DE3808754A1 - Verfahren zum einbringen von presspfaehlen und spund-dielen - Google Patents
Verfahren zum einbringen von presspfaehlen und spund-dielenInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
- E02D7/00—Methods or apparatus for placing sheet pile bulkheads, piles, mouldpipes, or other moulds
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
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- E02D37/00—Repair of damaged foundations or foundation structures
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einbringen von Preß
pfählen und Spund-Dielen.
Derartige Preßpfähle, die vorzugsweise aus übereinandersetz
baren Pfahlelementen bestehen, werden insbesondere dazu be
nutzt, ein tragendes Fundament für ein darüber zu errichten
des Bauwerk zu bilden. Dies kann vor Erstellung des Bauwerkes
geschehen, ist zuweilen aber auch nach dessen Erstellung er
forderlich, wenn das zuvor gelegte Fundament z. B. aufgrund
des Auftretens von Bergschäden seine ursprüngliche Belastbar
keit eingebüßt hat oder wenn aufgrund einer Nutzungsänderung
die vom Fundament aufzunehmenden Lasten erhöht werden sollen.
Liegt ein Bauwerk bereits vor, dann ist stets auf relativ eng
bemessenem Raum zu arbeiten und darauf zu achten, daß das
Bauwerk bei der Sanierung oder Stärkung des Fundaments keine
Schäden erleidet. Dadurch verbietet sich beim Einbringen von
Preßpfählen der Einsatz schwerer Maschinen, wie Rammen oder
dgl. Es wird deshalb bisher zum Einbringen von Preßpfählen
mit hydraulischen Pressen gearbeitet, die sich einerseits am
Pfahl und andererseits an dem bestehenden Bauwerk abstützen.
Die dabei auf den Preßpfahl auszuübende Preßkraft wird be
stimmt von der Last des Bauwerks und von dessen jeweils gege
bener Lastaufnahmemöglichkeit. Es kann sich deshalb ergeben,
daß praktisch nur eine relativ geringe Kraft auf den Preß
pfahl ausgeübt werden kann.
Ähnliche Probleme stellen sich beim Einpressen von Spund-Die
len.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, ein
Verfahren der eingangs erwähnten Art anzugeben, das insbeson
dere ein Arbeiten auf engem Raum ermöglicht und ein Auswählen
der auf den Preßpfahl bzw. die Spund-Diele einwirkenden Kraft
unabhängig vom jeweiligen Bauwerk zuläßt.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs erwähnten
Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine Traverse an ih
rem einen Endbereich auf einem Lager und an ihrem anderen
Endbereich über die Preßeinheit auf dem Kopf eines Pfahls
bzw. eines oberen Pfahlelements bzw. einer Spund-Diele abge
stützt wird und daß zwischen den beiden Endbereichen der Tra
verse an dieser eine Last zur Einwirkung auf die Traverse an
gebracht wird.
Als Lager für die Traverse kann dabei ein vorhandenes Wider
lager oder aber ein auf dem Boden abgesetzter Absetzblock
verwendet werden.
Einige vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen
Verfahrens sind Gegenstand von Unteransprüchen.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachstehend anhand von
Zeichnungen beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 ein Anwendungsbeispiel des erfindungsgemäßen Ver
fahrens beim Einpressen von Preßpfählen unter Ver
wendung eines Absetzblocks als Lager,
Fig. 2 eine Draufsicht zur Darstellung nach Fig. 1,
Fig. 3 ein Anwendungsbeispiel des erfindungsgemäßen Ver
fahrens beim Einpressen von Spund-Dielen unter Ver
wendung eines Absetzblocks als Lager und
Fig. 4 eine Draufsicht zur Darstellung nach Fig. 3.
Aus den Zeichnungen ist ersichtlich, daß ein aus Pfahlelemen
ten 1 zusammensetzbarer Preßpfahl 1 a in den Boden 2 einge
preßt werden soll. Zu diesem Zweck ist in eine Grundmauer 3
eines vorhandenen Bauwerks eine Öffnung 4 eingearbeitet wor
den. In dem Bereich der Öffnung 4 ist das bisherige Fundament
entfernt. Hier sollen (Fig. 2) drei Preßpfähle nebeneinander
eingebracht werden, um anschließend dann einen Teil der Last
des Bauwerks zu übernehmen. Die Zahl der nebeneinander anzu
ordnenden, jeweils für sich einzupressenden Pfähle 1 a sowie
deren Abstände voneinander sind entsprechend der aufzunehmen
den Last zu bestimmen.
