DE19519767C2 - Verfahren zum Erzeugen eines der translatorischen Geschwindigkeit eines Fahrzeuges entsprechenden Referenzgeschwindigkeitssignales, insbesondere für mit einer Blockier und/oder Schleuderschutzvorrichtung versehene Fahrzeuge sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Erzeugen eines der translatorischen Geschwindigkeit eines Fahrzeuges entsprechenden Referenzgeschwindigkeitssignales, insbesondere für mit einer Blockier und/oder Schleuderschutzvorrichtung versehene Fahrzeuge sowie Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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- DE19519767C2 DE19519767C2 DE1995119767 DE19519767A DE19519767C2 DE 19519767 C2 DE19519767 C2 DE 19519767C2 DE 1995119767 DE1995119767 DE 1995119767 DE 19519767 A DE19519767 A DE 19519767A DE 19519767 C2 DE19519767 C2 DE 19519767C2
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Erzeugen
der translatorischen Geschwindigkeit eines Fahrzeuges
entsprechenden Referenzgeschwindigkeitssignales, insbesondere
für mit einer Blockier- und/oder Schleuderschutzvorrichtung
versehene Fahrzeuge sowie auf eine Vorrichtung zur
Durchführung des Verfahrens.
Aus der DE 39 09 589 ist ein derartiges Verfahren bekannt,
das auch die Merkmale a), b), d), g), h), i) und k) des
Patentanspruches 1 beschreibt. Kurz zusammengefaßt werden
dort die Radgeschwindigkeiten und die Bremsdrücke oder
Bremsmomente der einzelnen Räder gemessen und die Fahrzeug
geschwindigkeit zu einem Zeitpunkt k aus der Fahrzeug
geschwindigkeit zu einem vorhergehenden Zeitpunkt (k -1)
und einem Korrekturwert ermittelt. Dieser Korrekturwert
enthält einerseits die Summe der zu den Zeitpunkten (k -1)
und k gemessenen Radgeschwindigkeitsdifferenzen und
andererseits die Summe der für den Zeitpunkt k aus den
Bremsdrücken ermittelten Bremsmomenten. Dieser Korrekturwert
lautet
wobei T die Zeit zwischen den Zeitpunkten k und k -1
m die Fahrzeugmasse
r der Radradius und
cpi ein Proportionalitätsfaktor ist.
m die Fahrzeugmasse
r der Radradius und
cpi ein Proportionalitätsfaktor ist.
Dabei wird vorausgesetzt, daß die Fahrzeugmasse m, der
Radradius r und der Proportionalitätsfaktor cpi bekannt
sind. Eine Anpassung oder Überprüfung dieser Konstanten
findet nicht statt.
Aus der DE 33 42 553 C2 ist es bekannt, die Fahrzeug
geschwindigkeit nachzubilden, indem die Drehzahlen der
einzelnen Räder in Radgeschwindigkeiten umgewandelt und
diese zu einem nicht mit Schlupf behafteten Zeitpunkt als
Fahrzeuggeschwindigkeit gesetzt werden. Bei einem nach
folgenden Brems- oder Beschleunigungsvorgang erfolgt eine
Fortschreibung durch Berücksichtigung der von einem Masse
trägheitssensor gemessenen Fahrzeugverzögerung, die vom
Eingangswert abgezogen oder zu ihm addiert wird. Es wird
also ein zusätzlicher Masseträgheitssensor benötigt, der
normalerweise auf Fahrzeugen nicht vorhanden ist.
Die DE 40 24 815 A1 zeigt ein Verfahren zur Bestimmung
einer Fahrzeuggeschwindigkeit, bei dem der Bremsdruck an
einem Fahrzeugrad soweit abgesenkt wird, bis sich dieses
im linearen Bereich der Bremskraft/Radschlupf-Kennlinie
befindet, wonach aus der gemessenen Radgeschwindigkeit
und der Bremskraft die Umfangsgeschwindigkeit des Rades
sowie eine auf einen Punkt des Fahrzeuges bezogene
Fahrzeuggeschwindigkeit ermittelt wird. Zusätzlich werden
die Meßgrößen Lenkwinkel, Gierwinkel, Geschwindigkeit um
die Fahrzeughochachse und Schräglaufwinkel der Räder ein
bezogen sowie die bekannten Fahrzeugabmessungen berück
sichtigt. Schließlich muß auch die Fahrzeugmasse gemessen
oder geschätzt werden.
Bei ABS (Blockierschutz)- und ASR (Antriebsschlupfregelung)-
Systemen wird im allgeineinen der Schlupf (d. h. die Differenz
zwischen der Radumdrehungsgeschwindigkeit und der translato
rischen Fahrzeuggeschwindigkeit) als Führungsgröße der
Regelung verwendet. Wird der Schlupf auf die translatorische
Fahrzeuggeschwindigkeit bezogen, so spricht man auch vom
relativen Schlupf, der meist in Prozenten angegeben wird.
Der für die Regelung benötigte Sollwert des Schlupfes wird
durch Multiplikation einer Referenzgeschwindigkeit mit
einer Konstanten fest eingestellt, d. h. bei dem "relativen"
Schlupf auf einen festen Prozentsatz.
