[go: up one dir, main page]

DE2201899A1 - Verfahren zur Herstellung von 2,2,6-Trichlorcyclohexanon und -Masse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2,2,6-Trichlorcyclohexanon und -Masse

Info

Publication number
DE2201899A1
DE2201899A1 DE19722201899 DE2201899A DE2201899A1 DE 2201899 A1 DE2201899 A1 DE 2201899A1 DE 19722201899 DE19722201899 DE 19722201899 DE 2201899 A DE2201899 A DE 2201899A DE 2201899 A1 DE2201899 A1 DE 2201899A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chlorine
compound
temperature
reaction mixture
moles
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19722201899
Other languages
English (en)
Inventor
Mclean Donald Ceaf
Gilbert Eugene Charles
Edward Sherman
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Quaker Oats Co
Original Assignee
Quaker Oats Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Quaker Oats Co filed Critical Quaker Oats Co
Publication of DE2201899A1 publication Critical patent/DE2201899A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/61Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reactions not involving the formation of >C = O groups
    • C07C45/63Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reactions not involving the formation of >C = O groups by introduction of halogen; by substitution of halogen atoms by other halogen atoms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

PATENTAfJWlLTC
Dr.-!rq. H- "■' :-'■' 'r '^H
The Quaker Oats Company, Barrington, Illinois, V.3t.Λ.
Verfahren zur Herstellung von 2,2,0-Trichlorcyclohexanon und -Masse
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines trichlorierten alicyclischen Ketons.
Insbesondere betrifft die Erfindung 2,2,6-Trichlorcyclohexanon und ein Verfahren zur Herstellung von 2,2,6-Trlchlorcyclohexanon aus Cyclohexanon, 2-Chlorcyclohexanon, 2,2-Dichlorcyclohexanon und 2,6-Dichlorcyclohexanon.
Gegenstand der Erfindung ist ein neuartiges chloriertes Cyclohexanon, welches bei Pyrolyse isomerenreines o-Chlorphenol liefert.
Es wurde gefunden, dass sich 2,2,6-Trichlorcyclohexanon aus Cyclohexanon und niederen oC-chlorierten Cyclohexanonen in Gegenwart eines Vermittlers in guter Ausbeute herstellen lässt.
209836/ 1150
Die Erfindung schlägt ein Verfahren zur Herstellung von 2,2,6-Trichlorcyclohexanon vor, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein Gemisch aus Chlor und einer Verbindung, die Cyclohexanon, 2-Chlorcyclohexanon, 2,2-Dichlorcyclohexanon oder 2,6-Dichlorcyclohexanon ist, in Gegenwart eines Vermittlers, der ein inerter gesättigter Kohlenwasserstoff, ein inerter gesättigter halogenierter Kohlenwasserstoff, eine inerte gesättigte Carbonsäure oder 2,2,6-Trichlorcyclohexanon ist, in Kontakt bringt. Der Kontakt erfolgt bei einer Temperatur zwischen 0° C oder der Temperatur, bei welcher das Reaktionsgemisch flüssig ist, welche höher liegen kann, und 120° C. Das Verhältnis der Verbindung zu Chlor liegt zwischen 1 zu mehr als 2 Mol Chlor, minus ein Mol je Chloräquivalent in der Verbindung, und 1 zu weniger als
4 Mol Chlor minus ein Mol je Chloräquivalent in der Verbindung.
