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DE2612287A1 - Aminoglykosid-antibiotika, verfahren zu ihrer herstellung und sie enthaltende arzneimittelzubereitungen - Google Patents

Aminoglykosid-antibiotika, verfahren zu ihrer herstellung und sie enthaltende arzneimittelzubereitungen

Info

Publication number
DE2612287A1
DE2612287A1 DE19762612287 DE2612287A DE2612287A1 DE 2612287 A1 DE2612287 A1 DE 2612287A1 DE 19762612287 DE19762612287 DE 19762612287 DE 2612287 A DE2612287 A DE 2612287A DE 2612287 A1 DE2612287 A1 DE 2612287A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
deoxy
amino
pharmaceutically acceptable
hydrogen
acid addition
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19762612287
Other languages
English (en)
Inventor
Peter John Lovell Daniels
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MSD International Holdings GmbH
Original Assignee
Scherico Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Scherico Ltd filed Critical Scherico Ltd
Publication of DE2612287A1 publication Critical patent/DE2612287A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H15/00Compounds containing hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals directly attached to hetero atoms of saccharide radicals
    • C07H15/18Acyclic radicals, substituted by carbocyclic rings
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H15/00Compounds containing hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals directly attached to hetero atoms of saccharide radicals
    • C07H15/02Acyclic radicals, not substituted by cyclic structures
    • C07H15/04Acyclic radicals, not substituted by cyclic structures attached to an oxygen atom of the saccharide radical
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H15/00Compounds containing hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals directly attached to hetero atoms of saccharide radicals
    • C07H15/20Carbocyclic rings
    • C07H15/22Cyclohexane rings, substituted by nitrogen atoms
    • C07H15/222Cyclohexane rings substituted by at least two nitrogen atoms
    • C07H15/226Cyclohexane rings substituted by at least two nitrogen atoms with at least two saccharide radicals directly attached to the cyclohexane rings
    • C07H15/234Cyclohexane rings substituted by at least two nitrogen atoms with at least two saccharide radicals directly attached to the cyclohexane rings attached to non-adjacent ring carbon atoms of the cyclohexane rings, e.g. kanamycins, tobramycin, nebramycin, gentamicin A2

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  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Saccharide Compounds (AREA)

Description

VON KREISLER SCHÖNWALD MEYER EISHOLD FUES VON KREISLER KELLER SELTlNG
PATENTANWÄLTE Dr.-Ing. von Kreisler + 1973
Dr.-Ing. K. Schönwald, Köln Dr.-Ing. Th. Meyer, Köln Dr.-Ing. K. W. Eishold, Bad Soden Dr. J. F. Fues, Köln Dipl.-Chem. Alek von Kreisler, Köln Dipl.-Chem. Carola Keller, Köln Dipl.-Ing. G. Selting, Köln
AVK/Ax 5 KÖLN 1 22. März 1976
DEICHMANNHAUS AM HAUPTtAHNHOF
SCHERICO LTD., Töpferstrasse 5, Luzern (Schweiz)
Aminoglykosid-Antibiotika, Verfahren zu ihrer Herstellung und sie enthaltende Arzneimittelzubereitungen
Die Erfindung betrifft neue Aminoglykosid-Antibiotika vom Pseudotrisaccharidtyp, Verfahren zu ihrer Herstellung und sie enthaltende Arzneimittelzubereitungen.
Bekannt sind zahlreiche antibakterielle Mittel, z.B. die Aminoglykosid-Antibiotika Gentamicin a, B, B1, C1, C1 f C2' C2a' C2b' X2' Verdarni'cin* Sisomicin, die Antibiotika G-418, G-52, JI-2OA und JI-20B, Kanamycin A, Kanamycin B, 31,4'-Didesoxykanamycin B und Tobramycin.
Gegenstand der Erfindung sind neue Pseudotrisaccharide der allgemeinen Formel I
609841/0897
Telefon: (0221) 234541-4 ■ Telex: βΐ'32307 dopa d ■ Telegramm: Dompatent Köln
RHN
(D
HQ
worin R und R., jeweils für Wasserstoff oder Methyl stehen, R2 Wasserstoff oder ein Alkylrest mit bis zu 4 C-Atomen und W Wasserstoff, Methyl oder Hydroxymethyl ist, mit der ; Maßgabe, daß der 3-Amino-3-desoxyzucker eine andere als die Gluco-Konfiguration hat, wenn R, R-j und R2 Wasserstoff sind und W Hydroxymethyl ist. Die Erfindung umfasst ferner die pharmazeutisch unbedenklichen Säureadditionssalze ! dieser Pseudotrisaccharide.
Als repräsentative Beispiele von Alkylresten mit bis zu | 4 C-Atomen sind Äthyl, Propyl, Isopropyl, η-Butyl, Isobutyl, sek.-Butyl und tert.-Butyl zu nennen, wobei der Methylrest bevorzugt wird. Als pharmazeutisch unbedenkliche Säureadditionssalze kommen die anerkannten Salze in Frage, die aus bekannten Säuren einschließlich der Säuren hergestellt werden, von denen bekannt ist, daß sie mit j Pseudotrisacchariden der Klasse, zu denen die Verbindungen gemäß der Erfindung gehören, verwendet worden sind. Beson-' ders bevorzugt werden jedoch die aus anorganischen Säuren, z.B. Salzsäure, Bromwasserstoffsäure und Schwefelsäure, hergestellten Salze.
Im engeren Sinne können die neuen Verbindungen gemäß der Erfindung auch als Verbindungen der Formel (I), worin entweder R und R1 beide Methylreste sind oder einer der
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oder
j Reste R / R,. ein Methylrest und der andere ein Wasser- i Stoffatom, Rp Wasserstoff oder ein Alkylrest mit bis zu
4 C-Atomen und W Wasserstoff, Methyl oder Hydroxymethyl-: ist oder R und R. beide Wasserstoffatome sind, R2 Wasserstoff oder ein Alkylrest mit bis zu 4 C-Atomen und W ! Wasserstoff oder ein Methylrest ist, und als pharmazeutisch unbedenkliche Säureadditionssalze dieser Verbindungen beschrieben werden.
In einer bevorzugten Gruppe von Verbindungen gemäß der
Erfindung sind R und R^ beide Wasserstoff, und in einer
besonders bevorzugten Gruppe stehen beide für einen
Methylrest. R„ ist vorzugsweise Wasserstoff oder ein
Methylrest.
Die den Pseudotrisacchariden (I) gemäß der Erfindung
gemeinsamen Pseudodisaccharide sind als Gentamine, näm-
lieh Gentamin C^,, Gentamin
Gentamin C- und Gentamin
bekannt. Diese Gentamine haben die Strukturformel
in der R und R1" bei Gentamin C-, beide für Methylreste ; stehen, in Gentamin Cp R* für Methyl und R für Wasserstoff steht, in Gentamin CA R und R. beide Wasserstoff ·
la ι I
sind und in Gentamin Cp, R ein Methylrest und R^ Wasser-·
p,
stoff ist.
Die Pseudotrisaccharide der Formel I werden nach Ver-
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fahren hergestellt, die für die Herstellung ähnlicher Verbindungen bekannt sind. Beim Verfahren gemäß der Erfindung werden selektiv blockierte Gentamine verwendet. Dieses '/erfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man ein selektiv blockiertes Gentamin der allgemeinen Formel II
(H)
worin R und R^ die vorstehend für Formel I genannten Bedeutungen haben und jeder Rest Z eine Aminoschutzgruppe ist, mit einem Monosaccharid der allgemeinen Formel III
ΥΟλλ/vw/ VwwHal (III)
umsetzt, in der R? und Z die oben genannten Bedeutungen haben, W· Wasserstoff, Methyl oder O-geschütztes Hydroxymethyl, Y eine die Hydroxylgruppe schützende Gruppe, Hai ein Halogenatom und X eine Gruppe der Formel -OY ist, worin Y die oben genannte Bedeutung hat oder eine Nitrosogruppe ist, die in dieser Weise erhaltene Oximinogruppe in Fällen, in denen X in Formel III eine Nitrosogruppe ist, in eine Hydroxylgruppe umwandelt, anschließend an die letzte Verfahrensstufe alle Schutzgruppen entfernt und die in dieser Weise erhaltene Verbindung der Formel I als solche oder als pharmazeutisch unbedenkliches Säureadditionssalz iso-
809841/0897
liert.
i Der Ausdruck "Aminoschutzgruppe" ist in der organischen!
Chemie allgemein bekannt und bezieht sich auf eine
große Zahl von Gruppen, die sich zur vorübergehenden ! Blockierung (gleichbedeutend mit dem Ausdruck "Schutz") einer Aminokomponente in einem Molekül eignen,
d.h. sie dagegen schützen, chemische Reaktionen
einzugehen, sich jedoch leicht entfernen
lassen, nachdem eine gewünschte chemische Reaktion an ' anderen Stellen des Moleküls durchgeführt worden ist. ; Als Beispiele solcher Gruppen sind unsubstituierte sowie funktionell substituierte Acylreste, Alkoxycarbo-; nylgruppen und mit einem Arylrest substituierte Alkoxy-| carbonylgruppen zu nennen. Diese Gruppen sind in Über- !
einstimmung mit ihrer in der Fachwelt anerkannten Bedeutung definiert, wie sie in Standardwerken der Chemie angegeben ist (z.B. in "Advances in Organic Chemistry", Methods and Results, R.A.Raphael, E.C.Taylor und ; H.Wynberg, Band 3, Interscience Publishers, New York 1963, Seite 159-162, 191-193). Als allgemein gebräuchliche Aminoschutzgruppen sind spezielle Acylreste wie \ Acetyl-, Propionyl- und Benzoylreste zu nennen. Als j spezielle Alkoxycarbonylgruppen kommen Methoxycarbonyl, ■ Äthoxycarbonyl und tert·—Butoxycarbonyl in Frage. Als ' Beispiele geeigneter Arylalkoxycarbonylgruppen sind | Benzyloxycarbonyl- und 4-Methoxybenzyloxycarbonylgrupperi zu nennen. Besonders bevorzugt werden Benzyloxycarbo- ' nyl-, Methoxycarbonyl-, Äthoxycarbonyl- und Acetyl- j gruppen.
