheitsschloßInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B63/00—Locks or fastenings with special structural characteristics
- E05B63/18—Locks or fastenings with special structural characteristics with arrangements independent of the locking mechanism for retaining the bolt or latch in the retracted position
- E05B63/20—Locks or fastenings with special structural characteristics with arrangements independent of the locking mechanism for retaining the bolt or latch in the retracted position released automatically when the wing is closed
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- E05C1/00—Fastening devices with bolts moving rectilinearly
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- E05C1/16—Fastening devices with bolts moving rectilinearly with latching action with operating handle or equivalent member moving otherwise than rigidly with the latch the handle or member moving essentially in a plane substantially parallel to the wing or frame
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Description
Die Anmeldung betrifft ein Sicherheitsschloß mit einer unter
Wirkung einer in Ausfahrrichtung beaufschlagenden Feder stehenden
Riegelelement mit mindestens einem weiteren mit dem Riegelelement
verbundenen Riegel, das sowohl in eingefahrener als auch in aus
gefahrener Stellung gegen Verschieben durch eine Zuhaltung ge
sperrt ist, wobei durch Drückerbetätigung das ausgefahrene, lang
hubige Riegelelement sowohl entsperrbar als auch einfahrbar ist,
mit einer Sperrvorrichtung, die das Riegelelement in eingefahrener
Stellung arretiert, wobei die Sperrvorrichtung über wenigstens
einen Taster, der mit seinem Kopf über dem Schloßstulp vorragt,
aushebbar ist, so daß anschließend das Riegelelement mit seinem
langhubigen Schließhub in Schließstellung vorschnellt.
Solche Schlösser sind aus der DE-OS 36 31 118 und DE-OS 38 01 441
bekannt. Das bekannte Schloß gemäß DE-OS 36 31 118 kann sowohl
durch Schlüsselbetätigung als auch durch Innendrückerbetätigung
entriegelt werden. Es bietet anderen Türschlössern gegenüber den
Vorteil einer größeren Sicherheit, da es zwei ausfahrbare Riegel
besitzt.
Nachteilig bei der bekannten Konstruktion DE-OS 36 31 118 ist
jedoch, daß die verbundenen Riegel automatisch nur um einen einem
"eintourigen" Schließen entsprechenden Abstand aus dem Stulp
herausfahren. Somit ist dieses Schloß noch kein Sicherheits
schloß.
Darüber hinaus kann bei dem bekannten Schloß mit Hilfe des
Schlüssels noch eine zweite Tour beim unteren Teil des Riegel
elementes ausgefahren werden, um die Bedingungen eines Sicher
heitsschlosses zu erfüllen. In diesem Fall ist aber die Panik
funktion aufgehoben, d. h., durch die Drückernuß allein kann die
Tür nicht mehr geöffnet werden. Man kann bei derartigen Sicher
heitstüren nicht feststellen, ob der Riegel in Panik- oder Anti
panikfunktion verschlossen ist.
Die US 4 870 841 zeigt ein selbstverriegelndes Türschloß
mit einem Riegel und mit einer Falle, wobei zum Zurückziehen der
Falle ein Übersetzungshebel vorgesehen ist, der von einem Nußhebelarm
beaufschlagt wird. Dadurch wird mit einer kleinen
Drehung des Türgriffes ein großer Fallenhub erreicht.
Schließlich ist aus der DE-OS 37 36 592 ein Rohrrahmenschloß
mit doppeltem Riegelausschluß und Antipanikfunktion
bekanntgeworden. Hierzu weist das bekannte Schloß einen von
einem Nußhebelarm beaufschlagten zweiarmigen Übersetzungshebel
auf, der wiederum auf ein am Riegel gelagertes Auslöseelement
einwirkt. Das Auslöseelement hat dabei die Funktion, die
Riegelzuhaltung aus seiner Sperrlage auszuheben. Zum Zurückziehen
des Riegels mittels Schlüsselbetätigung ist bei dem bekannten Schloß
ein besonderes Übertragungsteil vorgesehen, das mit dem Schließbart
des Schließzylinders zusammenwirkt, um
das Zurückziehen des Riegels mit einer Schlüsselumdrehung zu
ermöglichen.
