DE3443065A1 - Kristallines cephalexinhydrochloridmonohydrat, verfahren zu seiner herstellung und seine verwendung - Google Patents
Kristallines cephalexinhydrochloridmonohydrat, verfahren zu seiner herstellung und seine verwendungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf neue Cephalosporinderivate,
insbesondere auf ein neues kristallines Hydrochlorid-,jsalz
von Cephalexinmonohydrat, und auf dessen Herstellung aus bestimmten neuen kristallinen Alkanolsolvaten.
Während der vergangenen zehn Jahre bestand großes Interesse an der Entwicklung von Spendersystemen zur gesteuer-
2Q ten Wirkstofffreigäbe, die auf dem Konzept einer elementaren
osmotischen Pumpe beruhen, und hierzu wird beispielsweise
hingewiesen auf Theeuwes, F., "Elementary Osmotic Pump", J. Pharm. Sei., Band 64, 1975, Seiten 1987 bis 1991
und US-PS 3 845 770, US-PS 3 977 404, US-PS 4 008 719, US-PS 4 014 334, US-PS 4 016 880, US-PS 4 034 758, US-PS
4 036 227, US-PS 4 036 228, US-PS 4 096 238, US-PS
3 916 899, US-PS 4 111 203, US-PS 4 116 241, US-PS
4 160 020, US-PS 4 200 098 und US-PS 4 210 139.
gO Zur Wirkung in einem solchen Spendersystem muB der Wirkstoff
in Wasser und/oder Körperflüssigkeit so stark löslich
sein, daß hierdurch die Entwicklung eines ausreichenden osmotischen Druckunterschieds ermöglicht wird, damit
das Pharmazeutikum von der Vorrichtung freigegeben wird. Der Wirkstoff muß auch genügend stabil sein, damit er seine
pharmakologische Stärke während der gesamten Zeitdauer
der Wirkstoffabgabe beibehält. 5
Cephalexinmonohydrat, nämlich 7-(D-2-Amino-2-phenylacetamido)-3-methyl-3-cephem-4-carbonsäuremonohydrat,
siehe US-PS 3 655 656, hat sich zwar bei Menschen zur Behandlung von Bakterieninfektionen als äußerst wertvoll erwiesen,
weist jedoch ein solches pharmakokinetisches Profil auf, daß es am wirksamsten ist, wenn man es unter Anwendung
einer Mehrfachdosierungsvorschrift verabreicht. Diese Verbindung
sollte daher ein idealer Kandidat zur Einverleibung in ein osmotisch gesteuertes Abgabesystem der oben
•*-° beschriebenen Art sein, so daß sich die Dosierungshäufigkeit
verringern lassen sollte.
Cephalexinmonohydrat ist für eine Formulierung zu herkömmlichen Dosierungsformen, wie Kapseln und Tabletten, zwar
ideal geeignet, eignet sich als solches jedoch leider nicht als Wirkstoff in Dosierungsformen, die von der Technologie
einer osmotischen Pumpe Gebrauch machen, was hauptsächlich auf seiner verhältnismäßig niedrigen Wasserlöslichkeit
und dem sich dadurch ergebenden niedrigen osmotischen
25 Druck seiner Lösungen beruht.
Versuche zur Lösung dieses Problems durch Bildung des kristallinen
Natriumsalzes- des Monohydrats sind trotz einer ausreichenden Löslichkeit (552 mg pro ml in Wasser) dieses
Materials fehlgeschlagen, da es in Lösung rasch abgebaut wird und bei Umgebungstemperatur nur weniger als 2 Stunden
stabil ist.
Ferner sind auch Versuche zur Herstellung von Hydrochloridsalzen von Cephalexinmonohydrat in kristalliner Form unter
Anwendung herkömmlicher Verfahren insgesamt fehlgeschlagen. In diesem Zusammenhang ist zu bedenken, daß amorphe Cephalosporinderivate
allgemein instabil sind und daß lediglich
die kristallinen Formen von Cephalexin über eine für pharmazeutische
Formulierungen ausreichend hohe Stabilität verfügen.
Aus Obigem ergibt sich, daß Cephalexin und auch Cephalexinmonohydrat
zwar ein besonders wertvoller Wirkstoff zur Behandlung von Bakterieninfektionen sind, sich infolge ihrer
zu geringen Wasserlöslichkeit und des damit verbundenen zu niedrigen osmotischen Drucks entsprechender Lösungen
jedoch nur begrenzt anwenden lassen, so daß sie beispielsweise nicht in Dosierungsformen, die dem Prinzip einer
osmotischen Pumpe gehorchen, eingesetzt werden können. Aufgabe der Erfindung ist daher die Bereitstellung eines
neuen Cephalexinderivats, das diese Nachteile der bekannten . Formen von Cephalexin nicht kennt.
Die obige Aufgabe wird erfindungsgemäß nun durch ein neues
kristallines Cephalexinhydrochloridmonohydrat erreicht.
