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DE3541223A1 - Korrosionsbestaendige titanbasislegierung - Google Patents

Korrosionsbestaendige titanbasislegierung

Info

Publication number
DE3541223A1
DE3541223A1 DE19853541223 DE3541223A DE3541223A1 DE 3541223 A1 DE3541223 A1 DE 3541223A1 DE 19853541223 DE19853541223 DE 19853541223 DE 3541223 A DE3541223 A DE 3541223A DE 3541223 A1 DE3541223 A1 DE 3541223A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
corrosion
titanium
alloys
weight
alloy
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19853541223
Other languages
English (en)
Other versions
DE3541223C2 (de
Inventor
Hideo Toda Saitama Sakuyama
Kazuhiro Taki
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Nippon Mining Holdings Inc
Original Assignee
Nippon Mining Co Ltd
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Filing date
Publication date
Priority claimed from JP24631884A external-priority patent/JPS61127844A/ja
Priority claimed from JP24631784A external-priority patent/JPS61127843A/ja
Priority claimed from JP3150585A external-priority patent/JPS61194143A/ja
Priority claimed from JP3150485A external-priority patent/JPS61194142A/ja
Application filed by Nippon Mining Co Ltd filed Critical Nippon Mining Co Ltd
Publication of DE3541223A1 publication Critical patent/DE3541223A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3541223C2 publication Critical patent/DE3541223C2/de
Granted legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C14/00Alloys based on titanium

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Preventing Corrosion Or Incrustation Of Metals (AREA)

Description

DE-170 - f-
Die Erfindung betrifft eine in hervorragender Weise korrosionsbeständige Titanbasislegierung.
Titan wird als industrieller Werkstoff in großem Umfang eingesetzt und ersetzt aufgrund des besseren Korrosionswiderstandes konventionelle korrosionsbeständige Werkstoffe. Titan ist besonders beständig gegen korrodierende Angriffe von oxidierenden Umgebungen, wie beispielsweise Salpetersäure, Chromsäure, Chlorsäure, Chlordioxid und Chlorat. Titan ist auch inert gegenüber Seewasser und anderen chlorhaltigen korrodierenden Umgebungen. In einer nichtoxidierenden Säure, wie Chlorwasserstoffsäure oder Schwefelsäure, erweist sich Titan jedoch nicht als ebenso korrosionsbeständig wie in den vorstehend genannten Umgebungen. Bemühungen, diesen Mangel auszuräumen, haben in einigen industriellen Bereichen zu der Einführung von Titanlegierungen geführt, typischerweise Ti-Pd-, Ti-Ni- und Ti-Ni-Mo-Legierungen. Die Ti-Pd-Legierung ist wegen ihres Gehalts an teurem Palladium kostspielig, während Ti-Ni- und Ti-Ni-Mo-Legierungen der Nachteil schlechter Bearbeitbarkeit gemeinsam ist. Diese Mängel haben den verbreiteten Einsatz von Titan-Legierungen behindert.
Trotz des ausgezeichneten Korrosionswiderstandes von metallischem Titan sind infolgedessen vor einer erfolgreichen Anwendung von Titan in stark korrodierenden Umgebungen noch zahlreiche Probleme auszuräumen. Titanlegierungen, die entwickelt wurden, um in dieser Hinsicht Teilverbesserungen zu erreichen, erwiesen sich gleichfalls nicht zufriedenstellend und zeigen noch zahlreiche zu beseitigende Mängel.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Titanbasislegierung zu schaffen, die hervorragende antikorrodierende Eigenschaften in stark korrodierenden Umgebungen nicht nur von oxidierenden Säuren,
-χ-
wie Salpetersäure, sondern insbesondere auch von nichtoxidierenden Säuren aufweist. Die Legierung soll ferner in hohem Maße beständig gegenüber Spaltkorrosion sein, die häufig in Lösungen auftritt, in denen Chlorionen vorliegen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Titanbasislegierung, die in Gewichtsprozent besteht aus
0,005 % bis weniger als 0,2 % Ruthenium und/oder 0,005 % bis 2,0 % Palladium;
mindestens einer der folgenden Komponenten: 0.01 % bis 2,3 % Nickel,
0,005 % bis 0,5 % Wolfram,
0, iJ1 % bis 1,0 % Molybden;
Rest Titan und unvermeidbare Verunreinigungen.