Es stellt sich demnach die Aufgabe, ein Sicherheitsschloß der
eingangs erwähnten Gattung zu schaffen, das unter Beibehaltung
der Tasterfunktion, die das Riegelelement auslöst, eine lang
hubige Ein- und Ausfahrbewegung des Riegelelementes möglich ist,
wobei diese Bewegung nicht durch eine Schlüsselbetätigung unter
stützt werden muß.
Diese Aufgabe wird bei einem Sicherheitsschloß der eingangs ge
nannten Art dadurch gelöst, daß das Riegelelement (2) mit den Riegeln
(2c) einen für ein Sicherheitsschloß erforderlichen langhubigen
Schließhub ausführt, daß zur Ermöglichung der langhubigen
Einfahrbewegung des Riegelelementes (2) zwischen dem Hebel (7)
und der Drückernuß (9) ein Übersetzungshebel (17) eingeschaltet
ist, der dem Riegelelement (2) eine größere Verschiebestrecke
ermöglicht, daß eine in Vertikalrichtung des Schlosses verschieb
bare Zuhaltung (8) mit Rastknöpfen (12a, 12b) vorgesehen ist, die
mittels Federkraft bei vorgeschlossenem Riegelelement automatisch
in ihre Sperrstellung bewegt wird, wobei deren Rastknöpfe bei
vorgeschobenem Riegelelement in Aussparungen (13a, 13b) des
Riegelelementes sperrend eingreifen, und welche mittels des
Schließbartes des Schließzylinders oder mittels des Nußarmes in
ihre Freigabestellung gehoben wird, daß als Sperrvorrichtung zwei
zueinander und zur Zuhaltung (8) unabhängige Sperrklinken (19a,
19b) vorgesehen sind und das Riegelelement (2) eine Nase (15)
besitzt, so daß das Riegelelement (2) mit dem Schließbart (14) in
einer Tour in die Freigabestellung zurückbewegt und ein Weiterdrehen des
Schließbartes (14) verhindert wird.
Die vorgenannte größere Hubbewegung hat den Vorteil, daß das
Schloß in ausgefahrener Stellung der Riegel 2a und 2b ein
Sicherheitsschloß ist. Die Panikfunktion ist gleichwohl vorhan
den. Sowohl durch Schlüsselbetätigung als auch mit Hilfe der
Drückernuß kann das Riegelelement wieder eingefahren werden. Mit
Hilfe des Übersetzungshebels ist der Hub über 20 mm zu bemessen,
was den Versicherungsbedingungen für Sicherheitsschlösser ge
nügt. Die Schlüsselbetätigung ist erforderlich, um auch von
außen ein Aufschließen zu ermöglichen.
Als Übersetzungshebel wird vorzugsweise ein einarmiger Hebel
eingesetzt, der von oben in den Kontaktbereich des Riegelele
mentes eingreift. Vorzugsweise wird hierfür das Riegelelement an
seinem dem Riegel gegenüberliegenden Ende mit einem Anschlagsteg
für den Übersetzungshebel ausgerüstet.
Das Riegelelement kann vorzugsweise mit einem oder mit zwei
Riegeln, die vor den Stulp fahren, ausgerüstet sein.
Die Riegel sind mit einer Sperrvorrichtung, je einer oberhalb und
unterhalb des Riegels liegenden Sperrklinke, ausgerüstet, die je
weils durch getrennte, aber gleichzeitig einzudrückende Taster
aushebbar sind. Die Taster werden beispielsweise dann, wenn das
Riegelelement je einen oben und unten liegenden Riegel besitzt,
je einem Riegel zugeordnet. Ein unbeabsichtigtes Auslösen des
Tasters ist bei der hier vorgesehenen Lösung nicht möglich, da
beide Taster extrem weit auseinander liegen und unter keinen Um
ständen bei solitärer Betätigung das Riegelelement auslösen
können.
