DE3428945A1 - 4'-halogenanthracyclinglykoside, verfahren zu deren herstellung und diese enthaltende pharmazeutische zubereitung - Google Patents
4'-halogenanthracyclinglykoside, verfahren zu deren herstellung und diese enthaltende pharmazeutische zubereitungInfo
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Description
FARMITALIA CARLO ERBA S.P.A. IN MAILAND (ITALIEN) ·
4
'
-Halogenanthracyclinglykoside, Verfahren zu deren
Herstellung und diese enthaltende pharmazeutische Zu7
bereitung
Diese Erfindung bezieht sich auf 4'-Halogenanthracyclinglykoside,
auf ein Verfahren zu deren Herstellung und auf sie enthaltende pharmazeutische Zusammensetzungen.
Die Erfindung sieht somit Anthracyclinglykoside der allgemeinen
Formel (A)
0 OK
COCK2X
worin X ein Wasserstoffatom oder eine Hydroxygruppe bedeutet,
R1 ein Wasserstoffatom oder eine Hydroxy- oder Methoxygruppe
ist und R2 ein Brom-, Chlor- oder Fluoratom darstellt, vor.
^Pharmazeutisch annehmbare Säureadditionssalze dieser Anthracyclinglykoside
werden ebenfalls von der Erfindung umfaßt.
Die Verbindungen der Erfindung, worin X ein Wasserstoffatom
bedeutet, können durch eine Austauschreaktion zwischen einer Verbindung der allgemeinen Formel (II), worin R1 die obige
Bedeutung hat und R3 eine Aminoschutzgruppe darstellt, und
einem Fluorid, Chlorid oder Bromid und nachfolgendes Entfernen
wUi-f
— ο.. —
der Schutzgruppe aus der resultierenden Verbindung der Formel :-(III) "hergestellt werden. Dieses Verfahren wird durch das nachstehende-TReaktionsscheina
erläutert. Die Verbindungen der Erfindung, "worin X eine Hydroxygruppe darstellt, können aus den entsprechenden
Verbindungen der Erfindung, worin X ein Wasserstoffatom ist>
durch Bromierung und nachfolgende Behandlung des resultierenden 14-Bromderivats mit wässerigem Natriumformiat gemäß
dem in der US-PS 3 803 124 beschriebenen Verfahren hergestellt werdenä "Diese Verfahren liegen im Rahmen vorliegender Erfindung.
£PG CCi / C-'fj
COCH.
OH
(ID
CF3SO2
COCH.
OH
(III)
A (X=H)
copy p:$
Wenn R2 ein Brom- oder Chloratom darstellt, erfolgt die Aus-,
tauschreaktion vorzugsweise zwischen der Verbindung (ii) und Tetra-(η-butyl)-ammoni-umbromid-bzw. -Chlorid und die Aminschutzgruppe
R3 ist vorzugsweise eine Trifluoracetylgruppe.
Die Reaktion zum Entfernen der Schutzgruppe kann dann eine milde alkalische Hydrolyse sein, beispielsweise mit 0,1n wässeriger
Natriumhydroxidlösung. Wenn R2 ein Fluoratom ist, erfolgt
die .Austauschreaktion-vorzugsweise zwischen der Verbindung
(II) und Cäsiumfluorid und die Aminschutzgruppe R- ist vorzugsweise
eine Trichloräthoxycarbonylgruppe. Die Reaktion zum Entfernen der Schutzgruppe kann dann eine Hydrierung sein,
beispielsweise mit Zinkstaub und Essigsäure. Die Austauschreaktion kann in einem organischen Lösungsmittel, wie Methylendichlorid
oder Acetonitril, durchgeführt werden.
Die Ausgangsmaterialien (II) sind entweder bekannte Verbindungen,
beispielsweise 4'-Epi-4'-0-trifluormethansulfonyl-N-trifluoracetyldaunorubicin
(II: R1=OCH3, R3=COCF3, siehe EP-Patentanmeldung
8117618.1) oder werden aus bekannten 4'-Epidaunorubicinderivaten durch Umsetzung mit Trifluormethansulfonsäureanhydrid
leicht hergestellt.
