Bildreproduktionsgerät
Die Erfindung bezieht sich auf ein Bildreproduktionsgerät, mit dem Bilder in verschiedenen Maßstäben bzw. mit unterschiedlichen
Vergrößerungen reproduziert werden können.
Zum Kopieren in einem vorgegebenen Maßstab unter Verwendung eines herkömmlichen Bildreproduktionsgeräts wie eines Kopiergeräts
oder einer Kopiereinheit wird ein erwünschter Maßstab mittels einer Zehnertastatur eingegeben oder es wird eine
besondere Taste für das Einstellen eines Kopiermaßstabs benutzt. Zum Anzeigen des auf diese Weise vorgewählten Kopiermaßstabs
muß eine Anzeigevorrichtung für die Maßstabanzeige verwendet werden.
Bei einem herkömmlichen Bildreproduktionsgerät dieser Art wird für das Einstellen des Kopiermaßstabs eine besondere
Taste bzw. eine besondere Anzeigevorrichtung eingesetzt, so daß die Gesamtanzahl verwendeter Tasten bzw. Anzeigevor-
A/2 5
Dresdner Bank (München) KIo 3939 844
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richtungen gesteigert ist. Damit wird die Anzahl auszuführender Eingabe/Ausgabevorgänge groß, die Bedienung kompliziert
und die Bedienbarkeit mangelhaft.
. Es ist eine Einheit bekannt, die eine stufenlose Einstellung eines Maßstabs bzw. Vergrößerungsfaktors erlaubt.
Herkömmlicherweise wird für diesen Zweck ein veränderbarer Widerstand benutzt, da dieser leicht zu handhaben und
,Q preiswert ist. Anders als bei anderen Eingabevorrichtungen
wie Tastenschaltern ändert sich jedoch unabhängig von einer Lese- oder Sperrungs-Betriebsart der Einstellungswert,
wenn die Bedienungsperson mit der Hand über die Einheit streicht; daraus ergeben sich Unzulänglichkeiten.
Ferner muß bei einer aufeinanderfolgenden stufenlosen Änderung
des Maßstabs der auf diese Weise eingestellte Maßstab der Bedienungsperson angezeigt werden. Wenn eine Anzeigevorrichtung
für diesen Zweck eingebaut wird, steigen die
on Gesamtkosten für das Gerät.
Wenn bei einem herkömmlichen Bildreproduktionsgerät eine Formatänderung (Maßstabänderung) vorgenommen wird, wird
dabei unvermeidbar ein Leerrand an der Vorderkante einer Kopie verändert, was die Qualität der Kopie herabsetzt.
Es wurde auch eine Einrichtung zum stufenlosen Ändern des
Maßstabs unter Verwendung eines Zoomobjektivs vorgeschlagen.
Bei einer herkömmlichen Einrichtung dieser Art ist die Steuereinrichtung kompliziert und die Einstellgenauig-
keit gering.
Es wurde eine Kopiereinheit vorgeschlagen, bei der die Dichte eines Vorlagenbilds gemessen wird und eine Belichtung
oder eine Entwicklungsvorspannung entsprechend der gemessenen Dichte so gesteuert wird, daß ein Kopiebild
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optimaler Dichte erzielt wird. Zum Messen der Vorlagendichte muß außer der Abtastung für einen normalen Kopiervorgang
eine zusätzliche Vorlagenabtastung vorgenommen werden. Aus diesem Grund kann während des Kopiervorgangs nicht von
einer Dichtesteuerung von Hand auf eine automatische Dichtesteuerung umgeschaltet werden. Wenn bei der Dichtesteuerung
von Hand während des Kopiervorgangs für eine Vielzahl von Kopien die vorgewählte Dichte unbrauchbar wird, muß
jQ der Kopiervorgang unterbrochen werden, um auf die automatische
Dichtesteuerung umzuschalten, oder es muß die Dichte von Hand nachgestellt werden, wobei jeweils einige erste
fehlerhafte Kopien Ausschuß sind.
. p. Da bei einem Gerät, bei dem die Dichte automatisch geändert
wird, eine Wärmequelle wie eine Beleuchtungslampe oder eine Fixierheizvorrichtung oder aber eine Hochspannungsquelle
zu steuern ist, kann bei einer mechanischen Störung kein normaler Steuerungsvorgang ausgeführt werden, da das Prob-
„_ lern der Sicherheit entsteht. Üblicherweise ermittelt bei
dem Auftreten einer Störung die Bedienungsperson die Ursache und trifft dementsprechende Gegenmaßnahmen. Aus diesem
Grund wird die Beleuchtungslampe oder dergleichen zusätzlich belastet, so daß die Lebensdauer der Lampe oder
O1_ dergleichen verkürzt wird. Ferner sind sekundäre AUSWirkungen
auf integrierte Schaltungen oder dergleichen unvermeidbar.
