DE3706160A1 - Hubbalken-automatik fuer gesenkschmiedepressen u. dgl. - Google Patents
Hubbalken-automatik fuer gesenkschmiedepressen u. dgl.Info
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Hubbalken-Automatik,
insbesondere für mechanische und hydraulische Gesenk
schmiedepressen, Exzenterpressen, Keilpressen u.dgl., bei
der zum Transport der Werkstücke von Bearbeitungsstation
zu Bearbeitungsstation die Hubbalken als Transportbalken
zwischen sich Werkstücke mittels Greifervorrichtungen auf
nehmen, eine Längsbewegung, eine Hub- und Senkbewegung und
eine Querbewegung zu- und voneinander mit Hilfe von Ge
triebevorrichtungen ausführen, die durch eine Schaltvor
richtung gesteuert werden.
Solche Hubbalken-Automatiken sind in verschiedenen Ausfüh
rungen bekannt. Bei Pressen mit automatischem Werkstück
transport hat man die Antriebe unten liegend, d.h. unter
halb der Gesenke, links und rechts der Pressenständer an
geordnet. Da bei Gesenkschmiedepressen für die Massivum
formung im warmen Zustand die Gesenke und damit auch die
Antriebe der Automatik durch den anfallenden Zunder u.
dgl. verschmutzt wurden, ist man dazu übergegangen, die
Einrichtung des selbsttätigen Werkstücktransportes ober
halb der Gesenkwerkzeuge anzuordnen, wobei die die Trans
portbalken tragenden Transportarme hängend vorgesehen
sind. Für den Antrieb der Bewegungen der Transportbalken
in den drei verschiedenen Richtungen dient ein mechani
sches Gestänge mit z.B. Kurvensteuerungen, Zahnrädern
und Zahnstangen sowie Verbindungswellen von erheblichem
Ausmaß. Zwar ist bei einer mechanisch arbeitenden selbst
tätigen Werkstück-Transportvorrichtung die Gewähr gegeben,
daß die Bewegungen der Transportorgane zuverlässig zur
richtigen Zeit erfolgen, die Transportvorrichtung im gan
zen ist jedoch arbeits- und raumaufwendig. Solche Getrie
be haben gewöhnlich einen zentralen elektrischen Antrieb
für alle drei Bewegungsachsen. Die von diesem Antrieb er
zeugte Drehbewegung wird über Zwischengetriebe, Hebel,
Kurvenscheiben, Gestänge etc. in eine translatorische
Bewegung umgewandelt und auf die einzelnen Bewegungsach
sen verteilt, wobei zusätzlich erschwerend hinzukommt,
daß die beiden an den jeweiligen Außenseiten der Presse
notwendigen Getriebekästen mechanisch miteinander syn
chronisiert werden müssen. Diese Anordnung führt zu einer
recht langen federnden Getriebekette mit vielen Spielen
an den Anlenkpunkten der einzelnen Getriebeglieder und
damit zu einer nicht ausreichenden steifen Verbindung
zwischen dem zentralen Antrieb und den einzelnen Bewegungs
achsen. Als Folge können erwünschte hohe Hubfrequenzen
nur unzureichend genutzt werden, da die Schwingfähigkeit
des Systems nur vergleichsweise geringe Geschwindigkeiten
zuläßt und wegen Schwingungen die Positioniergenauigkeit
in den einzelnen Bewegungsachsen ungenügend ist. Als wei
terer entscheidender Nachteil muß die mangelnde Flexibi
lität des Systems gegenüber Änderungen von Parametern
angesehen werden. So sind Änderungen in den Bewegungs
größen, den Zuordnungen der Bewegungen der einzelnen
Bewegungsachsen zueinander, Veränderungen von Bewegungs
geschwindigkeiten in den einzelnen Bewegungsachsen nicht
oder nur mit erheblichem Aufwand zu realisieren. Wegen
der Sicherheit für die zeitlich aufeinanderfolgenden Be
wegungsabläufe der Arbeitsvorgänge hat man die genannten
Nachteile in Kauf genommen. Da jedoch heute auch automati
sche Maschinen für ständig wechselnde und auch kleinere
Losgrößen eingesetzt werden müssen, können solche gravie
rende Nachteile nicht mehr hingenommen werden.