Die gewünschten Gentamine C^, C2, C^a und Ο^γ. der Formel Ha werden durch Methanolyse von Gentamycinen C^, Cp» ~la kZWe Cpv hergestellt, wie von den folgenden Autoren ι beschrieben: D.J.Cooper, M.D.Yudis, R.D.Guthrie und ! A.M.Prior, J.Chern. Soc. (C) 960 (1971) und J.B.Morton, , R0C.Long, P.J.L.Daniels, R.W.Tkach und J.H.Goldstein,
809841/0897 ' !
J.Am.Chem. Socc 95 (1973) 7464. Die Gentamine, d.h. Gentamin C1, Gentamin C^1 Gentamin C. und Gentamin werden für die Verwendung beim Verfahren gemäß der Erfindung nach beliebigen bekannten Verfahren in ihre jeweiligen tetra-N-geschützten Derivate (II) umgewandelt. Verfahren zur Herstellung der tetra-N-geschützten Gentamine werden beispielsweise in J.Chem.Soc. (C) 3126 (1971) und in Chem.Comm.675 (1973) beschrieben, wobei Tetra-N—acetylgentamin C1 und Tetra-N-benzyloxy— carbonylgentamin C1 hergestellt werden. Natürlich werden die anderen Tetra—N—acetylgentamine und Tetra-N-benzyloxycarbonylgentamine nach identischen Verfahren hergestellt. Auch andere tetra-N-geschützte Gentamine können nach bekannten Standardverfahren hergestellt werden.
Die zusätzlichen ZuckerkOEriponenten, die zusammen mit den vorstehend beschriebenen Gentaminen die Pseudotrisaccharide gemäß der Erfindung bilden, sind 3-Amino-3-desoxy-monosaccharide der Formel
OH
worin R^ und VJ die oben genannten Bedeutungen haben die Weilenlinien bedeutens daß der Substituent in jeder ;
seiner stereoisomeren Formen vorliegen kann«, i
Die im Rahmen der Erfindung verwendeten 3-AraIno—3—des— :
oxypentosen und —hexosen sind allgemein bekannt» Sie
ι können in die Ausgsngsraaterislien der Formel I±I für die Verfahren gemäß, a&r Erfindung nach wohlbekannten ', Verfahren hergestellt t-jsrdeno Beispielsweise wurde : Methyl—3—acetaraido-=3s5—didssojiy—ß—L- galactopyranosid von Richardson synthetisiert (Carbohydrate Research 4
(1967) 415). Die entsprechende α-D-Verbindung, eine Vorstufe beim Verfahren gemäß der Erfindung, wird nach j genau dem analogen Verfahren aus Methyl-6-desoxy-a-D- j glucopyranosid hergestellt. Die bekannten und analog j bekannten Verfahren können ebenfalls angewandt werden, um die 3-Amino-3-desoxymonosaccharidvorstufen der ; Formel IHa herzustellen.
Die vorstehend genannten 3-Amino-3-desoxyzucker IHa ' werden in Verbindungen der Formel III umgewandelt, die Ί für die Glykosylierungsverfahren geeignet sind, weil die Reaktion nur an· der gewünschten Stelle, d.h. nur an den reaktiven Stellen, die nicht "blockiert" oder in anderer Weise unreaktiv gemacht worden sind, stattfindet. In den Verbindungen der Formel III kommt als Halogen vorzugsweise Chlor und Brom in Frage.
Der Ausdruck "Hydroxyschutzgruppen" (oder Schutzgruppen für Hydroxylgruppen) ist allgemein bekannt und bezeich_ net Gruppen, die sich zur vorübergehenden Blockierung und dadurch zum Schutz einer Hydroxylkomponente in einem Molekül gegen das Eingehen chemischer Reaktionen eignen, sich jedoch leicht entfernen lassen, nachdem eine gewünschte chemische Reaktion an anderen Stellen im Molekül stattgefunden hat. (Der Ausdruck "Or-geschützte Hydroxylgruppe" hat die gleiche Bedeutung.) Als ! Beispiele solcher Gruppen sind unsubstituierte sowie j funktionell substituierte Arylalkylreste, Acylreste, Alkoxycarbonylgruppen und Aralkoxycarbonylgruppen zu nennen. Gebräuchliche Hydroxyschutzgruppen sind beispielsweise Benzyl, p-Nitrobenzoyl und Acetyl. Bevorzugt als blockierende Gruppe für Hydroxylgruppen wird der Benzylrest und, wenn X eine Nitrosogruppe ist, der Acetylrest und Benzoylrest.
In Fällen, in denen X in der Formel III eine geschützte Hydroxylgruppe ist, wird die Umsetzung des in geeigneter Weise blockierten Gentamins und der in geeigneter ;
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Weise blockierten S-Amino-S-desoxyzuckerderivate gewöhnlich in Gegenwart eines Schwermetallions, z.B. eines Quecksilber- oder Silbersalzes wie Quecksilber-(Il)-cyanid, Quecksilber(Il)-bromid, Silbercarbonat, Silberoxyd, Silberperchlorat oder Silbertosylat durch- I geführt. Cadmiumsalze können ebenfalls verwendet werden1. Die Reaktion kann in Gegenwart eines Säureakzeptors, z.B. Collidin, Quecksilber(II)—oxyd und Silberoxyd, durchgeführt werden. Die Reaktion kann ferner in Gegenwart eines Trockenmittels, z.B. Calciumsulfat, durchgeführt werden. Als organische Lösungsmittel eignen sich für die Durchführung dieser Reaktion beispielsweise Dioxan, Tetrahydrofuran, Acetonitril, Nitromethan|, Toluol, Benzol und Dimethylformamid. Die Reaktion wird im allgemeinen bei Temperaturen von etwa Raumtemperatur
ι bis zur Rückflußtemperatur des Lösungsmittels durchge- |
führt.
Die Umsetzung des in geeigneter Weise blockierten Gen- ι tamins und des in geeigneter Weise blockierten 3-Amino— 3-desoxyzuckers (wobei X in der Formel III eine ge- [ schützte Hydroxylgruppe ist) kann auch in Gegenwart eines Tetraalkylammoniumhalogenids durchgeführt werden. Die Verwendung von Halogenidionen als Katalysator in Glykosidierungsreaktionen wird von R.U.Lemieux und Mitarbeitern in J.Am.Chem.Soc. 97 (14) (1975) 4056 beschrieben. Bevorzugt als Halogenide werden die entsprechenden Bromide. Besonders bevorzugt werden Tetra— butylammoniumbromid und Tetraäthylammoniumbromid. Die Reaktion kann in Gegenwart einer Base, z.B. Diisopropyläthylamin, Diisopropylmethylamin oder Triethylamin, j durchgeführt werden. Als organische Lösungsmittel eig— ι nen sich für die Durchführung der Reaktion beispiels- | weise Benzol, Methylenchlorid und Acetonitril. Die j Reaktion wird im allgemeinen bei Temperaturen von etwa Raumtemperatur bis zur Rückflußtemperatur des Lösungs- j
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mittels durchgeführt.
In Fällen, in denen das Glycosylierungsverfahren mit Ausgangsverbindungen der Formel III, in der X eine Nitrosogruppe ist, durchgeführt wird, werden die eingesetzten Monosaccharide der Formel IHa zuerst in ein entsprechendes Glykal umgewandelt, das dann in die gewünschte Nitrosoverbindung umgewandelt wird. Die Herstellung des Glykals und der Nitrosoverbindung erfolgt ebenfalls nach allgemein bekannten Verfahren, für die die folgende schematische Darstellung typisch ist:
CH2OH HO / \ OCH.
V N :
\ NHAc /
Ah
IV
CH2OAc
CH2OH
\ NHAc /
Ac-O/Pyridin
CH2OAc
AcO
HBr
OAc
iac
VI
Zn/HOAc
CH0OAc I 2
AcO
NOCl
VIII
CH0OAc
AcO
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Wie in dieser Darstellung angedeutet, sind die Nitrosoverbindungen (z.B. IX) hauptsächlich als Dimere vorhanden, die in die Monomeren dissoziieren können. Im hier gebrauchten Sinne umfaßt demgemäß die Formel III, in der X eine Nitrosogruppe ist, die monomere und dimere Form der Monosaccharidverbindungen.
