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DE3408311A1 - Hohlblockstein und verfahren seiner herstellung - Google Patents

Hohlblockstein und verfahren seiner herstellung

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Publication number
DE3408311A1
DE3408311A1 DE19843408311 DE3408311A DE3408311A1 DE 3408311 A1 DE3408311 A1 DE 3408311A1 DE 19843408311 DE19843408311 DE 19843408311 DE 3408311 A DE3408311 A DE 3408311A DE 3408311 A1 DE3408311 A1 DE 3408311A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
stone
hollow
underside
hollow block
block
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19843408311
Other languages
English (en)
Inventor
Manfred F. Dipl.-Ing. 4630 Bochum Ackermann
Heinrich 4250 Bottrop Dohmen
Jörg 4300 Essen Wilmsen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ackermann manfred F dipl-Ing
Original Assignee
Ackermann manfred F dipl-Ing
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ackermann manfred F dipl-Ing filed Critical Ackermann manfred F dipl-Ing
Priority to DE19843408311 priority Critical patent/DE3408311A1/de
Priority to DE19843432442 priority patent/DE3432442A1/de
Publication of DE3408311A1 publication Critical patent/DE3408311A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B2/00Walls, e.g. partitions, for buildings; Wall construction with regard to insulation; Connections specially adapted to walls
    • E04B2/02Walls, e.g. partitions, for buildings; Wall construction with regard to insulation; Connections specially adapted to walls built-up from layers of building elements
    • E04B2/14Walls having cavities in, but not between, the elements, i.e. each cavity being enclosed by at least four sides forming part of one single element
    • E04B2/26Walls having cavities in, but not between, the elements, i.e. each cavity being enclosed by at least four sides forming part of one single element the walls being characterised by fillings in all cavities in order to form a wall construction

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Hohlblockstein und Verfahren seiner Herstellung
  • Die Erfindung betrifft einen*Hohlblockstein,mit durchgehenden Seitenwänden, einem von mindestens einem Loch (Daumenloch) durchbrochenen Steindeckel und einer Mehrzahl von in den Steinboden (Steinunterseite) eingelassenen, taschenförmigen Kammern, die durch zwischen dem Steindeckel und der Steinunterseite sich erstreckenden, einstückig mit dem Hohlblockstein gebildeten Stegwänden voneinander getrennt sind, wobei das mindestens eine Daumenloch mit einer Kammer durchgangsverbunden ist; ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen sOlcher Hohlblocksteine und Errichten von Mauern aus solchen Hohlblocksteinen.
  • Hohlblocksteine zum Errichten von Mauern bestehen aus zumeist relativ großen, maßgenauen Steinblöcken mit in ihrem Inneren sich erstreckenden Hohlräumen. Sie haben eine Tragfunkt ion und sollen, vor allem bei Verwendung für UmSassungsmauerwerke, möglichst geringe Wärmedurchgangskoeffizienten aufweisen.
  • Die zunehmende Verknappung und Verteuerung fossiler Brennstoffe führt zu immer weitergehenden wärmeschutztechnischen Anforderungen hinsichtlich raumumschließender Bauteile, für die der mittlere Wärmedurchgangskoeffizient km (W/(m2 x K)) durch behördliche Auflagen in einigen Bereichen bereits auf 1,20 herabgesetzt wurde. I)a bei Umfassungswänden der Fenster-* Hohlstein , insbesondere - - angestrebt ist ein Wert von 0,3.
  • anteil mit verhältnismäßig ungünstigen K-Werten in die Gesamtrechnung eingeht, wird zunehmend Wert auf eine besonders hohe Dämmfähigkeit des Umfassungsmauerwerks gelegt. Zur Erfüllung dieser Anforderungen wurden neben monolithischem Mauerwerk aus porigem Gefüge (Gasbeton, Poroton) Kammersteine mit niedriger Steinrohdichte und Sandwichkonstruktion entwickelt. Letztere besteht aus einer tragenden Wand mittlerer bis hoher Steinrohdichte und vorgesetzter Dämmschicht, die gegen die Witterung durch Vorhang oder Vormauerschale, bzw. armierten Putz geschützt ist. Eine Variante der Sandwichbauweise besteht aus dem kerngedämmten Mauerwerk, bei dem zwischen zwei Beton- oder Mauerwerksschalen Dämmschichten ohne vorgelagerte Luftschicht eingebracht sind.
