DE3639388A1 - Antiblockierbremsregelsystem - Google Patents
AntiblockierbremsregelsystemInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine
Antiblockierregelungseinrichtung, die für ein
Bremsregelsystem eines Fahrzeugs geeignet ist.
Es sei angenommen, daß die Fahrgeschwindigkeit V ist und
die Umfangsgeschwindigkeit eines Rades V w beträgt. Die
Schlupfrate S ist dann durch folgende Gleichung
definiert:
Es ist auch bekannt, daß bezüglich des
Reibungskoeffizienten μ in Fahrtrichtung zwischen dem
Rad und der Straßenoberfläche ein Zusammenhang mit der
Schlupfrate S besteht, wie durch die Kurve a in Fig. 1
dargestellt. In Kurve a ist auf der vertikalen Achse der
Reibungskoeffizient μ als normierter Wert aufgetragen,
dessen Maximalwert gleich 1 ist. Wie sich aus Fig. 1
ergibt, hat der Reibungskoeffizient μ ein Maximum bei
einer Schlupfrate S von 0,2 oder dicht dabei und nimmt
mit einer Steigerung der Schlupfrate S ab, wenn das Rad
gegen Drehung blockiert wird, beispielsweise infolge
einer plötzlichen Bremsung. Damit das Fahrzeug auf
minimale Distanz mit Hilfe einer Bremsung der Räder zum
Halten gebracht wird, ist es notwendig, daß die
Bremskraft, die den Rädern zugeführt wird, so groß ist,
daß der Reibungskoeffizient μ sich stets dem
Maximalwert nähert,mit anderen Worten, die Schlupfrate
S muß dicht bei 0,2 gehalten werden. Eine
Antiblockierbremsregelvorrichtung für ein
Fahrzeugbremssystem muß daher in der Lage sein, die den
Rädern zugeführte Bremskraft so zu regeln, daß die
Schlupfrate S den oben erwähnten günstigen Wert annimmt.
Im allgemeinen ist es schwierig, die Schlupfrate an
einem laufenden Rad, beispielsweise bei einem Automobil
direkt zu messen. Die bekannten
Antiblockierbremsregelvorrichtungen erfüllen das
vorgenannte Erfordernis daher durch Verwendung von
meßbaren Werten, die sich indirekt auf die Schlupfrate S
beziehen. Bei einer dieser bekannten
Antiblockierbremsregelvorrichtungen wird das Verhältnis
zwischen der Anstiegsrate und der Abfallrate der
Umfangsgeschwindigkeit des Rades in einfacher Weise
ermittelt und der Reibungskoeffizient μ wird daraus
abgeschätzt, um auf diese Weise die den Rädern
zugeführte Bremskraft zu regeln. Obgleich man mit einer
solchen Vorrichtung eine gewünschte Bremswirkung
hervorbringen kann, wenn das Fahrzeug auf flacher
Straßenoberfläche läuft, ist das System doch nicht in
der Lage, eine zufriedenstellende Antiblockierwirkung
bei schlechten Straßenverhältnissen hervorzubringen, da
die Radumfangsgeschwindigkeit nicht gleichmäßig steigt
oder fällt und die ermittelten Werte für das vorgenannte
Verhältnis daher breit variieren.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die
obigen Probleme des Standes der Technik zu überwinden
und eine Antiblockierbremsregelvorrichtung anzugeben,
die in der Lage ist, eine geregelte Bremskraft am
jeweiligen Rad entsprechend der Änderung des
Reibungskoeffizienten zwischen dem Rad und der
Straßenoberfläche, auf dem das Rad läuft,
hervorzubringen, selbst wenn das Fahrzeug auf unebenem
Untergrund läuft, um auf diese Weise ein unerwünschtes
Blockieren des Rades zu verhindern und eine
Minimierung des Bremsweges zu erreichen.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene
Erfindung gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf ein
in den Zeichnungen dargestelltes Ausführungsbeispiel
näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine graphische Darstellung des Zusammenhangs
zwischen der Schlupfrate und dem
Reibungskoeffizienten;
Fig. 2 ein Blockschaltbild einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 3 ein Zeitdiagramm der Betriebsvorgänge in der
Ausführungsform nach Fig. 2;
Fig. 4 ein Zeitdiagramm der Wirkungen in der
Ausführungsform nach Fig. 2;
Fig. 5 ein Diagramm bezüglich des Zusammenhangs
zwischen dem Verhältnis α und dem
Reibungskoeffizienten μ;
Fig. 6 ein Zeitdiagramm, das die Einstellbetriebsart
für simulierte Fahrgeschwindigkeit dargestellt;
und
Fig. 7 und 8 Flußdiagramme von Programmen im Falle der
Verwendung von Mikrocomputern anstelle der
Ausführungsform nach Fig. 2.
Die vorliegende Erfindung wird nun detailliert anhand
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die begleitenden Zeichnungen erläutert.
