DE365169C - Verfahren zur Darstellung organischer Schwefelverbindungen - Google Patents
Verfahren zur Darstellung organischer SchwefelverbindungenInfo
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- DE365169C DE365169C DEF45226D DEF0045226D DE365169C DE 365169 C DE365169 C DE 365169C DE F45226 D DEF45226 D DE F45226D DE F0045226 D DEF0045226 D DE F0045226D DE 365169 C DE365169 C DE 365169C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07G—COMPOUNDS OF UNKNOWN CONSTITUTION
- C07G99/00—Subject matter not provided for in other groups of this subclass
- C07G99/002—Compounds of unknown constitution containing sulfur
- C07G99/0022—Compounds of unknown constitution containing sulfur derived from hydrocarbons
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description
- Verfahren zur Darstellung organischer Schwefelverbindungen. Friedel & Crafts häben (Ann. de chim. et phys. Ser. 6, Bd. 1q., S. 437 [1888]) durch Einwirkung von Schwefel und großen Mengen Aluminiumchlorid auf Benzol ein Gemenge von Thiophenol, Diphenylsulfid und Diphenylendisulfid erhalten. Diese Methode zur Darstellung von Arylmerkaptanen auf die Homologen des Benzols :angewandt, gab jedoch wegen der vielerlei entstehenden Nebenprodukte kein Resultat (Patentschrift 296986, K1. 12q, S. i, Zeile 53 bis 55), und zwar offenbar deshalb, weil die großen dabei verwendeten Mengen Aluminiumchlorn.dinfolge ihrer auf-und abbauenden Wirkung die Reaktion ungünstig beeinflußten. Über die Natur der Nebenprodukte wird in dieser Patentschrift nichts angegeben.
- Es wurde nun gefunden, daß man durch Einwirkwng von geringen .Mengen Aluminiumchlorid und Schwefel auf Toluol in der Wärme neben einer kleinen Menge isomerer Thiokresole und etwas asphaltartigem Rückstand im, wesentlichen ein dickflüssiges Öl erhält, das zwischen 16o bis 2q.0° (1o mm) siedet. Zweckmäßig verwendet man nicht mehr als 15 Prozent an Al C13, um einen möglichst hohen Gehalt an hochsiedendem Öl zu erzielen. Man führt die Reaktion zweckmäßig in der Weise aus, daß man z. B. Zoo Gewichts= teile Toluol mit etwa 25 bis 35 Gewichtsteilen Schwefel und 7 bis 1o Gewichtsteilen Aluminiumchlorid langsam erwärmt und so lange im Sieden (12o bis 13o°) erhält, bis die Entwicklung von Salzsäure und Schwefelwasserstoff beendet ist. Das auf diese Weise erhaltene Öl zeigt neben Reizlosigkeit und Geruchlosigkeit eine ganz hervorragende Wirkung gegen Skabies. Statt Toluol kann man mit demselben Erfolg Xylol verwenden. Beispiel s. 1 ooo Gewichtsteile Toluol, 33o Gewichtsteile Schwefel und 8o Gewichtsteile Alumliniumchlorid werden langsam am Rückflußkühler -im Ölbade erhitzt und im, Sieden erhalten, .bis die 'Entwicklung von Schwefelwasserstoff und Salzsäure beendet ist. Die Mischung wird durch Eingießen in Wasser vom überschüssigen Aluminiumchlorid befreit,und nach der Entwässerung irn Vakuum fraktioniert. Man erhält nach dem Übergehen des überschüssigen Toluols bei 3 mm Druck etwa 5oo Gewichtsteile eines zwischen i5o° und 23o° siedenden gelben Öles, dem sein unangenehmer Geruch durch Schütteln mit Lauge entzogen wird. Das gereinigte t51 enthält 23 bis 25 Prozent Schwefel. Es ist gegen Säuren und Laugen unempfindlich Lund ergibt mit Oxydationsmitteln, wie Wasserstoffsuperoxyd, keine Schwefelsäure. Rauchende Sal- petersäure zerstört es nur sehr schwer. Bei der Destillation des Rohöles hinterbleiben geringe Mengen einer asphaltartigen, in der Kälte spröden, schwarzen Masse.
- Beispiel 2.
- 75 Gewichtsteile Xylol, 25 Gewichtsteile Schwefel und 6 Gewichtsteile Aluminiumchlorid werden wie in Beispiel i erhitzt. Nach Beendigung der Reaktion wird in Wasser eingegossen und die Xylollösung fraktioniert destilliert. Bei 3 bis 5 mm Druck wird der zwischen i5o und 23o° übergehende Anteil aufgefangen. Es ist ein dunkelgelbes Öl, welches sich von dem aus Toluol gewonnenen Produkt hauptsächlich durch seine erheblich --rößere Viskosität unterscheidet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung organischer Schwefelverbindungen, darin bestehend, daB man Benzolhomologe, wie Toluol oder Xylol, mit Schwefel bei Gegenwart geringer Mengen von Aluminiumchlorid erhitzt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF45226D DE365169C (de) | 1919-09-04 | 1919-09-04 | Verfahren zur Darstellung organischer Schwefelverbindungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF45226D DE365169C (de) | 1919-09-04 | 1919-09-04 | Verfahren zur Darstellung organischer Schwefelverbindungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE365169C true DE365169C (de) | 1922-12-08 |
Family
ID=7100396
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF45226D Expired DE365169C (de) | 1919-09-04 | 1919-09-04 | Verfahren zur Darstellung organischer Schwefelverbindungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE365169C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2817685A (en) * | 1954-11-04 | 1957-12-24 | Geigy Ag J R | Process for the production of organic sulphur compounds |
-
1919
- 1919-09-04 DE DEF45226D patent/DE365169C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2817685A (en) * | 1954-11-04 | 1957-12-24 | Geigy Ag J R | Process for the production of organic sulphur compounds |
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