DE3603002A1 - Steueranordnung fuer eine spinnmaschine - Google Patents
Steueranordnung fuer eine spinnmaschineInfo
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Description
Steueranordnung für eine Spinnmaschine
Die Erfindung betrifft eine Steueranordnung für eine Spinnmaschine
·
\tf Ein auf einer Spinnmaschine, insbesondere auf einer Ringspinnmaschine,
erzeugter Faden wird nach dem Spinnvorgrifg
in Form von Spinnspulen abtransportiert und zur Durchführung
des nächsten Arbeitsschrittes einem Spulautomaten zugeführt.
Für den Transport der Spinnspulen nach dem Spinnvorgang
werden viele Spulen willkürlich oder geordnet in einen Spulenbehälter eingelegt und zusammen in diesem Zustand
transportiert oder die Spinnmaschine und die Spulmaschine
sind über einen Spulentransportweg verbunden, um
die Spulen einzeln zu befördern.
In den beiden vorstehend genannten Fällen werden die von den Spinnstellen der Spinnmaschine abgenommenen Spulen Iediglich
als beliebige nach dem Spinnvorgang vorliegende
Spulen der Spulmaschine zugeführt. Tritt dabei ein Phänomen auf, wonach ein von einer bestimmten Spinnstelle erzeugter
Faden eine geringere Qualität aufweist als ein von einer anderen Spinnstelle erzeugter Faden und ein Fadenbruch häufig
bei einem Umspulvorgang auftritt,so wird lediglich festgestellt,
daß die auf der Spulseite erhaltene Auflaufspule viele Fadenverknüpfungsstellen hat. Auf der Spulmaschinenseite
wird nicht festgestellt, in welcher Spulstelle der Faden,
der von der vorangehenden speziellen Spinnstelle erzeugt
wurde, umgespult werden soll. Demnach werden eine von
einer aus irgendeinem Grund einen Faden geringerer Qualität erzeugenden Spinnstelle abgenommene Spule sowie von
normalarbeitenden Spinnstellen abgenommene Spulen willkürlich
der Spulmaschine zugeführt. Demzufolge ist manchmal
BND
ein derartiger Faden mit geringerer Qualität in vielen von
der Spulmaschine abgenommenen Auf laufspulen enthalten.
TV Γ.s ist somit Aufgabe der Erfindung, eine Anordnung vorzuschlagen,
die die Transportwege der in den Spinnstellen erzeugten Fäden aufzeichnet, um eine Spinnstelle feststellen
zu können, die eine Spule als Quelle eines anormal häufigen Fadenbruches während des Umspul Vorganges in der Spulmaschine
erzeugt hat, und dann die an der Spulmaschine vorliegende Fadenbruch-Information zur Spinnmaschine zurückleitet,
um jede Spinnstelle der Spinnmaschine zu steuern.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches bzw. 2 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unt
erarujprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung betrifft somit eine Steueranordnung für eine Spinnmaschine, bei der Kennmarken direkt oder indirekt an
den von einer Spinnmaschine erzeugten Spinnspulen befestigt sind. Diese Kennmarken identifizieren die Spinnstellen, die
die entsprechenden Spulen erzeugt haben. Auf der Spulseite hingegen werden Fadenqualitätsdaten auf der Basis der Spulenkennmarken
erzeugt und zur Spinnmaschinenseite geleitet.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsformen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Diagramm einer Steueranordnung gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
Fig. 2 ein Beispiel einer Spinn-Spul-Maschine in schematischer
Vorderansicht und
Fig. 3 in Draufsicht;
Fig. 4 ein Beispiel einer an einem Teller befestigten Kennmarke
in Vorderansicht;
Fig. 5 ein anderes Beispiel einer an einem Teller befestigten
Kennmarke in Vorderansicht;
Fig. 6 ein Beispiel eines Spulenförderers in perspektivischer
Ansicht,
Fig. 7 ein Beispiel einer Spulstelle in perspektivischer
Ansicht;
Fig. 8 eine Anordnung von verschiedenen Sensoren in einer Spulenabziehstation, in Vorderansicht und
Fig. 9 in Draufsicht;
Fig.10 ein Blockdiagramm einer Steueranordnung entsprechend
einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig.11 und 12 Beispiele von Kennmarken, die direkt an den
Spulen angebracht sind, in Vorderansichten und
Fig.13 eine Spulenieseposition auf der Spinnmaschinenseite
für den Fall, daß die in Fig. 11 gezeigte Spule Verwendung findet, in schematischer Ansicht.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung mit
Bezug auf die Figuren beschrieben.
