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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein neues Verfahren zum Herstellen
von Argininsalzformen eines chiralen Fluorchinolons. Insbesondere
betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen für Argininsalzformen von
S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure.
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Hintergrund der Erfindung
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Das
unter dem Namen S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure bekannte
chirale Fluorchinolon ist in dem Patent
JP 63,192,753 A ,
JP 05,339,238 A und
unseren anhängigen
U.S. Patentanmeldungen Nr. 09/566,875 und 09/640,947,
WO 00/68229 und PCT-Anmeldung
PCT/IN00/00111 beschrieben.
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S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure ist
ein optisch aktives Isomer einer in
US
Patent 4,399,134 beanspruchten racemischen Verbindung. Obwohl
S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure derzeit
kein Bestandteil eines gewerblichen Produkts ist, ist es möglicherweise
als gewerbliches antimikrobielles Mittel verwendbar.
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S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure weist
eine wässrige
Löslichkeit
von 0,8 bis 2,0 mg/ml über
einen pH Bereich von 8,0 bis 9,5 bei 28°C auf, daher entstehen Probleme
wenn das Arzneimittel als Tablette oder Kapsel formuliert werden
soll oder beim Herstellen von Formulierungen für die Verabreichung über eine
Magensonde oder parente rale Injektionen. Der Bedarf für ein Salz
ist klar gegeben, da das Fehlen einer geeigneten Salzform die Entwicklung
von geeigneten Dosierungsformen für die systemische Verwendung
in Säugetieren
erschweren kann.
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S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure hat
einen pKa Wert von 6,80, was auf den Charakter einer schwachen Säure hinweist
und daher das Vermögen
hat ein Salz mit einer geeigneten Base zu bilden. Im Allgemeinen
induziert die Umwandlung einer pharmakologisch aktiven Verbindung
in eine Salzform eine Veränderung
in den physikochemischen Eigenschaften der Verbindung wie der Löslichkeit,
der Absorptionsgeschwindigkeit, etc. Pharmakologisch erwünschtere
Salzformen können
ausgewählt
werden, indem untersucht wird ob eine kristalline oder amorphe Form oder
polymorphe oder pseudopolymorphe Form hergestellt werden kann oder
ob nicht, und indem die Eigenschaften einschließlich ihrer physikochemischen
oder biologischen Eigenschaften bestimmt werden. Ein Pseudopolymorph
ist ein Polymorph, der sich von einem echten Polymorph durch die
Aufnahme eines Lösungsmittels
unterscheidet (Solidstate Chemistry of Drugs, 2 nd Ed. S. R. Byrn
et al. (Eds.) SSCI, Inc. 1999, Seite 541).
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Pharmazeutisch
geeignete Salze der racemischen S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure, wie
Salze mit anorganischen Basen und organischen Basen werden in dem
Text von Otsuka's
US Patent Nr. 4,399,134 erwähnt. Neben
Salzen mit anorganischen und organischen Basen werden Aminosäuresalze
von S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure in unserer
anhängigen
US Patentanmeldung Nr. 09/566,875 und US Patentanmeldung Nr. 09/640,947,
WO 00/68229 und PCT-Anmeldung
Nr.
PCT/IN00/00111 aufgezeigt.
Der Gegenstand dieser Anmeldungen wird hierin unter Bezugnahmen
aufgenommen.
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S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure L-Argininsalz
0,25 Hydrat und S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2- Carbonsäure L-Argininsalz
0,75 Hydrat, die in Beispielen 7 und 8 der
US Patentanmeldungen 09/566,875 und
Nr.
09/640,947 ,
WO 00/68229 und PCT-Anmeldung
Nr.
PCT/IN00/00111 entsprechend
beschrieben sind, sind hoch hygroskopisch und verwandeln sich nach
Aussetzen gegenüber
einer relativen Feuchtigkeit von 41% in Sirup. Dies stellt höchste Probleme
im Massen- oder Produktionsmaßstab
dar. Viele mit Wasser verbundene Hydrate und Salze sind für Veränderungen
in der Feuchtigkeit anfällig,
sind hygroskopisch unter ungünstigen
Lagerbedingungen und während
deren pharmazeutischer Verarbeitung zu Arzneimittelformen.