Die Referenzgeschwindigkeit sollte im Idealfalle der tat
sächlichen translatorischen Fahrzeuggeschwindigkeit ent
sprechen. Da bei den meisten Straßenfahrzeugen jedoch alle
Räder gebremst werden, können alle Räder einen Schlupf
aufweisen, so daß kein Rad entsprechend der tatsächlichen
translatorischen Fahrzeuggeschwindigkeit dreht. Gleiches
gilt für die Antriebsschlupfregelung bei allradgetriebenen
Fahrzeugen.
Im Stand der Technik (vgl. DE-AS 12 64 487) geht man davon
aus, daß die tatsächliche Fahrzeugverzögerung bei normalen
Haftwerten zwischen Fahrbahn und Rad nur bestimmte Werte
erreichen kann. Verzögert ein Rad stärker als dieser Wert,
so muß demnach ein Schlupf vorliegen. Die angenommenen
Verzögerungswerte werden prinzipiell größer gewählt als
die tatsächliche Fahrzeugverzögerung, so daß am Ende eines
ABS-Regelspieles die tatsächliche Raddrehzahl (Winkelge
schwindigkeit mal Radradius) größer ist als die Referenzge
schwindigkeit. Die Referenzgeschwindigkeit wird dann wieder
auf die tatsächliche Radumdrehungsgeschwindigkeit angehoben.
Bei der DE-AS 12 64 487 wird von einem Raddrehzahlgeber
ein Kondensator aufgeladen, der mit einer fest eingestellten
Endladezeitkonstanten entladen wird. Sinkt bei einer Bremsung
die Radumdrehungsgeschwindigkeit schneller ab, als die
Kondensatorspannung absinken kann, so wird dies als Schlupf
gewertet. Steigt beim ABS-Regelspiel die Raddrehzahl wieder
an, so wird der Kondensator von seinem aktuellen Spannungs
wert aus aufgeladen. Dadurch ist die die Referenzgeschwindig
keit darstellende Spannung dieses Kondensators sehr sprung
haft und nimmt während eines ABS- oder ASR-Einsatzes nur
selten den tatsächlichen Wert der aktuellen Fahrzeuggeschwin
digkeit ein.
Bei ABS- oder ASR-Systemen erhält man eine sehr gute Regelung
durch Einsatz eines kontinuierlichen PID-Reglers (Propor
tional/Integral/Differential-Regler). Voraussetzung für
eine hohe Regelqualität des kontinuierlichen PID-Reglers
ist jedoch ein Sollwert, der möglichst ruhig, d. h. ohne
Sprünge und ohne Gradienten-Änderungen verläuft. Bildet
man den Soll-Schlupf mittels einer Referenz-Geschwindigkeit,
die nach dem oben beschriebenen Stand der Technik gebildet
wird, so ist nachvollziehbar, daß die Sprunghaftigkeit
dieses Soll-Schlupfes die Vorteile eines kontinuierlichen
Reglers völlig zunichte macht.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, Verfahren und Vorrichtung
der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden,
daß ein möglichst genau der tatsächlichen translatorischen
Fahrzeuggeschwindigkeit entsprechendes Referenzsignal erhal
ten wird, das keine Unstetigkeiten, Sprünge oder abrupte
Gradienten-Änderungen (Knicke) aufweist und es gestattet,
ohne Kenntnis fahrzeugspezifischer Größen, wie insbesondere
der Fahrzeugmasse, ein möglichst exaktes Referenzgeschwindig
keitssignal zu erhalten.
Diese Aufgabe wird für das Verfahren durch die im Patent
anspruch 1 und für die Vorrichtung durch die im Patent
anspruch 5 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind
den Unteransprüchen zu entnehmen.
Ausgehend von der Bewegungsdifferentialgleichung in
Bewegungsrichtung des Fahrzeuges
mit
M = Fahrzeugmasse,
= Fahrzeugbeschleunigung und
Fr = Reibkraft im Latsch und der Differentialgleichung eines Rades
M = Fahrzeugmasse,
= Fahrzeugbeschleunigung und
Fr = Reibkraft im Latsch und der Differentialgleichung eines Rades
Θ. = Fr.R - Mb (2)
mit
= Winkelbeschleunigung eines Rades
R = Radradius und
Mb = Bremsmoment des Rades
erhält man mit Einsetzen von (2) in (1) und den Substitutio nen
= Winkelbeschleunigung eines Rades
R = Radradius und
Mb = Bremsmoment des Rades
erhält man mit Einsetzen von (2) in (1) und den Substitutio nen
wobei
P der Bremsdruck,
bi die Radbeschleunigung des i-ten Rades,
Θ das Massenträgheitsmoment eines Rades und
k eine Bremsenkonstante ist,
die Differentialgleichung für die Fahrzeugbeschleunigung
als:
P der Bremsdruck,
bi die Radbeschleunigung des i-ten Rades,
Θ das Massenträgheitsmoment eines Rades und
k eine Bremsenkonstante ist,
die Differentialgleichung für die Fahrzeugbeschleunigung
als:
und durch zeitliche Integration die Gleichung für die
Fahrzeuggeschwindigkeit als:
die im folgenden mit "v" bezeichnet wird.