Als erstes Ausführungsbeispiel wird nachfolgend eine sogenannte
Spinn-Spul-Maschine beschrieben, die aus einer Spinnmaschine
und einer Spulmaschine besteht, die direkt miteinander verbunden sind. Bei einer derartigen Spinn-Spul-Maschine
(vgl. DE-OS 34 07 804) werden, wie aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich, in der Spinnmaschine 1 voll bepackte Spinnspulen
B nach dem Spinnvorgang zusammen abgenommen und aufrecht auf 7apfen aufgesetzt, die in dem Abstand der Γ.μ i ims t e 1 1 cn
entsprechenden Intervallen auf ein Transportband 2 aufmontiert sind, das sich längs der Spinnstellen bewegen kann.
Anschließend bewegt sich das Transportband 2 entsprechend einem Spinnspulenanforderungssignal auf der Spulmaschinenseite
intermittierend in Richtung des Pfeiles 3. Dabei werden
Spulen von einer 5pulenstelle Ba, die sich an einem oberen Endteil eines schrägen F'örderers befindet, sukzessive
und in aufrechter Lage über eine Rutsche 4 auf darunter in Bereitstellung stehende Spulenteller befördert.
Auf der Seite einer Spulmaschine 5 werden die Spulen, während
diese senkrecht auf die Spulenteller aufgesetzt sind, Spulstellen zugeführt, dann umgespult und entladen. Die
Spulenteller stellen Spulentransportmedien dar, die unabhängig
und getrennt voneinander sind. Leerspulen usw., die von den Spulstellen ausgestoßen werden, werden zusammen mit den
Tellern zu einer Spulenabziehstation 6 transportiert. In der Station 6 werden Leerspulen, wie auch Spulen mit einer
äußerst geringen Rest fadenmenge, deren Volumen so gering ist, daß eine nochmalige Zufuhr zur Spulmaschine und deren
Verwendung unmöglich ist, von den zugehörigen Tellern abgezogen. Anschließend kehren die Leerspulen über Leerspulentransportwege
7 und 8 zu einer Leerspulenzufuhrstelle an einem Endabschnitt der Spinnmaschine zurück, während die
Spulen mit einer äußerst geringen Restfadenmenge getrennt
ausgestoßen oder in einem Behälter gelagert werden. Demzufolge stellen die Teller, die die Spulenabziehstation 6
durchlaufen haben, nur leere Teller oder Teller mit Spulen
dar, bei denen das Volumen der Restfäden so gering ist, daß
deren erneute Zufuhr zur Spulmaschine und deren Verwendung nicht möglich ist. Jedesmal, wenn ein leerer Teller eine
Spinnspulenzufuhrstation 9 erreicht, schreitet das Transportband 2 auf der Spinnmaschinenseite um einen Abstand fort
und eine Spinnspule wird auf den in Bereitstellung stehenden
leeren Teller befördert und damit wieder der Spulmaschine zugeführt.
Fig. 4 verdeutlicht ein Ausführungsbeispiel eines Spulentellers,
der bei einer solchen Spinn-Spulmaschine Anwendung
findet. Der in Fig. 4 dargestellte Teller T weist einen
Strichkode 11 auf, der auf seiner äußeren Umfangsflache 10
in Form eines Ringes ausgebildet ist. Dieser Strichkode 13 stellt eine Marke dar, die den Teller spezifiziert. Eine
große Anzahl von Tellern, die in dem Spulmaschinenbereich
zirkuliert»ist mit unterschiedlichen, an den Tellern befestigten Kennmarken ausgestattet. Man geht nun z. B. davon
aus, daß entsprechend Fig. 3 die Spinnmaschine I5 die auf
einer Seite 200 Spinnstellen aufweist, d. h. insgesamt 4G0 Spinnstellen auf beiden Seiten, und die Spulmaschine 5, die
10 Spulstellen Wl bis Wn aufweist, direkt miteinander verbunden sind und ihre Fadenverarbeitungsproduktivitäten gut
ausbalanciert sind, daß jede Spulstelle den Platz zur Aufbewahrung von drei Spulen hat und daß 50 Teller im Bereich der
Spulmaschine 5 zirkulieren. Demzufolge sind die Marken Nr.
bis Nr. 50 jeweils kodiert und entsprechend an jedem Teller
als Strichkode 11 angebracht.