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Aminosäuresalze,
anorganische Base- und Alkalisalze und organische Basesalze von
S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure wurden hergestellt
und von den Erfindern untersucht und es wurde herausgefunden, dass:
- (a) das Argininsalz in entweder einer im Wesentlichen
kristallinen Form oder einer im Wesentlichen amorphen Form bestehen
kann, wobei jede Form unterschiedliche physikochemische, Löslichkeits-
und Stabilitätseigenschaften
aufweist;
- (b) das Argininsalz weniger als das Natriumsalz gegenüber dem
Absorbieren von Feuchtigkeit bei spezifischen Feuchtigkeitsgraden
anfällig
ist;
- (c) das Argininsalz, ob kristallin oder amorph, eine geringere
Neigung besitzt, Phlebitis hervorzurufen als die Natrium- oder Kaliumsalze,
wie es in Ratten durch intravenöse
Verabreichung bestimmt wurde; und
- (d) das Argininsalz in Nagetieren weniger toxisch als die alkalischen
Salzformen ist.
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Zusammenfassend
wurde von den Erfindern herausgefunden, dass die im Wesentlichen
kristalline Form und die im Wesentlichen amorphe Form des Argininsalzes
von S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure sehr
erwünschte
Eigenschaften aufweisen, da sie unter bestimmten Bedingungen, eine
geringere Hygroskopizität,
günstige
wässrige
Löslichkeit, eine
geringe Neigung Phlebitis hervorzurufen und günstige akute toxische Werte
besitzen. Es wird erwartet, dass diese Formen als pharmazeutische
Mittel im Vergleich zu dem Natriumsalz, anderen anorganischen Base-/Alkalisalzen,
organischen basischen Salzen und anderen Aminosäuresalzen sehr geeignet sind.
Diese Vorteile werden aus den nachfolgend gezeigten experimentellen
Daten offensichtlich.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Der
Hauptgegenstand der Erfindung betrifft entsprechend Verfahren zum
Herstellen von Argininsalzen von S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure der
Formel I
Formel
I in der x 0 bezeichnet.
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Ein
anderer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist das Bereitstellen
eines Verfahrens für
die Massenherstellung von S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure Argininsalzen
dieser Erfindung.
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Kurzbeschreibung der Figuren
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Die
Erfindung wird jetzt ausführlicher
unter Bezugnahme auf die begleitenden Figuren beschrieben.
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1 zeigt
ein Pulver-Röntgendiffraktrometrie-(XRPD)Spektrum
der im Wesentlichen kristallinen Form von S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure Argininsalz
der Erfindung.
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2 zeigt
ein Pulver-Röntgendiffraktrometrie-(XRPD)Spektrum
der im Wesentlichen amorphen Form von S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure Argininsalz
der Erfindung.
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3 zeigt
ein Differentialscanning-Kalorimetrie-(DSC)Thermogramm der im Wesentlichen
kristallinen Form von S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure Argininsalz
der Erfindung.
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4 zeigt
ein Differentialscanning-Kalorimetrie-(DSC)Thermogramm der im Wesentlichen
amorphen Form von S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure Argininsalz
der Erfindung.
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5 zeigt,
dass die Partikelgröße, die
als mittlerer Massendurchmesser der im Wesentlichen kristallinen
Form von S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxy-piperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure Argininsalz
der Erfindung gemessen wurde, ca. 84 μm beträgt und die Partikelgröße der im Wesentlichen
amorphen Form von S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure Argininsalz
der Erfindung ca. 32,5 μm
beträgt.
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6 zeigt,
dass die Dichte der im Wesentlichen kristallinen Form der Erfindung
zwischen 0,51 g/cm3 (nicht geklopft) und
0,7 g/cm3 (geklopft) liegt und dass die
Dichte der im Wesentlichen amorphen Form der Erfindung zwischen
0,52 g/cm3 (nicht geklopft) und 0,7 g/cm3 (geklopft) liegt.
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Offenbarung der Erfindung
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Die
Erfindung betrifft entsprechend neue Verfahren zum Herstellen von
Argininsalzen von S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure der
Formel I
Formel
I in der x 0 bezeichnet.
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Diese
Salze haben eine günstige
wässrige
Löslichkeit,
sind in feuchten Bedingungen stabil und haben eine günstige Bioverfügbarkeit,
haben eine geringe Neigung Phlebitis hervorzurufen und eine geringe
Toxizität wenn
sie an Säugetiere
verabreicht werden.
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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen dieser Salze.
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Ein
bevorzugtes Argininisomer ist das S-Isomer, das heißt L-Arginin.
