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DE1583105C3 - Vorrichtung zum Transportieren und Setzen von Holz- und Betonbalkenpackungen als Pfeilerausbau unter Tage - Google Patents

Vorrichtung zum Transportieren und Setzen von Holz- und Betonbalkenpackungen als Pfeilerausbau unter Tage

Info

Publication number
DE1583105C3
DE1583105C3 DE19671583105 DE1583105A DE1583105C3 DE 1583105 C3 DE1583105 C3 DE 1583105C3 DE 19671583105 DE19671583105 DE 19671583105 DE 1583105 A DE1583105 A DE 1583105A DE 1583105 C3 DE1583105 C3 DE 1583105C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
transporting
yoke
hydraulic
concrete beam
cylinder
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19671583105
Other languages
English (en)
Other versions
DE1583105A1 (de
DE1583105B2 (de
Inventor
Josef; Bull Hans; Maykemper Alfred; Schindowski Wilfried; 5600 Wuppertal Welzel
Original Assignee
Hermann Hemscheidt, Maschinenfabrik, 5600 Wuppertal
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hermann Hemscheidt, Maschinenfabrik, 5600 Wuppertal filed Critical Hermann Hemscheidt, Maschinenfabrik, 5600 Wuppertal
Publication of DE1583105A1 publication Critical patent/DE1583105A1/de
Publication of DE1583105B2 publication Critical patent/DE1583105B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1583105C3 publication Critical patent/DE1583105C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Der Abbau von in Schichten unter Tage lagerndem Gut macht es notwendig, daß die entstehenden Hohlräume ausgebaut werden. Je nach der Beschaffenheit des Gesteins über der abzubauenden Schicht muß der Ausbau gewählt werden.
In manchen Fällen ist es notwendig, einen sofort tragenden Ausbau zu wählen, der nach seiner Einbringung nicht mehr entfernt wird. Ein solcher Ausbau ist der sogenannte Pfeilerausbau. Aus möglichst billigem Material werden in bestimmten Abständen mit bestimmter Mindestkraft Pfeiler zwischen dem Hangenden und dem Liegenden verspannt. Die Pfeiler bestehen in der Regel aus einer etwa quadratischen Säule von 75 cm Kantenlänge und werden lagenweise aufgebaut, und zwar so, daß die unteren Lagen wechselweise aus Kanthölzern und Betonformstäben bestehen. In einer
ίο vorgegebenen Höhe folgen dann zwei Lagen aus zum Zwecke des Verspannens einander ergänzenden Betonkeilstäben od. dgl. und die nächsten Lagen wieder aus wechselweise quer zueinander gepackten Beton- und Holzformstäben. Die letzte Lage unter dem Hangenden besteht immer aus Kanthölzern.
Der Aufbau derartiger Pfeiler wurde bisher weitgehend in Handarbeit durchgeführt, indem die einzelnen Pfeilerteile und Holzbalken im Wechsel mit Betonbalken an Ort und Stelle aufeinandergeschichtet wurden.
Die Verspannung erfolgte dadurch, daß zwischen die Schichten Keile entweder von Hand eingeschlagen wurden oder daß man mittels hydraulischer Zylinder zunächst den Pfeiler verspannte und dann die Keile einschlug, um anschließend die Zylinder wieder wegzunehmen. Im ersteren Falle war die Verspannkraft abhängig allein von der Körperkraft des Mannes, der die Pfeiler setzen mußte und im zweiten Falle war es nicht sicher, ob die Druckkraft, die durch die hydraulischen Zylinder ausgeübt wurde, nach dem Einschlagen des Keils und dem Entfernen des Zylinders noch vorhanden war. Der Transport der Einzelteile des Pfeilers wird umso schwieriger, je geringer die Dicke des Flözes ist.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, sowohl den Transport als auch das Setzen der Pfeiler mit einer einzigen maschinelle Einrichtung so durchzuführen, daß so weit Andruckkraft, die den Pfeiler zwischen Liegendem und Hangendem verspannt, nicht mehr allein von der Körperkraft des Bedienungsmannes abhängt. Das verwendete Material soll in der Vorrichtung an einem gut zugänglichen Ort vorgestapelt, zusammen mit der Vorrichtung durch einen Haspel, eine Seilwinde oder ein entsprechendes anderes Zugmittel an Ort und Stelle gezogen und dort durch beispielsweise hydraulische Kraft so zwischen dem Liegenden und dem Hangenden verspannt werden, daß sich nach Beendigung der Krafteinleitung die Verspannung nicht mehr lösen kann.