Fig. 6 zeigt ein Beispiel der Spinnspulenzufuhrstation 9, die
für den leeren Teller T vorgesehen ist. Trifft der leere Teller T an einer Spulenzufuhrposition Ta ein und wird das Fehlen
einer Spule auf dem Teller durch einen Tellerankunftssensor
Sl und einen Spulensensor S2 bestätigt, so wird ein Spulenanforderungssignal zur Spinnmaschinenseite geleitet.
Demzufolge bewegt sich das Transportband um einen Abstand weiter und eine Spule fällt in die in Fig. 6 gezeigte Rutsche
4 und wird in senkrechter Stellung auf dem Teller Ta angeordnet. In einer Spulenzuführung 12 wird die Spule geführt
und ihre Bewegung auf einem Förderer 16 wird durch Öffnen und Schließen von beweglichen Führungsplatten 15a und 15b
gesteuert, die mittels Drehsolcnuide J3a und ]3b um Achswellen
14a und 14b geschwenkt werden.
In der in den Fig. 2 und 3 gezeigten Spulenabziehvorrichtung
6 ist eine Hinrichtung vorgesehen, die eine senkrecht bewegliche
Einspannvorrichtung aufweist, wodurch die auf dem Teller
befindliche Spule, die diese Stelle erreicht hat, abgezogen und nach oben befördert wird, sowie Leerspulen und
Spulen mit einer geringen Restfadenmenge sortiert.
In der Spulenzufuhrstation 9 und der Spulenabziehstation 6
sind Kodesensoren 17 und 18 zum Lesen des an dem Teller befestigten
Strichkodes vorgesehen, und zwar an einer Stelle, die der Umfangsflache 10 des Tellers 4, wie aus Fig. 4 ersichtlich,
gegenüberliegt. Ein durch den Kodesensor 17 gelesenes
Tellerkennsignal wird einmal in der Steuerungseinheit 19 gespeichert. Gleichzeitig wird durch ein später beschriebenes
Verfahren geprüft, von welcher Spinnstelle die auf dem
Teller T befindliche Spule erzeugt wurde, und das Ergebnis ebenso gespeichert.
Demzufolge werden bei diesem Ausführungsbeispiel ein Teller
und eine auf dem Teller befindliche Spule zum Zeitpunkt der Förderung der Spule auf dem Teller spezifiziert.
Fig. 7 zeigt ein Beispiel einer Spulstelle, in die der Teller T und die darauf aufgesetzte Spule B zusammen automatisch
aufgenommen, dann einem Umspulvorgang unterworfen und anschließend
ausgestoßen werden. Im einzelnen sind ein Transportweg 20 und ein für Leerspulen vorgesehener Rückkehrweg
21 usw. längs zu beiden Seiten der Spulstelle Wi ausgebildet und die Fortbewegung des Tellers-kann zwangläufig über Führungsplatten
22, 23, 24 und eine Drehplatte 25, In diesem Zustand wird die Spule automatisch in eine Spulstelle
aufgenommen, in der ein Bereitstellungsschlitz 26 frei
ist, und erreicht dann eine Umspulposition 27. Wurde eine vorbestimmte
Anzahl von Spulen in den Bereitstellungsschlitz 26 aufgenommen, so wird der nachfolgenden Spule durch den an
der Einlaßseite des Schlitzes angeordneten Teller der Eintritt
in den Schlitz versagt, wodurch diese dann von einem Abgabetor 28 für überflüssige Spulen zur nächsten Spulstelle
bewegt wird. Tritt während des Umspul Vorganges einer Spule, die die Umspulposition erreicht hat, ein Fadenbruch auf, so
wird dieser von einem an jeder Umspulstelle befestigten Fadenbruchsensor
erfaßt. Das erfaßte Signal wird der St euerungseinheit
19 zugeführt. Gleichzeitig wird die Anzahl der Fadenbruch
e der Spule während des Spulvorganges in der Spulstelle
aufgerechnet und gespeichert.
In der Spulstelle Wi in Fig. 7 ist eine Lampe 29 vorgesehen,
die entsprechend einem Signal ein-und ausgeschaltet -wird,
das von einem Steuerungsabschnitt geliefert wird, falls die Anzahl der Fadenbrüche einen voreingestellten Wert während
eines einzigen Spulenumspulvorganges überschreitet.