Die Reaktion wird in Gegenwart der folgenden Vermittler durchgeführt: Inerte gesättigte Kohlenwasserstoffe, inerte gesättigte chlorierte Kohlenwasserstoffe, inerte gesättigte Carbonsäure oder 2,2,6-Trichlorcyclohexanon. Die gesättigten Kohlenwasserstoffe, gesättigten chlorierten Kohlenwasserstoffe und gesättigten Carbonsäuren sind unter den Verfahrensbedingungen im wesentlichen inert. 2,2,6-Trichlorcyclohexanon ist, wenn es als Vermittler verwendet wird, unter den Bedingungen aller Ausführungsformen des Verfahrens nicht inert, was noch im einzelnen beschrieben werden wird, sondern wird teilweise In einigen der weniger bevorzugten Ausführungsformen in 2,2,6,6-Tetrachlorcyclohexänon überführt. Unter den Bedingungen der bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens ist 2,2,6-Trichlorcyclohexanon im wesentlichen inert.
Geeignete inerte gesättigte Kohlenwasserstoffe sind zum Beispiel
5 bis 10 Kohlenstoffatome enthaltende Kohlenwasserstoffe wie Pentan, Hexan, Cyclohexan, Octan und Decan. Geeignete gesättigte halogenierte Kohlenwasserstoffe sind zum Beispiel 1 bis 2 Kohlenstoff atome und 2 bis 4 Halogenatome enthaltende aliphatische Kohlenwasserstoffe wie Tetrachlorkohlenstoff, Methylendichlorid und Tetrachlorethane. Geeignete gesättigte Carbonsäuren sind zum
209836/1150
Beispiel 2 bis lj Kohlenstoffatome enthaltende gesättigte aliphatische Carbonsäuren wie Essigsäure, Propionsäure una Butancarbonsäure.
Die Reaktion wird in flüssiger Phase bei einer Temperatur zwischen 0° C oder der Temperatur, bei welcher das Reaktionsgeiniseh flüssig ist, welche höher liegen kann, und 120 C durchgeführt. Die Reaktion wird vorzugsweise.bei einer Temperatur zwischen 20 C oder der Temperatur, bei welcher das Reaktionsgemisch flüssig ist, welche höher liegen kann, und 90 C durchgeführt. \Ienn die Siedetemperatur des inerten Lösungsmittels im obigen Bereich liegt, wird die Reaktion am besten unter Rückfluss durchgeführt.
Die Reaktion wird vorzugsweise in Gegenwart von Essigsäure durchgeführt. Mit Essigsäure als Losungsmittel bei Temperaturen zwischen 20° C und 90° C s:
Theorie erzielt worden.
sehen 20 C und 90 C sind Ausbeuten von υ tv; a 90 Prozent der
Bei Ausführung der Reaktion werden die Reaktionspartner miteinander in Kontakt gebracht, am besten durch Einleiten von Chlor in die Verbindung in Gegenwart des Vermittlers. Ein bevorzugtes Kontaktverfahren für die Reaktionspartner besteht darin, Chlor in den die Verbindung enthaltenden Vermittler zu leiten, bis das Chlor in einem Verhältnis von mindestens drei Mol Chlor, minus ein Mol je Chloräquivalent in der Verbindung, und weniger als vier Mol Chlor, minus ein Mol je Chloräquivalent in der Verbindung, zu 1 Mol Verbindung vorliegt. Manchmal kann die Ausbeute an 2,2,6-Trichlorcyclohexanon maximal gesteigert und können die Nebenreaktionsprodukte auf ein Mindestmasε beschränkt werden, wenn man die Verbindung und Chlor kontinuierlich in den Vermittler einleitet. Während des kontinuierlichen Einleitens liegt das Chlor vorzugsweise in einem Verhältnis zur Verbindung von mindestens drei Mol Chlor, minus ein Mol je Chloräquivalent in der Verbindung, und weniger als vier Mol Chlor, minus ein Mol je Chloräquivalent in der Verbindung, zu 1 Mol Verbindung vor. Ob oder nicht die Ausbeute an 2,2,6-Triohlorcyclohe;<anon durch kontinuierliches