  • In Abhängigkeit von der Anzahl der Wärmeübergangswiderstände,in erster Linie aber durch die Rohdichte des dämmenden Materials, werden die geforderten oder gewünschten K-Werte z.Z. dadurch erreicht, daß die Schichtstärken der Dämmstoffe stärker dimensioniert werden. Die Dicke des Umfassungsmauerwerks hat dadurch bedingt gegenüber den Wandstärken, wie sie Ende der 60er Jahre gebaut wurden, um rund 10 bis 12 cm zugenommen. Mehrschaliges Mauerwerk ist aber nicht nur in der Herstellung teuer, weil der Herstellungsvorgang lohnintensiv ist, sondern verändert auch ungünstig das Verhältnis von Nutzfläche zu umbautem Raum. Kostensparende Baumethoden sind nur zu erzielen, wenn das statisch wirkende Steingerüst und die wärmedämmenden Elemente raumsparend miteinander verbunden sind. Unter diesem Gesichtspunkt hat man versucht, eine raumsparende innige Verbindung von tragendem Stein und eingebauter Wärmedämmung dadurch zu erreichen, daß man entweder vorbereitete Taschen des Steins mit Dämmplatten manuell auffüllte, oder um vorgefertigte Dämmelemente Steinschalen anordnete und den Steinkern später am Bau ausbetonierte. Diese bekannten Hohlblocksteine,weisen allesamt den nachteil auf, daß ihr Herstellungsverfahren bzw.das Herstellungsverf ahren des Mauerwerke s .umst ändlich und teuer ist.
  • Davon ausgehend liegt der Erfindung die A u f g a b e zugrunde, einfach herzustellende- und zu vermauernde wärmegedämmte* Hohlblocksteine, der eingangs genannten Art ZU schaffen, bei denen insbesondere die Tragfunktion und die Wärmedämmfunktion bestmöglich integriert sind sowie ein Herstellungsverfahren bereitzustellen, mit dem eine Vielzahl der eingangs genannten Hohlblocksteine gemeinsam von einem einzigen Ansatzpunkt aus*usfüllbar sind, wobei die Mörtelkontaktflächen der Hohlblocksteine schaumfrei bleiben, und mit dem es insbesondere möglich ist, tragende Wände mit relativ geringer Dicke und besonders geringem Wärmedurchgangskoeffizienten zu errichten.
  • Als technische L ö s u n g wird dafür hinsichtlich *** eines Hohlblocksteines,der eingangs genannten Art vorgeschlagen, daß die Kammern an der Steinunterseite durch Ausnehmungen in den freien Stegwandenden miteinander verbunden sind, und daß das Hohlraumvolumen des Hohlblocksteines durch ein einstückig zusammenhängendes, geschäumtes Wärmedämmaterial ausgefüllt ist. Hinsichtlich eines Verfahrens zum Herstellen eines Hohlblocksteines der eingangs genannten Art wird zur Lösung der Aufgabe vorgeschlagen, daß die vorgefertigten, noch unausgefüllten Hohlblocksteine übereinander derart aufgeschichtet (gestapelt) werden, daß die Stegwände sich in Stapelrichtung erstrecken,und daß zwischen den Hohlblocksteinen Zwischenlagen aus einem die Mörtelflächen benachbarter Stapelflächen der Hohlblocksteine gegen seitliches Eindringen von Wrmedärmnschaum abdichtenden Flächenmaterial * Lochsteine, insbesondere ** mit Dämmstoff, auch maschinell, *** Loch-, insbesondere angeordnet und diese Zwischenlagen iln Bereich der Dämrnlöcher mit Durchbrechungen versehen werden, und daß nachfolg.rend dieser Stapel von Hohlbloctteinen von einem Stapelende her mit einem WOrmedämmaterial maschinell ausgefüllt wird. Als alternatives Herstellungsverfahren der erfindungsgemäßen Hohlblocksteine, bei denen gemäß einer Weiterbildung der Erfindung mindestens eine Seitenwand an ihrem steinunterseitigen Rand mindestens eine Ausnehmung aufweist, die eine Kammer mit der äußeren Oberfläche dieser Steinwand verbindet, ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß die vorgefertigten, noch unausgefüllten*, vorzugsweise im sogenannten Dünnbettverfahren, zu einer Mauer aufgerichtet werden, wobei die Steindeckel nach oben weisen, die Daumenlöcher mörtelfrei gehalten werden sowie die sich gegenüberliegenden benachbarten Seitenwände der Hohlblocksteine die Ausnehmungen aufweisen und unter Freilassen dieser Ausnehmungen an den vertikalen Randbereichen mit Mörtel verbunden werden, und daß die Kammern und Hohlräume der fertigen Mauer durch Füllöffnungen in einzelnen Hohlblocksteinen einer Maueraußenfläche gemeinsam ausgeschäumt (ausgefüllt) werden.
