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TECHNISCHES
GEBIET
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Diese
Erfindung betrifft eine Zr-Legierung für nuklearen Brennstoffaufbau.
Mehr spezifisch betrifft diese Erfindung eine Zr-Legierung für nuklearen Brennstoffaufbau
für strukturelle
Teile wie Abdeckrohr für
nuklearen Brennstoff, Führungsrohr
und Trägergitter
eines unter Druck gesetzten Wasserreaktors, die eine erforderliche
Dauerhaftigkeit (Stärke) und
Korrosionsresistenz, Wasserstoffabsorption und Dimensionsstabilität innerhalb
des Reaktors erfüllt.
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STAND DER
TECHNIK
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Als
Material für
strukturelle Teile wie Abdeckrohr für nuklearen Brennstoff, Führungsrohr
und Trägergitter
eines unter Druck gesetzten Wasserreaktors wird Zr mit niedriger
Absorptionsfähigkeit
von thermischen Neutronen verwendet. Ein solches Material muss zunächst eine
vorbestimmte Dauerhaftigkeit aufweisen. Wenn das Material die Dauerhaftigkeit
aufweist, ist als nächstes
die Korrosionsresistenz erforderlich, und darüber hinaus sind die Wasserstoffabsorption
und Dimensionsstabilität
im Reaktor erforderlich. Als solche Legierung wird im allgemeinen
Zirkalloy-4 verwendet. Zur Verbesserung der Kostenleistung einer
Atomenergie-Erzeugungsanlage soll der Brennstoff stark gebrannt
werden. Unter solchen Verwendungsumgebungen ist die Korrosionsresistenz
von Zirkalloy-4 stärker
erforderlich. Die Zr-Legierung für
nuklearen Brennstoffaufbau, bei der die Korrosionsresistenz verbessert
ist, ist aus den japanischen Patenten 1,984,830, 2,139,789 und 2,674,052
bekannt.
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Bei
diesen Patenten wird ein Verhältnis
von zugegebenen Elementen definiert, aber die Menge eines jeden
zugegebenen Elementes wird nicht definiert. Das konventionelle Material
ohne Definition ist manchmal unzureichend bezüglich der Stärke.
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FR
2 769 637 A beschreibt eine Zirkoniumlegierung, umfassend 0,2 bis
1,7 Gew.-% Sn, 0,18 bis 0,6 Gew.-% Fe, 0,07 bis 0,4 Gew.-% Cr, 0,05
bis 1,0 Gew.-% Nb, wobei der Rest Zr und unvermeidbare Verunreinigungen
ist. Wahlweise kann Ta ebenfalls enthalten sein.
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Es
wird durch die Erfinder dieser Erfindung bestätigt, dass die Mengen der zugegebenen
Elemente den Absolutwert der Dauerhaftigkeit bei der hohen Temperatur
von 385°C
in der Zr-Legierung beeinflussen, zu der die zusätzlichen Elemente, insbesondere
Sn und Nb, die in der Zr-Legierung feststofflöslich sind, gegeben werden.
Daher ist es gewünscht,
die Dauerhaftigkeit der Zr-Legierung zu verbessern, zu der in der
Zr-Legierung feststofflösliches Sn
und Nb gegeben werden. Darüber
hinaus ist es gewünscht,
dass die Korrosionsresistenz zusätzlich zur
Verbesserung der Stärke
und darüber
hinaus die Wasserstoffabsorption und Dimensionsstabilität verbessert
werden.
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OFFENBARUNG
DER ERFINDUNG
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Daher
liegt ein Ziel dieser Erfindung darin, eine Zr-Legierung für nuklearen
Brennstoffaufbau anzugeben, worin in der Zr-Legierung feststofflösliches
(Sn + Nb) zugegeben werden, sodass die Dauerhaftigkeit (Stärke) verbessert
werden kann.
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Ein
anderes Ziel dieser Erfindung liegt darin, eine Zr-Legierung für nuklearen
Brennstoffaufbau anzugeben, worin die Korrosionsresistenz zusätzlich zur
Verbesserung der Stärke
durch Zugabe von in der Zr-Legierung feststofflöslichem (Sn + Nb) verbessert
werden kann.