^O Die Synthese der erfindungsgemäßen Verbindung, nämlich
von kristallinem Cephalexinhydrochloridmonohydrat, war nur der im folgenden beschriebenen zufälligen Beobachtung
und der Entwicklung einer neuen Synthese zuzuschreiben, bei· der von einer unüblichen Gittertransformation Gebrauch
2° gemacht wird.
Das neue kristalline Salz ist in Wasser ungewöhnlich löslich und bildet in destilliertem Wasser von 37°C eine gesättigte
wäßrige Lösung, die 766 mg dieses Salzes pro ml enthält. Der pH-Wert dieser Lösung beträgt etwa 0,5. Diese
Lösung verfügt über einen osmotischen Druck von etwa 140 bar (143 Atmosphären). Dies steht im Gegensatz zu Cephalexinmonohydrat,
welches über eine Löslichkeit von nur 12,6 mg pro ml destilliertem Wasser verfügt, wobei diese
Lösung einen pH-Wert von 3,2 hat und über einen osmotischen Druck von lediglich 1,47 bar (1,5 Atmosphären) verfügt.
Die hohe Löslichkeit des Hydrochloridmonohydrats sorgt ferner dafür, daß sich unmittelbar nach der Verabreichung
in Form herkömmlicher pharmazeutischer Formulierungen, wie Tabletten und Kapseln, hohe Blutspiegel an Cephalexin ergeben.
Das neue erfindungsgemäße kristalline Salz zeigt bei Messung
mit einer 114,6 mm Debye-Scherrer-Kamera in einer nickelgefilterten Kupferstrahlung von 15,418 nm in Pulverform
folgendes Röntgenbeugungsspektrum:
| Abstände, d(nrn) | Relative Intensität |
| 1/I1 | |
| 140,3 | 1,00 |
| 70,8 | 0,33 |
| 54,2 | 0,33 |
| 46,3 | 0,73 |
| 44,1 | 0,27 |
| 43,1 | 0,13 |
| 41,7 | 0,47 |
| 39,9 | 0,13 |
| 37,8 | 0,40 |
| 37,0 | 0,27 |
| 35,5 | 0,53 |
| 33,8 | 0,20 |
| 32,1 | 0,07 |
| 31,2 | 0,07 |
| 30,3 | 0,07 |
| 28,5 | 0,13 |
| ■ 27,3 | 0,03 |
| 26,5 | 0,03 |
| 25,9 | 0,03 |
| 25,3 | 0,13 |
| 23,7 | 0,20 |
| 22,9 | 0,13 |
| 21,8 | 0,03 . |
| ,4 | d(nm) | - 7 | |
| ,96 | |||
| Abstände, | ,59 | ||
| 21 | |||
| 19 | |||
| 19 |
Relative Intensität
0,03 0,13 0,07
Wie bereits oben erwähnt, wurde nun überraschenderweise gefunden, daß sich aus den entsprechenden kristallinen
C,—C.-Alkanolhydrochloridsolvaten das kristalline Cephalexinhydrochloridmonohydrat
erhalten läßt.
Nach erfolgter Herstellung des neuen kristallinen Ethanolsolvats von Cephalexinhydrochlorid zeigte sich überraschenderweise,
daß dieses neue Cephalexinderivat instabil
1^ war. Es wurde jedoch dann gefunden, daß es unter bestimmten
Bedingungen an relativer Feuchtigkeit zu einer äußerst unüblichen Umwandlung kommt. Unter solchen Bedingungen
werden die Ethanolmoleküle im Kristallgitter daher durch Wassermoleküle ersetzt, wodurch das erfindungsgemäße Monohydrat
gebildet wird. Interessanterweise sind die in Pulverform gemessenen Röntgenbeugungsspektren dieser beiden
Solvate zwar ähnlich, jedoch nicht identisch, so daß es
nach erfolgtem Austausch zu einer molekularen Umlagerung des Gitterwerks gekommen ist.
Weitere Untersuchungen haben gezeigt, daß der gleiche Austausch
in einem größeren oder kleineren Ausmaß bei allen kristallinen C,—C.-Alkanolsolvaten auftritt.
Zur Erfindung gehört daher auch ein Verfahren zur Herstellung
von kristallinem Cephalexinhydrochloridmonahydrat, das darin besteht, daß man ein kristallines Cephalexinhydrochlorid-C,—C.-alkanolsolvat
hydratisiert.
Diese Hydratation wird vorzugsweise bewerkstelligt, indem
man das Solvat einer Atmosphäre, normalerweise Luft, aussetzt, die eine relative Feuchtigkeit von etwa 10 bis et-
wa 50 % hat. Temperaturen von etwa 10 bis etwa 500C ergeben
zufriedenstellende Umwandlungsgeschwindigkeiten. Je höher die Temperatur ist, um so niedriger soll im allgemeinen
die relative Feuchtigkeit sein.
Eine Hydratation des Alkanolsolvats ist am leichtesten bei den Methanol- und Ethanol solvaten. Eine Hydratation der
Propanol- und Butanolsolvate ist in der Tat schwieriger zu Ende zu führen.