Bei Manipulatoren allgemein ist es bekannt, die Gestänge
teile für die Durchführung der Bewegungsvorgänge bei den
Arbeitsabläufen mit Einzelantrieben auszurüsten, z.B. mit
gesonderten elektrischen Antrieben zu versehen. Es ent
stehen jedoch Schwierigkeiten, solche elektrischen Antrie
be bei Hubbalken-Automatiken anzuwenden. Um eine Hubbalken-
Automatik im Arbeitsraum einer Gesenkschmiedepresse zuver
lässig betreiben zu können, muß diese ausreichend robust
konstruiert sein. Dies führt notwendigerweise in den ein
zelnen Bewegungsachsen zu relativ großen Massen. Zur kon
trollierten schnellen und gleichzeitig harmonischen Be
wegung sind dann Einzelantriebe mit ausreichend großen
Stellkräften erforderlich. Außerdem müssen solche Einzel
antriebe in einem räumlich eng begrenzten Bauraum unterzu
bringen sein. Elektrische Antriebe sind aufgrund eines un
genügenden Verhältnisses von Leistung zu Bauvolumen hier
für nicht geeignet.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Hubbalken-Automatik für
eine Maschine der Massiv-Umformung in der Anwendung, dem
Aufbau und der Steuerungsweise flexibler, einfacher und
dynamischer zu gestalten und dabei die Möglichkeit zu
haben, die Hubbalken-Automatik an ein und derselben Um
formmaschine für Werkstücke verschiedener Art einsetzen
zu können, wozu in den einzelnen Achsen unterschiedliche
Bewegungsgrößen und Bewegungsabläufe erforderlich sind.
Die Erfindung zeichnet sich bei der Hubbalken-Automatik
der anfangs genannten Art dadurch aus, daß als Antriebs
vorrichtung für jede der drei Achsen der Hubbalken-Auto
matik ein elektro-hydraulischer Verstärker vorgesehen ist,
und daß die hydraulisch betätigte Ausgangsachse der Ver
stärker zugleich die Verstellachse für die Längsbewegung,
die Querbewegung und die Öffnungs- und Schließbewegung
der Transportbalken bildet.
Man erhält durch eine solche Ausbildung der Hubbalken-Au
tomatik eine verhältnismäßig kurze Getriebekette, bei der
viele Zwischenteile gegenüber der bisherigen Antriebsvor
richtung der Hubbalken-Automatik entfallen. Durch das Zu
sammenspiel der elektrischen Steuerung für den hydrauli
schen Arbeitsteil des Verstärkers können große Kräfte auf
kleinem Raum ausgeübt werden. Der hydraulische Regler ar
beitet nicht nur kraftvoll, sondern dabei auch zugleich
sensibel und temperamentvoll. Dies ermöglicht, die dyna
mischen Vorgänge bei der Hubbalken-Automatik präzise
steuern zu können. Dies führt wiederum dazu, daß die gan
ze Hubbalken-Automatik in der Anlage leichter und schnel
ler gesteuert werden kann. Das Anwendungsgebiet der Hub
balken-Automatik innerhalb derselben Maschine und auch
für sich wird wesentlich weiter und universeller. Eine
Umstellung, z.B. für Werkstücke anderer Art, auf dersel
ben Maschine ist einfacher und schneller durchzuführen,
ohne daß die Hubbalken-Automatik baulich geändert werden
mußte. Man ist nicht mehr darauf angewiesen, wegen der
Schwierigkeit des Umbaues einer mechanisch arbeitenden
Hubbalken-Automatik die Maschine nur für eine bestimmte
Art des Werkstückes arbeiten lassen zu müssen. Man erhält
eine größere Flexibilität und Anpaßbarkeit der Hubbalken-
Automatik an sich ständig wechselnde Aufgaben der Arbeits
maschine. Die Hubbalken-Automatik der Erfindung bietet ei
ne hohe Dynamik bei kürzerer Getriebekette, wobei auch die
Beeinträchtigung durch Massenkräfte geringer ist. Dies
führt damit zu kürzeren Taktzeiten und zu einer erheblich
besseren Positioniergenauigkeit der zu transportierenden
Werkstücke.