  • Die Erfindung basiert demnach auf dem Grundgedanken, bei einer Vielzahl von Hohlblocksteinen der eingangs genannten Art, die Kammern labyrinthartig miteinander zu verbinden und unter Freihalten der Mörtelflächen auszufüllen. Der Einfachheit halber werden nachfolgend die Begriffe Lochstein und Hohlblockstein bzw. Deckelloch und Daumenloch sowie Ausfüllen und Ausschäumen gleichbedeutend benutzt! Die erfindungsgemäßen Hohlblocksteine weisen bevorzu'.t ein relativ großes Kammervolumen auf, so daß die Stcinsciteilflächen, der Steindeckel sowie die Stegwände möglicl-l.,t diint.
  • sind und damit nur möglichst geringfügige Wärme/Kältebrücken * Hohlblocksteine unter Zwischenfügen von Mörtelschichten quer durch den Stein hindurch bilden. Die ßteür,wänd(r erstrecken sich bevorzugt in Steinlängsrichtung, d.h.
  • quer zur späteren Maueraußenfläche und bilden somit irn Querschnitt längliche Kammern, die an ihren kurzen Seitenwänden mit von Kammerreihe zu Kammerreihe versetzten, querlaufenden Stegwänden begrenzt sind. Bei diesen Hohlblocksteinen kommt es auf eine möglichst große Tragfähigkeit in Stegwandrichtung, also vertikal in bezug auf eine fertige Mauer an. Dabei hat der Steindeckel die Funktion, das Eindringen von Mörtel in die Kammern beim Vermauern zu verhindern, damit das möglichst groß zu haltende Hohlraumvolumen nicht nachträglich verkleinert wird. Im allgemeinen haben diese Steine Daumenlöcher, die lediglich als Traghilfen dienen, weil die Seitenwände nur wenig griffig sind. Bevorzugt werden die Deckellöcher so angeordnet, daß sie als Daumenlöcher mitbenutzbar sind.
  • Die Anzahl und Größe der im Steindeckel verwendeten Daumenlöcher werden daher möglichst gering (2 bis 4) gehalten, so daß in der Regel die Zahl der Kammern die Zahl der Daumenlöcher erheblich übersteigt.
  • Die erfindungsgemäßen Hohlblocksteine und ihre erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren weisen eine Reihe wichtiger und überraschender Vorteile auf, die sich aus dem Nachfolgenden ergeben: Das Ausfüllen der Hohlblocksteine braucht nicht am Einzelstein stattzufinden, sondern kann für eine ganze Steingruppe von einem einzigen Ausschäumpunkt her gemeinsam erfolgen.
  • Hierzu werden entweder nach dem üblichen Härteprozeß des in Formen gepreßten Hohlblocksteins noch im Steinwerk ganze Steingruppen in der vorbeschriebenen Weise von einem einzigen Ansatzpunkt her maschinell ausgefüllt; oder aber das Ausfüllen erfolgt nach dem Vermauern der Hohlblocksteine auf der Bautellc-" . Hierzu wird i.n be.iden Fällen bevorzugt ein sogenannter Thermoschaum unter Druck in eine größere Steingruppe eingebracht. Derartige Thermoschäume können als sogenannter Ortsschaum gemäß DIN 18 159 - UF hergestellt werden. Hierbei handelt es sich um einen Flüssigschaum, der die zwischen 70 und 200 OC liegenden Temperaturen beim Schnellhärteprozeß des Steinmaterials des Hohlblocksteines nicht unbeschadet überstehen würde.
