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DE342207C - Verfahren zur Darstellung eines als Backpulverbestandteil verwendbaren sauren Natriumpyrophosphates - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines als Backpulverbestandteil verwendbaren sauren Natriumpyrophosphates

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Publication number
DE342207C
DE342207C DE1917342207D DE342207DD DE342207C DE 342207 C DE342207 C DE 342207C DE 1917342207 D DE1917342207 D DE 1917342207D DE 342207D D DE342207D D DE 342207DD DE 342207 C DE342207 C DE 342207C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sodium
solution
baking powder
powder component
acid
Prior art date
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Expired
Application number
DE1917342207D
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English (en)
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CHEM FAB BUDENHEIM LUDWIG UTZ
Chemische Fabrik Budenhiem KG
Original Assignee
CHEM FAB BUDENHEIM LUDWIG UTZ
Chemische Fabrik Budenhiem KG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE342207C publication Critical patent/DE342207C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B25/00Phosphorus; Compounds thereof
    • C01B25/16Oxyacids of phosphorus; Salts thereof
    • C01B25/26Phosphates
    • C01B25/38Condensed phosphates
    • C01B25/42Pyrophosphates
    • C01B25/425Pyrophosphates of alkali metals

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung eines als Backpulverbestandteil verwendbaren sauren. Natriumpyrophosphates. Die Herstellung von saurem Natriumpyrophosphat als Backpulverbestandte'1 wird durch die hohen Anforderungen an die Reinheit des Endproduktes, die infolge des Verwendungszweckes gestellt werden müssen, außerordentlich erschwert, da die üblichen Reinigungsmethoden, wie Umkristallisation, fraktionierte Destillation u. dgl., hier nicht anwendbar sind.
  • Es ist natürlich bei der Herstellung im großen unmöglich,' von chemisch reiner Phosphorsäure auszugehen, sondern es können nur technische Ausgangsmaterialien für eine rationelle Fabrikation in Frage kommen.
  • Im folgenden ist ein Verfahren beschrieben, das ohne weitere Schwierigkeiten zu einem Produkt von genügender Reinheit führt. Dieser Weg ist gekennzeichnet dadurch, daß er nach folgendem Schema erfolgt: Dinatriumphosphat-sekundäres Calciumphosphat-saures Natriumphosphat-saüres Natriumpyrophcsphat. Die Darstellung kann z. B. folgendermaßen erfolgen Als Ausgangsmaterial dient das gewöhnliche, leicht darstellbare phosphorsaure Natron (Dinatriumphosphat, Nag H P 0Q), und zwar kann ohne weiteres ein nicht umkristallisiertes, technisch reines Produkt angewandt werden. Dieses Salz wird mit einer filtrierten Lösung von gewöhnlichem technischen Chlorcalcium (sekundäres Calciumphosphat) in bekannter Weise zu Präzipitat nach folgender Formel umgesetzt Na2HP04+CaC12=CaHP04+2NaC1. Es fällt dabei ein schneeweißer, reiner 35 Niederschlag, während alle Verunreinigungen in Lösung bleiben:- Das sekundäre Calciumphosphat wird abfiltriert, gewaschen und dann mit Natriumbisulfat nach folgender Gleichung zersetzt: 4o Ca HP04+NaHS04-NaH,P04+CaS0,- Das. zu verwendende Bisulfit ist durch Umkristallisation aus dem tcchnischen Produkt zu erhalten. Obige Reaktion ergibt nach Abfiltration vom entstandenen Gips eine reine, saure Natriumphosphatlösung, die ohne weiteres eingedampft wird. Es scheidet sich dabei noch etwas Gips aus, der zwecl mäßig nach dem Eindampfen auf das halbe Volumen abfiltriert wird. Hierauf wird weiter unter Umrühren bis zum Salzbrei verdampft und das so erhaltene saure Natriumphosphat durch Erhitzen auf Zoo bis 22o ° in das Endprodukt übergeführt nach der bekannten Formel: ?Na HgP04-Na2H2P207+H20. Das Endprodukt. ist von rein weißer Farbe und frei von allen schädlichen Bestandteilen. Gips ist in geringer Menge vorhanden. Natürlich kann der Prozeß in allen seinen Stufen abgeändert werden. So kann z. B. i. 21`'a2HP04+3Ca(O H)2=Ca3(P04)2=4NaOH-2H20, 2. Ca, (P 04)2 + 4 Na H S 04 - Ca H4 P2 O8 + 2 Ca S 04 --r- 2 Nag S O4, 3. Ca.H4P208+Ca(OH)2=2CaHP04+2H20. Dieser Weg ist etwas umständlicher als der erstere, ergibt jedoch den Vorteil, daß sämtliches Natron des phosphorsauren Natrons in Form von Natronlauge wiedergewonnen wird und sofort zur Herstellung von neuem Ausgangsmaterial dienen kann.