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Ein
weiteres Ziel dieser Erfindung liegt darin, eine Zr-Legierung für nuklearen
Brennstoffaufbau anzugeben, worin die Gesamtmenge an in der Zr-Legierung
feststofflöslichem
(Sn + Nb) definiert ist und deren physikalische Eigenschaft in einem
Fest-Lösungszustand
von (Sn + Nb) quantitativ gesteuert wird, um so die Stärke zu verbessern.
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Ein
noch weiteres Ziel dieser Erfindung liegt darin, eine Zr-Legierung
für nuklearen
Brennstoffaufbau anzugeben, worin die Mengen an in der Zr-Legierung
feststofflöslichem
Sn und Nb definiert sind und andere physikalische und chemische
Eigenschaften verbessert werden können und ebenso die physikalische
Eigenschaft der Zr-Legierung im Feststoff-Lösungszustand von (Sn + Nb)
quantitativ gesteuert wird, um so die Stärke und Korrosionsresistenz
zu verbessern.
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Die
Zr-Legierung für
nuklearen Brennstoffaufbau dieser Erfindung ist in Anspruch 1 definiert und
umfasst definierte Mengen an Fe, Cr, Sn und Nb und enthält darüber hinaus
positiv O.
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Jedoch
ist es nicht bekannt, wie der Gehalt an Sauerstoff die physikalische
Eigenschaft beeinflusst. Die Korrosionsresistenz kann durch positives Vorhandensein
von Sauerstoff zusätzlich
zu Fe, Cr, Sn und Nb verbessert werden.
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Die
Zr-Legierung für
nuklearen Brennstoffaufbau umfasst 0,2 bis 0,6 Gew.-% Sn, 0,45 bis
0,55 Gew.-% Nb, 0,27 bis 0,33 Gew.-% Fe, 0,36 bis 0,44 Gew.-% Cr
und 0,10 bis 0,16 Gew.-% O. Hierdurch kann die Zr-Legierung für nuklearen
Brennstoffaufbau die sauerstoffhaltige Wirkung zeigen, während weiterhin
die Stärke
verbessert wird. Insbesondere ist es gewünscht, dass die Gesamtmenge
an Fe und Cr 0,28 bis 1,0 Gew.-% ist.
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Es
ist wichtig zu berücksichtigen,
dass Sn und Nb, die in einem Feststoff-Lösungszustand coexistieren,
Elemente einer Gruppe (Sn + Nb) eines feststofflöslichen Materials sind. Es
wird in dem obigen japanischen Patent 2,674,052 beschrieben, dass Sn
und Nb unabhängig
sowohl die Stärke
als auch die Korrosionsresistenz beeinflussen. Jedoch wird in der
Druckschrift nicht beschrieben, dass (Sn + Nb) als feststofflösliches
Material die Stärke
empfindlich beeinflussen. Es wird ebenfalls durch die Erfinder festgestellt,
dass die Verminderung der Stärke
auf weniger als 20% erniedrigt werden kann, wenn die Zr-Legierung
Fe und Cr und zumindest eines von Sn und Nb enthält, wobei eines von Sn und
Nb im Feststoff-Lösungszustand
vorliegt und die Gesamtmenge an Sn und Nb 0,7 Gew.-% oder mehr ist.
In diesem Fall ist die Gesamtmenge an Sn und Nb wichtig. Extrem
ausgedrückt
kann die Wirkung beibehalten werden, selbst wenn das Verhältnis von
Sn und Nb 0 bis 100 ist. Wenn die Gesamtmenge an (Sn + Nb) gleich oder
mehr als 0,7 Gew.-% ist, kann die Verminderung der Stärke auf
gleich oder weniger als 20% unterdrückt werden.
