DE3400949A1 - Reissmaschine zum reisskonvertieren von chemiefasern - Google Patents
Reissmaschine zum reisskonvertieren von chemiefasernInfo
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Description
■ PATENTANWÄLTE
: DIPL.-ING. ALEX STENGER
Kaiser -Friedrich-Ring 70 DIPL.-ING. WOLFRAM WATZKE
D-4000 DÜSSELDORF II DI PL.-ING. H E I N Z J. RING
. -2 , EUROPEAN PATENT ATTORNEYS
Unser Zeidien: ^ γ ^ ^ Datum: 12. Januar 1984
Spinnereimaschinenfabrik Seydel & Co. GmbH, Arthur-Ladebeck-Straße
77, 4800 Bielefeld 1
Die Erfindung betrifft eine Reißmaschine zum Reißkonvertieren von Chemiefasern in Form endloser Filamente bzw. Kabel in
Faserbänder, mit einer oder mehreren Verzugszonen, von denen gegebenenfalls eine als Heizzone ausgebildet ist, mit einer
oder mehreren Reißzonen sowie mit einer Zuführeinrichtung für die Filamente bzw. Kabel und einer Abliefereinrichtung der
reißkonvertierten Faserbänder.
Chemiefasern werden als endlose Filamente bzw. Kabel mit hoher Gleichmäßigkeit hergestellt. Anschließend werden die Filamente
bzw. Kabel für die Weiterverarbeitung in der Sekundärspinnerei entsprechend ihrem Einsatzgebiet zur Umwandlung in Faserbänder
entweder auf die gewünschte Faserlänge geschnitten oder aber reißkonvertiert, wobei unter dem Reißverfahren das Reißen des
Kabels ohne Lokalisierung des Bruches verstanden wird. Während bei der ersteren Verarbeitung das ungeordnet vorliegende geschnittene
Fasermaterial anschließend zur erneuten Streckung und Parallelisierung der Fasern sowie Herstellung des Faserbandes
aufgelöst und kardiert bzw. gekrempelt werden muß, hat die letztere Verarbeitung den Vorteil, daß beim Konvertieren
die ausgezeichnete Parallellage der Fasern und die hohe Gleichmäßigkeit der Kabel erhalten bleibt. Hinzu kommt, daß man beim
Reißkonvertieren nur sehr selten oder gar nicht Nissen und Noppen findet. Im Gegensatz dazu lassen sich bei geschnittenen Fasern
in der Spinnereivorbereitung und beim Kardieren bzw. Krempeln Nissen sowie Noppen nicht vermeiden. Die Anzahl der Nissen und
Noppen nimmt beim Kardieren bzw. Krempeln i.a. mit steigender Maschinengeschwindigkeit und feiner sowie länger werdenden
Fasern zu. Dagegen wird die Sauberkeit der reißkonvertierten Pasern durch höhere Maschinengeschwindigkeiten und feinere
Fasern nicht beeinflußt, und es wird in jedem Fall im Gegensatz zu kardierten und gekrempelten Fasern auf das Nachkämmen verzichtet.
Zum Reißkonvertieren werden Reißmaschinen verwendet, die in
Transportrichtung hintereinander verschiedene Verzugs- und Reißzonen für die Verstreckung und das Reißen der Fasern aufweisen.
Das Fasermaterial wird auf die gewünschte Länge und das für den Folgeprozeß erforderliche Stapeldiagramm gerissen,
über eine Zuführeinrichtung werden die Filamente bzw. Kabel,
die vom Chemiefaserhersteller in Kartons oder in zunehmendem Maße auch in Ballen angeliefert werden, der Reißmaschine zugeführt.
Eine Abliefereinrichtung legt die reißkonvertierten Faserbänder in Kannen ab, nachdem sie zuvor gegebenenfalls
eine Dämpfanlage durchlaufen haben oder von einem Kühlband gekühlt werden.
