DE3805173A1 - Farbfotografisches aufzeichnungsmaterial - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial,
dessen sensiometrische Daten (z. B.:
Empfindlichkeit, Gradation und Schleier) durch Schwankungen
der Verarbeitungsbedingungen (z. B.: Dauer,
Temperatur, pH-Wert des Entwicklers, Konzentration des
Entwicklers etc.) wesentlich weniger beeinflußt werden
als herkömmliches Material.
Es ist bekannt, daß im Entwicklungsprozeß von farbfotografischen
Aufzeichnungsmaterialien (z. B.: Color-Negativ/
Positiv-Prozeß) die Gleichmäßigkeit der Farbwiedergabe
sehr stark von der Gleichmäßigkeit der Verarbeitung
abhängt. Schon geringe Schwankungen in der Verarbeitungszeit
und in der Zusammensetzung der Verarbeitungsbäder,
insbesondere der Farbentwicklerlösung, wie sie
durch unterschiedlich gute oder unregelmäßige Regenerierung
vorkommen, können besonders bei verkürzten
Verarbeitungszeiten zu unkontrollierbaren Abweichungen
in der Farbwiedergabe führen. (Siehe Handbuch für Fotofinisher
Agfa-Gevaert, Leverkusen, 1985.)
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein farbfotografisches
Aufzeichnungsmaterial zu entwickeln, daß
bei sehr guter und konstanter Farbwiedergabe wenig anfällig
gegenüber Schwankungen während der Verarbeitung
ist, insbesondere im Hinblick auf kürzere Prozeßzeiten.
Gegenstand der Erfindung ist ein farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial
aus einem Träger und mindestens einer
auf dem Träger aufgebrachten Silberhalogenidemulsionsschicht,
der mindestens ein Farbkuppler mit einer Kupplungsgeschwindigkeitskonstante
bei pH = 10,2 und 38°C
von 10⁴ [l/Mol · sec] und mindestens ein DIR-Kuppler mit
einer Kupplungsgeschwindigkeitskonstante bei pH = 10,2
und 38°C von 10⁴ [l/Mol · sec] zugeordnet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Silberhalogenidemulsion verwendet
wird, die mit den vorstehend genannten Farb- und
DIR-Kupplern bei 38°C in einem Farbentwickler der folgenden
Zusammensetzung
| Natriumtripolyphosphat|2,0 g | |
| Natriumsulfit (wasserfrei) | 2,0 g |
| Natriumhydrogencarbonat | 8,0 g |
| Kalium- oder Natriumhydrogensulfat | 7,0 g |
| Kaliumbromid | 1,8 g |
| Kalium- oder Natriumcarbonat (wasserfrei) | 30,0 g |
| Hydroxylaminsulfat | 3,0 g |
| N¹-Ethyl-N¹-(2-hydroxyethyl)-3-methyl- 1,4-phenylendiammoniumsulfat (Monohydrat) | 2,6 g |
| Wasser, um auf 1000 ml aufzufüllen pH = 10,2 |
von mindestens 50% liefert.
Vorzugsweise soll die relative Maximalfarbdichte 70%
betragen.
Die in dem erfindungsgemäßen Material eingesetzten
Silberhalogenidemulsionen müssen daher sehr schnell
entwickeln.
Bei einer Farbentwicklungszeit von 195 sec im Standardprozeß
werden für das erfindungsgemäße Material alle
diejenigen Silberhalogenidemulsionen als schnell genug
entwickelnd verstanden, die bei einer verkürzten Farbentwicklungszeit
von 65 sec in Verbindung mit den erfindungsgemäßen
Kupplern und DIR-Kupplern eine relative
Maximaldichte von mindestens 50% bewirken.
Die vom DIR-Kuppler abgespaltenen Inhibitoren sollen
vorzugsweise eine Diffusibilität von 0,4 besitzen.
Die Diffusibilität gilt als Maß für die vom Inhibitor
nach der beim Kupplungsprozeß des DIR-Kupplers erfolgten
Abspaltung innerhalb der Emulsionsschichten zurückgelegten
Wegstrecke, auf der er seine inhibitorische Wirkung
entfaltet.
Die in der vorliegenden Erfindung benutzte Methode zur
Messung der Diffusibilität ist in EP-A-1 01 621 beschrieben.
Das farbfotografische Aufzeichnungsmaterial enthält insbesondere
wenigstens eine blauempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht,
der ein Gelbkuppler zugeordnet ist,
wenigstens eine grünempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht,
der ein Purpurkuppler zugeordnet ist und
wenigstens eine rotempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht,
der ein Blaugrünkuppler zugeordnet ist,
wobei vorzugsweise für jeden Spektralbereich wenigstens
eine Schicht den erfindungsgemäßen Bedingungen entspricht.
Die Farbkuppler der höher empfindlichen Teilschichten
haben vorzugsweise eine noch höhere Kupplungsgeschwindigkeitskonstante
als die der niedriger empfindlichen
Teilschichten (vgl. hierzu DE-OS 19 58 709).
Zur Erzielung der gewünschten Gradation können in den
Teilschichten des erfindungsgemäßen Materials auch Abmischungen
von mehreren schnell entwickelnden Emulsionen
und/oder Abmischungen von mehreren schnell kuppelnden
Farbkupplern und/oder Abmischungen von mehreren schnell
kuppelnden DIR-Kupplern, deren Inhibitoren hohe
Diffusibilität aufweisen, verwendet werden.
Zur Beschleunigung der Entwicklung ist es auch vorteilhaft,
dem erfindungsgemäßen Material Entwicklungsbeschleuniger,
Entwicklungshilfsmittel und/oder Quellbeschleuniger
zuzusetzen. Eine Übersicht über solche Zusätze
zeigt die folgende Tabelle, ohne daß solche Zusätze
auf diese Stoffe beschränkt sein soll.
Als Entwicklungshilfsmittel dient z. B. 1-Phenyl-3-
pyrazolon. Entwicklungsbeschleuniger sind beispielsweise
Substanzen der folgenden Stoffklassen:
- - Quaternäre Ammonium-, Phosphonium- und Sulfoniumsalze,
- - neutrale Polyethylenglykole mit einem Ether-, Ester- oder Amidrest n = 9,5,
- - Kationische Polyethylenglykole mit 2 Pyridiniumresten an den Enden
- - Anionische Polyethylenglykole mit Sulfogruppen an den Enden, z. B. H⊕[⊖O₃S-O-(CH₂-CH₂O)₃₅-CH₂CH₂-OSO₃⊖]H⊕.
Entwicklungsbeschleunigung wird auch durch Amine wie p-
Chlorbenzylamin, α-(p-Chlorphenyl)-ethylamin, p-Nitrobenzylamin,
β-Phenoxyethylamin, b-4-Bromphenoxyethylamin,
γ-4-Chlorphenoxypropylamin oder 2-Aminomethylthiophen,
Furfurylamin, 5-Aminomethyl-1-methyl-4-
imidazolon erreicht. Weiterhin können auch Thioether als
Entwicklungsbeschleuniger verwendet werden.
Aus der Vielzahl der möglichen Entwicklungsbeschleuniger
seien hier folgende Beispiele angeführt:
E 2 Laurylpyridinium-p-toluolsulfonat
E 3 3.6-Thiaoctan-1.8-diol
E 3 3.6-Thiaoctan-1.8-diol
Als Quellungsbeschleuniger sind beispielsweise
geeignet:
Harnstoff und dessen Derivate, Phenole und deren Derivate,
z. B. Resorzin, Salicylsäure. Weiterhin können der
Schicht Verbindungen wie Polyacrylamide, Dextrine,
Dextrane, polymere N-Vinyllactame, Polysaccharide, Polyvinylalkohole,
Copolymere aus Acrylsäuren und Acrylamiden,
Polyvinylpyrrolidon und dessen Derivate, Polymere
aus ethylenisch ungesättigten Verbindungen mit Acrylsäure,
Maleinsäure, Vinylacetat und Styrol beigefügt
werden.
Die erfindungsgemäßen Silberhalogenidemulsionen können
z. B. durch Einfacheinlauf, Doppeleinlauf, kontinuierliche
Fällung, beschleunigte Fällung oder unterbrochene
Fällung in Gegenwart eines hydrophilen Kolloids, z. B.
Gelatine, die auch modifiziert, z. B. durch Umsetzung mit
Phthalsäureanhydrid, oder im Molgewicht verändert oder
auch oxidiert sein kann, hergestellt werden (P. Glafkides,
Chimie et Physique Photographiques, P. Montel
Paris [1967]; G. F. Duffin Photographic Emulsion Chemistry,
The Focal Press London [1966]; Research Disclosure
[1983], Nr. 225, 22 534). Des weiteren kann die
Methode der Ultrafiltration zur Abtrennung der bei der
Silberhalogenidfällung frei werdenden Alkalinitrate in
Anwendung gebracht werden. Es ist ebenfalls möglich
synthetische Polymere zu verwenden. Es können bei der
Herstellung der Emulsionen Verbindungen verwendet werden,
die das Wachstum der Silberhalogenidkristalle beeinflussen,
sogenannte growth modifier. Weiter können
als Dotierungssubstanzen Metallverbindungen verwendet
werden. Bei der Fällung des Silberhalogenids können auch
optische Sensibilisatoren, Desensibilisatoren oder Elektronenakzeptoren
anwesend sein.
Die Fällung des Silberhalogenids kann bei pH-Werten
zwischen 2-8 erfolgen. Die pAg-Werte können im Bereich
zwischen 6 und 10 liegen. Diese Werte können sich kontinuierlich
während des Fällvorganges verändern; sie
können aber auch während der Fällung konstant gehalten
werden.
Die verwendeten Halogenide können aus Silberbromid,
Silberbromidchlorid, Silberbromidiodid und Silberchloridbromidiodid
bestehen, wobei der Gesamtiodidgehalt
<15 Mol-%, vorzugsweise <10 Mol-% beträgt und abhängig
von der Art des Entwicklers, z. B. dem Gehalt des Entwicklers
an Silberhalogenidlösungsmittel ist, sowie der
Lage der Emulsion im Schichtverband. Zum Beispiel mag der Iodidgehalt
der untersten Schicht geringer als derjenige der
obersten Schicht sein.
Die Silberhalogenide können aus regulären Kristallen,
z. B. Kuben oder Oktaeder oder Tetradekaeder bestehen.
Es können jedoch auch Zwillingskristalle in tafelförmiger
Form mit einem Aspektverhältnis von 3 : 1 bis 30 : 1
oder mehr, verwendet werden.
Die Kristalle, sowohl die regulären Kristalle, wie auch
die tafelförmigen Kristalle, können eine Schichtstruktur
aufweisen, wobei die Halogenidzusammensetzung der einzelnen
Schichten unterschiedlich ist.
Die Schichtstrukturen sind vorzugsweise als Kern/Hülle-
Kristalle aufgebaut, wobei das Iodid vorzugsweise in
Mengen bis 40 Mol-% im Kern vorliegen kann, während die
Hülle einen Iodidgehalt zwischen 0-5 Mol-% aufweist. Der
Gesamtiodidgehalt des Kristalls läßt sich durch das
Verhältnis von Kern zu Hülle einstellen und liegt bei
<15 Mol-% Iodid, bezogen auf das Gesamtsilber des
Kristalls, vorzugsweise jedoch bei <10 Mol-% Iodid.
Die Kristalle können auch aus mehreren Hüllen aufgebaut
sein, wobei neben AgBr, AgBrI auch AgBrCl und AgBrCl
in den Schichten vorhanden sein können.
Die Silberhalogenide können auch durch Konversion bereits
gefällter Silberhalogenide mit einem anderen
Halogenid hergestellt werden. Zum Beispiel kann Silberchlorid
mit Alkali- oder Ammoniumbromid leicht in Silberbromid
konvertiert werden, ebenso kann Silberchlorid oder
-bromid leicht ganz oder teilweise in Silberiodid konvertiert
werden. Der umgekehrte Vorgang ist ebenfalls
möglich, wobei je nach der Art des vorhandenen Halogenids
die Konzentration des Konversionshalogenides entsprechend
den Löslichkeitsdifferenzen berechnet werden
muß.
Die Silberhalogenidkristalle können auch durch Herstellung
sehr feinkörniger Emulsionen und anschließender
Umlösung hergestellt werden. Die Umlösung kann auch
durch Mischen zweier in der Kristallgröße und/oder der
Halogenidzusammensetzung unterschiedlicher Emulsionen
erfolgen. Die Umlösung erfolgt durch Erniedrigung des
pBr-Wertes auf Werte von 0,6 bis 2, vorzugsweise von 0,8
bis 1,2 bei Temperaturen zwischen 40°C und 80°C. Zusätzlich
können Silberhalogenidlösungsmittel wie
Ammoniak, Thiocyanate oder Thioether zugesetzt werden.
Die Silberhalogenide können Kristalle sein, die durch
epitaktisches Aufwachsen erhalten werden können, z. B.
kann Silberchlorid auf Silberbromid aufwachsen oder
Silberiodid auf Silberbromid. Emulsionen, die diese
Kristallformen enthalten, zeigen eine schnelle Entwickelbarkeit
(J. E. Makasky, Photogr. Sci. Eng. 25
[1981], Nr. 3, S. 96-101).
