DE3721203A1 - Behaelter fuer gasdichte verpackungen - Google Patents
Behaelter fuer gasdichte verpackungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Behälter für gasdichte Ver
packungen gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bisher erfolgte die gasdichte Verpackung, z.B. von kohle
säurehaltigen Getränken, entweder in Glasbehältern oder in
tiefgezogenen, zylindrischen Blechbehältern. Diese Behälter
haben den Vorteil, dass sie auch den für eine Sterilisierung
des Behälterinhaltes erforderlichen Temperaturen von 130 bis
140°C aussetzbar sind, sie beanspruchen jedoch für ihren
Transport vom Hersteller zum Abfüller ein verhältnismässig
grosses Transportvolumen, da sie nicht stapelbar sind. Ver
suche mit Kunststoffbehältern, z.B. aus Polyester, das auch
ohne Verformung erhöhten Temperaturen ausgesetzt werden kann,
haben gezeigt, dass deren Gasdichtigkeit nicht ausreicht, um
über einen längeren Zeitraum eine erhöhten Gasinnendruck
aufrechtzuerhalten, wie es für die Abfüllung z.B. von kohle
säurehaltigen Getränken erforderlich ist. Gebrauchte gas
dichte Behälter bekannter Art bilden ausserdem eine Belastung
von Abfallbeseitigungssystemen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Behälter der
genannten Art zu finden, der im wesentlichen aus rückstands
los verbrennbarem Material besteht und bei ausreichender me
chanischer Widerstandsfähigkeit, insbesondere gegenüber blei
benden Verformung, z.B. aufgrund von Transportbelastungen,
eine ausreichende Gasdichtigkeit aufweist und der ausserdem
eine thermische Sterilisierung seines Inhalts ermöglicht.
Weiterhin soll der Behälter vor seinem Füllen stapelbar sein.
Die Lösung der genannten Aufgabe erfolgt erfindungsgemäss
dadurch, dass der Behälter auf an sich bekannte Weise ko
nisch ist und aus einem dünnerwandigen, Ueberlappungsnähte
aufweisenden, gasdichten Innenbehälter und einem mit diesem
fest verbundenen, dickerwandigen Aussenbehälter besteht, wo
bei der Innen-und Aussenbehälter zumindest öffnungsseitig
aneinanderliegende Flansche aufweisen.
Vorzugsweise besteht der Innenbehälter aus einer kunststoff
beschichteten Aluminiumfolie, wobei die äussere Kunststoff
schicht mit dem Material des Aussenbehälters verschweissbar
ist, falls dieser ebenfalls aus Kunststoff besteht oder mit
diesem durch Kleben verbunden ist, falls er aus einem anderen
Material, wie z.B. Karton besteht. Einschliesslich der Kunst
stoffbeschichtung beträgt die Dicke der genannten Folie we
niger als 0,15 mm und die Aluminiumschicht selbst vorzugs
weise weniger als 0,02 mm.
Der aus einem Folienzuschnitt hergestellte Innenbehälter
gewährleistet die Dichtigkeit des Behälters sowie den Licht
schutz des Behälterinhalts. Die Kunststoffbeschichtung der
Aluminiumfolie trägt zu dieser Dichtigkeit bei und schützt
ausserdem die Aluminiumschicht vor Korrosion. Die Ueberlap
pungsnähte des Innenbehälters sind vorzugsweise in an sich
bekannter Weise so ausgeführt, dass jeweils die gleicharti
gen Beschichtungen der Folie miteinander verschweist sind.
Dies ergibt sich dadurch, dass die Innenschicht zuvor nach
aussen gefaltet wird, bevor der Ueberlappungsrand zum Ver
schweissen darüber gelegt wird. Somit ergibt sich entlang
der Ueberlappungsnähte eine dreifache Schichtdicke. Bei
Innendruckbelastung des Behälters werden diese Schichten an
der Naht gegeneinander gepresst, so dass die Zuverlässig
keit der Abdichtung dort noch erhöht wird.
Dadurch, dass der die Aluminiumschicht aufweisende Innenbe
hälter besonders dünnwandig ist, sind bleibende Verformungen
unter äusserer örtlicher Druckanwendung und elastischer Ver
formung des Aussenbehälters nicht möglich. Der Aussenbehäl
ter bewirkt die Stabilität des Behälters und schützt den
Innenbehälter vor Beschädigungen, die eine Undichtigkeit
verursachen könnten.
Für die dekorative Ausstattung des Behälters können vor
zugsweise die Zuschnitte für den Innenbehälter und somit
der Innenbehälter bedruckt sein, falls der gespritze oder
tiefgezogene Aussenbehälter aus durchsichtigem Kunststoff,
beispielsweise Polypropylen, hergestellt wird. Der Aussen
behälter kann jedoch selbst die Bedruckung aufweisen und
beispielsweise aus Karton hergestellt sein, wie an sich
durch die CH-PS 647 453 bekannt ist.