Bei sämtlichen bisher bekannten Reißmaschinen, seien es Langstapelreißmaschinen
oder Kurzstapelreißmaschinen, sind die Verzugs- und Reißzonen in Reihe hintereinander angeordnet. Für
die Aufstellung der Reißmaschine werden daher sehr lange Räume bzw. Hallen benötigt. Es kann der Fall eintreten, daß eine
Reißmaschine aufgrund ihrer überlänge in einem bereits bestehenden Raum nicht aufgestellt werden kann, zumal wenn man auch bedenkt,
daß an beiden Enden der Reißmaschine eine Zuführeinrichtung für die Kabel und eine Abliefereinrichtung der reißkonvertierten
Faserbänder sowie Kannen aufgestellt werden müssen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Reißmaschine
der eingangs angegebenen Art kompakter zu gestalten, ohne daß die Qualität der reißkonvertierten Faserbänder dadurch beeinträchtigt
wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Reißmaschine vorgeschlagen,
bei der die Verzugs- und Reißzonen in mehreren übereinanderliegenden Etagen angeordnet sind.
Durch diese erfindungsgemäße Weiterbildung wird erreicht, daß die Reißmaschine in ihrer Länge wesentlich kürzer ist. Statt der bisher
üblichen l4m ist die verkürzte Reißmaschine nur noch 10m lang
oder kürzer. Dies bedeutet für den Betreiber der Reißmaschine eine Platzersparnis und damit eine Kostenersparnis, da er für die
Aufstellung der Reißmaschine weniger Platz benötigt. Die Erfindung macht sich dabei den Umstand zunutze, daß die einzelnen Zonen der
Reißmaschine nur eine relativ geringe Höhe benötigen, daß aber die Höhe der Räume, in denen die Reißmaschine aufgestellt wird, üblicherweise
hoch ist, so daß diese Raumhöhe bei sämtlichen bisher bekannten Reißmaschinen zwar für den Kabeleinzug, aber nicht für die
Maschine selbst ausgenutzt wird. Durch die verkürzte Bauweise verkürzt sich auch das Grundgestell, auf dem die Reißmaschine
lagert, so daß auch hier eine Kostenersparnis gegeben ist. Durch die kompakte Bauweise vereinfacht sich der Antrieb der Antriebszylinder, die von einem zentralen Hauptmotor angetrieben werden.
Darüberhinaus ergeben sich aufgrund der Kompaktbauweise bedienungsmäßige Vorteile. Schließlich ist trotz der Verkürzung
der Reißmaschine eine gleichbleibende Faser- und Bandqualität gewährleistet.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Verzugs- und Reißzonen
in zwei übereinanderliegenden Etagen angeordnet, so daß die üblichen Raumhöhen optimal ausgenutzt werden.
Vorzugsweise ist die Kabelführung in benachbarten Etagen gegenläufig.
Das Kabel durchläuft somit die einzelnen Zonen in den
Etagen gewissermaßen zick-zack-förmig, ohne daß das Kabel über
Umlenkrollen nach Erreichen des Endes der Etage wieder an den Anfang der nächsten Etage zurückgeführt werden muß.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist bei einer 2-etagigen Reißmaschine mit gegenläufiger Kabelführung der
oberen Etage das Kabel zuführbar, wobei in der oberen Etage die Verzugszone und in der unteren Etage die Reißzonen angeordnet
sind. Dabei kann die Verzugszone in der oberen Etage als Heizzone mit Verzug ausgebildet sein.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist zwischen zwei benachbarten Etagen mit gegenläufiger Kabelführung in den im
wesentlichen vertikalen Verlauf des Kabels von der einen Etage in die andere Etage eine im wesentlichen vertikal angeordnete
Verzugs- oder Reißzone, insbesondere eine erste Vorreißzone, geschaltet. Dies hat den Vorteil, daß die Reißmaschine noch
kürzer wird. Dies gilt insbesondere dann, wenn die erste Vorreißzone vertikal angeordnet wird, die üblicherweise relativ
lang ist.
In einer weiteren Ausführungsform sind drei Etagen vorgesehen,
wobei in der obersten Etage eine Verzugszone, die gegebenenfalls als Heizzone mit Verzug ausgebildet ist, in der mittleren Etage
eine erste Vorreißzone und in der untersten Etage die restlichen Reißzonen angeordnet sind. Auch in dieser Ausführungsform ist
die relativ lange erste Vorreißzone in einer separaten Etage angeordnet, was die Reißmaschine weiter verkürzt.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung schlägt vor, an den äußeren Enden der Etagen Antriebszylinder anzuordnen, so daß das Band
frei läuft und ein einwandfreier Übergang des Bandes von einer Etage in die andere gewährleistet ist.