Nachfolgend wird die Funktionsweise der oben erläuterten Anordnung
beschrieben.
Allen Spinnstellen der in Fig. 1 gezeigten Spinnmaschine 1
werden Spinnstellenkennmarken zugeteilt, z. B. sukzessive Sl, S2, S3, ..., Si von einem Endabschnitt auf einer Seite und
Si + 1 ... Sn auf der anderen Seite. Es wird nun davon ausgegangen,
daß ein gleichzeitiges Abnehmen der Spinnspulen abgeschlossen
ist und die Spinnspulen Bl bis Bi und ß(i + l) bis Bn auf das Transportband 2 transportiert wurden, das vor den
Spinnstellen angeordnet ist.
In diesem Zustand wird nach Ausgabe eines Spulenanforderungssignals
seitens der Spulenzufuhrstation 9 auf der Spulmaschinenseite
zuerst die Spule Bl am äußersten linken Ende der einen Seite der Spinnstellen auf einen Teller T befördert.
Drr Teller T wird willkürlich befördert, so daß hier angenommen wird, daß der Teller T, auf dem die Spule Bl aufrecht
- 12 - - ■-·■-"
aufgesetzt wurde, die Nr. T7 war. Zu diesem Zeitpunkt wird
Sl durch einen Zähler in einem Speicher der Steuerungseinheit
als eine Marke gespeichert, die T7 entspricht. Ist der nächste Teller T15, so wird eine zweite zugeführte Spule B2
darauf montiert, so daß S2 entsprechend T15 im Speicher gespeichertwird.
Es wird nun angenommen, daß der Teller T7 befördert und in
die Spulstelle W3 der Spulmaschine aufgenommen wurde und die Umspulstelle erreicht hat.
Für den Fall, daß die Anzahl der Fadenbrüche, die während des Umspul Vorganges der oben genannten Spulstelle auftreten,
einen vorbestimmten Bereich überschreitet, so wird die Lampe
29 dieser Spulstelle ein- und ausgeschaltet. Dies wird durch
die Bedienungsperson bestätigt, worauf die auf dem Teller T7 befindliche Spule, die von dieser Spulstelle ausgestoßen wird,
von der Bedienungsperson abgezogen wird und der Teller T7 als Teller ohne Spule auf dem Spulenruckkehrweg 21 zur Spulenabziehstation
6 befördert wird. Teller mit Leerspulen, die von anderen Spulstellen ausgestoßen werden, wie auch leere Teller,
von denen die Spulen infolge einer übermäßigen Anzahl von Fadenbrüchen von der Bedienungsperson abgezogen wurden, werden
in willkürlich gemischter Weise auf dem Rückkehrweg 21 befördert
.
Solche Teller werden in dem obigen Zustand transportiert und erreichen die Spulenabziehstation 6, bei der die Leerspulen
und die Spule mit einer äußerst geringen Restfadenmenge abgezogen werden, während leere Teller und Teller mit
einem Restfaden aufweisenden Spulen die Station passieren.
Wie aus den Fig. 8 und 9 ersichtlich, sind an vorbestimmten
Stellen der Spulenabziehstation 6 ein Markensensor 18 zur
Erfassung der Ankunft des Tellers sowie zum Lesen der auf
- dem Teller befindlichen Kennmarke, ein Sensor S3 zur Feststellung,
ob eine Spule auf dem Teller vorhanden ist oder nicht, ein Sensor S4 zum Erfassen einer Spule mit einem
Restfaden und ein Sensor S5 zum Erfassen einer Spule mit einer äußerst geringen Restfadenmenge montiert. Der Markensensor
18 ist an einer Stelle vorgesehen, die der Umfangsfläche
des Tellers T entspricht, auf der die Kennmarke befestigt ist. Dieser bestimmt, ob mit Hilfe der Kombination
aus einem Tellerstopper und einem vorstehenden Teil (nicht dargestellt) an einer vorbestimmten Stelle ein Teller vorhanden
ist oder nicht, liest die Kennmarke 11 und gibt die Tellernummer T7 in die Steuerungseinheit ein.