2 0 9 8 3 6/1150
Einleiten der Verbindung und des Chbrs in den Vermittler erhöht wird und die Nebenreaktionsprodukte auf ein Mindestmass beschränkt werden bei gegebenen Bedingungen des erfindungsgemässen Verfahrens, kann von einem Fachmann leicht ermittelt werden.
Der Kontakt der Verbindung und des Chlors in Gegenwart eines Vermittlers kann auch in Gegenwart eines Katalysators erfolgen, der ein heteroaromatisches Amin, alkylsubstituiertes Amid, alkylsubstituierter Harnstoff, tertiäres Alkylamin oder ein Salz derselben ist, und zwar bei einer Temperatur zwischen 0 C oder der Temperatur, bei welcher das. Reaktionsgemisch flüsig ist, welche höher liegen kann, und 60 C.
Geeignete heteroaromatische Amine sind zum Beispiel Collidine, Pyridin; Chinolin, Lutidine, Picoline, Pyrazin und Kohleteerbasen.
Geeignete alkylsubstituierte Amide sind zum Beispiel N,N-Dimethylacetamid, N,N-DiäthyIacetamid, Ν,Ν-Dimethylpropionamid und N,N-Diäthylproplonamid. Geeignete alkylsubstituierte Harnstoffe sind zum Beispiel Tetramethylharnstoff, Tetraäthylharnstoff, Dimethyldiäthylharnstoff, Monomethyltriäthylharnstoff und Trimethyläthylharnstoff. Geeignete tertiäre Amine sind zum Beispiel Tri-n-butylamin, Trimethylamin und Tripropylamin.
Die Reaction kann auch in Gegenwart von Säure-Salzen der obigen heteroaromatischen Amine, alkylsubstituierten Amide, alkylsubstituierten Harnstoffe und tertiären Amine durchgeführt werden. Geeignete Säuren sind sowohl anorganische als auch organische Säuren wie Chlorwasserstoffsäure und Essigsäure.
Wenn der Kontakt in Gegenwart eines Katalysators erfolgt, wird es bevorzugt, als Katalysator Collidin oder das salzsaure Salz des Collidine bei einer Temperatur zwischen 20° C oder der Temperatur, bei welcher das Reaktionsgemisch flüssig ist, welche höher liegen kann, und 40° C zu verwenden. Das Chlor liegt vorzugsweise in einem Verhältnis von mindestens drei Mol Chlor; minus
209836/1150
ein Mol je Chloräquivalent in der Verbindung, und weniger als vier Mol Chlor, minus ein Mol je Chloräquivalent in der Verbindung, zu 1 Mol Verbindung vor.
Wenn die Reaktion in Gegenwart von Collidin-hydrochlorid als Katalysator und in Gegenwart von Tetrachlorkohlenstoff oder 2,2,6-TrI-chlorcyclohexanon als Vermittler durchgeführt wurde, sind Ausbeuten bis zu 87 - 88 Prozent der Theorie erhalten worden.
Obwohl nicht bevorzugt, kann der Kontakt der Verbindung und des Chlors in Gegenwart eines Vermittlers auch in Gegenwart eines Katalysators erfolgen, der ein primäres aliphatisches Amin, sekundäres aliphatisches Amin, aromatisches Amin, N-haloaliphatisches Amin, N-haloaromatisches Amin oder Salz derselben ist, und zwar bei einer Temperatur zwischen 50° C oder der Temperatur, bei welcher das Reaktionsgemisch flüssig ist, welche höher liegen kann, und 120° C. Die oben erwähnten N-Halogenamine werden durch Einwirkung des Chlors auf die unsubstituierten Wasserstoffatome in den primären und sekundären Aminen gebildet.
