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DE3408008A1 - Walzwerk - Google Patents

Walzwerk

Info

Publication number
DE3408008A1
DE3408008A1 DE19843408008 DE3408008A DE3408008A1 DE 3408008 A1 DE3408008 A1 DE 3408008A1 DE 19843408008 DE19843408008 DE 19843408008 DE 3408008 A DE3408008 A DE 3408008A DE 3408008 A1 DE3408008 A1 DE 3408008A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rollers
temperature
rolling mill
mill according
roller
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19843408008
Other languages
English (en)
Inventor
Heinz Flawil Resch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Buehler AG
Original Assignee
Buehler AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Buehler AG filed Critical Buehler AG
Priority to DE19843408008 priority Critical patent/DE3408008A1/de
Publication of DE3408008A1 publication Critical patent/DE3408008A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C4/00Crushing or disintegrating by roller mills
    • B02C4/28Details
    • B02C4/44Cooling or heating rollers or bars
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23GCOCOA; COCOA PRODUCTS, e.g. CHOCOLATE; SUBSTITUTES FOR COCOA OR COCOA PRODUCTS; CONFECTIONERY; CHEWING GUM; ICE-CREAM; PREPARATION THEREOF
    • A23G1/00Cocoa; Cocoa products, e.g. chocolate; Substitutes therefor
    • A23G1/04Apparatus specially adapted for manufacture or treatment of cocoa or cocoa products
    • A23G1/12Chocolate-refining mills, i.e. roll refiners
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29BPREPARATION OR PRETREATMENT OF THE MATERIAL TO BE SHAPED; MAKING GRANULES OR PREFORMS; RECOVERY OF PLASTICS OR OTHER CONSTITUENTS OF WASTE MATERIAL CONTAINING PLASTICS
    • B29B7/00Mixing; Kneading
    • B29B7/30Mixing; Kneading continuous, with mechanical mixing or kneading devices
    • B29B7/58Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
    • B29B7/62Rollers, e.g. with grooves
    • B29B7/625Rollers, e.g. with grooves provided with cooling or heating means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)

Description

  • WALZWERK
  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Walzwerk, insbesondere zur Bearbeitung flüssigen oder pastösen Mahlgutes, mit mindestens zwei im Inneren wenigstens einen Hohlraum für den Durchfluss eines Temperiermittels, insbesondere eines Kühlmittels, aufweisenden Walzen, welcher Hohlraum jeweil einem Leitung system und einer Pumpe für den Zufluss bzw. den Abfluss des Temperiermittels verbunden ist.
  • Derartige Walzwerke sind aus der GB-PS 319 256 bekannt, wobei es sich um die Herstellung von Schokolade und damit um ein Reibwalzwerk handelt, das entsprechend zu kühlen ist, wogegen die CH-PS 233 543 ein Walzwerk zeigt, das nicht für pastöses Mahlgut vorgesehen ist. Auch in letzterem Falle geht es um die Kühlung der Mahlwalzen, während die US-PS 1 107 737 das Beheizen von Walzen beschreibt. Allgemein kann daher von "Temperieren" gesprochen werden. Das dabei verwendete Temperiermittel wird für die Kühlung im allgemeinen Wasser sein, doch ist es für Rührwerksmühlen bereits bekannt geworden, für diesen Zweck verdampfbare Kühlmittel einzusetzen, die in einem ausserhalb der Mühle gelegenen Kondensator wieder verflüssigt werden.