Die Emulsionen können monodisperse Kristalle aufweisen,
d. h. mindestens 90% der Körner weisen Korngrößen auf,
die ±60%, vorzugsweise ±40%, innerhalb der mittleren
Korngröße liegen.
Die Emulsionen können auch polydispers sein.
Bei tafelförmigen Kristallen beträgt die Projektionsfläche
der tafelförmigen Kristalle mindestens 75% der
Projektionsfläche aller vorhandenen Kristalle. Die Dicke
der tafelförmigen Kristalle liegt zwischen 0,4 µm und
0,1 µm. Diese Körner zeichnen sich durch eine sehr
rasche Entwicklung aus (Research Disclosure [1983], Nr.
225 [22 534]), S. 20-58).
Die Silberhalogenide können auch ein Innenbild aufweisen,
das dadurch erhalten wird, daß die Kristalle
chemisch gereift werden und anschließend eine weitere
Schicht eines Silberhalogenids auf die gereiften
Kristalle aufgefällt wird.
Als (farblose und gefärbte) Farbkuppler werden in dem
erfindungsgemäßen Material solche eingesetzt, die in dem
verwendeten Farbentwickler unter den jeweiligen Entwicklungsbedingungen
(z. B. Entwicklungstemperatur) sehr
schnell kuppeln.
Die Methode zur Messung der Kupplungsgeschwindigkeit ist
in DE-OS 27 04 797 angegeben. Im folgenden ist die Meßmethodik
und der apparative Aufbau zur Bestimmung der
Kupplungsgeschwindigkeitskonstanten der im erfindungsgemäßen
Material verwendeten Kuppler und DIR-Kuppler beschrieben.
Es hat sich gezeigt, daß die nach einer der bekannten
Methoden bestimmten relativen Reaktionsgeschwindigkeitskonstanten
eines Kuplers bzw. DIR-Kupplers unterschiedliche
Werte annehmen können, je nachdem, wie diese Verbindungen
dispergiert sind. So ist es denkbar, daß der
gleiche Kuppler sowohl als wäßrig-alkalische Lösung oder
auch in Form eines Emulgates unter Verwendung eines sogenannten
Kupplerlösungsmittels oder Ölbildners eingesetzt
werden kann. Hydrophobe Kuppler können in Form von
wäßrigen Dispersionen, die gegebenenfalls unter Verwendung
niedrigsiedender organischer Lösungsmittel hergestellt
sein können, oder auch in Form der vorgenannten
Emulgate zur Anwendung gelangen. Bei Emulgatoren kann
weiterhin der k-Wert von Art und Menge des Lösungsmittels
(Ölbildners) sowie von der Art des Netzmittels und
der Tröpfchengröße abhängen. Aus diesem Grunde ist es
erwünscht, als Entscheidungskriterium für die Brauchbarkeit
der Kuppler bzw. DIR-Kuppler im Sinne der vorliegenden
Erfindung direkt auf die effektive Reaktionsgeschwindigkeitskonstante
(k eff) der Kuppler in ihrer jeweiligen
Dispergierform zurückzugreifen. Zweckmäßigerweise
wird daher bereits zur Bestimmung der relativen
Reaktionsgeschwindigkeit der Kuppler in der gleichen
Dispergierform eingesetzt, in der sie auch in dem farbfotografischen
Material zur Anwendung gelangen soll.
Es wurde ein elektrochemisches Verfahren ausgearbeitet,
das annähernd in vitro die Bestimmung der Reaktivität
von gelösten bzw. emulgierten Kupplern in Form einer
effektiven Reaktionsgeschwindigkeitskonstanten
(k eff [l/Mol · sec]) zu bestimmen gestattet. Ein Maß für
die Reaktivität ist dabei der Verbrauch des Entwickleroxidationsproduktes,
der durch Messung des Redoxpotentials
in einer "stopped flow"-Apparatur bestimmt werden
kann. Die in der vorliegenden Beschreibung angegebenen
k eff-Werte sind nach der im folgenden beschriebenen
Methode bestimmt worden.
Aufbau und Wirkungsweise der verwendeten Meßapparatur
sei im folgenden unter Hinweis auf Fig. 3 und 4 erläutert.
Es zeigt
Fig. 3 eine Prinzipskizze der Meßapparatur,
Fig. 4 ein mit Hilfe dieser Meßapparatur erhaltenes
Diagramm zur Bestimmung eines k eff-Wertes.
Die in Fig. 3 dargestellte Meßapparatur besteht aus den
zylindrischen, etwa 25 cm hohen Vorratsbehältern 1 und
2, den mit Rückschlagventilen ausgerüsteten Zuleitungen
3, der Mischkammer 4, dem Magnetventil 5, das im Ruhezustand
geschlossen ist und über den Impulsgeber 6 geöffnet
werden kann, dem Auffanggefäß 7, in dem ein Unterdruck
erzeugt und aufrechterhalten wird, der Meßelektrode
8 a, der Bezugselektrode 8 b, dem Digital-mV-Meter 9
und dem Schreiber 10.
Mittels des Impulsgebers 6 wird das Magnetventil 5 für
eine Zeit t geöffnet. Infolge des Druckgefälles zwischen
dem Auffanggefäß 7 und den Vorratsbehältern 1 und 2
strömen die in den letzteren enthaltenen Flüssigkeiten
über die Zuleitungen 3 in die Mischkammer, wo eine
intensive Mischung stattfindet. Die Mischung gelangt
dann über das Magnetventil 5 in das Auffanggefäß 7.
Vorratsbehälter 1 enthält ein Oxidationsmittel, z. B. eine
10-3molare wäßrige Lösung von K₃[Fe(CN)₆]. Vorratsbehälter
2 enthält einen Farbentwickler, den zu untersuchenden
Kuppler sowie Mittel zur Einstellung des gewünschten
pH-Wertes (Puffer), alles in wäßriger Lösung.
Als Farbentwickler wurde speziell N¹-Ethyl-N¹(2-hydroxyethyl)-
3-methyl-1,4-diammoniumsulfat (Monohydrat) CD 4
verwendet (Konzentration: 2×10-3 Mol/l). Die Konzentration
des zu messenden Kupplers betrug 10-3 Mol/l. Kuppler,
die nicht in Wasser löslich sind, können in Form
eines in bekannter Weise hergestellten Emulgates aus
Kuppler, Kupplerlösungsmittel und hydrophilem Bindemittel
eingesetzt werden. Durch Verwendung eines Carbonat-/
Hydrogencarbonat-Puffers wurde in pH von 10,2 eingestellt.
Mit der Meßelektrode 8 a (Platindraht ⌀ 1 mm) wird das
Redoxpotential in der Mischung gemessen; als Bezugselektrode
8 b dient eine Ag/AgCl-Elektrode (z. B. Argenthal-
Patrone), die sich bei dieser Ausführung in der Zuleitung
des Vorratsbehälters 2 zur Mischkammer befindet,
sich aber auch wie üblich neben der Platinelektrode anbringen
läßt. Das gemessene Redoxpotential der gemischten
Lösungen kann mit Hilfe des Digital-mV-Meters 9 abgelesen
und mittels des Schreibers 10 (Kompensationsschreiber,
Oszillograph, Lichtpunktlinienschreiber) in
seinem zeitlichen Verlauf erfaßt werden.
Der zeitliche Verlauf der Änderung des Redoxpotentials
ist in Fig. 4 dargestellt. Aufgetragen ist das gemessene
Redoxpotential in mV (Ordinate) in Abhängigkeit von der
Zeit in sec (Abszisse), t stellt die Öffnungszeit des
Magnetventils dar. Aus dem Winkel α kann die effektive
Reaktionsgeschwindigkeitskonstante k eff berechnet werden
nach folgender Gleichung:
worin bedeuten:
k eff = Reaktionsgeschwindigkeitskonstante
[l/Mol · sec]
K₀ = Anfangskonzentration an Kuppler (Mol/l)
f = elektrochemische Konstante
K₀ = Anfangskonzentration an Kuppler (Mol/l)
f = elektrochemische Konstante
α K = Winkel a, erhalten, wenn Kuppler zugegen ist
α₀ = Winkel α, erhalten, wenn kein Kuppler zugegen ist
α₀ = Winkel α, erhalten, wenn kein Kuppler zugegen ist
Nach dem Einfüllen der Lösungen in die Vorratsbehälter
1 und 2 werden durch längeres Öffnen des Magnetventils
5 Mischkammer 4 sowie die Zu- und Ableitungen kräftig
gespült und die Behälter dann wieder auf das ursprüngliche
Niveau aufgefüllt. Durch kurzzeitiges Öffnen des
Magnetventils 5 kann dann die in Fig. 4 dargestellte
Potential-Zeitkurve aufgenommen werden. Der Winkel α
(Fig. 4) zwischen der Zeitachse und der Tangente an die
Meßkurve zu Beginn der Reaktion wird bestimmt, und zwar
einmal mit dem zu messenden Kuppler (α K ) und ein weiteres
Mal ohne Kuppler (α₀). Durch Einsetzen der beiden
α-Werte in die obige Gleichung läßt sich die effektive
Reaktionsgeschwindigkeitskonstante k eff ermitteln.
Die Methode kann selbstverständlich auch vielfältig
modifiziert werden. So können andere Farbentwickler
verwendet werden, und man kann auch die Reaktion bei
anderen pH-Werten ablaufen lassen. Zur Messung der
Reaktivität von Kupplern, die sehr schnell durch Ferricyanid
oxidiert werden, kann die Apparatur so geändert
werden, daß anstelle der einen Mischkammer 4 ein System
von zwei hintereinandergeschalteten Mischkammern verwendet
wird, wobei in der ersten Mischkammer durch Zusammenmischen
von Entwickler und Ferricyanid das Entwickleroxidationsprodukt
erzeugt wird, das dann erst in
der zweiten Mischkammer mit dem zu messenden Kuppler zusammengemischt
wird. Durch die Meßelektrode wird vorwiegend
die Konzentration am Entwickleroxidationsprodukt
erfaßt, wobei es sich vermutlich um das Chinondiimin des
entsprechenden verwendeten Farbentwicklers handelt. Zu
den Grundlagen der Redoxmessung sei beispielsweise verwiesen
auf J. Eggers "Über die Folgereaktionen bei der
Oxidation von p-Amino-N-dialkylanilinen" in "Mitteilungen
aus den Forschungslaboratorien der Agfa", Band III,
Seite 73 (1961).
Die Kuppler bzw. DIR-Kuppler werden auf die folgende Art
und Weise in ein Emulgat überführt, mit welchem die oben
beschriebenen Messungen durchgeführt werden:
2 g Kuppler werden in 8 ml eines Lösungsmittelgemisches,
bestehend aus einem Teil Dibutylphthalat, drei Teilen
Essigester und 0,1 Teilen Sulfobernsteinsäuredi-n-octylester
(Mannoxol) gelöst und in 37,5 g 7,5%iger Gelatine
emulgiert. Das Emulgat wird dann 6 min bei ca. 1000
U/min gerührt, wobei es sich auf maximal 60°C erwärmt
und der Essigester anschließend im Wasserstrahlvakuum
(200-300 mbar) abgesaugt wird. Im Anschluß wird mit
Wasser auf 60 g aufgefüllt. Von dieser Lösung wird der
1-mMol-Kuppler entsprechende Teil entnommen und mit
4%iger Gelatine auf 100 g aufgefüllt. Für die Messungen
werden jeweils 20 ml Lösung verwendet.
Die im weiteren Verlauf mit k bezeichneten Kupplungsgeschwindigkeitskonstanten
beziehen sich auf die mit der
oben beschriebenen Methode bestimmten effektiven Reaktionsgeschwindigkeitskonstanten
k eff .
Für das erfindungsgemäße Material sind alle diejenigen
Kuppler geeignet, deren Kupplungs-Geschwindigkeitskonstante
beim pH-Wert des Farbentwicklers k10⁴
[l/Mol · sec] ist.
Beispiele für genügend schnelle (Geschwindigkeitskonstante
der Kupplung k10⁴ [l/Mol · sec] bei pH=
10,2) und für zu langsame Kuppler (k10⁴ [l/Mol · sec]
finden sich beispielsweise in den nachfolgenden Tabellen,
ohne daß die für das erfindungsgemäße Material
einsetzbaren Kuppler auf die dort angeführten Substanzen
beschränkt bleiben soll.
Bevorzugt werden für das erfindungsgemäße Material
schnelle Kuppler der folgenden Klassen:
- a) 2-Äquivalentgelbkuppler vom Benzoylacetanilidtyp und Pivaloylacetanilidtyp,
- b) Purpurkuppler von Pyrazolo-azoltyp und Acylamino- pyrazolontyps,
- c) Blaugrünkuppler vom 2-Ureidophenoltyp,
- d) Rotmaskenkuppler mit O-Fluchtgruppe der allgemeinen
Formel:
Cp-O-L(0-1)-Dyein derCp Blaugrünkuppler,
L Bindeglied,
Dye Farbstoff mit λ max zwischen 510-590 nm
bedeuten.
