-
Die Erfindung betrifft Verfahren und ßinrichtungen zur Durch-
-
führung dieser Verfahren bei der Viehfütterung, wobei verschiedene
Grund- und Kraftfutterarten miteinander vermischt werden und jedem Fressplatz eine
Futterportion der vorgesehenen Größe zugeteilt wird.
-
Bei den bekannten Fütterungseinrichtungen werden diese Aufgaben nur
unter hohem Aufwand gelöst, während einfache Anlagen nur einen Teil der Aufgaben
lösen und noch viel Handarbeit bedürfen.
-
Mancher Anlagen scheitern am Platzbedarf beim Einbau in vorhandene
Gebäude, andere benötigen eine bestimmte anordnung der Bauten zueinander. Meist
muß die Dosierung am Fressplatz vom Bediener dem Gefühl nach vorgenommen werden.
Bei den Anlagen mit hohem Aufwand wird die slirtschaftlichlceit nur bei hohen Viehbeständen
erreicht. Der Anteil dieser Betriebe ist nicht hoch, sodaß die dafür geschaffenen
Anlagen nicht in hohen Stückzahlen herge stellt werden können, was sich wieder auf
den Preis sirkt.
-
Aufgabe dieser Erfindung ist es, eine Anlage zu schaffen, die auch
für die Futterversorgung kleinerer Bestände wirtschaftlich ist, die ausbaufähig
für den Einsatz in größeren Beständen sein soll und die zugleich eine hohe Dosiergenauigkeit
ermöglicht in Bezug auf die Vermischung und die Futterrationen. Dabei müssen verschieden
Zufuhrmöglichkeiten in gleicher Weise berücksichtigt werden wie verschiedene Verteilmöglichkeiten.
-
Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, daß das Grundfutter
in einer Futterpresse vermischt und verdichtet wird. Der aus der Futterpresse kommende
Futterstrang hat ein zwei-dreifach geringeres Volumen als d.ts anommende Grundfutter.
Er kann bei der richtigen .iahl der rlemente der Presseinrichtug durch seine besondere
Struktur leicht in der Länge abgerissen werden, wobei sich durch verschiedene Längen
verschieden große Futterrationen erzielen lassen.Die Futterpresse kann so aufgestellt
werden daß sie zwischen dem Platz des ankommenden Futters und dem Futtertisch liegt,
so da3 der ankommende Futterstrang direkt dort ankommt.
-
Die gleichzeitige Zufuhr mehrerer Grundfutterarten über jeweils ein
Zuteilband gestattet die @ ischung mit unterschiedlichen Anteilen, wobei die Genauigkeit
der Zufuhr die Genauigkeit des Mi-@hungsverhältnisses bestimmt. Ladewagen ohne und
mit bladeeinrichtungen, Wagen mit Kratzboden und Abladestationen können dabei eingesetzt
werden.
-
Bei einer entsprechende Ausführung der Futterpresse mit einem Zinkenrotor,
mit Rillen am Pressenmantel,in denen die Zinken spitzen laufen, mit einem Abstreifkorb,
dessen Stäbe mit der Arbeitsfläche der Zinken einen Winkel kleiner oder gleich oder
geringfügig größer als 90 beim Durchgang bilden, mit einem in seiner Weite und gegebenenfalls
in seiner Länge verstellbaren Presskanal wird das Futter in seiner struktur verändert.
Es wird gepresst, zerquetscht, zerdrückt, zerrissen, verfilzt und kommt als zusammenhängender
Futterstrang aus einem dem Presska nal angeschlossenen Krümmer, der den Futterstrang
in die Wazgrechte umleitet.
-
Das Kraftfutter kann dabei entweder in die Zufuhr vor der Futterpresse
eingebracht werden, wobei die Dosierung von der Geschwindigkeit des Futterstranges
abhängig gemacht werden kann oder es kann nach der Futternresse auf die einzelnen
Portionen aufgebracht werden, womit eine individuelle Dosierung möglich wird.
-
Der auf dem Futtertisch anlcommende Futterstrang ist zwar dicht und
zusammenhängend, hat jedoch in seiner Struktur viele Querrisse, womit eine leichte
Aufteilung in der Querrichtung zur Erhaltung verschieden langer Futterrationen möglich
ist. Mit einem einfachen Verteilgerät , das mit einem Zinkenrechen das Abtrennen
besorgt und das einen Längs abschlag für die Größe der Futterrationen besitzt, kann
die Zuteilung an die Fressplätze von Hand erfolgen. Der jeweilige Weg kann kurz
gehalten werden, wenn das ganze Futter für die Mahlzeit auf den Futtertisch geschoben
wurde.