Der Einfluß von α1 ist im Verhältnis zu α2 gering, so daß
α1 als konstant angenommen wird, während α2 bei
der Erfindung bei jeder Fahrt neu ermittelt
und den tatsächlichen Verhältnissen angepaßt wird. Dies
ist dann erforderlich, wenn der Fahrzeugtyp oder dessen
Beladung nicht genau bekannt sind. Der Wert von α2 wird bei
der Erfindung während einer
ABS-geregelten Bremsung erlernt. Hierzu wird in
festen Zeitabständen ein Rad gezielt aus der normalen
Schlupf-Regelung ausgenommen. Der Bremsdruck dieses Rades
wird solange abgesenkt, bis die Geschwindigkeit dieses
Rades die echte Fahrzeuggeschwindigkeit erreicht hat. Durch
Vergleich des aktuellen Wertes der Referenzgeschwindigkeit
mit der tatsächlichen Fahrzeuggeschwindigkeit ist der Wert
von α2 korrigierbar und wird nach zwei bis drei derartigen
"Meßvorgängen" optimal einstellbar.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung wird der
Wert der nach der Erfindung erhaltenen Referenzge
schwindigkeit durch eine Filterung, vorzugsweise durch
einen Kalman-Filter, aus dem Zeitbereich der Schlupf-Regelung
transferiert. Hierdurch werden Mit- und Gegenkopplungen
mit der Schlupf-Regelung vermieden.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbei
spieles im Zusammenhang mit der Zeichnung ausführlicher
erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 ein Prinzipschaltbild einer Vorrichtung nach
der Erfindung;
Fig. 2 ein detaillierteres Prinzipschaltbild der
Vorrichtung nach Fig. 1; und
Fig. 3 ein Flußdiagramm der Schritte zur Ermittlung
eines verbesserten Wertes von α2.
In Fig. 1 wird von einem Fahrzeug mit mehreren bremsbaren
Rädern ausgegangen, die hier als eine Regelstrecke 1 ange
sehen werden. Jedes Rad ist mit einem Sensor 2 gekoppelt,
der ein der Winkelgeschwindigkeit oder der Radumdrehungs
geschwindigkeit (Winkelumdrehungsgeschwindigkeit mal
Radradius) proportionales Signal erzeugt und pro Rad auf
einer elektrischen Leitung ausgibt. Im weiteren Verlauf
der Beschreibung der Fig. 1 wird davon ausgegangen, daß
das Ausgangssignal der Sensoren der Radumdrehungsgeschwin
digkeit vRad entspricht, also schon den Radradius berücksich
tigt. Dieses Signal wird jeweils einem Differenzierer 3
zugeführt, der es zeitlich differenziert und damit ein
der Radbeschleunigung b proportionales Signal erzeugt.
Dieses Signal wird für jedes Rad als Signale b1 bis bn erzeugt
und einer Recheneinheit 4 zugeführt, in welcher gemäß der
oben angegebenen Gleichung (7) ein der Fahrzeugbeschleunigung
proportionales Signal gebildet wird. Hierzu werden der
Recheneinheit 4 die Faktoren α1 und α2 aus einer Baugruppe
5 und Werte Pist, die dem Bremsdruck der einzelnen Räder
entsprechen, zugeführt. Nach Summierung und Multiplikation
gemäß obiger Gleichung (7) wird am Ausgang der Recheneinheit
4 das der Fahrzeugbeschleunigung proportionale Signal
ausgegeben, das in einem Integrierer 8 zeitlich aufintegriert
wird, so daß am Ausgang des Integrierers 8 ein der tatsäch
lichen Fahrzeuggeschwindigkeit proportionales Signal
auf einer Leitung 9 entsprechend obiger Gleichung (8)
ansteht. Dieses Signal wird einem Maximalwert-Auswahlschalt
kreis 10 zugeführt, dessen anderer Eingang die der Radge
schwindigkeit vRad entsprechende Signale aller Räder über
eine Leitung 11 erhält. Am Ausgang des Maximalwert-Auswahl
schaltkreises 10 steht dann auf einer Leitung 12 das Refe
renzsignal vRef an. Es ist klar, daß der Schaltkreis 10 bei
einer Blockierschutzeinrichtung als Maximalwert-Auswahl
schaltkreis auszubilden ist, da während des Bremsens die
tatsächliche Fahrzeuggeschwindigkeit niemals kleiner sein
kann als die Radumdrehungsgeschwindigkeit des am schnellsten
drehenden Rades und daher wird durch den Schaltkreis 10
im Falle des Bremsens die Referenzgeschwindigkeit auf die
Geschwindigkeit des am schnellsten drehenden Rades angehoben.
Im Falle einer Antriebs-Schlupfregelung wird der Schaltkreis
10 den Minimalwert seiner Eingänge auswählen, da während
einer positiven Fahrzeugbeschleunigung das am langsamsten
drehende Rad am besten der tatsächlichen Fahrzeuggeschwin
digkeit entspricht.