  • Es hat sich überraschend gezeigt, daß der Schaum sowohl in den unvermauerten, gestapelten Steingruppen, als auch im fertigen Mauerwerk von einem einzigen Ansatzpunkt aus etwa 0,05 m3 Steinkammervolumen ausfüllen kann, ohne daß in einem Radius von 0,75 m ungefüllte Hohlräume verbleiben, was umso überraschender ist, als die meisten Kammern nur einen Zugang an der Steinunterseite aufweisen, d.h. nur von unten her ausgeschäumt werden können, und die in ihnen befindliche Luft vom Schaum verdrängt werden muß. Lediglich muß jede Kammer, die mit Schaum gefüllt werden soll, eine Labyrinthverbindung zu anderen Kammern aufweisen, Solche Verbindungen werden in vertikaler Richtung durch die Daumenlöcher und die steinunterseitigen Kammeröffnungen gebildet und in horizontaler Richtung durch die Ausnehmungen in den freien Stegwandenden bzw. den steinunterseitigen Rändern der Seitenwände gebildet. Diese Ausnehmungen brauchen nur Querschnittsflächen in der Größenordnung von etwa einem cm2 aufweisen; insbesondere können sie aus schmalen, senkrecht stehenden Schlitzen bestehen, so daß die Tragfähigkeit eines solchen Hohlblocksteines praktisch genauso groß ist, wie die eines identisch geformten Hohlblocksteines, der solche schlitzförmigen Ausnehmungen nicht aufweist. Um solche Ausnehmungen herzustellen, ist es lediglich erforderlich, in den Formen für die eingangs beschriebenen Hohlblocksteine an der Steinunterseite kleine stegförmige Verbindungselemente zwischen be- nachbarten Formstücken für die Kammern des Hohlblocksteines einzusetzen.* Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten des Gegenstandes der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der die erfindungsgemäßen Hohlblocksteine, daraus errichtete Mauern sowie - schematisch - der Herstellungsprozeß der erfindungsgemäßen Hohlblocksteine dargestellt worden ist. In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 eine Mauer aus Hohlblocksteinen in perspektivischer Ansicht; Fig. 2 dieselbe Mauer im Schnitt entlang der Linie II - II gemäß Fig. 1 - im vergrößerten Ausschnitt; Fig. 3 dieselbe Mauer im Schnitt entlang der Linie III - III gemäß Fig. 1 - im vergrößerten Ausschnitt; Fig. 4 dieselbe Mauer im Schnitt entlang der Linie IV - IV gemäß Fig. 1 - im vergrößerten Ausschnitt; Fig. 5 gestapelte Hohlblocksteine in perspektivischer Ansicht; Fig. 6 dieselben gestapelten Hohlblocksteine in Ansicht A gemäß Fig. 5 - im vergrößerten Ausschnitt; Fig. 7 dieselben gestapelten Hohlblocksteine im Schnitt entlang der Linie VII - VII gemäß Fig. 5 - im vergrößerten Ausschnitt sowie *Im Bedarfsfall5 z.B. bei Mauerwerksstößen oder -abwinklungen, können zusätzlich erforderliche Ausnehmungen auf der Baustelle hergestellt werden.
  • Fig. 8 dieselben gestapelten Hohlblocksteine im Schnitt entlang der Linie VIII - VIII gemäß Fig. 5 -im vergrößerten Ausschnitt.
  • Gemäß Fig. l weisen zu einer Mauer aufgerichtete Hohlblocksteine 1 durchgehende Seitenwände 2,3 und einen Steindeckel mit Daumenlöchern 5 auf.
  • Aus den Fig. 2 bis 4 ergibt sich daß in die Steinunterseite 6 taschenförmige Kammern 7 eingelassen sind, die sich durch den ganzen Stein bis zum Steindeckel hin erstrecken.