Ein in einer Bilderzeugungseinrichtung benutztes fotoemp-
findliches Teil bzw. Material ändert seine Eigenschaften
30
auf eine langdauernde Bestrahlung mit Licht hin. Diese Änderungen haben große Auswirkungen auf die Bildqualität
und bestimmen die Lebensdauer des fotoempfindlichen Teils
bzw. Materials. Zur Korrektur solcher Änderungen der Eigenschaften des fotoempfindlichen Materials wurde ein Verfahren
vorgeschlagen, gemäß dem die Empfindlichkeit des
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.
fotoempfindlichen Materials gemessen und dementsprechend
die auf das Material aufgebrachte Lichtmenge oder Hochspannung gesteuert wird. Dieses Verfahren macht eine komplizierte
te Gestaltung erforderlich, so daß sich eine kostspielige
Einrichtung ergibt.
Wenn bei einer herkömmlichen Bilderzeugungseinrichtung dieser Art wie einer Kopiereinheit eine Phasenkopplungsrege-,Q
lung eines Gleichstrommotors als Antriebsquelle vorgenommen wird, ist eine Phasendifferenz bei der Phasenkopplungsregelung
nicht leicht zu ermitteln und es ist für die Regelung eine beträchtliche Zeitdauer notwendig.
-5 Bei einer solchen herkömmlichen Einrichtung wird der Kopievorgang
mittels eines Motors für den Antrieb einer fotoempfindlichen
Trommel oder mittels eines Trommeltaktgenerators gesteuert, der an einem von dem Motor angetriebenen bewegbaren
Teil angebracht ist. Eine Abnormalität wird nur dann erfaßt, wenn kein Trommeltaktsignal aufgenommen wird.
Wenn eine solche Abnormalität erfaßt wird, wird der Kopievorgang unterbrochen und die Abnormalität angezeigt. Wenn
jedoch zwei oder mehr Motoren eingesetzt werden, kann keine zufriedenstellende Steuerung vorgenommen werden.
Für die Ansteuerung eines Abtastungsmotors wird üblicherweise eine Treiberstufe eingesetzt. Wenn jedoch aus einem
nicht erklärlichen Grund durch ein Störsignal oder eine Abnormalität eine Funktionsstörung hervorgerufen wird,
kann der Motor nicht gegen eine Überspannung bzw. Stoßspan-. 30
nung geschützt werden.
Wenn die Kopiereinheit aus irgendeinem Grund sofort angehalten
werden muß, wie beispielsweise dann, wenn in einer
Einrichtung dieser Art ein Stau auftritt, wird der Motor 35
angehalten, wenn der Stau bzw. die Störung erfaßt wird.
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Nach dem Beheben der Störung wird ein optisches System in eine Ausgangsstellung zurückgeführt und ein nächster Kopiervorgang
begonnen. Daher ist die Prozedur für die Wiederaufnahme des Kopierens zeitraubend. Bei einer Kopiereinheit,
bei der ein Vorlagentisch relativ zu einem optischen System bewegt wird, können andere Betriebsvorgänge
behindert sein, wenn der Vorlagentisch nicht in der Ausgangsstellung angehalten wird. Insbesondere dann, wenn zum
Bewegen des Vorlagentisches ein Gleichstrommotor verwendet wird, kann der Vorlagentisch nicht leicht von Hand bewegt
werden, so daß für die Wiederaufnahme der Betriebsvorgänge eine komplizierte Vorbereitung erforderlich ist.
,. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein von den Mangeln
herkömmlicher Geräte freies Bildreproduktionsgerät zu schaffen, das einen Formatänderungs-Eingabeabschnitt
hat, der leicht zu bedienen ist.
Dabei soll das erfindungsgemäße Bildreproduktionsgerät ei-
nen preiswerten Formatänderungs-Eingabeabschnitt haben.
Ferner soll mit der Erfindung ein Bildreproduktionsgerät geschaffen werden, das einen Anzeigeabschnitt zur leicht
unterscheidbaren Anzeige von Formatänderungsparametern hat. 25
Ferner soll bei dem erfindungsgemäßen Bildreproduktionsgerät
eine irrtümliche Formatänderung während eines Bilderzeugungsvorgangs verhindert werden können.
Weiterhin soll mit der Erfindung ein Bildreproduktionsgerät geschaffen werden, bei dem ein gewähltes Format nach einem
Verfahren angezeigt werden kann, welches eine Eingabe von Formatänderungen in einer Vielzahl von Stufen zuläßt.