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Das
erfindungsgemäß hergesteilte
Argininsalz ist im Wesentlichen ein Anhydrat in dem x = 0 ist. Dieses
Anhydrat kann in zwei polymorphen Formen bestehen, wobei die eine
als im Wesentlichen amorphe Form (nachfolgend amorphe Form) und
die andere als im Wesentlichen kristalline Form (nachfolgend kristalline Form)
beschrieben wird. Die Argininsalze im Verfahren dieser Erfindung
werden als im Wesentlichen kristallin oder als im Wesentlichen amorph
beschrieben, da der Grad an Kristallinität der kristallinen Form nicht
100% beträgt
und es einen Grad an Kristallinität in der amorphen Form gibt
(siehe 2). Es wurde gezeigt, dass jede dieser zwei Formen
unterschiedliche physikochemische Eigenschaften aufweist, sie stabiler
gegenüber Zerfall
nach Aufnahme von Feuchtigkeit bei bestimmten Bedingungen sind,
sie insbesondere während
Lagerung bei bestimmten Feuchtigkeiten durch erhöhte Stabilität gekennzeichnet
sind und dass sie ohne Verbacken oder Zerfall bei erhöhten Temperaturen
unter vermindertem Druck getrocknet werden können. Beide Formen sind insbesondere
zum Herstellen stabiler pharmazeutischer Zubereitungen geeignet
und haben günstige biologische
Eigenschaften.
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Beide
Formen sind, während
sie weniger hygroskopisch als die Verbindungen der Beispiele 7 und
8 der US Patentanmeldungen 09/566,875 und 09/640,947,
WO 00/ 68229 und PCT-Anmeldung Nr.
PCT/IN00/00111 sind, zu
einem gewissen Grad hygroskopisch. In Stabilitätsuntersuchungen bei verschiedenen
relativen Feuchtigkeitsbedingungen wurde herausgefunden, dass beide
Formen bei relativen Feuchtigkeitswerten von 22% bei 25°C stabil
bleiben. In Stabilitätsuntersuchungen
bei erhöhten
Temperaturen blieben beide Formen ohne Zerfall bei bis zu 70°C stabil,
dennoch trat eine Verminderung des Grads an Wassergehalt und Lösungsmittelgehalt
auf. Beim Trocknen der Formen bei erhöhten Temperaturen über verschiedene
Zeiträume
und unter verschiedenen Feuchtigkeitsbedingungen werden die Mengen
an Wasser, die mit dem Salz verbunden gefunden werden, verändert. Dennoch
gibt es keine Veränderung
in den XRD-Mustern
der Formen. Ohne an eine Theorie gebunden zu sein folgern die Erfinder
daraus, dass die Formen im Wesentlichen Anhydrate sind und sich
die Werte der oberflächlichen
Mengen an gebundenem Wasser aufgrund der hygroskopischen Natur des
Salzes ergeben und nach dem Wissen der Erfinder nicht wegen irgendeiner
Aufnahme von Wasser in die Gitterstruktur des Kristallwassers. Die
amorphe Form tendiert dazu etwas hygroskopischer als die kristalline
Form zu sein.
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Eine
Anhydratkristallform ist eine Form die kein Kristallisationslösungsmittel
enthält
(Solid-State Chemistry of Drugs, second edition, Stephen R. Byrn,
Ralph R. Pfeiffer und Joseph Stowell, SSCI, Inc. West Lafayette,
Indiana). Es wird behauptet, dass Hydrate bestehen, wenn die Arzneimittelsubstanz
Wasser im Kristallgitter, in entweder stöchiometrischen oder nicht stöchiometrischen
Mengen, enthält
(Stephen Byrn, et al., Pharmaceutical Solids: A strategic Approach
to Regulatory Considerations, Pharma. Res. Vol. 12 (7), 1995, 945-954).
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Die
Erfinder haben herausgefunden, dass S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure Argininsalzformen
dieser Erfindung abhängig
von der Form eine geeignete wässrige
Löslichkeit
von 1 mg/ml bis zu 40 mg/ml über
einen pH Bereich von 8,0 bis 9,5 bei Umgebungstemperaturen aufweisen.
Die Löslichkeit
der kristallinen Form beträgt
4,0 bis 6,0 mg/ml bei pH 9,5. Die Löslichkeit der amorphen Form
beträgt
38,0 bis 40,0 mg/ml bei pH 9,5. Die Argininsalzformen sind bei Erwärmen auf
Temperaturen bis zu 65 bis 70°C
bei relativen Feuchtigkeitsbereichen bis zu 22% stabil. Sie haben
eine geeignete Löslichkeitsrate.
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Die
Kombination der physikalischen Eigenschaften der neuen S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure Argininsalzformen
der vorliegenden Erfindung mit Bezug auf den Grad der Kristallinität, Partikeldurchmesser,
Dichte, Hygroskopizität,
Wassergehalt und Gehalt an anderen Lösungsmittel sind günstig und
erlauben das Herstellen von S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure Argininsalz
in einer Zusammensetzung, die die gewünschten Eigenschaften besitzt.
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Die
Eigenschaften der kristallinen und amorphen Formen einschließlich der
Schmelzpunkte besitzen Werte, die die Formen mit den gewünschten
Press- und Fließeigenschaften
für das
Herstellen von für
medizinische Zwecke geeigneten Dosierungsformen ausstatten.