Die Nitrosodimeren (z.B. die Verbindung IX) werden mit dem geschützten Gentamin unter bekannten Reaktionsbedingungen zu Oximen (X) umgesetzt, die Oximaustauschreaktionen unterworfen werden, wobei Ketone gebildet werden, die chemisch reduziert werden, und die Endprodukte nach üblichen Endblockierungsverfahren erhalten werden. Als Beispiel für diese Verfahren soll die folgende schematische Darstellung dienen:
\f R2 /Cl
i O
NHZ
J-
NHZ
II
109841/QiSf
IX
NHZ
YO
NOH
NHZ
NHZ
. b
(1) Reduktion
(2) Entblockierung
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Die Umwandlung der Oximinogruppe erfolgt vorzugsweise mit Hilfe von Lävulinsäure, Titantrichlorid, -
ThalliumdlD-nitrat oder Acetaldehyd/HCl.
Die Reduktion der Ketogruppe wird zweckmäßig mit einem Alkaliborhydrid, z.B. Natriumborhydrid, oder Diboran vorgenommen.
Die Eliminierung aller in einem Pseudotrisaccharid vorhandenen Schutzgruppen kann nach Standardverfahren, z.B. Hydrolyse, vorzugsweise in einem alkalischen Medium, reduzierende Spaltung, z.B. durch Hydrogeno- ! lyse, oder durch Alkalimetall-Ammoniak-Reduktionen oder' mit Hilfe von Hydrazin erfolgen. Die alkalische Hydro- ' lyse wird vorzugsweise in Reaktionsgemischen durchge- j führt, die ein Alkalimetallhydroxyd, z.B. Natriumhy- ι droxyd, enthalten. Wie aus den nachstehend als Beispiele beschriebenen Verfahren festzustellen ist, können die j blockierten Pseudotrisaccharide stufenweise entblockiert werden. Beispielsweise können die blockierten Pseudo- | trisaccharide zuerst mit Natrium in flüssigem Ammoniak ι behandelt werden, um die Schutzgruppen teilweise zu entfernen, worauf das Produkt dieser Reaktion durch Umsetzung mit Natriumhydroxyd vollständig entblockiert wird.
Bei den vorstehend beschriebenen Verfahren zur Glycosidbildung überwiegen die gewünschten 6-0-Glycosylprodukte möglicherweise wegen einer geringeren sterischen Hinderung in 6-Steilung. So wird durch die Reaktion unter Verwendung einer Verbindung der Formel III, in der X eine geschützte Hydroxylgruppe ist, fast aus- ! schließlich das gewünschte 6-0-Glycosylprodukt gebildet, während durch die Reaktion unter Verwendung von Nitrosoverbindungen überwiegend das 6-O-Glycosylprodukt ge- ; bildet wird. In Fällen, in denen sowohl die 5-0-Glyco- ' sylverbindung als auch die gewünschte 6-0-Glycosylver- ' bindung gebildet wird, kann die Trennung der Isomeren ;
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nach üblichen chromatographischen Verfahren leicht erfolgen.
Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Herstellung der Zwischenprodukte (Beispiel 1) und Endprodukte gemäß der Erfindung (Beispiele 2 bis 4).
Beispiel 1
A. 1) Methyl-S-acetamido-S-desoxy^,4,6-tri-_Q_-benzy 1-ßjl-qalactopyranosid
Man löst 15 g Methyl-S-acetoamido-ß-desoxy-ß-D-galactopyranosid in 300 ml Dimethylformamid. Zur Lösung gibt man 111 g Bariumoxyd und 51 g Bariumhydroxyd, worauf man auf 00C kühlt. Unter schnellem Rühren gibt man 150 ml Benzylbromid tropfenweise zu. Man rührt das Gemisch weitere 4 Stunden bei 0°C und dann 16 Stunden bei Raumtemperatur. Man verdünnt das Reaktionsgemisch i mit 750 ml Chloroform und filtriert. Man engt das FiI-trat bei 60°C unter vermindertem Druck zu einem gelben ! Sirup ein und extrahiert diesen Sirup mit 500 ml Äthylacetat. Man filtriert den Extrakt und engt ihn unter j vermindertem Druck ein. Man löst den Rückstand in 200 ml Chloroform, wäscht die Lösung dreimal mit je 100 ml j Wasser und trocknet dann die Chloroformphase über MgSO4.
^ ) Man entfernt das MgSO, durch Filtration und gibt dann ι Hexan zum Filtrat, bis Kristalle erscheinen. Man läßt bis zur vollständigen Kristallisation stehen, filtriert das Produkt ab und trocknet, wobei man 29,53 g des gewünschten Produkts vom Schmelzpunkt 147 bis 151°C erhält. faj*6 + 52,5°.
Elementaranalysei C H N
Gefunden: 71,20 6,85 2,66
Berechnet für C30H35NO6: 71,29 6,93 2,77
2) 3-Acetamido-3-desoxy-2,4,6-tri-0.-benzyl-JD-galactopyranosylacetat j
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Man löst 5,0 g Methyl-3-acetamido-3-desoxy-2,4,6—tri-O-benzyl-ß-D-galactopyranosid in einem Gemisch von 120 ml Eisessig und 30 ml 2n-Schwefelsäure. Man erhitzt die Lösung 6 Stunden auf dem Dampfbad, kühlt und gießt in 4 1 Wasser. Man filtriert die weiße Fällung ab, löst sie in 200 ml Methanol und gibt langsam Hexan zu, bis die Ausfällung weitgehend beendet ist. Man filtriert das Produkt ab. (4,0 g, Schmelzpunkt 165-167°C).
Man löst 3,0 g des vorstehend genannten Produkts in einem Gemisch von 20 ml Essigsäureanhydrid und 20 ml Pyridin. Man läßt dieses Gemisch 16 Stunden stehen und dampft es dann unter vermindertem Druck auf einen Rückstand ein. Man löst den Rückstand in Chloroform und gibt Isopropanol bis zu beginnender Trübung zu. Man läßt das Produkt kristallisieren und filtriert es ab, wobei man die gewünschte Verbindung in einer Ausbeute von 2,53 g erhält. Schmelzpunkt 147 bis 148°C.
Elernentaranalyse; Gefunden:
Berechnet für C31H3
3) Acetamido-3-desoxy-2,4,6-tri-O-benzy1-a-D-galactopyranosy !chlor id
C 6 H 2, N
69 ,70 6 ,83 2, 34
69 ,79 ,57 63
Man löst 1,5 g S-
D-galactopyranosylacetat in 75 ml Dioxan, das 4 Gew.-% j Chlorwasserstoff enthält, und gibt 35 ml Acetylchlorid j zur Lösung. Man läßt das Gemisch 16 Stunden unter trockenem Stickstoff bei 40°C stehen und dampft es dann
3u .SJ.rup
unter vermindertem Druck/ein«, Man destilliert den Rückstand wiederholt gemeinsam mit trockenem Toluol, bis der gesamte Chlorwasserstoff entfernt ist» Man kristallisiert den erhaltenen Rückstand mit Hexan9 wobei man das gewünschte Produkt dieses Beispiels in einer Ausbeute von 1,1 g erhält. Schmelzpunkt 158-159°C (Zers.). 6 + 169,9°.
609841/089?
Elernentaranalyse; C H N Cl
Gefunden: 67,83 6,46 2,62 7,23
Berechnet für C29H32NO5Cl: 68,30 6,28 2,75 6,97
B. Methyl-3-(ü-methylacetamido)-3-desoxy-2,4,6-tri-CL- i
benzyl-ß-^-qalactopyranosid
Man löst 5,05 g
O-benzyl-ß-D-galactopyranosid in 100 ml trockenem Dimethylformamid. Unter Rühren in trockenem Stickstoff gibt man 0,25 g Natriumhydrid zu und rührt das Gemisch eine weitere Stunde. Nach Zugabe von 2,0 g Methyljodid rührt man weitere 16 Stunden bei Raumtemperatur. Man dampft das Gemisch unter vermindertem Druck auf etwa 10 ml ein und verdünnt mit Chloroform. Man gibt vorsichtig Wasser zu und schüttelt aus, trennt die Schich-' ten und extrahiert die Chloroformschicht erneut dreimal1 mit Wasser. Man trocknet die Chloroformlösung und dampft auf 50 ml ein. Man gibt Hexan zu, wobei die gewünschte Verbindung ausgefällt wird. Ausbeute etwa 4,7 g.
C. In der vorstehend beschriebenen Verfahrensweise werden unter Verwendung der entsprechenden Ausgangsmaterialien die folgenden Verbindungen hergestellt:
3_(lNi-Methylacetamido)-3-desoxy-2,4,6-tri-£-benzyl-a-D- j
galactopyranosylchlorid '
3-Acetamido-3-desoxy-2,4,6-tri-O-benzy1-a-D-glucopyra-
nosylchlorid |
3-(]^-Methylacetamido)-3-desoxy-2,4,6-tri-£-benzyl-a-D- ,
glucopyranosylchlorid '
3-Acetamido-2,4-di-O-benzy1-3-desoxy-a-D-fucopyranosylchlorid
3-Acetamido-3,6-didesoxy-2,4,-di-C-benzy1-a-D-glucopyranosylchlorid
3-(i^-Methylacetamido)-3,6-didesoxy-2,4-di-O-benzy l-a-D-^ glucopyranosylchlorid
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3-(N-Methy1acetamido)-2,4-di-O-benzy1-3-desoxy-a-D-
fucopyranosylchlorid
3-Acetamido-2,4-di-O-benzyl-3-desoxy-a-D-xylopyranosyl— chlorid
3-(N-Methy1acetamido)—2,4—di-O-benzyl—3-desoxy-cc-D-
xyiopyranosylchlorid
3-Acetamido-2,4-di-O-benzyl-3~desoxy-ß-L-arabinopyra-
nosylchlorid
3_ (N-Me thy !acetamido) -2,4-di-O-benzyl-3-desoxy-ß-L-
arabinopyranosylchlorid.
