DE3739346A1 - Verfahren und vorrichtung zum wassersparenden waschen von laufenden warenbahnen - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum wassersparenden waschen von laufenden warenbahnenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum wassersparenden
Waschen von laufenden Warenbahnen insbes. bei Waschprozessen
für die Lösungswäsche oder dergl., bei dem die im wesentlichen
in senkrechten Schleifen durch die Behandlung geführten Wa
renbahnen bei der Waschbehandlung vom Eintritt in die Behand
lung bis zum Ende der Behandlung nacheinander verschiedene
Behandlungsabschnitte mit separater Zuführung von Waschflotte
durchlaufen, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses
Verfahrens.
Es ist bekannt, daß die Wirtschaftlichkeit einer Waschmaschine
durch die Wassermenge in Litern je Kilogramm Ware bestimmt
wird, die erforderlich ist, um einen gewünschten Auswasch
effekt zu erreichen, da diese Wassermenge Kosten als Frisch
wasser, für die Aufheizung und als Abwasser verursacht. Es
kommt also darauf an, durch einen möglichst geringen Einsatz
von frischer Waschflotte eine möglichst große Behandlungs
wirkung zu erzielen.
Bei den bekannten Waschvorrichtungen, bei denen eine auszu
waschende Warenbahn in jedem Behandlungsabschnitt nur einmal
mit der Behandlungsflotte in Berührung kommt, hat sich her
ausgestellt, daß das für das Auswaschen zugeführte Frischwasser
nur in geringem Maße ausgenutzt wird, was bei den heutigen
Wasserpreisen nicht vertretbar ist.
Durch die vorliegenden Erfindung soll deshalb insbesondere
die Aufgabe gelöst werden, durch bessere Ausnutzung des
Waschwassers eine erhebliche Einsparung an frischem Wasch
wasser zu erreichen und damit eine erhebliche Einsparung an
Betriebskosten beim Auswaschen laufender Warenbahnen zu er
zielen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs
genannten Art vorgeschlagen, die in jedem Behandlungsabschnitt
von der Warenbahn ablaufende Behandlungsflotte zu sammeln,
durch Umwälzung im Kreislauf wieder in den gleichen Behand
lungsabschnitt zurückzuführen und wieder auf die Warenbahn
aufzubringen. Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, die von der
Warenbahn ablaufende Behandlungsflotte für jeden Behandlungs
bereich außerhalb des Behandlungsbereiches zu sammeln und der
Umwälzung der Behandlungsflotte in jedem Behandlungsbereich
eine Gegenstromführung der gesammelten Behandlungsflotten in
Laufrichtung der Warenbahn gesehen vom letzten Behandlungs
bereich zum ersten Behandlungsbereich entgegen der Laufrichtung
der Warenbahn durch die Behandlung zu überlagern.
Weitere Merkmale des erfindungsgemäßen Verfahrens sind aus
den Ansprüchen 3 bis 6 zu entnehmen.
Nach der Erfindung wird also durch den Einsatz einer in der
Menge einstellbaren zwangsumgewälzten Waschflotte in jedem
Behandlungsabschnitt durch wiederholte, mehrfache Zuführung
der Flotte zur Ware eine bessere Nutzung der Waschflotte
erreicht, und dadurch eine Absenkung des spezifischen Wasser
verbrauches gegenüber den bisher bekannten Waschverfahren
erzielt.
Bei einer Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens, bei
der in einem gemeinsamen mit Wasserschloß an der Ein- und
Austrittsöffnung für die Warenbahn geschlossenen dampfdichten
Gehäuse mehrere Behandlungseinheiten für die Warenbahn ange
ordnet sind, durch die die Warenbahn über obere und untere
Reihen von Umlenkwalzen in im wesentlichen senkrechten Schlei
fen hindurchgeführt wird, sollen die Behandlungseinheiten
als im Hinblick auf die Flottenführung getrennte, von der Wa
renbahn nacheinander durchlaufene Behandlungsabteile
ausgebildet sein, in denen der Warenbahn von der Warenbahn nach
der Behandlung abfließende und in außerhalb der Abteile an
geordneten Auffangbehältern gesammelte Behandlungsflotte über
mit den Auffangbehältern verbundene Pumpen im Kreislauf
wiederholt zugeführt wird. Dabei sollen die Auffangbehälter
unterhalb der Behandlungsabteile kaskadenförmig über Wehre
miteinander verbunden für eine Führung der gesammelten Behand
lungsflotte der einzelnen Abteile im Gegenstrom zur Laufrich
tung der Warenbahn durch die Behandlung angeordnet sein.