Die erfindungsgemäßen kristallinen Alkanolsolvate können
hergestellt werden, indem man einen Überschuß an Chlorwasserstoff oder Chlorwasserstoffsäure zu einer alkanolischen
Suspension von Cephalexinmonohydrat gibt. Zur Her-
Stellung der C,—C?-Alkanolsolvate verwendet man vorzugsweise
wasserfreien Chlorwasserstoff, nämlich gasförmigen Chlorwasserstoff, während der Bildung des Alkanolsolvats.
Die C-.—C.-Alkanolsolvate werden dagegen vorzugsweise unter
Einsatz wäßriger Chlorwasserstoffsäure gebildet.
20
Das Cephalexinhydrochloridalkanolsolvat kristallisiert typischerweise aus der Lösung aus. Die Kristallisation
kann durch Kühlung vorzugsweise auf Kristallisationstemperaturen von 15 bis 25°C, und insbesondere auf Kristallisationsteorperaturen
von 20 bis 220C, oder durch Zusatz eines
Antilösungsmittels, wie eines Kohlenwasserstofflösungsmittels,
beispielsweise Hexan, unterstützt werden. Durch eine Animpfung mit Kristallen des Hydrochloridmonohydrats oder
Alkanolats läßt sich der Kristallisationsprozeß ebenfalls
30 unterstützen.
Die kristallinen Cephalexinhydrochloridalkanolsolvate sind neue Körper und gehören ebenfalls zur Erfindung.
Die als erfindungsgemäße Zwischenprodukte dienenden kristallinen
Cephalexinhydrochloridalkanolsolvate sind unter wasserfreien Bedingungen zwar verhältnismäßig stabil, wer-
den unter dem Einfluß einer Atmosphäre mit einer relativen Feuchtigkeit von über etwa 10 % jedoch instabil und in das
polymorphe erfindungsgemäße Monohydrat umgewandelt. Die Umwandlungsgeschwindigkeit
ist abhängig von der Teilchengrö-5
ße des Solvats, der relativen Feuchtigkeit, welcher es ausgesetzt ist, und der Umgebungstemperatur. Wird das Solvatzwischenprodukt
einer Atmosphäre hoher relativer Feuchtigkeit ausgesetzt, dann bildet das Material die erfindungsgemäße
kristalline Monohydratstruktur nicht, sondern wird
statt dessen eine amorphe Masse.
Bei.einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird das Ethanolhydrochloridsolvat Luft mit einer relativen Feuchtigkeit von etwa 20 bis etwa 4 5 % und
einer Temperatur von etwa 20 bis etwa 5O0C ausgesetzt. Unter
solchen Bedingungen ist die Umwandlung zur Form des erfindungsgemäßen kristallinen Hydrochloridmonohydrats
praktisch nach etwa 1 bis etwa 15 Tagen beendet.
Die Form des erfindungsgemäßen kristallinen Cephalexinhydrochloridmonohydrats
eignet sich als oral wirksames antibakterielles Mittel und bietet sich besonders dazu an,
hieraus Formulierungen mit verzögerter Wirkstoffabgabe
oder herkömmliche Dosierungsformen, wie Tabletten oder
2^ Kapseln, zu formulieren. Die Verbindung kann daher mit
herkömmlichen Trägern und Hilfsstoffen, wie Saccharose,
Polyvinylpyrrolidon, Stearinsäure, Stärke und dergleichen vermischt und eingekapselt werden, oder man kann die Formulierung
gewünschtenfalls auch zu Tabletten verpressen.
3-0 Eine bevorzugte Ausführungsform dieser Art ist eine für
eine Humanchemotherapie geeignete Tablette, die eine praktisch sofortige Freisetzung des Wirkstoffs in das biologische
System ermöglicht.
Solche pharmazeutische Formulierungen enthalten etwa 10
bis etwa 98 Gew.-% Wirkstoff, nämlich beispielsweise etwa 200 bis etwa 1200 mg Wirkstoff, und werden einem Menschen
* in einer Menge von einer oder mehr Dosen pro Tag verabreicht,
um hierdurch Bakterieninfektionen zu bekämpfen oder zu verhindern. Die Verbindung kann zusätzlich mit aus
polymerisierbaren Materialien, wie Methacrylatestern, GIykolen,
Hydroxysäuren, wie Milchsäure, und dergleichen hergestellten Polymeren vermischt und zu Tabletten und dergleichen
geformt werden.
Die kristalline Form des Cephalexinhydrochloridmonohydrats kann zwar unter Anwendung herkömmlicher Einkapselungs- und
Tablettierungstechniken zu oralen Verabreichungsformen formuliert sein, eignet sich jedoch insbesondere zur Formulierung
von Dosierungsformen zur gesteuerten Wirkstoffabgabe,
und zwar vor allem von Formulierungen, bei denen von der Technologie der Osmose für eine mengenmäßig gesteuerte
Wirkstoffabgabe Gebrauch gemacht wird. Eine für eine Abgabe durch eine osmotische Pumpe geeignete Verbindung muß in
Wasser oder einer ähnlichen Flüssigkeit so stark löslich sein, daß sie während einer ausreichend langen Zeitdauer
solubilisiert wird, damit sich eine kontinuierliche Wirkstoffversorgung
während einer gewünschten Zeitdauer in pharmakologisch wirksamen Mengen ergibt, wobei diese Ver-.
bindung in Lösung so stabil sein muß, daß sie während der gesamten Dauer der Verabreichung therapeutisch wirksam
bleibt. Die erfindungsgemäße Verbindung erfüllt die hierzu
erforderlichen Bedingungen an Solubilität, osmotischem Druck und Stabilität in einmaliger Weise.
