DE3719280A1 - Zweikomponentenfaden - Google Patents
ZweikomponentenfadenInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D02—YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
- D02G—CRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
- D02G3/00—Yarns or threads, e.g. fancy yarns; Processes or apparatus for the production thereof, not otherwise provided for
- D02G3/22—Yarns or threads characterised by constructional features, e.g. blending, filament/fibre
- D02G3/26—Yarns or threads characterised by constructional features, e.g. blending, filament/fibre with characteristics dependent on the amount or direction of twist
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-
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Description
Die Erfindung betrifft einen Zweikomponentenfaden mit einer
Faserkomponente und einer Komponente aus einem Filamentfaden
und ein Verfahren zu seiner Herstellung.
Es ist bekannt (US-PS 40 69 656) einen Zweikomponentenfaden aus
einer Faserkomponente und einem Filamentfaden herzustellen. Die
Faserkomponente durchläuft ein Streckwerk und anschließend ge
meinsam mit dem Filamentfaden eine pneumatische Falschdrall
düse, wodurch der Filamentfaden mit der Faserkomponente ver
einigt wird. Es entsteht dabei ein Zweikomponentenfaden mit
einer alternierenden Drehung, der nicht universell verwendbar
ist, beispielsweise nicht als ein Nähgarn.
Bei Nähgarnen sind sowohl eine hohe Reißfestigkeit als auch
eine hohe Gleichmäßigkeit gefordert. Bekannte Nähgarne aus
Filamentfäden haben den Nachteil, daß sie aufgrund ihrer
glatten Außenfläche nicht gut in einer Naht halten und leicht
herausgezogen werden können. Wenn die Naht an einer Stelle
gebrochen ist, dann läßt sich sehr häufig eine große Länge des
Nähgarns herausziehen. Aus diesem Grunde werden dann, wenn eine
höhere Qualität gefordert wird, Nähgarne aus Stapelfasern ein
gesetzt. Derartige Nähgarne aus Stapelfasern sind allerdings in
der Herstellung sehr teuer.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Zweikomponen
tenfaden zu schaffen, der als Nähgarn einsetzbar ist.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Faserkomponente aus
einem verstreckten und durch pneumatisches Falschdrallspinnen
vorverfestigten Faserband gebildet ist, die mit dem Filament
faden verzwirnt ist.
Bei einem derartigen Zweikomponentenfaden bewirkt die Filament
fadenkomponente die Reißfestigkeit, während die Faserkomponente
dafür sorgt, daß dieser Filamentfaden einen textilen Charakter
erhält. Dadurch ist er auch bei höheren Ansprüchen als Nähfaden
verwendbar, da die Fasern dafür sorgen, daß der Zweikomponen
tenfaden in einem Gewebe oder Gestricke o.dgl. besser verankert
wird. Der erfindungsgemäße Zweikomponentenfaden läßt sich
jedoch nicht nur als Nähgarn verwenden. Er ist auch für be
sonders reißfeste Popelin-Gewebe, für Hemdenstoffe oder für
Bettwäsche anwendbar.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird ein Verfahren zum
Herstellen des Zweikomponentenfadens aus der Faserkomponente
und einem Filamentfaden vorgesehen, bei welchem durch Ver
strecken in einem Streckwerk und durch pneumatisches Falsch
drallspinnen aus einem Faserband eine vorverfestigte Faser
komponente geschaffen wird, die mit dem Filamentfaden vereinigt
und verzwirnt wird. Da die Faserkomponente durch das pneu
matische Falschdrallspinnen nur vorverfestigt wird, sind sehr
hohe Produktionsgeschwindigkeiten möglich. Die Vorverfestigung
der Faserkomponente muß nur so weit getrieben werden, daß die
vorverfestigte Faserkomponente gehandhabt und verzwirnt werden
kann. Da dabei schon eine Vereinigung mit dem Filamentfaden
erhalten wird, können die Ansprüche an die Festigkeit der
Faserkomponente relativ gering werden. Nach dem Verzwirnen wird
die Reißfestigkeit von dem Filamentfaden bestimmt.
