DE102005060259A1 - Kunststoffbehälter mit Diffusionssperre für plastische Massen und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents
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Abstract
Kunststoffbehälter mit Diffusionssperre für plastische Massen, der aus einer als Diffusionssperre dienenden, als Vorformkörper aus Metallfolie hergestellten Auskleidung und einem darauf angespritzten Kunststoffkörper besteht.
Description
- Die Erfindung betrifft Kunststoffbehälter wie beispielsweise Kunststoffkartuschen oder Becher oder Eimer für plastische Massen und beinhaltet eine mit einer Diffusionssperre ausgebildeten Kunststoffbehälter sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung.
- Kunststoffkartuschen zur Aufnahme plastischer Massen wie beispielsweise Dichtungsmittel oder Klebstoffe sind allgemein bekannt. Ein wichtiges Kriterium bei solchen Kartuschen ist die Dichtheit, insbesondere zwischen dem Kartuschenrohr und dem hinten eingesetzten Verschluß- und Ausdrückkolben, damit weder Gase, Dämpfe oder Feuchtigkeit aus der in der Kartusche befindlichen plastischen Masse austreten können noch Sauerstoff, Wasserdampf oder dergleichen von außen in die Kartusche eintreten können, um eine möglichst lange Haltbarkeit und Lagerfähigkeit der plastischen Masse ohne Austrocknen oder Abbinden zu ermöglichen.
- Manche Massen enthalten aber Stoffe, welche durch den Kunststoff der Kartuschenwand hindurch ausdiffundieren können, oder sind so empfindlich gegen durch die Wand der Kunststoffkartusche eindiffundierende Luftbestandteile, daß sie wegen unzureichender Lagerfähigkeit nicht in gewöhnlichen Kunststoffkartuschen untergebracht werden können. Für solche Massen werden üblicherweise Metallkartuschen aus Aluminium verwendet, die diffusionsdicht sind, allerdings teuer sind und ein Mehrfaches der Kunststoffkartuschen kosten.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Kunststoffbehälter zu schaffen, der ein hohes Maß an Diffusionsdichtigkeit erreicht.
- Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch den im Anspruch 1 angegebene Kunststoffbehälter mit Diffusionssperre gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sowie ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Behälters sind Gegenstand der weiteren Ansprüche.
- Der erfindungsgemäße Kunststoffbehälter, beispielsweise in Form einer Kartusche, besteht aus einem üblichen Kartuschenkörper aus Kunststoff, der jedoch innenwandseitig mit einer als Diffusionssperre dienenden Kunststofffolie ausgekleidet ist, wobei die Folienauskleidung als Vorformkörper hergestellt und der Kartuschenkörper auf diesen aufgespritzt ist. Dabei ist der Folienkörper außenseitig mindestens teilflächig mit einer die Haftung mit dem Kunststoff vermittelnden Oberflächenbehandlung versehen.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen mehr im einzelnen beschrieben. In den Zeichnungen zeigt:
-
1 im Axialhalbschnitt eine Kartuschenhülse nach der Erfindung, -
2 eine teilweise geschnittene Draufsicht der Kartuschenhülse nach1 , -
3 eine perspektivische Darstellung der Kartuschenhülse nach1 , -
4 eine Ansicht des Folienvorformkörpers, der die Diffusionssperre bildet, -
5 eine Draufsicht des Folienvorformkörpers nach4 , -
6 in perspektivischer aufgeschnittener Darstellung einen Kunststoffbecher nach der Erfindung, und -
7 in perspektivischer Darstellung einen Folienvorformkörper für den Becher nach6 . - Die Zeichnungen erläutern die Erfindung am Beispiel einer Kartusche und am Beispiel eines Bechers, die jeweils aus Kunststoff bestehen und mit einer Diffusionssperre ausgebildet sind. Es versteht sich, daß auch beispielsweise Eimer und andere Behältnisse in gleicher Weise nach der Erfindung ausgebildet sein können.