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Wenn
auf diese Weise die Kontrolle der Stärke durch die Zugabe von Sn
oder Nb, die Kontrolle der Korrosionsresistenz durch Zugabe von
Sauerstoff und die Kontrolle der Zusammensetzung im Hinblick auf
die Temperatur durchgeführt
wird, können die
Stärke
und die Korrosionsresistenz unabhängig gesteuert werden, und
die Zr-Legierung, die für
eine gewünschte
Anwendung passt, kann erhalten werden. Eine zusätzliche Wirkung von Verminderungen der
Wasserstoffabsorptionsquantität
kann durch Verbesserung der Korrosionsresistenz erhalten werden. Zusätzlich wird
Dimensionsstabilität
verbessert. Eine solche Legierung ist als Legierungsmaterial, das
im Reaktor verwendet wird, wirksam, insbesondere als Material eines
Rohrs für
nuklearen Brennstoffaufbau.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNG
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1 ist
ein Diagramm, das die physikalische Stärkeneigenschaft der Zr-Legierung
für nuklearen
Brennstoffaufbau gemäß einem
Ausführungsbeispiel
dieser Erfindung zeigt; und
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2 ist
ein Diagramm, das eine Sauerstoffzugabewirkung zeigt.
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BESTE ART
ZUR DURCHFÜHRUNG
DER ERFINDUNG
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Nachfolgend
wird die Zr-Legierung für
nuklearen Brennstoffaufbau dieser Erfindung detailliert beschrieben.
Die Zr-Legierung für
nuklearen Brennstoffaufbau gemäß einem
Ausführungsbeispiel
dieser Erfindung enthält
Sn, Nb, Fe und Cr und enthält weiterhin
O. Sn und Nb liegen in der Zr-Legierung in einem feststofflöslichen
Zustand vor. Die Zr-Legierung für
nuklearen Brennstoffaufbau umfasst 0,2 bis 0,6 Gew.-% Sn, 0,45 bis
0,55 Gew.-% Nb, 0,27 bis 0,33 Gew.-% Fe, 0,36 bis 0,44 Gew.-% Cr
und 0,10 bis 0,16 Gew.-% 0.
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Eine
solche Zr-Legierung enthält
manchmal Ni. In diesem Fall ist es gewünscht, dass Ni 0,1 Gew.-% oder
weniger ist. Ebenso sind Ta, Ni und andere Verunreinigungsmaterialien
(Elemente) in der Zr-Legierung enthalten. Andere Materialien als
solche Elemente sind Zr mit Ausnahme von Verunreinigungen, die unvermeidbar
enthalten sind.
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Die
Definition einer Gesamtmenge an Sn und Nb ist wirksam zum Aufrechterhalten
der vorbestimmten Stärke
der Zr-Legierung. Insbesondere wenn die Gesamtmenge an Sn und Nb
0,7 Gew.-% oder mehr ist, kann die Stärke oberhalb des vorbestimmten Wertes
aufrecht erhalten werden. In diesem Fall kann Sn im wesentlichen
0 Gew.-% sein.
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Es
wurde durch diese Erfinder bestätigt, dass
ein Absolutwert der Dauerhaftigkeit einer solchen Zr-Legierung durch
2% Sn und 3% Nb pro 1 Gew.-% eines jeden von Sn und Nb bei der Temperatur
von 385°C
beeinflusst wird. Wenn die Gesamtmenge an Sn und Nb definiert wird,
dass sie gleich oder mehr als 0,7% ist, wurde bestätigt, dass
die Verminderung der Dauerhaftigkeit innerhalb von 20% unterdrückt werden
kann im Vergleich zu der gegenwärtigen
Zirkalloy-4, wie in 1 gezeigt ist. Es kann aufgrund
dieser Tatsache geschlossen werden, dass ein gutes Ergebnis erhalten
werden kann, wenn die Gesamtmenge an Sn und Nb 0,7 Gew.-% oder mehr ist.
Die Dauerhaftigkeit hängt
von der Konzentration von (Sn + Nb) ab, die im Feststoff-Lösungszustand
in der Zr-Legierung existieren. Der Einfluss des vorhandenen Prozentsatzes
an Sn und Nb führt
zu den Konzentrationen von (Sn + Nb), die im Feststoff-Lösungszustand
coexistieren. Der Feststoff-Lösungszustand, der
durch die Verarbeitungszeit und -temperatur beeinflusst wird, beeinflusst
vermutlich auch die Stärke.