Um die Vorteile einer hohen Produktionsgeschwindigkeit
möglichst vollständig auszunutzen, wird in weiterer Ausgestal
tung der Erfindung vorgesehen, daß die vorverfestigte Faser
komponente mit dem Filamentfaden zusammengeführt und vor dem
Zwirnen auf einer Spule zwischengespeichert wird. Damit läßt
sich das Erzeugen der Spule aus den gefacht aufgewickelten
Fadenkomponenten mit hoher Produktionsgeschwindigkeit reali
sieren. Da bei dem Zwirnen der beiden Fadenkomponenten keine
Spinndrehung rückgängig gemacht werden muß, läßt sich auch das
Zwirnen mit relativ hoher Arbeitsgeschwindigkeit durchführen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß
der Zweikomponentenfaden nach dem Zwirnen mittels Umspulen aus
gereinigt wird. Dies ist insbesondere dann zweckmäßig, wenn der
erfindungsgemäße Zweikomponentenfaden als ein Nähgarn einge
setzt werden soll.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung der in der Zeichnung darge
stellten Vorrichtung. Die Zeichnung zeigt eine Vorrichtung, mit
welcher eine Spule aus einem Zweikomponentenfaden erzeugt wird,
bei welcher eine Stapelfaserkomponente und ein Filamentfaden in
gefachter Form als Kreuzspule aufgewickelt werden.
Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung enthält ein
Streckwerk (1), welchem ein Stapelfaserband (2) in Richtung des
Pfeiles (A) zugeführt wird. Das Stapelfaserband (2) wird in dem
Streckwerk (1) bis zur gewünschten Feinheit verzogen. Das
Streckwerk weist Unterzylinder (3, 4, 5) auf, die durch eine
Maschine hindurchlaufen, die mehrere nebeneinander angeordnete
Arbeitspositionen aufweist. Die Unterzylinder (3, 4, 5) sind an
einem Maschinenende angetrieben. An jeder Arbeitsposition sind
den Unterzylindern in bekannter Weise Druckwalzen (6, 7 und 8)
zugeordnet. In dem Hauptverzugsfeld sind üblicherweise Riem
chenführungen vorgesehen, von welchen das Oberriemchen (9)
sichtbar ist.
Nach dem Streckwerk (1) gelangt das verstreckte Faserband (2)
in eine Falschdrallzone (10), in welcher ein pneumatisches
Falschdrallspinnen durchgeführt wird. Die Falschdrallzone (10)
enthält in Laufrichtung (A) hintereinander zwei Luftdüsen (11,
12), die an Druckluftleitungen (13, 14) angeschlossen sind. Die
Luftdüse (11) wird üblicherweise im wesentlichen als eine An
saugdüse ausgebildet, die dem verstreckten Faserband (2) noch
keinen oder nur einen geringen Falschdrall erteilt. In der
Luftdüse (12) wird ein Luftwirbel erzeugt, der dem verstreckten
Faserband (2) einen Falschdrall erteilt. Dieser Falschdrall
löst sich nach der Luftdüse (12) wieder auf, wobei jedoch Rand
fasern um das Faserband (2) herumgeschlungen bleiben, so daß
eine vorverfestigte Fadenkomponente (15) erhalten wird. Diese
vorverfestigte Fadenkomponente (15) besteht aus einem im
wesentlichen ungedrehten Faserbandkern, um den die Enden
einiger abgespreizter Fasern herumgeschlungen sind. Die vor
verfestigte Fadenkomponente (15) besitzt eine relativ geringe
Festigkeit, die nicht so groß ist, daß diese Fadenkomponente
(15) als Einzelfaden für sich verwendbar wäre.
Die vorverfestigte Fadenkomponente (15) wird mittels einer
Abzugseinrichtung (21) abgezogen, die aus einem in Maschinen
längsrichtung durchlaufenden, angetriebenen Unterzylinder (22)
und einer Druckrolle (23) besteht. Bevor die Fadenkomponente
(15) in die Abzugseinrichtung (21) einläuft, wird ihr eine
weitere Fadenkomponente aus einem Filamentfaden (16) zugegeben,
so daß diese beiden als ein Doppelfaden (20) in die Abzugs
einrichtung (21) einlaufen. Der Filamentfaden (16), der ein
Multifilament oder auch Monofilament sein kann, wird von einer
Spule o.dgl. in Richtung des Pfeiles (B) einer Liefereinrich
tung (17) zugeführt, die aus dem Unterzylinder (5) des Streck
werkes und einer Druckrolle gebildet ist. Im Bereich der
Falschdrallzone (10) wird der Filamentfaden (16) mittels zwei
Führungselementen (18, 19) zu der geradlinig durchlaufenden
vorverfestigten Faserkomponente (15) umgelenkt.