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Die
kristallinen und amorphen Formen von S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure Argininsalz
weisen ebenso, wie hierin vorher erwähnt, gewünschte physikochemische Eigenschaften
auf und werden durch Parameter wie XRD, DSC, Partikelgröße und Pulverdichte
charakterisiert.
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Die
im Wesentlichen kristalline Form wird unten beschrieben:
- (a) Der Grad an Kristallinität, wie er
durch Pulver-Röntgendiffraktrometrie
bestimmt wurde, ist in 1 gezeigt, Pulver-Röntgendiffraktrometrie
(2θ): 10,16;
11,78; 12,52; 16,00; 18,94; 19,66; 20,36; 21,28; 21,92; 22,52; 24,74;
25,28; 30,74.
- (b) Ein Thermogramm, wie es durch Differentialscanning-Kalorimetrie
bestimmt wurde, wird in 3 gezeigt (DSC exotherm bei
242,18°C
(Beginn bei 207,85°C)).
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Es
ist erwünscht,
dass die im Wesentlichen kristalline Form ebenso die folgenden Eigenschaften
aufweist:
- (c) Partikelgröße, gemessen als mittlerer
Massendurchmesser (MMD), geringer als 99 μm, bevorzugt geringer als 85 μm, wie sie
durch eine Laserdiffraktionstechnik bestimmt und in 5 gezeigt;
- (d) Dichte zwischen 0,51 g/cm3 (nicht
geklopft) und 0,7 g/cm3 (geklopft), wie
in 6 gezeigt;
- (e) Hygroskopizität,
die eine Gewichtszunahme von 0,1% nach Lagerung für 14 Tage
bei bis zu 22% relativer atmosphärischer
Feuchtigkeit, wie gravimetrisch bestimmt, nicht übersteigt;
- (f) Ein Wassergehalt zwischen 0,1 und 0,2 Gew.%, wie durch Titration
nach Karl Fischer bestimmt; und
- (g) Wenn Methylethylketon, Methylisobutylketon oder Aceton beim
Herstellen dieser Form verwendet wird, beträgt der Lösungsmittelgehalt, wie durch
Gaschromatographie bestimmt, weniger als 0,5 Gew.%, bevorzugt weniger
als 0,4 Gew.%. Wenn Acetonitril als Lösungsmittel verwendet wird,
beträgt
der Gehalt an Acetonitril, wie durch Gaschromatographie bestimmt,
weniger als 0,04 Gew.%, bevorzugt weniger als 0,03 Gew.%.
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Die
im Wesentlichen amorphe Form wird unten beschrieben:
- (a) Der Grad an Kristallinität,
wie er durch Pulver-Röntgendiffraktrometrie
bestimmt wurde, ist in 2 gezeigt, Pulver-Röntgendiffraktrometrie
(2 θ):
18,28; 18,8; 19,8; 20,12; 20,62; 21,10; 21,44; 21,88; 22,6; 23,02.
- (b) Ein Thermogramm, wie es durch Differentialscanning-Kalorimetrie
bestimmt wurde, ist in 4 gezeigt (DSC endotherm bei
194,60°C
(Beginn bei 185,28°C)
und eine exotherm bei 245,81°C
(Beginn bei 226,23°C)).
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Es
ist erwünscht,
dass die im Wesentlichen amorphe Form ebenso die folgenden Eigenschaften
aufweist:
- (c) Partikelgröße, gemessen als mittlerer
Massendurchmesser (MMD), geringer als 43 μm, bevorzugt geringer als 34 μm, wie durch
eine Laserdiffraktionstechnik bestimmt und in 5 gezeigt;
- (d) Dichte zwischen 0,52 g/cm3 (nicht
geklopft) und 0,7 g/cm3 (geklopft) wie in 6 gezeigt;
- (e) Hygroskopizität,
die eine Gewichtszunahme von 0,1% nach Lagerung für 14 Tage
bei bis zu 22% relativer atmosphärischer
Feuchtigkeit, wie gravimetrisch bestimmt, nicht übersteigt;
- (f) Ein Wassergehalt zwischen 0,4 und 0,7 Gew.%, wie durch Titration
nach Karl Fischer bestimmt; und
- (g) Wenn ein Alkanol als Lösungsmittel
beim Herstellen der im Wesentlichen amorphen Form verwendet wird,
beträgt
der Lösungsmittelgehalt,
wie durch Gaschromatographie bestimmt, weniger als 0,3 Gew.%, bevorzugt
weniger als 0,2 Gew.%.
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Das
S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure Argininsalz
zeigt die gleiche antibakterielle Aktivität wie der freie aktive Bestandteil S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure.
