DE3438087A1 - Bremsvorrichtung fuer einen kameraverschluss - Google Patents
Bremsvorrichtung fuer einen kameraverschlussInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bremsvorrichtung für einen Schlitzverschluß (Fokalebenenverschluß)
einer Kamera.
Die bekannten Bremsvorrichtungen für Verschlüsse sind so ausgebildet, daß sie die Verschlußlamellen innerhalb
eines relativ kurzen Hubes in der Nähe des Endes der Laufbewegung des Verschlusses abbremsen, damit die
Lamellen an einem Aufprall gehindert werden. Wenn jedoch die Reibkraft zu Beginn des Bremsvorganges zu
stark ist, prallen die Verschlußlamellen trotzdem auf, was zur Folge hat, daß die Belichtung in der Nähe der
Seite des Bildrahmes ungleichmäßig wird und daß die Lamellen stoppen, ohne das Ende ihrer Laufbewegung erreicht
zu haben.
Aus diesem Grunde hat man bei einer derartigen Bremsvorrichtung vorgeschlagen, die Kraft einer Druckfeder,
die die Bremskraft für den Verschluß zur Verfügung stellt, am Anfang des Bremsvorganges relativ gering
zu halten und allmählich ansteigen zu lassen, um sicher zu stellen, daß der Verschluß in der die Belichtungsöffnung
vollständig verschließenden Position gestoppt wird, wie dies beispielsweise in der US-PS
2 218 767 beschrieben ist.
In denjenigen Fällen, in denen andere Bremsen verwendet werden, bei denen die Druckkraft der Feder, die Reibkräfte
zwischen dem Anfang und dem Ende eines Bremsvorganges ausübt, nicht verändert werden kann, da kein
Raum zur Verfügung steht, ist die Bremskraft zu Beginn des Bremsvorganges maximal und nimmt dann allmählich
ab, da die statische Reibung größer ist als die dynamische Reibung. Um daher eine angemessene Bremskraft
in der Schließposition zu erzielen, wird die im frühen Stadium wirkende Reibkraft sehr groß, wodurch
die Verschlußlamellen Schlagwirkungen ausgesetzt sind, was zu einer Herabsetzung der Lebensdauer und zur
Erzeugung des vorstehend erwähnten Phänomens führt, daß die Belichtung ungleichmäßig wird und ein vollständiges
Schließen der Belichtungsöffnung nicht mehr möglich ist. Diese statische Reibung neigt dazu, bei
niedrigen Temperaturen besonders anzusteigen.
Ferner kollidiert beim Lamellenschlitzverschluß infolge der Verformung der Lamellen durch den Aufprall zu Beginn
des Bremsvorganges der Rand der hinteren Lamellen mit dem Rand einer Belichtungsöffnung in einer Trennplatte,
die zwischen den vorderen und hinteren Lamellen angeordnet ist, so daß die hinteren Lamellen daran gehindert
werden, sich nach unten zu bewegen. Es besteht
ferner eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Beschädigung der Lamellen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Reibbremsvorrichtung für einen Schlitzverschluß
zu schaffen, bei der selbst ohne Veränderung des von einer Feder ausgeübten Drucks Bremskraft variabel gehalten
wird und im frühen Stadium eines Bremsvorganges relativ schwach sowie im Schlußstadium des Bremsvorganges
ausreichend stark ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einer Bremsvorrichtung gelöst, die ein erstes Bremselement umfaßt,
das mit einem Verschlußbetätigungselement in Eingriff bringbar ist, wenn die den Schlitz bildende
Begrenzung der Verschlußlamellen innerhalb der Belichtungsöffnung liegt, so daß auf diese Weise eine
relativ schwache vorgegebene Reibkraft zum Abbremsen des Verschlußbetätigungselementes ausgeübt wird, sowie
ein zweites Bremselement, das mit dem Verschlußbetätigungselement in Eingriff bringbar ist, wenn die
vorstehend erwähnte, den Schlitz bildende Begrenzung sich über die Rückseite der Belichtungsöffnung bewegt
hat und sich dem Ende ihrer Bewegung nähert, so daß auf diese Weise eine vorgegebene Bremskraft
auf das Verschlußbetätigungselement ausgeübt wird, wobei sich das erste und zweite Bremselement derart
überlagern, daß sie im Schlußstadium des Bremsvorganges zusammenwirken, so daß eine ausreichend große Bremskraft
für die Verschlußlamellen erzeugt wird.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles in Verbindung mit der Zeichnung im einzelnen
erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine Seitenansicht einer Bremsvorrichtung in einer Lage, in der der Verschluß bereit
zur Auslösung ist;
Figur 2 eine Seitenansicht der Bremsvorrichtung
in einer anderen Betriebsstellung, in der der Verschluß ausgelöst worden ist;
Figur 3 einen Schnitt, der die Bremswelle zeigt; und
die Figuren 4, 5 und 6 Seitenansichten der Bremselemente
in verschiedenen Betriebsstellungen.