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Ferner soll mit der Erfindung als Bildreproduktionsgerät ein Aufzeichnungsgerät geschaffen werden, bei dem unabhängig
von einem gewählten Vergrößerungsfaktor bzw. Maßstab auf einem Aufzeichnungspapierblatt ein Leerrand in einer
vorbestimmten Größe gebildet wird.
Mit der Erfindung soll weiterhin ein Bildreproduktionsgerät geschaffen werden, bei dem ein Objektiv durch dessen Bewegen
über eine kurze Strecke entsprechend einem gewählten
Maßstab einstellbar ist.
Ferner soll mit der Erfindung ein Bildreproduktionsgerät geschaffen werden, das es jederzeit erlaubt, eine Bilddich-
teeinstellungsart zu wählen.
15
Weiterhin soll mit dem erfindungsgemäßen Bildreproduktionsgerät
eine Kopiereinheit verbessert werden, mit der ein Bild in optimaler Dichte durch Messen einer Vorlagendichte
reproduziert werden kann.
Ferner soll als erfindungsgemäßes Bildreproduktionsgerät
eine Kopiereinheit geschaffen werden, bei dem eine Abnor- ■
malität bei dem Einsatz einer Dichtenmeßvorrichtung erfaßbar ist.
Weiterhin soll mit der Erfindung ein Bildreproduktionsgerät geschaffen werden, bei dem bei einer Änderung der
Empfindlichkeit eines fotoempfindlichen Materials eine Korrektur in der Weise vorgenommen werden kann, daß ein konstanter
Einstellungsbereich einer Dichtesteuereinrichtung erzielt wird.
Ferner soll erfindungsgemäß ein Bildreproduktionsgerät verbessert
werden, bei dem eine Antriebssteuerung für eine Abtastvorrichtunq oder ein fotoempfindliches Teil vorgenommen
wird.
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Dabei soll mit dem erfindungsgemäßen Bildreproduktionsgerät
eine Kopiereinheit verbessert werden, die eine Drehzahlsteuereinheit mit einem Phasenkopplungs-Regelkreis
für eine optische Abtastvorrichtung hat, mit der eine
stufenlose Formatänderung vorgenommen werden kann. 5
Dabei soll erfindungsgemäß als Bildreproduktionsgerät ein
Vorlagenabtastgerät bzw. Aufzeichnungsgerät geschaffen werden,
bei dem eine Phasenverschiebung bei der Phasenkopplungsregelung eines Motors für den Antrieb einer Abtastvorrichtung
oder eines fotoempfindlichen Teils angezeigt wird.
Ferner soll mit der Erfindung für das Bildreproduktionsgerät ein Verfahren und eine Einrichtung angegeben werden,
die es ermöglichen, von selbst eine abnormale Geschwindigkeit einer Antriebsquelle einer Bildaufzeichnungseinrichtung
zu erkennen, die mehr als eine Antriebsquelle hat, und auf die Erfassung einer solchen Abnormalität hin diese anzuzeigen
oder einen Bildaufzeichnungsvorgang zu unterbrechen.
Weiterhin soll mit der Erfindung eine Sicherheitseinrichtung verbessert werden, mit der ein Abtastungsantriebsmotor
einer Bildaufzeichnungseinrichtung angehalten wird, wenn
bei einer Bildaufzeichnung eine Abnormalität entsteht.
Ferner soll mit der Erfindung ein Bildreproduktionsgerät mit einer Vorlagenabtasteinrichtung oder einer Aufzeichnungseinrichtung
geschaffen werden, die einen Antriebsteil hat, der Geräusche mit einem nur geringen Geräuschpegel
hervorruft.
Weiterhin soll mit der Erfindung ein Bildreproduktionsgerät geschaffen werden, bei dem die Bildreproduktion sofort
nach dem Beheben einer Abnormalität wieder aufgenommen werden kann.
-13" DE 4443
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.
Figur 1 ist eine schematische Darstellung, die die Gestaltung einer Kopiereinheit als Ausführungsbeispiel des
erfindungsgemäßen Bildreproduktionsgeräts zeigt.
Figur 2 ist eine Darstellung, die die äußere Gestal-1(~,
tung eines Bedienungsfelds einer Eingabe/Ausgabe-Steuereinheit in der in Figur 1 gezeigten Kopiereinheit zeigt.
Figur 3 ist ein Blockschaltbild einer Steuerschaltung der Eingabe/Ausgabe-Steuereinheit in der in Figur 1 gezeig-2g
ten Kopiereinheit.
Figur 4 ist ein Steuerungs-Ablaufdiagramm der Eingabe/ Ausgabe-Steuereinheit.
2Q Figuren 5A bis 51 sind Steuerungs-Ablaufdiagramme von
Subroutinen nach Figur 4.