  • Bei Walzwerken ist man bisher von der Voraussetzung ausgegangen - und es zeigen dies alle obigen Literaturstellen -dass die Temperatur jeder Walze individuell einstellbar sein muss, und dass dies nur dadurch erreichbar ist, wenn die einzelnen Walzen parallel an das zugehörige Leitungssystem angeschlossen sind. Dementsprechend war der Aufwand beträchtlich, da Pumpe und Leitungssystem für den maximalen, gegebenenfalls schwankenden, Bedarf an Temperiermittel auszulegen waren, wobei jeder Walze ein eigener Regelkreis zugeordnet werden musste.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Aufwand für die Temperierung der Walzen eines Walzwerkes herabzusetzen, und dies gelingt erfindungsgemäss dadurch, dass die Hohlräume der Walzen über das Leitungssystem in Serie geschaltet sind. Dadurch kann zunächst einmal die Pumpe kleiner dimensioniert werden, wobei die zwangsläufig mit einerrSerienschaltung verbundene Temperaturdifferenz bei entsprechender Durchflussgeschwindigkeit gering gehalten werden kann und nicht nur ohne Nachteile für den Betrieb des Walzwerkes ist, sondern für Reibwalzwerke zum Bearbeiten flüssigen oder pastösen Mahlgutes sogar durchaus erwünscht sein mag, weil dadurch die Uebergabe von einer Walze zur anderen erleichtert wird. Dies ist nämlich dann der Fall, wenn die Hohlräume der Walzen im Gegenstrom zum Mahlgut von Kühlmittel durchströmt sind. Unter "Gegenstrom" soll dabei verstanden werden, dass beispielsweise bei einem Fünf-Walzwerk das Mahlgut von der ersten bis über die fünfte (die jeweils letzte) Walze geleitet wird, wogegen das Temperiermittel von der letzten bis durch die erste Walze strömt. Es ergibt sich dadurch an der jeweils letzten Walze (bezogen auf die Richtung des Mahlgutstromes) eine geringere Temperatur als an der ersten Walze, was die Uebergabe von der jeweils wärmeren Walze zur jeweils kühleren Walze erleichtert. Es versteht sich aber, dass im Falle der Erhitzung von Walzen mit Hilfe eines Wärmemediums es für die Bearbeitung pastösen Mahlgutes zweckmässig sein mag, Mahlgut und Wärmemedium in gleicher Richtung über bzw. durch die Walzen fliessen zu lassen.
  • Auf die oben geschilderte Weise kann also überraschend ein Effekt mit einfachen Mitteln erzielt werden, für den bisher bei der Parallelschaltung mehrere Regelkreise erforderlich waren. Sollte eine Einstellung bzw. Regelung des Temperaturgefälles zwischen den einzelnen Walzen bzw. den in Serie geschalteten Hohlräumen erwünscht sein, so ist es vorteilhaft, wenn die Durchflussmenge des Temperiermittels einstellbar, vorzugsweise über einen Regelkreis regelbar, ist. Zwar ist in der CH-PS 245 653 für eine einzige Walze bereits eine Durchflussmengenregelung vorgeschlagen worden, doch versteht es sich, dass eine derartige Regelung für die erfindungsgemässe Serienschaltung eine gänzlich andere Bedeutung hat.
  • Falls also geregelt werden soll, kann der Aufwand für die Regelung gegenüber den bisherigen Konstruktionen noch dadurch vermindert werden, dass eine geringere Anzahl von Regelgliedern wie Temperatufühler, Regelventile und/oder Regelkreise vorgesehen ist, als der Anzahl der Walzen entspricht, und dass vorzugsweise ein einziges Regelglied allen Walzen gemeinsam ist.
  • Einzelheiten der Erfindung ergeben sich anhand der nachfolgenden Beschreibung eines in der einzigen Figur der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles.
  • Ein Drei-Walzwerk besitzt eine Aufgabewalze 1, der zwei Reibwalzen 2, 3 nachgeschaltet sind. Alle Walzen 1, 2 , 3 sind in Draufsicht dargestellt, wobei zwischen den Walzen 1, 2 ein Aufgabekasten 4 für flüssiges oder pastöses Mahlgut in Form einer Suspension in bekannter Weise vorgesehen ist . Das fertige Produkt wird von der Walze 3 mit Hilfe eines Abstreifmessers 5 abgenommen und fliesst in Richtung des Pfeiles 6 in einen (nicht dargestellten) Behälter. Beispielsweise handelt es sich bei diesem Mahlgut um Druckfarben oder Kakaomassen.