Die Figuren 1 und 2 zeigen einen Teil eines Lamellenschlitzverschlusses,
bei dem die vorliegende Erfindung Anwendung findet. Figur 1 zeigt den Verschluß im gespannten
Zustand und Figur 2 im ausgelösten Zustand.
Mit 1 ist eine Verschlußbasisplatte bezeichnet, die
fest an einem Kameragehäuse (nicht gezeigt) in einem vorgegebenen Abstand zu einer anderen Basisplatte
(nicht gezeigt) nahezu ähnlicher Form angeordnet ist. Zwischen den Basisplatten sind ein vorderer und ein
hinterer "Vorhang" des Verschlusses gehalten, die jeweils eine Vielzahl von unterteilten Lamellen umfassen.
Die Lamellen der beiden "Vorhänge" sind über zwei Betätigungsarme schwenkbar gelagert, so daß sie sich in
Parallellage zueinander zum Öffnen und Schließen einer Belichtungsöffnung la bewegen können, wie dies beispielsweise
in der US-PS 4 024 555 beschrieben ist. Der vordere und hintere "Vorhang" sind über eine Trennplatte
(nicht gezeigt), die eine zu der Öffnung la jeder Basisplatte ausgerichtete Belichtungsöffnung
aufweist, voneinander getrennt, so daß die Elemente ohne gegenseitige Störung arbeiten können.
Mit 2a - 2d sind Lamellen bezeichnet, die den vorderen "Vorhang" bilden und an Armen 3 und 3' schwenkbar gelagert
sind.
Mit 3a und 3'a sind die Schwenkschäfte der Arme bezeichnet.
Mit 5a - 5d sind Lamellen bezeichnet, die den hinteren "Vorhang" bilden und jeweils an Armen 6 und 61 schwenkbar
gelagert sind. Mit 6a und 6'a sind die Schwenkschäfte dieser Arme bezeichnet.
Antriebshebel 4 und 7 zur übertragung der Kräfte von
Federn auf die Betätigungsarme 3 und 6 sind so gelagert, daß sie um die Schäfte 3a und 6a schwenkbar bewegbar
sind, und besitzen Stifte (nicht gezeigt), die auf ihren unteren Flächen angeordnet sind und sich
durch in der Basisplatte 1 vorgesehene bogenförmige Schlitze in Löcher der Betätigungsarme 3 und 6 erstrecken,
so daß sich die Antriebshebel 4 und 7 als als eine Einheit mit den Armen 3 und 6 drehen. Stifte
4a und 7a sind auf den oberen Flächen der Antriebshebel 4 und 7 angeordnet und können mit Bremsbetätigungshebeln
in Eingriff gebracht werden. Bremsschäfte bzw. Wellen 9 und 91 sind fest auf der Basisplatte 1 montiert.
Figur 3 zeigt einen Schnitt durch den Bremsschaft 9 für den vorderen "Vorhang". Mit 10 ist der
erste Betätigungshebel bezeichnet, der drehbar auf dem Schacht 9 befestigt ist. Mit 13 ist eine Zwischenplatte
bezeichnet, die auf dem Schaft 9 befestigt ist und dadurch, daß ihr gebogener Abschnitt mit einem
Loch der Basisplatte 1 in Eingriff steht, an einer Drehung gehindert ist. Ein zweiter Betätigungshebel
ist drehbar am Schaft 9 befestigt. Diese Teile überlagern einen Flanschabschnitt 9a des Schaftes 9 zusammen
mit vier Reibelementen 12, die zwischen zwei aufeinanderfolgenden Teilen angeordnet sind, und werden
über eine Druckplatte IA, die gleitend und drehfest an der Welle 9 angeordnet ist, mit dem Druck einer Feder
15 beaufschlagt. Mit 16 ist eine Mutter bezeichnet. Eine anderen Bremse für den hinteren "Vorhang" besitzt
eine ähnliche Konstruktion mit einem ersten Betätigungshebel 10' und einem Betätigungshebel II1.
Bei der Bremse für den vorderen "Vorhang" ist ein Arm des ersten Betätigungshebels 10 so angeordnet, daß er
mit dem Stift 4a in Eingriff tritt, wenn sich der Antriebshebel 4 dem Ende seiner Rotationsbewegung nähert.