- Die
1 bis3 zeigen im Axialhalbschnitt (1 ), in sektorförmig aufgeschnittener Draufsicht (2 ) und in perspektivischer, ebenfalls sektorförmig aufgeschnittene Ansicht (3 ) eine Kartuschenhülse, d. h. den Kartuschenkörper einer Kartusche für plastische Massen ohne Befüllung und ohne in das hintere Ende eingesetzten Kolben. - Die Kartusche hat, wie der Fachmann sieht, eine übliche Form und besteht aus einem Verbundkörper in Gestalt eines Wandkörpers
1 aus Kunststoff und einer Auskleidung2 aus Metallfolie, die eine Diffusionssperre bildet. Der Wandkörper1 besteht aus einem zylindrischen Rohr11 mit angeformter vorderer Stirnwand12 und einem dort mittig angeformten Mundstückzapfen13 , der durch eine ebenfalls angeformte abzuschneidende Kappe14 verschlossen ist und ein Außengewinde zum Aufschrauben eines Mischers hat. - Die Auskleidung
2 ist in den2 und3 aufgrund des sektorförmig aufgeschnittenen Wandkörpers1 deutlich erkennbar, da die Auskleidung2 selbst nicht geschnitten ist. Die Auskleidung2 ist auch in1 , wo sie ebenfalls nicht geschnitten ist, erkennbar, wenn man1 aus der deutlicheren Erkennbarkeit in den2 und3 interpretiert. Die Auskleidung2 hat dieselbe Becherform wie der Wandkörper1 und besteht wie dieser aus einem Rohrabschnitt21 und einem angeformten Stirnwandabschnitt22 , der im Bereich des Mundstückzapfens13 ein Loch23 hat. - Die Auskleidung
2 und der Wandkörper1 bilden zusammen eine einstückige Kartuschenhülse. Die Herstellung erfolgt derart, daß zunächst aus dünner Metallfolie, insbesondere Aluminiumfolie, die Auskleidung2 in Gestalt eines Metallfolien-Vorformkörpers hergestellt wird, wie er in den4 und5 in Ansicht und Draufsicht dargestellt ist. Diese Herstellung erfolgt auf einem entsprechenden Dorn. Nach der Fertigung des Metallfolien-Vorformkörpers wird in einem weiteren Herstellungsschritt auf diesen auf einem Dorn sitzenden Vorformkörper unmittelbar der Wandkörper1 aus Kunststoff angespritzt. Aus der Maschine fällt dann das fertige Verbundteil, nämlich die mit der Foliendiffusionssperre ausgekleidete Kunststoffkartuschenhülse nach den1 bis3 . - Die Metallfolie wird vorzugsweise vor der Bearbeitung zum Vorformkörper auf einer Folienseite so vorbehandelt, daß eine gute Haftung mit dem anzuspritzendem Kunststoff erreicht wird. Diese Vorbehandlung einer Folienseite kann vollflächig oder teilflächig erfolgen, wobei die teilflächige Vorbehandlung beispielsweise in Gestalt eines Streifenmusters, eines Gittermusters, oder eines Musters diskreter kleiner Einzelflächen beliebiger geometrischer Form wie beispielsweise kreisförmig. Diese Behandlung kann durch Aufbringen eines Haftvermittlungsmaterials erfolgen, das sich mit der Folie gut verbindet und auch eine gute Haftung des Kunststoffs gewährleistet. Grundsätzlich ist es möglich, aber weniger zweckmäßig, die Behandlung auch beim Fertigen Vorformkörper vorzunehmen. Bei Fertigung des Vorformkörpers aus bereits behandelter Folie kann die Fertigung des Verbundkörpers in einem Zuge erfolgen, indem auf einem Dorn zu nächster Vorformkörper aus der Metallfolie zur Herstellung der Auskleidung
2 gefertigt und dann der Kunststoff direkt zur Bildung des Wandkörpers1 angespritzt wird. - Die
6 und7 zeigen denselben Aufbau am Beispiel eines Kunststoffbechers mit Diffusionssperre zur Aufnahme ähnlicher Massen. Dabei zeigt6 perspektivisch einen sektorförmig aufgeschnittenen Becher und7 in ebenfalls perspektivischer Ansicht den zugehörigen Metallfolien-Vorformkörper. Zur Bezeichnung entsprechender Teile sind gleiche Bezugszahlen verwendet, jedoch jeweils mit Hochstrich. - Der Becher nach
6 besteht aus einem Wandkörper1' mit einem Mantelteil11' und einem Boden12' sowie einem mit Gewindeelementen versehenen Halsteil13' zum Aufschrauben eines Deckels. Der Wandkörper ist ausgekleidet durch eine Auskleidung2' mit einem Mantelteil21' und einem daran angeformten Bodenrandteil22' . Der ganze Becher ist, wie die zuvor beschriebene Kartuschenhülse, dadurch hergestellt, daß zunächst die Auskleidung2' als Metallfolien-Vorformkörper hergestellt und sodann der Wandkörper1' aus Kunststoff unmittelbar angespritzt wird. Damit hat der fertige Becher eine sich über seinen ganzen Mantelwandbereich und einen Randteil des Bodens erstreckende Diffusionssperre. Es versteht sich, daß die Auskleidung2' auch so ausgebildet sein kann, daß sie den ganzen Boden überdeckt, was aber in der Regel unnötig ist, wenn das gefüllte Behält nis in einem Stapel mit anderen Bechern oder auf dem Regalboden eines Lagerregals oder dergleichen steht, so daß von unten ohnehin kein Luftzutritt stattfindet. - Es versteht sich, daß die Kartuschenhülse und der Becher nur Beispiele solcher Behältnisse verkörpern, und daß weitere Behältnisse wie beispielsweise Eimer in gleicher Weise ausgebildet sein können.