Geeignete primäre aliphatische Amine sind zum Beispiel Äthylendiamin, Propylamin, ri-Butylamin und jb-Butylamin. Geeignete sekundäre. aliphatische Amine sind zum Beispiel Diäthyfinin und Dipropylamin. Geeignete aromatische Amine sind zum Beispiel Anilin, Toluidine und Ph<£ylendiamine. Geeignete N-haloaromatische Amine sind zum Beispiel N-Chloranilin und N,N-Dichloranilin. Geeignete N-haloaliphatische Amine sind zum Beispiel N-Chlorpropylamin, N,N-Dichlorpropylamin und N-Chlordiäthylamin. Salze, in deren Gegenwart die Reaktion durchgeführt wird, umfassen Verbindungen der obigen Katalysatoren mit anorganischen und organischen Säuren wie Chlorwasserstoff säure und Essigsäure.
Der Kontakt des Chlors und cfer Verbindung in Gegenwart eines Vermittlers kann, wenn dies auch kein bevorzugtes Verfahren ist, in Gegenwart eines primären aliphatischen Amins oder eines N-substituierten aromatischen Amins vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen 70° C oder der Temperatur, bei welcher das Reaktionsgemisch
209836/1150
flüssig ist, welche höher liegen kann, und 90° C erfolgen. Das Chlor liegt vorzugsweise in einem Verhältnis von mindestens drei Mol Chlor, minus ein Mol je Chloräquivalent in der Verbindung, und weniger als vier Mol Chlor, minus ein Mol je Chloräquivalent in der Verbindung, zu 1 Mol Verbindung vor.
Geeignete N-substituierte aromatische Amine sind zum Beispiel Bimethylanilin und Diäthylanilin. Manchmal wird es bevorzugt, das Produkt-enthaltende Reaktionsgemisch mindestens 15 Minuten nach Beendigung des Kontaktes der Reaktionspartner in dem Temperaturbereich zu halten, um eine vollständige Reaktion sicherzustellen.
Das gewünschte Produkt wird nach herkömmlichen Verfahrensweisen vom Reaktionsgemisch abgetrennt; am besten werden das gelöste Chlor und der Chlorwasserstoff und Vermittler durch Verdampfung abgezogen, wenn der Vermittler nicht 2,2,6-Trichlorcyclohexanon ist. Das Reaktionsrohprodukt enthält Katalysator, wenn die Reaktion in Gegenwart eines Katalysators durchgeführt wurde, aber für viele Zwecke ist eine Abtrennung nichterforderlich. Gegebenenfalls kann das Produkt weiter zum Beispiel durch fraktionierte Destillation in einen Trockenfilm noch unter im wesentlichen vermindertem Druck gereinigt werden.
Das Produkt aus obigem Verfahren liefert bei Pyrolyse £-Chlorphenol von hoher Reinheit. Zum' Beispiel wurde eine Probe von Trichlorcyclohexanon mit 87 Gew.-^ Reinheit, die 2 Gew.-^ Collidin-hydrochlorid enthielt, unter Stickstoff bei 150° C pyrolysiert und das Produkt fraktioniert destilliert. Die Hauptfraktion bestand zu 97 Gew.-% aus isomerenreinem 2-Chlorphenol aus dem 2,2,6-Trichlorcyclohexanon und zu 3 Gew.-% aus einem Gemisch aus Phenol und 2,6-Dichlorphenol, die aus 2,6-Diehlorcyclohexanon bzw. 2,2,6,6-tetrachlorcyclohexanon stammten, welche in dem zur Pyrolyse eingesetzten Material als Verunreinigungen zugegen waren. Das lsomerenreine o-Chlorphenol kann leicht von den Verunreinigungen Phenol und 2,6-Dichlorphenol durch Destillation abgetrennt werden und stellt 87 Gew.-^ des Pyrolyseproduktes dar.
209836/1150
45
Bisher war isoraerenreines o_-Chlorphenol nicht leicht zu erhalten. «o-Chlorphenol ist bisher wirtschaftlich durch direkte Chlorierung von Phenol mit Chlor oder durch Hydrolyse von ^-Dichlorbenzol hergestellt worden. Diese beiden Verfahren liefern Gemische aus ^-Chlorphenole m-Chlorphenol und jo-Chlorphenol und di--und tri- substituierte Phenole. Die Pyrolyse des neuartigen chlorierten Cyclohexanons dieser Erfindung liefert £-Chlorphenol hoher Reinheit. Daher bedeutet 2,2,6-Trichlorcyclohexanon und die Herstellung desselben einen wesentlichen nützlichen Beitrag und eine Beeicherung der Technik, indem ein nützliches Zwischenprodukt für c)-Chlor phenol zugänglich wird.