Gemäß den Fig. 2 und 3 wird die Druckkraft, die auf ein
Bremspedal 1 ausgeübt wird, auf den Hauptbremszylinder 2
übertragen, der einen Hydraulikdruck P entsprechend
dieser Druckkraft erzeugt, der auf die Radbremszylinder
3 übertragen wird.
Der Radbremszylinder 3 erzeugt eine Bremskraft f b
entsprechend dem zugeführten Hydraulikdruck P, und das
Rad 4 des Kraftfahrzeugs wird durch die Differenz
zwischen der Bremskraft f b und der Antriebskraft f r , die
von der Straßenoberfläche 5 herstammt, gebremst, wobei
der Reibungskoeffizient μ zwischen dem Rad 4 und der
Straßenoberfläche 5, auf der das Rad 4 läuft,
miteingeht, wodurch die Umfangsgeschwindigkeit V w des
Rades 4 bestimmt wird. Die Schlupfrate S ergibt sich aus
der Differenz zwischen der Umfangsgeschwindigkeit V w und
der Fahrgeschwindigkeit V des Fahrzeugs 6, und der
Reibungskoeffizient μ zwischen dem Rad 4 und der
Straßenoberfläche 5 wird in Übereinstimmung mit der
Schlupfrate S bestimmt. Die Fahrgeschwindigkeit V des
Fahrzeugs 6 wird durch die Reibungskraft verändert, die
dem Rad 4 von der Straßenoberfläche 5 vermittelt wird,
basierend auf dem genannten bestimmten
Reibungskoeffizienten μ. Die Umfangsgeschwindigkeit V w
des Rades 4 wird durch einen
Radumfangsgeschwindigkeitsdetektor 8 aus der Drehzahl
des Rades 4 ermittelt. Dieser
Umfangsgeschwindigkeitsdetektor 8 besteht aus einem
elektromagnetischen oder optischen Impulsgenerator,
einem Zähler und einem Faktormultiplizierer, um den
Raddurchmesser zu berücksichtigen, und dergleichen. Die
Radumfangsgeschwindigkeit V w , die von dem Detektor 8
ermittelt worden ist, wird einem
Radumfangssollgeschwindigkeitseinsteller 9, einem
Radumfangsgeschwindigkeits-Meßabschnittseinsteller 10,
einem Komparator 11 und einem Rechner 12 zugeführt. Der
Einsteller 9 berechnet die simulierte
Fahrgeschwindigkeit V r auf der Grundlage der
Radumfangsgeschwindigkeit V w , die von dem Detektor 8
ermittelt wird, und des Reibungskoeffizienten μ, der
von einem Wandler 13 zugeführt wird, und die
Radumfangssollgeschwindigkeit V s wird aus der
berechneten simulierten Fahrgeschwindigkeit V r und der
voreingestellten optimalen Schlupfrate S r errechnet und
dem Einsteller 10 und dem Komparator 11 zugeführt.
Dieser Komparator 11 vergleicht die
Radumfangssollgeschwindigkeit V s mit der
augenblicklichen Radumfangsgeschwindigkeit V w und
liefert ein Vergleichsergebnis zu einem
Mäßigungssignalgenerator 14. Dieser Signalgenerator 14
liefert ein Mäßigungssignal m an ein Solenoidventil 15,
wenn das Vergleichsergebnis zeigt, daß die
augenblickliche Radumfangsgeschwindigkeit V w geringer
als die Radumfangssollgeschwindigkeit V s ist. Wenn das
Vergleichsergebnis zeigt, daß die augenblickliche
Radumfangsgeschwindigkeit V w höher als die
Radumfangssollgeschwindigkeit V s ist, dann liefert der
Signalgenerator 14 ein Mäßigungsfreigabesignal an das
Solenoidventil 15.