Auf den Boden 2 des vorhandenen Bauwerks ist ein Absetzbock 5
mit Abstand von der Grundmauer 3 plaziert. Dieser Absetzbock
5 besitzt ausreichende Tragfähigkeit und entsprechend bemes
sene Aufstandsflächen 6. Der Absetzbock 5 hat einen Querträ
ger 7, auf dem eine Traverse 8 mit ihrem einen Endbereich 9
aufliegt. Die Traverse 8 besteht aus zwei an ihren Enden mit
einander gekoppelten Doppel-T-Trägern. Es ist aber auch die
Verwendung eines einzelnen Trägers möglich. Auch die Profile
der Traverse 8 können anders gewählt werden.
Die Traverse 8 reicht durch die Öffnung 4 der Grundmauer 3
hindurch und stützt sich über eine Schiene 10 und eine Preß
einheit 14, die als hydraulische Kolben-Zylinder-Einheit aus
gebildet sein kann, auf dem jeweils zu oberst angeordneten
Pfahlelement 1 eines Preßpfahls 1 a ab.
Zwischen dem Querträger 7 und der Schiene 10 ist nahe der
Grundmauer 3 eine auf dem Boden 2 ruhende Last 11 vorgesehen,
die aus mehreren quaderförmigen Ballastelementen 12 zusammen
gestellt ist. Bei diesen Ballastelementen 12 handelt es sich
zweckmäßigerweise um betonummantelte Stahlteile, die mitein
ander in variabler Zahl gekoppelt werden können.
Die Last 11 hat gemäß Fig. 1 eine Auflagefläche 13, die an
der Oberseite der Traverse 8 angreift, wenn diese beim Aus
fahren der Preßeinheit 14 um ihr Lager herum ein weig auf
wärts geschwenkt wird. Diese Auflagefläche 13 ist Teil eines
Durchbruchs der Last 11, durch den die Traverse 8 hindurch
führt. Dieser Durchbruch kann eine rundum begrenzte Öffnung
oder aber Teil eines u-förmigen Ausschnitts in der Last 11
sein.
Der Abstand des Lastschwerpunkts von dem Querträger 7 des Ab
setzbocks 5 ist mit L 1 bezeichnet, während der Abstand zwi
schen der Achse des Preßpfahls 1 a und dem Querträger 7 mit L 2
angegeben ist. Daraus ergibt sich, daß die auf den Preßpfahl
1 a wirkende Preßkraft der Last multipliziert mit dem Verhält
nis aus L 1 und L 2 entspricht. Daraus folgt, daß die Preßkraft
durch die Veränderung der Last 11 und durch die Plazierung
der Last 11 auf der Traverse 8 variabel ist und den jeweili
gen Erfordernissen angepaßt werden kann.
Wenn die Traverse 8 mit ihrem in den Figuren links darge
stellten Ende über die Preßeinheit 14 an einem Preßpfahl 1 a
angreift und hier eine Preßkraft ausübt, wird der Preßpfahl
1 a entsprechend der Last 11 in den Boden eingetrieben bis die
vorliegende, von der als Widerlager wirkenden belasteten Tra
verse aufnehmbare Preßkraft zum weiteren Vortrieb nicht mehr
ausreicht oder aber ein neues Pfahlelement 1 eingesetzt wer
den muß. Wenn die aufnehmbare Preßkraft nicht mehr ausreicht,
kann entweder die Last 11 längs der Traverse 8, sofern noch
möglich, in Richtung auf die Grundmauer 3 verstellt werden
oder aber die Last 11 muß erhöht werden. Wenn ein weiteres
Pfahlelement 1 einzusetzen ist, dann muß die Traverse 8 gege
benenfalls mit der Last 11 soweit angehoben werden, bis Raum
für das Einbringen eines weiteren Pfahlelements 1 besteht.
Anschließend kann dann die Traverse 8 mit der Last 11 wieder
als Widerlager verwendet werden, an dem sich die Preßeinheit
14 mit ihrem einen Ende abstützt, während sie mit ihrem ande
ren Ende auf das obere Ende eines Preßpfahls 1 a einwirkt.
Die Fig. 3 und 4 zeigen das Einbringen von Spund-Dielen
20. Auch dabei wird eine Traverse 21 verwendet, die sich an
ihrem einen Ende 22 auf einem Absetzbock 23 abstützt, welcher
hier auf zwei Stahlprofilen 24 ruht.