Weiterhin soll zuverlässig verhindert werden, daß der Schließbart
außer Eingriff mit der Tourenausnehmung des Riegelelementes
gelangt, bevor die Sperrklinken in die Ausnehmungen des Riegel
elementes eingeklinkt sind. Hierzu wird vorgeschlagen, das
Riegelelement mit einer Nase zu versehen, die bei eingefahrenem
Riegelelement eine Drehsperre für den Schließbart bildet.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
erläutert, die in der Zeichnung dargestellt sind. Die Figuren
der Zeichnung zeigen im einzelnen:
Fig. 1 in schematischer Darstellung eine Draufsicht auf das
in einem geöffneten Schloßkasten befindliche Schloß in
eingefahrener Stellung des Riegelelementes;
Fig. 2 das Schloß gemäß Fig. 1 in ausgefahrener Stellung des
Riegelelementes;
Fig. 3 ein Detail der Fig. 1;
Fig. 4 ein Detail der Tasterköpfe;
Fig. 5 eine Draufsicht auf den Schloßstulp des Schlosses
gemäß den Fig. 1 und 2;
Fig. 6 eine Ausführungsform mit einem Riegelelement, das
einen einzigen Riegel aufweist, in eingefahrener
Stellung des Riegelelementes;
Fig. 7 das Schloß gemäß Fig. 6 in ausgefahrener Stellung des
Riegelelementes.
Ein erstes Ausführungsbeispiel zeigen die Fig. 1 bis 5.
Die mechanischen Elemente des Sicherheitsschlosses sind in
einen Schloßkasten 1 eingebaut, der vorderseitig mit einem
Stulp 3 geschlossen ist. Der Schloßkasten 1 hat die üblichen
genormten Abmessungen. Ein Riegelelement 2, dessen Umrisse etwa
eine I-Form hat, besitzt einen oberen Teil 2a und einen unteren
Teil 2b. Jeder dieser Teile läuft in einen Riegel aus, nämlich
in den oberen Riegel 2c und den unteren Riegel 2d. Das Riegel
element 2 ist ein- und ausfahrbar gelagert über zwei Langloch-
Führungen 6a und 6b, die an ortsfesten Zapfen 10a und 10b glei
ten, die mit der Seite des Schloßkastens fest verbunden sind.
Die Riegel 2c und 2d werden durch entsprechende
Stulpdurchbrüche 3a und 3b hindurchgeführt (vgl. Fig. 5). Eine
Feder 11 beaufschlagt das Riegelelement 2 in Ausfahrrichtung.
Das Ausfahren des Riegelelementes 2 wird in eingefahrener Stel
lung gesperrt durch eine Sperrvorrichtung, die aus zwei unab
hängig bedienbaren Klinken 19a (oben) und 19b (unten) besteht.
Die Klinken 19a und 19b sind als Kniehebel ausgebildet und an
Lagerstellen 19′ drehbar angelenkt. Aufgrund ihrer Massevertei
lung und durch Wirkung einer jeweils zugeordneten Feder 18a
bzw. 18b werden die Sperrklinken in eine Sperrstellung gemäß
Fig. 1 beaufschlagt. Die Klinken 19a und 19b werden wiederum
durch Taster 5a und 5b an ihren ihrer Rasternase gegenüberlie
genden Enden angestoßen und außer Eingriff gebracht, wenn der
jeweilige, über den Stulp 3 vorragende Kopf 5a′ bzw. 5b′ des
Tasters 5a bzw. 5b in das Innere des Gehäuses gedrückt wird.
Die Taster 5a und 5b liegen an der extremen oberen Begrenzung
des Schloßkastens 1 und müssen jeweils gleichzeitig betätigt
werden, wenn das Riegelelement 2 ausgelöst werden soll.
Wie Fig. 4 ausweist, sind die Tasterköpfe 5b′ vorne ange
spitzt, so daß sie einen Einbau wahlweise rechts und links des
Schloßkastens mit dem Schloß ermöglichen.
Das hintere Ende 2e des oberen Teils 2a des Riegelelementes 2
ragt bei eingefahrener Stellung weit in den Schloßkasten 1 hin
ein. An der hinteren Kante befindet sich ein aufgebogener Steg
2g, der in Fig. 1 demnach senkrecht zur Bildebene steht. Die
ser Steg 2g bildet einen Anschlag für das freie Ende 17′ eines
Übersetzungshebels 17, der pendelnd einen Endes - demnach als
einarmiger Hebel - an einem Drehzapfen 27 aufgehangen ist.