Der Sensor S3 zum Feststellen einer Leerspule ist so angeordnet, daß dieser höher als ein Zapfen 30 des Tellers ist
und sich seine optische Achse 3 zum Tellerzentrum erstreckt Der Sensor S4 ist #so angeordnet, daß dieser höher als der
Zapfen 30 ist und dessen optische Achse 32 von der äußeren Umfangsflache einer Leerspule K abweicht. Ferner weist der
Sensor S4 einen Abstands- bzw. Näherungssensor auf, der ein Ende 35 eines bürstenartigen Fühlers 33 erfaßt, der in Berührung
mit der äußeren Umfangsflache der Leerspule steht
und um eine Welle 34 drehbar ist. Wird die Spule K mit Hilfe einer Einspannvorrichtung 36 nach oben gezogen und ist ein
Restfaden vorhanden, so kommt dieser Restfaden mit dem Fühler 33 in Eingriff, wodurch dieser gedreht und versetzt und
somit festgestellt wird, daß die Spule eine extrem geringe Restfadenmenge aufweist.
Trifft der Teller T7 an der Spulenabziehstation 6 ein, die
die oben erwähnten verschiedenen Sensoren aufweist, so ist in dieser Position keine Spule auf dem Teller vorhanden, da
die Spule bereits von der Bedienungsperson abgezogen wurde. Demzufolge werden der in Fig. 1 gezeigten Steuerungseinheit
19 ein Lesesignal vom Markensensor 18 sowie ein das Fehlen
. einer Spule anzeigendes Signal vom Sensor S3 zugeführt und
festgestellt, daß die Spule Bl auf dem Teller T7, die vorher
gelesen und in die Spulenzufuhrstation 9 eingegeben wurde,
nicht in der Spulenabziehstation 6 vorliegt. Da der Faden
auf der Spule Bl fehlerhaft ist, wird die Spinnstelle Sl,
die der Spule Bl entspricht, überprüft. In der in Fig. 1 gezeigten
Spulenabziehstation 6 wird die abgezogene Leerspule
über einen Transportweg 8, wie z.B. einen Förderer, zurückgebracht
und an einem Ende der Spinnmaschine 1, nämlich dem Endabschnitt, der in diesem Ausführungsbeispiel der Spulenaustragsseite
gegenüberliegt, auf einen auf dem Transportband befindlichen Zapfen befördert. Andererseits werden Spulen
mit einer äußerst geringen Restfadenmenge in einem Behälter 37 angesammelt, der in der Nähe der Spulenabziehstation
6 vorgesehen ist. Demzufolge werden leere Teller sowie Teller mit Spulen, die einen Restfaden aufweisen, in gemischter
Weise auf einem zwischen der Spulenabziehstation und der Spulenzufuhrstation 9 ausgebildeten Übergang 38 befördert.
„n Aus der Tatsache, daß der Teller, der die Spulenabziehstation
6 erreicht hat, leer ist, kann die Spinnstelle bestimmt werden, die die vorher auf diesem Teller befindliche Spule erzeugt
hat. Wird die gleiche Spinnstelle öfters bestimmt, als eine voreingestellte Zahl, so wird daraus geschlossen, daß
diese Spinnstelle irgendwelche Fehler einschließt. Auf der Basis dieser Schlußfolgerung wird die in Frage stehende
Spinnstelle überprüft.
Gemäß Fig. 10 wird der Markensensor 18, der in der Spulenabziehstation
6 vorgesehen wurde, an jeder der Spulstellen Wl bis Wn befestigt und die Kennmarke des Tellers, auf dem
eine Spule aufmontiert ist, wird während des Umspulvorganges gelesen und in die Steuerungseinheit 19 eingegeben. Andererseits
wird ein Signal von einem in jeder Spulstelle vorge-
• sehenen Fadenbruchdetektor 39 der Steuerungseinheit 19 zugeführt.
Überschreitet die Anzahl der Fadenbrüche während des Spul Vorganges pro Spule einen voreingestellten Wert, so wird
die auf dem betreffenden Teller befindliche Spule durch die
auf diesem Teller befindliche Kennmarke identifiziert und
die zugehörige Spinnstelle wird in der gleichen Weise wie oben bestimmt bzw. erfaßt. In diesem Fall kann somit die
Erfassung einer Spinnstelle während des Spul Vorganges erfolgen, so daß die Bedienungsperson die Spule nicht vors dem von
der Spulstelle ausgestoßenen Teller abziehen muß und es nicht
erforderlich ist, einen Markensensor in der Spulenabzie 1~>station
6 vorzusehen.