Figur 6 ist ein Schaltbild der Steuerschaltung.
Figuren 7 bis 11 und Figur 13 sind Ablaufdiagramme von Steuerungen für Formatänderungen.
Figur 12 ist eine Darstellung eines Blattzuführzustands.
OQ Figuren 14 und 15 sind Darstellungen von Objektiveinstellungen.
Figuren 16 bis 18 sind Ablaufdiagramme von Steuerungen
für Objektiveinstellungen.
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Figur 19 ist eine Darstellung zur Erläuterung von Dichtemessungen.
Figur 21 ist ein Zeitdiagramm für Dichtemessungen. Figuren 20 und 22 sind Dichtemessungs-Ablaufdiagramme.
Figur 23 ist eine grafische Darstellung, die Dichteeins tellungs-Kennlinien zeigt.
Figur 24 ist ein Schaltbild einer Drehzahlsteuerschaltung für die Steuerung der Drehzahlen eines Motors für den
Antrieb eines optischen Systems und eines Motors für den Antrieb einer fotoempfindlichen Trommel.
Figuren 25-1 und 25-2 sind Ablaufdiagramme eines Betriebsprogramms
der in Figur 24 gezeigten Drehzahlsteuerschaltung.
Figur 26 ist eine Darstellung von Signalkurvenformen.
Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Bildreproduktionsgeräts
wird anhand der Figuren 1 bis 5 beschrieben.
Dieses Ausführungsbeispiel stellt eine Kopiereinheit dar. 25
Die Kopiereinheit gemäß diesem Ausführungsbeispiel wird
nun anhand der Figur 1 beschrieben. Eine zu kopierende Vorlage wird auf einen Glas-Vorlagentisch 1 aufgelegt, mit
einer Abdeckung 102 abgedeckt und mit einer Beleuchtungslampe 104 beleuchtet. Das durch die Abtastung mit der Lampe
104 erzielte Licht wird über Spiegel 105a und 105b, ein Zoomobjektiv 106 und Spiegel 105c und 105d auf der fotoempfindlichen
Fläche einer fotoempfindlichen Trommel 108
fokussiert. Die fotoempfindliche Fläche der fotoempfindli-35
-15-1
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chen Trommel 108 wird mittels einer Klingenreinigungsvorrichtung
109 gereinigt und mittels eines Laders 101 gleichförmig auf ein vorbestimmtes Potential aufgeladen. Auf dieser
geladenen fotoempfindlichen Trommeloberfläche wird mit
5
dem Vorlagenbild ein Ladungsbild erzeugt. Alternativ wird gleichzeitig mit der bildweisen Belichtung die fotoempfindliche Trommel mittels eines Sekundärladers 11 entladen.
Darauffolgend wird die fotoempfindliche Fläche gleichförmig mittels einer Totalbelichtungslampe 12 belichtet, um
damit ein Ladungsbild mit hohem Kontrast zu erzeugen.
Das auf diese Weise erzeugte Ladungsbild wird mittels einer Entwicklungseinheit 112 entwickelt und mittels eines Übertragungsladers
114 auf ein Übertragungs- bzw. Bildempfangs-
blatt übertragen, das mittels einer Abnahmewalze 15 aus einer Kassette 113 zugeführt wird. In der Übertragungsstation
wird das entwickelte Bild auf der Oberfläche der fotoempfindlichen
Trommel 108 dadurch übertragen, daß an der Rückseite des Bildempfangsblatts eine Koronaentladung vor-
genommen wird. Das Bildempfangsblatt wird aus der Übertragungsstation
herausgeleitet und mittels Förderwalzen 115 und 116 einer Fixiereinheit 117 zugeführt. Von dieser wird
das Bild an dem Bildempfangsblatt fixiert. Danach wird das Bildempfangsblatt auf eine Kopienablage 118 ausgestoßen.
Nach dem Übertragungsvorgang wird der auf der Oberfläche der fotoempfindlichen Trommel 108 verbliebene restliche
Toner mittels der Klingen-Reinigungsvorrichtung 109 entfernt und die Trommel für den nächsten Kopierzyklus vorbereitet.
30
Auf diese Weise stellt die Kopiereinheit ein Bildreproduktionsgerät
dar, in welchem auf einem fotoempfindlichen Teil bzw. Material mit Bildlicht ein Ladungsbild erzeugt wird,
das Ladungsbild mittels einer Entwicklungseinheit entwikkelt wird und das entwickelte Bild als Bild auf einem
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empfangsblatt reproduziert wird. Ein Vorderrandsensor 119
wird durch einen Nocken 131 an dem Vorlagentisch geschaltet, wenn dieser zu einer vorbestimmten Stellung bewegt
wird. Die Dichte eines Vorlagenbilds wird mittels eines Fotosensors 121 gemessen.