  • Die einzelnen Kammern 7 sind durch zwischen dem Steindeckel 4 und der Steinunterseite 6 sich erstreckenden, einstückig mit dem Hohlblockstein gebildeten Stegwänden 8,9 voneinander getrennt. Die Stegwände 8 verlaufen parallel zu den langen Seitenwänden 3 und die Stegwände 9 verlaufen parallel zu den kurzen Seitenwänden 2. Die Daumenlöcher 5 befinden sich stets genau über einer Kammer 7,mit der sie durchgangsverbunden sind. Die Kammern 7 sind fernerhin an der Steinunterseite 6 durch Ausnehmungen 10511 an den freien Stegwandenden 12,13 miteinander verbunden; die Ausnehmungen 10 befinden sich in den langen Stegwänden 8 und die Ausnehmungen 11 in den kurzen Stegwänden 9. Dadurch ergibt sich in jedem Stein ein von bevorzugt allen Kammern 7 gebildeter zusammenhängender Hohlraum, der von einem einzigen Ansatzpunkt her ausschäumbar ist, so daß sich ein einstückig zusammenhängender Block aus geschäumtem Wärmedämmaterial ergibt. Der Ubersichtlichkeit halber ist dieses Wärmedämmaterial jedoch nicht durch eine eigene Schraffierung in den Schnittdarstellungen wiedergegeben worden. Vielmehr sind alle nicht schraffierten Flächen innerhalb und zwischen den im Schnitt dargestellten Steinen als mit dem Wärmedämmaterial ausgeschäumt zu denken. Lediglich in Fig. 4 ist dieses Schaummaterial durch Punkte dargestellt. Wie man sieht, werden auch nach oben geschlossene Kammern 7 ganz von dem Wärmedämmschaum 14 - also bis unter den Steindeckel 4 - ausgefüllt.
  • Wie aus Fig. 1 ersichtlich, sind die Hohlblocksteine l von Steinschicht zu Steinschicht um z.B. eine halbe Steinlänge gegeneinander versetzt. Außerdem weisen diese Steine am steinunterseitigen Rand 15 der kurzen Seitenwände 2 Ausnehmungen 16 auf, durch die der Schaum in gleicher Weise hindurchtreten kann, wie durch die Ausnehmungen 10 und 11 an den freien Stegwandenden 12,13.
  • Beim Vermauern dieser Hohlblocksteine wird der Mörtel als Mörtelschicht 17 auf die Steindeckel 4 aufgetragen. Dabei werden die Daumenlöcher 5 und bevorzugt auch die Stoßfugen 18 mörtelfrei gehalten. Ebenso ist es erforderlich, die Ausnehmungen 16 in den Seitenwänden 2 beim seitlichen Aneinandersetzen der Hohlblocksteine mörtelfrei zu halten.
  • Dies geschieht bevorzugt dadurch, daß nur die vertikalen Randbereiche 19 der Seitenwände 2 mit Mörtelstreifen 20 belegt werden. Auf diese Weise können auch die äußeren OberfLächen der Seitenwände zwischen den beiden Mörtelstreifen 20 mit ausgeschäumt werden. Die vorerwähnte Vermauerungsart ist durchaus gebräuchlich und stellt keine besonders hohen Anforderungen an das handwerkliche Geschick des Maurers, Die Mörtelflächen der vorgefertigten Hohlblocksteine l bleiben also von vornherein schaumfrei, so daß die Mörtelverbindung zwischen den vermauerten Hohlblocksteinen ihre üblichen Funktionen voll erfüllen. Erst nach dem Erhärten des Mörtels wird das Mauerwerk ausgeschäumt. Hierzu dienen Ausschäumöffnungen 21 in z.B. einer Seitenwand 3 eines Hohlblocksteines, der von einer Vielzahl von weiteren Hohlblocksteinen ohne solche Ausschäumöffnungen umgeben ist.