Die Verbindungen gemäß der Erfindung und ihre pharmazeutisch annehmbaren Säureadditionssalze sind als Antitumormittel verwendbar.
Diese neuen Verbindungen der Formel (A) werden auf gleiche Weise wie die Stammverbindungen (d.h. Daunorubicin
und Doxorubicin) zum Behandeln verschiedener experimenteller Mäusetumore, z.B. L1210, P388, P388/04 und dgl.,
verwendet. Es wurde bei vorhergehenden Screening-Tests gefunden, daß diese neuen Verbindungen in manchen Fällen aktiver
sind als die Stammverbindungen. Demgemäß sieht die Erfindung weiters pharmazeutische Zusammensetzungen vor, die ein Anthracyclinglykosid
gemäß der Erfindung oder ein pharmazeutisch annehmbares Säureadditionssalz hievon in Mischung mit einem
pharmazeutisch annehmbaren Verdünnungsmittel oder Träger enthalten.
EPO COPY /"
Die Verbindungen der_3ejLspiele 1, 2 und 3 wurden in vitro
im Vergleich mit Daunorubicin (DNR) und Doxorubicin -(DX) gegen HeLa-Zellen und auf.DX empfindliche und resistente P388-Zellen ge-
5- testet (P388/DX). Die Ergebnisse sind in Tabelle I angegeben.
Alle neuen Derivate scheinen gegen HeLa- und auf DX empfindliche P388-Zellen cytotoxischer zu_sein als ihre Stammverbindung.
Diese erhöhte Cytotoxizität ist jedoch wesentlich ausgeprägter, wenn man die Aktivität dieser Verbindungen gegen P388/DX
betrachtet. Hier kann eine 100- bis 250-fache Erhöhung der Cytotoxizität dieser Derivate im Vergleich mit dem Stammarzneimittel
festgestellt werden. In vivo wurden diese Verbindungen gegen drei verschiedene experimentelle Leukämien getestet.
■'' Die gegen ascitische P388-Leukämie erzielte Antitumoraktivität
ist in Tabelle II angegeben. Die von den Verbindungen von Beispiel 3 gezeigte Aktivität ist gleich der durch DNR ausgeübten,
während das andere DNR-Derivat, die Verbindung von Beispiel 1,
eine Antitumorwirksamkeit besitzt, die definitiv besser ist
als jene von DNR.
Die Verbindung von Beispiel 2 weist in der maximal tolerierten Dosis (4,15 mg/kg) etwa die gleiche Aktivität auf wie DX.
Alle neuen Verbindungen zeigen eine Aktivität gegen P388/DX-Leukämie,
wie in Tabelle III angegeben, während DNR und DX keine Wirksamkeit aufweisen. Die drei neuen Verbindungen wurden auch
nach i.V. Verabreichung gegen verbreitete Gross-Leukämie getestet,
wobei die Ergebnisse in Tabelle IV angegeben sind. In diesem System ist die Verbindung von Beispiel 3 so aktiv wie
DNR, während die Verbindung von Beispiel 1 aktiver zu sein scheint als die Stammverbindung. Die Verbindung von Beispiel 2
zeigt etwa die gleiche Wirksamkeit wie DX. Zwei dieser Verbindungen wurden auch nach oraler Verabreichung getestet, wobei
sie eine interessante Aktivität zeigten, während DNR und DX bei oraler Verabreichung inaktiv sind.