Ein Vorlagenbild kann auch mittels eines Fotosensors gelesen und in ein elektrisches Signal umgesetzt werden, mit
jQ dem ein Laserstrahl moduliert werden kann. Mit dem modulierten
Strahl wird eine fotoempfindliche Trommel bestrahlt, um an dieser ein Ladungsbild zu erzeugen. Es ist anzumerken,
daß die erfindungsgemäße Gestaltung auch bei einem Vorlagenleser, einem Drucker, einer Aufzeichnungseinrichtung
,C oder dergleichen angewandt werden kann.
Die Figur 2 zeigt die äußere Gestaltung eines Bedienungsfelds 103 einer Eingabe/Ausgabe-Steuereinheit der in Figur
1 gezeigten Kopiereinheit.
Gemäß Figur 2 wird eine Kopierstarttaste 201 zum Einleiten eines Kopiervorgangs benutzt, während eine Lösch/Stoptaste
202 zum Löschen einer vorgewählten Kopienanzahl oder zum Beenden bzw. Unterbrechen des Kopiervorgangs verwendet
_,_ wird. Zum Einstellen einer erwünschten Kopienanzahl wird
eine Zehnertastatur 203 verwendet. Eine Anzeigevorrichtung 204 dient zur Anzeige von verschiedenerlei Betriebszuständen
der Kopiereinheit einschließlich eines Papierstaus, eines Papiermangels, einer erforderlichen Tonernachfüllung
„0 und einer erforderlichen Steuerungszähler-tiberprüfung. Mit
einer Anzeigevorrichtung 205 werden die Kopienanzahl, ein Maßstab bzw. Vergrößerungsfaktor und Abnormalitäten angezeigt.
Eine Taste 206 wird zum Wählen einer automatischen Kopiedichteeinstellung oder einer Kopiedichteeinstellung
_ von Hand verwendet. Eine Anzeigevorrichtung 220 wird einge-
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schaltet, wenn die automatische Dichteeinstellung gewählt ist, während eine Anzeigevorrichtung 221 eingeschaltet wird,
wenn die Dichteeinstellung von Hand gewählt ist. Ein Kopiedichtekorrektur-Hebel
bzw. -Regler 2Q8 dient zur Korrektur einer optimalen Stellung eines Kopiedichte-Hebels bzw. -Reglers
207. Eine Taste 209 wird zum Wählen des Kopierens in Echtformat gedrückt, während eine Formatänderungs-Kopierart-Wähltaste
210 zum Wählen eines erwünschten Formats eingesetzt wird. Wenn eine Kopiermaßstabanzeige-Taste 211 gedrückt
wird, werden an der Anzeigevorrichtung 205 die unteren beiden Ziffernstellen eines gewählten Maßstabs bzw. Vergrößerungsfaktors
angezeigt. Anzeigevorrichtungen 212 bis 215 zeigen Betriebsarten mit festgelegten Kopiermaßstäben
an, während eine Anzeigevorrichtung 216 eine mit stufenlos veränderbarem Kopiermaßstab anzeigt. Wenn die Taste 2IO gedrückt
wird, wird die Anzeigevorrichtung 212 abgeschaltet,
während die Anzeigevorrichtung 213, 214, 215 oder 216 einaesrhaltet
wird, um damit ein erwünschtes Kopierformat bzw. einen erwünschten Kopiermaßstab zu wählen. Die Taste 210
kann automatische Wiederholungsfunktion haben, um zu ermöglichen,
daß die Anzeigevorrichtungen nur während des Drükkens der Taste geschaltet werden. Ein Hebel 217 zur stufenlosen
Formatänderung erlaubt das Einstellen eines erwünschten Maßstabs bzw. Vergrößerungsfaktors. Der Vergrößerungsbereich
umfaßt 6S bis 142 % der Vorlagengröße. Eine Maßstabskala
218 entspricht der Stellung des Formatänderungs-Reglers
217. Eine Haupt/Warte-Anzeigevorrichtung 219 ist bei einem Wartezustand abgeschaltet und bei einem Bereitschafts-
?ustand einaeschaltet.
Die Anzeigevorrichtung 22ü wird eingeschaltet, wenn die automatische
Dichteeinstellung gewähJt wird, während die Anzeigevorrichtung
221 eingeschaltet wird, wenn die manuelle Dichteeinstellung gewählt wird.
_18_ DE 4443
Die Figur 3 ist ein Blockschaltbild einer Steuerschaltung der in Figur 2 gezeigten Eingabe/Ausgabeeinheit. Die gleichen
Bezugszeichen wie in Figur 2 bezeichnen die gleichen
Teile wie in Figur 2, wobei deren ausführliche Beschreibung 5
weggelassen ist.