Gemäß einem weiteren Merkmal kann die Kabelführung in zumindest einer der Etagen schräg sein. Dies hat den Vorteil einer vergrößerten
Umschlingung der am Beginn und am Ende der Schräge
-r '
angeordneten Antriebszylinder durch das Kabel, so daß aufgrund
einer größeren Seilreibung die Rutschgefahr auf den Antriebszylindern verringert ist. Dadurch lassen sich aber Antriebszylinder einsparen mit einer damit verbundenen Verkürzung der
Reißmaschine insgesamt.
einer größeren Seilreibung die Rutschgefahr auf den Antriebszylindern verringert ist. Dadurch lassen sich aber Antriebszylinder einsparen mit einer damit verbundenen Verkürzung der
Reißmaschine insgesamt.
Schließlich wird mit der Erfindung vorgeschlagen, daß oberhalb
der Etagen ein Einzugsgestell zur Zuführung des Kabels mit
einer zur obersten Etage gegenläufigen Kabelführung angeordnet
ist. Dieses Einzugsgestell hat somit gewissermaßen die Funktion
einer zusätzlichen Etage, so daß dieses nicht mehr vor der Reißmaschine in deren Längserstreckung aufgestellt werden muß, was
zwar keine Verkürzung der eigentlichen Reißmaschine bewirkt,
jedoch eine Verkürzung der Anlage insgesamt, zu der das Einzugsgestell zwingend gehört.
der Etagen ein Einzugsgestell zur Zuführung des Kabels mit
einer zur obersten Etage gegenläufigen Kabelführung angeordnet
ist. Dieses Einzugsgestell hat somit gewissermaßen die Funktion
einer zusätzlichen Etage, so daß dieses nicht mehr vor der Reißmaschine in deren Längserstreckung aufgestellt werden muß, was
zwar keine Verkürzung der eigentlichen Reißmaschine bewirkt,
jedoch eine Verkürzung der Anlage insgesamt, zu der das Einzugsgestell zwingend gehört.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der
zugehörigen Zeichnungen, in denen schematisch Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt sind. In den Zeichnungen zeigt:
zugehörigen Zeichnungen, in denen schematisch Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt sind. In den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1 eine Reißmaschine in einer ersten Ausführungsform
in schematischer Seitenansicht,
in schematischer Seitenansicht,
Fig. 2 eine Reißmaschine in einer zweiten Ausführungsform
mit einer anderen Anordnung der Druckwalzen in der Vorreißzone in schematischer Seitenansicht,
Fig. 3 eine Reißmaschine in einer dritten Ausführungsform mit einer geringeren Anzahl von Antriebszylindern
in schematischer Seitenansicht,
in schematischer Seitenansicht,
Fig. 4 eine Reißmaschine in einer vierten Ausführungsform
mit schräger Kabelführung in schematischer Seitenansicht und
Fig. 5 eine Reißmaschine in einer fünften Ausführungsform
mit vertikal angeordneter Vorreißzone in schematischer Seitenansicht.
Die in den Pig. 1 bis 5 der Zeichnungen dargestellten verschiedenen
Ausführungsformen von Reißmaschinen 1 dienen der
Verarbeitung von Chemiefasern, beispielsweise Acrylfasern. Das vom Chemiefaserhersteller in Kartons oder in zunehmendem
Maße auch in Ballen angelieferte Kabel 2 wird über ein über der Reißmaschine 1 angeordnetes Einzugsgestell 3 der Reißmaschine
zugeführt. Mit Hilfe des Einzugsgestells 3 wird das Kabel 2 durch leichte Anspannung geöffnet und mit kontrollierter Breite ohne
Palten und Drehungen in die Reißmaschine 1 geleitet. Das Einzugsgestell 3 ist von üblicher Bauart und wird daher an dieser Stelle
nicht näher beschrieben.
In der Reißmaschine 1 sind in einer unteren Etage El und in
einer darüber liegenden oberen Etage E2 in Transportrichtung hintereinander insgesamt fünf Verzugs- und Reißzonen I bis V
ausgebildet. Die Kabelführung in den übereinanderliegenden Etagen El, E2 ist dabei gegenläufig.