  • Obwohl es gelegentlich vorkommt, dass die Walzen 1, 2 , 3 erwärmt werden müssen, liegt im allgemeinen das Problem in der Abführung der beimMahlprozess entstehenden Wärme. Hierzu ist ein Leitungssystem 7 mit einer Pumpe 8 vorgesehen, mit deren Hilfe ein Kühlmittel, im allgemeinen Wasser, von einer Kühlmittelquelle (nicht dargestellt) über ein einstellbares Reduzierventil 9 und ein Regelventil 10 in eine Zuflussleitung 11 gepumpt wird. Die Zuflussleitung 11 ist mit einem gleichachsig mit der Walze 3 verlaufenden und an dieser befestigten Einlassstutzen 12 verbunden, der im Inneren der Walze 3 in ein Einlassrohr 13 mündet.
  • Das Einlassrohr 13 besitzt an seinen beiden Enden je eine Verbindung zu einem Radialkanal 14 von wo aus das Kühlmittel direkt unter den Walzenmantel 15 gebracht wird. Um dabei für eine gleichmässige Verteilung des Kühlmittels zu sorgen, ist jeweils auf einem Absatz 16 der Stirnwandansätze 17, 18 der Walze 3 ein Innenzylinder 19 angeordnet, wobei zwischen dem Mantel 15 und dem Innen zylinder 19 in bekannter Weise schraubenlinienförmige Rippen 20 zur Bildung von Kühlmittelkanälen24 verlaufen. Es ist dies eine ähnliche Ausbildung, wie sie die DE-AS 1 003 946 zeigt. Entsprechend dieser bekannten Ausbildung besitzt der Innenzylinder 19 etwa in der Mitte der Längserstreckung der Walze 3 eine Abflussöffnung 21, so dass das die Wärme abtransportierende Kühlmittel in das Innere des Innenzylinders 19 gelangt, von wo es durch einen Abflusskanal 22 in eine Abflussleitung 23 gelangen kann.
  • Obwohl es bereits aus der DE-PS 1 178 201 bekannt ist, die von den Rippen 20 gebildeten Kühlkanäle 24 in Richtung auf den Abfluss 21 zu zu verengen, um so mit zunehmender Beladung des Kühlmittels mit Wärme dennoch eine gleichmässige Kühlwirkung aufgrund der höheren Strömungsgeschwindigkeit zu erhalten, ist diese Massnahme gerade im Zusammenhang mit der später noch besprochenen Serienschaltung von erhöhter Bedeutung. In diesem Zusammenhang wirkt sich auch günstig aus, dass das Kühlmittel über wenigstens zwei Radialkanäle 14 zugeführt wird, wobei es sich versteht, dass auch mehr als zwei solcher Radialkanäle 14 vorgesehen sein können und insbesondere die Radialkanäle 14 paarweise einer Abflussöffnung 21 zugeordnet sind.
  • Die Abflussleitung 23 bildet gleichzeitig die Zuflussleitung zu einem weiteren Einlassstutzen 112 der Walze 2, die in ihrem Inneren ebenso ausgebildet ist, wie dies anhand der Walze 3 beschrieben wurde. Dementsprechend tritt die Kühlflüssigkeit aus der Walze 2 am Ende ihres Durchflusses durch deren Hohlräume in eine Leitung 123, die wiederum die Zuflussleitung der Walze 1 bildet.
  • Nach Durchlauf der Kühlkanäle 24 der Walze 1 strömt das Kühlmittel über eine Abflussleitung 25 und ein Reduzierventil 26 in einen Abfluss oder Behälter 27. Zur Aufrechtrechterhaltung eines entsprechenden Druckes kann an die Abflussleitung 25 eine Rückführleitung 28 mit einem Rückschlagventil 29 vorgesehen sein, durch das bei Auftreten eines Ueberdruckes das Kühlwasser zur Pumpe 8 zurückgeleitet wird. Gewünschtenfalls könnte aber auch ein Umlaufbetrieb in der Weise vorgesehen sein, dass entweder die Pumpe 8 aus dem Behälter 27 über die Ventile 9 und 10 Kühlmittel erhält, wobei der Behälter 27 beispielsweise selbst gekühlt ist; gegebenenfalls kann anstelle der Abf lussleitung 25 auch lediglich die Rückführleitung 28 vorgesehen sein, in deren Verlauf (oder im Verlauf der Leitung 11) zweckmässig eine Kühlung durch entsprechende Einrichtungen erfolgt.