Gemäß Figur 3 weist die Steuerschaltung hauptsächlich einen Mikrocomputer 350 auf. Eine Steuereinheit 351 steuert den
Kopiervorgang. Der Mikrocomputer 350 empfängt eingegebene Befehle aus den verschiedenen Tasten 201 bis 203, 209 bis
211 und 206 sowie aus den als veränderbare Widerstände ausgebildeten Schiebereglern 207, 208 und 217. Entsprechend
diesen eingegebenen Befehlen führt der Mikrocomputer 350
den Anzeigevorrichtungen 205, 220, 221, 212 bis 215 und
15
218 Signale zu; ferner führt auch der Mikrocomputer der Steuereinheit 351 die erforderlichen Signale zu. Der Mikrocomputer
350 empfängt auch Signale aus der Steuereinheit 351 und schaltet die Anzeigevorrichtung 204 ein. Der Mikrocomputer
350 enthält einen Analog/Digital-Wandler für das
Umsetzen analoger Signale aus den Schieberegiern 208 und 207 in digitale Signale.
Die Funktionsweise der Eingabe/Ausgabeeinheit wird nun hauptsächlich unter Bezugnahme auf die Funktionsweise des
Mikrocomputers 350 anhand der Figuren 2 bis 5 beschrieben.
Die Figur 4 ist ein Ablaufdiagramm der Steuerung der Eingabe/Ausgabeeinheit,
während die Figur 5 Ablaufdiagramme von Subroutinen bei der Steuerung nach Figur 4 zeigt. In
diesen Figuren sind durchgehend gleiche Teile mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
In der folgenden Beschreibung stellen in Klammern angeführte zahlen die Nummern entsprechender Schritte dar. Wenn die
Stromversorgung eingeschaltet wird, wird eine Normalbetriebsart eingestellt (101). Bei dieser Betriebsart wird an der
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Anzeigevorrichtung 205 "1" angezeigt, wobei die automatische Dichteeinstellung und das Kopieren in Echtformat eingestellt
wird und die Anzeigevorrichtungen 220 und 212 eingeschaltet werden. Dann werden Eingaben über die verschiedenen Tasten
des Bedienungsfelds eingelesen (103) und die gedrückten
Tasten ermittelt (104 bis 112). Wenn die Eingabe einer gewählten Kopienanzahl mittels der Zehnertastatur 203 ermittelt
wird (105), werden die Daten für die gewählte Kopienanzahl in einen Speicher eingegeben (152) und mittels der
Anzeigevorrichtung 205 angezeigt (153). Sobald mittels der
Zehnertastatur 203 die Kopienanzahl gewählt ist, wird jede
nachfolgende Eingabe über die Zehnertastatur 203 außer Acht gelassen (151). Ein Überlauf wird mittels der Lösch/Stop-
taste 202 eingestellt (164) . Wenn das Drücken der Lösch/ 15
Stoptaste 202 ermittelt wird (106), wird entsprechend
einem Signal aus der Steuereinheit 351 für das Steuern des Kopiervorgangs ermittelt, ob die Kopiereinheit in die Kopierbetriebsart
eingestellt ist oder nicht. Wenn die Kopiereinheit nicht in die Kopierbetriebsart eingestellt ist, werden
die Daten für die gewählte Kopienanzahl auf "1" gelöscht und es wird an der Anzeigevorrichtung 205 "1" angezeigt
(163). Falls jedoch die Kopiereinheit in die Kopierbetriebsart geschaltet ist, wird ein Kopierbefehl an die Steuereinheit
351 rückgesetzt (165). Es wird ein Kopierstopbefehl er-25
zeugt und es werden die Daten für die gewählte Kopienanzahl
auf die anfänglich gewählte Kopienanzahl zurückgestellt (166), welche dann angezeigt wird (167). Wenn die Kopiedichteeinstellungs-Wähltaste
206 gedrückt wird (107), so wird dann, wenn die automatische Kopiedichteeinstellung bzw. A-Betriebsart
gewählt ist (181), diese Α-Betriebsart abgeschaltet (183). Wenn die Α-Betriebsart nicht gewählt ist
(181), wird die Α-Betriebsart eingestellt (182). Die Betriebsartdaten werden der Steuereinheit 351 zugeführt.