Bei der erfindungsgemäßen Legierung liegt der untere Grenzwert des Rutheniumgehalts bei 0,005 Gew.%, weil ein geringerer Rutheniumanteil zu einer für praktische Zwecke zu geringen Verbesserung des Korrosionswiderstandes führt. Es werden mehr als .0,005 Gew.% und vorzugsweise mehr als C,01 Gew.% Ruthenium vorgesehen. Der obere Grenzwert von weniger als 0,2 Gew.% ist dadurch begründet, daß ein größerer Zusatz an Ruthenium unwirtschaftlich ist, weil eine Sättigung des Antikorrosionseffekts von Ruthenium eintritt und die Rutheniumkosten in nicht vernachlässigbarer Weise ansteigen.
Der untere Grenzwert des Palladiumgehalts von 0,005 Gew.% ist vorgesehen, weil eine geringere Menge dieses Elements für die Verbesserung der Korrosionsbeständigkext von wenig praktischer Bedeutung ist. Vorzugsweise wird mit einem Palladiumananteil von mindestens 0,01 Gew.% gearbeitet. Der obere Grenzwert des Palladiumanteils von 2,0 Gew.% ist auf die Sättigung des Antikorrosionseffekts und darauf zurückzuführen, daß die hohen Palladiumkosten einen größeren Zusatz an Palladium wirtschaftlich nicht rechtfertigen. ^^
Nickel ist in einem Anteil von mindestens 0,01 Gew.% vorzusehen. Beim Zusatz einer kleineren Menge erfolgt keine praktisch nutzbare Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit. Vorzugsweise werden mindestens 0,1 Gew.% Nickel zugesetzt. Andererseits darf der Nikkeianteil 2/0 Gew.% nicht übersteigen. Ein größerer Nickelanteil trägt wenig zu der Antikorrosionswirkung bei, führt aber zu Schwierigkeiten bei der Bearbeitung und Herstellung der Legierung. Der Nickelanteil liegt vorzugsweise bei 1,0 Gew.% oder weniger.
Der untere Grenzwert des Molybdengehalts beträgt 0,01 Gew.%. Ein Zusatz, der unter diesem Grenzwert liegt, führt nur zu einer vernachlässigbaren Verbesserung des Korrosionswiderstandes. Der obere Grenzwert von 1,0 Gew.% ist vorgesehen, weil ein höherer Anteil an Molybden zu keiner merklichen Verbesserung der Korrosionsfestigkeit führt, jedoch die Bearbeitbarkeit der Legierung herabsetzt und die Herstellung der Legierung schwierig macht.
Der untere Grenzwert von 0,005 Gew.% Wolfram ist vorgesehen, weil ein kleinerer Anteil zu der Korrosionsbeständigkeit nur wenig beiträgt und unpraktisch ist. Vorzugsweise wird mit einem Gehalt von 0,01 Gew.% oder mehr gearbeitet. Der obere Grenzwert von 0,5 Gew.% ist vorgesehen, weil ein größerer Prozentsatz an Wolfram kaum günstigere Wirkungen hat, aber die Bearbeitbarkeit herabsetzt und zu Fertigungsschwierigkeiten führt.
Die Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Titanlegierung ist nachstehend im Vergleich mit konventionellen korrosionsbeständigen Titanlegierungen erläutert.
Die für die Versuche benutzten korrodierenden Umgebungen waren für allgemeine Korrosionstests
1. 1% H3SO4, siedend, und
2. 5% HCl, siedend,
sowie für Spaltkorrosionstests
3. 10% NaCl, pH = 6,1, siedend.
In der Tabelle 1 sind die Ergebnisse der unter Verwendung von 1% H^SO, durchgeführten Versuche zusammengestellt.
Bei den untersuchten Werkstoffen sind reines Titan und konventionelle korrosionsbeständige Titanlegierungen mit den Nummern 1 bis 7 bezeichnet. Erfindungsgemäße ternäre Legierungen sind die Legierungen 8 bis 51, während erfindungsgemäße quaternäre und weitere Mehrkomponentenlegierungen mit den Nummern 52 bis 62 bezeichnet sind.