Das freie Ende 10b des Hebels ist so angeordnet, daß es mit einem anderen Stift 4b am Hebel 4 in Eingriff
tritt. Der zweite Betätigungshebel 11 besitzt Arme 11a und 11b, die gabelförmig ausgebildet sind und
zwischen denen ein gebogener Arm 10a des ersten Betätigungshebels lose liegt.
Mit 17 ist ein Stellhebel für die Bremse für den hinteren
"Vorhang" bezeichnet, der schwenkbar an einem Stift 17a gelagert ist und mit dem gebogenen Arm 10'b des
Betätigungshebels 10· in Eingriff treten kann.
Wenn aus der in Figur 2 gezeigten Verschlußendstellung heraus ein Aufziehvorgang begonnen wird, wenn ein
Spannhebel (nicht gezeigt) gedreht wird, drehen sich der Antriebshebel 4 und der Antriebshebel 7 um die
entsprechenden Schwenkschäfte 3a und 6a gegen den Uhrzeigersinn, während Verschlußantriebsfedern gespannt
werden. Danach drehen sich die Betätigungsarme 3, 3'
und 6, 61 um ihre entsprechenden Schwenkschäfte, so
daß die vorderen und hinteren Lamellen in Figuren 1 und 2 aufwärts bewegt werden, bis die hinteren Lamellen "
5a - 5d im gefalteten Zustand am oberen Bereich der Belichtungsöffnung la gelagert und die vorderen Lamellen
2a - 2d auseinander gefaltet sind und die Belichtungsöffnung la vollständig bedecken. Wenn alle
Lamellen in diesen Positionen stationär gehalten werden, ist der Verschluß für den nächsten Belichtungs-Vorgang
bereit. Während dieser Zeit wird die Bremse für die vorderen Lamellen derart rückgestellt, daß der
erste Betätigungshebel 10 durch den Stift 4b am Antriebshebel 4, der mit dem freien Ende 10b in Eingriff steht,
im Uhrzeigersinn um den Schaft 9 gedreht wird. Wenn der Drehwinkel des Hebels 10 einen vorgegebenen Wert
erreicht hat, tritt der gebogene Arm 10a mit einem Arm 11b des zweiten Betätigungshebels 11 in Eingriff. Danach
werden der erste und zweite Betätigungshebel 10, 11 gemeinsam gedreht und erreichen ihre Ausgangs-Stellungen,
wenn der Spannvorgang des Verschlusses beendet ist.
Ferner wird durch die Drehbewegung des Spannhebels der
Stellhebel 17 um den Schaft 17a im Uhrzeigersinn gedreht, wobei er den ersten Betätigungshebel 101 der
Bremse für die hinteren Lamellen an seinem gebogenen Arm 10'b unter Druck setzt, um ihn um den Schaft 9'
gegen den Uhrzeigersinn zu drehen. In ähnlicher Weise wie bei der Bremse für die vorderen Lamellen bewirkt
eine derartige Bewegung des ersten Betätigungshebels 10' eine Drehbewegung des zweiten Hebels 11', bis
diese in ihre Ausgangsstellungen zurückgestellt sind. Wenn der Spannvorgang des Verschlusses beendet ist,
wird der Stellhebel 17 durch die Kraft einer Feder 17b
im Gegenuhrzeigersinn in seine Ausgangsstellung zurückgestellt und somit aus der Bewegungsbahn des gebogenen
Armes 10b herausgezogen.