Die in dem erfindungsgemäßen farbfotografischen Aufzeichnungsmaterial
verwendeten DIR-Kuppler müssen
ebenfalls eine hohe Kupplungsgeschwindigkeit aufweisen
(k10⁴ [l/Mol · sec]), damit sie bei der Farbkupplung
im Farbentwickler mit Farb- und Maskenkuppler konkurrieren
können. Anderfalls liefern sie im bildwichtigen
Farbdichtebereich keine oder aber nur ungenügende
DIR-Effekte. Zur Messung der Kupplungsgeschwindigkeit
wird die gleiche Meßmethode wie bei den Farb-
und Farbmaskenkupplern angewendet.
Außerdem werden in dem erfindungsgemäßen farbfotografischen
Aufzeichnungsmaterial vorzugsweise diejenigen
DIR-Kuppler verwendet, deren Inhibitoren eine hohe
Diffusibilität aufweisen (D0,4). Eine hohe
Diffusibilität der Inhibitoren ist bekanntlich
vorteilhaft für große Schärfe (durch große Kanteneffekte)
und gute Farbwiedergabe (durch große Inter-
Image-Effekte = IIE).
In der nachfolgenden Übersicht sind einige DIR-Kuppler
mit genügend hoher Diffusibilität (D0,4) zusammengestellt,
und zwar sowohl solche, die im Sinne dieser Erfindung
genügend schnell kuppeln (k10⁴ [l/Mol · sec]),
ohne daß die in dem erfindungsgemäßen Material einzusetzenden
DIR-Kuppler auf diese Substanzen beschränkt
sein sollen.
Weiterhin soll der Unterschied in der Kupplungsgeschwindigkeitskonstanten
zwischen Farb- und DIR-Kuppler nicht
mehr als Faktor 5 betragen, vorzugsweise Faktor 2.
Als Bindemittel für die erfindungsgemäßen Emulsionen
wird vorzugsweise Gelatine verwendet. Diese kann jedoch
ganz oder teilweise durch andere synthetische, halbsynthetische
oder auch natürlich vorkommende Polymere
ersetzt werden. Synthetische Gelatineersatzstoffe sind
beispielsweise Polyvinylalkohol, Poly-N-vinylpyrolidon,
Polyacrylamide, Polyacrylsäure und deren Derivate, insbesondere
deren Mischpolymerisate. Natürlich vorkommende
Gelatineersatzstoffe sind beispielsweise andere Proteine
wie Albumin oder Casein, Cellulose, Zucker, Stärke oder
Alginate. Halbsynthetische Gelatineersatzstoffe sind in
der Regel modifizierte Naturprodukte. Cellulosederivate
wie Hydroxyalkylcellulose, Carboxymethylcellulose und
Phthalylcellulose sowie Gelatinederivate, die durch
Umsetzung mit Alkylierungs- oder Acylierungsmitteln oder
durch Aufpropfung von polymerisierbaren Monomeren erhalten
worden sind, sind Beispiele hierfür.
Die Bindemittel sollen über eine ausreichende Menge an
funktionellen Gruppen verfügen, so daß durch Umsetzung
mit geeigneten Härtungsmitteln genügend widerstandsfähige
Schichten erzeugt werden können. Solche funktionellen
Gruppen sind insbesondere Aminogruppen, aber auch
Carboxylgruppen, Hydroxylgruppen und aktive Methylengruppen.
Die vorzugsweise verwendete Gelatine kann durch sauren
oder alkalischen Aufschluß erhalten sein. Die Herstellung
solcher Gelatinen wird beispielsweise in The
Science and Technology of Gelatine, herausgegeben von
A. G. Ward und A. Courts, Academic Press, 1977, Seite
295 ff., beschrieben. Die jeweils eingesetzte Gelatine
soll einen möglichst geringen Gehalt an fotografisch
aktiven Verunreinigungen enthalten (Intertgelatine).
Gelatinen mit hoher Viskosität sowie niedrigem Gehalt
an Calcium- und Eisenionen sind besonders vorteilhaft.
Nach abgeschlossener Kristallbildung oder auch schon zu
einem früheren Zeitpunkt werden die löslichen Salze aus
der Emulsion entfernt, z. B. durch Nudeln und Waschen,
durch Flocken und Waschen, durch Ultrafiltration oder
durch Ionenaustauscher.
Die fotografischen Emulsionen können Verbindungen zur
Verhinderung der Schleierbildung oder zur Stabilisierung
der fotografischen Funktion während der Produktion, der
Lagerung oder der fotografischen Verarbeitung
enthalten.
Besonders geeignet sind Azaindene, vorzugsweise Tetra-
und Pentaazaindene, insbesondere solche, die mit Hydroxyl-
oder Aminogruppen substituiert sind. Derartige
Verbindungen sind z. B. von Birr, Z. Wiss. Phot., 47
(1952), S. 2-58, beschrieben worden. Weiter können als
Antischleiermittel Salze von Metallen wie Quecksilber
oder Cadmium, aromatische Sulfon- oder Sulfinsäuren wie
Benzolsulfinsäure, oder stickstoffhaltige Heterocyclen
wie Nitrobenzimidazol, Nitroindazol, (subst.) Benztriazole
oder Benzthiazoliumsalze eingesetzt werden. Besonders
geeignet sind Mercaptogruppen enthaltende Heterocyclen,
z. B. Mercaptobenzthiazole, Mercaptobenzimidazole,
Mercaptotetrazole, Mercaptothiadiazole, Mercaptopyrimidine,
wobei diese Mercaptoazole auch eine wasserlöslichmachende
Gruppe, z. B. eine Carboxylgruppe oder
Sulfogruppe, enthalten können. Weitere geeignete Verbindungen
sind in Research Disclosure, Nr. 17 643 (1978),
Abschnitt VI, veröffentlicht.
Die Stabilisatoren können den Silberhalogenidemulsionen
vor, während oder nach deren Reifung zugesetzt werden.
Selbstverständlich kann man die Verbindungen auch
anderen fotografischen Schichten, die einer Halogensilberschicht
zugeordnet sind, zusetzen.
Es können auch Mischungen aus zwei oder mehreren der genannten
Verbindungen eingesetzt werden.
Die fotografischen Emulsionsschichten oder andere hydrophile
Kolloidschichten des erfindungsgemäß hergestellten
lichtempfindlichen Materials können oberflächenaktive
Mittel, viskositätserhöhende Mittel oder andere Mittel
für verschiedene Zwecke enthalten, wie Überzugshilfen
zur Verhinderung der elektrischen Aufladung, zur Verbesserung
der Gleiteigenschaften, zum Emulgieren der
Dispersion, zur Verhinderung der Adhäsion und zur Verbesserung
der fotografischen Charakteristika (z. B. Entwicklungsbeschleunigung,
hoher Kontrast, Sensibilisierung
usw.). Als Gießhilfsmittel sind Fluortenside besonders
vorteilhaft.
Die fotografischen Emulsionen können unter Verwendung
von Methinfarbstoffen oder anderen Farbstoffen spektral
sensibilisiert werden. Besonders geeignete Farbstoffe
sind Cyaninfarbstoffe, Merocyaninfarbstoffe und komplexe
Merocyaninfarbstoffe.
Auf Sensibilisatoren kann verzichtet werden, wenn für
einen bestimmten Spektralbereich die Eigenempfindlichkeit
des Silberhalogenids ausreichend ist, beispielsweise
die Blauempfindlichkeit von Silberbromid oder
Silberbromidiodid.
Den Emulsionsschichten werden nicht diffundierende
monomere oder polymere Farbkuppler zugeordnet, die sich
in der gleichen Schicht oder in einer dazu benachbarten
Schicht befinden können.
Unter Berücksichtigung der weiter vorn beschriebenen
Farbkuppler können aber auch die im folgenden aufgelisteten
Kupplertypen verwendet werden.
Farbkuppler zur Erzeugung des blaugrünen Teilfarbenbildes
sind in der Regel Kuppler vom Phenol- oder α-
Naphtholtyp; geeignete Beispiele hierfür sind in der
Literatur bekannt.
Farbkuppler zur Erzeugung des gelben Teilfarbenbildes
sind in der Regel Kuppler mit einer offenkettigen Ketomethylengruppierung,
insbesondere Kuppler vom Typ des
α-Acylacetamids; geeignete Beispiele hierfür sind α-
Benzoylacetanilidkuppler und α-Pivaloylacetanilidkuppler,
die ebenfalls aus der Literatur bekannt sind.
Farbkuppler zur Erzeugung des purpurnen Teilfarbenbildes
sind in der Regel Kuppler vom Typ des 5-Pyrazolons, des
Indazolons oder des Pyrazoloazols; geeignete Beispiele
hierfür sind in der Literatur in großer Zahl beschrieben.
Bei den Farbkupplern kann es sich um 4-Äquivalentkuppler,
aber auch um 2-Äquivalentkuppler handeln. Letztere
leiten sich von den 4-Äquivalentkupplern dadurch ab, daß
sie in der Kupplungsstelle einen Substituenten enthalten,
der bei der Kupplung abgespalten wird. Zu den 2-
Äquivalentkupplern sind solche zu rechnen, die farblos
sind, als auch solche, die eine intensive Eigenfarbe
aufweisen, die bei der Farbkupplung verschwindet bzw.
durch die Farbe des erzeugten Bildfarbstoffes ersetzt
wird (Maskenkuppler), die Weißkuppler, die bei Reaktion
mit Farbentwickleroxidationsprodukten im wesentlichen
farblose Produkte ergeben. Zu den 2-Äquivalentkupplern
sind ferner solche Kuppler zu rechnen, die in der
Kupplungsstelle einen abspaltbaren Rest enthalten, der
bei Reaktion mit Farbentwickleroxidationsprodukten in
Freiheit gesetzt wird und dabei entweder direkt oder
nachdem aus dem primär abgespaltenen Rest eine oder
mehrere weitere Gruppen abgespalten worden sind (z. B.
DE-A 27 03 145, DE-A 28 55 697, DE-A 31 05 026, DE-A
33 19 428), eine bestimmte erwünschte fotografische
Wirkamkeit entfaltet, z. B. als Entwicklungsinhibitor
oder -accelerator. Beispiele für solche 2-Äquivalentkuppler
sind die weiter vorne beschriebenen DIR-Kuppler
wie auch DAR- bzw. FAR-Kuppler. Schnellkuppelnde 2-Äquivalentkuppler,
die bei der Farbkupplung solche Fluchtgruppen
abspalten, die die Entwicklung beschleunigen,
sind für das erfindungsgemäße Material besonders vorteilhaft.
Da bei den DIR-, DAR- bzw. FAR-Kupplern hauptsächlich
die Wirksamkeit des bei der Kupplung freigesetzten
Restes erwünscht ist und es weniger auf die farbbildenden
Eigenschaften dieser Kuppler ankommt, sind
auch solche DIR-, DAR- bzw. FAR-Kuppler geeignet, die
bei der Kupplung im wesentlichen farblose Produkte
ergeben (DE-A 15 47 640). Wegen der geringen Mengen, in
denen solche Hilfskuppler eingesetzt werden, ist es kaum
von Nachteil, wenn diese Hilfskuppler bei der Farbkupplung
eine andere Farbe liefern als die in der betreffenden
Schicht enthaltenen Farbkuppler.
Der abspaltbare Rest kann auch ein Ballastrest sein,
so daß bei der Reaktion mit Farbentwickleroxidationsprodukten
Kupplungsprodukte erhalten werden, die
diffusionsfähig sind oder zumindest eine schwache bzw.
eingeschränkte Beweglichkeit aufweisen, so daß die Farbkörnigkeit
durch Verwaschung der Mikrofarbwolken vermindert
wird (US-A 44 20 556).
Hochmolekulare Farbkuppler sind beispielsweise im DE-C
12 97 417, DE-A 24 07 569, DE-A 31 48 125, DE-A
32 17 200, DE-A 33 20 079, DE-A 33 24 932, DE-A
33 31 743, DE-A 33 40 376, EP-A 27 284, US-A 40 80 211
beschrieben. Die hochmulekularen Farbkuppler werden in
der Regel durch Polymerisation von ethylenisch ungesättigten
monomeren Farbkupplern hergestellt. Sie können
aber auch durch Polyaddition oder Polykondensation erhalten
werden.
Bei der Verwendung der Kuppler (Farb- und DIR-Kuppler)
ist darauf zu achten, daß sie den erfindungsgemäßen
Ansprüchen in bezug auf die Kupplungsgeschwindigkeit
genügen.
Die Einarbeitung der Kuppler oder anderer Verbindungen
in Silberhalogenidemulsionsschichten kann in der Weise
erfolgen, daß zunächst von der betreffenden Verbindung
eine Lösung, eine Dispersion oder eine Emulsion hergestellt
und dann der Gießlösung für die betreffende
Schicht zugefügt wird. Die Auswahl des geeigneten
Lösungs- oder Dispersionsmittels hängt von der jeweiligen
Löslichkeit der Verbindung ab.
Methoden zum Einbringen von in Wasser im wesentlichen
unlöslichen Verbindungen durch Mahlverfahren sind
beispielsweise in DE-A 26 09 741 und DE-A 26 09 742
beschrieben.