Bei dem obigen Ausführungsbeispiel wird als Tel 1erkennmarke
ein Strichkode verwendet, während die Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel
zeigt, bei dem ein Magnetband 40, das beschrieben und gelöscht werden kann, auf der äußeren Umfangsflache 10
des Tellers T befestigt ist. Im Falle der Verwendung eines
solchen Tellers kann ein Identifikationssignal, das anzeigt,
von welcher Spinnstelle die jedem Teller zugeführte Spule εrzeugt
wurde, in das Magnetband eingeschrieben werden. Demzufolge
ist eine Schreibeinrichtung an dieser Stelle vorgesehen, während in der Spulenabziehstation 6 eine Einrichtung
zum Lesen des obigen, eingeschriebenen Signals vorgesehen ist, Während dem Spulvorgang in jeder Spulstelle wird eine Spule,
bei der der Faden mehrmals gebrochen ist, in der gleichen
Weise wie oben, nach ihrem Ausstoß aus der Spulstelle von der Bedienungsperson abgezogen, während der Teller als leerer
Teller zur Spulenabziehstation 6 transportiert wird, wo die
in das Magnetband 40 des leeren Tellers eingeschriebene Spinnstellenmarke
gelesen werden kann.
Ensprechend einer derartigen SpuleηSteuer υng kann, sobald ein
anormal häufiger Bruch eines von einer bestimmten Spinnstelle erzeugten Fadens anhand einer in Fig. 10 gezeigten Anzeige-
. einheit 41 bestätigt wird, sofort eine Überprüfung und Reparatur
der Spinnmaschine erfolgen. Es ist ebenso möglich, eine anormale Spinnstelle durch z. B. Ein- und Ausschalten
einer roten Lampe in einer solchen anormalen Spinnstelle anzuzeigen, und zwar entsprechend einem von der Steuerungseinheit 19 vorgesehenen Signal.
Bei dem obigen Ausführungsbeispiel wurde eine Spinn-Spulmaschine
beschrieben, die eine Spinnmaschine sowie eine Spulmaschine aufweist, die direkt miteinander verbunden sind.
Die folgende Beschreibung befaßt sich nun mit einer Spinnmaschinensteueranordnung,
bei der die die Spinnmaschine durchlaufenden Spulen willkürlich in einen Behälter untergebracht
und zur Spulmaschinenseite transportiert werden.
Wie aus den Fig. 11 und 12 ersichtlich, sind die Spulenkennmarken selbst an den Leerspulen K angebracht. In der Fig.
sind die Nr. 1 bis Nr. η unter Verwendung von Strichmarken
angezeigt, während in Fig. 12 ein Magnetband 43 Verwendung findet.
In diesem Fall wird, wie aus Fig. 13 ersichtlich, jedesmal,
wenn eine Leerspule einem Zapfen auf dem Transportband 2 in der Spinnmaschine 1 zugeführt wird, eine Kennmarke der Spule
mit Hilfe einer Leseeinrichtung 44 gelesen und gespeichert. Nachdem ein gleichzeitiges Abnehmen durchgeführt ist und
vollbepackte Spulen Bl bis Bn auf Zapfen Pl bis Pn, die den Spindeis Sl bis Sn entsprechen, aufgesetzt sind, wird das
Transportband 2 intermittierend in Richtung des Pfeils 3 bewegt und Leerspulen 4 werden sukzessive mit Hilfe einer Leerspulenzuführeinrichtung
45 ab einem leeren Zapfen Ql zugeführt. Z. B. erreicht die an erster Stelle stehende Leerspule
Kl nach Abgabe der hintersten Spinnspule Bn eine Position, die der Spindel Sl entspricht, und die Kennmarke der zuerst
dem leeren Zapfen Ql zugeführte Leerspule Kl wird gelesen.