Weitere Merkmale der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind aus
den Ansprüchen 10 bis 19 zu entnehmen.
An Hand der beiliegenden Zeichnungen soll die Erfindung nach
folgend noch weiter erläutert werden. Auf den Zeichnungen
zeigen
Fig. 1 das Behandlungsflottenführungsschema gemäß der
Erfindung und
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße
Vorrichtung in stark schematisierter Darstellung.
Bei dem Flottenführungsschema der Fig. 1 ist die Warenbahn 10
nur angedeutet, um die Darstellung nicht zu verwirren. Der
vollständige Lauf der Warenbahn durch die Behandlung ist in
Fig. 2 dargestellt. In beiden Figuren sind gleiche Teile mit
gleichen Bezugszeichen versehen.
Wie Fig. 1 erkennen läßt, sind in dem Gehäuse 11, welches von
der Warenbahn bei der Behandlung durchlaufen wird, Verteiler
rohre 25, 26, 27 und Flachstrahldüsen 28, 29,30,38 angedeutet,
durch die der Warenbahn die Behandlungsflotte zugeführt wird.
Die von der Warenbahn ablaufende Flotte wird am Boden jedes
Abteils 12, 13, 14 für jedes Abteil getrennt abgeführt und
in Auffangbehältern 15, 16, 17, 18 gesammelt. Aus diesen
Behältern wird die Behandlungsflotte über Pumpen 19, 20, 21, 22
jeweils in das gleiche Abteil im Kreislauf zurückgefördert
und über die Verteilerohre und Flachstrahldüsen wieder der
Warenbahn zugeführt. Die geförderten Flottenmengen können durch
Regelventile in den Zuleitungen eingestellt werden, wie die
Figur erkennen läßt.
Der Umwälzung der Behandlungsflotte ist eine Führung der
Flotte im Gegenstrom zur Laufrichtung der Warenbahn durch die
Behandlung überlagert, die dadurch erreicht wird, daß die
Auffangbehälter 15, 16, 17, 18 kaskadenförmig mit Überläufen
in der Weise angeordnet sind, daß die Flotte von den Auffang
behältern der Bereiche weiter fortgeschrittener Behandlung
zu den Auffangbehältern der in der Behandlung weiter voran
liegenden Auffangbehälter, also entgegen der Laufrichtung der
Warenbahn durch die Behandlung zurückgeführt wird. Die Flot
tenerneuerung erfolgt durch Überlauf der als Frischwasser
eingespeisten Wassermenge von Auffangbehälter zu Auffangbe
hälter.
Um die Auffangbehälter herum ist ein Siebband 23 geführt, durch das
die von der Warenbahn ablaufende Flotte sofort von abfiltrier
baren Verunreinigungen befreit wird. Die Reinigung des Sieb
bandes geschieht nach der Passage des letzten am niedrigsten
angeordneten Auffangbehälters durch Abspritzen mit einem Teil
strom des Abwassers mittels Düsen 24 von innen her. Es wird
also kein Frischwasser zur Reinigung verbraucht. Das Band wird
kurz nach der Stelle gereinigt, an der die größte Menge an
abfiltrierbarer Substanz zu erwarten ist. Das Siebband 23 läuft
ständig langsam in Richtung des Flottenlaufes durch die Auf
fangbehälter um.