Die Versuchswerkstoffe Nr. 8 bis 13 sind (Ti-Ru-Ni)-Legierungen gemäß der Erfindung, bei denen der Ni-Anteil variiert wurde. Ein Ni-Gehalt von herab bis zu 0,01 Gew.% (Nr. 8) erwies sich als wirkungsvoll, und die Korrosionsgeschwindigkeit wurde mit einem Anteil von 0,1 Gew.% oder mehr stark herabgedrückt. Die günstige Auswirkung des Ni-Zusatzes folgt klar aus einem Vergleich mit der Legierung Nr. 3. Dies läßt erkennen, warum der untere Grenzwert auf 0,01 Gew.% gelegt wurde. Der obere Grenzwert von 2,0 Gew.% ist vorgesehen, weil ein größerer Anteil von Ni nicht zu einem entsprechend günstigen Einfluß führt, vielmehr die Bearbeitbarkeit der Legierung ernsthaft beeinträchtigt.
Die Legierungen 14 bis 18 sind (Ti-Ru-Ni)-Legierungen entsprechend der Erfindung mit variierenden Ru-Gehalten. Ein Ru-Gehalt von nur 0,01 Gew.% (Nr. 14), hatte bereits einen günstigen Einfluß. Dies zeigt sich durch einen Vergleich mit der Legierung Der untere Grenzwert ist mit 0,005 Gew.% festgesetzt. Der obere Grenzwert von 0,2 Gew.% für den Ru-Anteil folgt daraus, daß ein höherer Anteil zu einer Steigerung der Antikorrosionswirkung nur wenig beiträgt und die Ru-Kosten stark ansteigen.
Tabelle 1
Ergebnisse von allgemeinen Korrosionstests (1% H2SO4, siedend)
Nr. Zusammensetzung (Gew.%) Korrosionsgeschwindigkeit ___ (mm/y)
1 Reines Titan
2 Ti-O,15Pd
3 Ti-O,04Ru
4 Ti-O,6Ni
5 Ti-0,8Ni-0,3Mo
6 Ti-O,02W
7 Ti-O,1Mo
8 Ti-O,03Ru-O,01Ni
9 Ti-O,03Ru-O,06Ni
10 Ti-0,03Ru-0,12Ni
11 Ti-O,03Ru-O,6Ni
12 Ti-0,03Ru-1,0Ni
13 Ti-O,03RU-2,ONi
14 Ti-O,01Ru-O,6Ni
15 Ti-O,04Ru-O,6Ni
16 Ti-O,07Ru-O,6Ni
17 Ti-O,11Ru-O,6Ni
18 Ti-O,20Ru-O,6Ni
19 Ti-O,04Ru-O,01W
20 Ti-O,04Ru-O,05W
21 Ti-O,04Ru-O,1W
22 Ti-O,04Ru-O,5W
23 Ti-O,01Ru-O,02W
24 Ti-O,1Ru-O,02W
25 Ti-O,2Ru-O,02W
10 ,4
0 ,278
0 ,28ü
6 ,55
1 ,69
9 ,74
9 ,42
0 ,271
0, ,156
O1 ,078
O1 ,060
O1 r059
,054
0, ,085
0, ,076
0, ,075
0, ,069
0, ,058
0, .241
0, 144
0, 108
0, 089
0, 271
0, 073
0, 066
Tabelle 1 (Fortsetzung)
Nr. Zusammensetzung (Gew.%) Korrosionsgeschwindigkeit
(mm/y)
26 Ti-O,04Ru-O,01Mo
27 Ti-O,04Ru-O,3Mo
28 Ti-O,04Ru-1.0Mo
29 Ti-O,01Ru-O,1Mo
30 Ti-O,1Ru-O,1Mo
31 Ti-O,2Ru-O,1Mo
32 Ti-O,05Pd-O,01Ni
33 Ti-O,05Pd-O,1Ni
34 Ti-0,05Pd-1,0Ni
35 Ti-O,05Pd-2,ONi
36 Ti-0,01Pd-0,6Ni
37 Ti-O,TPd-O,6Ni
38 Ti-1,1Pd-O,6Ni
39 Ti-2,OPd-O,6Ni
40 Ti-0,07Pd-0,005W
41 Ti-O,07Pd-O,09W