Der Einsteller 10 liefert an einen Rechner 12 ein Signal
T k , was veranlaßt, daß die Speicherung der
Radumfangsgeschwindigkeit V w dem Rechner 12 zugeführt
wird und die Zeit t dem Rechner 12 von einem Zeitgeber
16 zugeführt wird. In die Auswertung gehen auch die
Radumfangssollgeschwindigkeit V s und die augenblickliche
Radumfangsgeschwindigkeit V w ein. Beide
Geschwindigkeiten werden dem Einsteller 10 zugeführt,
der aus ihnen das Signal T k macht, das dem Rechner 12
zugeführt wird. Das heißt, der Einsteller 10 errechnet
die Radumfangssollgeschwindigkeiten V k1 und V k2 der
Schlupfraten von beispielsweise 0,1 und 0,3 gegenüber
der simulierten Fahrgeschwindigkeit V r auf der Grundlage
der Radumfangssollgeschwindigkeit V s aus dem Einsteller
9 und vergleicht diese Radumfangssollgeschwindigkeiten
V k1 und V k2 mit der herrschenden
Radumfangsgeschwindigkeit V w und liefert ein Signal T k
zu demjenigen Zeitpunkt, zu welchem die augenblickliche
Radumfangssollgeschwindigkeit gleich den
Radumfangssollgeschwindigkeiten V k1 bzw. V k2 geworden
ist. Der Rechner 12 speichert die Zeit t p vom Zeitgeber
16 und die Radumfangsgeschwindigkeit V wp vom Detektor 8
durch das Signal T k , das vom Einsteller 10 zum Zeitpunkt
t p empfangen wird, wenn die augenblickliche
Radumfangsgeschwindigkeit V w gleich der
Radumfangssollgeschwindigkeit V k1 in der absteigenden
Phase der augenblicklichen Radumfangsgeschwindigkeit
ist, und anschließend speichert er die Zeit t q vom
Zeitgeber 16 und die Radumfangsgeschwindigkeit V wq vom
Detektor 8 durch das Signal T k , das vom Einsteller 10
zum Zeitpunkt t q empfangen wird, wenn die
augenblickliche Radumfangsgeschwindigkeit V w gleich der
Radumfangssollgeschwindigkeit V k2 wird. In der
ansteigenden Phase der augenblicklichen
Radumfangsgeschwindigkeit V w speichert der Rechner 12
die Zeit t r vom Zeitgeber 16 und die
Radumfangsgeschwindigkeit V wr vom Detektor 8 durch das
Signal T k vom Einsteller 10 zum Zeitpunkt t r , wenn die
augenblickliche Radumfangsgeschwindigkeit V w wieder
gleich der Radumfangssollgeschwindigkeit V k2 wird, und
speichert ferner die Zeit t s vom Zeitgeber 16 und die
Radumfangsgeschwindigkeit V ws vom Detektor 8 durch das
Signal T k vom Einsteller 10 zum Zeitpunkt t s , wenn die
Radumfangsgeschwindigkeit V w wieder gleich der
Radumfangssollgeschwindigkeit V k1 wird. Das Verhältnis α
der durchschnittlichen Beschleunigung wu zur mittleren
Verzögerung md , d. h. das Verhältnis des Mittelwerts der
Anstiegsgeschwindigkeit zum Mittelwert der
Abfallgeschwindigkeit der Radumfangsgeschwindigkeit wird
aus den gespeicherten Zeiten t p , t q , t r , t s berechnet,
und für die Radumfangsgeschwindigkeiten V wp , V wq , V wr
und V ws folgt:
Das so berechnete Verhältnis α wird dem Wandler 13
zugeführt. Hier wird das Verhältnis α dem
Reibungskoeffizienten μ der Straßenoberfläche 5
zugeordnet, ohne Rücksicht auf die Größe des
Trägheitsmoments des Rades 4. Wenn beispielsweise der
Reibungskoeffizient μ hoch ist, dann wird das
Verhältnis α groß, wenn umgekehrt der
Reibungskoeffizient niedrig ist, dann wird das Verhältnis
α klein. Die Beziehung zwischen dem Verhältnis α und dem
Reibungskoeffizienten μ kann entweder aus der
kinematischen Gleichung des
Raddrehungssimulationssystems 17 zum Zeitpunkt des
Bremsens oder aus Versuchen mit einem vorhandenen
Fahrzeug bestimmt werden. Dieser Zusammenhang ist in
Fig. 5 mit der Kurve b aufgezeichnet. Die so ermittelte
Beziehung zwischen dem Verhältnis α und dem
Reibungskoeffizienten μ, ausgedrückt durch die Kurve b,
wird in den Wandler 13 voreingegeben, so daß der Wandler
13 beide Einsteller 9 und 10 mit dem
Reibungskoeffizienten μ entsprechend dem zuzuführenden
Verhältnis α versorgt.
Das Solenoidventil 15, dem das Mäßigungssignal m und das
Mäßigungsfreigabesignal vom Signalgenerator 14
zugeführt werden, arbeitet bei Empfang des
Mäßigungssignals m derart, daß der Hydraulikdruck P vom
Hauptbremszylinder 2 in einen Tank einer
Hydraulikdruckquelle 18 abgeleitet wird, und bei Empfang
des Mäßigungsfreigabesignals arbeitet das Ventil
derart, daß es den hydraulischen Bremsdruck von der
Quelle 18 dem Radbremszylinder 3 zuführt, um den
gemäßigten hydraulischen Druck P wieder aufzubauen.
Das so aufgebaute Antiblockierbremsregelsystem 30 soll
nun bezüglich seiner Wirkungsweise erläutert werden.