Der auf der Leitung 12 anstehende Wert der Referenzgeschwin
digkeit vref wird in einem Multiplizierer 13 mit einem in
einem Speicher 14 gespeicherten Wert für den Soll-Schlupf
multipliziert, woraus man dann einen Sollwert für die Radum
drehungsgeschwindigkeit vsoll für die Regelung des Bremsdruckes
erhält. Dieser Wert wird über eine Leitung 15 an einem
Vergleicher 16 zugeführt und dort mit der Radumdrehungsge
schwindigkeit vRad, der über eine Leitung 17 zugeführt wird,
verglichen. Die Differenz dieser beiden Werte stellt die
Regelabweichung dar, die einem Radregler 18 zugeführt wird,
der für das jeweilige Rad ein Bremsventil 19 ansteuert.
Der durch das Ventil 19 eingesteuerte Bremsdruck beeinflußt
dann wieder die Drehzahl des jeweiligen Rades und wirkt
damit auf die Regelstrecke 1. Damit ist der Regelkreis
geschlossen.
Die Ermittlung des Bremsdruckes in der Baugruppe 6 kann
auf vielfältige Weise erfolgen. Bevorzugt wird in an sich
bekannter Weise aus den Öffnungs- und Schließzeiten der
Ventile 19 bis 19.n der jeweilige Bremsdruck Pist ermittelt.
Wie in Fig. 1 angedeutet, ist für jedes eine Anzahl n von
Rädern eine eigene Regelung des Bremsdruckes vorgesehen.
Bei manchen Fahrzeugen wird der Bremsdruck jedoch nicht
individuell für jedes Rad einzeln geregelt. Vielmehr gibt
es auch Fahrzeuge, bei denen nur der Bremsdruck der Vorder
räder einzeln dagegen der der Hinterräder nur achsweise
geregelt wird. Auch für diese Fälle ist die Erfindung anwend
bar. Es müssen dann die Druck-Istwerte entsprechend gewichtet
werden. Werden beispielsweise zwei Räder einer Achse durch
ein Bremssteuerventil 19 mit demselben Bremsdruck beauf
schlagt, so ist dieser Druck doppelt zu gewichten, d. h.
in der Recheneinheit 4 bei der Summenbildung entsprechend
oft zu berücksichtigen.
Fig. 2 zeigt ein detaillierteres Prinzipschaltbild, wobei
gleiche Bezugszeichen wie in Fig. 1 gleiche Teile bezeichnen.
Die Raddrehzahl-Sensoren für jedes Rad sind mit 2.1-2.n
bezeichnet und liefern hier ein der Winkelgeschwindigkeit
entsprechendes Signal 1 bis n. In Differenzierern
3.1-3.n wird die zeitliche Ableitung, d. h. die Winkelbeschleuni
gung 1 bis 1 für jedes Rad gebildet und dann in einem
Summierer 20 aufsummiert. Selbstverständlich ist es auch
möglich, die Signale 1 bis n zuerst auf zusummieren und
anschließend in einem einzigen Differenzierer zeitlich
zu differenzieren, da bekanntlich die Summe der Ableitungen
von Funktionen gleich der Ableitung der Summe der Funktionen
ist. Das differenzierte Summensignal wird in einem Multi
plizierer 21 mit dem Faktor α1, der aus einem Speicherbau
stein 5.1 zur Verfügung gestellt wird, multipliziert, womit
man den ersten Term der Summe der obigen Gleichung (7)
erhält.
In ähnlicher Weise werden die gemessenen oder errechneten
Ist-Werte der Bremsdrücke der einzelnen Räder pist1 bis pistn
in einem Summierer 23 aufsummiert, worauf dann diese Summe
in einem Multiplizierer 24 mit dem Faktor α2, der aus einem
Speicherbaustein 5.2 zur Verfügung gestellt wird, multipli
ziert wird. Damit erhält man den zweiten Term der obigen
Gleichung (7). Diese beiden Terme werden in einem Summierer
22 addiert, womit man ein der Fahrzeugbeschleunigung
entsprechendes Signal erhält. Dieses Signal wird in einem
Integrierer 8 zeitlich aufintegriert, womit man das der
translatorischen Fahrzeuggeschwindigkeit entsprechende
Signal erhält. Da Integrierer nur eine begrenzte Langzeit
stabilität haben und beispielsweise kleine Offset-Spannungen
am Eingang sich im Laufe der Zeit zu relativ hohen Werten
auf integrieren können, wird nach einer Modifikation der
Erfindung der Integrationsvorgang zu Beginn einer Bremsung
neu gestartet, wobei als Anfangswert für die Integration
der kleinste der Werte der Referenzgeschwindigkeit vref und
der einzelnen Radgeschwindigkeiten vr1 bis vm gewählt wird.
Bei Beginn eines Bremsvorganges kann man davon ausgehen,
daß sich noch kein Rad im Schlupf befindet, so daß die
Radumdrehungsgeschwindigkeit der einzelnen Räder am besten
der Fahrzeuggeschwindigkeit entspricht.