-
Eine nach der Futterpresse angeschlossenen Teilvorrichtung kann dies
erleichtern, Dabei werden einige Zinken in den Futterstrang gedackt und durch eine
Bewegung, die schneller ist als die Geschwindigkeit mit der sich der Futterstrang
bewegt, kann jeweils eine Futterration abgetrennt werden. Mit dieser Bewegung kann
auch das Dosiergerät für das Kraftfutter gesteuert und angetrieben werden. Das Abtrennen
der einzelnen Futterationen kann auch im Zusammenhang mit einer Querverteilung geschehen,
die dann notwendig ist, wenn mehrere Futtergänge versorgt werden müssen.
-
Die dabei notwendige Seitenbewegung trenntdie einzelnen Futterrationen
vom Futterstrang.
-
Der Querverteiler kann die Futterrationen einer Fressplatzzufuhr übergeben,
die sie an die einzelnen Fressplätze bringt.
-
Das kann ein Band- oder Kettenförderer oder ein einfacher Schubförderer
sein. . Uie Einteilung der Mitnehmer ist dabei so, daß nach Erreichen der Endstellung
die vorgesehenen Futterrationen an den bestimrnten Fressplatz kolnr:ien Sin entsprechend
ausgebildeter Querverteiler kann die Futterrationen selbst weiterschieben. Sind
die Futterrationen 90 breit wie die Abstände der Fressplätze, so liegen am Lande
der Befüllung vor dem jeweiligen Fressplatz die vorgesehenen Futterrationen Natürlich
kann ein Schwenk-oder Querverteiler die Fresplatzzufuhr um eine Fressplatzbreite
weiterschieben, wenn er eine Futterr;jtion abgelegt hat; ein eigener Antrieb erübrigt
sich dann.
-
Die Vorteile der erfindung ergeben sich aus der herstellung von Futterrationen
mit geringem Volumen und in Form eines Futterstran ges, dessen bestimmter vuerschnitt
eine Dosierung in der Länge erlaubt. Damit kann mit einfachen Mitteln eine Verteilung
auf die Fressplätze vorgenommen werden. Die Verteilwege sind gering und wegen der
dichten und zusammenhängenden Struktur sind keine Gefäße, Mulden oder Rinnen bei
der Fressplatzzufuhr notwendig.
-
Die Zuteilung von Kraftfutter kann leicht in Abhängigkeit des Futterstranges
erfolgen.
-
Die Futterpresse ist einfach und hat wegen der geringen Beschleunigung
des Futters und der natürlichen Behandlung in der Zerkleinerung und Pressung keinen
hohen Leistungsbedarf.
-
Das Futter wird dabei in eine Struktur gebracht, die eine höhere Futteraufnahme
zur Folge hat. Die Anlage kann klein, kostengünstig und leicht einbaubar in vorhandene
Ställe ausgelegt werden.
-
Sie erlaubt auf der Zufuhrseite die Anwendung vorhandener Geräte wie
Ladewagen, Wagen mit Kratzboden und herkömmliche Dosieranlalagen, die durch weitere
Zubringereinrichtungen ergänzt werden können.
-
Die Fressplatzverteilung kann mit einfachen Handgeräten bei kleinen
Beständen und mit einer kostengünstige Anlage, voll oder halbautomatisch,bei größeren
Beständen versehen sein.
-
Das Pressensystem hat sich im Einsatz bei Müllpressen bewährt und
kann mit wenigen Änderungen für den Einsatz in der Fütterungse.rlage abgeändert
werden.
-
Die Erfindung ist in Ausführungsbeispielen in der Zeichnung dargestellt
und in nachstehender Beschreibung nher erläutert.
-
Es zeigen Fig. 1 und eine Fütterungsanlage mit Zufuhr und Verteilgerät
von Hand, Fig. 3 einen Siloblock und Heubalien auf der Zufuhr, Fig. 4 eine Fütterungsanlage
mit 3 Zuteilbänder und eine Querverteilung mit Fressplatzzufuhr, Fig. 5 eine Fressplatzzufuhr
durch ein Mitnebemerband, Fig. 6 eine Fressplatzzufuhr durch einen Schubstangenförderer
mit Sigenantrieb, Fig 7 und 8 eine Fütterungsanlage init Zuteiltisch ind einen Scbwenkverteiler
In den Fig. 1 und 2 wird die Futterpresse 1 von dem Zufuhrband beschickt, das Futter
eines Ladewagens 3 aufniemt. Das Futter wird durch die Zinken 4 des Zinkenrotors
5 in den Presskanal 6 gedrückt, dessen weite durch die Bückwand 7 verstellt werden
kann.