In dem Einsteller 9 sind die Anfangswerte r0 und S r0
der Verzögerung r der simulierten Fahrgeschwindigkeit
V r bzw. der Schlupfrate S r eingegeben. Als Anfangswerte
r0 und S r0 werden aus Sicherheitsgründen die Werte für
eine Straßenoberfläche eingegeben, die einen hohen
Reibungskoeffizienten hat. Beispielsweise ist r0 = -1G
(G steht für die Erdbeschleunigung), und S r0 = 0,25. Bei
einem Fahrzeug 6, das mit einer Geschwindigkeit von V w0
fährt, führt beim Aufbringen einer Druckkraft auf das
Pedal 1 zum Zeitpunkt t 0 und der daraus folgenden
Zuführung von Hydraulikdruck P vom Hauptbremszylinder 2
zu dem Radbremszylinder 3 der Einsteller 9 einen
Taktbetrieb durch das Signal von einem Schalter (nicht
dargestellt) aus, der die Zuführung der auf das Pedal 1
einwirkenden Kraft ermittelt, und er empfängt vom
Detektor 8 die Radumfangsgeschwindigkeiten V w0, V w01,
V w02, V w03, . . . zu jedem vorbestimmten Zeitpunkt t 0,
t 01, t 02, t 03, . . ., und führt nacheinander die
Berechnung der simulierten Fahrgeschwindigkeiten auf der
Grundlage nachfolgender Gleichungen aus:
V r01 = V w0 - r0(t 01 - t 0) = -V w0 - r0 T s
zum Zeitpunkt t 01,
V r02 = V w01 - r0(t 02 - t 01) = V w01 - r0 T s
zum Zeitpunkt t 02, und
V r03 = V w02 - r0(t 03 - t 02) = V w02 - r0 T s
zum Zeitpunkt t 03.
Weiterhin werden bei den Zeiten t 01, t 02, t 03, . . . die
simulierten Fahrgeschwindigkeiten V r01, V r02, V r03,
. . ., die zu den entsprechenden Zeiten berechnet worden
sind, mit den augenblicklichen
Radumfangsgeschwindigkeiten V w01, V w02, V w03, . . . zu den
entsprechenden Zeitpunkten verglichen, und wenn die
simulierte Fahrgeschwindigkeit größer als die
herrschende Radumfangsgeschwindigkeit wird, dann wird
angenommen, daß das Rad 4 begonnen hat, durchzurutschen,
und diese Berechnung und der Vergleich werden
unterbrochen. Gleichzeitig, da die Berechnungsformel der
simulierten Fahrgeschwindigkeit im Falle größerer
simulierter Fahrgeschwindigkeit als die herrschende
Radumfangsgeschwindigkeit als die Berechnungsformel der
simulierten Radgeschwindigkeit V r1 beim ersten Zyklus
der Antiblockierregelzyklen für das Ansteigen und den
Abfall der Radumfangsgeschwindigkeit gegeben ist, wird
die Berechnung der Radumfangssollgeschwindigkeit V s1 zu
dem genannten ersten Zyklus mit jener simulierten
Fahrgeschwindigkeit V r1 begonnen. Wenn daher
beispielsweise die simulierte Fahrgeschwindigkeit
erstmals zum Zeitpunkt t 03 (= t 1) größer als die
Radumfangsgeschwindigkeit geworden ist, dann führt der
Einsteller 9 die folgende Gleichung aus:
V s1 = [V w02 - r0(t - t 02)] (1 - S r0),
wobei t die Zeit ist, die seit dem Zeitpunkt t 0
verstrichen ist, und [V w02 - r0(t - t 02)] ist die
simulierte Fahrgeschwindigkeit V r1 des ersten Zyklus.
Der Einsteller 9 gibt das Ergebnis der Berechnung als
die erste Radumfangssollgeschwindigkeit V s1 an den
Einsteller 10 und den Komparator 11 ab. Der Einsteller
10 berechnet die Radumfangssollgeschwindigkeit V k11
und V k21 entsprechend den Schlupfraten 0,1 bzw. 0,3 aus
der zugeführten Radumfangssollgeschwindigkeit V s1 und
vergleicht die so berechneten
Radumfangssollgeschwindigkeiten V k11 und V k21 mit der
Radumfangsgeschwindigkeit V w . Wenn V k11 größer als V w
zum Zeitpunkt t 2 wird, dann liefert der Einsteller 10
ein Signal T k , während der Rechner 12 bei Empfang des
Signals T k zum Zeitpunkt t 2 den Zeitpunkt t 2 vom
Zeitgeber 16 und die Radumfangsgeschwindigkeit V w vom
Detektor 8 als t p1 bzw. V wp1 speichert. Der Komparator
11 vergleicht die zugeführte
Radumfangssollgeschwindigkeit V s1 mit der
augenblicklichen Radumfangsgeschwindigkeit V w und gibt
das Ergebnis des Vergleiches an den Signalgenerator 14
ab. Wenn V w kleiner als V s1 zum Zeitpunkt t 3 wird, dann
ermittelt dies der Signalgenerator 14 und gibt ein
Mäßigungssignal m an das Solenoidventil 15 ab, das bei
Empfang dieses Signales so betätigt wird, daß es
Hydraulikdruck P vom Hauptbremszylinder 2 in den Tank
der hydraulischen Druckquelle 18 fließen läßt, um den
Hydraulikdruck P, der dem Radbremszylinder 3 von dem
Hauptbremszylinder 2 zugeführt wird, zu vermindern.