Als nächstes wird in Verbindung mit den Figuren 4 bis 6 die Betriebweise der Bremse beschrieben. Bei Betätigung
eines Kameraauslösers werden die vorderen Lamellen zuerst aus ihrer Verriegelung freigegeben, und der Antriebshebel
4 wird über die in einer Antriebsfeder gespeicherte Energie angetrieben, so daß er sich aus der
Position der Figur 1 um den Schaft 3a im Uhrzeigersinn bewegt. Dadurch werden die Betätigungsarme 3 und 3' in
der gleichen Richtung um die Schäfte 3a und 3'a gedreht. Wenn sich die vorderen Lamellen des Verschlusses abwärts
bewegen und eine Belichtung bewirkten, erreicht der Antriebshebel 4, nachdem er sich aus seiner in Figur 4
strichpunktiert dargestellten Ausgangsstellung herausbewegt hat und nachdem sich die VerschluGlamellen über
eine vorgegebene Strecke bewegt haben, eine mit einer druchgezogenen Linie dargestellte Position, in der
sich der obere Rand der Lamelle 2a oder die den Schlitz bildende Begrenzung der vorderen Lamellen der unteren
Seite Ib der Belichtungsöffnung la angenähert hat.Zu
diesem Zeitpunkt stößt der Bremsstift 4a am Hebel 4 gegen den ersten Betätigungshebel 10. Danach muß der
Hebel 10 gegen den Uhrzeigersinn gegen die Reibkraft der Reibelemente 12 und die Kraft einer Hilfsfeder 10c
gedreht werden. Somit wird ein Bremsvorgang der vorderen Lamellen initiiert. Da der zweite Betätigungshebel 11
durch die nichtrirehbare Zwischenplatte 13 isoliert ist und während eines Zeitintervalles, in dem sich der gebogene
Abschnitt 10a von einem Arm 11b wegbewegt, um mit dem anderen Arm 11a in Eingriff zu treten, stationär
bleibt, empfängt der Antriebshebel 4 eine relativ schwache Bremskraft aus der Reibung des ersten Betätigungshebels
10 und der Hilfsfeder, wodurch seine
- li -
Geschwindigkeit allmählich herabgesetzt wird. Bald nachdem
die den Schlitz bildende Begrenzung der vorderen Lamelle 2a die untere Seite Ib der Belichtungsöffnung la
passiert hat, stößt der gebogene Abschnitt 10a des ersten Betätigungshebels 10 gegen den anderen Arm 11a
des zweiten Betätigunhebels 11, wie in Figur 5 gezeigt, und dreht sich zusammen mit diesem Hebel, wodurch die
Reibung der Bremskraft erhöht wird. Somit wird der Antriebshebel 4 schnell abgebremst, so daß er in einer
in Figur 6 gezeigten vorgegebenen Stellung zum vollständigen Stopp kommt.
Bei den hinteren Lamellen arbeitet die Bremse in entsprechender Weise. Wenn sich in diesemn Fall der Antriebshebel
7 im Uhrzeigersinn dreht, stößt der darauf angeordnete Bremsstift 7a gegen den Arm 10'c des
ersten Betätigungshebels 10', der bislang stationär in der in Figur 1 gezeigten Position gehalten wurde,
und dreht danach den Hebel um den Schaft 91 im Uhrzeigersinn.
Somit wird ein Bremsvorgang eingeleitet. Diese Position liegt vor der Position, in der der den
Schlitz bildende Rand der hinteren Lamelle 5a die untere Seite Ib der Öffnung la erreicht. In ähnlicher
Weise wie bei den vorderen Lamellen setzt eine relativ schwache Bremskraft des ersten Betätigungshebels allmählich
die Geschwindigkeit der hinteren Lamellen herab, so daß auf diese Lamellen keine Aufprallkräfte einwirken.
Kurz nachdem der den Schlitz bildende Rand der hinteren Lamelle die untere Seite der Öffnung la passiert
hat, beginnt sich in entsprechender Weise wie bei den vorderen Lamellen der zweite Betätigungshebel II1 zu
drehen, wodurch die hinteren Lamellen mit einer relativ starken Kraft abgebremst werden.
Bei der vorstehend beschriebenen Konstruktion und
Anordnung von Teilen kann die Reibkraft der Bremse eingestellt werden, indem der von der Feder ausgeübte
Druck verändert wird. Anstelle davon ist es jedoch auch möglich, eine optimale Bremskraft zu erhalten,
indem die Bereiche des Reibelementes zur Übertragung einer Reibkraft auf den ersten Betätigungshebel und
zur übertragung einer Reibkraft auf den zweiten Betätigungshebel geändert werden.
Auch die Rotationsmittelpunkte des ersten und zweiten Betätigungshebels können versetzt zueinander angeordnet
und das Hebelverhältnis geändert werden, so daß die Bremskraft allmählich ansteigt.
Wie vorstehend erläutert, schlägt die vorliegende Erfindung somit vor, die Bremsvorrichtung mit einem
ersten Bremsbetätigungshebel und einem zweiten Bremsbetätigungshebel zu versehen, wodurch während der
Zeitdauer vom Beginn eines Bremsvorganges bis zu einem
2Q Moment, an dem der den Schlitz bildende Rand der Verschlußlamelle
die Belichtungsöffnung überstreicht, die Verschlußlamellen ausschließlich vom ersten Betätigungshebel
mit einer relativ schwachen Kraft abgebremst werden, und, sobald die Belichtungsöffnung vollständig
geöffnet oder geschlossen ist, die Bremskraft des zweiten Betätigungshebels zu der des ersten Betätigungshebels
addiert wird, um eine kombinierte Bremskraft einer ausreichenden Größe zu erreichen
und dadurch den Vorteil zu erzielen, daß die auf die
3Q Verschlußlamellen einwirkenden Aufprallkräfte beträchtlich
reduziert werden, um eine Verformung der Lamellen beim Abbremsen zu verhindern. Daher wird die
Lebensdauer der Verschlußlamellen beträchtlich erhöht, und die Gefahr einer Beschädigung der hinteren Lamellen,
wenn der den Schlitz bildende Rand mit dem Rand der
Belichtungsöffnung kollidiert, kann nahezu vollständig ausgeschaltet werden.