Die Hubbalken-Automatik bedient sich eines Aufbaues, bei
dem seitlich an dem Maschinengestell Halterungen angeord
net sind, die einen Träger mit in Transportrichtung der Hub-
bzw. Transportbalken schwenkbar gelagerten Schwingarmen
aufweist, an denen in Querrichtung zu den Transportbalken
schwenkbare, die Transportbalken tragende Stelzen gelagert
sind, die durch einen Diagonal-Lenker miteinander verbunden
sind. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung weisen die
Halterungen mindestens eine vertikal verlaufende Führung
auf, längs der der Träger als Schlitten verschiebbar ge
lagert ist. Die Verstellachse für den Hub greift an dem
Schlitten, die Verstellachse für den Längstransport an den
Schwingarmen und die Verstellachse für die Öffnungs- und
Schließbewegung der Hubbalken an einer Verlängerung einer
Stelze an. Da die Ausgangsachse jedes Verstärkers mit ei
ner Verstellachse zusammenfällt, ergibt sich hieraus eine
wesentliche Vereinfachung der Steuerung der Verstellachse
für die Durchführung der einzelnen Arbeitsvorgänge.
Zweckmäßig ist die Antriebsvorrichtung für das Heben und
Senken der Transportbalken und für die Querbewegung der
selben für das Öffnen und Schließen an jedem Ende der
Transportbalken, d.h. an jeder Seite der Hubbalken-Automa
tik, vorgesehen, während die Antriebsvorrichtung für die
Transportbewegung der Transportbalken nur an einer Seite
der Transportbalken angeordnet ist, von der die Transport
balken die Bewegung zu der anderen Seite übertragen. Bei
doppelseitig angeordneten Antriebsvorrichtungen erfolgt
die Synchronisierung über den Elektroteil des Verstärkers,
was eine wesentliche Vereinfachung im Aufbau der Automa
tik darstellt.
Nach einem anderen Merkmal der Erfindung können die Halte
rungen für die Automatik-Getriebe einseitig von dem Ma
schinengestell abklappbar ausgebildet sein. Dies erleich
tert nicht nur den Zugang zu der Arbeitsmaschine, sondern
auch die Möglichkeit, die Hubbalken-Automatik für sich auch
bei Maschinen anderer Art einsetzen zu können.
Es wird vorteilhaft ein elektro-hydraulischer Verstärker
als Regler mit einem Nachlauf-Regelventil und einer elek
trischen Sollwert-Vorgabe durch einen Elektromotor, einem
Hydraulikventil, einem Hydroantrieb und einer mechanischen
Istwert-Rückführung verwendet.
Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung darge
stellten Ausführungsbeispiels nachstehend erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Presse, z.B. eine Exzenterpresse, in teil
weisem Umriß mit einer Ausführungsform der Hubbalken-Auto
matik der Erfindung zum Teil in Ansicht und im Schnitt nach
der Linie I-I der Fig. 2.
Fig. 2 ist eine Draufsicht auf die Hubbalken-Automatik
nach der Linie II-II der Fig. 1, zum Teil in Ansicht und
im Schema.
Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 1
und zeigt insbesondere die Vorrichtung zum Öffnen und
Schließen der Transportbalken, im Schema.
Fig. 4 stellt eine Ansicht auf die Hubbalken-Automatik
der Fig. 1 in Richtung des Pfeiles IV schematisch dar.
Fig. 5 veranschaulicht eine Systemskizze eines elektro
hydraulischen Verstärkers im Schnitt und im Schema.
Die Presse 1, an der die Hubbalken-Automatik der Erfindung
angebracht ist, weist einen Pressenständer 2 auf, der aus
vier Säulen 3 bis 6 gebildet ist. Zwischen den Säulen be
finden sich an einem (nicht dargestellten) Stößel be
festigte Oberwerkzeuge 7, die mit Unterwerkzeugen 8
zusammenarbeiten.