Die Menge an Cephalexinhydrochloridmonohydrat, die in der osmotisch betriebenen Spendervorrichtung vorhanden ist,
ist nicht kritisch. Gewöhnlich handelt es sich hierbei jedoch um die Menge, die gleich oder größer ist als die Wirkstoff
menge, die zum osmotischen Betrieb der Vorrichtung während der gewünschten Zeitdauer der Wirkstoffabgabe erforderlich
ist, damit sich der gewünschte therapeutische Wirkstoffspiegel während der gewünschten Zeitdauer ergibt.
Die kristalline Struktur des erfindungsgemäßen Cephalexin-
j hydrochloridmonohydrats kann ferner ohne weiteres in einem
pharmazeutisch annehmbaren Reinheitsgrad hergestellt werden, bei der der Gehalt an verunreinigendem C..—C_-Alkanol
auf unter 2 Gew.-%, normalerweise auf unter 1 Gew.-%, erniedrigt sein kann. Das neue erfindungsgemäße polymorphe
Monohydrat weist daher normalerweise einen pharmazeutisch annehmbaren Reinheitsgrad von über 98 % auf und hat vor- .
zugsweise und typischerweise einen Reinheitsgrad von mehr als 99 Gew.-%.
10 .
Zur Erfindung gehört auch eine pharmazeutische Formulierung aus dem kristallinen Cephalexinhydrochloridmonohydrat
als Wirkstoff in Verbindung mit ein oder mehr pharmazeutisch annehmbaren Trägern öder Hilfsstoffen hierfür.
Die Menge an Cephalexinhydrochloridmonohydrat, die antibakteriell wirksam ist, macht etwa 1 bis etwa 30 mg pro kg
Körpergewicht des Tiers aus. Cephalexinhydrochloridmonohydrat entwickelt zwar ein Aktivitätsprofil, das dem Aktivitätsprofil
von Cephalexinmonohydrat sehr ähnlich ist, doch dürfte das Cephalexinhydrochloridmonohydrat höhere
Blutspiegel und eine rascher einsetzende Wirkung ergeben als das derzeit handelsübliche Cephalexinmonohydrat, da
es über eine ungewöhnlich größere Solubilität verfügt. Die
erfindungsgemäße Verbindung eignet sich daher insbesonde-25
re zur Herstellung von Tabletten, die den Wirkstoff sofort freisetzen.
Die Erfindung wird durch die folgenden nicht.beschränkenden
Beispiele weiter erläutert.
Beispiel 1 Cephalexinhydrochloridethanolsolvat
Man suspendiert Cephalexinmonohydrat (100 g) in 300 ml
35
absolutem Ethanol. Die Suspension wird bei 25°C gerührt, während man in die Suspension so lange Chlorwasserstoff
einleitet, bis alle Teilchen in Lösung gegangen sind. Das Reaktionsgemisch wird zwei Stunden bei 250C gerührt, worauf
man es auf O0C abkühlt und weitere 2 Stunden rührt. Das kristalline Produkt wird durch Filtration gesammelt,
worauf man es zuerst mit 200 ml eines l:l-Gemisches (Vol./ Vol.) aus Ethanol und Ethylacetat und dann mit 200 ml
Ethylacetat wäscht. Das Produkt wird als Cephalexinhydrochloridethanolsolvat
identifiziert. Die Ausbeute beträgt 5 3 g. Das NMR-Spektrum (D-O) ergibt folgende 6-Werte:
1,2 (t, 3H), 2,02 (s, IH), 3,23 (q, 2H), 3,65 (q, 2H), 5,0 (d, IH), 5,3 (s, IH), 5,61 (d, IH) und 7,59 (s, 5H).
Das Produkt zeigt bei Messung mit einem Diffraktometer in
einer nickelgefilterten Kupferstrahlung von 15,405 nm in
Pulverform folgendes Röntgenbeugungsspektrum:
Abstand, d(nm)
Relative Intensitäten, I/I,
144,8 100,4 91,6 85,8 73,4 61,0 57,5 54,8 50,8 46,2 43,2 40,2 39,7
37,8 37,2 36,8 34,3
1,00
0,005
0,01
0,02
0,095
0,055
0,05
0,175
0,01
0,035
0,035
0,025
0,025
0,01
0,035
0,06
0,01
- 13 -
Abstände, d(nm) Relative Intensitäten,
1/I1
| 33,6 | 0,06 |
| 31,6 | 0,035 |
| 30,4 | 0,035 |
| 27,4 | 0,01 |
| 25,4 | 0,01 |
| 25,2 | 0,025 |
| 24,5 | 0,01 |
| 24,2 | 0,015 |
Beispiel 2 Cephalexinhydrochloridmonohydrat
Eine Suspension von 45 kg Cephalexinmonohydrat in 168 Liter
absolutem Ethanol wird unter Rührung anteilweise während 30 Minuten mit 5,7 kg Chlorwasserstoff versetzt. Das
Reaktionsgemisch wird 30 Minuten bei 250C gerührt, worauf
man es auf 100C abkühlt und weitere 2 Stunden rührt. Der
gebildete kristalline Niederschlag wird durch Filtration gesammelt und dann zuerst mit 24 Liter eines 1:1-Gemisches
(Vol/Vol) aus Ethanol und Hexan und schließlich mit 22 Liter
Hexan gewaschen. Beim Filterkuchen handelt es sich aufgrund eines NMR-Spektrums um Cephalexinhydrochloridethanolsolvat
(das NMR-Spektrum stimmt mit dem in Beispiel 1 angegebenen Spektrum überein).