  • Aufgrund der Serienschaltung der Kühlleitungen 11, 23 und 123 ergibt sich zwangsläufig eine Temperaturdifferenz zwischen den Walzen 1, 2 und 3, die selbstverständlich dadurch entsteht, dass das Kühlmittel die von der Walze 3 abtransportierte Wärme in die Walze 2 einbringt und von dieser die Wärme in die Walze 1. Natürlich wäre es möglich, beispielsweise in den Leitung*23, 123 eine Kühlvorrichtung, etwa mit einem verdampfbaren Kühlmittel vorzusehen, um die Temperaturdifferenz beeinflussen zu können. An sich ist aber gerade bei flüssigem oder pastösem bzw. viskosem Mahlgut diese Temperaturdifferenz sogar erwünscht, weil die Uebergabe von der jeweils wärmeren auf die kältere Walze erleichtert ist.
  • Während aber diese Temperaturdifferenz bisher durch gesonderte Einstellmechanismen oder Regelkreise erreicht werden musste, ergibt sie sich bei der erfindungsgemässen Serienschaltung von selbst. Ueberdies kann die Temperaturdifferenz auch durch die Durchflussmenge bzw. Durchflussgeschwindigkeit durch die Walzen beeinflusst werden. Zu diesem Zwecke ist im dargestellten Ausführungsbeispiel das Steuerventil 10 vorgesehen, das durch das Ausgangssignal eines in der Leitung vorgesehenen Temperaturfühlers 30 mehr oder weniger aufgesteuert wird. Eine andere Möglichkeit besteht darin, durch das Ausgangssignal des Temperaturfühlers 30 die Motordrehzahl einer volumetrischen Pumpe 8 zu steuern. Da im allgemeinen die Temperaturdifferenz zwischen jedem Walzenpaar 3,2 bzw. 2,1 gleich sein wird, wird im Regelfall ein einziger Temperaturfühler 30 ausreichen. Gewünschtenfalls kann aber auch ein weiterer Temperaturfühler in der Leitung 123 vorgesehen sein, in welchem Falle für alle drei Walzen 1, 2, 3 nur zwei Temperaturfühler ausreichend sind und daher auch in diesem Falle an konstruktivem Aufwande gegenüber den herkömmlichen Parallelschaltungen gespart werden kann.
  • Falls zwei Temperatu'fühler jeweils in den Leitungen 23 bzw.
  • 123 vorgesehen sind, können diese entweder an eine Mischstufe angeschlossen sein, wobei das Mischsignal zur Regelung dient, oder es ist am Ausgange der beiden Temperaturfühler eine Auswahlschaltung vorgesehen, die den jeweils kritischten Wert (d.h. jenen Wert, der sich eher einem vorbestimmten Schwellwert nähert) auswählt und das zugehörige Ausgangssignal zur Bildung des Regelsignals für das Steuerventil 10 und/oder den Pumpenmotor verwendet. Eine derartige Auswahlschaltung enthält im Prinzip beispielsweise einen Differenzverstärker, dessen positives oder negatives Differenzsignal zur Aufsteuerung eines Tores im Signalweg des einen oder anderen Temperaturfühlers dient. Die Eingänge dieses Differenzverstärkers erhalten dabei jeweils das Ausgangssignal der beiden Temperaturfühler.
  • Eine solche Auswahlschaltung kann bei einem Walzwerk mit mehr als drei Walzen, z.B. bei einem Fünf-Walzwerk entsprechend mehrfach vorgesehen sein, oder es ist eine ähnliche Diodenschaltung vorgesehen, wie sie von Punktlichtanzeigen bei Leuchtdiodenschaltungen bekannt sind. Dabei sind mehrere Parallelkreise unterschiedlichen Widerstandes vorgesehen, in denen jeweils eine Diodenschaltung vorliegt, die als Schwellwertschalter unterschiedlich gestuften Schwellwertes dient.