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Die
im Wesentlichen kristallinen und im Wesentliche amorphen Formen
von S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]chinolizin-2-Carbonsäure Argininsalz
Anhydrat weist antimikrobielle Aktivität auf:
Sie haben eine
wirksame Aktivität
gegen resistenten Staphylococcus aureus.
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Sie
haben das Vermögen
einem Drug-Efflux in grampositiven Organismen zu widerstehen.
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Sie
haben das ungewöhnliche
Vermögen
Wirksamkeit bei einem sauren pH von 5,5 zu bewahren.
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Sie
sind wirksam beim Behandeln von respiratorischen Pathogenen.
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Sie
sind wirksam beim Behandeln resistenter Mutanten.
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Sie
haben eine überdurchschnittliche
Wirkung gegen langsam wachsende Staphylococcen.
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Sie übertreffen
Standardarzneimittel hinsichtlich der Wirksamkeit beim Ausrotten
von Staphylococcen aus Atemorganen und dem Oberschenkelmuskel.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft daher ein Verfahren zum Herstellen
neuer polymorpher Formen von Argininsalz. Ein Verfahren zum Herstellen
der im Wesentlichen kristallinen und im Wesentlichen amorphen Formen
von S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure Argininsalz
umfasst die folgenden aufeinander folgenden Schritte:
- a) Behandeln von S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure mit
Arginin in einer aus Wasser und einem organischen Lösungsmittel
bestehenden Lösungsmittelmischung,
um eine Lösung
zu bilden;
- b) Konzentrieren der Lösung
unter vermindertem Druck zum Bereitstellen eines Rückstands;
- c) Behandeln des Rückstands
mit einem Alkan;
- d) Isolieren des kristallinen oder amorphen S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure Argininsalzes;
und
- e) Reinigen und Trocknen der kristallinen oder amorphen Form
von S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure-Argininsalz
unter Verwenden herkömmlicher
Verfahren.
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Bevorzugt
trägt das
Verhältnis
von Arginin zu S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure 1 Mol
zu 1 Mol.
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Bevorzugt
besteht die in Schritt (a) verwendete Lösungsmittelmischung aus Wasser
und einem organischen Lösungsmittel.
Wenn das organische Lösungsmittel
ein Keton oder Nitril ist, beträgt
der Wassergehalt in der Lösungsmittelmischung
20% bis 50%. Wenn das organische Lösungsmittel Methanol ist, beträgt der Wassergehalt
in der Lösungsmittelmischung
2% bis 10%; wenn das organische Lösungsmittel Ethanol ist, beträgt der Wassergehalt
in der Lösungsmittelmischung
ungefähr
15%; wenn das organische Lösungsmittel
Isopropanol ist, beträgt
der Wassergehalt in der Lösungsmittelmischung
ungefähr
50%.
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Bevorzugt
wird die Lösung
aus Schritt (a) für
30 bis 60 Minuten gerührt.
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Bevorzugt
wird die Lösung
in Schritt (b) bei 170 bis 180 mbar konzentriert und dann bei 40
bis 60 mbar.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
wird die wässrige
Lösung
von Arginin zu einer äquimolaren Menge
von S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure in ein
organisches Lösungsmittel
gegeben, für
30 bis 60 Minuten gerührt
und unter vermindertem Druck konzent riert, zuerst bei 170 bis 180
mbar und dann bei 40 bis 60 mbar, um einen Rückstand bereitzustellen. Die
organischen Lösungsmittel
können
ausgewählt
sein aus (C1 bis C6)-Ketonen, (C1 bis C6)-Nitrilen,
oder (C1 bis C6)-Alkanolen
und dergleichen. Wenn das verwendete organische Lösungsmittel
ein Keton oder Nitril wie Methylethylketon, Methylethylisobutylketon,
Methylbutylketon, Aceton oder Acetonitril ist, ist der erhaltene
Rückstand
im Wesentlichen kristallin. Wenn das verwendete organische Lösungsmittel
eines wie ein Alkanol, z. B. Methanol, Ethanol oder Isopropanol
ist, ist der erhaltene Rückstand
im Wesentlichen amorph. Der Rückstand
wird mit einem Alkan wie einem (C1 bis C6)-Alkan, bevorzugt Hexan oder Pentan, behandelt.
Die Mischung wird für
3 bis 5 Stunden gerührt
und das gewünschte
Salz durch Filtration oder Zentrifugation isoliert, wenn erforderlich
mit zusätzlichen
Mengen eines Alkans, bevorzugt Hexan oder Pentan, gewaschen und
bevorzugt unter vermindertem Druck getrocknet und auf 65–70°C erwärmt.