Selbst wenn der Hydraulikdruck P, der dem
Radbremszylinder 3 zugeführt wird, herabgesetzt wird,
steigt die Radumfangsgeschwindigkeit V w nicht sofort an,
weil das Rad 4 ein Trägheitsmoment aufweist. Sie steigt
nach der Verminderung nach dem Zeitpunkt t 3 an. Wenn
V k21 größer als V w zum Zeitpunkt t 4 wird und zum
Zeitpunkt t 5 kleiner als V w wird, dann gibt der
Einsteller 10 zu den entsprechenden Zeitpunkten ein
Signal T k ab, und der Rechner 12, der dieses Signal T k
zu den Zeiten t 4 und t 5 erhält, speichert die Zeiten t 4
und t 5 vom Zeitgeber 16 und die
Radumfangsgeschwindigkeit V w vom Detektor 8 als t q1, t r1
bzw. V wq1, V wr1. Wenn V w größer als V s1 zum Zeitpunkt t 6
wird, dann ermittelt dies der Signalgenerator 14 und
gibt ein Mäßigungsfreigabesignal an das Solenoidventil
15 ab, das nun ermöglicht, daß Hydraulikdruck von der
Hydraulikdruckquelle 18 dem Radbremszylinder 3 zugeführt
wird, damit dieser den zuvor verminderten Hydraulikdruck
P wieder annimmt. Dieser Wiederaufbau von Hydraulikdruck
P führt nicht zu einer sofortigen Herabsetzung der
Radumfangsgeschwindigkeit V w , so daß, wenn V k11 kleiner
V w zum Zeitpunkt t 7 wird, der Einsteller 10 ein Signal
T k abgibt und der Rechner 12 die Zeit t 7 und die
Radumfangsgeschwindigkeit V w als t s1 bzw. V ws1
speichert, und zum gleichen Zeitpunkt berechnet er das
Verhältnis a 1 in Übereinstimmung mit der folgenden
Gleichung:
Außerdem führt der Rechner das Ergebnis dieser
Berechnung dem Wandler 13 zu. Aus dem zugeführten
Verhältnis α 1 ermittelt der Wandler 13 den
Reibungskoeffizienten μ 1 entsprechend dem Verhältnis a 1
und führt den so bestimmten Reibungskoeffizienten μ 1
den Einstellern 9 und 10 zu.
Der Einsteller 9 korrigiert die simulierte
Radumfangsverzögerung r von r0 auf -μ 1G (G ist die
Erdbeschleunigung) entsprechend dem zugeführten
Reibungskoeffizienten μ 1 und ermittelt die simulierte
Fahrgeschwindigkeit aus dem korrigierten r2 = -μ 1G auf
die gleiche Weise wie die Berechnung vom Zeitpunkt t 0
bis t 1. Der Vergleich dieser berechneten simulierten
Fahrgeschwindigkeit mit der Radumfangsgeschwindigkeit
wird sukzessiv ausgeführt, und wenn die simulierte
Fahrgeschwindigkeit größer als die
Radumfangsgeschwindigkeit zum Zeitpunkt t 9 wird, dann
wird dies dafür genommen, daß das Rad 4 wieder
durchzurutschen begonnen hat, und der zweite Zyklus der
Antiblockierregelzyklen für die Steigerung und
Verminderung der Radumfangsgeschwindigkeit wird
entsprechend der simulierten Fahrgeschwindigkeit V r2
begonnen, die in der gleichen Weise, wie oben
beschrieben, bestimmt wird. Das Ergebnis dieser
Berechnung wird als neue Radumfangssollgeschwindigkeit
V s2 dem Einsteller 10 und dem Komparator 11 zugeführt.
In derselben Weise, wie oben beschrieben, berechnet der
Einsteller 10 dann die Radumfangssollgeschwindigkeiten
V k12 und V k22 entsprechend den Schlupfraten 0,1 bzw.
0,3, und auf dieser Grundlage führt der Rechner 12 die
Berechnung des Verhältnisses α 2 aus und gibt den neuen
Reibungskoeffizienten μ 2 ab. Wenn V w kleiner als V s2
zum Zeitpunkt t 10 wird, dann gibt der Generator 14 ein
Mäßigungssignal m ab, um den Bremsdruck herabzusetzen
und wenn V w größer als V s2 zum Zeitpunkt t 11 wird, dann
gibt der Generator 14 nun ein Mäßigungsfreigabesignal
ab, um den Mäßigungsbetrieb zu beenden. Anschließend
werden die oben beschriebenen Vorgänge wiederholt. Im
Falle, daß V w kleiner als V s2 während der Zeitperiode
zwischen t 7 und t 8 aufgrund der neuen
Radumfangssollgeschwindigkeit V s2 wird, dann wird ein
Mäßigungssignal m während dieser Zeitperiode abgegeben.