Der Verschluss des Behälters nach seiner Befüllung kann je
nach Verwendungszweck, z.B. als Trinkbehälter, durch einen
verhältnismässig steifen, gasdichten Deckel erfolgen, der
mit dem Behälterflansch, z.B. durch Bördeln oder Schweissen,
verbunden wird. Beispielsweise ist der Behälterdeckel, ähn
lich wie bei Blechdosen, aus Blech mit einem Aufreissver
schluss hergestellt, oder er ist, ähnlich wie der übrige Be
hälterteil, mehrschichtig ausgeführt, mit einem die Dichtig
keit gewährleistenden dünnen Folienteil und einem mit diesem
verbundenen steifen Deckteil. Ein Behälterverschluss aus
Blech ist beispielsweise durch die US-PS 31 90 485 bekannt.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfin
dungsgemässen Behälters mit zwei Beispielen für die Aus
führung einer Ueberlappungsnaht, dabei zeigt:
Fig. 1 einen Axialschnitt durch den Behälter ohne Deckel,
Fig. 2 einen vergrösserten Teilquerschnitt im Bereich des
Oeffnungsrandes des Behälters nach Fig. 1,
Fig. 3 einen Teilquerschnitt durch den Innenbehälter im
Bereich einer entlang einer Mantellinie verlaufenden
Ueberlappungsnaht,
Fig. 4 eine Darstellung entsprechend Fig. 3 mit einer anders
ausgeführten Ueberlappungsnaht,
Fig. 5 und 6 einfache Ueberlappungen im Verbindungsbereich zwi
schen dem Mantel und dem Boden des Innenbehalters,
bevor diese gegen den Mantel oder den Boden gedrückt
werden, zur Herstellung der Ueberlappungsverbindung
und
Fig. 7 einen Teilquerschnitt durch einen Behälter im Be
reich des Uebergangs zwischen Mantel und Boden mit
einer schematischen Darstellung der aufgrund der
einfachen Ueberlappung nach Fig. 6 hergestellten
Ueberlappungsverbindung.
Der dargestellte Behälter 1 hat einen verhältnismässig stei
fen Aussenbehälter 2, der die Behälterformstabilität be
stimmt und den innen an ihm anliegenden sehr dünnwandigen
und entsprechend flexiblen Innenbehälter 3 gegen Beschädi
gung schützt. Der Aussenbehälter 2 kann durch Spritzgiessen
aus Kunststoff, z.B. Polypropylen, Tiefziehen oder Wickeln
aus Kartonmaterial separat hergestellt sein, so dass der
in jedem Fall separat aus Folienzuschnitten hergestellte
Innenbehälter nachträglich in ihn eingefügt und mit ihm
durch Kleben oder Verschweissen zumindest entlang der Rand
flansche 4, 4′ verbunden wird. Vorzugsweise wird jedoch der
vorgefertigte Innenbehälter 3 in eine Spritzgiessform ein
gelegt und der Aussenbehälter 2 durch Spritzgiessen unmittel
bar an den Innenbehälter 3 angeformt, so dass er mit dessen
dünnen Kunststoffschicht verschweisst. Somit bildet der
Innenbehälter 3 eine Behälterauskleidung.
Die Wanddicke des Aussenbehälters 2, die z.B. 0,5 mm oder
mehr beträgt, ist im wesentlichen durch die Festigkeitsan
forderungen an den Behälter 1 bestimmt. Bei seiner Material
wahl ist die Gasdurchlässigkeit unwesentlich, so dass andere
Gesichtspunkte, wie Umweltfreundlichkeit und/oder Preisgün
stigkeit bevorzugt werden können. Der Innenbehälter hinge
gen besteht aus einer dünnnen Folie von vorzugsweise weniger
als 0,02 mm Dicke, deren Materialwahl in erster Linie durch
die Anforderung an sehr hohe Gasdichtigkeit bestimmt ist.
Entsprechend ist ein verhältnismässig hochwertiges Material,
wie z.B. kunststoffbeschichtete Aluminiumfolie, zu wählen,
das jedoch nur in sehr geringer Quantität benötigt wird.
Die minimale Dicke ist im wesentlichen durch die Verarbeit
barkeit zu einem Innenbehälter 3 bestimmt, so dass dieser
aus Zuschnitten für seinen Mantelteil 8 und seinen Boden
teil 7 hergestellt wird, indem die Verbindungsnähte zur
Herstellung des Raumgebildes durch gasdichte Ueberlappungs
nähte 5, 5′, 13 gebildet werden. Aussen ist die Folie des
Innenbehälter 3 mit einem Material dünn beschichtet, das
mit dem Material des Aussenbehälters, z.B. Polypropylen,
leicht verschweisst. Die andere, innere Seite der Folie ist
durch üblichen Thermolack beschichtet, um die Nahtverbin
dungen 5, 5′, 13 durch Heissiegeln einfach herstellen zu kön
nen.