D. 3-Acetamido-4,6-di-0^-acetyl-2,3-didesoxy-2-nitroso-α-D-arabinopyranosylchlorid
Man gibt eine Lösung von 4,2 g S-Acetamido-S-desoxy-2,4,6-tri-0_-acetyl-a-D-glucopyranosylbromid in 30 ml
Eisessig tropfenweise unter Rühren zu einem Gemisch von ! Zinkstaub in 50%iger wässriger Essigsäure bei 0 bis 4°C. Man rührt bei dieser Temperatur, bis die Dünnschicht- ; Chromatographie praktisch vollständigen Verbrauch des I Ausgangsmaterials erkennen läßt. Man filtriert das Ge- f misch, dampft das FiItrat unter vermindertem Druck zu I einem Öl ein und verreibt das Öl mehrmals mit Dichlor—
methan. Man dampft die vereinigten Extrakte zur Trockene ein, löst den Rückstand in 10 ml Pyridin und gibt 2 ml !
ί Essigsäureanhydrid zu. Man läßt eine Stunde bei Raum- j temperatur stehen, entfernt die Lösungsmittel unter
vermindertem Druck und chromatographiert den Rückstand
über Kieselgel unter Verwendung eines Gemisches von
Benzol und Aceton (9:1) als Elutionsmittel. Man vereinigt gleiche Fraktionen des Hauptprodukts, wobei man
1,5 g 3-Acetamido-3-desoxy-4,6-di-0-acetyl-D-glucal
vom Schmelzpunkt 145-151°C erhält, /a^ + 65°.
Elementaranalyse; C H N \
Gefunden: 52,8 6,4 5,1 ι
Berechnet für C._H.„NOC 53,1 6,3 5,2
lid I/ D ' ;
I/
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Man löst 1,2 g des D-Glucals in 10 ml chemisch reinem Äthylacetat in einem Kolben, der gegen Feuchtigkeit geschützt und mit Gaseintritts- und Gasaustrittsrohren versehen ist. Man leitet Stickstoff durch die Lösung, während sie auf -5°C gekühlt wird. Man wechselt das j Gas gegen langsam strömendes Nitrosylchlorid aus. Nach Einführung von überschüssigem Nitrosylchlorid, erkennbar an der dunkelbraunen Farbe, wechselt man den Gasstrom gegen Stickstoff aus. Nach beendeter Reaktion entfernt man das Lösungsmittel unter vermindertem Druck1 bei 40°C, wobei man die gewünschte Verbindung in einer j Ausbeute von 70 bis 90% erhält. Das Material kann ohne weitere Reinigung direkt für die Kondensation mit ! Gentaminderivaten verwendet werden.
Beispiel 2 ;
O-^J-Amino-S-desoxy-a-D-glucopyranosy 1- (l-»-6)/gentamin
4,3 g 1,3,2·,e'-Tetra-N-benzyloxycarbonylgentamin C^ und 2,8 g wasserfreies Silber-p-toluolsulfonat wurden j in 250 ml trockenem Benzol gerührt« Das Volumen wurde '. durch Destillation auf 150 ml verkleinert. 3,9 g 3-Acetamido-2,4,6-tri-0-benzyl-3-desoxy-a-D-glucopyra- | nosylchlorid wurden in 100 ml trockenem Benzol gelöst und auf 50 ml eingeengt. Die Lösungen wurden zusammengegeben. Nach Zugabe von 0,6 g Collidin wurde das Gemisch 18 Stunden unter wasserfreien Bedingungen bei 45-5O°C gerührt. Nach Filtration und Abdampfen des Lösungsmittels wurde der Rückstand an einer Kieselgelsäule unter Verwendung von 0,5% Methanol in Chloroform als Elutionsmittel chromatographiert. Erhalten wurde ein Gemisch von isomeren Addukten (3,5 g), bestehend aus 0-/5-Acetamido-3-!desoxy-2,4,6-tri-O-benzy1-a-D-glucopyranosyl-(1->6I7-1,3,2·,6·-tetra-N-benzyloxycarbonylgentamin C^. Das Gemisch hatte einen Schmelzpunkt von 185-187°C. /ciJ + 55°.
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Slementaranalyse; Gefunden;
Berechnet für C7C
261 228 _M 18
C 3
67,53 6,55 6,
67,8 6?4
250 ml Ammoniak wurden aus Natrium in eine Lösung des t Adduktgemisches destilliert, worauf dem Gemisch 2 g Natrium in Stücken zugesetzt wurden» Nach 3 Stunden : wurde das überschüssige Natrium durch Zusatz von Wasser! zerstört, Das Lösungsmittel ließ man unter strömenden! \ Stickstoff innerhalb von 48 Stunden abdampfen, wobei ' das M-Acetat hydrolysiert wurdeo Nach Zugabe von Wasser| wurde die Lösung mit dem Ionenaustauscherharz "Amber=· lite IRC 50" CH —Form) neutralisiert=, Die Aufschlämmung wurde in eine Säule gegossen und mit Wasser gewaschen. Durch Elution mit l,5n—Amraoniumhydroxyd und anschlies— sendes Gefriertrocknen des Elutionsmittels wurden 1,5 g; eines festen Rückstandes erhalten, der an einer Kieselgelsäule unter Verwendung von Chloroform-Methanol-konz.-Ammoniumhydroxyd C Is Ii1) (untere Phase) chromatographiert wurde« Hierbei wurden O55 g ^-/3~Amino-3-desoxy-a-D- ι giucopyranosyl-(l->6i/gentaffiin C^ erhaltene Es hatte ; die folgenden Kennzahlens [<zj -5-107 „2° CH-Q) ; /θ/290 +2140 (TACu), 4-1790 (Cupra A); m/e 48Ο (M+-M ), 479 (M+) ; CT(D2O), öff95 (3E, d0 J= 6P5 Hsff 6Ü-CH3), 2,2 Is, 3Hy M-CK3J, 4,96 CIK1, d,, J-3,5 Ez0 H-1"), 5,05 ppm (1H, d, J = 3,5 Hs, H-I0K
Durch Verwendung äquivalenter Mengen von 193,2',69-Tetra-N-benzyloxycarbonylgentamin C39 193S2',6S-Tetra-
N-benzyloxycarbonylgentarain
6·-Tetra-N-
benzyloxycarbonyigentamin C^_; an Stelle von 1$392β 5,6'-Tetra-^—benzyloxycarbonylgsntamin C^ wurden im wesentlichen in der in diesem Beispiel beschriebenen Weise O-ZS-Amino-S-desoxy-a-D-glucopyranosyl-i1-^*6 >ygentamin C2, 0-/"3-Amino-3-desoxy-a-D-^lucopyranosyl-( l->61fgentarnin C?b und 0-/3-Amino-3-desoxy-a=-D-glucopyranosyl-
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(1—>6)jgentamin C. hergestellt. In der gleichen Weise werden durch Ersatz von 3-Acetamido-2,4,6-tri-£-benzyl-3-desoxy-a-D-glucopyranosylchlorid durch äquivalente Mengen von 3-(N-Methylacetamido)-2,4,6-tri--0-benzyl-3-desoxy-a-D-glucopyranosylchlorid,
S-Acetamido-Zj^e-tri-O-benzyl-S-desoxy-oc-D-galactopyranosylchlorid,
3-(N-Methylacetamido) -2,4,6-tri-0^-benzy 1-3-desoxy-a-D-galactopyranosylchlorid,
3-Acetamido-2,4-di-0-benzyl-3-desoxy-a-D-fucopyranosylchlorid,
3- (N^-Methy lacetamido) -2,4-di-£-benzy 1-3-desoxy-a-D-fucopyranosylchlorid,
3-Acetamido-3,6-didesoxy-2,4-di-0_-benzyl-a-D-glucopyranosylchlorid,
3-(I^-Methylacetamido)-3,6-didesoxy-2,4-di-2-benzyl-a-D-glucopyranosylchlorid,
3-Acetamido-2,4-di-0^-benzy 1-3-desoxy-a-D-xylopyranosylchlorid,
3_(2j-.Methylacetamido)-2,4-di-£-benzyl-3-desoxy-a-D-xylopyranosylchlorid,
3-Acetamido-2,4-di-£-benzyl-3-desoxy-ß-L-arabinopyranosylchlorid und
3-(l^-Methylacetamido)-2,4-£-benzyl-3-desoxy-ß-L-arabinopyranosylchlorid (oder der entsprechenden Bromide der vorstehend genannten Verbindungen) und durch Umsetzung dieser Chloride oder Bromide mit
1,3,2',6'-Tetra-^-benzyloxycarbonylgentamin C^, 1,3,2' ,e'-Tetra-Nj-benzyloxycarbonylgentamin Cp, 1,3,2' ,e'-Tetra-NN-benzyloxycarbonylgentamin C, bzw. 1,3,2· ,S'-Tetra-N^-benzyloxycarbonylgentamin Cp. auf die im vorstehenden Beispiel beschriebene Weise (natürlich mit zu erwartenden geringfügigen Abweichungen beispiels-
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weise bei den Lösungsmitteln) die folgenden Verbindungen erhalten:
0-/"3-(N-Methylamino)-3-desoxy-a-D-glucopyranosyl-( 1-^6)7-·
gentamin C1 IaYf, + 84.4 (H2O), i (D2O-DCl) 1.04 (3H, d, T6.5HZ, 6'-CH3), 2.50(3H, s, 6'-NCH3), 2 .56 (3H, S/ 3"-NCH3) , 4.91 (IH,d,T111^11 4Hz#Hltl) und 5.62 ppm. (ΙΗ,α,Τ^ , 2, 3.5Hz, H1,), m/e 494 (M+l)"1", 493(M+), 366, 348, 347, 338,
320, 319, 301, 191, 176, 173, 163, 157, 145^^ <0-/_3-(N[-Methylamino)-3-desoxy-a-D-glucopyranosyl- ~ (1—>6_27"gentamin C2
£-£3- (N_-Me thy 1 amino) -3-desoxy-ct-D-g lucopyranosy 1- (1-^6 )J gentamin C.