Hydrophobe Verbindungen können auch unter Verwendung von
hochsiedenden Lösungsmitteln, sogenannten Ölbildnern,
in die Gießlösung eingebracht werden. Entsprechende
Methoden sind beispielsweise in US-A 23 22 027, US-A
28 01 170, US-A 28 01 171 und EP-A 00 43 037 beschrieben.
Anstelle der hochsiedenden Lösungsmittel können Oligomere
oder Polymere, sogenannte polymere Ölbildner, Verwendung
finden.
Die Verbindungen können auch in Form beladener Latices
in die Gießlösung eingebracht werden. Verwiesen wird
beispielsweise auf DE-A 25 41 230, DE-A 25 41 274, DE-A
28 35 856, EP-A 00 14 921, EP-A 00 69 671, EP-A
01 30 115, US-A 42 91 113.
Die diffusionsfeste Einlagerung anionischer wasserlöslicher
Verbindungen (z. B. von Farbstoffen) kann auch
mit Hilfe von kationischen Polymeren, sogenannten Beizpolymeren
erfolgen.
Geeignete Ölbildner sind z. B. Phthalsäurealkylester,
Phosphorsäureester, Citronensäureester, Benzoesäureester,
Alkylamide, Fettsäureester und Trimesinsäureester.
Ein farbfotografisches Material umfaßt typischerweise
mindestens eine rotempfindliche Emulsionsschicht, mindestens
eine grünempfindliche Emulsionsschicht und
mindestens eine blauempfindliche Emulsionsschicht auf
einem Träger. Die Reihenfolge dieser Schichten kann je
nach Wunsch variiert werden. Gewöhnlich werden blaugrüne,
purpurfarbene und gelbe Farbstoffe bildende
Kuppler in die rot-, grün- bzw. blauempfindlichen
Emulsionsschichten eingearbeitet. Es können jedoch auch
unterschiedliche Kombinationen verwendet werden.
Jede der für einen Spektralbereich lichtempfindlichen
Schichten kann aus einer einzigen Schicht bestehen oder
auch zwei oder mehr Silberhalogenidemulsionsteilschichten
umfassen (DE-C 1 21 470). Dabei sind rotempfindliche
Silberhalogenidemulsionsschichten dem Schichtträger
häufig näher angeordnet als grünempfindliche
Silberhalogenidemulsionsschichten und diese wiederum
näher als blauempfindliche, wobei sich im allgemeinen
zwischen grünempfindlichen Schichten und blauempfindlichen
Schichten eine nicht lichtempfindliche gelbe
Filterschicht befindet.
Bei geeignet geringer Eigenempfindlichkeit der grün- bzw.
rotempfindlichen Schichten kann man unter Verzicht auf
die Gelbfilterschicht andere Schichtanordnungen wählen,
bei denen auf dem Träger z. B. die blauempfindlichen,
dann die rotempfindlichen und schließlich die grünempfindlichen
Schichten folgen.
Die in der Regel zwischen Schichten unterschiedlicher
Spektralempfindlichkeit angeordneten nicht lichtempfindlichen
Zwischenschichten können Mittel enthalten,
die eine unerwünschte Diffusion von Entwickleroxidationsprodukten
aus einer lichtempfindlichen in eine
andere lichtempfindliche Schicht mit unterschiedlicher
spektraler Sensibilisierung verhindern.
Liegen mehrere Teilschichten gleicher spektraler Sensibilisierung
vor, so können sich diese hinsichtlich ihrer
Zusammensetzung, insbesondere was Art und Menge der Silberhalogenidkörnchen
betrifft unterscheiden. Im allgemeinen
wird die Teilschicht mit der höheren Empfindlichkeit
vom Träger entfernter angeordnet sein als die Teilschicht
mit geringerer Empfindlichkeit. Teilschichten
gleicher spektraler Sensibilisierung können zueinander
benachbart oder durch andere Schichten, z. B. durch
Schichten anderer spektraler Sensibilisierung getrennt
sein. So können z. B. alle hochempfindlichen und alle
niedrigempfindlichen Schichten jeweils zu einem Schichtpaket
zusammengefaßt sein (DE-A 19 58 709, DE-A
25 30 645, DE-A 26 22 922).
Auch Schichtanordnungen, bei denen mehr als zwei Teilschichten
für den gleichen Spektralbereich empfindlich
sind, z. B. eine hoch-, eine mittel- und eine niedrigempfindliche
Teilschicht, haben sich als vorteilhaft erwiesen.
Dabei können z. B. die mittel- und die niedrigempfindliche
Teilschicht zusammengefaßt sein, während
die höchstempfindliche Teilschicht für den gleichen
Bereich zusammen mit den höchstempfindlichen Teilschichten
der anderen Spektralbereiche darüber alternierend
angeordnet sein kann. Es können auch zwischen den
Schichten mit gleicher Farbsensibilität lichtunempfindliche
Zwischenschichten angebracht werden.
Das fotografische Material kann weiterhin UV-Licht absorbierende
Verbindungen, Abstandshalter, Filterfarbstoffe,
Formalinfänger und anderes enthalten.
UV-Licht absorbierende Verbindungen sollen einerseits
die Bildfarbstoffe vor dem Ausbleichen durch UV-reiches
Tageslicht schützen und andererseits als Filterfarbstoffe
das UV-Licht im Tageslicht bei der Belichtung
absorbieren und so die Farbwiedergabe eines Films verbessern.
Üblicherweise werden für die beiden Aufgaben
Verbindungen unterschiedlicher Struktur eingesetzt. Beispiele
sind arylsubstituierte Benzotriazolverbindungen
(US-A 35 33 794), 4-Thiazolidonverbindungen (US-A
33 14 794 und 33 52 681), Benzophenonverbindungen (JP-A
2 784/71), Zimtsäureesterverbindungen (US-A 37 05 805 und
37 07 375), Butadienverbindungen (US-A 40 45 229) oder
Benzoxazolverbindungen (US-A 37 00 455).
Es können auch ultraviolettabsorbierende Kuppler (wie
Blaugrünkuppler des α-Naphtholtyps) und ultraviolettabsorbierende
Polymere verwendet werden. Diese Ultraviolettabsorbentien
können durch Beizen in einer speziellen
Schicht fixiert sein.
Für sichtbares Licht geeignete Filterfarbstoffe umfassen
Oxonolfarbstoffe, Hemioxonolfarbstoffe, Styrolfarbstoffe,
Merocyaninfarbstoffe, Cyaninfarbstoffe und Azofarbstoffe.
Von diesen Farbstoffen werden Oxonolfarbstoffe,
Hemioxonolfarbstoffe und Merocyaninfarbstoffe
besonders vorteilhaft verwendet.
Bestimmte Bindemittelschichten, insbesondere die vom
Träger am weitesten entfernte Schicht, aber auch gelegentlich
Zwischenschichten, insbesondere, wenn sie
während der Herstellung die vom Träger am weitesten
entfernte Schicht darstellen, können fotografisch inerte
Teilchen anorganischer oder organischer Natur enthalten,
z. B. als Mattierungsmittel oder als Abstandshalter (DE-
A 33 31 542, DE-A 34 24 893, Research Disclosure,
Dezember 1978, Seite 22 ff., Referat 17 643, Kapitel
XVI).
Der mittlere Teilchendurchmesser der Abstandshalter
liegt insbesondere im Bereich von 0,2 bis 10 µm. Die Abstandshalter
sind wasserunlöslich und können alkaliunlöslich
oder alkalilöslich sein, wobei die alkalilöslichen
im allgemeinen im alkalischen Entwicklungsbad aus
dem fotografischen Material entfernt werden. Beispiele
für geeignete Polymere sind Polymethylmethacrylat, Copolymere
aus Acrylsäure und Methylmethacrylat sowie
Hydroxypropylmethylcellulosehexahydrophthalat.
Die Bindemittel des erfindungsgemäßen Materials, insbesondere
wenn als Bindemittel Gelatine eingesetzt wird,
werden mit geeigneten Härtern gehärtet, beispielsweise
mit Härtern des Epoxidtyps, des Ethyleniumtyps, des
Acryloyltyps oder des Vinylsulfontyps. Ebenso eignen
sich Härter der Diazin-, Triazin- oder 1,2-Dihydrochinolin-
Reihe.
Vorzugsweise werden die Bindemittel des erfindungsgemäßen
Materials mit Soforthärtern gehärtet.
Unter Soforthärtern werden Verbindungen verstanden, die
geeignete Bindemittel so vernetzen, daß unmittelbar nach
Beguß, spätestens nach 24 Stunden, vorzugsweise
spätestens nach 8 Stunden die Härtung so weit abgeschlossen
ist, daß keine weitere durch die Vernetzungsreaktion
bedingte Änderung der Sensitometrie und der
Quellung des Schichtverbandes auftritt. Unter Quellung
wird die Differenz von Naßschichtdicke und Trockenschichtdicke
bei der wäßrigen Verarbeitung des Films
verstanden (Photogr. Sci. Eng., 8 [1964], 275; Photogr.
Sci. Eng [1972], 449).
Bei diesen mit Gelatine sehr schnell reagierenden Härtungsmitteln
handelt es sich z. B. um Carbamoylpyridiniumsalze,
die mit freien Carboxylgruppen der Gelatine
zu reagieren vermögen, so daß letztere mit freien Aminogruppen
der Gelatine unter Ausbildung von Peptidbindungen
und Vernetzung der Gelatine reagieren.
Geeignete Beispiele für Soforthärter sind z. B. Verbindungen
der allgemeinen Formeln
- worin
R₁ Alkyl, Aryl oder Aralkyl bedeutet,
R₂ die gleiche Bedeutung wie R₁ hat oder Alkylen, Arylen, Aralkylen oder Alkaralkylen bedeutet, wobei die zweite Bindung mit einer Gruppe der Formel verknüpft ist, oder
R₁ und R₂ zusammen die zur Vervollständigung eines gegebenenfalls substituierten heterocyclischen Ringes, beispielsweise eines Piperidin-, Piperazin- oder Morpholinringes erforderlichen Atome bedeuten, wobei der Ring z. B. durch C₁-C₃- Alkyl oder Halogen substituiert sein kann,
R₃ für Wasserstoff, Alkyl, Aryl, Alkoxy, -NR₄-COR₅, -(CH₂) m -NR₈R₉, -(CH₂) n -CONR₁₃R₁₄ oder oder ein Brückenglied oder eine direkte Bindung an eine Polymerkette steht, wobei
R₄, R₆, R₇, R₉, R₁₄, R₁₅, R₁₇, R₁₈ und R₁₉ Wasserstoff oder C₁-C₄-Alkyl,
R₅ Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl oder NR₆R₇,
R₈ -COR₁₀,
R₁₀ NR₁₁R₁₂,
R₁₁ C₁-C₄-Alkyl oder Aryl, insbesondere Phenyl,
R₁₂ Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl oder Aryl, insbesondere Phenyl,
R₁₃ Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl oder Aryl, insbesondere Phenyl,
R₁₆ Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl, COR₁₈ oder CONHR₁₉,
m eine Zahl 1 bis 3,
n eine Zahl 0 bis 3,
p eine Zahl 2 bis 3 und
Y O oder NR₁₇ bedeuten oder
R₁₃ und R₁₄ gemeinsam die zur Vervollständigung eines gegebenenfalls substituierten heterocyclischen Ringes, beispielsweise eines Piperidin-, Piperazin- oder Morpholinringes erforderlichen Atome darstellen, wobei der Ring z. B. durch C₁-C₃-Alkyl oder Halogen substituiert sein kann,
Z die zur Vervollständigung eines 5- oder 6gliedrigen aromatischen heterocyclischen Ringes, gegebenenfalls mit anelliertem Benzolring, erforderlichen C-Atome und
X⊖ ein Anion bedeuten, das entfällt, wenn bereits eine anionische Gruppe mit dem übrigen Molekül verknüpft ist; - worin R₁, R₂, R₃ und X⊖ die für Formel (a) angegebene Bedeutung besitzen.
Auf der Rückseite und/oder auf der Oberfläche der erfindungsgemäßen
Materialien können Antistatika zur Verminderung
der elektrostatischen Aufladung angebracht
werden.
Die erfindungsgemäßen Materialien werden nach den dafür
empfohlenen Prozessen in üblicher Weise verarbeitet.
Eine hochempfindliche AgBrI-Emulsion mit 11 Mol-% Iodid
wurde hergestellt, indem die Silbernitratlösung in eine
Lösung einlief, die neben Kaliumbromid und Kaliumiodid
Gelatine enthielt. Die Temperatur betrug 70°C, der pH-
Wert 6,5 und der pAg-Wert am Schluß der Fällung 8,7.
Nach der Fällung des Silberhalogenids wurde der Emulsion
Polystyrolsulfonsäure zugesetzt, die Temperatur auf 25°C
gebracht und der pH-Wert auf 3,5 abgesenkt. Die Emulsion
flockte hierbei aus und wurde solange gewaschen, bis der
pAg-Wert 7,5 betrug.
Die Redispergierung erfolgte durch Hochstellen des pH-
Wertes auf 6,5 und Erwärmen der Emulsion auf 40°C. Der
Emulsion wurde Gelatine zugesetzt, bis das Gelatine/Silberverhältnis
0,7 betrug. Die Emulsion wurde dann unter
Zugabe von Schwefelverbindungen und Goldsalzen bis zur
optimalen Empfindlichkeit gereift. Der mittlere Korndurchmesser
der polydispersen Emulsion betrug 0,9 µm. Die
elektronenmikroskopische Betrachtung zeigte, daß neben
kompakten Kristallen auch plattenförmige Kristalle
vorhanden waren.