ΐΡΥ f-: : '
3A28945
Tabelle I
Cytotoxische Aktivität der Verbindungen der Beispiele 1,
und
| Verbindung | ID50 (ng/ml) | HeLa+'— | P388++ | P388/DX++ |
| DNR Beispiel 1 Beispiel 3 DX Beispiel 2 |
12,3 6,B 5,8 12,5 3 |
2,8 0,5 2,4 4,25 0,2 |
980 4 8,8 1250 7 |
+ Koloniehemmungstest nach 24 h Exponieren sin die Arzneimittel
++ Cytotoxizität, bewertet nach 48 h Exponieren an die Arzneimittel
Daten aus mehreren Versuchen
- 11 -
II
Wirkung gegen P388 ascitische Leukämie
a)
| Verbindung | Dosisb) (mg/kg) |
T/CC) % |
LTSd) | toxische Todes- . fälle ' |
| DNR | 2,9 4,4 6,6 |
165 155 170 135 130 115 |
0/20 0/18 0/20 |
0/20 0/18 12/20 |
| Beispiel 1 | 2,9 4,4 6,6 10 |
145 160 195 280 |
0/10 0/10 0/10 3/10 |
0/10 0/10 0/10 0/10 |
| Beispiel 3 | 2,9 4,4 6,6 10 |
130 155 145 85 |
0/10 0/10 0/10 0/8 - |
^ 0/10 0/10 0/10 6/8 |
| DX | 4,4 6,6 10 |
215 235 335 |
0/10 0/10 4/10 |
0/10 0/10 0/10 |
| Beispiel 2 | 2,4 2,88 3,46 4,15 |
200 230 210 325 |
0/10 0/10 0/10 4/10 |
0/10 0/10 0/10 1/10 · |
a) Versuche wurden an CDF -Mäusen, i.p. angeimpft mit Leukämiezellen, durchgeführt
b) Behandlung i.p. am Tag 1 nach der Tumoranimpfung
c) Mittlere Uberlebenszeit der behandelten Mäuse/mittlere
Uberlebenszeit der Kontrollen χ
d) Lange Zeit überlebende (> 60 Tage)
e) Bewertet auf Grund von Entdeckungen bei der Autopsie.
EPO copy
III
Wirkung gegen P388/DX ascitische Leukämie
| Verbindung | Dosis (mg/kg) |
T/CC) % |
toxische Todes-,, fälle d) |
| DNR | 4/4 6,6 |
91 87 |
0/10 0/10 |
| Beispiel 1 | -4t4_- 10 |
143 143 |
0/10 0/10 |
| Beispiel 3 | 6,6 10 |
148 122 |
0/10 3/10 |
| DX | 6,6 10 |
108 117 |
1/20 1/20 |
| Beispiel 2 | 2,88 3,46 - 4,15 |
122 125 137 |
0/20 0/20 1/20 |
a) Versuche wurden an BDF.-Mäusen, i.p. angeimpft mit
10 Zellen, durchgeführt
b) Behandlung i.p. am Tag 1 nach Tumoranimpfung
c) Mittlere Uberlebenszeit der behandelten Mäuse/mittlere
Uberlebenszeit der Kontrollen χ
d) Bewertet auf Grund von Entdeckungen bei der Autopsie.
EPO COPY
- 13 -
IV
Wirkung gegen Gross-Leukämie
a)
| Verbindung | Art der Verab reichung" |
Dosisb) (mg/kg) |
T/Cc) % |
toxische TodeS3. fälled) |
| DNR | iv | 10 15 22,5 |
142 138 183 185 217 92 |
2/18 1/18 9/18 |
| Beispiel 1 | iv | 10 15 22,5 |
217 150 100 |
0/10 6/9 9/9 |
| Beispiel 3 | iv | 6,6 10 15 |
185 115 77 |
- 0/10 7/10 10/10 |
| oral | 6,6 10 15 |
154 169 92 |
0/10 0/10 7/8 |
|
| DX | iv | 10 13 16,9 |
183 225 242 |
0/10 0/10 0/10 |
| Beispiel 2 | iv | 4,05 5,27 6,85 |
233 258 242 |
0/10 0/10 3/10 |
| oral | 4,05 5,27 |
114 157 |
0/10 0/10 |
a) Versuche wurden an C-jH-Mäusen, iv angeimpft mit
2x10 Leukämiezellen, durchgeführt
b) Behandlung iv oder oral am Tag 1 nach der Tumoranimpfung
c) Mittlere Überlebenszeit der behandelten Mäuse/mittlere
Überlebenszeit der Kontrollen χ
d) Bewertet auf Grund von Entdeckungen bei der Autopsie.
