DE3725762A1 - Gepanzertes kampfgeraet und versorgungswagen hierfuer - Google Patents
Gepanzertes kampfgeraet und versorgungswagen hierfuerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein gepanzertes Kampfgerät nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 sowie einen Versorgungswagen hierfür nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 12.
Aus der US-PS 42 36 441 ist eine Panzerhaubitze bekannt, die von einem
Versorgungswagen aufmunitioniert wird, indem aus letzterem über ein Förderband
Geschosse und Treibladungen in horizontaler Lage in den Turm der Panzerhau
bitze überführt werden, in dem die Geschosse und Treibladungen gelagert wer
den. Hierdurch benötigt man einen großen Turm, der leicht verwundbar und in
dem die Munition relativ unsicher gelagert ist, abgesehen davon, daß im auf
munitionierten Zustand ein wesentlicher Teil des Gewichtes im Turmbereich,
d.h. relativ hoch über dem Erdboden angeordnet ist.
Außerdem ist aus der DE-OS 33 32 225 ein Versorgungswagen als gepanzer
tes Fahrzeug in Form eines eigenangetriebenen Munitions- und Mannschafts
transporters bekannt, bei dem Speicherräume für Munition in einem unteren,
zwischen dem Fahrwerk angeordneten Bereich vorgesehen sind. Hieraus wird die
Munition mittels einer Hebeeinrichtung entnommen. Die Übergabe der Geschosse
und Treibladungen erfolgt in getrennten und geschützten Übergabeeinrichtungen
zum Kampfgerät.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein gepanzertes Kampfgerät nach dem Ober
begriff des Anspruchs 1 zu schaffen, das das Mitführen einer möglichst großen
Menge an möglichst geschützt untergebrachter Munition bei vollautomatischem
Munitionsfluß zur Rohrwaffe und damit eine hohe Feuergeschwindigkeit ermög
licht.
Diese Aufgabe wird entsprechend dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1
gelöst.
Das Kampfgerät kann hierbei ein gepanzertes Rad- oder Kettenkampfgerät
sein, das patronierte oder in Treibladungen, gegebenenfalls in Treibladungs
module und Geschosse getrennte Munition verwendet.
Aufgabe der Erfindung ist es weiterhin, einen Versorgungswagen nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 12 zu schaffen. der eine beliebige Reihenfolge der
teil- oder vollautomatischen Aufmunitionierung von Geschossen und Treibladun
gen unter vollem Panzerschutz zum gepanzerten Kampfgerät ermöglicht.
Diese Aufgabe wird entsprechend dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs
10 gelöst.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden Beschrei
bung und den Unteransprüchen zu entnehmen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in den beigefügten Abbil
dungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Fig. 1 zeigt schematisch in Seitenansicht bzw. im Schnitt eine Ausfüh
rungsform einer Panzerhaubitze.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt längs der Linie II-II von Fig. 1.
Fig. 3 zeigt die Panzerhaubitze von Fig. 1 mit der Magazinanordnung von
oben.
Fig. 4 zeigt die Übergabe eines Geschosses zwischen Magazinen der Pan
zerhaubitze von Fig. 1.
Fig. 5 zeigt die Übergabe von Treibladungsmodulen zwischen Magazinen der
Panzerhaubitze von Fig. 1.
Fig. 6 zeigt perspektivisch eine Übergabeeinrichtung.
Fig. 7 zeigt die Panzerhaubitze von Fig. 1 angedockt an eine Ausfüh
rungsform eines gepanzerten Versorgungswagens.
Fig. 8 zeigt eine Seitenansicht des Versorgungswagens von Fig. 7.
Fig. 9 zeigt den Versorgungswagen von Fig. 8 teilweise aufgeschnitten
von oben.
Fig. 10 zeigt einen Schnitt längs der Linie X-X von Fig. 8.
Fig. 11 zeigt eine Heckansicht des Versorgungswagens von Fig. 8.
Fig. 12 zeigt einen Schnitt längs der Linie XII-XII von Fig. 8.
Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Panzerhaubitze umfaßt ein Fahrge
stell 1 mit einer Wanne 2, die vorne eine Motor-Getriebe-Einheit 3 zum Antrieb
von eingeführten Ketten 4 aufnimmt. Das Fahrgestell 1 trägt einen Drehturm 5
mit einer Rohrwaffe 6, die um Schildzapfen 7 höhenrichtbar ist.