o-Chlorphenol wird als Bacterizid, siehe zum Beispiel CA. Cooper, Chem. Ind., 805 (1945), und als Fungizid, siehe zum Beispiel T.C. Scheffer und CG. Duncan, Ind. Eng. Chem. Ind. Edit., ^L·* 6l9 (1949)* verwendet. Eine Übersicht über die Verwendungen von o_- Chlorphenol ist in Chem. Prumysl, £, 298- 9 (I966) zu finden.
Die folgenden bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung werden beschrieben, um die Erfindung zu erläutern und die beste Durch führungsweise der Erfindung zu veranschaulichen.
Beispiel 1
Zweck dieses Beispiels ist es, die beste Durchführungsweise der Erfindung zu zeigen.
Test 1 wurde gemäss der folgenden Arbeitsweise durchgeführt: Bei 20° C wurden 709 g Chlor in ein Gemisch aus 800 ml Eisessig und 294 g Cyclohexanon eingeleitet. Nach beendeter Zugabe des Chlors wurde das Reaktionsgemisch 2 Stunden bei 20 - 50° C ge halten. Das Gemisch wurde dann im Rotationsverdampfer konzen triert, um den Eisessig, überschüssiges Chlor und gelösten Chlor wasserstoff abzuziehen. Das Produkt enthielt 2,2,6-Trichlorcyclo· hexänon und betrug 89 Prozent der theoretischen Ausbeute.
209836/11BO
- 8 - Q 45
Um ein reines Produkt zur Identifizierung zu erhalten, wurde das Produkt durch eine Säule geschickt, die ein wasserfreies Polystyrolsulf onsäure-Ionenaustauscherharz enthielt, und dann durch Destillation bei einem reduzierten Druck von 0,30 mm unter minimaler Erwärmung des Destillationsgefässes, um Zersetzung zu vermeiden, gereinigt. Das Produkt wurde dann 6 mal destilliert. Das gereinigte Produkt war zu 99 Prozent reines 2,2,6-Trichlorcyclohexanon und hatte eine Dichte bei 25° C von 1,4342, einen Siedepunkt von 50° C bei 0,015 Torr und einen Brechungsindex von NZ-5 = 1,5142. Das Infrarotspektrum des 2,2,6-Trichlorcyclohexanons
-1 zeigte Carbonyl- und Chlorbanden bei entsprechend 1 750 cm und 730 cm . Das NMR-Spektrum des 2,2,6-Trichlorcyclohexanons besteht aus vier Multipletts mit 8.00 Λ~745 J*~t 7,15 7s" und 4,80 Beispiel 2
Test 2 wurde gernäss der folgenden Arbeitsweise durchgeführt: Bei 30° C wurden 568 g Chlor und 196 g Cyclohexanon zu 535 ml Eisessig gegeben. Chlor und Cyclohexanon wurden kontinuierlich in die Essigsäure während eines Zeitraumes von 5 Stunden eingeleitet. Chlor und Cyclohexanon wurden in einem Verhältnis von mehr als drei Mol Chlor zu 1 Mol Cyclohexanon während der Reaktion gehalten.
Nachdem die Zugabe des Chlors und Cyclohexanone beendet war, wurde das Reaktionsgemisch 2 Stunden bei 30° C gehalten. Das Gemisch wurde dann im Rotationsverdampfer konzentriert, um die Essigsäure, überschüssiges Chlor und gelösten Chlorwasserstoff abzuziehen. Das Produkt enthielt 2,2,6-Trichlorcyclohexanon und betrug 83 Prozent der Theorie.
Beispiel 3
Nach der Arbeitsweise aus Beispiel 1, jedoch ohne weitere Reinigung durch Destillation, wurde Test 3 mit 217 g Chlor und 59 G Cyclohexanon in 22,5 ml Essigsäure und 120 ml Tetrachlorkohlenstoff bei 650 C durchgeführt. Es wurde ein Produkt erhalten,