Erfindungsgemäß kennzeichnet sich die Vorrichtung dadurch, daß eine unter einem nach oben offenen und mit das Herausrutschen der Packungen verhindernden, Keile hindurchtretenlassenden Führungsklappen versehenen Setzkasten angeordnete, mit Schlittenschrägen versehene Grundplatte durch zwei hydraulische Zylinder (Schlittenzylinder) gegenüber dem Setzkasten verschiebbar ist, ein durch zwei hydraulische Zugzylinder (Spannzylinder) betätigbares, um mindestens ein Gelenk schwenkbares Joch zum Eindrücken der Keile in den im Setzkasten verpackten Pfeiler vorgesehen ist und ein in der Mitte dieses Joches befestigter hydraulischer Hilfszylinder zur Einführung der Jochenden aul die Kolben der hydraulischen Zugzylinder angeordnet ist. Unter den Zugzylindern können Federn zum Anziehen der Führungsklappen gegen die Wand des Setzkastens und zum gleichmäßigen Einfahren der hydraulisehen Zugzylinder an den Enden des Joches Anschlagventile angeordnet sein.
Die hydraulischen Schlittenzylinder, deren Kolben ar der Grundplatte angelenkt sind, sind vorteilhaft an der
Wänden der Zugzylinder befestigt, und der Setzkasten kann mit der Grundplatte durch eine das Hin- und Herschieben der Grundplatte unter dem Setzkasten vermittels der Schlittenzylinder mit ihren Kolben ermöglichende Kulissenführung verbunden sein.
Das dem schwenkbaren Joch entgegengesetzte Joch der Vorrichtung trägt vorzugsweise eine lange, durch Halterungen hindurchgleitbare Schiene für den Angriff der Zugmittel.
Schließlich sieht eine weitere Ausgestaltung der Erfindung vor, daß in den Keilen lose Fallriegel angeordnet sind, die beim Erreichen der höchsten Anpreßkraft in vorgesehene Ausnehmungen der Packungen oder der Gegenkeile hineinfallen.
Die Funktionsbeschreibung der Transport- und Spannvorrichtung gemäß der Erfindung erfolgt nachstehend an Hand der Zeichnungen. Diese zeigen eine beispielsweise Ausführungsform der Vorrichtung, und zwar zeigt
F i g. 1 eine Draufsicht auf die Vorrichtung, ·
F i g. 2 einen Querschnitt entsprechend der Linie a-b,
F i g. 3 einen Schnitt entsprechend der Linie c-d, wobei der vorgestapelte Pfeiler zu erkennen ist;
F i g. 4 zeigt einen Teilschnitt entsprechend der Linie e-fund
F i g. 5 einen entsprechenden Querschnitt entsprechend der Linie e-f, jedoch mit ausgefahrenem Schlittenzylinder.
Im Setzkasten 1, der von starken Blechwänden 2 gebildet ist, werden die Einzelteile des Pfeilers vorgepackt. Der Kasten ist oben offen und hat an einer Seite Führungsklappen 3, durch die verhindert wird, daß das eingepackte Gut in dieser Richtung aus dem Setzkasten 1 herausrutschen kann. Die Führungsklappen 3 kragen aber in die offene Seite des Kastens 1 nur so weit hinein, daß zwischen ihnen die Keile 4 hindurchtreten können, die später von dem Joch 8 in den Kasten 1 hineingeschoben werden.