Dieses Ethanolsolvat weist folgende Elementaranalyse für
C.. ,H1-N-O-S-HCl-CH-CH0OH auf:
| Berechnet: | C | 50, | 29 | H | 5 | ,63 | N | 9 | ,77 | S | 7 | ,46 | Cl | 8, | 25 |
| Gefunden: | C | 50, | 03 | H | 5 | ,45 | N | 9 | ,84 | S | 7 | ,35 | Cl | 8, | 37 |
Der obige Filterkuchen aus dem Ethanolsolvat wird zwei Wochen einer Luftatmosphäre mit einer relativen Feuchtigkeit
von etwa 35 % bei einer Temperatur von etwa 25 bis 300C
ausgesetzt, wodurch man 31,76 kg Cephalexinhydrochloridmonohydrat
erhält.
Das NMR-Spektrum (D„O) zeigt folgende 6-Werte: 2,06 (s,
3H), 3,30 (q, 2H), 5,0 (d, IH), 5,32 (s, IH), 5,68 (d, IH)
und 7,61 (s, 5H).
Das IR-Spektrum (KBr) zeigt folgende Maxima in cm : 3290,
3120, 1760, 1710, 1680, 1560 und 1490.
Eine Wasseranalyse nach Karl Fisher ergibt einen Wassergehalt von 4,48 % (n = 4), was mit der Anwesenheit von etwa
1 Mol Wasser übereinstimmt. Der Restgehalt an Ethanol beträgt einer Bestimmung zufolge 0,68 %.
Das Cephalexinhydrochloridmonohydrat weist folgende Elementaranalyse
für C16H17N3O4S-HCl-H2O auf:
5
Berechnet: C 47,82 H 5,02 N 10,46 S 7,98 Cl 8,82 Gefunden: C 48,03 H 4,82 N 10,27 S 7,87 Cl 8,90
^O Eine Differentialthermoanalyse zeigt, daß die Verbindung
eine große breite Endotherme bei 1090C hat, was einen Verlust
an flüchtigen Materialien anzeigen dürfte, und eine scharfe Exotherme bei 2020C aufweist, was eine Zersetzung
der Verbindung anzeigen dürfte. Eine thermogravimetrische Analyse zeigt einen bei 630C beginnenden Gewichtsverlust,
der bei 1350C einem Gewichtsverlust von 5,7 % entspricht.
Bei 15O0C beginnt ein weiterer Gewichtsverlust, der bis
zur Zersetzung fortläuft. Die Verbindung verfügt in Pulverform über ein Röntgenbeugungsspektrum, das dem oben für
Cephalexinhydrochloridmonohydrat angegebenen Röntgenbeugungsspektrum entspricht.
Der Einfluß von Feuchtigkeit auf die Geschwindigkeit der
Veränderung von Cephalexinhydrochloridethanolsolvat zu Cephalexinhydrochloridmonohydrat wird durch Röntgen-
beugung von Proben des Ethanolsolvats nach Aufbewahrung bei 25°C in Kammern mit unterschiedlichen relativen Feuchtigkeiten
untersucht. Die Veränderung des Ethanolsolvats zum Monohydrat wird verfolgt, indem man das Verschwinden
eines Röntgenmaximums beobachtet, das einen d-Wert
von etwa 73,4 nm hat. Die Ergebnisse dieser Untersuchung gehen aus der Tabelle I hervor.
Verschwinden des Röntgenmaximums bei 73,4 nm im
Verlauf der Zeit bei verschiedenen Feuchtigkeiten bei 25°C
| Zeit (Stunden) |
0 | ■ Relative 20 |
Feuchtigkeit (%) .32 |
44 |
| 0 24 |
19 18 |
Einheiten 19 10 |
Einheiten 19 Einheiten 7 |
19 Einhei ten 2 |
| 48 | 17 | 8 | 5 | 1 |
| 72 | - | 6 | 4 | - |
| 144 | ' - | 4 | 2 | 0 |
| 260 | - | 2 | 1 | -■ |
| 888 | - | 1 | 0- | - |
Die Angabe "-" bedeutet, daß keine Ablesung vorgenommen worden ist.