0-/3- (2£-Methy lamino) -S-desoxy-cc-D-glucopyranosy 1- (1—>6 Y/-^ gentamin C„, .
0_-/"3-Amino-3-desoxy-a-D-galactopyranosyl-( gentamin C^
^-^-Amino-S-desoxy-a-D-galactopyranosylgentamin C2
0^-/"3-Amino-3-desoxy-a-D-galactopyranosyl-(l->6)ygentamin C.
gentamin Cp. ,
0-/3-(N-Methylamino)-3-desoxy-a-D-galactopyranosy1-(l-^6)_7gentamin C^
0-/3-(N-Methylamino)-3-desoxy-a-D-galactopyranosy1-(l->6l7gentamin C2
0- /3- (N-Me thy lamino )-3-desoxy-a-D-galac topyranosy 1-(l->6)_7gentamin C.
0-£2>- (N^-Me thy lamino )-3-desoxy-a-D-galactopyranosyl-(l-»6l7gentamin C3,
C^-ZS-Amino-S-desoxy-a-D-fucopyranosyl-d—>6)_7gentamin C.
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0-/3-Amino-3-desoxy-a-D-fucopyranosyl-( 1—>6)_7gentamin C
ι ^-/B-Amino-S-desoxy-a-D-fucopyranosyl-d—^6l7gentamin C, '
0_-/3-Amino~3-desoxy-a~D-fucopyranosy 1- (1—>6 £7gentamin C,J 0-/D-(Ji-Methylamino) -3-desoxy-^x-D-fucopyranosyl-( l->6)7-gentamin C.
0-Z3-(N.-Methylamino)-3-desoxy-a-D-fucopyranosyl-( 1->6)J- !
— ι
gentamin C„
£-/;3- (N-Me thy lamino) -3-desoxy-a-D-f ucopyranosyl- (1—>6 )_7-gentamin C^
£~Z3-( N^-Me thy lamino) -3-desoxy-a-D-f ucopyranosyl-(l->6)_7-' gentamin Cpb
^-/fB-Amino-B ,ö-didesoxy-a-D-glucopyranosyl-d—>6i7- i gentamin C*
gentamin
gentamin C^
0-/3 -Am in o- 3, G-didesoxy-a-D-glucopyranosyl-d—>€ )_7-gentamin Cp,
Oi-ZS-iMethylaminoi-Sje-didesoxy-a-D-glucopyranosyld—>6)jgentamin C.
0-/3-(Methylamino)-3,6-didesoxy-a-D-glucopyranosyld->6)_7gentamin Cp
0^/3-(Methylamino)-3,6-didesoxy-a-D-glucopyranosyld->6)7gentamin C1 =
ia
O-.O-tMethylaminoJ-Sje-didesoxy-a-D-glucopyranosyld—^eij^gentamin
£-Z"3-Amino-3-desoxy-a-D-xylopyranosyl-(l—>6I7gentamin C^i ^/S-Amino-S-desoxy-a-D-Xylopyranosy1-(l->617gentamin C^ j £-/"3-Amino-3-desoxy-a-D-xylopyranosyl-d—>6)7"gentamin C, Ο/2 +121,2° (H2O), (J(D2O) 5,07 (IH, d T^n 2„ 3,5 Hz, ,
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Η.,,) und 5,24 ppm. (IH, ά,Τ., „, 3,5 Hz, H1) m/e +, 322, 319(w), 304, 301(w), 294, 291(w), 276, 273,
191, 173, 163, 145, 132, 129. 0-£3-Amino-3-desoxy-a-D-xylopyranosyl-(l—>6).7gentamin
0/3-(N-Methylamino)-3-desoxy-a-D-xylopyranosyl-(1—>&)J
— — 26 =
gentamin C1 fa] D + 1O3.2° (H3O), <f (D3O) 1.06 (3H, d. T7.5HZ, 6'-CCH3), 2.35 (3H, s, 6'-NCH3), 2.45 (3H, s, 3"-\ NCH3), 5.03 (IH, d, T1,, 2„ 3.5Hz, H1J Und 5.15 ppm. (IH, d, T1 , o, 3.5Hz, H11), m/e 464(M+1)+, 463(M+), 347, 336, 329, 319, 318, 308, 303, 290, 191, 173, 163,
157, 146, 145. 0-£3- (N-Me thy 1 amino )-3-desoxy-a-D-xylopyranosyl-(l—^S )_7-gentamin C„
gentamin C.
0_-/3-(N^-Methylamino)-3-desoxy-a-D-xylopyranosyl-( gentamin C„,
£-/3-Amino-3-desoxy-ß-L-arabinopyranosyl-(l->6)7-gentamin C1 C)-/3-Amino-3-desoxy-ß-L-arabinopyranosy1-(1—>6 )J-gentamin C2 O^-Z^-Amino-S-desoxy-ß-L-arabinopyranosyl-d—>6)J-gentamin C1 (0-/3-Amino-3-desoxy-ß-L-arabinopyranosyl-(l->6J_/-gentamin Cp^ I
£-/"3-(Methyl amino )-3-desoxy-ß-L-arabinopyranosyl-(l—>€>}_/^1 gentamin C1 0-/~3-(Methylamino)-3-desoxy-ß-L-arabinopyranosyl-( gentamin C„
0-/3-(Methylamino)-3-desoxy-ß-L-arabinopyranosyl-(l->6J_/-
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gentamin C^ [α] D + 136.2° (H3O), J (D3O) 2.39 (3H, s, 3"-NCH_), 3.78 (IH, dd, T1,, ,„ 4Hz, T11 „ llHz H311),
5.09 (IH, d,T,,. on 4Hz' Hin) und 5.19 ppm. (IH, d, 1 t* 1
T1, 9, 3.5Hz, H), m/e 436 (M+), 336, 319, 318, 308, 301, 291, 290, 273, 191, 173, 163, 146, 145, 129 £-/f3-(Methylamino)-3-desoxy-ß-L-arabinopyranosyl-(l-=»-16_)_7-gentamin Cpb
Beispiel 3
O-ZT-Amino-S-desoxy-a-D-glucopyranosy 1 (1—>62/gentamin C,,
1,0 g 1,3,2·,6-Tetra-N-benzyloxycarbonylgentamin C* und 0,73 g 3-Acetamido-4,6-di-£-acetyl-2,3-didesoxy-2-nitroso-a-D-arabinopyranosylchlorid wurden in 9 ml trockenem Dimethylformamid 24 Stunden bei 25°C gerührt. Das Reak- ' tionsgemisch wurde in Wasser gegossen und die Fällung j abfiltriert, getrocknet und an einer Kieselgelsäule unter, Verwendung von 1% Äthanol in Chloroform chromatographiert, wobei 0,45 g rohes 0_-/3-Acetamido-4,6-di-0-acetyl-2,3- j didesoxy-2-oximino-a-D-arabinopyranosyl-(l->6)_7-l,3,2f , o'-tetra-N-benzyloxycarbonylgentamin C^, als amorpher Feststoff erhalten wurden. 0,3 g des rohen Addukts, 4 ml Acetaldehyd, 3 ml Acetonitril, 1 ml Tetrahydrofuran und 1 ml wässrige ln-Salzsäure wurden zusammengegeben und 18 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Der Acetaldehyd wurde abgedampft und der Rückstand zwischen Wasser und Äthylacetat aufgeteilt. Die organische Phase wurde getrocknet und eingedampft, wobei ein fester Rückstand erhalten wurde, der in 3 ml Dioxan-Wasser (3:1) gelöst und auf O0C gekühlt wurde. Zur Lösung wurden 50 mg Natriumborhydrid in 2 ml Dioxan-Wasser (3:1) bei O0C gegeben. Nach 1,5 Stunden wurde Eisessig zugesetzt, um überschüssiges Natriumborhydrid zu zerstören, und das Lösungsmittel unter vermindertem Druck entfernt. Der feste Rückstand in 3 ml Tetrahydrofuran wurde mit 30 ml flüssigem
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Ammoniak und 0,3 g Natriumstücken behandelt. Nach 2 Std. wurde Wasser zugesetzt, um das überschüssige Reagens zu zerstören. Die Lösungsmittel ließ man innerhalb von 18 Stunden abdampfen. Nach Zugabe von 1 ml Wasser wurde die Lösung 4 Stunden auf 1000C erhitzt, gekühlt und an überschüssigem Ionenaustauscherharz "Amberlite IRC 50" adsorbiert. Die Aufschlämmung wurde in eine Säule gegossen und mit Wasser gewaschen. Nach Elution mit l,5n-Ammoniumhydroxyd und Einengen des Elutionsmittels auf ein kleines Volumen wurde das Produkt durch eine Säule des Ionenaustauscherharzes "Amberlite IR 401S" (OH-") geleitet und gefriergetrocknet. Hierbei wurden 30 mg der gewünschten Verbindung als amorpher Feststoff erhalten. ialD + 107.2° (H2O);
lD + 107.2 (H2
+ 2.140 (TACu), + 1.790 (Cupra A); m/e 480 479 (M+); Cf(D2O), O.95 (3H, d, J=6.5Hz, 6'-CH3), 2.2 (s, 3H, N-CH,), 4.96 (IH, d, J=3.5Hz, H-I"),. 5.05 ppm. (IH, d, J=3.5Hz, H-I1).