Die Hubbalken-Automatik 10 für den selbsttätigen Werkstück
transport weist Transportbalken 11 und 12 auf, die seitlich
und in der Höhe der Untergesenke 8 verlaufen. Die Transport
balken sind in bekannter Weise mit (nicht dargestellten)
zur Mittenlängsebene der Presse gerichteten Greifern ver
sehen, deren Ausbildung sich nach der Gestaltung des Werk
stückes richtet, wobei die Bearbeitung des Werkstückes
mittels mehrerer Arbeitsstationen erfolgt, die in Längs
richtung der Presse angeordnet sind. Bei der Hubbalken-
Automatik führen die Transportbalken 11 und 12 bzw. die
daran befestigten Greifer eine Längsbewegung, eine Hub-
und Senkbewegung und eine Querbewegung zu- und voneinander
aus.
Seitlich an dem Maschinengestell, d.h. an den Säulen 3 und
5 einerseits und 4 und 6 andererseits, sind Halterungen
14 und 15 angeordnet, welche in senkrechter Richtung ver
laufende Führungen, z.B. in Form der Säulenpaare 16 und
17 aufweisen, längs der ein Schlitten 18, 19 verschiebbar
gelagert ist. An den Schlitten 18 und 19 sind um die La
gerzapfen 21 und 22 schwenkbare Schwingarme 23 a, b und 24 a,
b gelagert, an denen in Querrichtung zu den Transportbal
ken schwenkbare Stelzen 26 a, b und 27 a, b um die Achsen 28
und 29 drehbar sind. Die Stelzen 26 a und 27 a sind mit dem
Transportbalken 11 durch Lager 30 gelenkig verbunden,
während die Stelzen 26 b und 27 b eine Gelenkverbindung 31
mit dem Transportbalken 12 haben. Zur Parallelführung der
Transportbalken sind jeder Stelze parallel verlaufende
Lenkerarme 32 a, b und 33 a, b beigeordnet. Die Stelzen 26 a, b
und 27 a, b mit den zugehörigen Lenkerstäben 32 a, b und 33 a, b
veranlassen die Öffnungs- und Schließbewegung der Trans
portbalken 11 und 12 zusammen mit den daran befestigten
Greifern. Eine der Stelzen, z.B. die Stelze 26 a, weist
einen über den Drehpunkt 28 hinausgehenden Ansatz 35 a auf,
der über einen diagonal verlaufenden Lenker 36 a mit einem
Ansatz 37 a der gegenüberstehenden Stelze 26 b des anderen
Transportbalkens 12 gelenkig verbunden ist, wobei der
Ansatz 37 a unterhalb der Schwenkachse der Stelze liegt,
so daß bei Betätigung der einen Stelze die gegenüberlie
gende Stelze die gleiche Öffnungs- oder Schließbewegung
für die Transportbalken ausführen muß.
Zur Verstellung der Schlitten 18 und 19 in Höhenrichtung
dienen elektro-hydraulische Verstärker 40 und 41, deren
durch den Hydraulikteil der Verstärker 40, 41 betätigte Ausgangs
stangen 42 und 43 an dem Schlitten 18 bzw. 19 angreifen.
Die elektro-hydraulischen Verstärker 40 und 41 bewirken,
wie noch nachfolgend näher erläutert wird, eine Verstel
lung der Ausgangsstangen 42 und 43 in Längsrichtung. Da
die Ausgangsstangen zugleich gelenkig mit dem Schlitten
18 bzw. 19 verbunden sind, werden die Schlitten 18, 19
in der Höhe verschoben. Da jeder Schlitten die Schwingar
me mit den zugehörigen Stelzen trägt, an denen die Trans
portbalken angebracht sind, ergibt sich mittels der elek
tro-hydraulischen Verstärker 40 und 41 eine Höhenverstel
lung der Transportbalken 11 und 12. Die Verstärker 40, 41
können hinsichtlich der Verstellbewegung über den Elektro
teil desselben synchronisiert werden.
Für die Transportbewegung der Greifer in Längsrichtung der
Transportbalken 11 und 12 dient als Antrieb ein elektro
hydraulischer Verstärker 45. Die Ausgangsstange 46 des Hy
draulikteils dieses Verstärkers greift an einen Ansatz 47
einer Quertraverse 48 mittels eines Gelenkes 49 an, wobei
die beiden Schwingarme 24 a und 24 b durch die Traverse 48
in fester Verbindung miteinander stehen. Mittels der Trans
portbalken 11 und 12 wird der Transportweg dieser auf die
Schwingarme 23 a, b der anderen Seite übertragen. Das Gehäuse
45 a des Verstärkers 45 ist um die Querzapfen 50 drehbar gelagert.