Unten ist der Setzkasten 1 durch die Grundplatte 6 verschlossen, die an drei Seiten mit Schrägen 7 versehen ist, damit die Vorrichtung beim Durchgleiten durch den abgebauten Raum möglichst geringen Widerstand hat. Die der offenen Seite des Setzkastens 1 gegenüberliegende Kastenwand trägt ein Gegenjoch 8 zu dem Joch 5; in dem Joch 8 sind links und rechts neben den beiden anderen Kastenwänden zwei starke Zugzylinder 9 befestigt, deren Kolben 10 an den Gelenken 11 des Joches 8 angreifen. An den Wänden der Zugzylinder 9 sind jeweils zwei andere Zylinder 12 (Schlittenzylinder) befestigt, deren Kolben 13 an der Grundplatte 6 angeschlagen sind. Auf dem am Setzkasten 1 befestigten Joch 5 ist eine verhältnismäßig lange Schiene 14 angebracht, an der das oder die Zugmittel 15, beispielsweise ein Haspel oder eine Seilwinde, angreifen soll, um die Vorrichtung an Ort und Stelle zu bringen. Je nachdem ob die Vorrichtung in der einen oder in der anderen Richtung gezogen wird, soll die Schiene 14 durch die Halterung 16 hindurchgleiten, um den günstigeren Zugwinkel zu erhalten, weil die Zugmittel 15 nicht im Schwerpunkt der Transport- und Setzvorrichtung angreifen können.
Der Setzkasten 1 ist mit der Grundplatte 6 durch eine Kulissenführung 17 in der Weise verbunden, daß die Schlittenzylinder 12 mit ihrem Kolben 13 die Grundplatte 6 unter dem Setzkasten 1 hin- und herschieben können. An geeigneter Stelle ist eine Steuerung 18 zur Bedienung der Zylinder 9 und 12 angebracht.
Wenn die Vorrichtung mit dem vorgepackten Pfeiler an Ort und Stelle angekommen ist, werden zunächst die Schlittenzylinder 12 beaufschlagt. Dadurch wird die Grundplatte 6 so weit unter dem Setzkasten 1 weggeschoben, daß der vorgepackte Pfeiler sich auf das Liegende auflegt. Der noch verbleibende Raum zwischen vorgepacktem Pfeiler und Hangendem wird nun von Hand aufgepackt. Danach werden die Zugzylinder 9 auf »Einziehen« gestellt und mit dem hydraulischen Druckmittel beaufschlagt. Dadurch wird das Joch 8 eingezogen und schiebt dabei die hervorstehenden Keile 4 in den vorgepackten Pfeiler hinein. Durch das Einschieben der Keile 4 verspannt sich der Pfeiler zwischen dem Liegenden und dem Hangenden. Die Verspannkraft ist abhängig von der Steigung der Keile, dem Reibungswiderstand des Materials und der hydraulischen Einzugskraft der Zylinder 9. Die losen Fallriegel 19, die bei Erreichen der höchsten Anpreßkraft in dazu vorgesehene Ausnehmungen 20 hineinfallen, gewähren eine zusätzliche Sicherung des verspannten Pfeilers.
Nach der Entlastung der Zugzylinder 9 wird eines der beiden Gelenke 11, vorteilhafterweise das im Einfallen obenliegende Gelenk, gelöst und das Joch 8 wird um den verbliebenen Gelenkbolzen um etwa mindestens 90° herumgeschwenkt. Dann werden die Schlittenzylinder 12 wieder auf »Einfahren« gestellt und mit dem Druckmittel beaufschlagt.
Wenn sich nun die Grundplatte 6 gegen den inzwischen verspannten Pfeiler abstützt, muß sich die Vorrichtung mit der durch die beiden Joche 5 und 8 und die beiden Zugzylinder 9 gebildeten Presse vom Pfeiler weg, d. h. auf die Grundplatte 6 aufschieben. Da die Vorrichtung nun hinter dem verspannten Pfeiler steht, kann sie wieder zum Lager zurückgezogen werden, um neu aufgepackt zu werden.