EPO copy -:T
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern.
Beispiel 1 :-4'-Deoxy-4'-bromdaunorubicin
~" (A: X=H, R1=OCH3, R2=Br)
2g Tetra-(η-butyl)-ammoniumbromid wurden zu einer Lösung von
4,0 g__4_^-Epi-4/-0-trifluormethansulfonyl-N-trifluoracetyl-■-.daunorubicin
(II: R1=OCH3, R3=COCF3) in 80 ml wasserfreiem
Methylendichlorid zugesetzt. Nach 1 h bei Raumtemperatur wurde -die Reaktionsmischung mit Wasser gewaschen und die organische
Phase im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wurde auf Silikagel gereinigt, wobei eine Mischung von Methylendichlorid
und Aceton als Eluierungsmittel verwendet wurde; es wurden 3,5 g 4'-Deoxy-4'-brom-N-trifluoracetyldaunorubicin erhalten,
Fp. 1300C; FD--MS 685 (M+), TLC auf Kieselgel-Platten (Merck
F 254) unter Verwendung des Lösungsmittelsystems Methylendichlorid/Aceton (10/1 bezogen auf das Vol.) Rf = 0,5.
Zu einer Lösung von 3 g 4'-Deoxy-4'-brom-N-trifluoracetyldaunorubicin
in 20 ml Aceton wurden 160 ml 0,1 η wässerige Natriumhydroxidlösung zugesetzt. Nach 4 h bei 00C wurde die Lösung
mit 0,1 η Salzsäure auf pH 8,6 eingestellt und mit Methylendichlorid
extrahiert. Das Lösungsmittel wurde abgedampft, wobei ein Rückstand erhalten wurde, der durch Behandlung mit
methanolischem Chlorwasserstoff in das Hydrochlorid überführt wurde (2,2 g),Fp. 18O0C mit Zers., TLC auf Kieselgel-Platten
(Merck F 254) unter Verwendung des Lösungsmittelsystems Methylendichlorid/Methanol/Wasser/Essigsäure (80/20/7/3 bezogen
auf das Vol.) Rf = 0,32.
Beispiel 2: 4'-Deoxy-4'-bromdoxorubicin
(A: X=OH, R1=OCH3, R2=Br)
2 g 4'-Deoxy-4'-bromdaunorubicin, hergestellt wie in Beispiel
1 beschrieben, wurden in einer Mischung von Methanol und Dioxan gelöst. Die Lösung wurde, wie in der US-PS
3 803 124 beschrieben, zuerst mit Brom behandelt, wobei das
14-Bromderivat erhalten wurde, und dann mit wässerigem Natriumformiat,
wobei 4'-Deoxy-4'-bromdoxorubicin erhalten wurde.
Dieses wurde durch Behandlung mit methanolischem Chlorwasserstoff
in das Hydrochlorid überführt,Fp. 1700C (Zers.),
FD-MS 605 (M+), -ILC_auf-Kieselgel-Platten (Merck F 254)
unter Verwendung des Lösungsmittelsystems Methylendichlorid/ Methanol/Wasser/Essigsäure (80/20/7/3 bezogen auf das Vol.)
Rf = 0,20. ^-
Beispiel —3: 4'-Deoxy-4'-chlordaunorubicin
(A: X=H, R1=OCH3, R2=Cl)
Die Behandlung von 4'-Epi-4'-0-trifluormethansulfonyl-N-trifluoracetyldaunorubicin
(II: R =OCH3, R3=COCF3) mit
Tetra-(n-buty1)-ammoniumchlorid nach dem in Beispiel 1 beschriebenen
Verfahren ergab 4'-Deoxy-4'-chlordaunorubicin, Fp. 175°C (Zers.), TD-MS 545 (M+), TLC auf Kieselgelplatten
(Merck F 254) unter Verwendung des Lösungsmittelsystems Methylendichlorid/Methanol/Wasser/Essigsäure (80/20/7/3
bezogen auf das Vol.) Rf = 0,32.