In Fig. 1 ist noch die Aufheizung des kalten Frischwassers
34 über eine Abwasser-Wärmerückgewinnungseinrichtung mit Wärme
tauscher 35, einem mit Heizdampf 36 in Verbindung stehenden
Nacherhitzer 37, sowie den dazugehörigen Ventilen und Regel
einrichtungen angedeutet. Außerdem lassen sich verschiedene
Möglichkeiten für besondere Flottenführungen hinter den Auf
fangbehältern, wie Unterbrechung 40, Umführung 39, Ableitung 42
usw. erkennen, durch die eine optimale Waschleistung mit ge
ringstem Frischwasserverbrauch für unterschiedliche Betriebs
erfordernisse ermöglicht wird.
Das Ausführungsbeispiel einer erfindungsmäßigen Vorrichtung der
Fig. 2 läßt den genauen Lauf der Warenbahn 10 durch die aufein
anderfolgenden Waschabteile 12, 13, 14 erkennen, sowie die
Flottenführungen. Die einzelen Bezeichnungen sind die gleichen
wie in Fig. 1.
Die Warenbahn 10 wird über ein Wasserschloß 31 in das Abteil
12 im dampfdichten Gehäuse 11 eingeführt. Im Einlaufbereich
wird die Warenbahn zunächst mit der schmutzigsten Flotte
beidseitig durch Flachstrahlen 38 abgespritzt. Damit werden
oberflächliche Verunreinigungen abgespült und die Konzentration
der auszuwaschenden Substanzen in der Ware bereits deutlich
herabgesetzt.
Die Zuführung der Flotte zur Warenbahn in den einzelnen
Abteilen 12, 13, 14 erfolgt dann in der Weise, die bei Fig. 1
bereits beschrieben ist. Ebenso die Kreislaufführung und die
Gegenstromführung der Behandlungsflotte.
Am Ende der Behandlung verläßt die Warenbahn 10 das Gehäuse 11
wieder über ein Wasserschloß 33 und kann dann einem End
quetschwerk 41 zugeführt werden, womit dann die Waschbehandlung
abgeschlossen ist.
Claims (19)
1. Verfahren zum wassersparenden Waschen von laufenden Waren
bahnen insbes. bei Waschprozessen für die Lösungswäsche
oder dergl., bei dem die im wesentlichen in senkrechten
Schleifen durch die Behandlung geführten Warenbahnen bei
der Waschbehandlung vom Eintritt in die Behandlung bis
zum Ende der Behandlung nacheinander verschiedene Behand
lungsabschnitte mit separater Zuführung von Waschflotte
durchlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß die in jedem
Behandlungsabschnitt von der Warenbahn ablaufende Behand
lungsflotte gesammelt, durch Umwälzung im Kreislauf wieder
in den gleichen Behandlungsabschnitt zurückgeführt und
wieder auf die Warenbahn aufgebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die von der Warenbahn ablaufende Behandlungsflotte für
jeden Behandlungsbereich außerhalb des Behandlungsberei
ches gesammelt und der Umwälzung der Behandlungsflotte
in jedem Behandlungsbereich eine Gegenstromführung der
gesammelten Behandlungsflotten in Laufrichtung der Waren
bahn gesehen vom letzten Behandlungsbereich zum ersten Be
handlungsbereich entgegen der Laufrichtung der Warenbahn
durch die Behandlung überlagert ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die im Kreislauf umgewälzte Behandlungsflotte vor der
Wiedereinführung in die Behandlung einem Filtervorgang
unterworfen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die umgewälzte Behandlungsflotte zu einem Teil der
Warenbahn in den Zwickeln zwischen der Warenbahn und den
unteren Warenbahnführungswalzen und zu einem Teil durch
scharfes Abspritzen der Warenbahn mittels Flachstrahlen
vor dem Verlassen eines Behandlungsbereiches zugeführt
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Menge der umgewälzten Behandlungsflotte und die
Menge der den Flachstrahlen zugeführten Behandlungsflotte
getrennt voneinander regelbar sind.