Unter dem Drehturm 5 konzentrisch zu dessen Drehachse ist in der Wanne 2
ein unabhängig von der Drehbewegung des Drehturms 5 bewegbares Karussellmaga
zin 8 angeordnet, das Geschosse 9 und Treibladungsmodule 10 stehend aufnimmt.
Innerhalb des Karussellmagazins 8 befinden sich zwei Übergabeeinrichtungen 11
zum Übergeben von Geschossen 9 und Treibladungsmodulen 10 an entsprechende
Übergabearme 12, die um die Schildzapfenachse schwenkbar sind, um ein Geschoß
9 bzw. eine geeignete Anzahl von Treibladungsmodulen 10 an Bereitschaftsscha
len 13, von denen jeweils eine benachbart zu einer mittleren Ladeschale 14
einer Ansetzeinrichtung angeordnet ist, zu übergeben. Das Geschoß 9 auf der
Ladeschale 14 wird mittels der Ansetzeinrichtung entsprechend der Geschoßart
zeit- und weggesteuert in das Waffenrohr der Rohrwaffe 6 gerammt, wonach die
benötigte Anzahl von Treibladungsmodulen 10 mit der gleichen Ansetzeinrichtung
in das Waffenrohr eingebracht wird.
Heckseitig befindet sich in der Wanne 2 auf jeder Seite der Längsachse
des Fahrgestells 1 ein längs eingebautes Bandmagazin 15 bzw. 16, die spiegel
symmetrisch ausgebildet sein können. Diese nehmen ebenfalls stehend unter
schiedliche Geschosse 9 und Treibladungsmodule 10 auf. Zwischen jedem Bandma
gazin 15 bzw. 16 und dem Karussellmagazin 8 befindet sich eine Übergabeein
richtung 17. Außerdem ist heckseitig mittig im Bereich einer Luke eine Muni
tionsübergabestelle mit einer Übergabeeinrichtung 18 vorgesehen, um Geschosse
9 und Treibladungsmodule 10 etwa von einem Versorgungswagen zu übernehmen und
an die Bandmagazine 15, 16 zu übergeben. Die Übergabeeinrichtung 18 dient
darüber hinaus zum Munitionstransfer zwischen den Bandmagazinen 15, 16.
Der Drehturm 5 selbst nimmt kein Magazin auf, so daß die Verwundbarkeit
bei Turmtreffern dadurch, daß keine Treibladungen in diesem gelagert sind und
der Drehturm 5 dementsprechend und wegen fehlender Geschoßlagerung geringe
Abmessungen aufweisen kann, reduziert ist. Die Anordnung der Magazine 8, 15,
16 ermöglicht ein Unterbringen von Treibstofftanks zwischen den Bandmagazinen
15, 16 bzw. in dem von diesen umschlossenen Raum. d.h. in sichererer Position
als in Fahrgestell-Seitenräumen 19, die stattdessen als zusätzliche Stauräume
verwendbar sind. Auch die Unterbringung der Munition in der Wanne 2 ist we
sentlich geschützter als im Drehturm 5, da sich vorne der Antrieb 3 (zugleich
verbesserten Schutz für den Fahrer bietend) befindet, während seitlich eine
Mehrfachpanzerung (infolge Schürzen, Laufräder, Kette 4, Seitenwand der Wanne
2) existiert und die Tieflage hinzukommt. Außerdem ergibt sich eine optimale
Raumaufteilung in der Wanne 2.
Abgesehen davon ermöglicht die Tieflage der Munition im Fahrgestell 1.
daß ein zur Aufmunitionierung verwendeter Versorgungswagen mit einer sehr ge
drungenen Silhouette auskommt, die Munition in geringer Höhe über dem Erdboden
übergebbar ist, der Abstand zwischen Panzerhaubitze und Versorgungswagen klein
gehalten werden kann, wodurch eine automatische bzw. teilautomatische Muni
tionsübergabe ermöglicht wird, und aus geschützter Position Treibstoff über
geben werden kann.