Claims (7)
- Kunststoffbehälter für plastische Massen, mit einem aus Kunststoff gespritzten Wandkörper (
1 ) mit einem Mantelteil (11 ;11' ) und einem daran angeformten Stirnwand- oder Bodenteil (12 ;12' ), dadurch gekennzeichnet, daß der Wandkörper (1 ,1' ) außen an eine als Vorformkörper aus außenseitig zur Haftverbesserung vorbehandelten Metallfolie hergestellte Auskleidung (2 ,2' ) angespritzt ist, welche den Mantelteil und/oder den Stirnwand- oder Bodenteil des Wandkörpers (1 ;1' ) mindestens teilweise überdeckt. - Kunststoffbehälter nach Anspruch 1, der als Kartuschenhülse ausgebildet ist, dessen Wandkörper (
1 ) aus einem zylindrischen Rohr (11 ) mit angeformter vorderer Stirnwand (12 ) und dort angeformten Mundstückzapfen (13 ) besteht. - Kunststoffbehälter nach Anspruch 1, der als Becher oder einer ausgebildet ist, dessen Wandkörper (
1' ) einen Mantelteil (11' ) und einen Boden (12' ) umfasst. - Kunststoffbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Auskleidung (
2 ;2' ) den Mantelteil (11 ;11' ) des Wandkörpers (1 ;1' ) im wesentlichen vollständig auskleidet und den Stirnwand- oder Bodenteil (12 ;12' ) mindestens teilweise auskleidet. - Verfahren zum Herstellen eines Kunststoffbehälters nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei zunächst auf einem Dorn ein Vorformkörper aus Metallfolie zur Bildung der Auskleidung (
2 ;2' ) hergestellt und anschließend der Wandkörper (1 ;1' ) aus Kunststoff auf den Vorformkörper angespritzt wird. - Verfahren nach Anspruch 5, wobei zur Herstellung des Vorformkörpers Metallfolie verwendet wird, die bereits einseitig haftverbessernd vorbehandelt wurde.
- Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, wobei die Haftvermittlungsbehandlung der Metallfolie in Gestalt diskreter, beispielsweise streifenförmiger Flächenbereiche der Metallfolie erfolgt.
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| DE102005060259A1 true DE102005060259A1 (de) | 2007-06-21 |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN111572984A (zh) * | 2016-03-15 | 2020-08-25 | Ctl-Th个人包装有限公司 | 具有外管和内部容器的管状容器 |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE3721203A1 (de) * | 1986-06-30 | 1988-01-14 | Sandherr Packungen Ag | Behaelter fuer gasdichte verpackungen |
| EP0413049A1 (de) * | 1989-08-18 | 1991-02-20 | Bersanetti S.N.C. Di Bersanetti Loredano E C. | Kartusche für Dichtmasse aus Polyurethan |
| DE3932047A1 (de) * | 1989-09-26 | 1991-04-11 | Kloeckner Ferromatik Desma | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von behaeltern fuer lebensmittel u. dgl. |
| DE9209740U1 (de) * | 1992-07-20 | 1992-10-01 | Sportscraft-Freizeitprodukte GmbH, 8033 Martinsried | Liege als Zusatzbett für Wohnmobile |
-
2005
- 2005-12-16 DE DE200510060259 patent/DE102005060259A1/de not_active Withdrawn
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