  • Der Schaum wird durch einen Schlauch 22 zugeführt und ver- teilt sich gleichmäßig in alle Kammern 7 und weiteren Hohlräume einer großen Zahl von Hohlblocksteinen. Der Schaum kann sich nämlich durch die Daumenlöcher 5, die Kammeröffnungen, die Ausnehmungen 10,11 sowie die Ausnehmungen 16 auch in alle oberhalb und unterhalb sowie seitlich angemauerten Steine ausbreiten. Versuche haben ergeben, daß von einem Ansatzpunkt aus Mauerwerk aus Hohlblocksteinen mit den Einzelabmessungen 36,5 x 24 x 23 cm mit vier übereinanderliegenden und vier nebeneinanderliegenden Steinen gefüllt werden können. Das bedeutet, daß von einem Ansatzpunkt rund 1,3 m2 Umfassungswand erreichbar sind. Demgegenüber ist es erforderlich, beim Ausschäumen von zweischaligem Mauerwerk oder doppelschaligen Betonkonstruktionen etwa drei Ausschäumansatzpunkte/m2 zu wählen.
  • Beim Ausschäumen der Hohlblocksteine vor dem Vermauern hat es sich als zweckmäßig erwiesen, die Steine vor dem Härteprozeß, also nach der Formgebung, so zu stapel, daß jede Steinlage 23 auf einer Baufilzlage aufsteht, -wobei übereinanderstehende Steine relativ exakt zueinander ausgerichtet sind und einzelne Steinstapel 25 von z.B. 4 -bis 6 übereinandergeschichteten Hohlblocksteinen b'ilden.
  • Mit einer Rohrlanzeoder dgl. ist es dann möglich, von oben durch je ein Daumenloch der Steine die Bau.filzlagen 24 zu durchstoßen. Anschließend werden die Steinstapel 25 palettenweise dem Härteprozeß zugeführt. Nach der thermischen Behandlung werden die Steinstapel 25 vom obersten Daumenloch aus mit Flüssigschaum gefüllt, der sich infolge der senkrechten Verbindungen der Steine untereinander und der horizontalen Verbindung der Kammer an der Steinunterseite in den Steinstapeln volumenfüllend verteilt, ohne daß dabei die Mörtelflächen der Hohlblocksteine mit Schaum verklebt werden. Dieses Befüllen mit Schaum kann auch durch die Rohrlanze 26 erfolgen, die - auch nach dem Härten - mit einer schrägen Spitze dieBaufilzlagen 24 durchstoßen kann.
  • Die Stapelbarkeit und Handhabbarkeit der Steinstapel werden durch die*Baufilzlagen nicht behindert, weil diese z.B.
  • bei einer Dampfbehandlung.der Steine ihre Stabilität verlieren. Die Baufilzlagen sind erforderlich, um einerseits die Steindeckel und die Steinunterseiten schaumfrei zu halten und andererseits das seitliche Austreten des Schaumes aus den Stapelflächen zu vermeiden, so daß später bei der Verarbeitung auf der Baustelle keine Probleme bei der Mörtelhaftung entstehen, bzw. Dämmaterialverluste vermieden werden.
  • Auf dem Härtewagen stehen üblicherweise 5 bis 6 Lagen mit jeweils rund 20 Steinen. Der Ausschäumvorgang der übereinanderliegenden Steine wird dadurch vereinfacht, daß die Ausschäumanschlüsse in ihrer Anzahl an die Zahl der Steinstapel bzw. der Daumenlöcher angepaßt werden.
  • Die erfindungsgemäßen Hohlblocksteine haben aber nicht nur eine gute Wärmedämmwirkung, sondern halten auch Feuchtigkeit aus den Mauerhohlräumen fern. Durch maschinelles Einbringen von Flüssigschaum unter Druck entfällt das Expandieren des Schaumes vor Ort - der Schaum braucht also nur noch zu härten.