Für die Durchführung des Transportschrittes der Transport
balken 11, 12 reicht ein Verstärker auf einer Seite der
Hubbalken-Automatik aus.
Für die Öffnungs- und Schließbewegung der Stelzen 26 a, 26 b
einerseits und 27 a, 27 b andererseits dient je ein Verstär
ker 52 bzw. 53. Die Ausgangsstange 54 a des Verstärkers 52 greift
an einem weiteren Ansatz 55 a der Stelze 26 a bei 56 a gelenkig
an. Durch die Verstellung der Ausgangsstange 54 a des Ver
stärkers 52 in Längsrichtung desselben wird die eine Stel
ze 26 a in Richtung zur Mittenebene der Hubbalken-Automatik
bewegt. Durch den diagonal verlaufenden Lenker 36 a wird die
gegenüberliegende Stelze 26 b in entgegengesetztem Drehsinn
mitgenommen, wodurch sich eine Öffnungs- bzw. Schließbe
wegung der Transportbalken 11 und 12 zu- oder voneinander
ergibt. Die gleiche Anordnung ist für den Verstärker 53
vorgesehen, wobei die sichtbaren Teile mit dem Kennzeichen
b versehen sind, so daß auf jeder Seite der Transportbal
ken - in Längsrichtung gesehen - ein elektrohydraulischer
Verstärker 52 und 53 die Öffnungs- und Schließbewegung der
Transportbalken besorgt. Eine Synchronisierung der durch
die Verstärker 52 und 53 veranlaßten Bewegungen erfolgt
über die Elektroteile der Verstärker auf elektronischem
Wege. Auch hier sind die Gehäuse 52 a und 53 a der Verstär
ker 52 und 53 um die Querzapfen 57 a, b schwenkbar gelagert.
Die beschriebene Ausbildung des Antriebes der Teile der
Hubbalken-Automatik erlaubt es, daß die Halterungen 14
und 15 an dem Maschinengestell klappbar angeordnet werden
können. Hierzu ist der hintere Teil der Halterungen 14
und 15 auf senkrechten Bolzen 58 bzw. 59 scharnierartig
gelagert, während der vordere Teil der Halterungen 14 mit
tels Schwenkbolzen 60 und 61 arretiert werden kann, wobei
die Muttern 62 und 63 hinter feststehende Laschen 64 und
65 greifen. Das Abklappen der Halterungen 14 und 15 nach
Entfernung der Transportbalken ermöglicht einen guten Zu
gang zu den Seiten der Presse und auch zu allen an den
Halterungen 14 bzw. 15 angebrachten Teilen, d.h. aller
Teile, die durch die elektro-hydraulischen Verstärker an
getrieben werden. Die Abklappbarkeit und die leichte Be
festigung an dem Maschinengestell erlauben es weiterhin,
die gesamte Hubbalken-Automatik auch an anderen Maschinen
ohne Schwierigkeit verwenden zu können.