Das Ausgangssignal des Integrierers 8 und die einzelnen
Radumdrehungsgeschwindigkeitssignale, die hier, wo die
Sensoren 2.1 bis 2.n ein der Winkelgeschwindigkeit propor
tionales Signal liefern, noch in einem Multiplizierer
31 mit dem Radradius R multipliziert werden, werden dem
Maximalwert-Auswahlschaltkreis 10 zugeführt, der ein der
Referenzgeschwindigkeit vref entsprechendes Signal ausgibt.
Dieses Signal entspricht dem Maximalwert der Eingangsgrößen
, vr1 bis vrn.
Dieses Signal wird entweder direkt oder über ein Filter
32 einem Multiplizierer 13 zugeführt, wo es mit einem
Schlupf-Sollwert aus einem Speicher 14 multipliziert und
als Geschwindigkeits-Sollwert vsoll an einem Vergleicher 16
ausgegeben wird, wo es - für jedes Rad mit der jeweiligen
Radumdrehungsgeschwindigkeit vr1 bis vrn verglichen wird.
Das Ausgangssignal des Vergleichers 16 stellt dann die
Regelabweichung der Radumdrehungsgeschwindigkeit dar, das
dem Regler 18 zugeführt wird.
Dieser Regler 18 ist hier wie folgt aufgebaut. Ein konti
nuierlicher PID-Regler 26 erzeugt ein Sollwert-Signal Psoll
für den einzusteuernden Bremsdruck, das in einem Vergleicher
27 mit dem Istwert Pist des tatsächlichen Bremsdruckes des
jeweiligen Rades verglichen wird. Das Ausgangssignal des
Vergleichers 27 wird einem Drei-Punkt-Regler 28 zugeführt,
der das jeweilige Ventil 19.1 bis 19.n der einzelnen brems
baren Räder ansteuert. Diese Ventile haben drei Schalt
stellungen, nämlich "Druck erhöhen", "Druck halten" und
"Druck absenken". Das Ausgangssignal des Dreipunkt-Reglers
28 wird einem Rechenschaltkreis 29 zugeführt, der aus den
Öffnungs- und Schließzeiten für die Ventile einen Schätzwert
für den tatsächlichen Druck Pist ermittelt, der sowohl dem
Vergleicher 27 als auch dem Summierer 23 zugeführt wird.
Weiterhin wird dieser Wert einem Schaltkreis 30 zugeführt,
der die Parameter des PID-Reglers 26, insbesondere die
Verstärkungsfaktoren für den Proportional, den Integral- und
den Differential-Anteil des PID-Reglers 26 einstellt.
Der Vergleicher 16, der Regler 18 und der Multiplikations
schaltkreis 31 sind hier nur für ein Rad dargestellt. Bei
einer Einzelrad-Regelung sind diese Baugruppen für jedes
Rad gesondert vorhanden oder, insbesondere wenn in Digital
technik gearbeitet wird, durch einen Mikroprozessor reali
siert, der zeitlich nacheinander oder im Time-Sharing-Ver
fahren die Steuergrößen für die einzelnen Bremsventile
19.1-19.n ermittelt.
Bezüglich des Multiplikationsschaltkreises 31, der die
Winkelgeschwindigkeit mit dem Radradius R multipliziert,
sei noch erwähnt, daß dieser Schaltkreis selbstverständlich
fortgelassen werden kann, wenn das Ausgangssignal der
Sensoren 2.1-2.n auf den Radradius normiert ist oder
wenn der Faktor α1 entsprechend normiert wird. Bei mathe
matisch korrekter Ableitung ist der Faktor α1 entsprechend
Gleichung (5) festzulegen, wenn das Ausgangssignal der
Sensoren 2.1-2.n der Winkelgeschwindigkeit entspricht.
Ist deren Ausgangssignal dagegen proportional der Radumdreh
ungsgeschwindigkeit, d. h. dem Produkt aus Winkelgeschwindig
keit mal Radradius, so wäre der Faktor α1 abweichend von
Gleichung (5) auf den Wert ΘM/R einzustellen. Da - wie
oben erwähnt - der Faktor α1 fahrzeugspezifisch als Konstante
festgelegt wird und sich nicht ändert, wird man bei Festle
gung dieses Faktors auch die Art der verwendeten Radumdreh
ungsgeschwindigkeitssensoren 2.1-2.n berücksichtigen.
Zu dem Filter 32 sei noch angeführt, daß es dazu dient,
Mit- bzw. Gegenkopplungen mit der Schlupfregelung zu ver
meiden und im Ergebnis das Zeitverhalten der Referenzge
schwindigkeit aus dem Zeitbereich der Schlupfregelung trans
feriert, wozu vorzugsweise ein Kalman-Filter eingesetzt
wird. Schließlich sei darauf hingewiesen, daß dem Fachmann
klar ist, daß alle beschriebenen Funktionen der Baugruppen
3 bis 18 und 20 bis 32 auch durch einen programmierten
Mikroprozessor realisiert werden können.