Durch Ersatz von 3-Acetamido-4,6-di-£^-acetyl-2,3-didesoxy-2-nitroso-cx-D-arabinopyranosylchlorid durch äquivalente Mengen von 3-(N-Methylacetamido)-4,6-di-jO-acetyl-2,3-didesoxy-2-nitroso-a-D-arabinopyranosylchlorid, 3-Acetamido-4,6-di-O-acetyl-2,3-didesoxy-2-ni troso-oc-D-xylopyranosylchlorid,
3_(N-Methylacetamido)-4,6-dirO_-acetyl-2,3-didesox'y-2-n itroso-oc-D-xy lopyranosy Ich lor id,
xylopyranosylchlorid,
3-(N-Methylacetamido)-4-O_-acetyl-2, 3,6-tri-desoxy-2-nitroso-oc-D-xy lopyranosy !chlor id,
3-Acetamido-4-.0_-acetyl-2,3-didesoxy-2-ni troso-a-D-threopyranosylchlorid,
3-(I£-Methylacetamido)-4-i2-acetyl-2,3-didesoxy-2-nitroso-l α-D-threopyranosylchlorid,
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-Z,3-didesoxy-2-nitroso-a-L-erythropyranosylchlorid,
3_(N-Methylacetamido)-4-Q-acetyl-2,3-didesoxy-2-nitroso~ a-L-erythropyranosylchlorid,
3-Acetamido-4-0-acety1-2,3,6-tridesoxy-2-nitroso-a-D-arabinopyranosylchlorid und j
3_(N-Methylacetamido)-4-O-acetyl-2,3,6-tridesoxy-2- j
i nitroso-cc-D-arabinopyranosylchlorid I
werden auf die im vorstehenden Beispiel beschriebene | Weise die entsprechenden Gentamin C^-Verbindungen : hergestellt. Ferner werden durch Verwendung der entsprechenden Gentamin-Cp-Verbindungen, Gentamin—C.« -Ver— ι bindungen und Gentamin-C«,-Verbindungen in der Reaktion mit den vorstehend genannten 2-Nitroso-monosaccharid- ' verbindungen die entsprechenden Gentamin-Co-, Gentamin- ; C1 - und Gentamin-Cp, -Pseudotrisaccharide hergestellt, nämlich
Q-Z^-CN-MethylaminoJ-S-desoxy-a-D-glucopyranosyl-d-^-eiA gentamin C.
0-/3-(N-Methylamino)-3-desoxy-a-D-glucopyranosyl-(l->6)7-gentamin C? I
Q-£3-(N-MethyIamino)-3-desoxy-a-D-glucopyranosyl-(1—^6 IT gentamin C^ i
0-/3- (N-Me thy 1 amino) -3-desoxy-a-D-g lucopyranosyl- (l-r>6 )J gentamin Cpb j
Q-Z"3-Amino-3-desoxy-a-D-glucopyranosyl-(l->6)7gentamin '
C " I
2 !
Q-Z^-Amino-S-desoxy-a-D-glucopyranosyl-(l->6)7gentamin Cla
Q-Z3-Amino-3-desoxy-a-D-glucopyranosyl-(l->6)7gentamin
0-Z3-Amino-3-desoxy-a-D-galactopyranosyl-(l—^6^gentaQ-/3-Amino-3-desoxy-a-D-galactopyranosyl-(l->6)ygentamin Cp
6 0 9 8 41/0897
0-/3-Amino-3-desoxyHX-D-galactopyranosyl-(l—6 ).7gen ta-
O-^-Amino-S-desoxy-a-D-galactopyranosy 1- (l-> 6 )_7gen tamin C-,
Q_-/3-(N-Methylamino)-3-desoxy-oc-D-galactopyranosyl(l-^»-6}_7 gentamin C1 I
Q-/3-(N-Methylamino)-3-desoxy-a-D-galactopyranosyl(l->6)_/ gentamin Cp ι
0-/3-(N-MethyIamino)—3-desoxy-a-D-galactopyranosyl(1—> S)J gentamin C1 {
Q-Z3- (N-Methy latnino-3-desoxy-a-D-galactopyranosy l-( 1—X gentamin C^,
0-/"3-Amino-3-desoxy-a-D-fucopyranosyl-(1—>6)_7gentamin C1; D-/3-Amino-3-desoxy-a-D-fucopyranosy 1-(1^6)J7gentamin Cp \ 0-/3—Amino-S-desoxy-a-D-fucopyranosyl-i l->6IZgentamin C^. 0-/"3-Amino-3-desoxy-a-D-fucopyranosyl-(l->6)J7gentamin C?, :
0-/3-(N-Methylamino)-3-desoxy-a-D-fucopyranosyl-(l->6)7'-! gentamin C1
0.-/3-N-Me thy 1 amino)-3—desoxy-a-D-fucopyranosyl— (1—>6)_7-gentamin Cp
0-/3-(N-Me thy lamino)-3-desoxy-a-D-fucopyranosyl-(l—>6)_7-gentamin C1
gentamin Cp.
0-/3-Amino—3-desoxy-a-D—xylopyranoxyl—(1—>6).7gentamin 0-/3-Amino-3-desoxy-a-D-xylopyranosyl-(l-r>6)7gentamin
'la 0-/3-Amino-3-desoxy-a-D-xylopyranosyl-(l->6)7gentamin C^
Q-/3-(N-Methylamino)-3-desoxy-a-D-xylopyranosy1-ι gentamin C1
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0-/3-(N-Methy lamino )-3-desoxy-a-D-xylopyranosyl-(lr-*-6).7-gentamin Cp
Q-/3- (N-Methylamino) -3-desoxy-ct-D-xy lopyranosy 1- (l->6 )7-gentamin C,.
0- /3- (N-Me thy lamino)-3-desoxy-a-D-xy lopyranosy l-(l—>6)_/-gentamin Cp.
0-/3-Amino-3-desoxy-ß-L-arabinopyranosyl-(l->6)^gentamin
0-/f3-Amino-3-desoxy-ß-L-arabinopyranosy 1- (1—>6 )/gen tamin C2
Q-Z'S-Amino-S-desoxy-ß-L-arabinopyranosyl-Cla
O-ZS-Amino-S-desoxy-ß-L-arabinopyranosyl-d-^eUgentaminj
0-/3-(N-Methylamino)-3-desoxy-ß-L-arabinopyranosy1-(l->6)Jgentamin C1
0-/3-(N-Methylamino)-3-desoxy-ß-L-arabinopyranosy1-(l-^-6)7gentamin C2
0-/3-(N-Methylamino)-3-desoxy-ß-L-arabinopyranosy1-(l->6)ygentamin C^
Q-/3-(N-Methylamino)-3-desoxy-ß-L-arabinopyranosy1-(l->6)7gentamin Cp,
p-/3-Amino_3,6-dide'soxy-a-D-glucopyranosyl-(l-^>6)7'gentamin C^
Q-Z'S-Amino-S^-didesoxy-a-D-glucopyranosyl-d—>-6)_7gentamin Cp
0-/3-Amino-3,6-didesoxy-a-D-g lucopyranosy 1- (1—>6 )_7gen ta-. min Cla I
Q-/3-Amino-3,6-diddesoxy-a-D-g lucopyranosy 1- (1-»* 6L7gen tamin Cn,
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0-/"3- (N-Me thy lamino) -3,6-didesoxy-a-D-glucopyranosy 1-(l->6)7gentamin C1
Q-/f3- (N-Me thy lamino) -3,6-didesoxy-oc-D-g lucopyranosy 1-(1— >6)_7gentamin C«
O-/3-(N-Methylamino)-3,6-didesoxy-a-D-glucopyranosy1-(l->6)./gentamin C1
ia
0-/3-(N-Methylamino)—3,e-didesoxy-a-D-glucopyranosyl— (l->6)7gentamin C^.
Beispiel 4
G-Q-Z^-Amino-S-desoxy-a-D-glucopyranosyl/gentamin C1
8,54 g 1,3,2',6'-Tetra-N-benzyloxycarbonyIgentamin C-in 200 ml trockenem Methylenchlorid werden mit 7,64 g 3-Acetamido-3-desoxy-2,4,6-tri-O-benzy1-a-D-glucopyranosylchlorid, 10 g trockenem Tetrabutylammoniumbromid und '< 1,725 g Diisopropylmethylamin behandelt. Das Gemisch wird 48 Stunden unter Rühren am Rückflußkühler erhitzt. I Das Reaktionsgemisch wird mit 300 ml Methylenchlorid verdünnt, die Lösung zweimal mit Natriumbicarbonatlösung extrahiert und getrennt. Die organische Schicht wird getrocknet und eingedampft. Der Rückstand wird auf die in Beispiel 2 beschriebene Weise chromatographiert, wobei 6-Q-/"3-Acetamido-3-desoxy-2,4,6-tri-O-benzyl-oc-D-glucopyranosy17-1,3,2',6'-tetra-N-benzyloxycarbonylgentamin C1 erhalten wird. Dieses Produkt wird dann auf die in Beispiel 2 beschriebene Weise entblockiert, wobei die gewünschte Verbindung erhalten wird.