Beispiel 4: 4'-Deoxy-4'-chlordoxorubicin
(A: X=OH, R1=OCH3, R2=Cl)
Gemäß dem in Beispiel 2 beschriebenen Verfahren wurde 4'-Deoxy-4'-chlordaunorubicin
in 4'-Deoxy-4'-chlordoxorubicin überführt, das als Hydrochlorid isoliert wurde, Fp. 1800C (Zers.),
FC-Massespektrum 561 (M+), TLC auf Kieselgel-Platten (Merck F 254) unter Verwendung des Lösungsmittelsystems
Methylenchiorid/Methanol/Wasser/Essigsäure (80/20/7/3 V/V)
Rf = 0,2.
Beispiel 5: 4'-Deoxy-4/-fluordaunorubicin
(A: X=H, R=OCH3, R2=F)
Zu einer gerührten Lösung von 26 g 4'-Epi-N-trichloräthoxycarbonyldaunorubicin,
beschrieben in der US-PS 4 345 068, in 650 ml wasserfreiem Methylendichlorid und 32 ml wasserfreiem
Pyridin, auf O0C gekühlt, wurde eine Lösung von 11 ml Trifluormethansulfonsäureanhydrid in 140 ml wasserfreiem
Methylendichlorid zugesetzt. Die Reaktionsmischung wurde mit
EPO. COPY
einer gekühlten 5 %igen wässerigen Natriumbicarbonatlösung, ,,-Wasser,-0,1n Salzsäure und Wasser in der angegebenen Reihenfolge
gewaschen. Die-über-wasserfreiem Natriumsulfat ge-
— trocknete organische Lösung wurde im nächsten Schritt ohne
weitere Reinigung verwendet.
Eine Lösung von 2g 4'-Epi-4'-0-trifluormethansulfonyl-N-trichloräthoxycarbonyldaunorubicin
in 30 ml Acetonitril wurde mit 0,5 g Cäsiumfluorid behandelt. Nach 10 min bei
Raumtemperatur wurde die Mischung in Wasser gegossen und mit Methylendichlorid extrahiert. Die über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknete organische Phase wurde im Vakuum zur Trockene eingedampft. Der Rückstand, gelöst in 30 ml Äthanol,
wurde mit 4 ml Essigsäure und 0,2 g Zinkstaub bei 00C behandelt. Nach 1 h wurde die auf Celite filtrierte Mischung
mit Wasser verdünnt und mit Methylendichlorid extrahiert.
Das durch Abdampfen des Lösungsmittels im Vakuum erhaltene Rohprodukt
wurde durch Chromatographie auf einer Silikagelsäule unter Verwendung von Methylendichlorid als Eluierungsmittel
gereinigt, wobei reines 4'-Deoxy-4'-fluordaunorubicin erhalten wurde, das als Hydrochlorid isoliert wurde,
FD-MS 529 (M+), TLC auf Kieselgel-Platten (Merck F 254) unter
Verwendung des Lösungsmittelsystems Methylenchlorid/Methanol/ Wasser/Essigsäure (80/20/7/3 bezogen auf das Vol.) Rf = 0,32.
Beispiel. 6: 4'-Deoxy-4'-fluordoxorubicin (A: X=OH, R1=OCH3, R2=P)
Gemäß dem in Beispiel 2 beschriebenen Verfahren wurde 4'-Deoxy-V'-fluordaunorubicin
in 4'-Deoxy-4'-fluordoxorubicin überführt, das als das Hydrochlorid isoliert wurde.
EPO COPY
Claims (22)
1.) Anthracyclinglykosid der allgemeinen Formel (A)
COCK2X
EPC CC-PY
worin X ein Wasserstoffatom oder eine Hydroxygruppe bedeutet, R1 ein V7asserstoffatom oder eine Hydroxy- oder Methoxygruppe
ist und R2 ein Brom-, Chlor- oder Fluoratom darstellt, oder
ein pharmazeutisch annehmbares Säureadditionssalz hiervon
2. 4'-Deoxy-4'-bromdaunorubicin.