Der elektro-hydraulisch arbeitende Verstärker ist in der
Systemskizze der Fig. 5 schematisch dargestellt. Es han
delt sich um einen Regler 70 mit einem Nachlauf-Wegeventil
71 für den Hydraulikteil des Reglers. Der Antrieb erfolgt
durch einen Elektromotor 72, der vorteilhaft als Schritt
motor ausgebildet ist. Mittels des Regelventils 71 wird
eine hydraulisch betätigte Kolben-Zylinder-Einheit 73 be
aufschlagt. Der Kolben 74 weist eine Kolbenstange 75 auf,
die eine Zahnung 76 besitzt, mit der ein Ritzel 77 zusam
mengreift, das die Istwert-Rückführung veranlaßt. Die Kol
benstange 75 als Ausgangsstange des elektro-hydraulischen
Verstärkers stellt bei der Hubbalken-Automatik zugleich
die Verstellstange für die Antriebe der Transportbalken
in den drei Achsen dar. Das System des elektro-hydrauli
schen Verstärkers ist an sich bekannt. Durch Drehen des
Stellmotors 72, das die Sollwert-Eingabe darstellt, wird
die Ventilanordnung 71 über den Querbalken 78 über die als
Mutter 79 dienende Hülse zu der noch stehenden Spindel 80
des Zahnrades 77 ausgelenkt. Durch diese Auslenkung werden
die Ventile 81 und 82 geöffnet und verbinden die Druckver
sorgung 83 mit dem Zylinderraum 74 a, sowie den Zylinder
raum 74 b mit dem Tank 84. Die Hülsenmutter 79 führt bei
Drehung lediglich eine Axialverschiebung gegenüber der
noch feststehenden Gewindespindel 80 aus. Durch einen ent
stehenden Druckunterschied bewegt sich der Kolben 74 des
Hydrozylinders 73 in Richtung des Pfeiles 85. Hierbei er
folgt eine mechanische Rückmeldung über die Zahnstange 75,
das Zahnrad 77 und die Spindel 80 auf die Spindelmutter 79.
Durch deren axiale Verschiebung wird der Querbalken 78
wieder in Ausgangsstellung zurückgestellt, wobei der Regel
kreis geschlossen ist. Die Kolbengeschwindigkeit ist pro
portional der vorgegebenen Sollwert-Eingabe. Auf die Kol
benstange wirkende externe Kräfte werden durch das System
nachgeregelt. Der Sollwert-Eingang, das Regelventil und
der Kraftverstärker stehen über das Zahnstangen-Ritzel
system in direkter Wirkverbindung mit dem zu verbindenden
Maschinenteil.
Die Verwendung eines solchen elektro-hydraulischen Ver
stärkers in Verbindung mit der darauf abgestellten Ge
staltung der Hubbalken-Automatik führt zu einer univer
sell verwendbaren Hubbalken-Automatik, die schwingungs
freier und genauer arbeiten kann als bisher. Man erzielt
auch eine wesentliche Leistungssteigerung bei dem Trans
port der Werkstücke von Arbeitsstation zu Arbeitsstation,
was sich auf eine verbesserte Arbeitsintensität der Ma
schine selbst auswirkt. Es können unterschiedliche Werk
stücke auf der gleichen Maschine bearbeitet werden, ohne
daß die Hubbalken-Automatik baulich umgebaut zu werden
braucht.
Die beschriebene Hubbalken-Automatik hat noch den Vorteil,
daß es bei Belassung der Antriebe mit relativ einfachen
Mitteln möglich ist, die Hubbalken-Automatik mit zwei
Transportbalken in eine solche mit nur einem Transportbal
ken umwandeln zu können. Der verbleibende Hubbalken, vor
teilhaft der hinten liegende Hubbalken 11, wird dann an
stelle der Greiferelemente mit Spannzangen ausgerüstet,
die pneumatisch oder hydraulisch betätigt werden können.
Dies ist für Fälle erforderlich, bei denen z.B. langschäf
tige Schmiedeteile transportiert werden sollen, die auf
grund der hohen Dynamik des Systems nicht mehr sicher ge
nug zwischen den üblichen Greiferelementen der beiden
Transportbalken transportiert werden können.
Bei Verbleib z.B. des Hubbalkens 11 mit den Stelzen 26 a
und 27 a und den Verstärkern 52 und 53 entfallen die beiden
Lenker 36, die die Stelzen 26 a und 26 b bzw. 27 a und 27 b
miteinander verbinden. Weiterhin entfallen dann die Stel
zen 26 b und 27 b, die Parallelführungslenker 33 a sowie der
komplette Hubbalken 12. Das Weglassen dieser Teile ändert
nichts an der bisherigen Systematik der Einzel-Achsantriebe
und ihrer Zuordnung zueinander. Auf diese Weise hat die
beschriebene Hubbalken-Automatik einen universellen Ein
satzbereich.