Es ist eine Last 25 vorgesehen, die aus zwei über Schienen 26
verbundenen Lastteilen 27 besteht. Die Traverse 21 führt un
ter den Schienen 26 hindurch. Eine Preßeinheit 28 greift an
einem Ende 29 der Traverse 21 an, das über einer an der
Spund-Diele 20 festgeschweißten Stütze 30 liegt. Die Preßein
heit 28 ruht auf dieser Stütze 30. Wenn die Spund-Diele 20
entsprechend weit eingetrieben ist, kann die Stütze 30 von
der Spund-Diele 20 abgetrennt werden und es kann eine neue
Stütze 31 in geeigneter Höhe an der Spund-Diele 20 festge
schweißt werden.
Die Last 25 ruht auf zwei Stahlprofilen 32, die parallel zu
den Stahlprofilen 24 verlaufen. Die Last 25 und der Absetz
bock 23 können auf den zugeordneten Stahlprofilen 24, 32 mit
tels hydraulischer Pressen gleichzeitig und geräuscharm ver
schoben werden, was insbesondere beim Bau von Spundwänden be
deutsam ist, die eine solche Ortsveränderungsmöglichkeit er
fordern.
Claims (8)
1. Verfahren zum Einbringen von Preßpfählen und Spund-
Dielen, bei dem zwischen dem oberen Pfahlende bzw. der
Spund-Diele und einem Widerlager eine hydraulische Preßein
heit angeordnet wird, dadurch gekennzeich
net, daß eine Traverse an ihrem einen Endbereich auf einem
Lager und an ihrem anderen Endbereich über die Preßeinheit
auf dem Kopf eines Pfahls bzw. eines oberen Pfahlelements
bzw. einer Spund-Diele abgestützt wird und daß zwischen den
beiden Endbereichen der Traverse an dieser eine Last zur Ein
wirkung auf die Traverse angebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Last auf die an ihren Endbereichen aufliegende Tra
verse aufgesetzt, nach dem Vorpressen zum Einfügen eines wei
teren Pfahlelements maximal angehoben und dann wieder auf die
Traverse aufgesetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Last die Traverse übergreifend auf dem Boden abge
setzt wird, daß dann die Preßeinheit zwischen dem Kopf eines
Pfahls bzw. eines oberen Pfahlelements bzw. eine Spund-Diele
und der Traverse angeordnet und zum Einpressen des Pfahls
bzw. der Spund-Diele ausgefahren wird, wobei die Traverse um
ihr Lager geschwenkt wird und die Last übernimmt, daß an
schließend nach dem erneutem Absetzen der Last auf dem Boden
die Preßeinheit entfernt und erforderlichenfalls ein Pfahl
element auf den Pfahl aufgesetzt und der Einpreßvorgang wie
derholt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Position der Last zwischen
den beiden Endbereichen der Traverse zur Erzielung der ge
wünschten, auf den Preßpfahl bzw. die Spund-Diele einwirken
den Preßkraft in Längsrichtung der Traverse eingestellt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Masse der Last zur Erzielung
der gewünschten, auf den Preßpfahl bzw. die Spund-Diele ein
wirkenden Preßkraft ausgewählt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Last aus mehreren Ballastelementen zusammengestellt
wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß beim Einbringen von Spund-Dielen
an diesen Stützen zum Ansetzen der Preßkraft angeschweißt
werden, die nach Verwendung wieder entfernt und erforderli
chenfalls durch höher angesetzte Stützen ersetzt werden.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Last sowie das Lager auf
Stahlprofilen parallel verschiebbar gelagert werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3808754A DE3808754C2 (de) | 1987-09-05 | 1988-03-16 | Verfahren zum Einbringen von Preßpfählen und Spunddielen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3729801 | 1987-09-05 | ||
| DE3808754A DE3808754C2 (de) | 1987-09-05 | 1988-03-16 | Verfahren zum Einbringen von Preßpfählen und Spunddielen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3808754A1 true DE3808754A1 (de) | 1989-03-16 |
| DE3808754C2 DE3808754C2 (de) | 1996-04-11 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE3808754A Expired - Fee Related DE3808754C2 (de) | 1987-09-05 | 1988-03-16 | Verfahren zum Einbringen von Preßpfählen und Spunddielen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3808754C2 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN1034750C (zh) * | 1992-09-11 | 1997-04-30 | 管明德 | 锚梁式静压桩法及其压桩专用设备 |
| CN109723094A (zh) * | 2017-10-31 | 2019-05-07 | 广东洪实建设技术开发工程有限公司 | 一种基础承台梁加固方法 |
| CN111877363A (zh) * | 2020-08-06 | 2020-11-03 | 上海市基础工程集团有限公司 | 底板换撑牛腿结构及方法 |
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-
1988
- 1988-03-16 DE DE3808754A patent/DE3808754C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3808754C2 (de) | 1996-04-11 |
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