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Das
Verfahren zum Herstellen der neuen Formen von S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure Argininsalz
unterscheidet sich von den früher
bekannten Verfahren darin, dass es gesteuert werden kann, um zwei
verschiedene polymorphe Formen der im Wesentlichen Anhydratsalzform,
durch Verwenden der entsprechenden Lösungsmittel, von denen gezeigt
wurde, dass sie in den zwei Formen resultieren, zu ergeben. Dieses
Verfahren kann in einer Ausstattung für ein herkömmliches chemisches Verfahren
durchgeführt
werden und ergibt ein Produkt, das im Wesentlichen ein Anhydrat
ist. Es war nicht möglich
diese Produkte mit bekannten Verfahren zu erhalten.
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Ein
Vergleich zwischen den verschiedenen Proben der durch das erfindungsgemäße Verfahren
hergestellten neuen Formen des Argininsalzes und denen, die durch
die im Stand der Technik offenbarten Untersuchungen erhalten wurden,
zeigt, dass das Salz der vorliegenden Erfindung im Wesentlichen
ein Anhydrat ist, bei bis zu 70°C
und bei einer reaktiven Feuchtigkeit bis zu 22% bei 25°C stabil
ist und eine günstige
wässrige
Löslichkeit
aufweist, was alles Eigenschaften sind, die für das Herstellen von pharmazeutischen
Zusammensetzungen essentiell sind. Die neuen Formen von S-(–)-9-Fluor- 6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure Argininsalz
sind ebenso unter typischen Lagerbedingungen stabil, weisen eine
gute Bioverfügbarkeit
in Säugetieren
auf, haben ein geringeres Phlebitis hervorrufendes Potential nach
Verabreichung an Säugetiere,
weisen geringe oder verminderte Toxizität auf, weisen akzeptable Zerfalls-
und Löslichkeitsraten
auf und sind daher für
die pharmazeutische Herstellung und für den Gebrauch in der Medizin
sehr nützlich.
Diese Formen sind insbesondere für
Langzeit intravenöse
Therapie bei kritisch kranken Patienten oder bei Patienten auf Intensivstationen
geeignet. Injizierbare Zubereitungen des Argininsalzes können hinsichtlich
seiner Erhältlichkeit
als Massengut, das unter vorgegebenen Bedingungen stabil bleibt,
seiner günstigen
wässrigen
Löslichkeit,
seiner idealen Eignung keine venösen
Entzündungen
nach wiederholter intravenöser
Verabreichung zu verursachen und seiner Sicherheit vor nachteiliger Toxizität, schnell
hergestellt werden.
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Eine
S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure Argininsalzform
dieser Erfindung kann in pharmazeutischen Formulierungen als einzig
aktive Komponente enthalten sein oder kann mit anderen aktiven Bestandteilen,
wie anderen antibakteriellen Mitteln, kombiniert werden.
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Die
Erfindung betrifft deshalb ebenfalls flüssige und feste pharmazeutische
Formulierungen die das Argininsalz der Erfindung umfassen, wie z.
B. injizierbare Lösungen,
Suspensionen, Emulsionen, Tabletten, beschichtete Tabletten, beschichtete
Tablettenträgerkörper, Kapseln,
Lösungen,
Pastillen, Dispersionen, Pflaster, Pulver, Lotionen, Gele, Sprays,
Pellets, Granulat, Zäpfchen,
harte oder weiche Gelatinekapseln, Salben, Cremes und dergleichen.
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Die
pharmazeutischen Formulierungen werden auf eine Weise hergestellt,
die per se bekannt ist, z. B. durch Mischen, Rühren, Suspendieren, Dispergieren,
Emulgieren, Lösen
und dergleichen, der aktiven Verbindungen mit oder in pharmazeutischen
Hilfsmitteln, wie einem Träger,
Verdünnungsmitteln,
Lösungsmitteln oder
einem Hilfsstoff, und Verarbeiten der Verbindungen zu pharmazeutisch
geeigneten Formen für
die parenterale, orale, topikale, intranasale, buccale oder rektale
Verabreichung und dergleichen.
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Die
pharmazeutischen Formulierungen können zusammen mit gewöhnlich in
der Pharmazie verwendeten Hilfsmitteln und Additiven formuliert
werden, wie Tablettenbindemittel, Füllstoffe, Konservierungsstoffe, Tablettensprengmittel,
Flussregulierende Mittel, Weichmacher, Befeuchtungsmittel, Dispergiermittel,
Emulgatoren, Lösungsmittel,
pH-verändernden
Additiven, Aromastoffen und dergleichen.
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Der
gesamte tägliche
Dosierungsbereich liegt im Allgemeinen von ungefähr 200 mg bis 1500 mg der Argininsalzform.