6. Verfahren nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet,
daß insbesondere bei Chemikalbehandlungen die Flachstrahlbe
handlung durch Zwischenabquetschung ersetzt ist.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
1 bis 6, bei der in einem gemeinsamen bis auf eine Ein
tritts- und eine Austrittsöffnung für die Warenbahn ge
schlossenen dampfdichten Gehäuse mehrere Behandlungsein
heiten für die Warenbahn angeordnet sind, durch die die
Warenbahn über obere und untere Reihen von Umlenkwalzen
in im wesentlichen senkrechten Schleifen hindurchgeführt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlungseinheiten
als voneinander getrennte von der Warenbahn (10) nachein
ander durchlaufene gegebenenfalls unterschiedliche Behand
lungsabteile (12, 13, 14) ausgebildet sind, in denen der
Warenbahn die von der Warenbahn nach der Behandlung ab
fließende und in außerhalb der Abteile angeordneten Auf
fangbehältern (15, 16, 17) gesammelte Behandlungsflotte
über mit den Auffangbehältern verbundene Pumpen (19, 20,
21) im Kreislauf wiederholt zugeführt wird.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
im Einlauf-Behandlungsabteil (12) ein zusätzlicher Behand
lungsflottenkreislauf mit beiderseits der Warenbahn (10)
angeordneten Flachstrahldüsen (38) zur Entfernung von
Oberflächenschmutz und zur Intensivierung der Behandlung
mit zugehörigem Auffangbehälter (18) sowie einer Umwälz
pumpe (22) vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Auffangbehälter (15, 16, 17, 18) im Niveau unter
halb der Behandlungsabteile (12, 13, 14) kaskadenförmig
über Wehre miteinander verbunden für die Führung der gesam
melten Behandlungsflotte der einzelnen Flottenkreisläufe
im Gegenstrom zur Laufrichtung der Warenbahn (10) durch die
Behandlung angeordnet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß um die Auffangbehälter (15, 16, 17, 18) herum ein um
laufendes Siebband (23) gelegt ist, dessen über den Auffang
behältern liegender Trum in Richtung der Gegenstromfüh
rung der aufgefangenen Behandlungsflotte umläuft.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
am Ende des ablaufenden Trums des umlaufenden Siebbandes
(23) das Siebband von innen nach außen beaufschlagende
Abspritzrohre (24) angebracht sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Zuführung der Behandlungsflotte aus den Auffang
behältern (15, 16, 17, 18) zur Warenbahn (10) an den
unteren Warenführungswalzen flusenunempfindliche Vertei
lerrohre (25, 26, 27) für die direkte Einführung der um
gewälzten Behandlungsflotte in die Zwickel zwischen der
Warenbahn (10) und den Umlenkwalzen vorgesehen sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß am Auslauf jedes Behandlungsabteils (12, 13, 14) mit
der umgewälzten Behandlungsflotte beaufschlagte Flach
strahldüsen (28, 29, 30) für die Zuführung von Flotte in
kurze etwa horizontale Warenbahnführungen angeordnet sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
in den Zuleitungen zu den Verteilerrohren (25, 26, 27)
und zu den Flachstrahldüsen (28, 29 30, 38) Regelorgane
für die umgewälzte Behandlungsflottenmenge vorgesehen sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 7 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die Flachstrahldüsen (28, 29, 30) am Auslauf eines
jeden Behandlungsabteils (12, 13, 14) durch interne
Zwischenquetschwerke an sich bekannter Bauart ersetzt sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 7 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
daß an den oberen Umlenkwalzen für die Warenbahn (10)
der Steigerung des Behandlungseffektes dienende Auflege
walzen angebracht sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 7 bis 16, dadurch gekennzeichnet,
daß am Einlauf der Warenbahn (10) in die Behandlungsvor
richtung (11) sowie am Auslauf aus der Behandlungsvorrich
tung Wasserschlösser (31, 33) vorgesehen sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen einzelnen Behandlungsabteilen die Abteile gegen
einander abschirmende Wasserschlösser (32) mit Trennwänden
angebracht sind.
19. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
daß bei in die Gesamtbehandlung eingeschalteten Chemikalbe
handlungen in einem oder mehreren Behandlungsabteilen die
Gegenstromführung der Behandlungsflotte um diese Behand
lungsabteile herum bei Absenkung des Niveaus in den zuge
hörigen Auffangbehältern und Einschaltung von stehenden
Chemikalbädern erfolgt und daß am Austritt dieser Abteile
Zwischenquetschwerke angeordnet sind.
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