Die Fig. 3 und 4 zeigen zwei Beispiele für eine überlappende
Verbindung entlang der in Richtung einer Mantellinie verlau
fenden Mantelnaht 5 bzw. 5′, derart, dass entlang der Naht
5, 5′ jeweils Innenschichten der Folie aufeinander liegen
und miteinander verschweisst sind. Im Beispiel nach Fig. 3
ist ausserdem ein Folienrand 11 vorhanden, der sich in Um
fangsrichtung über den umgefalzten Folienteil 10 fortsetzt,
so dass zusätzlich auch ein Kontakt mit Verschweissung, Ver
klebung oder auch nur mit einfacher Auflage zwischen der
Innenbeschichtung und Aussenbeschichtung der Folie entlang
dem Folienrand vorhanden ist.
Die Fig. 5 und 6 zeigen für zwei verschiedene Anordnungen
einer überlappenden Verbindungsnaht 13 die anfängliche ein
fache Ueberlappung, bevor diese beim Beispiel nach Fig. 5
gegen den Mantelteil 8 des Innenbehälters 3 und beim Bei
spiel nach Fig. 6 gegen den Bodenteil 7 des Innenbehälters
3 umgelegt wird, um in dieser Endposition verschweisst zu
werden. Wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 einer Mantel
naht, ist bei den Ausführungsbeispielen der Fig. 5 und 6 eben
falls ein Folienrand 11′, 11′′ vorhanden, der sich in Endposi
tion über den umgefalzten Folienteil 10′ fortsetzt.
Durch einen verhältnismässig breiten Ueberlappungsbereich
10, 10′ sowie die Umfalzung der aneinanderliegenden Folien
teile gegen die Wand des Innenbehälters 3, d.h. gegen den
Mantelteil 8 oder den Bodenteil 7 ergibt sich eine zuver
lässige Abdichtung entlang der Nähte 5, 5′, 13, die noch da
durch unterstütztwird, dass der Innendruck des gefüllten
Behälters 1 die Ueberlappungsnähte komprimiert.
Obwohl der Anteil an Aluminium bei Verwendung einer Alumi
niumfolie für den Innenbehälter 3 vernachlässigbar gering
ist, wirkt sich die thermische Leitfähigkeit der Aluminium
schicht überraschend vorteilhaft auf das thermische Schrump
fen nach dem Ausformen des fertiggestellten Behälters 1 aus
einer Spritzgiessform aus, wenn der Innenbehälter 3 in dieser
durch den Aussenbehälter 2 umspritzt wird, indem die Schrum
pfung um ca. 50 Prozent geringer ausfällt als ohne Verwendung
einer Aluminiumfolie.
Die Darstellung des Behälterdeckels erübrigt sich, da dieser
auf an sich bekannte Weise, z.B. entsprechend der US-PS
31 90 485 ausgeführt sein kann.
Claims (11)
1. Behälter für gasdichte Verpackungen, dadurch gekennzeich
net, dass der Behälter (1) konisch ist und aus einem dünner
wandigen, Ueberlappungsnähte (5, 5′, 13) aufweisenden, gas
dichten Innenbehälter (3) und einem mit diesem fest ver
bundenen, dickerwandigen Aussenbehälter (2) besteht, wobei
der Innen- und Aussenbehälter zumindest öffnungsseitig an
einanderliegende Flansche (4) aufweisen.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der
Innenbehälter (3) aus einer kunststoffbeschichteten Alumi
niumfolie besteht.
3. Behälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der
Aussenbehälter (2) aus einem mit der Kunststoffbeschichtung
des Innenbehälters (3) verschweissbaren Material besteht.
4. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der Aussenbehälter (2) aus Karton besteht.
5. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der Innenbehälter (3) aus einer Folie geformt ist,
deren Dicke weniger als 0,15 mm beträgt.
6. Behälter nach Anspruch 2 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Aluminiumschicht der Folie des Innenbehälters (3)
weniger als 0,02 mm dick ist.
7. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Innenbehälter (3) an seiner Aussenseite
bedruckt ist und der Aussenbehälter (2) aus durchsichtigem
Kunststoff besteht.
8. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3 oder 5 bis 7, da
durch gekennzeichnet, dass der Aussenbehälter (2) aus Poly
propylen besteht.
9. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Ueberlappungsnähte (5, 5′, 13) eine
Ueberlappung entlang eines auswärts gefalteten Folienran
des (10) aufweisen, so dass an der Ueberlappungsnaht (5,
5′, 6) Innenschichten der Folie aneinanderliegen.
10. Behälter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass
sich die Ueberlappung an der Ueberlappungsnaht bis über
den umgefalzten Folienrand (10) hinwegerstreckt, so dass
ein Folienrand (11) mit seiner Innenbeschichtung an der
Aussenbeschichtung der Folie anliegt.
11. Behälter nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet,
dass die Ueberlappungsnaht (13) zwischen dem Mantelteil
(8) und dem Bodenteil (7′) des Innenbehälters (3) radial
nach innen gerichtet ist.
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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