MD + 107.2° (H2O); Γθ1290 + 2.140 (TACu),
+ 1.790 (Cupra A); m/e 480 (M++l), 479 (M+); S (D2O) , 0.95 (3H, d, J«6.5HZ/ 6'-CH3), 2.2 (S/ 3H, N-CH3), 4.96 (IH, d, J=3.5HZ/ H-I"), 5.05 ppm. (IH, d, J=3.5Hz, H-I1).
60984 1/0697
Die neuen Pseudotrisaccharide gemäß der Erfindung können allgemein zur Behandlung von Infektionen durch Mikrobien verwendet werden. Die antimikrobielle Aktivität läßt sich durch übliche In-vivo-Tests und In-vitro-Tests, die dem Mikrobiologen allgemein bekannt sind, leicht nachweisen. Typisch für die Verbindungen gemäß der Erfindung ist ein sehr breites antibakterielles Wirkungsspektrum gegen gramnegative und grampositive Mikroorganismen einschließlich solcher Mikroorganismen, die gegen andere Aminoglycoside, z.B. Kanamycin, resistent sind.
Ein biologisches Profil einer Verbindung gemäß der Erfindung (S-O-ZS-Amino-S-desoxy-a-D-galactopyranosylJ-gentamin C^) wird durch die folgende Tabelle als hemmende Mindestkonzentration veranschaulicht. j
e-O-^-Amino-desoxy-a-D-galactopyranosyl/gentamin C,
Bakterien
Escherichia coli
Hemmende Mindestkonzentra
tion (ug/ml) !
24 Stunden 48 Stunden '
0.3 I
W677/R55 >25 0.075 . 0.075 i
' 0R66 >25 0.3
JR88 0.075 0.075
JR9O 0.075 0.3
R5/W677 0.075 0.3
HL97/W677 NG 0-3
St. Michael 589
Baker 2
609841/0897
Escherichia coli
F14-BK LA29O R55 1574-1 Swidinsky 4195 ATCC 10536 Pseudomonas St. Michael St. Michael 1395 NRRL 3223 D-2
Travers 1 Stone 130 Stone 138 Stone 20 Stone 39 Shriners 10099 Shriners 10006 Capetown Shreveport 3796 GN315
24 Stunden 48 Stunden
0.075 0.75 0.075 >25 0.075
0.075 0.075 0.075 0.75
0.075 0.075 0.03 0.075 >25 >25 0.075 >25 0.075
0.075 >25
0.3 "
0.075
0.3 0.3 0.075 >25 >25 0.3 0.3 0.075 0.3
0.3
0.075
60984170187
24 Stunden 48 Stunden
Harding
rettgeri Membel rettgeri Anderson
>25 >25 >25
Klebsieila 0.075 0.075
Ad 17 0.075 0.075
Ad 18 >25 -
Georgetown 3694 >25 -
Georgetown 3020 >25
Oklahoma 6
Providence >25
164
Staphvlococcus aureus 0.03
0.075
2O9P 0.03 0.075
Wood <0.0l 0.03
Ziegler -C .01 0.075
59N
Streptococcus pvocrenes >25 -
C >25 -
27 >25 -
Group A Cruz >25 -
Group A Alvarez
Bacillus subtilis ATCC <0.0l <σ.οι
6623
Proteus mirabilis
609841/0897
Serratia Dalton Salmonella Gruppe B typhim
Candida albicans Wisconsin
24 Stunden 48 Stunden
0,075
0,075
>25
0,075
0,075
Die Erfindung umfaßt ferner Arzneimittelzubereitungen, die eine Verbindung der Formel I oder ihr pharmazeutisch unbedenkliches Säureadditionssalz mit einem verträglichen, pharmazeutisch unbedenklichen Träger oder. Überzug enthalten. Diese Arzneimittelzubereitungen dienen dazu, eine antibakterielle Reaktion bei Warmblütern hervorzurufen, die von Bakterieninfektionen befallen sind.
Für die örtliche Anwendung können die neuen Verbindungen (I) zu Dosierungsformen, in denen die Verbindungen etwa 1 bis 10 Gew.-% ausmachen, formuliert werden. In Fällen,j in denen die Zubereitungen für die orale Verabreichung r vorgesehen sind, können die Verbindungen gemäß der Erfindung in einer Dosierung von etwa 10 bis 100 mg/kg Körpergewicht pro Tag gegeben werden. Bei parenteraler Verabreichung beträgt die Tagesdosis etwa 2 bis 10 mg/kg Körpergewicht.
Die Verbindungen gemäß der Erfindung können jeweils als einziges aktives Ingrediens zu Arzneimitteln formuliert oder in Kombination mit anderen aktiven Ingredientien verwendet werden. >
Die pharmazeutischen Zubereitungen, die die Verbindungen I gemäß der Erfindung enthalten, variieren in Abhängigkeit j von der gewünschten Art und dem gewünschten Ort der An- ; Wendung. Die Bestimmung der geeigneten Form liegt im j Rahmen des Fachwissens des Galenikers. Als Träger und Hilfsstoffe für die örtliche Anwendung kommen beispiels-
609841/0897
weise Cremes, Lotionen, Lösungen, Salben, Stäubemittel, Gele, Suspensionen und Aerosole mit Treibmitteln wie Chlorfluoralkangemischen und Freon 11 und Freon 12 in Frage.
Weitere geeignete Arzneiformen sind Vaginalsuppositorien^ Tabletten, Kapseln, Augen-, Ohren- und Nasentropfen, Shampoos und Injektionslösungen. Die Verbindungen gemäß der Erfindung können ferner Tieren durch Zumischen zum Futter verabreicht werden.
Nachstehend werden repräsentative Beispiele für die Zusammensetzung von Arzneimittelzubereitungen genannt, die Verbindungen gemäß der Erfindung enthalten.
Formulierung 1 Parenterale Lösung mg/ml
O-ZB-Amino-S-desoxy-oc-D-glucopyranosyl-(l->6)_7gentamin C- 40 - 200 mg
Methylparaben 1,8 mg
Propylparaben 0,2 mg
Wasser für Injektion q.s. 1,0 ml
Man gibt 70% des für Injektionen geeigneten Wassers in ein geeignetes Mischgefäß und erhitzt auf 70°C. Man gibt j das Methylparaben und Propylparaben zu und mischt bis j zur Auflösung. Man kühlt die Lösung auf 25 bis 30°C, I leitet einen Stickstoffstrom durch die Lösung, gibt das Q-£3-Amino-3-desoxy-oc-D—glucopyranosyl-( 1—>6)_7gentamin C- zu und mischt bis zur Auflösung. Man bringt die Lösung auf das endgültige Volumen und leitet sie durch ein geeignetes Sterilisationsfilter unter Anwendung entsprechender aseptischer Methoden. Man füllt die Lösung in geeignete sterile Gefäße unter Anwendung geeigneter ι aseptischer Abfüllmethoden.
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10 - 100 g
20 g
35 g
35 g
200 g
Formulierung ^ Creme für örtliche Anwendung pro kg
0-/~3-Amino-3-desoxy-a-D-glucopyranosyl-
(l-^6).7gentamin C1
Äthoxylierter Cetyl-ZStearylalkohol
Cetylalkohol Stearylalkohol Petrolatum
Mineralöl 50 g
Puffer in genügender Menge
Konservierungsmittel in genügender Menge Gereinigtes Wasser zur Auffüllung auf 1,0 kg
Man gibt den Cetylalkohol, den Stearylalkohol, den äthoxylierten Acetyl-ZStearylalkohol, das Petrolatum und das Mineralöl in ein geeignetes Mischgefäß. Man erhitzt auf 80°C bis zum Schmelzen und mischt. Man gibt ' die Konservierungsmittel, Puffer und das 0-/3-Amino-3— ! desoxy-oc-D-glucopyranosyl-d—>6Urgentamin C^, in ungefähr I 95% des auf 800C erhitzten gereinigten Wassers in ein ι geeignetes Mischgefäß und mischt. Man gibt die geschmolzene Wachsphase zur wässrigen Phase und mischt, während auf etwa 40°C gekühlt wird. Man füllt mit gereinigtem Wasser auf 1 kg auf und mischt, bis das Gemisch kühl ist.
Formulierung 3
Tabletten pro Tablette Q-ZB-Amino-S-desoxy-a-D-glucopyrano-
syl-(l->6).7gentamin C^ 25,0 mg
Lactose, nicht tastbares Pulver 190,0 mg
Maisstärke 25,0 mg
Polyvinylpyrrolidon 7,5 mg
Magnesiumstearat 2,5 mg Alkohol, SD 3A q.s.
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Man gibt das aktive Ingrediens, die Lactose, und die
Maisstärke in ein geeignetes Mischgefäß und mischt.
vinyX
Man stellt eine Lösung des Polypyrrolidons in Alkohol her und verwendet diese Lösung zur Herstellung einer
feuchten Masse der Pulver. Man gibt die feuchte Masse durch ein Sieb, um Granulat zu bilden. Man trocknet das Granulat und zerkleinert das getrocknete Granulat auf die gewünschte Teilchengröße. Man gibt das Magnesiumstearat (Gleitmittel) zu, mischt und preßt das Granulat mit einer geeigneten Tablettiermaschine zu Tabletten.