Wie die Fig. 1 und 3 veranschaulichen, tritt der Überset
zungshebel 17 mit einem Hebel 7 in Verbindung, der an der
Drückernuß 9 befestigt ist. Diese kann gegen eine Feder 20 in
Uhrzeigerrichtung verdreht werden. Dieser Hebel 7 betätigt üb
licherweise die sogenannte Falle bei Schlössern, die getrennte
Fallen und Riegel aufweisen. Im vorliegenden Fall jedoch
kontaktiert das Ende 7′ des Hebels 7 den Übersetzungshebel 17
in geringer Entfernung von dessen Drehpunkt (bei 27), so daß
das am Riegelelement 2 angreifende Ende 17′ des Übersetzungshe
bels 17 eine wesentlich größere Strecke zurücklegt als das ihn
kontaktierende Ende 7′ des Hebels 7 an der Drückernuß 9, d. h.
im vorliegenden Falle ein Hin- und Herbewegen des
Riegelelementes 2 von mehr als 20 mm erlaubt.
Unterhalb des Riegelelementes 2 ist eine Zuhaltung 8 angeord
net, die etwa die Form eines J hat. Die Zuhaltung 8 besitzt
zwei im wesentlichen senkrecht angeordnete Langloch-Führungen
4a und 4b, die ebenfalls die Zapfen 10a und 10b umschließen und
an ihnen gleiten. Die Zuhaltung 8 ist oben und unten mit auf
stehenden Rastköpfen 12a und 12b versehen, die in entsprechende
Rastnuten 13a und 13b einrasten, wenn das Riegelelement 2 in
herausgefahrener Position (vgl. Fig. 2) steht. Die Zuhaltung 8
wird außerdem durch eine Feder 23 nach unten gedrückt. Gegen
die Kraft dieser Feder 23 kann die Zuhaltung 8 nach oben ge
drückt werden:
- a) bei Drehung der Drückernuß 9 mit dem Hebel 7, indem dessen Ende 7 von unten gegen den oberen Rastkopf 12a stößt und diesen nach oben aus der Rastnut 13a drückt,
- b) bei Drehung des Schloßbartes 14 in Uhrzeigerrichtung, wobei dieser die Unterseite 8c der Zuhaltung kontaktiert und nach oben drückt.
In beiden Fällen wird die Zuhaltung als Ganzes aus der Schließ
stellung gehoben; durch weitere Drehung des Hebels 7 bzw.
Schloßbartes 14 wird das Riegelelement nach rechts gemäß Fig.
2 verschoben. Im vorliegenden Falle genügt eine Tour des
Schloßbartes 14, der das Riegelelement 2 an einer vorstehenden
Nase 15 erfaßt, um dieses in die Stellung gemäß Fig. 1 zu be
fördern. Mittels der Klinken 19a und 19b wird das Riegelelement
dann gerastet. Im eingerasteten Zustand (Fig. 1) wirkt dann die
Nase 15 als Anschlag für den Schloßbart 14, so daß der den
Schloßbart 14 betätigende Schlüssel (nicht dargestellt) nicht
mehr gedreht werden kann. Er hält somit das Riegelelement fest,
bis die Sperrvorrichtungen 19a und 19b eingeklinkt sind.
Ein zweites Ausführungsbeispiel zeigen die Fig. 6 und 7.
Die mechanischen Elemente des Sicherheitsschlosses gemäß den
Fig. 6 und 7 sind in einem Schloßkasten 1 eingebaut, der
vorderseitig mit einem Stulp 3 geschlossen ist. Der Schloß
kasten 1 hat die üblichen, genormten Abmessungen. Ein Riegel
element 2, das etwa eine E-Form hat, besitzt einen oberen Teil 2a
und einen unteren Teil 2b. In der Mitte des Riegelelementes 2 ist
ein Riegel 2c vorhanden. Das Riegelelement 2 ist ein- und aus
fahrbar gelagert über drei Langloch-Führungen 6a, 6b und 6c, die
an ortsfesten Zapfen 10a, 10b und 10c gleiten, die mit der Seite
des Schloßkastens 1 fest verbunden sind. Der Riegel 2c wird durch
einen entsprechenden Stulpdurchbruch 3a hindurchgeführt. Eine
Feder 11 beaufschlagt das Riegelelement 2 in Ausfahrrichtung.