42 Ti-O,07Pd-O,5W
43 Ti-0,01Pd-O,05W
44 Ti-O,15Pd-O,05W
45 Ti-2,OPd-O,Ü5W
46 Ti-O,05Pd-O,01Mo
47 Ti-O,05Pd-O,3Mo
48 Ti-0,05Pd-1,0Mo
49 Ti-0,01Pd-0,1Mo
50 Ti-O,15Pd-O,1Mo
51 Ti-2,OPd-0,1Mo
0 ,231
0 ,177
0 ,192
0 ,275
0 ,177
0 ,10G
0 ,266
0 ,093
0 ,071
0 ,G69
0, r275
O1 ,062
0, ,033
0, ,029
0 ,253
O1 ,194
0, ,188
0, ,271
ο, ,143
0, ,033
0, 199
0, 188
0, 176
0, 272
ΰ, 231
0, 084
Tabelle
(Fortsetzung)
Zusammensetzung (Gew.%) Korrosionsgeschwindigkeit (mm/y)
52 53 54 55 56 57 58 59 60
Ti-O,05Ru-O,5Ni-O,02W Ti-O,05Ru-O,5Ni-O,1Mo Ti-O,04Ru-O,02W-0,1Mo Ti-O,05Pd-O,5Ni-O,02W Ti-O,05Pd-O,5Ni-O,1Mo Ti-O,04Pd-O,02W-0,1Mo Ti-O,05Pd-O,05Ru-O,5Ni Ti-O,05Pd-O,05Ru-O,5Mo Ti-O,05Pd-O,05Ru-O,5W 0,049 0,045 0,113 0,077 0,073 0,094 0,043 0,101 0,108
Ti-0,05Ru-O,02W-0,1Mo-0, 5Ni Ti-O,05Pd-O,02W-0,1Mo-O,5Ni 0,073 0,084
Die Legierungen 19 bis 22 stellen (Ti-Ru-V?)-Legierungen gemäß der Erfindung mit variierenden W-Gehalten dar. Die Korrosionsgeschwindigkeit wurde durch einen Zusatz von 0,005 Gew.% Wolfram (Nr. 19) merklich herabgesetzt, was den Vorteil des Wolfram-Zusatzes gegenüber der Legierung Nr. 3 demonstriert. Darauf beruht der untere Grenzwert von 0,005 Gew.% für den W-Anteil. Der obere Grenzwert von 0,5 Gew.% ist gewählt, weil durch einen höheren W-Zusatz die Bearbeitbarkeit der Legierung stark beeinträchtigt wird.
Bei den erfindungsgemäßen (Ti-Ru-W)-Legierungen gemäß den Nummern 23 bis 25 wurde der Ru-Gehalt variiert. Der günstige Einfluß eines Ru-Anteils von 0,01 Gew.% (Nr. 23) ergibt sich aus einem Vergleich mit der Legierung 6. Der untere Grenzwert ist auf C,005 Gew.% gelegt. Der obere Grenzwert von 0,2 Gew.% beruht darauf, daß höhere Ru-Anteile keinen ausgeprägten Einfluß haben, dadurch aber die Ru-Kosten übermäßig ansteigen.
Die Legierungen 26 bis 28 sind erfindungsgemäße (Ti-Ru-Mo)-Legierungen mit variierenden Mo-Gehalten. Die Korrosionsgeschwindigkeit begann bei einem Anteil von 0,01 Gew.% Mo (Nr. 26) abzunehmen; der vorteilhafte Einfluß des Mo-Zusatzes folgt aus einem Vergleich mit der Legierung 3. Aus diesem Grund wurde der untere Grenzwert des Mo-Zusatzes auf 0,01 Gew.% festgelegt. Der obere Grenzwert von 1,0 Gew.% ist vorgesehen, um zu vermeiden, daß aufgrund eines größeren Mo-Anteils die Bearbeitbarkeit der resultierenden Legierung beeinträchtigt wird.