-
Das verdichtete Futter wandert ilber den krümmer 8 , uf den Futtertisch
9. Der Futterstr ng 10 besitzt eine Reihe natürlicher enerrisse 11, sodaß durch
das Verteilgerät 12 einzelne Futterrationen 13 abgenommen und den Fressplätzen 14
zugeschoben werden könen. Dabei wird durch die Waht der Länge die Größe der Futterration
13 festgelegt.
-
Das Kraftfutter 15 wird durch die Dosierschleuse 16 aus dem Behälter
17 entnommen und dem Grundfutter beigemischt. Angetrieben wird die Dosierschleuse
durch das Nockenrad 18 und den Futterstrang 10.
-
In der Fig. liegt auf dem Zufuhrband 2 der Silageblock 19 und auf
ihm der geöffnete Heuballen 20. Dadurch werden gleichzeitig 2 Grundfutterarten zugeteilt
und in der Futterpresse 1 miteinander vermischt.
-
In Fig. 3 wird der Futterstrang 10 durch den Zinkenrechen 21 der Teilvorrichtung
22 in die einzelne Futterrationen 13 getrennt und das Kraftfutter 15 auf ihr abgelegt.
Dabei wird bei jedem Hub des Zinkenrechens 21 durch den antrieb 23 die Dosierschleuse
16 um eine Kammer weitergedreht.
-
In Fig. 4 ist eine Fütterungsanlage dargestellt, bei der das Zufuhrband
2 von den Zuteilbändern 24, 25 6 und 6 beschickt wird.
-
Damit können dreiGrundfutterarten miteinander vermischt werden.
-
Die Futterpresse 1 gibt den Futterstrang 10 in eine Querverteilung
27, die es den Fresspetzzufuhren 28 und 29 übergibt.
-
Durch den Füllgrad des $Querverteilers 7 werden die Größen der Futterrationen
13 bestimmt.
-
In Fig 5 ist die Fressplatzzufuhr :8 ein Förderband 30 mit Mitnehnern
31, die die einzelnen Futterrationen 13 an die bestimmten Fressplätze 14 fördern.
In der Endstellug des Förderbandes 30 liegt eine bestimmte Futterration 13 an einem
bestimmten Fressplatz 14.
-
In Fig. 6 ist die Fressplatzzufuhr 29 ein Schubstangenförderer 32,
der von dem Zylinder 33 angetrieben wird.
-
In Fig. 7 ist der Zubringer 34 vor deil Zufuhrband 2 und der Futterpresse
1 angeordnet. Gie in fig. 8 erkenntlich, wird die Plattform des Zubringers 34 mit
den verschiedenen Grundfutterarten 35, 36 und 37 beladen. )er Nratzboden 38 bringt
dann die Grundfutterarten auf das Zufuhrband, wobei sie sieh vermischen.
-
Die Zufuhr des Kraftfutters 15 erfolgt wie in den vorherrrehenden
Figuren gezeigt.
-
Die Zufuhr der Futterrationen 13 zu den Fressolätzen 14 erfolgt in
der Fütterungsanlage nach den Fig. 7 und 8 durch den Schwenkverteiler 39. Der ankommende
Futterstran- 10 gelangt auf den Tisch 40. IÜat er die entsprechende Länge für die
gewünschte Futterration 13 erreicht, brin t ihn der Schwenker 41 mit seinem Mitnehmer
42 in die Position 43. Für den Transport nach der anderen Seite wird der Mitnehmer
4@ auf der andaren Seite der Futterration 13 angelegt und der Schwenker 41 nach
der anderen Seite verfahren.
-
Der Weitertransport zu den einzelnen Fressplätzen 14 kann mit Mitteln,
wiesie in d@n Fig. 5 und 6 dargestellt sind erfolgen.
-
Bei einer entsprecenden Dinensionierung des Schwenkverteilers kann
deser die einzelnen Futterrationen 13 weiterschieben.
-
Entspricht dabei ihre Länge der Breite eines Fressplatzes, so bat
in dar Endstellung jeder Fressplatz die ihm vorbestimmte Futterration erhalten.