Das Ausfahren des Riegelelementes 2 wird in eingefahrener Stel
lung gesperrt durch eine Sperrvorrichtung, die aus zwei unab
hängig bedienbaren Klinken 19a (oben) und 19b (unten) besteht.
Die Klinken 19a und 19b sind als Kniehebel ausgebildet und an
Lagerstellen 19′ drehbar angelenkt. Aufgrund ihrer Massevertei
lung und durch Wirkung einer ihnen jeweils zugeordneten Feder
18a bzw. 18b werden sie in eine Sperrstellung gemäß Fig. 6
beaufschlagt. Die Klinken 19a und 19b wiederum werden durch
Taster 5a und 5b an ihren ihrer Rastnase gegenüberliegenden
Enden angestoßen und außer Eingriff gebracht, wenn der jeweili
ge über den Stulp 3 vorragende Kopf 5c′ bzw. 5d′ des Tasters 5a
bzw. 5b in das Innere des Schloßkastens gedrückt wird. Die
Taster 5a und 5b liegen an den extremen oberen Begrenzungen des
Schloßkastens 1 und müssen jeweils gleichzeitig bedient werden,
wenn das Riegelelement 2 ausgefahren werden soll.
Das hintere Ende 2e des oberen Teils 2a des Riegelelementes 2
ragt bei eingefahrener Stellung weit in den Schloßkasten 1 hin
ein. An der hinteren Kante befindet sich ein aufgebogener Steg
2g, der in Fig. 6 demnach senkrecht zur Bildebene steht. Die
ser Steg 2g bildet einen Anschlag für das freie Ende 17′ eines
Übersetzungshebels 17, der pendelnd einen Endes - demnach als
einarmiger Hebel an einem Drehzapfen 27 aufgehangen ist. Ähn
lich wie bei der Fig. 3 veranschaulicht, tritt der Überset
zungshebel 17 mit einem Hebel 7 in Verbindung, der an der
Drückernuß 9 befestigt ist. Diese kann gegen eine Feder 9 in
Uhrzeigerrichtung verdreht werden. Das Ende 7′ des Hebels 7
kontaktiert den Übersetzungshebel 17 in geringer Entfernung von
dessen Drehpunkt, so daß das am Riegelelement 2 angreifende
Ende 17′ des Übersetzungshebels 17 eine wesentlich größere
Strecke zurücklegt als das ihn kontaktierende Ende 7′ des He bels 7 an der Drückernuß 9, d. h. im vorliegenden Falle ein Hin- und Herbewegen des Riegelelementes 2 von mehr als 20 mm er laubt.
Strecke zurücklegt als das ihn kontaktierende Ende 7′ des He bels 7 an der Drückernuß 9, d. h. im vorliegenden Falle ein Hin- und Herbewegen des Riegelelementes 2 von mehr als 20 mm er laubt.
Unterhalb des Riegelelementes 2 ist eine Zuhaltung 8 angeord
net. Die Zuhaltung 8 besitzt drei im wesentlichen senkrecht an
geordnete Langloch-Führungen 4a, 4b und 4c, die ebenfalls die
Zapfen 10a, 10b und 10c umschließen und an ihnen gleiten. Die
Zuhaltung 8 ist oben und unten mit aufstehenden Rastköpfen 12a
und 12b versehene die in entsprechende Rastnuten 13a und 13b
des Riegelelementes 2 einrasten, wenn dieses in herausgefahre
ner Position steht (vgl. Fig. 7). Die Zuhaltung 8 wird außer
dem durch eine Feder 23 nach unten gedrückt. Gegen die Kraft
dieser Feder 23 kann die Zuhaltung 8 nach oben gedrückt werden:
- a) bei Drehung der Drückernuß 9 mit dem Hebel 7, in dem dessen Ende 7′ von unten gegen den oberen Rastkopf 12a stößt und diesen nach oben aus der Rastnut 13a drückt,
- b) bei Drehung des Schloßbartes 14 in Uhrzeigerrichtung, wobei dieser die Unterseite 8′ der Zuhaltung kontaktiert und nach oben drückt.
In beiden Fällen wird die Zuhaltung als Ganzes aus der Schließ
stellung gehoben; durch weiteres Drehen des Hebels 7 bzw.