Die Magazine 8, 15, 16 und die Übergabeeinrichtungen 11, 17, 18 besitzen
Halterungen 20 für Geschosse 9 und Treibladungsmodule 10, die eine vertikale
Säule 21, einen Aufstandsteller 22 und paarweise angeordnete Greiferarme 23
aufweisen. Die Greiferarme 23 sind gegeneinander federvorgespannt und können
mittels einer nicht dargestellten, durch eine Schaltelektronik betätigbaren
Spreizeinrichtung an den Übergabestellen gespreizt werden, um das von den
Greiferarmen 23 gehaltene Geschoß 9 oder die davon gehaltenen Treibladungen 10
freizugeben. Die Paare von Greiferarmen 23 sind in vertikalem Abstand zuein
ander entsprechend der Höhe der Treibladungsmodule 10 und über die Länge des
größten, mit der Rohrwaffe 6 zu verschießenden Geschoßtyps entlang der Säule
21 angeordnet, so daß von jedem Paar von Greiferarmen 23 ein Treibladungsmodul
10 und von jeder Halterung 20 ein Geschoß 9 oder eine Gruppe von Treibla
dungsmodulen 10 ergriffen und gehalten werden kann.
Die starren Säulen 21 der Magazine 8, 15, 16 sind in einer oberen und
einer unteren Führung 24 geführt und können über (nicht dargestellte) Ketten
mit Hilfe entsprechender Antriebe indexiert entlang den Führungen 24 umlaufend
bewegt werden.
Die Säulen 21 der Übergabeeinrichtungen 11, 17, 18 sind dagegen zwischen
zwei Hebeln 25 angeordnet und mit diesen um deren Anlenkachse 30 mittels eines
entsprechenden Antriebs 31 derart schwenkbar, daß ein Geschoß 9 oder eine ge
wünschte Anzahl von Treibladungsmodulen 10 aus einer Halterung 20 eines Maga
zins 8, 15, 16 in ein anderes bzw. an die Übergabearme 12 übergeben werden
kann. Hierzu sind die Paare von Greiferarmen 23 der Übergabeeinrichtungen 11,
17, 18 gegenüber denjenigen der Magazine 8, 15, 16 höhenversetzt, so daß er
stere zwischen letztere fächerartig schwenken können.
Der untere Hebel 25 ist mit einem Hebel 32 schwenkbar verbunden, der
seinerseits an einem Ende an der Wanne 2 angelenkt und durch einen Antrieb 33
drehbar ist. Der Hebel 32 trägt an seinem nicht angelenkten Ende eine Gabel
34, die den Hebel 25 drehbar aufnimmt und den Antrieb 31 zum Schwenken des
Hebels 25 gegenüber der Gabel 34 trägt. Zweckmäßigerweise ist die Gabel 34 mit
Laufrollen 35 versehen, die in einer wannenfasten Laufschiene 36 geführt wer
den. Die Laufschiene 36 verläuft entlang einem Kreissegment um die Anlenkachse
37 des Hebels 32. Der Hebel 32 ist länger als der Hebel 25, wobei die Schwenk
bereiche je nach Raumverhältnissen ausgeführt sind. Der obere Hebel 25 kann
über die Achse 30 drehbar und mittels einer Führungsrolle in einer entspre
chenden Schiene geführt sein, es kann aber auch ein zusätzlicher antreibbarer
Hebel 32 hierfür vorgesehen sein.
Die Greiferarme 23 sind mit (nicht dargestellten) Sensoren, die bei
spielsweise auf den Schwenkradius der Greiferarme 23 ansprechen, versehen, um
so zwischen ergriffenen Treibladungen 10 und Geschossen 9 unterscheiden zu
können. Der Hebel 32 kann beispielsweise die Steuerelektronik aufnehmen.