  • Es drängt sich hier die Vermutung auf, ob nicht auch andere Präzipitate für das Verfahren anwendbar sind. Dazu ist zu bemerken, daß die auf den bekannten Wegen aus Knochen oder Rohphogphaten hergestellten Präzipitate sich als völlig unbrauchbar für das Verfahren erwiesen haben, da sie zuviel Verunreinigungen enthalten.
  • Statt Bisulfat kann man auch eine entsprechende Miszhung von reiner Schwefelsäure und Glaubersalz anwenden.
  • Endlich ist es unter Umständen ratsam, die saure Natriumphosphatlö3ung nicht völlig zur Trockne zu verd-ampfen, sondern das Salz zuvor auszukristallisieren. Es ist dadurch die Möglichkeit gegeben, noch weitere Verunreinigungen abzuscheiden. Versuche, die sich nach beiden Richtungen hin erstreckten. haben jedoch ergeben, daß bei sorgfältigem Arbeiten ein Auskristallisieren unnötig ist.
  • Es sei noch darauf hingewiesen, daß bei dem beschriebenen Verfahren keinerlei Nebenoperationen, wie Arsen-, Blei-, Eisenfällungen, nötig sind, die bei anderen Methoden zur Erzielung eines reinen Produktes nicht entbehrt werden können. Beispiel. i kg technisches phosphorsaurt#s Natron Nag H P 04 # r2 aq wird geschmolzen, zwecks Zurückhaltung mechanischer Verunreinigungen durch Glaswolle filtriert . und dann mit einer starker filtrieren Lösung von technischem Chlorcalcium, die portionsweise bis zu einem gering,.-n Überschuß eingerührt wird, gefällt. Hi rzu sind etwa 1,5 1 Lösung von 2o' B6 nötig. Das niederfallende sekundäre Calciumphosphat is''- sch::ee@ve:ß, Es wird abbenutscht und bis *zur Chlorfreiheit ausgewaschen und so alle schädlichen Verunreinigungen cntfemt. Nun verrührt man den die Darstellung des Präzipitates nach folgender Methode geschehen feuchten Kuchen nach und nach mit einer Lösung von 400 g kristallisiertem, reinem, saurem Natriumsulfat pro Liter und prüft dabei mit Methylorange den Verlauf der Umsetzung, da ein Überschuß von Natriumsulfat unbedingt vermieden werden muß. Er ist durch Rotfärbung des Indikators kenntlich und muß durch weiteres Einrühren von Präzipitat aufgehoben werden, bis eine «eitere Probe die Umschlagsfarbe zeigt. Ein geringer überSChuß an Calciumphosphat ist zu empfehlen. Zur Umsetzung ist etwa x 1 obiger Bisul'atlösung nötig. Nun folgt Filtration und Auswaschen des Breies, worauf Filtrat und Waschwässer eingedampft werden. Der sich dabei abscheidende Gips muß abfiltriert werden. Aus der konzentrierten Lösung kann primäres Natriumphosphat durch Kristallisation erhalten werden. Man kann jedoch auch die ganze Lösung zur Trockne verdampfen und den Rückstand auf 22o' erhitzen, wodurch das Endprodukt, saures Natriumpyrophosphat, in genügender Reinheit entsteht. Bei obigem Versuch wurden 264 g dieses Salzes - 8,5 Prozent Ausbeute erhalten.

Claims (1)

  1. PAT.CNT-ANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines als Backpulverbestandteil verwendbaren sauren Natriumpyrophosphates, dadurch gekennzeichnet, daß man aus der Lösung von technischem. phosphorsaurem Natron mit technischem Chlorcalcium sekundäres Calciumphosphat fällt, den ausgewaschenen Niederschlag mit einer eben hinreichenden Lösung von saurem Natriumsulfat oder der gleichwertigen Mischung avs Schwefelsäure und Natriumsulfat zu primärem Natriumphosphat und Gips umsetzt, die erhaltene .saure Natriumphosphatlösung eindampft, nach Abfiltrieren von nachträzlich al-grschiederem Gips durch Kristallisieren oder Eindampfen in fester Form gewinnt und.alsdann durch Erhitzen auf Zoo bis 22o ° in saures Natriumpyrophosphat überführt. -
DE1917342207D 1917-02-13 1917-02-13 Verfahren zur Darstellung eines als Backpulverbestandteil verwendbaren sauren Natriumpyrophosphates Expired DE342207C (de)

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