Die Silberhlaogenidkonzentration ist äquivalent 100 g
AgNO₃ pro kg Emulsion.
Der Emulsion wurde wie im Schichtaufbau-Beispiel 1A angegeben
stabilisiert, mit den in Schicht Nr. 4 von Aufbau
1A angegebenen Zusätzen versetzt (bezogen auf 100 g
AgNO₃) und mit einem Auftrag von 13,0 g AgNO₃ pro m²
vergossen.
Eine wenig empfindliche AgBrI-Emulsion mit 8 Mol-% Iodid
wurde hergestellt durch gleichzeitigen Einlauf einer 2molaren
Silbernitratlösung und einer 2molaren Kaliumbromidlösung
in eine Gelatinelösung, die zusätzlich noch
Kaliumbromid und die entsprechende Menge Kaliumiodid
enthielt. Die Temperatur betrug 55°C, der pAg-Wert wurde
während der Fällung konstant bei 8,3 gehalten. Nach der
Fällung des Silberhalogenids wurde wie in Beispiel 1
beschrieben verfahren.
Es wurden Kristalle mit vorzugsweise kubischer Form
erhalten, wobei der mittlere Korndurchmesser 0,45 µm
betrug. Die Silberhalogenidkonzentration ist äquivalent
100 g AgNO₃ pro kg Emulsion.
Die Emulsion wurde wie in Schichtaufbau 1A angegeben
stabilisiert, mit den in Schicht Nr. 3 von Aufbau 1A
angegebenen Zusätzen versetzt (bezogen auf 100 g AgNO₃)
und mit einem Auftrag von 4,0 g AgNO₃ pro m² vergossen.
Eine hochempfindliche Silberbromidiodidemulsion mit
einem Gehalt von 7 Mol-% Iodid wurde hergestellt durch
Mischen einer wäßrigen Gelatinelösung mit KBr (pBr 1,45)
und 350 mg 1,8-Dihydroxy-3,6-dithiaoctan als Silberhalogenidlösungsmittel.
Die Temperatur wurde auf 70°C
gebracht. In diese Lösung wurden gleichzeitig eine
wäßrige AgNO₃-Lösung und eine Mischung von KBr und KI,
gelöst in Wasser, einlaufen gelassen, wobei der AgNO₃-
Gehalt 30% der gesamten Silbermenge und die KI-Menge
24 Mol-%, bezogen auf das zugesetzte Silbernitrat betrug.
In einem weiteren Zulauf wurden die restlichen
70% der Silbernitratlösung gleichzeitig mit KBr-Lösung
einlaufen gelassen, wobei der pBr-Wert auf 1,45 gehalten
wurde. Der Zulauf erfolgte mit steigender Strömungsgeschwindigkeit,
wobei der Zulauf um den Faktor 6 gesteigert
wurde. Die Silberhalogenid-Konzentration ist äquivalent
100 g AgNO₃ pro kg.
Die Emulsion wurde wie die Emulsionen 1 und 2 stabilisiert,
mit den in Schicht Nr. 13 von Schichtaufbau 2C
angegebenen Zusätzen versetzt (bezogen auf 100 g AgNO₃)
und mit einem Auftrag von 13,0 g AgNO₃ pro m² vergossen.
Eine wenig empfindliche AgBrI-Emulsion mit 5 Mol-% Iodid
wurde hergestellt durch Mischen einer wäßrigen Gelatinelösung
mit der berechneten Menge an KI und KBr, wobei
der pBr-Wert auf 1,65 eingestellt wurde. Die Temperatur
wurde auf 55°C eingestellt und die Silbernitratlösung
sowie die äquimolare Kaliumbromidlösung in 15 min einlaufen
gelassen. Es wurden würfelförmige Kristalle mit
einem mittleren Durchmesser von 0,42 µm erhalten, wobei
90% der Körner von der mittleren Korngröße um nicht
mehr als ±60% abwichen. Die Silberhalogenidkonzentration
ist äquivalent 100 g AgNO₃ pro kg Emulsion. Die
Silberhalogenidkonzentration ist äquivalent 100 g AgNO₃
pro kg Emulsion. Die Emulsion wurde wie die Emulsionen
1 und 2 stabilisiert, mit den in Schicht Nr. 3 von
Schichtaufbau 1D angegebenen Zusätzen versetzt (bezogen
auf 100 g AgNO₃) und mit einem Auftrag von 4,0 g AgNO₃
vergossen.
Eine 12 Mol-% Iodid enthaltende plättchenförmige Emulsion
wurde hergestellt durch Mischen einer 1gew.-%igen
Gelatinelösung mit soviel KBr, daß ein pBr von 1,0
erreicht wurde. In diese Lösung lief bei 55°C eine 1,2molare
AgNO₃-Lösung und eine 1,2molare KBr-Lösung in
5 min ein, und zwar in einer Menge, die 2,5% des
gesamten für die Emulsionsherstellung verwendeten
Silbers entsprach. Danach wurde der pBr-Wert mit AgNO₃
auf 1,36 hochgestellt. Im weiteren Verlauf wurde nun
eine Mischung von 1,06 Mol KBr und 0,14 Mol KI gleichzeitig
mit 1,2 Mol AgNO₃ in 52 min mit steigender Zudosierung
zugeführt. Insgesamt wurden 205 g AgNO₃ verbraucht.
Die Gelatinesilberhalogenidemulsion wurde geflockt,
gewaschen, redispergiert und es wurde weitere Gelatine
zugesetzt. Danach wurde mit Schwefel- und Goldverbindungen
optimal gereift. Die Silberbromidiodidkörner
enthielten 12 Mol-% Iodid und zeigten vorzugsweise
plättchenförmige Kristalle mit einem mittleren Korndurchmesser
von 1,85 µm. Die Dicke betrug etwa 0,15 bis
0,20 µm. Die Silberhalogenidkonzentration ist äquivalent
100 g AgNO₃ pro kg Emulsion.
Die Emulsion wurde wie die Emulsionen 1 und 2 stabilisiert,
mit den in Schicht Nr. 9 von Schichtaufbau 2A
angegebenen Zusätzen versehen (bezogen auf 100 g AgNO₃)
und mit einem Auftrag von 10,0 g AgNO₃ pro m² vergossen.
Eine plättchenförmige Kristalle enthaltende Emulsion, die
8 Mol-% Iodid enthielt, wurde analog Emulsion 5 hergestellt;
jedoch wurde bei der Fällung mit der Mischung
aus KBr und KI nur 65% des gesamten AgNO₃ verbraucht.
Danach wurde wiederum mit einer 1,2molaren KBr-Lösung
und der restlichen 1,2molaren AgNO₃-Lösung bis zum Ende
weitergefällt.
Die Emulsion wurde geflockt, gewaschen, redispergiert
und es wurde zusätzlich Gelatine zugesetzt und mit
Schwefel- und Goldsalzen optimal gereift.
Die Silberbromidiodidkristalle enthielten 8 Mol-% Iodid
und wiesen vorzugsweise plättchenförmige Gestalt mit
einem mittleren Korndurchmesser von 1,8 µm auf. Die
Dicke betrug etwa 0,12 µm.
Die Silberhalogenidkonzentration ist äquivalent 100 g
AgNO₃ pro kg Emulsion.
Die Emulsion wurde wie Emulsionen 1 und 2 stabilisiert,
mit den in Schicht 9 von Schichtaufbau 2D angegebenen
Zusätzen versehen (bezogen auf 100 g AgNO₃) und mit
einem Auftrag von 8,0 g AgNO₃ pro m² vergossen.
Eine feinkörnige, wenig empfindliche Emulsion, deren
Silberhalogenidkristalle aus mehreren Schichten mit
unterschiedlicher Halogenidzusammensetzung besteht,
wurde nach dem Dopppeleinlaufverfahren unter Verwendung
von Methylimidazol als Silberhalogenidlösungsmittel bei
einem pAg-Wert von 8 hergestellt. Zur Keimbildung wurde
eine 0,5molare AgNO₃-Lösung und eine 0,5molare KBr-
Lösung gleichzeitig bei 63°C in die Gelatinelösung einlaufen
gelassen, bis 10% des Gesamtsilbers verbraucht
waren. Danach wurde in einem 2. Doppeleinlauf mit einer
2molaren AgNO₃-Lösung und einer weiteren Lösung, die
1,76 Mol an KBr und 0,24 Mol an KI enthielt, weitere
60% des Silbers zur Kristallbildung zugeführt.
Im 3. Doppeleinlauf wurden mit einer 2molaren AgNO₃-
Lösung und einer 2molaren KBr-Lösung weitere 30% des
Silbers zugefällt. Es wurden kubische Kristalle mit
einem Gesamtgehalt von 7 Mol-% Iodid erhalten, die eine
Kantenlänge von 0,5 µm aufwiesen. Der Silberhalogenidkristall
besteht aus drei Zonen, wobei der Kern aus
reinem AgBr besteht, dann folgt eine Zone, die 12 Mol-%
Iodid enthält und eine äußere Zone, welche wiederum aus
reinem AgBr besteht.
Die Emulsion wurde wie üblich geflockt, gewaschen und
nach Zugabe weiterer Gelatine optimal mit Schwefel- und
Goldverbindungen gereift. Die Silberhalogenidkonzentration
ist äquivalent 100 g AgNO₃ pro kg Emulsion.
Die Emulsion wurde wie die Emulsionen 1 und 2 stabilisiert,
mit den in Schicht 3 von Schichtaufbau 2D angegebenen
Zusätzen versehen (bezogen auf 100 g AgNO₃) und
mit einem Auftrag von 2,5 g AgNO₃ pro m² vergossen.
Eine feinkörnige niedrigempfindliche Emulsion wurde wie
in Beispiel 7 hergestellt, wobei jedoch zusätzlich eine
AgClBr-Schicht eingebaut wurde. Der Aufbau des fertigen
Kristalls wies folgende Zusammensetzung auf: Innerste
Schicht (34%): AgBr, 2. Schicht (36%): AgBrI mit
20 Mol-% Iodid, 3. Schicht (4%): AgClBr und 50 Mol-%
Chlorid, äußerste Schicht (26%); AgBrI und 5 Mol-%
Iodid.
Die Kristalle waren würfelförmig mit einer Kantenlänge
von 0,5 µm. Die Emulsion wurde geflockt, gewaschen, mit
zusätzlicher Gelatine versehen und optimal mit Schwefelverbindungen
und Goldsalzen gereift. Die Silberhalogenidkonzentration
ist äquivalent 100 g AgNO₃ pro kg
Emulsion.
Die Emulsion wurde wie die Emulsionen 1 und 2 stabilisiert,
mit den in Schicht Nr. 7 von Schichtaufbau 2D angegebenen
Zusätzen versehen (bezogen auf 100 g AgNO₃)
und mit einem Auftrag von 1,0 g AgNO₃ pro m² vergossen.
Die unterschiedlich großen AgNO₃-Aufträge bei den Emulsionsprüflingen
1 bis 8 mußten gewählt werden, um bei
typgemäßer Farbentwicklung (= 195 sec) gemäß dem nachfolgenden
Meßverfahren eine hohe Meßgenauigkeit zu
erzielen. Bei allen Prüflingen sollen übereinstimmend
Maximalfarbdichten von 3,0 < D max < 4,0 erreicht werden
(siehe hierzu Tabelle 1, 3. Spalte).
Je 2 Prüflinge der Emulsionsschichten wurden hinter
einem grauen Stufenkeil mit weißem Licht belichtet
(Belichtungszeit ¹/₁₀₀′′) und in dem bei Schichtaufbaubeispiel
1 angegebenen Verarbeitungsprozeß verarbeitet:
Je 1 Prüfling mit typgemäßer Farbentwicklungszeit
(= 195 sec) und je ein Prüfling mit der verkürzten Verarbeitungszeit
von 65 Sekunden (= ¹/₃ Typzeit).
Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengestellt. Man
erkennt daraus, daß nur die Emulsionen 3, 4, 6, 7 und 8 die
erfindungsgemäßen Bedingungen erfüllen.
Zum Aufzeigen der erfindungsgemäßen Vorteile werden vier
Schichtaufbauten eines farbfotografischen Aufzeichnungsmaterials
hergestellt, wobei die im folgenden mit 1A,
1B und 1C genannten Schichtaufbauten als Vergleich
dienen und 1D den erfindungsgemäßen Schichtaufbau darstellt.
Die einzelnen Schichtaufbauten sind nach folgenden
Prinzipien konzipiert:
- 1A: langsam entwickelnde Emulsionen (Nr. 1 und Nr. 2) und langsam kuppelnde Farbkuppler und DIR- Kuppler (k < 10⁴ [l/Mol · sec].
- 1B: langsam entwickelnde Emulsionen (Nr. 1 und Nr. 2) wie bei 1A, schnell kuppelnde Farbkuppler und DIR-Kuppler (k < 10⁴ [l/Mol · sec]).