Die Funktion der Übergabeeinrichtung sei am Beispiel der Entnahme einer
modularen Treibladung 10 aus dem Bandmagazin 15 in das Karussellmagazin 8 er
läutert. Letzteres läuft (rechnergesteuert) auf Leerhalterung oder nutzbare
Modulhalterung zur Übergabestelle. Das Bandmagazin 15 läuft auf optimale Mo
dulzahl zur Übergabe. Die Säule 21 schwenkt aus Position I (Fig. 6) um die
Achse 30 in Position II. Die Achse 30 schwenkt um die Achse 37 in die Entnah
meposition III, bis sich die Greiferarmpaare 23 der Säule 21 mit den Greif
öffnungen voran zwischen den Greiferarmpaaren 23 der Halterungen 20 des Wan
nenmagazins 15 befinden. Eine gewünschte Anzahl von Greiferarmpaaren 23 der
Säule 21 rastet an der gewünschten Anzahl von Treibladungsmodulen 10 ein,
entsprechende Greiferarmpaare 23 des Bandmagazins 15 öffnen sich. Die Achse 30
schwenkt um die Achse 37 in die Position IV zurück und die Säule 21 um die
Achse 30 in Position V. Danach schwenkt die Achse 30 um die Achse 37 in die
Übergabeposition Vl, so daß die Greiferarmpaare 23 der Säule 21 mit den Treib
ladungsmodulen 10 mit diesen voran zwischen die Greiferarmpaare 23 der Hal
terung 20 des Karussellmagazins 8 geführt werden.
Die Halterungen 20 sind für alle Geschosse 9 und Treibladungsmodule 10
gleich. Das gewährleistet, daß beliebig eingelagert werden kann. Die Art der
Munitionseinlagerung der beiden Bandmagazine 15, 16 wird nach Auffüllen des
Karussellmagazins 8 zweckmäßigerweise in einem Munitionsfluß-Computer gespei
chert. Die Teilung des Karussellmagazins 8 erlaubt es auch, Geschosse 9 und
Treibladungsmodule 10 abwechselnd einzulagern, wobei in einer jeweiligen
Stellung des Karussellmagazins 8 aus den Bandmagazinen 15, 16 eine Geschoß 9
und entsprechende Treibladungsmodule 10 übernommen werden. Nach erfolgter Re
lativdrehung des Karussellmagazins 8 können aus einer Stellung heraus Geschoß
9 und Treibladungsmodule 10 an die Übergabearme 12 und damit zur Rohrwaffe 6
übergeben werden.
Die Übergabearme 12 nehmen Geschoß 9 und Treibladungsmodule 10 in einer
Position 70° zur Horizontalen geneigt auf, d.h. die Munition 9, 10 wird von
einem Übergabearm-eigenen Greifer 26 erfaßt und um 20° auf den Übergabearm 12
gekippt sowie der Rohrwaffe 6 nachgeführt. Der Ladeschale 14 können daher von
rechts als auch von links in programmiertem Ablauf Geschoß 9 und Treibladung
10 zugeführt werden.
Die Magazine 8, 15, 16 haben in ihren Halterungen 20 beispielsweise
wechselnd Treibladungsmodule 10 sowie Geschosse 9. Aus dem Karussellmagazin 8
können "von unten nach oben zählend" Treibladungsmodule 10 in benötigter La
dungsgröße in die Übergabearme 12 übergeben werden. Die in den Halterungen 20
des Karussellmagazins 8 verbliebenen restlichen Treibladungsmodule 10 werden
an den Übergabestellen zwischen Karussellmagazin 8 und den Bandmagazinen 15,
16 auf Ladungsgröße ergänzt. Hierbei wird an der entsprechenden Übergabeein
richtung 17 ebenfalls "von unten nach oben" gezählt. Für einen optimalen
Treibladungsfluß ist es angebracht, das Karusselmagazin 8 dann nur zum La
dungstransport und nicht als Speicher für Treibladungen und ebensowenig zur
Bildung von Gesamtsäulen von Treibladungsmodulen 10 zu benutzen. Der günstig
ste Weg kann durch den Computer berechnet werden. Gegebenenfalls ist ein stu
fenweises Lösen der Greiferarmpaare 23 vorzusehen.
Um der Rohrwaffe 6 Treibladungsmodule 10 ohne wiederholtes Zusammen
stellen von Treibladungsmodulen 10 je nach Feuerauftrag zuzuführen, kann man
eine Halterung 20 im Karussellmagazin 8, die normalerweise Treibladungsmodule
aufnehmen würde, freilassen. Hierdurch können alle Treibladungen aus den
Bandmagazinen 15, 16 zusammengestellt werden, wenn man bei der Übergabe aus
den Bandmagazinen 15, 16 zu den Übergabearmen 12 das Karussellmagazin 8 stän
dig zwischen der Übergabeposition zu den Übergabearmen 12 und der Übergabepo
sition von den Übergabeeinrichtungen 17 zum Karussellmagazin 8 takten läßt.