Das Kabel 2 wird nach Verlassen des Einzugsgestells 3 und nach
Passieren einer Umlenk- und Führungsrolle 4 einem Walzentrio mit Omega-Umschlingung, bestehend aus zwei angetriebenen Unterzylindern
5j 5' und einer hydraulisch belasteten Druckwalze 6,
in der oberen Etage E2 der Reißmaschine 1 zugeführt. In der sich daran anschließenden Verzugs- und Heizzone I mit einer Heizeinrichtung
7 wird das Kabel 2 im thermoplastisch warmen oder kalten Zustand verstreckt ohne zu reißen. Durch unterschiedliche Heiztemperaturen
und unterschiedliche Verstreckungsgrade in dieser Verzugs- und Heizzone I läßt sich das Schrumpfvermögen der Pasern
und damit der Garncharakter der aus diesen Pasern gesponnenen Bauschgarne beeinflussen. Ohne Betätigung der Heizeinrichtung 7
können hier die Pasern zum ersten Mal vorgerissen werden. Der Verzugs- und Heizzone I kann auch ein kleiner Verzug in einer
- 7
nicht dargestellten Verzugszone mit Omega-Umschlingung zum Ausstrecken der Transportkräuselung des Kabels 2 vorgeschaltet
werden. Fehlt wie in den dargestellten Ausführungsbeispielen diese Verzugszone, wird die Transportkräuselung des Kabels durch
geringen Verzug in der Verzugs- und Heizzone ausgestreckt.
Am Ende dieser Verzugs- und Heizzone I sowie der oberen Etage E2 ist ein Antriebs- und Umlenkzylinder 8 angeordnet, der das
verstreckte Kabel 2 auf die untere Etage El umlenkt und einer ersten Vorreißzone II zuführt. Dies ist in den Ausführungsbeispielen
gemäß den Fig. 1 bis 4 dargestellt. Die Vorreißzone II wird durch zwei Walzenquintetts begrenzt. Diese bestehen jeweils
aus quadratisch angeordneten Antriebszylindern 93 wobei an den
beiden unteren Antriebszylindern 9 jeweils eine Druckwalze 10 anliegt. Sowohl die Antriebszylinder 9 als auch die Druckwalzen
10 können wahlweise gekühlt werden, um ihre Lebensdauer zu erhöhen. Die Antriebszylinder 9 in den jeweiligen Walzenquartetts laufen
mit gleicher Geschwindigkeit. Die Umschlingung des Kabels 2 ist S-förmig. Die Anordnung der Antriebszylinder 9 muß so sein, daß
die Seilreibung des Kabels 2 groß genug ist und daß das Kabel sich zwischen den Antriebszylindern 9 nicht berührt. Die Kontaktübertragung
erfolgt hauptsächlich durch die Umschlingung der Antriebszylinder 9S d.h. durch Seilreibung. Die Druckwalzen 10
dienen im wesentlichen nur der Führung und Klemmung des Fasermaterials beim Maschinenstart bzw. -stop. Während man auf die
rechte Druckwalze 10 verzichten kann, ist die linke Druckwalze am Ende der Vorreißzone II für die meisten Fasertypen zwingend,
da dort die Fasern gerissen sind und die Gefahr besteht, daß diese seitlich ablaufen. Die Druckwalze 10 gibt eine zusätzliche Führung.
Dadurch daß die Antriebszylinder 9 auf der linken Seite der Vorreißzone II schneller laufen als die Antriebszylinder 9 auf
der rechten Seite zu Beginn der Vorreißzone II werden die Fasern
- 8
auf maximal etwa die Länge der Strecke gerissen. Der Verzug in dieser ersten Vorreißzone II ist ebenfalls wie der aller
anderen mit Hilfe von Wechselrädern variierbar. Die Höhe der Paserzugkräfte in dieser Zone verlangt bei vorgegebener
Antriebsleistung und Maschinenauslegung eine entsprechende Zonenlänge.