Fig. 3 zeigt wie der Faktor α2 während eines ABS-geregelten Bremsvorganges
selbsttätig ermittelt bzw. "erlernt" wird. Dieser Faktor
ist gemäß obiger Gleichung (6) der Quotient aus einer Brem
senkonstante und der Fahrzeugmasse. Je nach Beladungszustand
des Fahrzeuges kann sich dieser Faktor daher stark ändern.
Gemäß Fig. 3 wird während eines Brems
vorganges zu einem Zeitpunkt t0 ein Rad, das hier als Rad
x bezeichnet wird, aus der Blockierschutzregelung herausge
nommen und für eine Zeitdauer schwächer oder gar nicht
gebremst, so daß man davon ausgehen kann, daß dieses Rad
keinen Schlupf hat. Diese Zeitdauer wird dadurch festgelegt,
daß die zeitliche Ableitung des Radgeschwindigkeitssignales,
d. h. die Radbeschleunigung sich für eine vorgegebene kürzere
Zeitdauer praktisch nicht ändert, was bedeutet, daß das
Fahrzeug aufgrund der Bremswirkung der anderen Rädern mit
konstanter Verzögerung abgebremst wird. In dem Block 33
der Fig. 3 wird dann die gemessene Radumdrehungsgeschwindig
keit vRadx dieses Rades gleich der translatorischen Fahrzeug
geschwindigkeit vf gesetzt und dieser Wert auch gleich dem
Wert (t0) für den Zeitpunkt t0 gesetzt. Zweckmäßigerweise
wird der Wert von α2 in diesem ersten Rechenschritt größer
als erwartet angesetzt, womit man bezüglich der Referenzge
schwindigkeit auf der sicheren Seite liegt.
Zu einem späteren Zeitpunkt t1 (vgl. Block 35) wird in ähn
licher Weise ein beliebiges Rad, das hier als Rad y bezeich
net ist, unterbremst und die tatsächliche Fahrzeuggeschwin
digkeit vf gleich der Radumdrehungsgeschwindigkeit vrady
gesetzt. Ausgehend von der in den Blöcken 33 und 34 er
mittelten Fahrzeuggeschwindigkeit vf(t0) als Anfangswert
für die Integration im Integrierer 8 (Fig. 1 und 2) wird
dann mit dem Wert α2 aus Block 34 eine Fahrzeuggeschwindig
keit (t1) errechnet. Die Werte (t1) und vf(t1) aus Block
35 werden in Block 36 miteinander verglichen. Stimmen diese
Werte überein, so war α2 richtig gewählt. Stimmen sie nicht
überein, wird α2 modifiziert, bis der Wert (t1) mit dem
neuen Wert von α2 gleich dem gemessenen Wert vf(t1) ist.
Zu einem späteren Zeitpunkt t2 werden entsprechend den
Blöcken 37 und 38 diese Schritte wiederholt, wobei man
als Anfangswert für die Integration im Block 38 den Wert
vf(t1) aus Block 35 nimmt. Die Schritte der Blöcke 35, 36,
37 und 38 können beliebig oft wiederholt werden, um den
Wert von α2 zu verbessern. In der Praxis hat sich allerdings
herausgestellt, daß nach zwei, spätestens drei solcher
Rechenvorgänge der Wert von α2 sich nicht mehr ändert und
damit den "richtigen" Wert angenommen hat.
Claims (7)
1. Verfahren zum Erzeugen eines der translatorischen
Geschwindigkeit eines Fahrzeuges entsprechenden
Referenzsignales , bei dem die Radumdrehungs
geschwindigkeit mindestens eines Rades gemessen und
mit weiteren gemessen und/oder gespeicherten Werten
zur Bildung des Referenzgeschwindigkeitssignales
verknüpft wird, mit folgenden Schritten:
- a) Messen der Radumdrehungsgeschwindigkeit aller bremsbaren bzw. antreibbaren Räder des Fahrzeuges;
- b) Bestimmen der Summe der Bremsdrücke Pi aller bremsbaren Räder;
- c) Bilden der Summe der zeitlichen Ableitung bi der gemes senen Radumdrehungsgeschwindigkeiten;
- d) Multiplikation der in den beiden Schritten zuvor erhaltenen Werte mit fahrzeugspezifischen, gespeicher ten Werten α1 und α2;
- e) Bilden des zeitlichen Integrals
der Summe der im Schritt d) erhaltenen Werte zur Bildung des Referenzgeschwindigkeitssignales ;
wobei der fahrzeugspezifische Wert α2 gemäß folgenden Schritten während einer blockierschutzgeregelten Bremsung ermittelt wird: - f) Absenken des Bremsdruckes eines ausgewählten Rades zu einem ersten Zeitpunkt t0, solange, bis die zeitliche Ableitung der Radumdrehungsgeschwindigkeit dieses Rades für eine vorgegebene Zeitdauer innerhalb vorgege bener Grenzwerte bleibt;
- g) Speichern der Radumdrehungsgeschwindigkeit dieses Rades als aktuelle Referenzgeschwindigkeit des Fahrzeuges;
- h) Einbremsen dieses Rades gemäß der aktuellen Bremsanforderung;
- i) Ermitteln des Referenzgeschwindigkeitssignales zu einem zweiten Zeitpunkt (t1) während der Bremsung durch zeitliche Integration eines Referenzbeschleunigungssig nales vom ersten Zeitpunkt (t0) bis zum zweiten Zeit punkt (t1), unter Verwendung eines beliebig vorge gebenen, fahrzeugspezifischen Wertes α2;
- j) Absenken des Bremsdruckes eines weiteren beliebigen Rades, solange, bis die zeitliche Ableitung der Radum drehungsgeschwindigkeit dieses Rades für einen vorge gebenen Zeitraum innerhalb vorgegebener Grenzen bleibt;
- k) Vergleichen des Referenzgeschwindigkeitssignales () zum zweiten Zeitpunkt (t1) mit dem Radumdrehungs geschwindigkeitssignal dieses Rades;
- l) Verändern des fahrzeugspezifischen Wertes α2 auf einen solchen Wert, daß das Referenzgeschwindigkeitssignal zum zweiten Zeitpunkt (t1) gleich dem gemessenen Radumdrehungsgeschwindigkeitssignal ist; und
- m) Abspeichern des entsprechend veränderten fahrzeug spezifischen Wertes α2.