Dennoch kann die Dosis abhängig
von den Bedürfnissen
und den Zuständen
der Patienten höher
oder geringer sein.
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Die
folgenden ausführlichen
Beispiele dienen zur vollständigen
Darstellung der Erfindung ohne ihren Anwendungsbereich zu beschränken.
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Beispiel 1
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S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure Argininsalz
Synthese des im Wesentlichen kristallinen Produkts
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Eine
Lösung
von L-(+)-Arginin (48,372 g, 0,278 Mol) in destilliertem Wasser
(600 ml) wurde tropfenweise für
eine Dauer von 30 Minuten zu einer gerührten Lösung/Suspension feinpulvriger
S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure (100
g, 0,278 Mol) in Aceton (1250 ml) gegeben. Die erhaltene klare Lösung wurde
für 30
Minuten gerührt
und auf einem Wasserbad im Vakuum (175 mbar) bei 80°C konzentriert.
Wenn das Produkt begann festzuwerden wurde die Konzentration im
Vakuum (50 mbar) bei 80°C
bis zur Trockne durchgeführt.
Hexan (1 Liter) wurde zugegeben, die Reaktionsmischung wurde für 4 Stunden
gerührt,
der so getrennte Feststoff wurde filtriert und im Vakuum (0,7 mbar)
für 12
Stunden bei 70°C
getrocknet. Ausbeute 145 g (96,9%), Schmelzpunkt 238–242°C und Löslichkeit
6 mg/ml (pH 9,5 Pufferlösung).
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Das
im Wesentlichen kristalline, gemäß Beispiel
1 hergestellte S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure Argininsalz
besaß die
folgenden Eigenschaften:
- a) Kristalline Form,
mit einem Gehalt von Kristallinität wie durch Pulver-Röntgendiffraktrometrie
bestimmt und in 1 gezeigt.
- b) Ein wie durch Differentialscanning-Kalorimetrie bestimmtes
und wie in 3 gezeigtes Thermogramm.
- c) Partikelgröße, gemessen
als mittlerer Massendurchmesser (MMD), von 83,92 μm, wie durch
eine Laserdiffraktionstechnik bestimmt.
- d) Dichte von 0,51 g/cm3 (nicht geklopft)
und 0,7 g/cm3 (geklopft).
- e) Hygroskopizität
eines 0%igen Gewichtsanstiegs nach Lagerung für 14 Tage bei bis zu 22% relativer
atmosphärischer
Feuchtigkeit, wie gravimetrisch bestimmt.
- f) Ein Gehalt an Feuchtigkeitswasser von 0,1 Gew.% wie durch
Titration nach Karl Fischer bestimmt.
- g) Ein Acetongehalt von 0,014 Gew.% wie durch Gaschromatographie
bestimmt.
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Beispiel 2
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Ebenso
wurde, wenn Acetonitril an Stelle von Aceton in dem in Beispiel
1 beschriebenen Verfahren verwendet wurde und die Menge an Wasser
in der resultierenden Acetonitril-Wasserlösung ungefähr 40% betrug, ein im Wesentlichen
kristallines Produkt erhalten. Ausbeute 87%.
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Beispiel 3
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Synthese des im Wesentlichen amorphen
Produkts
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Wenn
Methanol an Stelle von Aceton in dem in Beispiel 1 beschriebenen
Verfahren verwendet wurde und die Menge an Wasser in der resultierenden
Methanol-Wasserlösung zwischen
2% bis 10% lag, wurde ein im Wesentlichen amorphes Produkt erhalten.
Ausbeute 87,3%, Schmelzpunkt 238–244°C, [α]D 25 – 166,2° (c = 1,
Methanol) und Löslichkeit
40 mg/ml in pH 9,5 Pufferlösung.
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Die
neue Form des im Wesentlichen amorphen S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure Argininsalz
gemäß Beispiel
3 besitzt die folgenden Eigenschaften:
- a) Amorphe
Form, mit einem Grad an Kristallinität wie durch Pulver-Röntgendiffraktrometrie
bestimmt und in 2 gezeigt.
- b) Ein wie, wie durch Differentialscanning-Kalorimetrie bestimmtes
und in 4 gezeigtes Thermogramm.
- c) Partikelgröße, gemessen
als mittlerer Massendurchmesser (MMD), von 32,44 μm, wie durch
eine Laserdiffraktionstechnik bestimmt.
- d) Dichte von 0,52 g/cm3 (nicht geklopft)
und 0,7 g/cm3 (geklopft).
- e) Hygroskopizität
eines 0%igen Gewichtsanstiegs nach Lagerung für 14 Tage bei bis zu 22% relativer
atmosphärischer
Feuchtigkeit, wie gravimetrisch bestimmt.