3.
4'-Deoxy-4'-chlordaunorubicin.
4: 4'-Deoxy-4'-fluordaunorubicin.
4: 4'-Deoxy-4'-fluordaunorubicin.
5. 4'-Deoxy-4'-bromdoxorubicin.
6. 4"-Deoxy-4'-chlordoxorubicin.
7. 4'-Deoxy-4'-fluordoxorubicin.
8. Verfahren zur Herstellung eines Anthracyclinglykosids der allgemeinen Formel (A), worin R1 und R2 die in Anspruch 1
angegebene Bedeutung haben und X ein Viasserstoff a torn bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Austauschreaktion zwischen
einer Verbindung der allgemeinen Formel (II)
COCH.
OH
(II),
CF3SO2O,
worin R1 die obige Bedeutung hat und R3 eine Aminoschutzgruppe
darstellt, und einem Fluorid, Bromid oder Jodid durchführt und von der erhaltenen Verbindung der allgemeinen Formel (III)
B-
3428943
COCH.
(Ill)
die Schutzgruppe entfernt.
9. Verfahren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
man als Fluorid Cäsiumfluorid einsetzt.
daß
10. Verfahren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man als Bromid Tetra-(n-butyl)-ammoniumbromid einsetzt.
11. Verfahren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
man als Chlorid Tetra-(η-butyl)-ammoniumchlorid einsetzt.
12. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Aminschutzgruppe eine Trichloräthoxycarbonylgruppe einsetzt.
13.. Verfahren gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die Entfernung der Schutzgruppe durch Hydrierung erfolgt.
14. Verfahren gemäß Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet,
dai die Entfernung der Schutzgruppe mit Zinkstaub und Essigsäure
bewirkt wird.
15. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Aminschutzgruppe eine Trifluoracetylgruppe
einsetzt.
EPO COPY Ä
16. Verfahren gemäß Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß
die-Schutzgruppe durch milde alkalische Hydrolyse entfernt.
_. 17. Verfahren gemäß Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Entfernung der Schutzgruppe mit 0,1n wässeriger Natriumhydroxidlösung bewirkt.
18. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,_daß|_.die Austauschreaktion in Methylendichlorid
oder Acetonitril durchgeführt wird.
19. Verfahren zur Herstellung eines Anthracyclinglykosids
der allgemeinen Formel (A), worin R. und R2 die in Anspruch 1
angegebene Bedeutung haben und X eine Hydroxygruppe bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Anthracyclinglykosid der
Formel (A), worin R1 und R2 die obige Bedeutung haben und X
" ein Wasserstoffatom darstellt, mit Brom umsetzt und das erhaltene
14-Bromderivat mit einer wässerigen Natriumformiatlösung
behandelt.
20. Verfahren gemäß Anspruch 8, im wesentlichen wie in einem der Beispiele 1, 3 und 5 beschrieben.
21. Verfahren gemäß Anspruch 19, im wesentlichen wie in einem der Beispiele 2, 4 und 6 beschrieben.
22. Pharmazeutische Zusammensetzung, die ein Anthracyclinglykosid gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7 oder ein pharmazeutisch
annehmbares Säureadditionssalz hievon in Mischung mit einem pharmazeutisch annehmbaren Verdünnungsmittel oder Träger aufweist.
EPO copy 0m
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB838321676A GB8321676D0 (en) | 1983-08-11 | 1983-08-11 | 4'-haloanthrocycline glycosides |
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|---|---|
| DE3428945A1 true DE3428945A1 (de) | 1985-02-28 |
Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE3428945A Withdrawn DE3428945A1 (de) | 1983-08-11 | 1984-08-06 | 4'-halogenanthracyclinglykoside, verfahren zu deren herstellung und diese enthaltende pharmazeutische zubereitung |
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