- n) wobei die Schritte f) bis l) zur Ermittlung des fahrzeugspezifischen Wertes α2 iterativ wiederholt werden, solange, bis sich der auf diese Weise ermittelte fahrzeugspezifische Wert α2 nicht mehr ändert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Referenzgeschwindigkeitssignal mit allen
gemessen Radumdrehungsgeschwindigkeitssignalen
verglichen wird,
daß der größte Wert aller dieser verglichenen Signale als neues Referenzgeschwindigkeitssignal gewählt wird und
daß dieses neue Referenzgeschwindigkeitssignal zur Regelung des Bremsdruckes verwendet wird.
daß der größte Wert aller dieser verglichenen Signale als neues Referenzgeschwindigkeitssignal gewählt wird und
daß dieses neue Referenzgeschwindigkeitssignal zur Regelung des Bremsdruckes verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die fahrzeugspezifischen Werte (α1, α2) durch
folgende Beziehungen bestimmbar sind:
α1 = Θ/M.R2 und
α2 = k/M
wobei Θ das Massenträgheitsmoment eines Rades,
M die Fahrzeugmasse,
R der Radradius und
k eine Bremsenkonstante ist,
die sich aus dem Mittelwert des Quotienten von Bremskraft zu Bremsdruck ergibt.
α1 = Θ/M.R2 und
α2 = k/M
wobei Θ das Massenträgheitsmoment eines Rades,
M die Fahrzeugmasse,
R der Radradius und
k eine Bremsenkonstante ist,
die sich aus dem Mittelwert des Quotienten von Bremskraft zu Bremsdruck ergibt.
4. Vorrichtung zum Erzeugen eines der translatorischen
Geschwindigkeit eines Fahrzeuges entsprechenden
Referenzgeschwindigkeitssignales mit mindestens einem
Sensor (2), der die Radumdrehungsgeschwindigkeit eines
Rades des Fahrzeuges mißt, mit einer Recheneinheit
(4), die das Ausgangssignal des Sensors (2) mit
weiteren gemessen und/oder gespeicherten Werten zur
Bildung des Referenzgeschwindigkeitssignales verknüpft
und mit einem Differenzierer (3), der die zeitliche
Ableitung des Ausgangssignales des Sensors (2) bildet,
wobei jedem bremsbaren bzw. antreibbaren Rad des
Fahrzeuges ein Sensor (2.1 . . . 2.n) zugeordnet ist
und eine Einrichtung (6) vorgesehen ist, die ein dem
aktuellen Bremsdruck jedes bremsbaren bzw. antreibbaren
Rades proportionales Signal erzeugt, wobei die
Recheneinheit (4) das der translatorischen Fahrzeug
geschwindigkeit () entsprechende Signal gemäß der
Beziehung
bildet, bei der
bi das zeitlich differenzierte Ausgangssignal des jeweiligen Sensors (2);
Pi das Ausgangssignal der Einrichtung (6) zur Ermittlung des Bremsdruckes jedes Rades; und
α1 und α2 fahrzeugspezifische, gespeicherte Größen sind, wobei zur Bestimmung der fahrzeugspezifischen Größe α2 eine Einrichtung (33) vorgesehen ist, die zu einem ersten Zeitpunkt t0 während einer Bremsung ein beliebiges Rad soweit unterbremst, daß sich dessen Beschleunigung für eine vorgegebene kurze Zeitdauer nicht ändert, wobei diese Einrichtung (33) die dann gemessene Radumdrehungsgeschwindigkeit (vradx) gleich der translatorischen Fahrzeuggeschwindigkeit (t0) setzt und letztere speichert,
wobei eine weitere Einrichtung (35) vorgesehen ist, die zu einem späteren Zeitpunkt t in gleicher Weise ein Rad unterbremst und die tatsächliche Fahrzeug geschwindigkeit vf(t1) gleich der Radumdrehungs geschwindigkeit dieses Rades setzt,
mit einer Einrichtung (34), die aus einem fest vorgegebenen Wert für α2 gemäß obiger Beziehung einen Wert für die Fahrzeuggeschwindigkeit (t1) ermittelt,
mit einer weiteren Einrichtung, die die Werte (t1) und vf(t1) miteinander vergleicht und den Wert von α2 so modifiziert, bis der Wert (t₁) mit dem neuen Wert von α2 gleich dem gemessenen Wert vf(t1) ist und
mit weiteren Einrichtungen (37, 38) in denen die oben genannten Schritte solange wiederholt werden, bis sich der Wert von α2 nicht mehr ändert.