Bei den erfindungsgemäßen (Ti-Ru-Mo)-Legierungen Nr. 29 bis 31 wurde der Ru-Gehalt variiert. Der Ru-Zusatz zeigte seine Wirkung bereits bei nur 0,01 Gew.% (Nr. 29), und zwar in ausgeprägter Weise im Vergleich zu der Legierung Nr. 7. Der untere Grenzwert des Ru-Zusatzes beträgt dementsprechend 0,005 Gew.%. Der obere Grenzwert von 0,2 Gew.% folgt daraus, daß ein höherer Ru-Gehalt zu dem gewünschten Effekt nichts beiträgt, sondern nur die Ru-Kosten ansteigen läßt.
Die Legierungen 32 bis 51 stellen erfindungsgemäße Ti-Pd-Legierungen mit Zusätzen an Ni, Mo oder W dar. Die Daten lassen grundsätzlich die gleiche Tendenz erkennen, wie sie vorstehend für die Ruhaltigen Legierungen beschrieben wurde. Ein Zusatz an Ni, Mo oder W verbessert danach die Korrosionsbeständigkeit der Ti-Pd-Legierungen in ausgeprägter Weise.
Die Legierungen 52 bis 62 stellen erfindungsgemäße Legierungen aus vier oder mehr Komponenten dar. Sie sind sämtlich konventionellen korrosionsbeständigen Titan-Legierungen überlegen.
Die Tabelle 2 zeigt die Ergebnisse von Versuchen, die mit siedender 5% HCl durchgeführt wurden. Die korrodierende Umgebung war aggressiver als bei Verwendung von 1% H-SO.; die Korrosionsgeschwindigkeiten waren generell höher. Die erfindungsgemäßen Legierungen blieben jedoch sämtlich den gewöhnlichen korrosionsbeständigen Titan-Legierungen überlegen.
Ferner wurden Spaltkorrosionstests durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Versuche sind in der Tabelle 3 zusammengestellt.
Als korrodierende Umgebung wurde eine wässrige Lösung von 10% Natriumchlorid mit einem pH-Wert von 6,1 in siedendem Zustand benutzt.
Spaltkorrosion trat bei reinem Titan und einer Titan-Legierung mit 0,15 Gew.% Pd vor Verstreichen eines vollen Tages auf. Eine Legierung aus 0,8 Gew.% Ni, 0,3 Gew.% Mo, Rest Titan korrodierte innerhalb von zwei Tagen. Die erfindungsgemäßen Legierungen waren im Gegensatz dazu gegenüber Spaltkorrosion durchweg beständiger. Die Tabelle läßt erkennen, daß die erfindungsgemäßen Legierungen eine höhere Beständigkeit gegenüber Spaltkorrosion ebenso wie gegenüber allgemeiner Korrosion haben.
41 - yxr-
Tabelle
Ergebnisse von allgemeinen Korrosionstests (5% HCl, siedend)
Zusammensetzung (Gew.%) Korrosionsgeschwindigkeit (mm/y)
1 Reines Titan
2 Ti-O,11Pd
3 Ti-O,02Ru
4 Ti-O,6Ni
5 Ti-O,8Ni-O,3Mo
6 Ti-O,02W
7 Ti-O,1 Mo
8 Ti-O,03Ru-O,01Ni
9 Ti-O,03Ru-O,06Ni