In der folgenden zweiten Vorreißzone III wird das Pasermaterial weiter eingekürzt. Da die Fasermasse hier geringer ist und
außerdem die Pasern bereits vorgerissen sind, kann diese zweite Vorreißzone III erheblich kürzer sein.
Es folgt schließlich die Reißzone IV und eine Nachreißzone V,
die durch drei Walzentrios 11, 12, 13 definiert werden. Die Walzentrios 11, 12, 13 bestehen jeweils aus einer Druckwalze
und zwei Unterzylindern. Die Zonen IV und V sind in ihrer Distanzweite verstellbar. In der Reißzone IV werden die Pasern
auf die gewünschte Faserlänge und das für den Folgeprozeß erforderliche Stapeldiagramm gerissen. Die Nachreißzone V
dient zum Nachreißen der überlangen Fasern.
Nach Verlassen des letzten Walzentrios 13 wird das so reißkonvertierte
Faserband 14 Ablieferwalzen 15 zugeführt, das das
Faserband 14 in eine Kräuselkammer 16 leitet. In dieser wird das Faserband 14 neu gekräuselt und entweder anschließend sofort
bei Eintritt in einen Fallschacht 17 mit Dampf von etwa
104° C ausgeschrumpft oder ungeschrumpft über ein Transportsystem 18 in einer Kanne 19 abgelegt. Zwischen dem letzten
Walzentrio 13 und den Ablieferwalzen 15 kann eine nicht dargestellte Spleißeinrichtung angeordnet werden, in der durch
Störungen an der Reißmaschine 1 entstandene Trennungen des Faserbandes 14 durch Verspleißen der Faserbandenden zu einem
kontinuierlichen Band wieder zusammengefügt werden können.
- 9
Die Ausführungsform gemäß Fig. 2 unterscheidet sich von der
Ausführungsform gemäß Fig. 1 dadurch, daß die Druckwalzen 10 der die erste Vorreißzone II definierenden Walzenquintetts
nur an einem Antriebszylinder 9 anliegen und nicht wie im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 mittig an den beiden unteren
Antriebszylindern 9 gelagert sind.
Die Reißmaschine 1 gemäß Fig. 3 weist zur Definierung der ersten Vorreißzone II auf der rechten Seite in der Zeichnung
ein Walzenquartett und auf der linken Seite in der Zeichnung ein Walzenquintett auf. Das Walzenquartett am Beginn der ersten
Vorreißzone II besteht aus drei Antriebszylindern 20, wobei an einem die Druckwalze 10 anliegt. Das Walzenquintett am Ende der
Vorreißzone II weist wie bekannt vier Antriebszylinder 9 sowie eine Druckwalze 10 auf, wobei das Faserband 14 die Antriebszylinder 9 Omega-förmig umschlingt. Durch die Verwendung von
weniger Antriebszylindem20 am Beginn der ersten Vorreißzone II
ist eine noch kompaktere Bauweise der Reißmaschine 1 möglich. Bei weniger kritischen Materialien können die drei Antriebszylinder 20 ausreichen, um ein Rutschen aufgrund einer zu geringen
Seilreibung zu verhindern.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 4 besitzt die gleiche Walzen- und
Zylinderanordnung wie die Ausführungsform gemäß Fig. 3· Allerdings
ist die Kabelführung in der unteren Etage El schräg durch eine andere Umschlingung der Antriebszylinder 9S 20. Die schräge
Kabelführung hat den Vorteil einer höheren Umschlingung und damit einer höheren Seilreibung bei den Antriebszylindern 9, 20 zu
Beginn und am Ende der Schräge.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 5 unterscheidet sich von den
Ausführungsformen gemäß den Fig. 1 bis 4 im wesentlichen dadurch,
- 10
-. 10
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daß zwischen der oberen Etage E2 und der unteren Etage El
die erste Vorreißzone II vertikal angeordnet ist. Diese erste Vorreißzone II wird durch ein Walzenquintett 21 in
der oberen Etage E2 und durch ein Walzensextett 22 in der unteren Etage El definiert.
In einer nicht dargestellten Ausführungsform kann diese erste
Vorreißzone II in einer separaten Etage zwischen der unteren Etage El und der oberen Etage E2 angeordnet werden.