Der aus dem Filamentfaden (16) und der aus einem vorver
festigten Faserband bestehenden Fadenkomponente (15) gebildete
Doppelfaden (20) wird nach der Abzugseinrichtung (21) einer
Aufspuleinrichtung (24) zugeführt, die eine in Maschinenlängs
richtung durchlaufende, angetriebene Welle (25) enthält, mit
der die Kreuzspule (26) angetrieben wird. Der Spulenrahmen der
Kreuzspule (26) sowie eine Changiereinrichtung und sonstige
Einzelheiten der Aufspuleinrichtung sind nicht dargestellt.
Die Kreuzspule (26) dient als eine Vorlagespule für ein an
schließendes Zwirnen, in welchem der Zweikomponentenfaden
fertiggestellt wird. Die Kreuzspule kann einer Ringzwirn
maschine oder einer Doppeldrahtzwirnmaschine vorgelegt werden.
Insbesondere wenn an den Zweikomponentenfaden extrem hohe An
forderungen bezüglich der Gleichmäßigkeit gestellt werden, so
wird der Zweikomponentenfaden nach dem Zwirnen noch einmal
umgespult und dabei ausgereinigt, so daß Fadenfehler wie Dick-
oder Dünnstellen herausgereinigt und durch eine andere Garn
verbindung, insbesondere einen Spleiß, ersetzt werden. Dabei
ist es möglich, die Zwirnmaschine, die in der Zeichnung dar
gestellte Vorrichtung und die Spulmaschine als eine Verbund
maschine oder als ein Verbundsystem zu einer Maschinenanlage
zusammenzufassen.
Claims (4)
1. Zweikomponentenfaden mit einer Faserkomponente und
einer Komponente aus einem Filamentfaden, dadurch gekennzeich
net, daß die Faserkomponente (15) aus einem verstreckten und
durch pneumatisches Falschdrallspinnen vorverfestigten Faser
band (2) gebildet ist, die mit dem Filamentfaden (16) verzwirnt
ist.
2. Verfahren zum Herstellen eines Zweikomponentenfadens
aus einer Faserkomponente und einem Filamentfaden, dadurch
gekennzeichnet, daß durch Verstrecken in einem Streckwerk und
pneumatisches Falschdrallspinnen aus einem Faserband eine vor
verfestigte Faserkomponente geschaffen wird, die mit dem
Filamentfaden vereinigt und verzwirnt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die vorverfestigte Faserkomponente mit dem Filamentfaden zu
sammengeführt und vor dem Zwirnen auf einer Spule zwischen
gespeichert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeich
net, daß der Zweikomponentenfaden nach dem Zwirnen mittels Um
spulen ausgereinigt wird.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873719280 DE3719280A1 (de) | 1987-06-10 | 1987-06-10 | Zweikomponentenfaden |
| US07/202,546 US4866924A (en) | 1987-06-10 | 1988-06-06 | Two-component yarn |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873719280 DE3719280A1 (de) | 1987-06-10 | 1987-06-10 | Zweikomponentenfaden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3719280A1 true DE3719280A1 (de) | 1988-12-22 |
Family
ID=6329376
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873719280 Withdrawn DE3719280A1 (de) | 1987-06-10 | 1987-06-10 | Zweikomponentenfaden |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4866924A (de) |
| DE (1) | DE3719280A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4235433A1 (de) * | 1992-10-21 | 1994-05-05 | Saurer Allma Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines gezwirnten Fadens |
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1987
- 1987-06-10 DE DE19873719280 patent/DE3719280A1/de not_active Withdrawn
-
1988
- 1988-06-06 US US07/202,546 patent/US4866924A/en not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
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|---|---|
| US4866924A (en) | 1989-09-19 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
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