Ist die Spule die Spule Nr. 50, so wird die Spule Nr. 50
weiterbewegt und als eine mit der Spinnstelle Sl in Beziehung stehende Spule im Speicher der Steuerungseinheit 19
abgespeichert. Dann wird der Vorschub einer Leerspule j ed <ϊ s mal gezählt, wenn sich das Transportband 2 intermittiererö Abstand um Abstand bewegt, und gleichzeitig warden die Spinnstellen S2 bis Sn sukzessive nachfolgenden Leerspulen zugeordnet. Somit stehen bestimmte Spulen mit bestimmten Spinristellen in Beziehung.
weiterbewegt und als eine mit der Spinnstelle Sl in Beziehung stehende Spule im Speicher der Steuerungseinheit 19
abgespeichert. Dann wird der Vorschub einer Leerspule j ed <ϊ s mal gezählt, wenn sich das Transportband 2 intermittiererö Abstand um Abstand bewegt, und gleichzeitig warden die Spinnstellen S2 bis Sn sukzessive nachfolgenden Leerspulen zugeordnet. Somit stehen bestimmte Spulen mit bestimmten Spinristellen in Beziehung.
Ein gesponnener Faden wird um die so zugeführte Leerspüle gewickelt
und wenn jede derartige Spule voll gewickelt ist;
wird diese durch den oben beschriebenen Vorgang von der Spinnmaschine abgegeben. Die so abgegebenen Spulen werden willkürlich in einem Spulenbehälter untergebracht und zum Um-
wird diese durch den oben beschriebenen Vorgang von der Spinnmaschine abgegeben. Die so abgegebenen Spulen werden willkürlich in einem Spulenbehälter untergebracht und zum Um-
spulen Spulstellen auf der Spulmaschinenseite zugeführt.
Wird während des Umspul Vorgangs, wie vorher erwähnt, die Anzahl der Fadenbrüche von dem an jeder Spulstelle befestigten
Fadenbruchdetektor gezählt und überschreitet diese einen voreingestellten Wert, so geht die Lampe, die in jeder Spulstelle
vorgesehen ist, an und aus, wodurch das Umspulen eines fehlerhaften Fadens angezeigt und die Bedienungsperson dadurch
in Kenntnis gesetzt wird. Die Kennmarke der von dieser Spulstelle ausgestoßenen Spule wird von einer Leseeinrichtung gelesen,
die getrennt vorgesehen ist, und falls diese Spule
z.B. die vorerwähnte Spule Nr. 50 ist, kann die Spinnstelle Sl, die in Beziehung zu dieser Spule steht, festgestellt
werden.
werden.
Indem man so vorgeht, können Spulen direkt durch ihre Kennmarke
spezifiziert und demzufolge ihre zugehörigen Spinnstellen unterschieden werden. Falls Zahlen 1, 2, 3, ..., n,
die von der Bedienungsperson visuell gelesen werden können, als solche Kennmarken verwendet werden und eine Leseeinrichtung,
die diese Zahlen lesen kann, in der Leerspulenzufuhr-
. position (44 in Fig. 13) vorgesehen ist, dann kann die Bedienungsperson
die von der Spulmaschine ausgestoßenen Spulen direkt lesen. Durch Eingabe der so gelesenen Zahlen können
somit die in der Steuerungseinheit gespeicherten Spulennummern
und die Spinnstellen spezifiziert werden.
Obwohl bei dem obigen Ausführungsbeispiel als Fadenqualitätsinformation
die Anzahl der Fadenbrüche in der Spulmaschine herangezogen wird, so können doch andere Fadenqualitätsdaten
zum Spezifizieren der Spinnstelle verwendet werden, beispielsweise
die Anzahl der Dickstellen und das Verhältnis eines dünnen Fadenabschnitts zu einem dicken Fadenabschnitt.
Wie vorstehend ausgeführt wird, kann durch Aufzeichnung einer in einer Spinnmaschine erzeugten Spinnspule und auf der Basis
einer Fadenqualitätsinformation, die während des Umspulvorganges
erhalten wird, angegeben werden, welche Spinnstelle den betreffenden Faden erzeugt hat. Dies ermöglicht eine
Maschinensteuerung für jede Spinnstelle, die zur Erzeugung eines Fadens von guter Qualität äußerst wirksam ist.
Claims (12)
1. Steueranordnung für eine Spinnmaschine, die mehrere
Spinnstellen aufweist,
dadurch gekennzeichnet , daß Kennmarken an Spinnspulen (Bl bis Bn) befestigt
sind, wobei die Kennmarken die Spinnstellen (51 bis Sn) identifizieren, die die Spulen entsprechend erzeugt haben,
und daß eine bestimmte Spinnstelle auf der Basis einer auf der Spulmaschinenseite erhaltenen Fadenqualität:
Information und der Kennmarke festgestellt und gesteuert wird.