Der Hauptweg des Munitionsflusses ist derjenige vom Karussellmagazin 8
über die Übergabearme 12 zur Rohrwaffe 6 sowie außerdem vom Bandmagazin 15
und/oder 16 über das Karussellmagazin 8 zur Rohrwaffe 6. Hauptvarianten be
stehen in einem Munitionsfluß über die Übergabeeinrichtung 18 vom Bandmagazin
15 und/oder 16 über eine der Übergabeeinrichtungen 17 zum Karussellmagazin 8
und von dort entsprechend weiter oder aber vom Bandmagazin 15 und/oder 16 (mit
oder ohne die Übergabeeinrichtung 18) zu dem einen oder anderen Übergabearm 12
und damit zur Rohrwaffe 6, ohne das Karussellmagazin 8 zu benutzen. Letzteres
ist bei Ausfall der Karussellfunktion von Bedeutung, da so unter Inkaufnahme
einer Indexposition die Möglichkeit gegeben ist, ohne Karussellfunktion die
Munitionsübernahme durchzuführen, und zwar in der Stellung, in der die Über
nahme aus dem Bandmagazin 15 bzw. 16 und die Übergabe zum Drehturm 5 zusam
menfallen (insgesamt ergibt sich somit ein redundanter Munitionsfluß).
Der in den Fig. 8 bis 12 dargestellte Versorgungswagen ist im darge
stellten Ausführungsbeispiel als turmloses, gepanzertes Kettenfahrzeug ausge
bildet, jedoch kann es sich auch um ein Radfahrzeug und/oder um ein mit einem
Turm versehenes und gegebenenfalls eine Waffe tragendes Fahrzeug handeln.
Der Versorgungswagen besitzt eine gepanzerte Wanne 70, die vorne einen
Motorblock 71 mit Getriebe zum Antrieb der eingeführten Ketten 72 aufnimmt.
Die Wanne 70 besitzt ein Dach 73 und vorderseitig eine sich daran anschlies
sende Motorraum-Fahrer-Schräge 74, die gegen von oben einwirkende Munition
gepanzert sind. Vorne links befindet sich eine Energieversorgungsanlage 75 und
dahinter ein Fahrersitz 76. Neben dem Fahrersitz 76 ist ein Arbeitsplatz 77
für einen Magazin-Bediener, daneben ist eine Kühlanlage 78 installiert. Nach
hinten folgt ein Munitions- und Treibstoffraum 79.
Der Munitions- und Treibstoffraum 79 nimmt zwei Gruppen von jeweils zwei
Bandmagazinen 80 auf, die in Längsrichtung des Versorgungswagens angeordnet
sind, wobei zwischen den beiden Gruppen ein Treibstofftank 81 für Treibstoff
zur Versorgung der Panzerhaubitze(n) vorgesehen ist, über dem sich ein Durch
kriechraum 82 befindet, der auch zum Transport weiterer zu übergebender Aus
rüstung wie Maschinengewehrmunition, Zünder, Handfeuerwaffen etc. der von
zwei Leuten genutzt werden kann. Die Bandmagazine 80 sind unabhängig vonein
ander durch jeweils einen Antrieb 83 antreibbar und nehmen stehend Geschosse 9
und Treibladungen 10 auf. Die (nicht dargestellten) Halterungen der Bandmaga
zine 80 sind wie diejenigen der Bandmagazine 15, 16 ausgebildet, d.h. sie sind
sowohl zur Aufnahme von Geschossen 9 als auch von Treibladungsmodulen 10 ge
eignet. Die Halterungen werden auch hier oben und unten durch jeweils eine
(nicht dargestellte) Kette bewegt.
Die Aufmunitionierung erfolgt über Dachluken 84 oder von hinten durch
eine Schleuse 85. Die Schleuse 85 an der Heckseite umfaßt zwei mit Sehschlit
zen 86 versehene Schiebetüren 87, benachbart zu denen ein Arbeitsplatz 88
(Notsitz) für einen Übergabebediener vorgesehen ist. Für jede Gruppe von
Bandmagazinen 80 ist eine Übergabeeinrichtung 89 (schematisch angedeutet mit
einer Längsverschiebeeinrichtung 89 a und im übrigen wie die Übergabeeinrich
tung 18 der Panzerhaubitze ausgebildet) vorgesehen. Falls ein Bandmagazin 80
ausfällt, läuft der Munitionsfluß auf der betreffenden Seite nur über das in
takte Bandmagazin 80 ab.