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Es
sollte beachtet werden, dass die Dauerhaftigkeit ein Wert ist, der
durch einen Einachsen-Zugfestigkeitstest bei der Temperatur von
385°C mit
der Zr-Legierung erhalten wird, die den Prozentsatz gemäß dieser
Erfindung enthält.
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Bei
der gegenwärtig
verwendeten Zirkalloy-4 ist der vorhandene Prozentsatz an Sn 1,2
bis 1,7 Gew.-%. Bei der gegenwärtig
verwendeten Zirkalloy-4 vermindert sich die Dauerhaftigkeit auf
0,8, wenn der vorhandene Prozentsatz an Sn sich von 1,7 Gew.-% auf
0,7 Gew.-% vermindert. Auf der anderen Seite ist in dieser Erfindung
der Dauerhaftigkeitswert oberhalb einer geraden Linie lokalisiert,
die eine 20%-ige Verminderungslinie anzeigt, wie in 1 gezeigt
ist. Dies impliziert, dass dann, wenn die Gesamtmenge an Sn und
Nb auf 0,7 Gew.-% oder mehr erhöht
wird, es möglich
ist, die Erhöhungsrate
der Dauerhaftigkeit zuverlässig
größer zu machen
als bei den konventionellen Beispielen.
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2 zeigt,
dass der vorhandene Prozentsatz an Sauerstoff die Korrosionsresistenz
beeinflusst. Wenn eine Zr-Legierung mit hoher Sauerstoffkonzentration,
die 0,7 Gew.-% Sn enthält,
und eine Zr-Legierung mit niedriger Sauerstoffkonzentration, die
0,8 Gew.-% Sn enthält,
verglichen werden, wird die Korrosionsresistenz nachteilig, wenn
sich der Prozentsatz des Sauerstoffgehaltes vermindert.
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Sauerstoff
mit einem Gehalt von 0,05 Gew.-% ist in der Zr-Legierung natürlich enthalten. Wie
oben erwähnt,
wurde durch die Erfinder festgestellt, dass Sauerstoff keine Verunreinigung
ist, sondern die Korrosionsresistenz beeinflusst. Daher ist in der
erfindungsgemäßen Zr-Legierung
für nuklearen Brennstoffaufbau
Sauerstoff positiv in einer höheren Menge
zugegeben, als die Menge an Sauerstoff, die natürlich in der Zr-Legierung existiert.
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Ein
Abdeckrohr für
Brennstoff aus der Zr-Legierung wird durch Wasserstoffabsorption
korrodiert, wenn es in dem Wasser eines unter Druck gesetzten Leichtwasserreaktors
verwendet wird. Diese Erfindung gibt die Verbesserungswirkung einer
solchen Korrosion gleichzeitig an. Das Abdeckrohr für Brennstoff
aus der Zr-Legierung hat wünschenswert
die Dimensionsstabilität
im Nuklearreaktor. Diese Erfindung gibt gleichzeitig auch die Verbesserung
der Dimensionsstabilität
an. Die Zr-Legierung für
nuklearen Brennstoffaufbau gemäß dieser
Erfindung kann die Korrosionsresistenz verbessern, während die
Stärke beibehalten
wird. Dies wird durch die Kontrolle einer Gesamtmenge an Sn und
Nb im Feststoff-Lösungszustand
erreicht.
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INDUSTRIELLE ANWENDBARKEIT
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Diese
Erfindung hat Vorteile bezüglich
der Zr-Legierung für
nuklearen Brennstoffaufbau, mehr spezifisch für eine Zr-Legierung für nuklearen
Brennstoffaufbau bezüglich
der strukturellen Teile wie Abdeckrohr für nuklearen Brennstoff, Führungsrohr
und Trägergitter
eines unter Druck gesetzten Wasserreaktors, wobei die erforderliche
Dauerhaftigkeit (Stärke)
und Korrosionsresistenz, Wasserstoffabsorption und Dimensionsstabilität innerhalb
des Reaktors erfüllt
werden.