Auch im Falle, daß die Radumfangsgeschwindigkeit V w
nicht gleich den berechneten
Radumfangssollgeschwindigkeiten V k21, V k22, . . . . . werden
sollte, wird dies als eine schwache Blockierung des
Rades angesehen und es wird keine Abschätzung von μ und
keine Korrektur der simulierten Radumfangsverzögerung r
ausgeführt.
Entsprechend der Regelvorrichtung 30 des oben
beschriebenen Aufbaus wird der Reibungskoeffizient μ
abgeschätzt, indem das Verhältnis α bestimmt wird, und
auf dieser Grundlage werden die simulierten
Fahrgeschwindigkeit V r und die
Radumfangssollgeschwindigkeit V s korrigiert, so daß die
Einrichtung in der Lage ist, eine Antiblockierregelung
im wesentlichen entsprechend der Änderung des
Reibungskoeffizienten μ auszuführen.
Da weiterhin das Verhältnis α aus der
Durchschnittsbeschleunigung wu und aus der
Durchschnittsverzögerung wd bestimmt wird, ist die
Einrichtung im wesentlichen unabhängig von einer
plötzlichen Änderung der Radumfangsgeschwindigkeit V w ,
die beim Fahren auf unebener Straße auftreten könnte,
d. h. ist unabhängig von einer momentanen Änderung der
Beschleunigung oder Verzögerung der
Radumfangsgeschwindigkeit, wie Fig. 4 zeigt, und daher
ist die Einrichtung in der Lage, den gewünschten
Reibungskoeffizienten μ zu spezifizieren, um normalen
Antiblockierbremsbetrieb ausführen zu können.
In der oben beschriebenen Ausführungsform sind die
Einsteller 9, 10, der Komparator 11, der Rechner 12, der
Wandler 13, der Generator 14 und der Zeitgeber 16
vorgesehen, die zusammen einen elektronischen
Steuerkreis 31 bilden, es ist jedoch auch möglich, den
elektronischen Steuerkreis 31 durch Verwendung von
Mikrocomputern zu bilden und diese Mikrocomputer in
Übereinstimmung mit einem Programm zu betreiben, das die
in Fig. 7 und 8 dargestellten Schritte umfaßt, um
dadurch denselben Betrieb, wie bei der oben
beschriebenen Ausführungsform auszuführen. Dieses
Programm wird durch ein Signal von einem Schalter
gestartet, der eingeschaltet wird, wenn das Pedal 1
niedergetreten wird. An dem Schritt 41 werden die
Anfangswerte r0 und S r0 der simulierten Fahrverzögerung
r und der Schlupfrate S eingestellt, und im Schritt 42
wird eine Subroutine, wie in Fig. 8 gezeigt, ausgeführt.
Im Schritt 401 der Subroutine wird die
Radumfangsgeschwindigkeit V w vom Detektor 8 zum
Zeitpunkt t, der einer vorbestimmten Zeitperiode T s vor
dem genannten Zeitpunkt t vorausgeht, eingestellt, und
im Schritt 402 wird die Radumfangsgeschwindigkeit V w vom
Detektor 8 zum Zeitpunkt t eingestellt. Im Schritt 403
wird V w , das im Schritt 401 eingestellt worden ist,
durch die Formel V r = V w - r0 × T s substituiert, um die
simulierte Fahrgeschwindigkeit V r zu dem Zeitpunkt t im
Schritt 401 zu errechnen. Im Schritt 404 wird die
simulierte Fahrgeschwindigkeit V r , die im Schritt 403
errechnet worden ist, mit der Radumfangsgeschwindigkeit
V w verglichen, die im Schritt 402 eingestellt worden
ist, und wenn V r ≦ωτ V w , dann kehrt das Programm zum
Schritt 401 zurück, um denselben Betrieb, wie oben
erläutert, zu einem Zeitpunkt t nach Verstreichen der
nächsten vorbestimmten Zeitperiode T s zu wiederholen,
und wenn V r ≦λτ V w , dann verläßt das Programm die
Subroutine und geht zum Schritt 43 über.
Im Schritt 43 werden die Radumfangsgeschwindigkeit V w
und die Radumfangssollgeschwindigkeit V k1
(beispielsweise V k1, wenn die Schlupfrate S gleich 0,1
ist) berechnet, wobei letztere Größe aus der simulierten
Fahrgeschwindigkeit V r berechnet wird, die man in der
Subroutine 42 erhalten hat. Im Schritt 44 wird
beurteilt, ob die Radumfangsgeschwindigkeit V w kleiner
als V k1 ist, und wenn V w ≦λτ V k1, dann kehrt das Programm
zum Schritt 43 zurück. Wenn entschieden wird, daß
V w ≦ωτ V k1 zum Zeitpunkt t p , dann geht das Programm zum
Schritt 45 über, bei welchem die
Radumfangsgeschwindigkeit V wp zum Zeitpunkt t p und die
Zeit t p gespeichert werden. Im Schritt 46 werden die
Radumfangssollgeschwindigkeit V s mit der anfänglichen
eingestellten Schlupfrate S r0 und die
Radumfangsgeschwindigkeit V w berechnet. Die Ergebnisse
dieser Berechnungen werden im Schritt 47 miteinander
verglichen, und wenn V w ≦λτ V s , dann kehrt das Programm
zum Schritt 46 zurück. Wenn hingegen ermittelt wird, daß
V w ≦ωτ V s , dann geht das Programm zum Schritt 48 über. Im
Schritt 48 wird das Solenoidventil 15 so eingestellt,
daß ein Hydraulikdruckmäßigungsbetrieb ausgeführt wird.