Defekte Bandmagazine 80 werden nach Ausbau des Treibstofftanks 81 (vor
zugsweise aus Kunststoff) komplett aus dem Versorgungswagen ausgebaut, indem
sie durch die Schleuse 85 nach hinten ausgezogen werden.
Die drei Besatzungsmitglieder haben in ihrer starr angeordneten Sicht
mittelstückzahl jeweils eine Nachtsichtmöglichkeit. Der Magazin- und der
Übergabebediener verfügen durch entsprechende Winkelspiegelkränze 90 über eine
überlappende Rundumsicht.
In den Räumen über den Ketten 72 sind unter anderem Treibstofftanks 91
für den Eigenbedarf des Versorgungswagens untergebracht.
Der Versorgungswagen besitzt hydropneumatische Verstelleinrichtungen 92
für die Wanne 70 zum Niveauausgleich beim Andocken an eine zu versorgende
Panzerhaubitze, was aufgrund von Geländeunebenheiten erforderlich ist. Das
Aufstellen bzw. Absenken der Wanne 70 geschieht durch Schwenken der jeweiligen
Radaufhängungseinrichtung (von innen angesteuert) unter vergleichendem Messen
der Kräftebeaufschlagung der Einzelräder und ihrer Aufhängungen. Beim Andocken
nähert sich der Versorgungswagen rückwärtsfahrend dem Heck einer Panzerhau
bitze, wobei die Achsabweichungen durch Sensoren 93 ermittelt und korrigiert
werden. Die gemessene Höhenabweichung wird durch Niveauregulierung mittels der
Verstelleinrichtungen 92 ausgeglichen. Restfehler werden gegebenenfalls durch
manuelles Eingreifen des Übergabebedieners mit den Übergabeeinrichtungen 89
kompensiert, deren Greiferarmpaare zwischen die Greiferarmpaare 23 der Über
gabeeinrichtung 18 der Panzerhaubitze greifen können, wozu die Übergabeein
richtungen 89 gegebenenfalls entsprechend justierbar angeordnet sein können.
Zur vollautomatischen Treibstoffübergabe können heckseitig Schnorchel 94
vorgesehen sein, die mit entsprechenden Treibstoffeinfüllstutzen 95 an der
Heckseite der Panzerhaubitze koppelbar sind. Die Treibstoffübergabe kann auch
über die Schleuse 85 erfolgen.
Gegebenenfalls kann der Vorsorgungswagen sogar von einem einzigen Mann
bedient werden, der den Versorgungswagen fahren, das Andocken vornehmen und
die Munitionsübergabe durchführen kann.
Claims (19)
1. Gepanzertes Kampfgerät mit einem eine Wanne (2) aufweisenden Fahrge
stell (1), einem mit einer Rohrwaffe (6) bestückten und gegenüber dem Fahrge
stell (1) drehbar gelagerten Turm (5), Magazinen (8, 15, 16) zur Aufnahme von
Munition (9, 10), wobei ein Karussellmagazin (8) in der Wanne (2) unter dem
Turm (5) konzentrisch zu dessen Drehachse angeordnet ist, wenigstens einer
Vorrichtung (12) zum Überführen von Munition (9, 10) an die Rohrwaffe (6),
einer Ansetzeinrichtung (14) für die Munition (9, 10) sowie einer heckseitigen
Munitionsübergabestelle zum Aufmunitionieren,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- a. Heckseitig auf jeder Seite der Längsachse der Wanne (2) ist ein Bandmagazin (15 bzw. 16) angeordnet,
- b. zwischen jedem Bandmagazin (15 bzw. 16) und dem Karussellmagazin (8), zwischen dem Karussellmagazin (8) und der Vorrichtung (12) zum Überführen von Munition (9, 10) zur Rohrwaffe (6) sowie an der Munitionsübernahmestelle zwi schen den Bandmagazinen (15, 16) ist jeweils eine Übergabeeinrichtung (11, 17, 18) angeordnet,
- c. die Magazine (8, 15, 16) und die Übergabeeinrichtungen (11, 17, 18) weisen Halterungen (20) für Munition (9, 10) auf, wobei die Halterungen (20) der Magazine (8, 15, 16) entlang von Führungen (24) umlaufend beweglich sind, während die Halterungen (20) der Übergabeeinrichtungen (11, 17, 18) jeweils mittels einer Schwenkeinrichtung (25) zwischen den jeweiligen Übernahme- bzw. Übergabestellungen verschwenkbar sind,