  • Dadurch würde also gerade das Signal jenes Temperaturfühlers benutzt,der über seine zugehörige Diodenschaltung zur Regelstufe durchgelassen wird.
  • Die dargestellte Regelung kann aber, gemäss einer bevorzugten Ausführung, auch wie folgt funktionieren: Durch entsprechende Einstellung des Ventils 26 wird normalerweise die Zuhaltekraft des Rückschlagventiles 29 überwunden und das Temperiermittel, insbesondere Kühlwasser, im Kreislauf geführt. Dabei ist das Ventil 10 geschlossen. Besonders bei kleinen abzuführenden Wärmemengen bzw. bei langem, z.B. gekühlte Leitungssystem 7 mag ein solcher Kreislaufbetrieb über lange Zeit für die Kühlung ausreichen.
  • Sobald aber mittels des Temperaturfühlers 30 ein zu grosser Temperaturanstieg festgestellt wird, wird das Ventil 10 geöffnet und über das Drosselventil 9 Kaltwasser zugemischt.
  • Dies kann entweder so erfolgen, dass das Ventil nach Art einer Analogfunktion in dem Masse öffnet, wie die Temperatur einen vorbestimmten Wert überschreitet - oder das Ventil arbeitet digital bzw. nach Art einer Zweipunktregelung, indem es bei übermässigem Temperaturanstieg am Fühler 30 so lange öffnet, bis dort die Temperatur wieder entsprechend abgesunken ist. Dabei ist es auch denkbar, dass mehrere solcher Zweipunktventile jeweils in Parallelleitungen zu Temperiermittelquellen unterschiedlicher Temperatur führen, so dass je nach Temperaturunterschied durch Aufsteuern eines dieser Ventile Temperiermittel der jeweils gewünschten bzw. benötigten Temperatur zugeführt wird.
  • Durch die zugemischte Kühlwassermenge steigt der Druck im Gesamtsystem und überwindet dabei den voreingestellten Druck des Ventiles 26, das somit als einstellbares Ueberdruckventil auszubilden ist. Auf diese Weise kann der Ueberschuss an Kühlmittel abgelassen werden.
  • Die zuletzt geschilderte Regelung besitzt den Vorteil hoher Effizienz bei geringem Temperiermittelverbrauch und ist selbstverständlich vice-versa auch auf heizbare Walzen anwendbar. So ist es beispielsweise bekannt, heisse Brüden im Kreislauf zu führen und dabei jedesmal über einen Brüdenverdichter die verlorene Energie wieder zuzuführen.
  • Es sei erwähnt, dass anstelle von Kühlwasser auch ein verdampfbares Kühlmittel, z.B. Freon, durch die Walzen gelassen werden kann, dort jeweils teilweise verdampft und ausserhalb der Walzen einem Kondensator zugeleitet wird, wobei selbstverständlich ein Umlaufbetrieb vorgesehen ist. In diesem Falle mag die innere Konstruktion der Walzen von der anhand der Walze 3 beschriebenen Ausbildung abweichen, wie überhaupt im Rahmen der Erfindung zahlreiche Modifikationen möglich sind. So können statt des Rückschlagventiles 29 und/oder eines Ueberdruckventiles 26 auch - über Druckfühler - steuerbare Ventile vorgesehen sein. Auch kann in einer einfachen Ausführung das Ventil 10 nie ganz geschlossen sein, so dass stets ein gewisses Mindestmass frischen Temperiermittels zugeführt wird. Für manche Anwendungsfälle mag dabei eine Fixeinstellung dieses Ventiles 10 dann genügen, so dass auch der Temperaturfühler 30 wegfällt. Anderseits kann bei Verwendung eines gasförmigen Temperiermittels gegebenenfalls eine Druckerhöhung im System durch Zumischen frischen Temperiergases sogar in Kauf genommen werden, so dass auf die Leitung 25 verzichtet werden kann.