Im Schritt 49 werden die Radumfangssollgeschwindigkeit
V k2 (beispielsweise bei der Schlupfrate S = 0,3) und die
Radumfangsgeschwindigkeit V w berechnet. Im Schritt 50
wird die im Schritt 49 berechnete
Radumfangssollgeschwindigkeit V k2 mit der
Radumfangsgeschwindigkeit V w verglichen, und wenn
V w ≦λτ V k2, dann kehrt das Programm zum Schritt 49 zurück,
während wenn V w ≦ωτ V k2 zum Zeitpunkt t q , dann geht das
Programm zum Schritt 51 über. Im Schritt 51 werden die
Zeit t q und die Radumfangsgeschwindigkeit V wq zum
Zeitpunkt t q gespeichert. Anschließend werden die
Radumfangssollgeschwindigkeit V k2 und die
Radumfangsgeschwindigkeit V w im Schritt 52 erneut
berechnet. Diese berechnete
Radumfangssollgeschwindigkeit V k2 wird mit der
Radumfangsgeschwindigkeit V w im Schritt 53 verglichen,
und wenn V w ≦ωτ V k2, dann kehrt das Programm zum Schritt
52 zurück, während, wenn V w ≦λτ V k2 zum Zeitpunkt t r ist,
dann geht das Programm zum Schritt 54 über, bei welchem
die Zeit t r und die Radumfangsgeschwindigkeit V wr zum
Zeitpunkt t r gespeichert werden. Im nächsten Schritt 55
werden die Radumfangssollgeschwindigkeit V s entsprechend
der anfangs eingestellten Schlupfrate S r0 und die
Radumfangsgeschwindigkeit V w erneut berechnet, und im
Schritt 56 wird die im Schritt 55 errechnete
Radumfangssollgeschwindigkeit V s mit der
Radumfangsgeschwindigkeit V w verglichen. Wenn der
Vergleich zeigt, daß V w ≦ωτ V s , dann kehrt das Programm
zum Schritt 55 zurück, wenn hingegen V w ≦λτ V s , dann geht
das Programm zum Schritt 57 über.
Im Schritt 57 wird das Solenoidventil 15 so eingestellt,
daß der Hydraulikdruckmäßigungsbetrieb beendet wird, und
im Schritt 58 werden die Radumfangssollgeschwindigkeit
V k1 und die Radumfangsgeschwindigkeit V w erneut
berechnet. Im Schritt 59 wird diese berechnete
Radumfangssollgeschwindigkeit V k1 mit der
Radumfangsgeschwindigkeit V w verglichen, und wenn
V w ≦ωτ V k1, dann kehrt das Programm zum Schritt 58 zurück.
Ist hingegen V w ≦λτ V k1 zum Zeitpunkt t s , dann geht das
Programm zum Schritt 60 über, zu welchem die Zeit t s und
die Radumfangsgeschwindigkeit V ws zum Zeitpunkt t s
gespeichert werden. Beim Schritt 61 wird das Verhältnis α
berechnet und der Reibungskoeffizient μ entsprechend
dem berechneten Verhältnis α wird bestimmt. Der
Reibungskoeffizient μ entsprechend dem Verhältnis α ist
zuvor als eine Umwandlungstabelle in einem Speicher
gespeichert worden. Im Schritt 62 wird die simulierte
Fahrbeschleunigung/Verzögerung r auf -μG korrigiert,
basierend auf dem Reibungskoeffizienten μ, der im
Schritt 61 bestimmt worden ist. Anschließend kehrt das
Programm zum Schritt 42 zurück und die obigen Schritte
werden wiederholt.
In der oben beschriebenen Ausführungsform ist die
Schlupfrate S fest, die Erfindung kann jedoch auch in
anderer Weise ausgeführt werden. Zum Beseitigen eines
Rüttelphänomens, das beim Fahren auf unebener
Straßenoberfläche mit niedrigem Reibungskoeffizienten
auftreten könnte oder eines Bremsverzögerungsphänomens,
das beim Fahren auf einer Straßenoberfläche mit hohem
Reibungskoeffizienten auftreten könnte, kann die
Einrichtung nach dieser Erfindung so gestaltet sein, daß
die Schlupfrate S r zusammen mit der Korrektur der
simulierten Fahrbeschleunigung oder Verzögerung r
korrigiert wird. In diesem Falle sind als Beispiele für
die korrigierten Einstellwerte der simulierten
Fahrbeschleunigung/Verzögerung r entsprechend dem
Reibungskoeffizienten μ und der Schlupfrate S r die
folgenden Werte der Schlupfrate S r experimentell
ermittelt worden: S r = 0,3 bis 0,4 im Falle eines hohen
Reibungskoeffizienten, d. h wenn der Reibungskoeffizient
0,6 oder darüber beträgt, S r = 0,2 bis 0,3 im Falle
eines mittleren Reibungskoeffizienten, d. h. wenn dieser
zwischen 0,35 und 0,6 liegt, und S r = 0,1 bis 0,2 im
Falle eines niedrigen Reibungskoeffizienten, d. h. wenn
dieser unterhalb von 0,35 liegt.