- d. die Halterungen (20) umfassen jeweils einen Träger (21) und spreiz bare Greiferarmpaare (23),
- e. die Greiferarmpaare (23) eines Trägers (21) sind mit vertikalem Ab stand über die Länge des größten mit der Rohrwaffe (6) zu verschießenden, ge gebenenfalls patronierten Geschoßtyps verteilt entlang des Trägers (21) ange ordnet, so daß von jeder Halterung ein gegebenenfalls patroniertes Geschoß (9) bzw. eine Treibladung oder Treibladungsanordnung (10) ergreifbar und haltbar ist,
- f. die Träger (21) der Übergabeeinrichtungen (11, 17, 18) sind gegenüber der Schwenkeinrichtung (25) drehbar angeordnet und
- g. die Greiferarmpaare (23) der Übergabeeinrichtungen (11, 17, 18) sind gegenüber denjenigen der Magazine (8, 15, 16) versetzt, so daß erstere in den Übernahme- bzw. Übergabestellungen fächerartig zwischen letztere schwenk bar sind.
2. Kampfgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwen
dung von Treibladungen in Form von Treibladungsmodulen (10) die Greiferarme
(23) mit vertikalem Abstand entsprechend der Höhe der Treibladungsmodule (10)
angeordnet sind, so daß von jedem Greiferarmpaar (23) ein Treibladungsmodul
(10) ergreifbar und haltbar ist.
3. Kampfgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Träger (21) einen unteren Aufstandsteller (22) aufweisen.
4. Kampfgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Greiferarmpaare (23) zumindest der Übergabeeinrichtungen (17) zwischen
Bandmagazinen (15 bzw. 16) und Karussellmagazin (8) unabhängig voneinander
betätigbar sind.
5. Kampfgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwenkeinrichtungen (25) mindestens einen in der Wanne (2) angelenk
ten, mittels eines Antriebs (33) schwenkbaren Hebel (32) umfassen, an dessen
freiem Ende seinerseits ein eine Halterung (20) tragender Hebel (25) mit einem
separaten Schwenkantrieb (31) angelenkt ist, wobei die Anlenkachsen (30, 37)
beider Hebel (25, 32) parallel zur Turmdrehachse sind.
6. Kampfgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtungen (12) zum Überführen von Munition (9, 10) zur Rohrwaffe
(6) durch Drehen des Turms (5) in eine Übernahmeposition zur entsprechenden
Übergabeeinrichtung (17) vom Bandmagazin (15 bzw. 16) zum Karussellmagazin (8)
bringbar ist.
7. Kampfgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung zum Überführen von Munition (9, 10) zur Rohrwaffe (6) ei
nen Übergabearm (12) umfaßt, der um die Schildzapfenachse der Rohrwaffe (6)
kippbar ist.
8. Kampfgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Überga
bearm (12) in Übernahmeposition schräg zu den vertikalen Trägern (21) verläuft
und einen Greifer (26) zum Ergreifen und Kippen der von der Übergabeeinrich
tung (17) bzw. dem Karussellmagazin (8) in senkrechter Stellung zugeführten
Munition (9, 10) aufweist.
9. Kampfgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß neben einer Ansetzschale (14) der Ansetzeinrichtung für jede Vorrichtung
(12) zum Überführen von Munition (9, 10) eine Bereitschaftsschale (13) be
nachbart zur Ansetzschale (14) vorgesehen ist.
10. Kampfgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Überga
bearme (12) Mittel zum Überführen der Munition (9, 10) in die Bereitschafts
schalen (13) aufweisen.
11. Kampfgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeich
net, daß zwischen den Bandmagazinen (15, 16) bzw. in dem von den Bandmagazinen
(15, 16) umschlossenen Raum Treibstoffbehälter angeordnet sind.