- f) Ein Gehalt an Feuchtigkeitswasser von 0,41 Gew.% wie durch
Titration nach Karl Fischer bestimmt.
- g) Ein Methanolgehalt von 0,16 Gew.% wie durch Gaschromatographie
bestimmt.
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Beispiel 4
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Ein
im Wesentlichen amorphes Produkt wurde ebenso erhalten, wenn Ethanol
an Stelle von Aceton in dem in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren
verwendet wurde und die Menge an Wasser in der resultierenden Ethanol-Wasserlösung betrug
13 bis 15%. Ausbeute 97,44%.
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Beispiel 5
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Ebenso
wurde, wenn Isopropanol an Stelle von Aceton in dem in Beispiel
1 beschriebenen Verfahren verwendet wurde und die Menge an Wasser
in der resultierenden Isopropanol-Wasserlösung ungefähr 50% betrug, ein im Wesentlichen
amorphes Produkt erhalten. Ausbeute 80%.
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Beispiel 6
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Untersuchungsbeispiel
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Röntgendiffraktionsanalyse
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Jeweils
300 mg wie in den Beispielen 1 bis 5 hergestelltes S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure-L-(+)-Argininsalz
wurde dünn
auf einem Probenhalter verteilt. Die Röntgendiffraktionsanalysen (40
kV × 40 mA
Rigaku D/max 2200) wurde unter dem unten aufgelisteten Bedingungen
durchgeführt:
Scanngeschwindigkeit
5°/min
Untersuchungszeit
7 min
Scanmodus: kontinuierlich
2 θ/θ-Reflektion
Cu-Target
(Ni-Filter)
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Die
Ergebnisse der Röntgendiffraktionsanalyse
der im Wesentlichen kristallinen und im Wesentlichen amorphen Formen
werden entsprechend in 1 und in 2 gezeigt.
Mit diesen Spektren kann bewiesen werden, dass sich ihre kristallinen
Formen voneinander unterscheiden.
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Beispiel 7
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Untersuchungsbeispiel
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Thermoanalyse
der wie in den Beispielen 1 und 5 hergestellten S-(–)-9-Fluor-6,7-dihydro-8-(4-hydroxypiperidin-1-yl)-5-methyl-1-oxo-1H,5H-benzo[i,j]-chinolizin-2-Carbonsäure L-(+)-Argininsalze.
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Für die Differentialscanning-Kalorimetrie
wurde das METTLER TOLEDO STAR System verwendet. 5,4 mg der Probe
wurde in eine Aluminiumpfanne eingewogen, die dann mit einem Aluminiumdeckel
druckversiegelt wurde. Nachdem drei winzige Nadellöcher in
den Deckel gemacht wurden wurde die Probe durch Erwärmen von
(30°C) auf
(300°C)
bei einer Rate von 10°C/min
untersucht. Wie aus 4 (amorphe Form) entnommen werden
kann, gibt es einen endothermen Peak, der bei ungefähr 185°C bis 200°C beginnt,
und einen exothermen Peak aufgrund thermalen Zerfalls bei ungefähr 226°C bis 251°C. Im Gegensatz
dazu zeigt die im Wesentlichen kristalline Form (3)
nur einen exothermen Peak bei ungefähr 208°C bis 256°C ohne jeglichen endothermen
Peak.
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Beispiel 8
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Untersuchungsbeispiel
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Schüttdichtebestimmung
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Für die Bestimmung
der nicht geklopften und geklopften Dichte wurde ein Schüttdichtegerät (R.V. Electronics,
Mumbai) verwendet. 25 g der Probe wurden langsam in einen trockenen
sauberen mit einem Stopfen verschlossenen Messzylinder gegossen
und das eingefüllte
Volumen wurde zum Erhalt der nicht geklopften Dichte gemessen.
Nicht
geklopfte Dichte = 25 g/nicht geklopftes Volumen.
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Dann
wurde der Messzylinder an dem Schüttdichtegerät befestigt und die Probe wurde
geklopft (150 mal) und das Volumen wurde zum Bereitstellen des geklopften
Volumens gemessen.
Geklopfte Dichte = 25 g/geklopftes Volumen
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Beispiel 9
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Untersuchungsbeispiel
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Bestimmung der mittleren
Masse
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Für den mittleren
Massendurchmesser wurde der Master Sizer von Malvern Instrument
LTD U.K. unter den unten aufgelisteten Bedingungen verwendet:
| Linse/Fokus: | 300
mm |
| Lösungsmittel: | Hexan |
| Analysemodell: | polydispers |
| Hemmungswert: | 20
bis 23% |
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Ergebnisse
sind in 5 gezeigt.