10 Ti-O,03Ru-O,12Ni
11 Ti-O,03Ru-O,6Ni
12 Ti-O,03Ru-1,0Ni
13 Ti-O,03RU-2,ONi
14 Ti-O,01Ru-O,6Ni
15 Ti-O,04Ru-O,6Ni
16 Ti-O,07Ru-O,6Ni
17 Ti-O,11Ru-O,6Ni
18 Ti-O,20Ru-O,6Ni
19 Ti-O,04Ru-O,Q1W
20 Ti-O,04Ru-O,05W
21 Ti-O,04Ru-O,1W
22 Ti-O,04Ru-O,5W
23 Ti-O,01Ru-O,02W
24 Ti-O,1 Ru-O,02W
25 Ti-O,2Ru-O,02W
29 ,7
6 ,20
9 ,51
83 ,3
71 ,7
33 ,1
44 ,6
5 ,39
2 ,20
0 ,685
0. ,579
0, ,504
O1 ,498
o, ,479
O1 r390
O1 ,331
O1 ,360
O1 r299
0, -352
o, .291
0, ,203
o, 194
5, 88
o, 933
o, 428
Tabelle 2 (Fortsetzung) Nr. Zusammensetzung (Gew.%)
Korrosionsgeschwindigkeit
(mm/y)
,98
1 ,03
1 ,41
1 ,07
6 ,32
1 ,75
0 ,01
5 ,543
0 ,495
0. ,426
O1 ,47
3, ,378
O1 ,141
O1 ,093
O1 ,88
2, -31
I1 ,07
1- ,34
6, ,883
0, 691
0, 03
7, 32
5, 37
4, 43
6, 03
1, 745
0,
26 Ti-O,04Ru-O,01Mo
27 Ti-O,04Ru-O,3Mo
28 Ti-O,04Ru-1,0Mo
29 Ti-O,01Ru-O,1Mo
30 Ti-O,1Ru-O,1Mo
31 Ti-O,2Ru-O,1Mo
32 Ti-O,05Pd-O,01Ni
33 Ti-0,05Pd-0,13Ni
34 Ti-0,05Pd-1,0Ni
35 Ti-O,05Pd-2,ONi
36 Ti-O,01Pd-O,6Ni
37 Ti-O,1Pd-O,6Ni
38 Ti-1,1Pd-0,6Ni
39 Ti-2,OPd-O,6Ni
40 Ti-O,07Pd-O,005W
41 Ti-O,07Pd-O,09W
42 Ti-O,07Pd-O,5W
43 Ti-O,01Pd-O,05W
44 Ti-O,15Pd-O,05W
45 Ti-2,OPd-O,05W
46 Ti-O,05Pd-O,01Mo
47 Ti-O,05Pd-O,3Mo
48 Ti-O, 05Pd-1 ,0Mo
49 Ti-O,01Pd-O,1Mo
50 Ti-O,15Pd-O,1Mo
51 Ti-2,OPd-O,1Mo
Tabelle 2 (Fortsetzung)
Nr. Zusammensetzung (Gew.%) Korrosionsgeschwindigkeit (mm/y)
52 Ti-O,05Ru-O,5Ni-O,02W 1,94
53 Ti-O,05Ru-O,5Ni-O,1Mo 1,88
54 Ti-O,04Ru-O,02W-O,1Mo 1,91
55 Ti-O,05Pd-O,5Ni-O,02W 2,00
56 Ti-O,05Pd-O,5Ni-O,1Mo 2,03
57 Ti-O,04Pd-O,02W-0,1Mo 2,21
58 Ti-O,05Pd-O,05Ru-O,5Ni 0,355
59 Ti-O,05Pd-O,05Ru-O,5Mo 0,703
60 Ti-O,05Pd-O,05Ru-O,5W 0,817
61 Ti-O,05Ru-O,02W-0,1Mo-O,5Ni 0,221
62 Ti-0,05Pd-0,02W-0,iMo-0,5Ni 0,296
Neben der Beständigkeit gegenüber den oben erläuterten Korrosionsangriffen zeichnen sich die erfindungsgemäßen Legierungen durch einen hervorragenden Widerstand gegen Wasserstoffabsorption aus. In der Tabelle 4 sind die diesbezüglichen Versuchsergebnisse zusammengestellt.
Die Daten wurden bei Versuchen erhalten, die in der Weise durchgeführt wurden, daß Platin als die Gegenelektrode und eine Badspannung von 6 V benutzt wurden, und daß man dann den Versuchswerkstoff Wasserstoff von Wasserstoffblasen absorbieren ließ, die gebildet und gegen die Legierungsoberfläche gerichtet wurden. Die Tabelle läßt klar erkennen, daß die erfindungsgemäßen Legierungen weniger Wasserstoff als reines Titan absorbierten.