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Claims (32)

  1. Patentansprüche
    ( 1) /Antibiotisch aktive Verbindungen der allgemeinen V / Formel
    RHN
    (D
    OH -
    worin R und R^ jeweils für Wasserstoff oder Methylstehen, Rp ein Wasserstoffatom oder Alkylrest mit bis zu 4 C-Atomen ist, W für Wasserstoff, Methyl oder Hydroxymethyl steht, mit der Maßgabe, daß der 3-Amino-3-desoxyzucker eine andere als die Gluco-Konfiguration hat, wenn R, R^ und R2 Wasserstoffatome sind und W ein Hydroxymethylrest ist., und ihre Säureadditionssalze.
  2. 2) Verbindungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Formel (I)
    entweder
    R und R^, beide Methylreste sind oder einer der Reste R und Ry. ein Methylrest und der andere ein Wasser— stoffatom ist, R2 ein Wasserstoffatom oder ein Alkyl-: rest mit bis zu 4 C-Atomen und W Wasserstoff, Methyl-1 oder Hydroxymethyl ist
    oder
    R und R* beide Wasserstoffatome sind, Rp ein Wasserstoffatom oder ein Alkylrest mit bis zu 4 C-Atomen und W Wasserstoff oder Methyl ist.
    60984 1/089 7
  3. 3) Verbindungen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß R und R^ in der Formel (I) beide für Methyl oder beide für Wasserstoff stehen.
  4. 4) Verbindungen nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß R und R^, in der f'ormel (I) beide für Methyl stehen.
  5. 5) Verbindungen nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Rp in der Formei (i) für wasserstoff oder Methyl steht.
  6. 6) 0-£"3-Amino-3-desoxy-a-D-glucopyranosyl-( 1—>-6)_7gentamin C1 und seine pharmazeutisch unbedenklichen Säureadditionssalze.
  7. 7) Q-/3- (N-Methy 1 amino)-3-desoxy-oc-D-glucopyranosy 1-(1—*-6)gentamin C1 und seine pharmazeutisch unbedenklichen Säureadditionssalze.
  8. 8) 0-£3-Amino-3-desoxy-a-D-galactopyranosyl-(l->6).7-gentamin (C1 und seine pharmazeutisch unbedenklichen Säureadditionssalze.
  9. 9) O-zTS-iN-Methylaminoi-S-desoxy-oc-D-galactopyranosyl-(l-^6)_7gentamin C1 und seine pharmazeutisch unbedenklichen Säureadditionssalze.
  10. 10) Q-ZS-Amino-S-desoxy-a-D-fucopyranosyl-d—>6)7gentamin C1 und seine pharmazeutisch unbedenklichen Säureaddition ssal ze..
  11. 11) Ω-/~3-( •N-MethylaminoJ-S-desoxy-a-D-fucopyranosyl-(l->6).7gentamin C^ und seine pharmazeutisch unbedenklichen Säureadditionssalze.
  12. 12) 0-/3-Amino-3-desoxy-a-D-xylopyranosyl-(l->6)_7gentamin C1 und seine pharmazeutisch unbedenklichen Saureadditionssalze,
    609841/089 7
  13. 13) 0-Z"3-(N-Methy 1 amino) -3-desoxy-oc-D-xylopyranosyl-(l-^6)ygentamin C. und seine pharmazeutisch unbedenklichen Saureadditionssalze.
  14. 14) Q-^3-Amino-3-desoxy-ß-L-arabinopyranosyl-(l—>6)J-gentamin C1 und seine pharmazeutisch unbedenklichen Säureadditionssalze.
  15. 15) Q-/3-(N-Methy1amino)-3-desoxy-ß-L-arabinopyranosy1-(1—>6)_7gentamin C1 und seine pharmazeutisch unbedenklichen Saureadditionssalze.
  16. 16) 0-/"3-Amino-3,6-didesoxy-a-D-glucopyranosy1- (1—»6)J-gentamin C-1 und seine pharmazeutisch unbedenklichen Saureadditionssalze.
  17. 17) Q-/3-(N-Methy1amino)-3-desoxy-ß-L-arabinopyranosy1-(l-»6)_7gentamin C^ und seine pharmazeutisch unbedenklichen Saureadditionssalze.
  18. 18) O-fS-Amino-S-desoxy-a—D-xylopyranosyl—(
    min C1 und seine pharmazeutisch unbedenklichen Saureadditionssalze.
  19. 19) Verfahren zur Herstellung von antibiotisch aktiven Verbindungen nach Anspruch 1 bis 18 mit der allgemeinen Formel
    R,
    RHN
    NH,
    (D
    HQ
    OH
    609841/0897
    worin R und R1 jeweils für Wasserstoff oder Methylstehen, R2 ein Wasserstoffatom oder Alkylrest mit bis zu 4 C-Atomen ist, W für Wasserstoff, Methyl oder Hydroxymethyl steht, mit der Maßgabe, daß der 3-Amino-3-desoxyzucker eine andere als die Gluco-Konfigura- tion hat, wenn R, R1 und R2 Wasserstoffatome sind SalLe und W ein Hydroxymethylrest ist, und ihre Säurear'c'itions-! dadurch gekennzeichnet, daß man ein selektiv blockiertes Gentamin der allgemeinen Formel
    I . T*—
    NHZ
    (ID
    worin R und R1 die oben genannten Bedeutungen haben und jeder Rest Z eine Aminoschutzgruppe ist, mit einem Monosaccharid der allgemeinen Formel
    Hai (III)
    worin R2 und Z die oben genannten Bedeutungen haben, W· für Wasserstoff, Methyl oder O-geschütztes Hydroxymethyl, Y für eine Hydroxyschutzgruppe, Hai für Halogen und X für eine Gruppe der Formel -OY, worin Y die oben genannte Bedeutung hat, oder für eine Nitrosogruppe steht, die in dieser Weise erhaltene Oximinogruppe in Fällen, in denen X in der Formel III eine Nitrosogruppe ι ist, in eine Hydroxylgruppe umwandelt, anschließend an die letzte Verfahrensstufe alle Schutzgruppen entfernt
    6098417 0897
    und die in dieser Weise erhaltene Verbindung der Formel (I) als solche oder als pharmazeutisch unbedenkliches Säureadditionssalz isoliert.
  20. 20)Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß X in der Formel III eine geschützte Hydroxylgruppe ist und die Kondensation in Gegenwart eines Schwermetallions durchgeführt wird.
  21. 21) Verfahren nach Anspruch 19 und 20, dadurch gekennzeichnet, daß man als Schwermetallion Salze von Quecksilber und Silber verwendet.
  22. 22) Verfahren nach Anspruch 19, 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydroxylgruppen in der Verbindung der Formel III mit einem Benzylrest geschützt sind. Hai für Chlor oder Brom steht und das Schwermetallion durch Anwesenheit von Quecksilber(II)-cyanid, Quecksilber(II)-bromid, Silbercarbonat, Silberoxyd, Silberperchlorat oder Silbertosylat zuführt.
  23. 23) Verfahren nach Anspruch 19 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß X in der Formel III eine geschützte Hydroxylgruppe ist und die Kondensation in Gegenwart eines Tetraalkylammoniumhalogenids durchgeführt wird.
  24. 24) Verfahren nach Anspruch 19· bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß man als Tetraalkylammoniumhalogenid ein Tetraalkylammoniumbromid verwendet.
  25. 25) Verfahren nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, daß man als Tetraalkylammoniumhalogenid Tetrabutylammoniumbromid oder Tetraäthylammoniumbromid verwendet.
  26. 26) Verfahren nach Anspruch 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydroxylgruppen in der Verbindung
    609841/0897
    der Formel III durch einen Benzylrest geschützt sind, Hai Chlor oder Brom und das Tetraalkylammoniumhalogenid Tetrabutylammoniumbromid ist.
  27. 27) Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß X in der Formel III eine Nitrosogruppe ist und die Oximinogruppe anschließend an die Kondensation der Verbindungen der Formel II und III in die Ketogruppe umgewandelt und die Ketogruppe zu einer Hydroxylgruppe reduziert wird.
  28. 28) Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß Hai in der Formel III Chlor ist.
  29. 29) Verfahren nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, daß man die Oximinogruppe mit Hilfe von Lävulinsäure, Titantrichlorid,
    ThalliumdlD-nitrat oder Acetaldehyd/HCl in die j Ketogruppe umwandelt und die Ketogruppe mit einem ! Alkalimetallborhydrid oder Diboran reduziert. |
  30. 30) Verfahren nach Anspruch 27 bis 29, dadurch gekenn- i zeichnet, daß die Hydroxylgruppe bzw. Hydroxylgruppen in der Verbindung der Formel III durch einen Acetylrest oder Benzoylrest geschützt sind.
  31. 31) Verfahren nach Anspruch 19 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß die Aminogruppen in den Verbindungen der Formeln II und III durch Benzyloxycarbonyl, Methoxycarbonyl, Äthoxycarbonyl oder Acetyl geschützt sind.
  32. 32) Arzneimittelzubereitungen, enthaltend wenigstens eine Verbindung nach Anspruch 1-18 zusammen mit einem pharmazeutisch unbedenklichen Träger oder Hilfsstoff.
    609841/0897
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