Eine auf 70 % relativer Feuchtigkeit gehaltene Probe des Ethanolsolvats ist innerhalb von 24 Stunden vollständig
aufgelöst.
Stabilität von Cephalexinhydrochloridmonohydrat
Eine Probe von Cephalexinhydrochloridmonohydrat von Beispiel 2 wird durch Hochdruckflüssigkeitschromatographie
analysiert, wobei sich ergibt, daß sie 84,6 % Cephalexin
- 16 -
enthält (dies entspricht einer Reinheit von etwa 99,2 %
für das Cephalexinhydrochloridmonohydrat, wobei der Rest
praktisch insgesamt Ethanol ist). Proben dieses Materials werden bei verschiedenen Temperaturen während einer längeren
Zeitdauer aufbewahrt. Die Proben werden periodisch durch Hochdruckflüssigkeitschromatographie (HPLC) und
durch Titration nach Karl Fischer (KF) untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchung gehen aus der folgenden Tabelle
II hervor.
ω
ο
ο
60
to
TABELLE II
Stabilität von Cephalexinhydrochloridmonohydrat als Haufenware
Stabilität von Cephalexinhydrochloridmonohydrat als Haufenware
| Zeitpunkt d. Untersuchung |
HPLC+ | 5°C* KF |
Gesamt | HPLC+ | 250C KF |
Gesamt | HPLC+ | 400C KF |
Gesamt | HPLC+ | 500C KF |
Gesamt |
| Beginn | 84,01 | 5,58 | 89,59 | 84",Ol | 5,58 | 89,59 | 84,01 | 5,58 | 89,59 | 84,01 | 5,58 | 89,59 |
| 1,5 Monate | 81,42 | 6,28 | 87,70 | 84,01 | 5,66 | 89,67 | 84,46 | 5,47 | 89,93 | 85,06 | 5,50 | 90,56 |
| 3 Monate | 80,34 | 5,25 | 85,59 | 84,42 | 4,81 | 89,23 | 83,74 | 4,70 | 88,44 | 84,41 | 4,63 | 89,04 |
| 6 Monate | 78,86 | 5,60 | 87,40 | 86,52 | 4,23 | 90,75 | 86,45 | 4,14 | 90,59 | 86,34 | 4,38 | 90,72 |
| 9 Monate | 80,95 | 6,20 | 87,15 | 84,10 | 5,28 | 84,38 | 83,82 | 5,11 | 88,93 | 83,16 | 5,19 | 88,35 |
| 12 Monate | 77,77 | 9,07 | 86,84 | 83,33 | 6,97 | 90,30 | 84,66 | 4,81 | 89,47 | 83,83 | 4,71 | 88,54 |
* Diese Probe wird in einen feuchtigkeitsdurchlässigen Kunststoffbehälter gegeben und in
einem Kühlschrank aufbewahrt, dessen Atmosphäre ziemlich feucht ist. Die hierdurch bedingte ständige Einwirkung hoher Feuchtigkeit dürfte zur beobachteten Zersetzung und
Zunahme des Wassergehalts beitragen.
einem Kühlschrank aufbewahrt, dessen Atmosphäre ziemlich feucht ist. Die hierdurch bedingte ständige Einwirkung hoher Feuchtigkeit dürfte zur beobachteten Zersetzung und
Zunahme des Wassergehalts beitragen.
+ Die angegebenen Daten beziehen sich auf wasserfreies Cephalexin.
GO CD CO
Beispiel 5
Cephalexinhydrochloridmethanolsolvat
Cephalexinhydrochloridmethanolsolvat
Wasserfreies Methanol (100 ml) wird auf 50C gekühlt und
mit gasförmigem Chlorwasserstoff (8 g) behandelt. Sodann wird Cephalexinmonohydrat (35,2 g) bei Raumtemperatur zugesetzt.
Es kommt zu einer Auflösung des Cephalexinmonohydrats unter anschließender (innerhalb von 15 Minuten)
Bildung einer dicken Aufschlämmung der Titelverbindung. Die Ausbeute beträgt 18,0 g.