- 1C: schnell entwickelnde Emulsionen (Nr. 3 und Nr. 4), langsam kuppelnde Farb- und DIR-Kuppler wie bei 1A.
- 1D: schnell entwickelnde Emulsionen (Nr. 3 und Nr. 4) (wie bei 1C) und schnell kuppelnde Farb- und DIR-Kuppler (wie bei 1B).
Auf einen transparenten Schichtträger aus Cellulosetriacetat
wurden jeweils folgende Schichten in der hier angegebenen
Reihenfolge aufgetragen.
Die Mengenangaben beziehen sich jeweils auf 1 m². Für
den Silberhalogenidauftrag werden die äquivalenten Mengen
an AgNO₃ angegeben.
Alle Silberhalogenidemulsionen waren mit 0,1 g 4-
Hydroxy-6-methyl-1,3,3a,7-tetraazainden pro 100 g AgNO₃
stabilisiert.
1. Schicht (Antihalo-Schicht)
0,2 g/m² schwarzes kolloidales Silber
1,2 g/m² Gelatine
0,1 g/m² UV-Absorber UV 1
0,2 g/m² UV-Absorber UV 2
0,02 g/m² Trikresylphosphat
0,03 g/m² Dibutylphthalat
0,2 g/m² schwarzes kolloidales Silber
1,2 g/m² Gelatine
0,1 g/m² UV-Absorber UV 1
0,2 g/m² UV-Absorber UV 2
0,02 g/m² Trikresylphosphat
0,03 g/m² Dibutylphthalat
2. Schicht (Mikrat-Zwischenschicht)
0,25 g AgNO₃ einer Mikrat-Ag (Br, J)-Emulsion: mittlerer Korn-⌀ = 0,07 µm, 0,5 Mol-% Iodid
1,0 g/m² Gelatine
0,05 g/m² farbiger Kuppler RM 3
0,10 g/m² Trikresylphosphat
0,25 g AgNO₃ einer Mikrat-Ag (Br, J)-Emulsion: mittlerer Korn-⌀ = 0,07 µm, 0,5 Mol-% Iodid
1,0 g/m² Gelatine
0,05 g/m² farbiger Kuppler RM 3
0,10 g/m² Trikresylphosphat
3. Schicht (niedrig-rotempfindliche Schicht)
2,8 g/m² AgNO₃ der spektral rotsensibilisierten Emulsion Nr. 2
1,8 g/m² Gelatine
0,6 g/m² farbloser Kuppler C 11
0,03 g/m² DIR-Kuppler DIR-8
0,04 g/m² farbiger Kuppler RM 3
0,36 g/m² Trikresylphosphat
0,16 g/m² Dibutylphthalat
2,8 g/m² AgNO₃ der spektral rotsensibilisierten Emulsion Nr. 2
1,8 g/m² Gelatine
0,6 g/m² farbloser Kuppler C 11
0,03 g/m² DIR-Kuppler DIR-8
0,04 g/m² farbiger Kuppler RM 3
0,36 g/m² Trikresylphosphat
0,16 g/m² Dibutylphthalat
4. Schicht (hoch-rotempfindliche Schicht)
2,4 g/m² AgNO₃ der spektral rotsensibilisierten Emulsion Nr.1
1,5 g/m² Gelatine
0,12 g/m² farbloser Kuppler C 9
0,02 g/m² farbiger Kuppler RM₃
0,01 g/m² Trikresylphosphat
0,08 g/m² Dibutylphosphat
2,4 g/m² AgNO₃ der spektral rotsensibilisierten Emulsion Nr.1
1,5 g/m² Gelatine
0,12 g/m² farbloser Kuppler C 9
0,02 g/m² farbiger Kuppler RM₃
0,01 g/m² Trikresylphosphat
0,08 g/m² Dibutylphosphat
5. Schicht (Trennschicht)
0,8 g/m² Gelatine
0,05 g/m² 2,5-Di-t-pentadecylhydrochinon
0,05 g/m² Trikresylphosphat
0,05 g/m² Dibutylphthalat
0,8 g/m² Gelatine
0,05 g/m² 2,5-Di-t-pentadecylhydrochinon
0,05 g/m² Trikresylphosphat
0,05 g/m² Dibutylphthalat
6. Schicht (niedrig-grünempfindliche Schicht)
1,8 g/m² AgNO₃ der spektral grünsensibilisierten Emulsion Nr. 2
1,2 g/m² Gelatine
0,52 g/m² farbloser Kuppler M 17
0,06 g/m² DIR-Kuppler DIR-8
0,15 g/m² farbiger Kuppler YM 4
0,6 g/m² Trikresylphosphat
1,8 g/m² AgNO₃ der spektral grünsensibilisierten Emulsion Nr. 2
1,2 g/m² Gelatine
0,52 g/m² farbloser Kuppler M 17
0,06 g/m² DIR-Kuppler DIR-8
0,15 g/m² farbiger Kuppler YM 4
0,6 g/m² Trikresylphosphat
7. Schicht (hoch-grünempfindliche Schicht)
2,0 g/m² AgNO₃ der spektral grün sensibilisierten Emulsion Nr. 1
1,2 g/m² Gelatine
0,14 g/m² farbloser Kuppler M 16
0,04 g/m² farbiger Kuppler YM₆
0,20 g/m² Trikresylphosphat
2,0 g/m² AgNO₃ der spektral grün sensibilisierten Emulsion Nr. 1
1,2 g/m² Gelatine
0,14 g/m² farbloser Kuppler M 16
0,04 g/m² farbiger Kuppler YM₆
0,20 g/m² Trikresylphosphat
8. Schicht (Gelbfilterschicht)
0,04 g/m² gelbes kolloidales Silber, passiviert durch 6 mg 1-Phenyl-5-mercaptotetrazol/g Ag
0,8 g/m² Gelatine
0,15 g/m² 2,5-Di-t-pentadecylhydrochinon
0,4 g/m² Trikresylphosphat
0,04 g/m² gelbes kolloidales Silber, passiviert durch 6 mg 1-Phenyl-5-mercaptotetrazol/g Ag
0,8 g/m² Gelatine
0,15 g/m² 2,5-Di-t-pentadecylhydrochinon
0,4 g/m² Trikresylphosphat
9. Schicht (niedrig-blauempfindliche Schicht)
0,65 g/m² AgNO₃ der spektral blausensibilisierten Emulsion Nr. 2
1,0 g/m² Gelatine
0,75 g/m² farbloser Kuppler Y 27
0,20 g/m² DIR-Kuppler DIR-10
0,10 g/m² DIR-Kuppler DIR-9
0,30 g/m² Trikresylphosphat
0,25 g/m² Poly-ethylacrylat
0,65 g/m² AgNO₃ der spektral blausensibilisierten Emulsion Nr. 2
1,0 g/m² Gelatine
0,75 g/m² farbloser Kuppler Y 27
0,20 g/m² DIR-Kuppler DIR-10
0,10 g/m² DIR-Kuppler DIR-9
0,30 g/m² Trikresylphosphat
0,25 g/m² Poly-ethylacrylat
10. Schicht (hoch-blauempfindliche Schicht)
1,05 g/m² AgNO₃ der spektral blausensibilisierten Emulsion Nr. 1
0,8 g/m² Gelatine
0,25 g/m² farbloser Kuppler Y 27
0,15 g/m² Trikresylphosphat
0,15 g/m² Poly-ethylacrylat
1,05 g/m² AgNO₃ der spektral blausensibilisierten Emulsion Nr. 1
0,8 g/m² Gelatine
0,25 g/m² farbloser Kuppler Y 27
0,15 g/m² Trikresylphosphat
0,15 g/m² Poly-ethylacrylat
11. Schicht (Schutzschicht)
1,5 g/m² Gelatine
0,1 g/m² UV-Absorber UV 1
0,2 g/m² UV-Absorber UV 2
0,02 g/m² Trikresylphosphat
0,02 g/m² Dibutylphthalat
1,5 g/m² Gelatine
0,1 g/m² UV-Absorber UV 1
0,2 g/m² UV-Absorber UV 2
0,02 g/m² Trikresylphosphat
0,02 g/m² Dibutylphthalat
12. Schicht (Schutzschicht)
0,5 g/m² AgNO₃ einer Mikrat-Ag(Br,J)-Emulsion, mittlerer Korn-⌀ 0,07 µm, 0,5 Mol-% Iodid,
1,2 g/m² Gelatine
0,4 g/m² Härtungsmittel
1,0 g/m² Formaldehydfänger
0,25 g/m² Polymethacrylat-Teilchen vom mittleren Durchmesser um 1,5 µm
0,5 g/m² AgNO₃ einer Mikrat-Ag(Br,J)-Emulsion, mittlerer Korn-⌀ 0,07 µm, 0,5 Mol-% Iodid,
1,2 g/m² Gelatine
0,4 g/m² Härtungsmittel
1,0 g/m² Formaldehydfänger
0,25 g/m² Polymethacrylat-Teilchen vom mittleren Durchmesser um 1,5 µm
UV-Absorber UV-1
Gewichtsverhältnis: x : y = 7 : 3
UV-Absorber UV-2
Härtungsmittel
Formaldehydfänger
Wie Schichtaufbau 1A, jedoch
in der 2. Schicht:
0,05 g/m² farbiger Kuppler RM 1 (statt RM 3)
0,05 g/m² farbiger Kuppler RM 1 (statt RM 3)
in der 3. Schicht:
0,6 g/m² farbloser Kuppler C 3 (statt C 11)
0,03 g/m² DIR-Kuppler DIR-2 (statt DIR-8)
0,04 g/m² farbiger Kuppler RM 1 (statt RM 3)
0,6 g/m² farbloser Kuppler C 3 (statt C 11)
0,03 g/m² DIR-Kuppler DIR-2 (statt DIR-8)
0,04 g/m² farbiger Kuppler RM 1 (statt RM 3)
in der 4. Schicht
0,12 g/m² farbloser Kuppler C 1 (statt C9)
0,02 g/m² farbiger Kuppler RM 1 (statt RM 3)
0,12 g/m² farbloser Kuppler C 1 (statt C9)
0,02 g/m² farbiger Kuppler RM 1 (statt RM 3)
in der 6. Schicht:
0,4 g/m² farbloser Kuppler M 11 (statt M 17)
0,06 g/m² DIR-Kuppler DIR-5 (statt DIR-8)
0,15 g/m² farbiger Kuppler YM 2 (statt YM 4)
0,4 g/m² farbloser Kuppler M 11 (statt M 17)
0,06 g/m² DIR-Kuppler DIR-5 (statt DIR-8)
0,15 g/m² farbiger Kuppler YM 2 (statt YM 4)
in der 7. Schicht:
0,14 g/m² farbloser Kuppler M 9 (statt M 16)
0,04 g/m² farbiger Kuppler YM 3 (statt YM 6)
0,14 g/m² farbloser Kuppler M 9 (statt M 16)
0,04 g/m² farbiger Kuppler YM 3 (statt YM 6)
in der 9. Schicht:
0,75 g/m² farbloser Kuppler Y 5 (statt Y 27)
0,02 g/m² DIR-Kuppler DIR-5 (statt DIR-10)
0,10 g/m² DIR-Kuppler DIR-2 (statt DIR- 9)
0,75 g/m² farbloser Kuppler Y 5 (statt Y 27)
0,02 g/m² DIR-Kuppler DIR-5 (statt DIR-10)
0,10 g/m² DIR-Kuppler DIR-2 (statt DIR- 9)
in der 10. Schicht:
0,25 g/m² farbloser Kuppler Y 5 (statt Y 27)
0,25 g/m² farbloser Kuppler Y 5 (statt Y 27)
Wie Schichtaufbau 1A, jedoch
in der 3. Schicht
2,8 g/m² AgNO₃ der spektral rotsensibilisierten Emulsion Nr. 4 (statt Emulsion Nr. 2)
2,8 g/m² AgNO₃ der spektral rotsensibilisierten Emulsion Nr. 4 (statt Emulsion Nr. 2)
in der 4. Schicht
2,4 g/m² AgNO₃ der spektral rotsensibilisierten Emulsion Nr. 3 (statt Emulsion Nr. 1)
2,4 g/m² AgNO₃ der spektral rotsensibilisierten Emulsion Nr. 3 (statt Emulsion Nr. 1)
in der 6. Schicht
1,8 g/m² AgNO₃ der spektral grünsensibilisierten Emulsion Nr. 4 (statt Emulsion Nr. 2)
1,8 g/m² AgNO₃ der spektral grünsensibilisierten Emulsion Nr. 4 (statt Emulsion Nr. 2)
in der 7. Schicht
2,0 g/m² AgNO₃ der spektral grünsensibilisierten Emulsion Nr. 3 (statt Emulsion Nr. 1)
2,0 g/m² AgNO₃ der spektral grünsensibilisierten Emulsion Nr. 3 (statt Emulsion Nr. 1)
in der 9. Schicht
0,65 g/m² AgNO₃ der spektral blausensibilisierten Emulsion Nr. 4 (statt Emulsion Nr. 2)
0,65 g/m² AgNO₃ der spektral blausensibilisierten Emulsion Nr. 4 (statt Emulsion Nr. 2)
in der 10. Schicht
1,05 g/m² AgNO₃ der spektral blausensibilisierten Emulsion Nr. 3 (statt Emulsion Nr. 1)
1,05 g/m² AgNO₃ der spektral blausensibilisierten Emulsion Nr. 3 (statt Emulsion Nr. 1)
Wie Schichtaufbau 1B, jedoch mit den in Schichtaufbau
1C verwendeten, schnell entwickelnden Emulsionen:
Emulsion Nr. 4 in der 3., 6. und 9. Schicht
Emulsion Nr. 3 in der 4., 7. und 10. Schicht
Emulsion Nr. 3 in der 4., 7. und 10. Schicht
(Mengen wie bei Schichtaufbau A bis C angegeben).