Claims (8)
1. Hubbalken-Automatik für Schmiedepressen, insbesondere
Gesenkschmiedepressen, Exzenterpressen, Keilpressen
u.dgl., bei der zum Transport der Werkstücke von Be
arbeitungsstation zu Bearbeitungsstation die Hubbal
ken als Transportbalken zwischen sich die Werkstücke
mittels Greifervorrichtungen aufnehmen, eine Längsbe
wegung, eine Hub- und Senkbewegung und eine Querbewe
gung zu- und voneinander mittels Getriebevorrichtungen
ausführen, die durch eine Schaltvorrichtung gesteuert
werden, dadurch gekennzeichnet, daß als Antriebsvor
richtung für jede der drei Achsen der Hubbalken-Auto
matik ein elektro-hydraulischer Verstärker (40, 41; 45;
52, 53) vorgesehen ist, und daß die hydraulisch betä
tigte Ausgangsachse der Verstärker je zugleich die
Verstellachse (42, 43; 46; 54) für die Längsbewegung, die
Querbewegung und die Öffnungs- und Schließbewegung der
Transportbalken (11, 12) bildet.
2. Hubbalken-Automatik nach Anspruch 1, bei der seitlich
an dem Maschinengestell Halterungen angeordnet sind,
die einen Träger mit in Transportrichtung der Trans
portbalken schwenkbar gelagerten Schwenkarmen aufwei
sen, an denen in Querrichtung zu den Transportbalken
schwenkbare, die Transportbalken tragende Stelzen ge
lagert sind, die durch einen Diagonal-Lenker mitein
ander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die
Halterungen (14, 15) mindestens eine senkrecht verlau
fende Führung (16, 17) aufweisen, längs der der Träger
als Schlitten (18, 19) verschiebbar gelagert ist, daß
die Verstellachse (42, 43) der Verstärker (40, 41) für
den Hub an dem Schlitten (18, 19), die Verstellachse
(46) des Verstärkers (45) für den Längstransport der
Hubbalken (11, 12) an einem Schwingarm (24 a, 24 b) und
die Verstellachse (54) für die Öffnungs- und Schließ
bewegung der Transportbalken (11, 12) an der Verlänge
rung (55 a, b) einer Stelze (26 a, 27 a) angreifen.
3. Hubbalken-Automatik nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verstellachsen (46) für den
Längstransport der Transportbalken (11, 12) und die
Verstellachsen (54 a, b) für die Öffnungs- und Schließ
bewegung zwischen den Enden drehbar (50, 57 a, b) gela
gert sind.
4. Hubbalken-Automatik nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtungen
(40, 41) für den Hub der Transportbalken und die An
triebsvorrichtungen (52, 53) für das Öffnen und Schlie
ßen der Transportbalken an jeder Seite des Maschinen
gestells vorgesehen sind, und daß die Antriebsvor
richtung (45) für den Transportschritt der Transport
balken (11, 12) nur an einer Seite der Maschine ange
ordnet ist, wobei die Transportbalken (11, 12) die Be
wegung zu den Schwingarmen (23 a, b) der anderen Seite
übertragen.
5. Hubbalken-Automatik nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß bei doppelseitig angeord
neten Antriebsvorrichtungen die Synchronisierung der
Bewegungen über den Elektroteil der Verstärker erfolgt.
6. Hubbalken-Automatik nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungen (14, 15)
für die Automatik-Getriebe an dem Maschinengestell
abklappbar (58, 60; 59, 61) angeordnet sind.
7. Hubbalken-Automatik nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß als elektro-hydraulischer
Verstärker ein Regler (71) mit einem Nachlauf-Regel
ventil (78) mit einer elektrischen Sollwert-Eingabe
durch einen Elektromotor (72), einem Hydraulikventil
(78, 79), einem Hydro-Antrieb (73) und einer mechanischen
Istwert-Rückführung (75-80) verwendet wird.
8. Hubbalken-Automatik nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hubbalken-Automatik
nur einen Hubbalken, vorzugsweise Hubbalken (11) mit
zugehörigen Stelzen (26 a, 27 a) und Verstärkern (52, 53)
bei Fortfall des anderen Hubbalkens (z.B. 12) mit zuge
hörigen Halterungs- und Antriebselementen aufweist, und
daß der verbleibende Hubbalken mit Spannzangen ausge
rüstet ist.
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