Auch kann die Einrichtung so gestaltet sein, daß im
Falle der Berechnung der Radumfangssollgeschwindigkeiten
V k1 und V k2 durch den Einsteller 10 die Schlupfrate S
entsprechend dem Reibungskoeffizienten μ geändert wird.
Obgleich die vorliegende Erfindung vorangehend unter
Bezugnahme auf ein einzelnes Radbremssystem erläutert
worden ist, kann die Erfindung doch auch auf andere
Ausführungsformen angewendet werden. Beispielsweise kann
die Einrichtung so gestaltet sein, daß die
Bremsbetätigung an mehreren Rädern eines Kraftwagens
ausgeführt wird oder daß sie nur an den Vorderrädern
eines Kraftwagens und getrennt davon an den Hinterrädern
ausgeführt wird, oder die Erfindung kann auch an einem
Zweikreisbremssystem realisiert sein, bei dem gemeinsam
gebremste Räder über Kreuz zusammengeschaltet sind.
Da gemäß dieser Erfindung, wie oben erwähnt, die
elektronische Regelschaltung so aufgebaut ist, daß das
Verhältnis des Mittelwertes der
Anstiegsgeschwindigkeiten zum Mittelwert der
Abfallgeschwindigkeiten der Umfangsgeschwindigkeit des
Rades in einer vorbestimmten Zeitperiode bei jedem
Antiblockierbremszyklus ermittelt wird, damit der
Reibungskoeffizient der Straßenoberfläche aus dem so
ermittelten Verhältnis abgeschätzt wird, und weil das
Solenoidventil zur Steuerung des hydraulischen
Bremsdrucks an dem Rad auf der Grundlage dieses
abgeschätzten Straßenreibungskoeffizienten geregelt
wird, ergibt sich eine extrem vorteilhafte
Antiblockierregelung, selbst wenn der
Reibungskoeffizient μ in weiten Grenzen variiert. Der
Bremsweg kann vermindert werden, man kann unter
Aufrechterhaltung eines ausreichenden Lenkvermögens
bremsen und weiterhin kann der Reibungskoeffizient wie
gewünscht abgeschätzt werden, selbst wenn die
Umfangsgeschwindigkeit des Rades sich wegen unebener
Straßenoberfläche ändert, und dementsprechend ergibt
sich eine hervorragende Antiblockierregelung, selbst
wenn das Fahrzeug auf unebener Straße oder im Gelände
fährt.
Claims (3)
1. Antiblockierregeleinrichtung, enthaltend einen
Detektor (8) zur Ermittlung einer
Radumfangsgeschwindigkeit, ein Ventil (15) zum Regeln
einer Bremskraft an dem Rad, und einen elektronischen
Regelkreis (31) zum Bestimmen eines Verhältnisses aus
einem Mittelwert von Anstiegsgeschwindigkeiten und einem
Mittelwert von Abfallgeschwindigkeiten der
Umfangsgeschwindigkeit des Rades in einer vorbestimmten
Zeitperiode in jedem Antiblockierregelzyklus zur
Erhöhung und Verminderung der Radumfangsgeschwindigkeit
auf der Grundlage eines Detektorsignals von dem Detektor
(8) zur Abschätzung eines Reibungskoeffizienten der
Straßenoberfläche aus dem genannten Verhältnis, um eine
Radumfangssollgeschwindigkeit auf der Grundlage des
abgeschätzten Reibungskoeffizienten der
Straßenoberfläche zu korrigieren und um das Ventil (15)
so zu betätigen, daß die Radumfangsgeschwindigkeit der
korrigierten Radumfangssollgeschwindigkeit angenähert
wird.
2. Antiblockierregeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der elektronische Regelkreis (31)
dazu eingerichtet ist, die Radumfangssollgeschwindigkeit
durch Korrektur einer simulierten Umfangsradverzögerung
aus dem abgeschätzten Reibungskoeffizienten der
Straßenoberfläche zu korrigieren.
3. Antiblockierregeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der elektronische Regelkreis (31)
dazu eingerichtet ist, die Radumfangssollgeschwindigkeit
durch Korrektur einer simulierten Umfangsradverzögerung
und einer Schlupfrate aus dem abgeschätzten
Straßenoberflächenreibungskoeffizienten zu korrigieren.
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