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Wenn das Drücken der Echtformat-Kopierart-Taste 209 ermittelt wird (108), wird die Echtformat-Betriebsart eingestellt
und die Echtformat-Kopierart-Anzeigevorrichtung g 212 eingeschaltet (211). Wenn das Drücken der Formatänderungs-Taste
210 ermittelt wird, wird die gerade bestehende Betriebsart ermittelt (191, 193, 195 und 197). Wenn die
Echtformat-Betriebsart gewählt ist, wird eine Betriebsart "Verkleinerung 2" eingestellt und die Anzeigevorrichtung
215 eingeschaltet (192). Wenn die Betriebsart "Verkleinerung 2" gewählt ist, wird eine Betriebsart "Verkleinerung
1" eingestellt (194).) Wenn die Betriebsart "Verkleinerung 1" gewählt ist, wird eine Vergrößerungsbetriebsart eingestellt
(196). Wenn die Vergrößerungsbetriebsart gewählt .p. ist, wird die Betriebsart für stufenlose Formatänderung
eingestellt (198). Wenn die Betriebsart für stufenlose Formatänderung eingestellt ist, wird die Betriebsart "Verkleinerung
2" eingestellt (192). In den jeweiligen Fällen werden die Formatänderungs-Kopierart-Anzeigevorrichtungen
214, 213, 218 bzw. 215 eingeschaltet. Bei jedem Drücken der Formatänderungs-Taste 210 wird die Formatänderungs-Betriebsart
in der Aufeinanderfolge zur Betriebsart "Verkleinerung 2", Betriebsart "Verkleinerung 1", Vergrößerungsbetriebsart,
Betriebsart zur stufenlosen Formatänderung, Betriebsart "Verkleinerung 2" und so weiter fortgeschaltet.
Wenn ermittelt wird, daß die Kopiermaßstabanzeige-Taste gedrückt ist (110, 212), werden die Daten für den der gewählten
Kopieart entsprechenden Maßstab bzw. Vergrößerungs-30
faktor an der Anzeigevorrichtung 205 angezeigt (213). Wenn die Kopiermaßstabanzeige-Taste 211 nicht gedrückt ist, werden
an der Anzeigevorrichtung 205 die Daten für die gewählte Kopienanzahl angezeigt (214).
-21- DE 4443
Wenn die Kopierart für stufenlose Formatänderung bzw. stufenlose
Änderung des Kopiermaßstabs eingestellt ist (111, 119), wird der mittels des Schiebereglers 217 eingestellte
g Kopiermaßstab eingelesen. Gemäß Fig. 2 liegt der Maßstab für die stufenlose Formatänderung bei diesem Ausführungsbeispiel in dem Bereich von 65 bis 1421. Wenn der aus dem
Schieberegler 217 eingelesene Wert durch einen Vergleich als von einem vorangehenden Wert verschieden ermittelt wird
^q (222), werden die Daten für den eingelesenen Kopiermaßstab
in einen Speicher eingegeben und es wird die Anzeige an der Anzeigevorrichtung 205 von der Anzeige der gewählten Kopienanzahl auf die Anzeige des Kopiermaßstabs umgeschaltet
(223). Zu diesem Zeitpunkt wird ein Zeitgeber eingeschaltet, der die Zeit der Anzeige der Daten für den Kopiermaßstab
bestimmt (224). Wenn bei dem aus dem Schieberegler 217 eingelesenen Wert keine Änderung vorliegt, wird nach
dem Ablaufen des bei dem Schritt (224) eingeschalteten Zeitgebers (225) die Anzeige an der Anzeigevorrichtung
on auf die Anzeige der Daten für die gewählte Kopienanzahl
umgeschaltet (226). Wenn sich während der durch den Zeitgeber vorgegebenen Zeit der aus dem Schieberegler 217 eingelesene
Wert ändert, ändert sich die Anzeige des Kopiermaßstabs entsprechend dem eingelesenen Wert, wobei der
„p. Zeitgeber erneut gestartet bzw. nachgetriggert wird (224).
Auf diese Weise wird dann, wenn der Schieberegler 217 bei der stufenlosen Formatänderung bewegt und damit der Kopiermaßstab
geändert wird, der Anzeigegehalt der Anzeigevorrichtung 205 automatisch geändert und die Anzeige für eine
vorbestimmte Zeitdauer aufrechterhalten. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird die Anzeige über ungefähr 2 Sekunden
aufrechterhalten. Als Haltezeit sind 1 bis 5 Sekunden vorteilhaft,
da der Schieberegler 217 zugleich als eine Anzeigevorrichtung dient.
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Wenn das Drücken der Kopierstarttaste 201 ermittelt wird
(112), werden der Steuereinheit 351 verschiedenerlei Kopierartsignale
(241) und ein Kopierstartbefehl zugeführt (242). c Entsprechend diesen Ausgabesignalen steuert die Steuereinheit
351 den Kopiervorgang. Der (nicht dargestellte ) Zustand der Kopiereinheit wird entsprechend Signalen aus der
Steuereinheit 351 mittels der Anzeigevorrichtung 204 angezeigt (121 ).