Nach Belichtung hinter einem grünen Stufenkeil (Belichtungszeit
= ¹/₁₀₀′′) wurden Proben der Aufbauten 1A
bis 1D nach dem im folgenden beschriebenen Color-
Negativ-Verarbeitungsverfahren verarbeitet:
Die Farbentwicklungs-, Bleich-, Fixier- und Stabilisierungsbäder
hatten folgende Zusammensetzung. Die Mengenangaben
beziehen sich auf 1000 ml.
| Farbentwicklungsbad | |
| Natriumtripolyphosphat|2,0 g | |
| Natriumsulfat (wasserfrei) | 2,0 g |
| Natriumhydrogencarbonat | 8,0 g |
| Kalium- oder Natriumhydrogensulfat | 7,0 g |
| Kaliumbromid | 1,8 g |
| Kalium- oder Natriumcarbonat (wasserfrei) | 30,0 g |
| Hydroxylaminsulfat | 3,0 g |
| N¹-Ethyl-N¹-(2-hydroxyethyl)-3-methyl- 1,4-phenylendiammoniumsulfat (Monohydrat) CD 4 | 2,6 g |
| Wasser, um auf 1000 ml aufzufüllen pH = 10,2 |
| Bleichbad | |
| Ethylendiamintetraessigsäure (Natrium-Eisen-Salz)|100,0 g | |
| Kaliumbromid | 50,0 g |
| 20%ige Ammoniaklösung | 6,0 ml |
| Wasser, um auf 1000 ml aufzufüllen pH = 5,9-6,1 |
| Fixierbad | |
| Ammoniumthiosulfat|120,0 g | |
| Natriumsulfit (wasserfrei) | 20,0 g |
| Kaliummetabisulfit (kristallin) | 20,0 g |
| Wasser, um auf 1000 ml aufzufüllen |
| Stabilisierbad | |
| Sulfobernsteinsäuredi-n-octylester (10%ige Lösung)|10,0 ml | |
| Formalin 35-37%ig | 6,0 ml |
| Wasser, um auf 1000 ml aufzufüllen |
Verarbeitungs-Schwankungen wurden dabei simuliert durch
Variation der Entwicklungszeit (Typ-Zeit = 195 sec;
±30 sec)
Variation der Entwicklungstemperatur (Typ-Temp. = 38°C; ±2°)
Variation des Entwickler-pH-Wertes (Typ-pH = 10,2; ±0,2)
Variation der Entwickler-Konzentration (±20%)
Variation des KBr-Gehalts im Entwickler (Typ = 1,8 g/l; ±0,5 g)
Variation der Entwicklungstemperatur (Typ-Temp. = 38°C; ±2°)
Variation des Entwickler-pH-Wertes (Typ-pH = 10,2; ±0,2)
Variation der Entwickler-Konzentration (±20%)
Variation des KBr-Gehalts im Entwickler (Typ = 1,8 g/l; ±0,5 g)
In Fig. 1 sind die Abweichungen von Empfindlichkeit,
Gradation (bei Farbdichte = 1,0 über Schleier) und
Schleier bei Variation dieser Entwicklungsparameter
gegenüber den bei genauer Typ-Verarbeitung erhaltenen
Werten dargestellt. Im einzelnen zeigen die Diagramme
von Fig. 1 die Variationen der folgenden Entwicklungsparameter:
1a: Variation der Entwicklungszeit ±30sec
1b: Variation der Entwicklungstemperatur ±2°C
1c: Variation des Entwickler-pH-Wertes ±0,2
1d: Variation der Entwicklerkonzentration ±20%
1e: Variation des Kaliumbromidgehalts im Entwickler ±0,5 g/l.
1b: Variation der Entwicklungstemperatur ±2°C
1c: Variation des Entwickler-pH-Wertes ±0,2
1d: Variation der Entwicklerkonzentration ±20%
1e: Variation des Kaliumbromidgehalts im Entwickler ±0,5 g/l.
Man erkennt aus diesen Diagrammen, daß der erfindungsgemäße
Schichtaufbau 1D viel resistenter gegen die Abweichungen
von den exakten Typ-Bedingungen ist als die
Vergleichsaufbauten 1A bis 1C.
Es wäre zu erwarten gewesen, daß durch Einsatz der
schnell entwickelten Emulsionen die Kanteneffekte und
die Interimage-Effekte vermindert werden. Überraschenderweise
wurde gefunden, daß dies fast nicht auftritt,
wenn man diese schnellentwickelten Emulsionen mit
schnellen Farb- und DIR-Kuppler kombiniert.
An diesen vier Schichtaufbauten 1A bis 1D wurde außerdem
die Größe der "Kanten-Effekte" wie bei T. H. James, The
Theory of the Photographic Process, 4. Aufl. Macmillan
Publ. Co. Inc. New York/London (1977), S. 609-614, beschrieben
(zur Vermeidung der Lichtstreuung), mittels
Röntgenbestrahlung bestimmt: Auf je eine Probe der
Schichtaufbauten 1A bis 1D wurde jeweils mit gleicher
Röntgendosis sowohl ein Makrofeld als auch ein 30 µm
breiter Spalt aufbelichtet. Danach wurden die Proben
nach dem aus "The British Journal of Photography", 1974,
Seiten 597 und 598 bekannten Color-Negativ-Verfahren
verarbeitet. Die an diesen Proben gemessene Dichtedifferenz
zwischen Spalt (= Mikrodichte) und dem Makrofeld
(= Makrodichte) bei derjenigen Röntgendosis, welche
die Makrodichte = 1,0 (über Schleier) ergibt, dient in
Tabelle 4 als Maß für die Größe des Kanten-Effekts.
Auch der die Farbqualität verbessernde Interimage-Effekt
bleibt durch die erfindungsgemäße Kombination 1D erhöht.
Als Interimage-Effekt ist in Tabelle 4 beispielsweise
eingetragen, um wieviel Prozent die Purpurgradation
(oder Blaugrüngradation) bei Grünbelichtung (oder
Rotbelichtung) größer ist als bei additiver Weißbelichtung
an derjenigen Stelle der Farbdichtekurve, wo
die bei additiver Weißbelichtung erhaltene Farbdichte
D = 1,0 (über Schleier) beträgt.
Die Verarbeitung der Schichtaufbauten bei Bestimmung des
Interimage-Effekts erfolgt im gleichen Color-Negativ-
Prozeß wie oben bei Bestimmung des Kanteneffekts angegeben.
Man erkennt aus dieser Tabelle, daß die Kanteneffekte
und die Interimage-Effekte des erfindungsgemäßen Aufbaus
1D gegenüber dem Vergleichsaufbau 1A (im Gegensatz zu
1B und 1C) überraschenderweise praktisch nicht verkleinert
werden.
Analog zu Beispiel 1 werden vier Schichtaufbauten miteinander
verglichen, wobei die Schichtaufbauten 2A, 2B
und 2C als Vergleich dienen und 2D den erfindungsgemäßen
Schichtaufbau darstellt.
Schichtträger, Mengenangaben und Stabilisierung der
Emulsionen wie bei Beispiel 1.
1. Schicht (Antihalo-Schicht)
Wie bei Beispiel 1 (siehe Aufbau 1A).
Wie bei Beispiel 1 (siehe Aufbau 1A).
2. Schicht (Mikrat-Zwischenschicht)
0,4 g/m² AgNO₃ einer Mikrat-Ag(BrJ)-Emulsion, mittlerer Korndurchmesser 0,05 µm, 2 Mol-% Iodid
1,2 g/m² Gelatine
0,08 g/m² farbiger Kuppler RM 4
0,15 g/m² Dibutylphthalat
0,4 g/m² AgNO₃ einer Mikrat-Ag(BrJ)-Emulsion, mittlerer Korndurchmesser 0,05 µm, 2 Mol-% Iodid
1,2 g/m² Gelatine
0,08 g/m² farbiger Kuppler RM 4
0,15 g/m² Dibutylphthalat
3. Schicht (niedrig-rotempfindliche Schicht)
2,0 g/m² AgNO₃ der spektral rotsensibilisierten Emulsion Nr. 2
2,0 g/m² Gelatine
0,58 g/m² farbloser Kuppler C 12
0,02 g/m² DIR-Kuppler DIR 9
0,02 g/m² DIR-Kuppler DIR 10
0,05 g/m² farbiger Kuppler RM 4
0,40 g/m² Trikresylphosphat
0,15 g/m² Dibutylphthalat
2,0 g/m² AgNO₃ der spektral rotsensibilisierten Emulsion Nr. 2
2,0 g/m² Gelatine
0,58 g/m² farbloser Kuppler C 12
0,02 g/m² DIR-Kuppler DIR 9
0,02 g/m² DIR-Kuppler DIR 10
0,05 g/m² farbiger Kuppler RM 4
0,40 g/m² Trikresylphosphat
0,15 g/m² Dibutylphthalat
4. Schicht (Trennschicht)
0,8 g Gelatine
0,05 g 2,5-Di-t-pentadecylhydrochinon
0,05 g Trikresylphosphat
0,05 g Dibutylphthalat
0,8 g Gelatine
0,05 g 2,5-Di-t-pentadecylhydrochinon
0,05 g Trikresylphosphat
0,05 g Dibutylphthalat
5. Schicht (niedrig-grünempfindliche Schicht)
1,8 g/m² AgNO₃ der spektral grünsensibilisierten Emulsion Nr. 2
1,6 g/m² Gelatine
0,45 g/m² farbloser Kuppler M 19
0,05 g/m² DIR-Kuppler DIR-10
0,12 g/m² farbiger Kuppler YM 6
0,52 g/m² Trikresylphosphat
1,8 g/m² AgNO₃ der spektral grünsensibilisierten Emulsion Nr. 2
1,6 g/m² Gelatine
0,45 g/m² farbloser Kuppler M 19
0,05 g/m² DIR-Kuppler DIR-10
0,12 g/m² farbiger Kuppler YM 6
0,52 g/m² Trikresylphosphat
6. Schicht (Gelbfilterschicht)
0,02 g gelbes kolloidales Silber, passiviert durch 6 mg 1-Phenyl-5-mercaptotetrazol/g AgNO₃ 0,8 g Gelatine
0,15 g 2,5-Di-t-pentadecylhydrochinon
0,2 g Trikresylphosphat
0,02 g gelbes kolloidales Silber, passiviert durch 6 mg 1-Phenyl-5-mercaptotetrazol/g AgNO₃ 0,8 g Gelatine
0,15 g 2,5-Di-t-pentadecylhydrochinon
0,2 g Trikresylphosphat
7. Schicht (niedrig-blauempfindliche Schicht)
0,65 g/m² der spektral blausensibilisierten Emulsion Nr. 2
1,95 g/m² Gelatine
0,85 g/m² farbloser Kuppler Y 36
0,15 g/m² DIR-Kuppler DIR-9
0,90 g/m² Trikresylphosphat
0,65 g/m² der spektral blausensibilisierten Emulsion Nr. 2
1,95 g/m² Gelatine
0,85 g/m² farbloser Kuppler Y 36
0,15 g/m² DIR-Kuppler DIR-9
0,90 g/m² Trikresylphosphat
8. Schicht (Trennschicht)
Wie 4. Schicht.
Wie 4. Schicht.
9. Schicht (hoch-rotempfindliche Schicht)
2,2 g/m² AgNO₃ der spektral rotsensibilisierten Emulsion Nr. 5
1,2 g/m² Gelatine
0,20 g/m² farbloser Kuppler C 10
0,01 g/m² DIR-Kuppler DIR-9
0,02 g/m² farbiger Kuppler RM 4
0,15 g/m² Trikresylphosphat
0,10 g/m² Dibutylphthalat
2,2 g/m² AgNO₃ der spektral rotsensibilisierten Emulsion Nr. 5
1,2 g/m² Gelatine
0,20 g/m² farbloser Kuppler C 10
0,01 g/m² DIR-Kuppler DIR-9
0,02 g/m² farbiger Kuppler RM 4
0,15 g/m² Trikresylphosphat
0,10 g/m² Dibutylphthalat
10. Schicht (Trennschicht)
Wie 4. Schicht.
Wie 4. Schicht.