12. Gepanzerter Versorgungswagen als Munitionstransporter für das
Kampfgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11, mit einem Speicherraum für Muni
tion (9, 10) in einer Wanne (70) zwischen seinen Fahrwerken (72) sowie mit
einer Einrichtung zum Entladen der Munition (9, 10),
gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale:
- a. Die Wanne (70) nimmt in ihrer Längsrichtung angeordnete Bandmagazine (80) auf,
- b. heckseitig ist für jeweils zwei Bandmagazine (80) eine Übergabeein richtung (89) benachbart zu einer Schleuse (85) angeordnet,
- c. die Bandmagazine (80) und die Übergabeeinrichtungen (89) weisen Hal terungen (20) für die Munition (9, 10) auf, wobei die Halterungen (20) der Magazine (80) entlang von Führungen (24) umlaufend beweglich sind, während die Halterungen (20) der Übergabeeinrichtungen (89) jeweils mittels einer Schwenk einrichtung (25) zwischen den jeweiligen Übernahme- bzw. Übergabestellungen verschwenkbar sind,
- d. die Halterungen (20) umfassen jeweils einen Träger (21) und spreiz bare Greiferarmpaare (23),
- e. die Greiferarmpaare (23) eines Trägers (21) sind mit vertikalem Ab stand über die Länge des größten mit der Rohrwaffe (6) zu verschießenden, ge gebenenfalls patronierten Geschoßtyps verteilt entlang des Trägers (21) ange ordnet, so daß von jeder Halterung (20) ein gegebenenfalls patroniertes Ge schoß (9) bzw. eine Treibladung (10) ergreifbar und haltbar ist,
- f. die Träger (21) der Übergabeeinrichtungen (89) sind gegenüber der Schwenkeinrichtung (25) drehbar angeordnet und
- g. die Greiferarmpaare (23) der Übergabeeinrichtungen (89) sind gegen über denjenigen der Magazine (80) und der Übergabeeinrichtung (18) des Kampf geräts versetzt, so daß erstere in den Übernahme- bzw. Übergabestellungen fä cherartig zwischen letztere schwenkbar sind.
13. Versorgungswagen nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß bei
Verwendung von Treibladungen in Form von Treibladungsmodulen (10) die Greifer
arme (23) mit vertikalem Abstand entsprechend der Höhe der Treibladungsmodule
(10) angeordnet sind, so daß von jedem Greiferarmpaar (23) ein Treibladungs
modul (10) ergreifbar und haltbar ist.
14. Versorgungswagen nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Träger (21) einen unteren Aufstandsteller (22) aufweisen.
15. Versorgungswagen nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Schwenkeinrichtungen (25) mindestens einen in der Wanne
(70) angelenkten, mittels eines Antriebs (33) schwenkbaren Hebel (32) umfas
sen, an dessen freiem Ende seinerseits ein eine Halterung (20) tragender Hebel
(25) mit einem separaten Schwenkantrieb (31) angelenkt ist, wobei die Anlenk
achsen (30, 37) beider Hebel (25, 32) vertikal parallel sind.
16. Versorgungswagen nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch ge
kennzeichnet, daß zwischen den Bandmagazinen (80) ein Treibstofftank (81) zur
Aufnahme von Treibstoff für das Kampfgerät angeordnet ist.
17. Versorgungswagen nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß über
dem Treibstofftank (81) ein Durchkriechraum (82) angeordnet ist.
18. Versorgungswagen nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Bandmagazine (80) als Ganzes herausnehmbar sind.
19. Versorgungswagen nach einem der Ansprüche 12 bis 18, dadurch ge
kennzeichnet, daß seine Höhe im wesentlichen der Fahrgestellhöhe des Kampfge
räts entspricht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873725762 DE3725762A1 (de) | 1987-08-04 | 1987-08-04 | Gepanzertes kampfgeraet und versorgungswagen hierfuer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873725762 DE3725762A1 (de) | 1987-08-04 | 1987-08-04 | Gepanzertes kampfgeraet und versorgungswagen hierfuer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3725762A1 true DE3725762A1 (de) | 1989-02-16 |
Family
ID=6332994
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873725762 Withdrawn DE3725762A1 (de) | 1987-08-04 | 1987-08-04 | Gepanzertes kampfgeraet und versorgungswagen hierfuer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3725762A1 (de) |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: RHEINMETALL GMBH, 40882 RATINGEN, DE |
|
| 8141 | Disposal/no request for examination |