Dieses Material zeigt in Gegenwart der Mutterlauge bei
Messung mit einer 114,6 mm Debye-Scherrer-Kamera in einer
nickelgefilterten Kupferstrahlung von 15,418 nm in einem
geschlossenen Glaskapillarrohr folgendes Röntgenbeugungsspektrum:
Abstände, d(nm)
Relative Intensitäten I/I,
139,7 71,0 65,0 60,8 56,5
1,00 0,49 0,01 0,01 0f 15
54,0 46,9 45,1 43,8 42,3
0,40 0,43 0,03 0,03 0,50
40,4 37,8 36,1 34,8 34,1
0,03 0,66 0,44 0,29 0,18
Abstände, d(nm)
Relative Intensitäten
i/i,
32,7 30,7 29,3 28,6 27,4
0,04 0,12 0,06 0,18 0,03
26,1 25,6 24,2 23,1 22,2
21,5
20,5
19,92
19,46
18,85
17,90 17,48 17,08
0,06 0,13 0,10 b 0,13 0,06
0,04 0,07 0,01 0,03 0,06 b
0,01 0,03 0,01
Cephalexinhydrochloridmonohydrat
Man löst Chlorwasserstoffgas (7,0 g) in !Methanol (100 ml)
30 bei Raumtemperatur. Das Methanol ist wasserfrei (eine Analyse nach Karl Fischer zeigt einen Wassergehalt von weniger
als 0,12 Gew.-%). Das Reaktionsgemisch wird dann mit Cephalexinmonohydrat (35,2 g) in fester Form versetzt. Es
kommt zu einer Auflösung. Etwa 15 Minuten hach Animpfung 35 mit Cephalexinhydrochloridmonohydrat kommt es zur Auskristallisation
von Cephalexinhydrochloridmethanolsolvat. Die Kristallisationswärme verursacht einen Temperaturanstieg
von 220C auf 30°C. Nach dreistündigem Stehenlassen bei
Raumtemperatur wird das Produkt abfiltriert und dann mit kaltem Methanol gewaschen. Durch NMR-Analyse ergibt sich
die anfängliche Bildung des Methanolsolvats. 5
Das so hergestellte Methanolsolvat wird drei Tage einer Luftatmosphäre ausgesetzt, die eine relative Feuchtigkeit
von etwa 35 % hat und eine Temperatur von 28°C aufweist, wodurch man 18,1 g kristallines Cephalexinhydrochloridmonohydrat
erhält, dessen NMR- und IR-Spektren identisch sind mit dem Produkt von Beispiel 2.
Beispiel 7 15 Cephalexinhydrochloridisopropanolat
Cephalexindimethylformamiddisolvat (300 g) wird in Isopropanol
(2,215 Liter) aufgeschlämmt und auf 13°C gekühlt. Das Reaktionsgemisch wird bei einer Temperatur zwischen
20 13 0C und 170C tropfenweise rasch mit konzentrierter
Chlorwasserstoffsäure (190 ml) versetzt. Nach beendeter .
Zugabe ist eine gelbe Lösung gebildet. Die Lösung wird auf 200C erwärmt und langsam gerührt. Cephalexinhydrochlo-ridisopropanolsolvat
kristallisiert in Form einer dicken Aufschlämmung aus, die man 2 Stunden bei Raumtemperatur
rührt, mit Hexan behandelt, mit 200 ml Isopropanol versetzt und dann weitere 3 Stunden bei Raumtemperatur rührt,
abkühlt und anschließend filtriert. Das Produkt wird dann mit einem 1:1-Volumengemisch aus Isopropanol und Hexan
(zweimal 100 ml) gewaschen. Die Ausbeute beträgt 254,1 g.
Dieses Material zeigt bei Messung mit einer Debye-Scherrer-Kamera
unter Verwendung einer nickelgefilterten Kupferstrahlung von 15,418 nm folgendes Röntgenbeugungsspektrum:
Abstände d(nm) Relative Intensitäten
■ι
146,1
' 74,4
61,5
57,0
46,8 1,00
0,17
0,06
0,27b
0,30
44,0 42,9 41,0 39,7 38,3 0,12
0,12
0,09.
0,06
0,33
36,9 35,3 34,3 32,5 30,4
29,6 28,0 26,9 25,6 25,0
24,3 23,5 22,7 22,1 21,3 0,12 0,09 0,18 0,06 0,09
0,02 0,08 0,0.3 0,09 0,02
0,02 0,02 0,08 0,03 0,02
20,5 0,03
Beispiel 8
Cephalexinhydrochloridmonohydrat
Man gibt das Isopropanolatprodukt (35 g) von Beispiel 7
in den unter der Bezeichnung Lab-Line vertriebenen Fließbetttrockner und läßt das Material bei Temperaturen zwischen
24 und 27°C feucht werden. Nach 18,5 Stunden zeigen NMR-Untersuchungen des Endprodukts, daß etwa 54 % des als
Ausgangsmaterial eingesetzten Isopropanolats zum kristallinen Hydrochloridmonohydrat umgewandelt worden sind.
Beispiel 9
Cephalexinhydrochlorid-n-propanolsolvat
Cephalexinhydrochlorid-n-propanolsolvat
Man schlämmt Cephalexinmonohydrat (35,2 g) in wasserfreiem n-Propanol (150 ml) auf, das auf etwa 100C gekühlt ist,
und behandelt die Aufschlämmung mit gasförmigem Chlorwasserstoff
(6,1 g). Die so gebildete Lösung wird mit dem Isopropanolatsolvat von Beispiel 7 angeimpft. Man gibt
weiteres n-Propanol (50 ml) zu und rührt das Reaktionsge-· misch weitere 3 Stunden bei Raumtemperatur, worauf das gewünschte
n-Propanolsolvat als Aufschlämmung auskristallisiert.
Nach zweistündiger Kühlung der Aufschlämmung wird die Titelverbindung in einer Ausbeute von 39,1 g isoliert.