Tabelle 3 Ergebnisse von Spaltkorrosionstests 610% NaCl, pH = 6,1, siedend)
Nr. Zusammensetzung (Gew.%) 02W 1 2 3 4 (Tage)
Cn 1 Reines Titan IMo X X X X
run 2 Ti-O.15Pd IMo X X X X
O)
•Η
Cn
3 Ti-O.05Ru 02W Δ X X X
CU
I
rn
Ti-O.8Ni-O.3Mo IMo O Δ X X
ich£ 5 Ti-0.02W IMo χ χ A X
ω
Cn
6 Ti-O.IMo Ti-O.05Ru-O.02W-O.IMo-O.5Ni X X X X
U
CU
>
7 Ti-O.6Ni Ti-O.05Pd-O.02W-0.IMo-O.5Ni O X X X
8 Ti-O.05Ru-O.5Ni O O O- O
9 Ti-O.05Ru-O.05W O O Δ X
10 Ti-O.05Ru-O.IMo O O X X
11 Ti-O.05Pd-O.5Ni O O O O
12 Ti-O.05Pd-O.05W O O Δ X
13 Ti-0.05Pd-O. IMo O O Δ X
14 Ti-O.05Ru-O.5Ni-O. O O O O
15 Ti-O.05Ru-O.5Ni-O. O O O O
16 Ti-O.05Ru-O.02W-0. O O O Δ
17 Ti-O.05Pd-O.5Ni-O. O O O O
18 Ti-O.05Pd-O.5Ni-O. O O O O
19 Ti-O.05Pd-O.02W-0. O O O X
20 O O O O
21 O O O O
Keine Änderung Farbänderung
Spaltkorrosion
Tabelle 4
Ergebnisse von Wasserstoffabsorptionstests
"""^. Versuchs
bedingungen ^"\^^
Versuchswerkstoff H -Konzentration
erhöht
durch V^eTIf1011
Reines Titan 0.0040
Ti-O.05Ru-O.5Ni 0.0001
6 ν Ti-O.05Ru-O.01W 0.0007
χ 3 Stunden Ti-O.05Ru-O.05Mo 0.0013
(25'C) Ti-O.05Pd-O.5Ni 0.0001
Ti-O.05Pd-O.01W 0.0009
Ti-O.05Pd-O.05Mo 0.0006
Reines Titan 0.0059
Ti-O.05Ru-O.5Ni 0.0004
6 ν Ti-O.05Ru-O.01W 0.0013
x 24 Stunden Ti-O.05Ru-O.05Mo 0.0030
(15'C) Ti-O.05Pd-O.5Ni 0.0005
Ti-0.05Pd-COlW 0.0017
Ti-O.05Pd-O.05Mo 0.0036
Die erfindungsgemäße Legierung ist gegenüber so hochkorrosiven
nichtoxidierenden Säuren wie Schwefelsäure in hohem Maße beständig. Sie zeichnet sich ferner durch einen hervorragenden Widerstand gegen Spaltkorrosion und Wasserstoffabsorption aus. Die Anteile der zugesetzten Legierungselemente sind ausreichend klein, um die Legierung fast ebenso leicht bearbeiten zu können, wie reines Titan, und die Legierung läßt sich mit niedrigen Kosten herstellen. Die beschriebene Titan-Legierung räumt damit die Mangel bekannter korrosionsbeständiger Titan-Legierungen aus; sie weist eine erhöhte Korrosionsbeständigkeit auf.

Claims (1)

  1. PATENTANWALT DIPL.-ING. GERHARD SCHWAN ν
    ELFENSTRA5SE 32 · D-8000 MÜNCHFN 83 *"
    Nippon Mining Co., Ltd. 10-1, Toranomon 2-chome, Minato-ku, Tokyo, Japan
    Korrosionsbeständige Titanbasislegierung
    Patentanspruch
    Korrosionsbeständige Titanbasislegierung in Gewichtsprozent bestehend aus 0,005% bis weniger als 0,2% Ruthenium und/oder 0,005% bis 2% Palladium; mindestens einer der folgenden Komponenten: 0.01% bis 2,0% Nickel, 0,005% bis 0,5% Wolfram, 0,01 bis 1,0% Molybden; Rest Titan und unvermeidbare Verunreinigungen.
    FERNSPRECHER: C89/6R1 2339 · TE LEX: 522589 dpa d · KABEL1ELECTRICPATENTMUNCHEn
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