bildet, bei der
bi das zeitlich differenzierte Ausgangssignal des jeweiligen Sensors (2);
Pi das Ausgangssignal der Einrichtung (6) zur Ermittlung des Bremsdruckes jedes Rades; und
α1 und α2 fahrzeugspezifische, gespeicherte Größen sind, wobei zur Bestimmung der fahrzeugspezifischen Größe α2 eine Einrichtung (33) vorgesehen ist, die zu einem ersten Zeitpunkt t0 während einer Bremsung ein beliebiges Rad soweit unterbremst, daß sich dessen Beschleunigung für eine vorgegebene kurze Zeitdauer nicht ändert, wobei diese Einrichtung (33) die dann gemessene Radumdrehungsgeschwindigkeit (vradx) gleich der translatorischen Fahrzeuggeschwindigkeit (t0) setzt und letztere speichert,
wobei eine weitere Einrichtung (35) vorgesehen ist, die zu einem späteren Zeitpunkt t in gleicher Weise ein Rad unterbremst und die tatsächliche Fahrzeug geschwindigkeit vf(t1) gleich der Radumdrehungs geschwindigkeit dieses Rades setzt,
mit einer Einrichtung (34), die aus einem fest vorgegebenen Wert für α2 gemäß obiger Beziehung einen Wert für die Fahrzeuggeschwindigkeit (t1) ermittelt,
mit einer weiteren Einrichtung, die die Werte (t1) und vf(t1) miteinander vergleicht und den Wert von α2 so modifiziert, bis der Wert (t₁) mit dem neuen Wert von α2 gleich dem gemessenen Wert vf(t1) ist und
mit weiteren Einrichtungen (37, 38) in denen die oben genannten Schritte solange wiederholt werden, bis sich der Wert von α2 nicht mehr ändert.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Maximalwert-Auswahlschaltkreis (10) vorgesehen
ist, dessen Eingängen die Ausgangssignale der Sensoren
(2.1 . . . 2.n) und das der Fahrzeuggeschwindigkeit
() entsprechende Ausgangssignal der Recheneinheit
(4) zuführbar sind, und daß am Ausgang (12) des Maxi
malwert-Auswahlschaltkreises (10) der Maximalwert
aller Eingangssignale ausgebbar ist, der das
Referenzgeschwindigkeitssignal vref bildet.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Referenzgeschwindigkeitssignal (vref) in einem
Multiplizierer (13) mit einem in einem Speicher (14)
gespeicherten Sollwert für den Schlupf multipliziert
wird und einem Bremsdruckregelkreis (16, 18, 19)
zuführbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Bremsdruckregelkreis einen Proportional/-In
tegral/Differential-Regler (26) aufweist sowie einen
Schaltkreis (30) zur Einstellung der Verstärkungs
faktoren dieses Reglers in Abhängigkeit von dem
ermittelten Bremsdruck.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995119767 DE19519767C2 (de) | 1995-05-30 | 1995-05-30 | Verfahren zum Erzeugen eines der translatorischen Geschwindigkeit eines Fahrzeuges entsprechenden Referenzgeschwindigkeitssignales, insbesondere für mit einer Blockier und/oder Schleuderschutzvorrichtung versehene Fahrzeuge sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995119767 DE19519767C2 (de) | 1995-05-30 | 1995-05-30 | Verfahren zum Erzeugen eines der translatorischen Geschwindigkeit eines Fahrzeuges entsprechenden Referenzgeschwindigkeitssignales, insbesondere für mit einer Blockier und/oder Schleuderschutzvorrichtung versehene Fahrzeuge sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19519767A1 DE19519767A1 (de) | 1996-12-05 |
| DE19519767C2 true DE19519767C2 (de) | 1999-07-22 |
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|---|---|---|---|
| DE1995119767 Expired - Fee Related DE19519767C2 (de) | 1995-05-30 | 1995-05-30 | Verfahren zum Erzeugen eines der translatorischen Geschwindigkeit eines Fahrzeuges entsprechenden Referenzgeschwindigkeitssignales, insbesondere für mit einer Blockier und/oder Schleuderschutzvorrichtung versehene Fahrzeuge sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
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-
1995
- 1995-05-30 DE DE1995119767 patent/DE19519767C2/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19519767A1 (de) | 1996-12-05 |
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