209836/ 1150
welches aus 57 Gew.-% 2,2,6-Trichlorcyclohexanon, 2 Gew.-^ 2,2,6, 6-Tetrachloreyelohexanon und 41 Gew.-% 2,6-Dichloreyelohexanon bestand.
Beispiel 4
Nach der Arbeitsweise aus Beispiel 2 wurde Test 4 mit 355 g Chlor und 196 g Cyclohexanon in 53*5 ml Essigsäure und 400 ml Tetrachlorkohlenstoff bei 10° C durchgeführt. Es wurde ein Produkt erhalten, welches aus 43 Gew.-$ 2,2,6-Trichlorcyelohexanon, 1 Gew.-% 2,2,6,6TTetrachloreyelohexanon und 55 Gew.-% 2,6-Dichlorcyclohexanon bestand.
Beispiel 5
Unter Verwendung der Arbeitsweise aus Beispiel 2 wurde Test 5 mit 55 g Chlor und 20 g Cyclohexanon in 23,5 g 2,2,6-Triehlorcyclohexanon bei 250 C durchgeführt. Es wurde ein Produkt erhalten, das zu 72 Gew.-% aus 2,2,6-Trichlorcyclohexanon, 25 Gew.-^ aus 2,G-Dichlorcyclohexanon und 2 Gew.-% aus 2,2,6,6-Tetrachlorcyclohexanon bestand.
Beispiel 6
es
Zweck dieses Beispiels ist/zu zeigen, dass 2-Chlorcyclohexanon
eine befriedigende Verbindung ist.
Nach der Arbeitsweise aus Beispiel 2 wurde Test 6 mit 10 g Chlor und 5 g 2-Chlorcyclohexanon in 20 ml Essigsäure bei 25° C durchgeführt. Eg v/urcio ein Produkt erhalten, das 53 Gew.-% 2,2,6-Trichlorcyclohoxanon und 43 Gew.-'/0 ^,G-Dichlorcyclohexanon enthielt.
Beispiel '(
Nach dor Arbeitsweise aus Beispiel L, jedoch ohne weitere Reinigung,
209836/1150
wurde Test 7 mit 6^9 g Chlor und 294 g Cyclohexanon in 8OO ml Essigsäure, die 16 g Kohleteerbasen enthielten, bei ^0° C durchgeführt. Es wurde ein Produkt erhalten, das aus 76 Gew.-% 2,2,6-Trichlorcyclohexanon und 24 Gew.-^ 2,6-Dichlorcyclohexanon bes tand.
Beispiel 8
Nach der Arbeitsweise aus Beispiel2 wurde Test 8 mit 355 g Chlor und 98 g Cyclohexanon in 200 ml Tetrachlorkohlenstoff,die 15 g Diäthylanilin enthielten, bei 70 - 850 C durchgeführt. Es wurde ein Produkt erhalten, das 70 Gew.-% 2,2,6-Trichloreyelohexanon, 11 Gew.-# 2,2,6,6-Tetrachlorcyclohexanon und 19 Gew.-% 2,6-Dichlorcyc lohexanon enthielt.
Beispiel 9
Nach der Arbeitsweise aus Beispiel 2 wurden die Tests 9 und 10 durchgeführt. Test 9 wurde mit 284 g Chlor und 98 g Cyclohexanon in 75 g 2,2,6-Trichlorcyclohexanon, die 14,3 g Collidin-hydrochlorid enthielten, bei 20 - 4o° C durchgeführt. Es wurde ein Produkt für Test 9 erhalten, welches zu 88 Gew.-% aus 2,2,6-Trichlorcyc lohexanon, 7 Gew.-$ aus 2,2,6,6-Tetrachlorcyclohexanon und 5 Gew.-^ aus 2,6-Dichlorcyclohexanon bestand.
Beispiel 10 *
Test 10 wurde mit 284 g Chlor und 98 g Cyclohexanon in 200 ml Tetrachlorkohlenstoff, die 14,3 g Collidin-hydrochlorid enthielten, bei 20 - 40° C durchgeführt. Es wurde ein Produkt für Test 10 erhalten, das 87 Gew.-/J 2,2,6-Trichlorcyclohexanon, 7 Gew.-;u 2,2,6,6-Tetrachlorcyclohexanon und 6 Gew.->o 2,6-Dichlorcyclohexanon enthielt.
2098 3 6/1150
- 11 - Q 45
Beispiel 11
Test 11 wurde mit 284 g Chlor und 98 g Cyclohexanon in 200 ml Cyclohexan, die 8 g Dimethylacetamid enthielten, bei 20 - 40° C nach der Arbeitsweise aus Beispiel 1, jedoch ohne weitere Reinigung, durchgeführt. Es wurde ein Produkt aus Test 11 erhalten, das 2,2,6-Trichlorcyclohexanon in mehr als 70 Gew.-% Ausbeute enthielt.
- Patentansprüche -
209836/1 1 50