Schloßbartes 14 wird das Riegelelement 2 nach rechts gemäß
Fig. 6 verschoben. Im vorliegenden Falle genügt eine Tour des
Schloßbartes 14, der das Riegelelement an einer vorstehenden
Nase 15 erfaßt, um diese in die Stellung der Fig. 6 zu beför
dern und mittels der Klinken 19a und 19b das Riegelelement ra
sten zu lassen. Im eingerasteten Zustand (Fig. 6) wirkt dann
die Nase 15 ferner als Anschlag für den Schloßbart 14, so daß
der den Schloßbart betätigende Schlüssel (nicht dargestellt)
nicht mehr gedreht werden kann. Anzumerken ist, daß mittels
Schlüssel und Schloßbart das Riegelelement nicht in
Schließstellung zu befördern ist.
Im folgenden wird die Funktion des Schlosses beschrieben.
In der Öffnungsstellung der vorstehend beschriebenen Schlösser
(Fig. 1 und 6) ragen lediglich die beiden Taster 5a und 5b
aus dem Schloßstulp 3 heraus, während die Riegelelemente 2
durch die Sperrvorrichtung, insbesondere die Klinken 19a und
19b gehalten werden. Wird die Tür geschlossen, dann treffen zu
nächst die beiden Taster 5a und 5b auf das in Fig. 2 darge
stellte Schließblech 21, und zwar ober- und unterhalb der oder
des Riegels 2c und 2d. Hierdurch werden die Taster 5a und 5b
eingedrückt und die Klinken 19a und 19b angehoben. Durch die
Anordnung an der extremen Ober- und Unterseite des Schloßka
stens wird verhindert, daß unabsichtlich oder unbefugt die
Sperrvorrichtung ausgelöst wird. Die beiden Klinken 19a und 19b
arbeiten völlig unabhängig voneinander.
Unter Einfluß der Feder 11 wird das Riegelelement 2 in die in
Fig. 2 bzw. 7 dargestellte Ausfahrstellung über 20 mm heraus
gefahren, wodurch die Tür wirksam verschlossen ist. Die Zuhal
tung 8 sichert nunmehr wirksam das Riegelelement 2 gegen ein
Drücken. Sowohl durch Betätigung der Drückernuß 9 über den
Übersetzungshebel 17 als auch durch den Schloßbart 14 durch Be
tätigung eines Schlüssels wird die Zuhaltung 8 ausgehoben und
gibt das Riegelelement 2 frei, das dann nach innen gezogen wer
den kann.
Im Rahmen der Erfindung sind Abwandlungen möglich. Beispiels
weise können mehrere stulpseitig herausfahrbare Riegel einge
setzt werden, um eine größere Aufbruchsicherheit zu erreichen.
Es könnte auch noch ein dritter Taster eingesetzt werden, der
eine weitere Klinke betätigt.
Mit Vorteil können die dargestellten Schlösser sowohl in Haustü
ren als auch in Korridortüren, feuerhemmenden und feuerfesten
Türen als Panikschlösser eingebaut werden.
Claims (6)
1. Sicherheitsschloß mit einem unter Wirkung einer in Ausfahr
richtung beaufschlagenden Feder stehenden Riegelelement mit min
destens einem weiteren mit dem Riegelelement verbundenen Riegel,
das sowohl in eingefahrener als auch in ausgefahrener Stellung
gegen ein Verschieben durch eine Zuhaltung gesperrt ist,
wobei durch Drückerbetätigung das ausgefahrene Riegelelement sowohl entsperrbar als auch einfahrbar ist,
mit einer Sperrvorrichtung, die das Riegelelement in eingefahrener Stellung arretiert,
wobei die Sperrvorrichtung über wenigstens einen Taster, der mit seinem Kopf über dem Schloßstulp vorragt, aushebbar ist, so daß anschließend das Riegelelement in Schließstellung vorschnellt,
dadurch gekennzeichnet, daß das Riegelelement (2) mit den Riegeln (2c) einen für ein Sicherheitsschloß erforderlichen langhubigen Schließhub ausführt, daß zur Ermöglichung der langhubigen Einfahrbewegung des Riegelelementes (2) zwischen dem Hebel (7) und der Drückernuß (9) ein Übersetzungshebel (17) eingeschaltet ist, der dem Riegelelement (2) eine größere Verschiebestrecke ermöglicht, daß eine in Vertikalrichtung des Schlosses verschieb bare Zuhaltung (8) mit Rastknöpfen (12a, 12b) vorgesehen ist, die mittels Federkraft bei vorgeschlossenem Riegelelement automatisch in ihre Sperrstellung bewegt wird, wobei deren Rastknöpfe bei vorgeschobenem Riegelelement in Aussparungen (13a, 13b) des Riegelelementes sperrend eingreifen, und welche mittels des Schließbartes des Schließzylinders oder mittels des Nußarmes in ihre Freigabestellung gehoben wird, daß als Sperrvorrichtung zwei zueinander und zur Zuhaltung (8) unabhängige Sperrklinken (19a, 19b) vorgesehen sind und das Riegelelement (2) eine Nase (15) besitzt, so daß das Riegelelement (2) mit dem Schließbart (14) in einer Tour in die Freigabestellung zurückbewegt und ein Weiterdrehen des Schließbartes (14) verhindert wird.