Ein NMR-Spektrum zeigt, daß es sich bei diesem Material um das n-Propanolatsolvat handelt. Das Röntgenbeugungsspektrum
dieses Materials, das wie für das Methanolat ermittelt wird, nämlich für das n-Propanolat, zeigt folgende
Daten:
Abstände, d(nm)
| Relative | Intensitäten |
| I/ | 1I |
| 1, | 00 |
| 0, | 41 |
| 0, | 06 |
149,2 75,8 62,7
Abstände, d(nin) Relative Intensitäten I/I-,
59,6 55,7· 0,13 0,34
46,5 43,8 42,3 40,6 37,8 0,59 0,41 0,44 0,41 0,59
36,6 35,0 34,6 34,1 32,3 0,06 0,13 0,22 0,16 0,06
30,8 29,6 28,1 27,6 26,7 0,11 0,03 0,03 0,05 0,02
26,0 25,3 24,7 23,7 23,3 0,06 0,06 0,03 0,03 0,03
22,5
21,8
20,3
19,86
19,04
18,82 18,20 17,77 17,35 0,02 0,11 0,02 0,03 0,05
0,03 0,02 0,02 0,02
_T4 -
Beispiel 10 Cephalexinhydrochloridmonohydrat
^ Man läßt das Produkt von Beispiel 9 an der Luft bei 30 bis
35°C unter einer relativen Feuchtigkeit von etwa 35 % trocknen. Nach 15 Tagen zeigen NMR-Untersuchungen, daß
etwa 73 % des n-Propanolatsolvats zum im Titel genannten
Monohydrat überführt worden sind. 10
Beispiel 11
Tablette für eine sofortige Produktfreigabe Bestandteile Menge
| 617 | ,7 | mg |
| 12 | ,6 | mg |
| 26 | ,0 | mg |
| 12 | ,6 | mg |
| 6 | ,3 | mg |
Cephalexinhydrochloridmonohydrat
von Beispiel 2 (850 μg Cephalexin pro mg)
Povidon
2Q Natriumcarboxymethylcellulose
(quervernetzt)
Stearinsäure
Magnesiumstearat
Magnesiumstearat
Das Cephalexinhydrochloridmonohydrat wird mit Povidon in
Dichlormethan granuliert. Nach Trocknung und Sichtung vermischt man die Granulate gleichförmig mit den restlichen
Bestandteilen und verpreßt das Ganze.
Beispiel 12
30
30
Tablettenformulierung
Bestandteile Menge
Cephalexinhydrochloridmonohydrat
(Beispiel 2) 617,7 mg
Povidon 12,6 mg
Bestandteile " Menge
R
Emcosoy <',,,. ύ 26,0 mg
Emcosoy <',,,. ύ 26,0 mg
(Hilfsstoff auf Basis entfetteter
Sojabohnen, Edward Mendell Co., Inc., V.St.A.)
Stearinsäure 12,6 mg
Magnesiumstearat 6,3 mg
Die obigen Bestandteile werden wie im Beispiel 11 beschrieben miteinander vermischt und zu Tabletten verpreßt.
10
Beispiel 13
Bestandteile . Menge
Cephalexinhydrochloridmonohydrat
(von Beispiel 2) 617,7 mg
Povidon 12,6 mg
Stärke 26,0 mg
Stearinsäure 12,6 mg
Magnesiumstearat · 6,3 mg 20
Die Bestandteile werden nach dem in Beispiel 11 beschriebenen Verfahren vermischt. Die erhaltenen Tabletten werden
mit Hydroxypropylmethylcellulose überzogen, und sie eignen sich dann als antibakterielle pharmazeutische Form
für eine sofortige Wirkstoffabgabe.
Beispiel 14
Kapselformulierung 30
Bestandteile Menge
Cephalexinhydrochloridmonohydrat Povidon
Magnesiumstearat 35
Die Bestandteile werden gleichförmig miteinander vermischt und in eine längliche Gelatinekapsel abgefüllt.
| 450 | mg |
| 10 | mg |
| 5 | mg |
Claims (9)
1. Kristallines Cephalexinhydrochloridmonohydrat.
2. Pharmazeutische Formulierung, dadurch ge
kennzeichnet , daß sie das kristalline Cephalexinhydrochloridmonohydrat als Wirkstoff in Verbindung
mit einem oder mehreren pharmazeutisch annehmbaren Trägern
oder Hilfsstoffen hierfür enthält.
3. Verwendung von kristallinem Cephalexinhydrochloridmonohydrat
als Pharmazeutikum.
4. Verfahren zur Herstellung von kristallinem Cephalexinhydrochloridmonohydrat,
dadurch gekenn zeichnet, daß man ein kristallines Cephalexinhydrochlorid-C,—C4-alkanolsolvat
hydratisiert.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß man ein kristallines Cephalexinhydrochlorid-C,-C^-alkanolsolvat
hydratisiert.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet , daß man die Hydratation
durchführt, indem man das Solvat einer Atmosphäre mit einer relativen Feuchtigkeit von etwa 10 bis etwa 50 % aussetzt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet
, daß das Solvat das Ethanolsolvat ist.
° 8. Kristallines Cephalexinhydrochlorid-C.-C.-alkanolsolvat
.
9. Kristallines Cephalexinhydrochloridethanolsolvat.
20
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|---|---|---|---|
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