Unter den Zugzylindern 9 sind Federn 21 angebracht, die die Führungsklappen 3 gegen die Wand 2 des Setzkastens 1 ziehen. Im Joch 8 sind Anschlagventile 22 eingebaut, die verhindern sollen, daß der eine Zylinder erheblich schneller einfahren kann als der andere.
In der Mitte des Joches 8 ist ein Hilfszylinder 23 befestigt, der die Aufgabe hat, durch Abstützung auf das Liegende das Einführen der freien Jochenden auf die Kolben 10 zu erleichtern, sobald das freie Gelenk 11 mit einem der Bolzen 24 wieder befestigt ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Transportieren und Setzen von Holz- und Betonbalkenpackungen od. dgl. als Pieilerausbau unter Tage, dadurch gekennzeichnet, daß eine unter einem nach oben offenen und mit das Herausrutschen der Packungen verhindernden, Keile (4) hindurchtretenlassenden Führungsklappen (3) versehenen Setzkasten (1) angeordnete, mit Schlittenschrägen (17) versehene Grundplatte (6) durch zwei hydraulische Schlittenzylinder (12) gegenüber dem Setzkasten verschiebbar, ein durch zwei hydraulische Zugzylinder (9) betätigbares, um mindestens ein Gelenk (11) schwenkbares Gegenjoch (8) zu einem Joch (5) zum Zwecke des Eindrückens der Keile in den im Setzkasten verpackten Pfeiler vorgesehen ist, und ein in der Mitte des Gegenjoches (8) befestigter hydraulischer Hilfszylinder (23) zur Einführung der Jochendea auf die Kolben (10) der hydraulischen Zugzylinder (9) angeordnet ist.
2. Vorrichtung zum Transportieren und Setzen von Holz- und Betonbalkenpackungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unter den Zugzylindern (9) Federn (21) zum Anziehen der Führungsklappen (3) gegen die Wand (2) des Setzkastens (1) und zum gleichmäßigen Einfahren der hydraulischen Zugzylinder (9) an den Enden des Gegenjoches Anschlagventile (22) angeordnet sind.
3. Vorrichtung zum Transportieren und Setzen von Holz- und Betonbalkenpackungen nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die hydraulischen Schlittenzylinder (12), deren Kolben (13) an der Grundplatte (6) angelenkt sind, an den Wänden der Zugzylinder (9) befestigt sind.
4. Vorrichtung zum Transportieren und Setzen von Holz- und Betonbalkenpackungen nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Setzkasten (1) mit der Grundplatte (6) durch eine das Hin- und Herschieben der Grundplatte unter dem Setzkasten vermittels der Schlittenzylinder (12) ermöglichende Kulissenführung (17) verbunden ist.
5. Vorrichtung zum Transportieren und Setzen von Holz- und Betonbalkenpackungen nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Joch (5) eine lange, durch Halterungen (16) hindurchgleitbare Schiene (14) für den Angriff des oder der Zugmittel (15) trägt.
6. Vorrichtung zum Transportieren und Setzen von Holz- und Betont?alkenpackungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß lose Fallriegel (19) in den Keilen (4) angeordnet sind, die beim Erreichen der höchsten Anpreßkraft in vorgesehene Ausnehmungen (20) der Packungen hineinfallbar sind.
DE19671583105 1967-07-17 1967-11-18 Vorrichtung zum Transportieren und Setzen von Holz- und Betonbalkenpackungen als Pfeilerausbau unter Tage Expired DE1583105C3 (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
ZA6704259 1967-07-17
ZA674259 1967-07-17
DEH0064504 1967-11-18

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1583105A1 DE1583105A1 (de) 1970-04-23
DE1583105B2 DE1583105B2 (de) 1976-02-05
DE1583105C3 true DE1583105C3 (de) 1976-09-23

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