wobei durch Drückerbetätigung das ausgefahrene Riegelelement sowohl entsperrbar als auch einfahrbar ist,
mit einer Sperrvorrichtung, die das Riegelelement in eingefahrener Stellung arretiert,
wobei die Sperrvorrichtung über wenigstens einen Taster, der mit seinem Kopf über dem Schloßstulp vorragt, aushebbar ist, so daß anschließend das Riegelelement in Schließstellung vorschnellt,
dadurch gekennzeichnet, daß das Riegelelement (2) mit den Riegeln (2c) einen für ein Sicherheitsschloß erforderlichen langhubigen Schließhub ausführt, daß zur Ermöglichung der langhubigen Einfahrbewegung des Riegelelementes (2) zwischen dem Hebel (7) und der Drückernuß (9) ein Übersetzungshebel (17) eingeschaltet ist, der dem Riegelelement (2) eine größere Verschiebestrecke ermöglicht, daß eine in Vertikalrichtung des Schlosses verschieb bare Zuhaltung (8) mit Rastknöpfen (12a, 12b) vorgesehen ist, die mittels Federkraft bei vorgeschlossenem Riegelelement automatisch in ihre Sperrstellung bewegt wird, wobei deren Rastknöpfe bei vorgeschobenem Riegelelement in Aussparungen (13a, 13b) des Riegelelementes sperrend eingreifen, und welche mittels des Schließbartes des Schließzylinders oder mittels des Nußarmes in ihre Freigabestellung gehoben wird, daß als Sperrvorrichtung zwei zueinander und zur Zuhaltung (8) unabhängige Sperrklinken (19a, 19b) vorgesehen sind und das Riegelelement (2) eine Nase (15) besitzt, so daß das Riegelelement (2) mit dem Schließbart (14) in einer Tour in die Freigabestellung zurückbewegt und ein Weiterdrehen des Schließbartes (14) verhindert wird.
2. Sicherheitsschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,daß
der Übersetzungshebel (17) ein einarmiger Hebel ist.
3. Sicherheitsschloß nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Riegelelement (2) an seinem dem
Riegel (2c/2d) gegenüberliegenden Ende mit einem Anschlagsteg
(2g) für den Übersetzungshebel ausgerüstet ist.
4. Sicherheitsschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Sperrvorrichtung aus je einer oberhalb und unterhalb des
Riegelelementes (2) liegenden Sperrklinke (19a, 19b) besteht,die
jeweils durch getrennte, aber gleichzeitig einzudrückende Taster
(5a, 5b) aushebbar ist.
5. Sicherheitsschloß nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
das Riegelelement (2) je einen oben und unten liegenden Riegel
(2c, 2d) besitzt, und daß je eine Sperrklinke (19a, 19b) einem
Riegel (2c, 2d) zugeordnet ist.
6. Sicherheitsschloß nach Anspruch 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Knöpfe (5a/5b) der Taster (5a, 5b)
spiegelbildlich konvergieren, so daß das Schloß wahlweise links
oder rechts einbaubar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893940393 DE3940393C2 (de) | 1989-12-06 | 1989-12-06 | Sicherheitsschloß |
Applications Claiming Priority (1)
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