11. Schicht (hoch-grünempfindliche Schicht)
2,0 g/m² AgNO₃ der spektral grünsensibilisierten Emulsion Nr. 5
1,2 g/m² Gelatine
0,16 g/m² farbloser Kuppler M 17
0,01 g/m² DIR-Kuppler DIR-10
0,03 g/m² farbiger Kuppler YM 6
0,15 g/m² Trikresylphosphat
2,0 g/m² AgNO₃ der spektral grünsensibilisierten Emulsion Nr. 5
1,2 g/m² Gelatine
0,16 g/m² farbloser Kuppler M 17
0,01 g/m² DIR-Kuppler DIR-10
0,03 g/m² farbiger Kuppler YM 6
0,15 g/m² Trikresylphosphat
12. Schicht (Gelbfilterschicht)
Wie 6. Schicht.
Wie 6. Schicht.
13. Schicht (hoch-blauempfindliche Schicht)
0,85 g/m² AgNO₃ der spektral blausensibilisierten Emulsion Nr. 5
1,2 g/m² Gelatine
0,15 g/m² farbloser Kuppler Y 28
0,01 g/m² DIR-Kuppler DIR-8
0,25 g/m² Trikresylphosphat
0,85 g/m² AgNO₃ der spektral blausensibilisierten Emulsion Nr. 5
1,2 g/m² Gelatine
0,15 g/m² farbloser Kuppler Y 28
0,01 g/m² DIR-Kuppler DIR-8
0,25 g/m² Trikresylphosphat
14. Schicht (Schutz- und Härtungsschicht)
0,5 g/m² AgNO₃ einer Mikrat-Ag(Br,J)-Emulsion, mittlerer Korndurchmesser 0,07 µm, 0,5 Mol-% Iodid,
1,2 g/m² Gelatine
0,4 g/m² Härtungsmittel der Formel
0,5 g/m² AgNO₃ einer Mikrat-Ag(Br,J)-Emulsion, mittlerer Korndurchmesser 0,07 µm, 0,5 Mol-% Iodid,
1,2 g/m² Gelatine
0,4 g/m² Härtungsmittel der Formel
1,0 g/m² Formaldehydfänger der Formel
0,08 g/m² Dibutylphthalat
0,24 g/m² UV-Absorbergemisch gemäß 1. Schicht
0,25 g/m² Polymethacrylat-Teilchen mit mittleren Teilchendurchmesser von 1,45 µm
0,24 g/m² UV-Absorbergemisch gemäß 1. Schicht
0,25 g/m² Polymethacrylat-Teilchen mit mittleren Teilchendurchmesser von 1,45 µm
Wie Schichtaufbau 2A, jedoch
in der 2. Schicht:
0,08 g/m² farbiger Kuppler RM 1 (statt RM 4)
in der 2. Schicht:
0,08 g/m² farbiger Kuppler RM 1 (statt RM 4)
in der 3. Schicht:
0,58 g/m² farbloser Kuppler C 7 (statt C 12)
0,02 g/m² DIR-Kuppler DIR 1 (statt DIR 9)
0,02 g/m² DIR-Kuppler DIR 2 (statt DIR 10)
0,05 g/m² farbiger Kuppler RM 1 (statt RM 4)
0,58 g/m² farbloser Kuppler C 7 (statt C 12)
0,02 g/m² DIR-Kuppler DIR 1 (statt DIR 9)
0,02 g/m² DIR-Kuppler DIR 2 (statt DIR 10)
0,05 g/m² farbiger Kuppler RM 1 (statt RM 4)
in der 5. Schicht:
0,45 g/m² farbloser Kuppler M 2 (statt M 19)
0,05 g/m² DIR-Kuppler DIR 2 (statt DIR 10)
0,12 g/m² farbiger Kuppler YM 1 (statt YM6)
0,45 g/m² farbloser Kuppler M 2 (statt M 19)
0,05 g/m² DIR-Kuppler DIR 2 (statt DIR 10)
0,12 g/m² farbiger Kuppler YM 1 (statt YM6)
in der 7. Schicht:
0,85 g/m² farbloser Kuppler Y 1 (statt Y 36)
0,15 g/m² DIR-Kuppler DIR 7 (statt DIR 8)
0,85 g/m² farbloser Kuppler Y 1 (statt Y 36)
0,15 g/m² DIR-Kuppler DIR 7 (statt DIR 8)
in der 9.Schicht:
0,20 g/m² farbloser Kuppler C 6 (statt C 10)
0,01 g/m² DIR-Kuppler DIR 2 (statt DIR 9)
0,02 g/m² farbiger Kuppler RM 1 (statt RM 4)
0,20 g/m² farbloser Kuppler C 6 (statt C 10)
0,01 g/m² DIR-Kuppler DIR 2 (statt DIR 9)
0,02 g/m² farbiger Kuppler RM 1 (statt RM 4)
in der 11. Schicht:
0,16 g/m² farbloser Kuppler M 1 (statt M 18)
0,01 g/m² DIR-Kuppler DIR 2 (statt DIR 10)
0,03 g/m² farbiger Kuppler YM 1 (statt YM 6)
0,16 g/m² farbloser Kuppler M 1 (statt M 18)
0,01 g/m² DIR-Kuppler DIR 2 (statt DIR 10)
0,03 g/m² farbiger Kuppler YM 1 (statt YM 6)
in der 13.Schicht:
0,15 g/m² farbloser Kuppler Y 7 (statt Y 28)
0,01 g/m² DIR-Kuppler DIR 2 (statt DIR 8)
0,15 g/m² farbloser Kuppler Y 7 (statt Y 28)
0,01 g/m² DIR-Kuppler DIR 2 (statt DIR 8)
Wie Schichtaufbau 2A, jedoch
in der 3. Schicht:
2,0 g/m² AgNO₃ der spektral rotsensibilisierten Emulsion Nr. 7 (statt Nr. 2)
in der 3. Schicht:
2,0 g/m² AgNO₃ der spektral rotsensibilisierten Emulsion Nr. 7 (statt Nr. 2)
in der 5. Schicht:
1,8 g/m² AgNO₃ der spektral grünsensibilisierten Emulsion Nr. 7 (statt Nr. 2)
1,8 g/m² AgNO₃ der spektral grünsensibilisierten Emulsion Nr. 7 (statt Nr. 2)
in der 7. Schicht:
0,65 g/m² AgNO₃ der spektral blausensibilisierten Emulsion Nr. 8 (statt Nr. 2)
0,65 g/m² AgNO₃ der spektral blausensibilisierten Emulsion Nr. 8 (statt Nr. 2)
in der 9. Schicht:
2,2 g/m² AgNO₃ der spektral rotsensibilisierten Emulsion Nr. 6 (statt Nr. 5),
10 mg/m² des Entwicklungsbeschleunigers E 1
2,2 g/m² AgNO₃ der spektral rotsensibilisierten Emulsion Nr. 6 (statt Nr. 5),
10 mg/m² des Entwicklungsbeschleunigers E 1
in der 11. Schicht:
2,0 g/m² AgNO₃ der spektral grünsensibilisierten Emulsion Nr. 6 (statt Nr. 5)
10 mg/m² des Entwicklungsbeschleunigers E 1
in der 13. Schicht:
0,85 g/m² AgNO₃ der spektral blausensibilisierten Emulsion Nr. 3 (statt Nr. 5)
5 mg/m² des Entwicklungsbeschleunigers E 1
2,0 g/m² AgNO₃ der spektral grünsensibilisierten Emulsion Nr. 6 (statt Nr. 5)
10 mg/m² des Entwicklungsbeschleunigers E 1
in der 13. Schicht:
0,85 g/m² AgNO₃ der spektral blausensibilisierten Emulsion Nr. 3 (statt Nr. 5)
5 mg/m² des Entwicklungsbeschleunigers E 1
Wie Schichtaufbau 2B, jedoch mit den im Schichtaufbau
2C verwendeten, schnell entwickelnden Emulsionen.
Die Proben der Schichtaufbauten 2A bis 2D wurden belichtet
und verarbeitet wie diejenigen von Beipiel 1.
In Fig. 2 sind die Abweichungen von Empfindlichkeit,
Gradation (bei Farbdichte = 1,0 über Schleier) und
Schleier bei Variation der Entwicklungsparameter gegenüber
denjenigen Werten, die bei typgemäßer Verarbeitung
erhalten worden sind, dargestellt.
Im einzelnen zeigen die Diagramme von Fig. 2 die
Variationen der folgenden Entwicklungsparameter:
1a: Variation der Entwicklungszeit ±30 sec
1b: Variation der Entwicklungstemperatur ±2°C
1c: Variation des Entwickler-pH-Wertes ±0,2
1d: Variation der Entwicklerkonzentration ±20%
1e: Variation des Kaliumbromidgehaltes im Entwickler ±0,5 g/l
1b: Variation der Entwicklungstemperatur ±2°C
1c: Variation des Entwickler-pH-Wertes ±0,2
1d: Variation der Entwicklerkonzentration ±20%
1e: Variation des Kaliumbromidgehaltes im Entwickler ±0,5 g/l
Auch an den vier Schichtaufbauten 2A bis 2D wurden (wie
bei Beispiel 1 angegeben) die Kanteneffekte und die
Interimage-Effekte bestimmt; die Ergebnisse sind in
Tabelle 5 eingetragen.
Die Schlußfolgerungen, die man aus den in der Tabelle
aufgeführten Ergebnissen ziehen kann, sind in bezug auf
Kanteneffekte und Interimage-Effekte analog zu denen aus
Beispiel 1.
Claims (10)
1. Farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial aus einem
Träger und mindestens einer auf dem Träger aufgebrachten
Silberhalogenidemulsionsschicht, der
mindestens ein Farbkuppler mit einer Kupplungsgeschwindigkeitskonstante
bei pH = 10,2 und 38°C von
10⁴ [l/Mol · sec] und mindestens ein DIR-Kuppler mit
einer Kupplungsgeschwindigkeitskonstante bei pH =
10,2 und 38°C von 10⁴ [l/Mol · sec] zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Silberhalogenidemulsion
verwendet wird, die mit den vorstehend
genannten Farb- und DIR-Kupplern bei 38°C in einem
Farbentwickler der folgenden Zusammensetzung
Natriumtripolyphosphat|2,0 g
Natriumsulfit (wasserfrei) 2,0 g
Natriumhydrogencarbonat 8,0 g
Kalium- oder Natriumhydrogensulfat 7,0 g
Kaliumbromid 1,8 g
Kalium- oder Natriumcarbonat (wasserfrei) 30,0 g
Hydroxylaminsulfat 3,0 g
N¹-Ethyl-N¹-(2-hydroxyethyl)-3-methyl-
1,4-phenylendiammoniumsulfat (Monohydrat) 2,6 g
Wasser, um auf 1000 ml aufzufüllen pH = 10,2
von mindestens 50% liefert.
2. Farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß die Silberhalogenidemulsion
eine relative Maximalfarbdichte
von mindestens 70% aufweist.
3. Farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß der von dem
DIR-Kuppler abgespaltene Inhibitor eine Diffusibilität
von 0,4 aufweist.
4. Farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß es Kuppler
der folgenden Klassen enthält:
- a) 2-Äquivalentgelbkuppler vom Benzoylacetanilidtyp und Pivaloylacetanilidtyp
- b) Purpurkuppler vom Pyrazolo-azoltyp und Acylaminopyrazolontyp
- c) Blaugrünkuppler vom 2-Ureidophenoltyp
- d) Rotmaskenkuppler mit O-Fluchtgruppe der allgemeinen
Formel
Cp-O-L(0-1)-Dyein der
Cp Blaugrünkuppler
L Bindeglied
Dye Farbstoff mit λ max zwischen 510-590 nm
bedeuten.
5. Farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial, dadurch
gekennzeichnet, daß bei Mehrfachschichten gleicher
Spektralempfindlichkeit die Farbkuppler der höherempfindlichen
Teilschichten eine höhere Kupplungsgeschwindigkeitskonstante
aufweisen als die der
niedriger empfindlichen Teilschichten.
6. Farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Teilschichten
des farbfotografischen Aufzeichnungsmaterials
auch Abmischungen von mehreren schnellentwickelnden
Emulsionen und/oder Abmischungen von
mehreren schnell kuppelnden Farbkuppler und/oder
Abmischungen von mehreren schnell kuppelnden DIR-
Kupplern, deren Inhibitoren hohe Diffusibilität
aufweisen, enthalten sind.
7. Farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch
1, mit mindestens je einer blau, grün und
rotempfindlichen Schicht, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eine der blau, grün oder rotempfindlichen
Schichten eine Silberhalogenidemulsion
mit einer relativen Maximalfarbdichte von mindestens
50%, Farbkuppler mit einer Kupplungsgeschwindigkeitskonstante
bei pH = 10,2 und 38°C von 10⁴
[l/Mol · sec], DIR-Kuppler mit einer Kupplungsgeschwindigkeitskonstante
bei pH = 10,2 und 38°C von
10⁴ [l/Mol · sec] und von DIR-Kuppler abgespaltene
Inhibitoren mit einer Diffusibilität von 0,4
aufweist.
8. Farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es Entwicklungsbeschleuniger
und/oder Quellbeschleuniger
enthält.
9. Farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterschied
in den Kupplungsgeschwindigkeitskonstanten
zwischen Farbkuppler und DIR-Kuppler höchstens den
Faktor 5 beträgt.
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| DE19616497C2 (de) * | 1996-04-25 | 2001-11-08 | Agfa Gevaert Ag | Farbfotografisches Silberhalogenidmaterial |
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