Obwohl die vorstehend beschriebene Ausführungsform in Verbindung mit Bremsbetätigungshebeln erläutert wurde,
die mit Verschlußantriebshebeln in Eingriff treten, über die die Verschlußlamellen abgebremst werden, ist
die vorliegende Erfindung nicht auf diesen Fall beschränkt. Eine Modifikation kann derart ausgebildet
werden, daß der erste Betätigungshebel auf ein anderes Teil einwirkt, das sich bewegt, wenn sich die Verschlußlamellen
bewegen, beispielsweise den Verschlußbetätigungsarm zum Abbremsen der Verschlußlamellen.
Es versteht sich ferner von selbst, daß die vorliegende Erfindung nicht nur auf die in dem vorstehenden
Ausführungsbeispiel beschriebenen Lamellenschlitzverschlüsse, sondern auch auf bahnartige Schlitzverschlüsse
(web focal plane shutter) anwendbar ist.
Erfindungsgemäß wird somit eine Bremsvorrichtung für einen Schlitzverschluß in einer Kamera vorgeschlagen.
Im frühen Stadium des Bremsvorganges der Verschlußlamellen wird eine relativ schwache Bremskraft aufgebracht,
während im Endstadium des Bremsvorganges eine starke Bremskraft aufgebracht wird, um sicherzustellen,
daß die Verschlußlamellen gestoppt werden, ohne daß diese durch Aufprallkräfte beschädigt werden. Die Vorrichtung
umfaßt zwei Bremselemente, die derart angeordnet sind, daß in dem erwähnten frühen Stadium das
erste Bremselement wirkt und im Endstadium das zweite Bremselement in Tätigkeit versetze wird, um der Bremskraft
des ersten Bremselementes eine weitere Bremskraft hinzuzufügen.
Claims (2)
1. Bremsvorrichtung für einen Schlitzverschluß, bei dem ein Betätigungselement, das in Antriebsverbindung
mit einem Verschlußelement steht, über eine Reibkraft abgebremst wird, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein
Bremselement (10, 10') aufweist, das mit einem Reibelement (12) in überlagernder Beziehung angeordnet
ist, eine Reibfläche aufweist, die den von einer Druckfeder (15) ausgeübten Druck aufnimmt, und den
Verschluß mit einer Bremskraft beaufschlagt, wenn dieser sich in einer Richtung bewegt, die senkrecht
zu der Richtung verläuft, in der die Feder ihren Druck aufbringt, und daß ein Element (11, 11') derart angeordnet
ist, daß es durch die Bewegung des Bremselementes im Schließstadium der Verschlußbewegung derart
bewegt wird, daß die Bremskraft erhöht wird.
2. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein erstes Bremselement (10) bei Eingriff
mit einem Verschlußbetätigungselement (4), das
2C sich bewegt, wenn sich ein Verschlußelement bewegt,
Dresdner Bank (München) KIo 3939844 Dautseho Bank (München) Kto 2861060 Postscheckamt (München) Kto. 670-43-804
um den Verschluß mit einer Bremskraft zu beaufschlagen,
und ein zweites Bremselement (11), das mit dem ersten Bremselement in Eingriff bringbar ist, durch eine Feder
(15) in überlagerter Beziehung zusammen mit einem dazwischen angeordneten Reibelement (12) um einen gemeinsamen
Schaft (9) gepreßt werden, daß das erste Bremselement im frühen Stadium des Bremsvorganges mit dem
Verschlußbetätigungselement in Eingriff tritt und sich danach um den Schaft (9) dreht, um alleine den Verschluß
mit einer Bremskraft zu beaufschlagen, und daß das zweite Bremselement (11) mit dem ersten Bremselement
im Schlußstadium des Bremsvorganges in Eingriff steht und sich dann zusammen mit diesem dreht und den
Verschluß zusammen mit dem ersten Bremselement mit einer Bremskraft beaufschlagt.
Applications Claiming Priority (1)
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