  • Ferner ist es auch möglich, dass über den Temperaturfühler 30, oder mehrere solcher Fühler, beide erwähnten Regelfunktionen, nämlich auch die Durchflussmengenregelung zur Einstellung der Temperaturdifferenz, realisiert werden, wobei z.B. die Zumischfunktion über das Ventil 10 und die Durchflussmengenregelung über die volumetrische Pumpe 8 oder ein nachgeschaltetes Ventil besorgt wird. Wird der Fühler 30 für die Durchflussmengenregelung herangezogen, ist Vorraussetzung, dass die Temperatur des zugeführten Temperiermittels bekannt ist, weil anders ja keine Temperaturdifferenz ermittelt werden kann. Unter dieser Voraussetzung kann dann sogar ein einziger Fühler 30 beide Funktionen entweder gleichzeitig regeln, indem sein Ausgangs signal beiden Regelkreisen zugeführt wird -oder es findet eine Regelung in Kaskade statt, wobei normalerweise nur die eine Regelfunktion (z.B. die Regelung der Pumpe 8) ausgeführt und bei zu hohen Temperaturdifferenzen (im Vergleich zu einem Sollwert) die zweite Regelfunktion zugeschaltet wird. Auch eine wechselweise Regelung der Durchflussmenge bzw. -geschwindigkeit einerseits und der Zumischung frischen Temperiermittels ist möglich.
  • - Leerseite -

Claims (9)

  1. PATENTANSPRUECHE ) Walzwerk, insbesondere zur Bearbeitung flüssigen oder pastösen Mahlgutes, mit mindestens zwei im Inneren wenigstens einen Hohlraum für den Durchfluss eines Temperiermittels, insbesondere eines Kühlmittels, aufweisenden Walzen, welcher Hohlraum jeweils mit einem\ Leitungssystem und einer Pumpe für den Zufluss bzw. den Abfluss des Temperiermittels verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlräume (24) der Walzen (1, 2, 3) über das Leistungssystem (7) in Serie geschaltet sind.
  2. 2. Walzwerk nach Anspruch 1, bei dem das flüssige oder pastöse Mahlgut von einer Walze an eine nachgeschaltete Walze abgebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlräume (24) der Walzen (1, 2, 3) im Gegenstrom zum Mahlgut von Kühlmittel durchströmt sind.
  3. 3. Walzwerk nach Anspruch 1, bei dem das flüssige oder pastöse Mahlgut von einer Walze an eine nachgeschaltete Walze abgebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlräume (24) der Walzen (1, 2, 3) in der gleichen Richtung von einem Wärmeträger durchströmt sind, in der das Mahlgut über die Walzen (1, 2, 3) läuft.
  4. 4. Walzwerk nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zum Regeln der Temperatur eine geringere Anzahl von Regelgliedern, wie Temperaturfühler, Regelventile und/oder Regelkreise vorgesehen ist, als der Anzahl der Walzen (1, 2, 3) entspricht, und dass vorzugsweise ein einziges Regelglied (30) allen Walzen (1, 2, 3) gemeinsam ist.
  5. 5. Walzwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitungssystem (7) für eine Kreislaufführung des Temperiermittels eine Rückführleitung (28) aufweist.
  6. 6. Walzwerk nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an die Rückführleitung (28) wenigstens eine Zumischleitung (9, 10) für frisches Temperiermittel über ein, vorzugsweise verstellbares, Ventil (10) angeschlossen ist.
  7. 7. Walzwerk nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (10) über einen Temperaturfühler (30) steuerbar ist.
  8. 8. Walzwerk nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Druckentlastung eine, vorzugsweise durch ein Druckventil (26) abgesicherte, Abflussleitung (25) an die Rückführleitung (28) angeschlossen ist.
  9. 9. Walzwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur Veränderung des Temperaturgefälles zwischen den in Serie geschalteten Hohlräumen(24) die Durchflussmenge des Temperiermittels einstellbar, vorzugsweise über einen Regelkreis (10, 30) regelbar, ist.
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