Die in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Reißmaschinen 1 haben
gegenüber den bisher bekannten Reißmaschinen eine wesentlich geringere Länge durch die 2-etagige Bauweise. Sie benötigen
daher weniger Platz und sind aufgrund ihrer Kompaktbauweise einfacher zu bedienen.
1 Reißmaschine
2 Kabel
3 Einzugsgestell
4 Umlenk- und Führungsrolle 5, 5' Unterzylinder
6 Druckwalze
7 Heizeinrichtung
8 Antriebs- und Umlenkzylinder
9 Aritriebszylinder
10 Druckwalze
11 Walzentrio
12 Walzentrio
13 Walzentrio
14 Faserband
15 Ablieferwalzen
16 Krauselkammer
17 Fallschacht
18 Transportsystem
19 Kanne
20 Antriebszylinder
21 Walzenquintett
22 Walzensextett El untere Etage E2 obere Etage
I Verzugs- und Heizzone
II erste Vorreißzone
III zweite Vorreißzone
IV Reißzone
V Nachreißzone
/Ill·
- Leerseite -
Claims (1)
- PATENTANWÄLTEDIPL. ING. ALEX STENCERKnifer Friedrich Ring 70 DlPI .-INC. WOLFRAM WATZKED-4000 DÜSSELDORF II DIPL.-INC. HEINZ J . RINGEUROPEAN PATENT ATTORNEYbUnser Zeichen: ^ „,-, Datum: 12. Januar 1984Spinnereimaschinenfabrik Seydel & Co. GmbH, Arthur-Ladebeck-Straße 77, 4800 Bielefeld 1Ansprüche:1. Reißmaschine zum Reißkonvertieren von Chemiefasern in Form endloser Filamente bzw. Kabel in Faserbänder, mit einer oder mehreren Verzugszonen, von denen gegebenenfalls eine als Heizzone ausgebildet ist, mit einer oder mehreren Reißzonen sowie mit einer Zuführeinrichtung für die Filamente bzw. Kabel und einer Abliefereinrichtung der reißkonvertierten Faserbänder,dadurch gekennzeichnet, daß die Verzugs- und Reißzonen (I bis V) in mehreren übereinanderliegenden Etagen (El, E2) angeordnet sind.2. Reißmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzugs- und Reißzonen (I bis V) in zwei übereinanderliegenden Etagen (El, E2) angeordnet sind.3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kabelführung in benachbarten Etagen(El, E2)gegenläufig ist.k. Reißmaschine nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabel (2) der oberen Etage (E2) zuführbar ist und daß in der oberen Etage (E2) die Verzugszone (I) und in der unteren Etage (El) die Reißzonen (II bis V) angeordnet sind.- 25. Reißmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzugszone (I) in der oberen Etage (E2) als Heizzone mit Verzug ausgebildet ist.6. Reißmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen zwei benachbarten Etagen (El, E2) mit gegenläufiger Kabelführung in den im wesentlichen vertikalen Verlauf des Kabels (2) von der einen Etage (E2) in die andere Etage (El) eine im wesentlichen vertikal angeordnete Verzugs- oder Reißzone (II bis IV) geschaltet ist.7. Reißmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den zwei benachbarten Etagen (El, E2) eine erste Vorreißzone (II) vertikal angeordnet ist.8. Reißmaschine nach Anspruch 1 und 3> dadurch gekennzeichnet, daß drei Etagen vorgesehen sind, wobei in der obersten Etage eine Verzugszone (I), die gegebenenfalls als Heizzone mit Verzug ausgebildet ist, in der mittleren Etage eine erste Vorreißzone (II) und in der untersten Etage die restlichen Reißzonen(III bis V) angeordnet sind.9. Reißmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß an den äußeren Enden der Etagen (El, E2) Antriebszylinder (5, 8, 9} 20) angeordnet sind.10. Reißmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kabelführung in zumindest einer der Etagen El, E2 schräg ist.11. Reißmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Etagen(El, E2)ein Einzugsgestell (3) zur Zuführung des Kabels (2) mit einer zur obersten Etage (E2) gegenläufigen Kabelführung angeordnet ist.
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Family Applications (1)
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Owner name: SEYDEL VERMOEGENSVERWALTUNGSGESELLSCHAFT MBH, 4800 |
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