2. üteuRranordnung für eine Spinnmaschine, g e k e η η zeichnet
durch
BAD
- eine Vielzahl von Spinnstellen (Sl bis Sn),
- eine Spulmaschine (>) mit einer Vielzahl von Spulstellen
(Wl bis Wn) und einem Spulentransportweg,
- eine Einrichtung (T) zum Transport der Spinnspulen
auf dem Spulentransportweg, wobei an der Einrichtung (T) eine Kennmarke befestigt ist,
- eine Spinnspulenzufuhrstation (9), die entlang des
Spulentransportweges vorgesehen und mit einem ersten
Sensor (17) zum Lesen der Kennmarke der Spinnspule ausgestattet ist,
- eine Spulenabziehstation (6), die entlang des Spulentransportweges
vorgesehen und mit einem zweiten Sensor
(18) zum Lesen der Kennmarke der Spule ausgestattet ist,
und
- eine Steuerungseinheit (19) zur Speicherung des vom
ersten und zweiten Sensor (17; 18) gelesenen Identifikationssignals
.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Spinnstellen (Sl bis Sn) entlang
eines Transportbandes (2) angeordnet sind, daß die Spulstellen (Wl bis Wn) miteinander durch den Spulentransportweg
verbunden sind, der über die Spinnspulenzufuhrstation
(9) und die Spulenabziehstation (6) verläuft, und daß das Transportband (2) und der Spulentransportweg über
die Spinnspulenzufuhrstation (9) verbunden sind.
4. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Einrichtung zum Transport einer
Spinnspule ein Teller (T) ist, auf den eine Spinnspule von der Spinnspulenzufuhrstation (9) zugeführt und aufrecht
aufgesetzt wird, und daß die Kennmarke an der äußeren Umfangsflache des Tellers (T) befestigt ist.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch g e k e η η -
zeichnet , daß die Kennmarke ein Strichkode ist.
6. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeic hn
e t , daß die Kennmarke ein beschreibbares und iöschbares
Magnetband ist.
7. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Spinnspulenzufuhrstation (6)
weiterhin einen Tellerankunftsensor (Sl) und einen Spulensensor
(S2) aufweist, der das Vorhandensein oder das Fehlen einer Spule auf dem Teller erfaßt, und eine Einrichtung
zum Aussenden eines Spinnspulenanf or derur.gssj gna
zur Spinnmaschinenseite und zur Aufnahme einer Spinnspule von der Spinnmaschine nach Erfassen des Fehlens einer Spuli
auf dem Teller vorsieht.
8. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch g e k e η η -
ζ e i c h η e t , daß die Spulenabziehstation (6) aufweist
:
eine Einrichtung mit einer sich senkrecht bewegenden Einspannvorrichtung,
wodurch die auf dem Teller befindliche Spule abgezogen wird,sowie
eine Einrichtung zum Unterscheiden und Verteilen einer Leerspule und einer Spule mit einer extrem geringen Restfadenmenge
.
9. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß in jeder Spulstelle (Wl bis Wn) ein Markensensor (18) vorgesehen ist, und daß die Kennmarke des
Tellers (T), auf dem eine Spule aufgesetzt ist, während des Umspulvorganges vom Markensensor (18) gelesen und
in die Steuerungseinheit (19) eingegeben wird.
10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß in jeder Spulstelle (Wl bis Wn) ferner ein Ia-
denbruchsensor (39) zum Erfassen eines Fadenbruchs während
des Umspulen eines Γadens von einer Spule vorgesehen ist,
wobei das erfaßte Signal der Steuerungseinheit (19) zugeführt
wird, in der die Anzahl der Fadenbrüche der Spule
während des Spul Vorganges in der Spulstelle aufgerechnet und gespeichert wird.
11. Anordnung nach Anspruch 10, dadurch g e k e η η -
ζ e i c h η e t , daß die Spulstelle (Wi) ein Lampe (29)
aufweist, die entsprechend einem von der Steuerungseinheit
(19) vorgesehenen Signal ein- und ausgeschaltet wird,
falls die Anzahl der Fadenbrüche einen vorbestimmten Wert
während des Spul Vorganges einer einzelnen Spule überschreitet.
12. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Einrichtung zum Transport der
5pinnspule ein Teller (T) ist und daß die Kennmarke an einer Leerspule selbst angebracht ist.
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