Claims (12)

Patentansprüche
1. 2,2,6-Trichlorcyclohexanon.
Verfahren zur Herstellung von 2,2,6-Trichlorcyclohexanon, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch aus Chlor und einer Verbindung, die aus der Gruppe: Cyclohexanon, 2-Chlorcyclohexanon, 2,2-Dichlorcyclohexanon und 2,6-Dichlorcyclohexanon ausgewählt wird, bei einer Temperatur zwischen 0° C ader der Temperatur, bei welcher das Reaktionsgemisch flüssig ist, welche höher liegen kann, und 120 C in Gegenwart eines Vermittlers, der aus der Gruppe der inerten gesättigten Kohlenwasserstoffe, inerten gesättigten halogenlerten Kohlenwasserstoffe, inerten gesättigten Carbonsäuren und 2,2,6-Trichlorcyclohexanon ausgewählt wird, in Kontakt bringt; wobei die Verbindung in einem Verhältnis zum Chlor zwischen 1 ^u mehr als 2 Mol Chlor, minus ein Mol je Chloräquivalent in der Verbindung, und 1 zu weniger als 4 Mol Chlor, minus ein Mol je Chloräquivalent in der Verbindung, vorgegeben wird, und man das 2,2,6-Trichlorcyclohexanon aus dem Reaktionsgemisch abtrennt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur zwischen 20° C oder der Temperatur, bei welcher das Ruaktionsgemisch flüssig ist, welche höher liegen kann, und i,'0° C liegt.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder ;>, dadurchipkennzeichnet, dass die gesättigte Carbonsäure Essigsäure ist.
209836/ 1 1 50
5. . Verfahren nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontakt in einem kontinuierlichen Einleiten der Verbindung und des Chlors in den Vermittler besteht, wobei das Chlor in einem Verhältnis von mindestens drei Mol Chlor, minus ein Mol je Chloräquivalent in der W'bindung, bis weniger als vier Mol Chlor, minus ein Mol je Chloräquivalent in der Verbindung, zu 1 Mol Verbindung vorliegt.
6. Verfahren nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontakt in einem Einleiten des Chlors in den die Verbindung enthaltenden Vermittler besteht, bis das Chlor in einem Verhältnis von mindestens drei Mol Chlor, minus ein Mol je Chloräquivalent in der Verbindung, und weniger als vier Mol Chlor, minus ein Mol je Chloräquivalent in der Verbindung, zu 1 Mol Verbindung vorliegt.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontakt in Gegenwart eines Ktalysators erfolgt, welcher aus der Gruppe der heteroaromatischen Amine, alkylsubstituierten Amide, alkylsubstituierten Harnstoffe, tertiären Alkylamine und Salze derselben ausgewählt, wird, bei einer Temperatur zv/ischen 0 C oder der Temperatur, bei welcher das Reaktionsgemisch flüssig ist, welche höher liegen kann, und 60° C erfolgt.
8. Veriäiren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das heteroaromatische Amin Collidin und dessen Salz Collidin-hydrochlorid ist bei einer Temperatur zwischen 20° C oder der Temperatur, bei v/elcher das Reaktionsgemisch flüssig ist, welche höher liegen kann, und 4ü° C.
9. Verfahren!nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontakt in Gegenwart aes ^,^,C-Ti'iehlorcyclohexanons erfolgt.
10. Verfuhren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontakt in Gegenwart eines Amins aus der Gruppe der primären aliphatischen Amine, sekundären ali-
209836/ 1150
- 14 - Q 45
phatischen Amine, aromatischen Amine, N-Halogenamine derselben
und Salze derselben, bei einer Temperatur zwischen 50° C oder
der Temperatur, bei welcher das Reaktionsgemisch flüssig ist,
welche höher liegen kann, und 120° C erfolgt.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das primäre aliphatische Amin _t-Butylamin ist.
12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Amin ein primäres aliphatisches Amin ist und worin das aromatische Amin ein N-substituiertes Amin ist bei einer Temperatur
zwischen 70 C oder der Temperatur, bei welcher das Reaktionsgemisch flüssig ist, welche höher liegen kann, und 90° C.
1^. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das N-substituierte Amin Diäthylanilin und der inerte gesättigte halogenierte Kohlenwasserstoff Tetrachlorkohlenstoff ist.
Dr.Pa./Br.
209836/1150
DE19722201899 1971-02-16 1972-01-13 Verfahren zur Herstellung von 2,2,6-Trichlorcyclohexanon und -Masse Pending DE2201899A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US115773A US3894087A (en) 1971-02-16 1971-02-16 Method of producing 2,2,6-trichlorocyclo-hexanone and compositions thereof