  • * einzeln je Stein oder zusammenhängend für eine ganze Steinlage zwischengefügten Bezugszeichenliste 1 Hohlblockstein (Lochstein) 2 Seitenwand 3 Seitenwand 4 Steindeckel 5 Daumenloch (Deckelloch) 6 Steinunterseite 7 Kammer 8 Stegwand 9 Stegwand 10 Ausnehmung 11 Ausnehmung 12 Stegwandende 13 Stegwandende 14 Wärmedämmschaum (Dämmaterial) 15 Rand 16 Ausnehmung 17 Mörtelschicht 18 Stoßfugen 19 Randbereich 20 Mörtelstreifen 21 Ausschäumöffnung (Ausfüllöffnung) 22 Schlauch 23 Steinlage 24 Baufilzlage 25 Steinstapel 26 Rohrlanze A Ansicht - L e e r s e i t e -

Claims (6)

  1. Ansprüche 1. Hohlblockstein* (1) mit durchgehenden Seitenwänden (2,3), einem von mindestens einem Loch (5) (Daumenloch) durchbrochenen Steindeckel (4) und einer Mehrzahl von in den Steinboden (6) (Steinunterseite) eingelassenen, taschenförmigen Kammern (7), die durch zwischen dem Steindeckel (4) und der Steinunterseite (6) sich erstreckenden, einstückig mit dem Fthlblockstein (1) gebildeten Stegwänden (8,9)voneinander getrennt sind, wobei das mindestens eine Daumenloch (5) mit einer Kammer (7) durchgangsverbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern (7) an der Steinunterseite (6) durch Ausnehmungen (10,11) in den freien Stegwandenden (12,13) miteinander verbunden sind, und daß das Hohlraumvolumen des Hohlblocksteines (1) durch ein einstückig zusammenhängendes geschäumtes Wärmedämmaterial (14) ausgefüllt (ausgeschäumt) ist.
  2. 2. Hohlblockstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Seitenwand (2) an ihrem steinunterseitigen Rand (15) mindestens eine Ausnehmung (16) aufweist, die eine Kammer (7) mit der äußeren Oberfläche dieser Seitenwand (2) verbindet.
  3. 3. Hohlblockstein nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Ausschäumöffnung (21) in einer Seitenwand (3) der: 1ohlblocksteines (1).
  4. * (Lochstein) . Verfahren zum @erstellen eines Hohlblocksteines* mit durchgeherden (geschlossenen)Seitenwänden einem von mindestens einem Loch (Daumenloch) durchbrochenen Steindeckel und einer Mehrzahl von in den Steinboden (Steinunterseite) eingelassenen, taschenförmigen Kammern, die durch zwischen dem Steindeckel und der Steinunterseite ::.ch erstreckenden, einstückig mit dem Hohlblockstein gebildeten Stegwänden voneinander getrennt sind, wobei das mindestens eine Daumenloch mit einer Kammer durchgangsverbunden ist, dadurch gekennzeichnet daß die vorgefertigen, noch**(unausgeschäumten) Hohlblocksteine (1) übereinander derart aufgeschichtet (gestapelt) werden, daß die Stegwände sich in Stapelrichtung erstrecken, und daß zwischen den 3C:4ohlblocksteinen Zwischenlagen aus einem die Mörteiflächen benachbarter Stapelflächen gegen seitliches Eindringen von Wärmedämmschaum abdichtenden Flächenmaterial angeordnet und diese Zwischenlagen im Bereich der Daumenlöcher mit Durchbrechungen versehen werden, und daß nachfolgend dieser Stapel von Hohlblocksteinen von einem Stapelende her mit einem Wärmedämmaterial ausgeschäumt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Flächenmaterial eine Bahn aus einem Filzmaterial ist.
  6. 6. Verfahren zum Herstellen eines Hohlblocksteines nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t daß die vorgefertigten, noch unausges@@aumten Hohlblocksteine unter Zwischenfügen von Mörtelschichten zu einer Mauer aufgerichtet werden, wobei die Steindeckel nach oben weisen, die Daumenlöcher mörtelfrei gehalten werden sowie die sich gegenüberstehenden benachbarten Seiten-* (Lochsteines) ** unausgefüllten wände der Hohlblocksteine die Ausnehmungen aufweisen und unter Freilassen dieser Ausnehmungen an den vertikalen Randbereichen mit Mörtel verbunden werden,und daß die Kammern und Hohlräume der fertigen Mauer durch Füllöffnungen in einzelnen Hohlblocksteinen einer Maueraußenfläche gemeinsam ausgeschäumt werden.
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