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2201899A1 true DE2201899A1 (de) 1972-08-31

Family

ID=22363308

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19722201899 Pending DE2201899A1 (de) 1971-02-16 1972-01-13 Verfahren zur Herstellung von 2,2,6-Trichlorcyclohexanon und -Masse

Country Status (8)

Country Link
US (1) US3894087A (de)
BE (1) BE777966A (de)
CA (1) CA951328A (de)
DE (1) DE2201899A1 (de)
FR (1) FR2125281A1 (de)
GB (1) GB1327649A (de)
IT (1) IT948173B (de)
NL (1) NL7200480A (de)

Families Citing this family (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CA1084947A (en) * 1975-11-29 1980-09-02 John F. Harris Process for preparing pyrogallol and its derivatives
US4166914A (en) * 1976-08-12 1979-09-04 Carl E. Van Winckel Production of o-alkoxyphenols
US4219505A (en) * 1977-05-11 1980-08-26 Fisons Limited Process for preparing tetrahalocyclohexanone

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2674572A (en) * 1950-02-18 1954-04-06 Henkel & Compagnie G M B H Production of tetrachlorocyclohexanones
BE668177A (de) * 1964-08-12

Also Published As

Publication number Publication date
IT948173B (it) 1973-05-30
CA951328A (en) 1974-07-16
AU3758272A (en) 1973-07-05
NL7200480A (de) 1972-08-18
FR2125281A1 (de) 1972-09-29
GB1327649A (en) 1973-08-22
US3894087A (en) 1975-07-08
BE777966A (fr) 1972-07-13

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2429937C2 (de)
DE69205623T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Amid durch Oximumlagerung in flüssiger Phase.
DE2313496C3 (de) Verfahren zur Herstellung von m- und p- Phenylendiamin
EP0352504B1 (de) Verfahren zur gemeinschaftlichen Herstellung von 3-Dialkylaminopropionitrilen, Bis-(2-cyanoethyl)-ether und gewünschtenfalls Ethylencyanhydrin
DE2201899A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 2,2,6-Trichlorcyclohexanon und -Masse
EP0135833B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Amino-alkylpyridinen
EP0037548B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 2,2,6,6-Tetramethylpiperidon-4
EP0598338A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,3-Difluorbenzol
DE1228246B (de) Verfahren zur Herstellung von Derivaten des N-Acylvinylamins
CH663204A5 (de) Propannitrilderivate.
DE2830009C2 (de)
DE2336403A1 (de) Verfahren zur herstellung von isocyanaten
DE1188577B (de) Verfahren zur Herstellung von omega-Chlor bzw. omega-Bromtiglinaldehyd, deren AcetaleAcylaten
DE2031900B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Isopren
DE1568629C3 (de) Verfahren zur Herstellung von organischen Isocyanaten
DE2506029A1 (de) Verfahren zur herstellung von maleinsaeurenitril
DE739259C (de) Verfahren zur Umlagerung von cyclischen Ketoximen in Lactame
DE1418334B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,2,3,4,7,7-Hexachlorbicyclo[2,2,1]-2,5-heptadien aus Hexachlorcyclopentadien und Acetylen
DE2062679B2 (de) Verfahren zur herstellung von alphaaminocycloalkanonoximhydrochloriden
DE1190932C2 (de) Verfahren zur herstellung von terpenallyl-carbonsaeureestern
DE1921662C3 (de) Verfahren zur Reinigung von Malonsäuredinitril
DE1090225B (de) Verfahren zur Herstellung von p-Nitrodiphenylaminen
DE2201897A1 (de) Herstellung von o-Chlorphenolen
DE2050562A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Dichloracetylchlorid
DE2902541A1 (de) Verbessertes verfahren zur herstellung aromatischer aldehyde und alkohole, insbesondere benzaldehyd, benzylalkohol und ihrer derivate