Wenn der Kopiervorgang begonnen ist und die Kopierart eingestellt ist (104), beginnt eine Subroutine SUB A. Wenn
das Drücken der Lösch/Stoptaste 202 ermittelt wird, wird eine Subroutine SUB C für die Verarbeitung der Stoptastenbetätigung
eingeleitet. Wenn die Dichteeinstellungswähl-
taste bzw. A-Taste 206 gedrückt wird, wird eine Subroutine SUB D für die Verarbeitung der Betätigung der Α-Taste ausgeführt.
Wenn ein Kopiezählungsbefehlssignal aus der Steuereinheit
351 erfaßt wird (133), wird an der Anzeigevorrichtung 205 ein durch Subtrahieren von "1" von den Daten für
die gewählte Kopienanzahl erzielter Rest angezeigt. Wenn die Daten für die restliche Kopienanzahl zu "0" werden
(135), werden wieder die Daten für die gewählte Kopienanzahl eingestellt und angezeigt (136). Das der Steuereinheit
351 zugeführte Kopierstartbefehlssignal wird dann rückge-25
setzt (137), wonach der Kopiervorgang endet.
Auf diese Weise werden während des Kopiervorgangs die Stoptaste 202 und die A-Taste 206 ständig überwacht, um die
vorstehend beschriebene Verarbeitung auszuführen und einen 30
Kopienzähler zu starten, damit der Kopiervorgang zu einem geeigneten Zeitpunkt unterbrochen wird. Wenn ein Änderungsbefehl für die Kopiedichte empfangen wird (102), wird der
Steuereinheit 351 ein entsprechendes Signal zugeführt. In
die Subroutine SUB A kann eine Subroutine SUB G für das 35
Ermitteln der Betätigung der Anzeigetaste 211 aufgenommen
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werden. Wenn die Anzeigetaste 211 gedrückt wird, wird der Kopiermaßstab angezeigt.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Anzeigevorrichtung 205 eine zweistellige Anzeigevorrichtung. Daher werden bei
der Anzeige der Daten für den Kopiermaßstab bzw. Vergrößerungsfaktor
(in 2) mittels der Anzeigetaste 211 oder des Schiebereglers 217 die unteren beiden Stellen der Daten
J^q angezeigt. Der Kopiermaßstab liegt in diesem Fall in dem
Bereich von 65 bis 1421. Daher entsteht durch die Anzeige nur der beiden unteren Ziffernstellen kein tatsächliches
Problem, während sich ein Vorteil durch eine Senkung der Kosten erzielen läßt.
Bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel wird der Kopiermaßstab durch die Anzeigevorrichtung für die Anzeige
der gewählten Kopienanzahl angezeigt. Diese Anaeigevorrichtung kann jedoch auch zum Anzeigen einer Abnormalität
oder einer Meldung dienen. Ferner können verschiedenartige Schiebewiderstände durch Elemente ersetzt werden,
bei denen durch Schieberegler-Impedanzen oder mittels
Schiebehebeln aufeinanderfolgend Ausgangssignale geändert werden.
Die Fig. 6 ist ein ausführliches Schaltbild der in den
Fig. 2 und 3 dargestellten Steuerschaltung.
Bei der in Fig. 6 gezeigten Steuerschaltung führen Einzel-
baustein-Mikrocomputer 301 und 302 Gleichstromregler-Steue-30
rungen aus. Im einzelnen führt der Mikrocomputer 301 eine
Signalverarbeitung hinsichtlich der Tasteneingabe oder Anzeige an dem Bedienungsfeld aus, während der Mikrocomputer
302 die Ablaufsteuerung der Kopiereinheit ausführt. Ein weiterer Einzelbaustein-Mikrocomputer 303 dient zur Gleichstrommotor-Steuerung.
Der Mikrocomputer 301 entspricht dem
3U3043
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Mikrocomputer 350 nach Fig. 3, während die Mikrocomputer 302 und 303 in der Steuereinheit 351 nach Fig. 3 enthalten
sind. Jeder Mikrocomputer hat Eingänge und Ausgänge PAO, PA1 usw., einen Rücksetzanschluß RESET und einen Unterbrechungseingangsanschluß
INT1 .
Es werden nun die Eingangs- oder Ausgangssignale an den jeweiligen Ein- oder Ausgängen der Mikrocomputer beschrie-
.Q ben. Zu diesen Signalen zählen: ein Nulldurchgangs-Erfassungssignal
ZCR, ein Hauptmotor-Rückstellsteuersignal MRST, ein Hauptheizer-Steuersignal HT1, ein Hilfsheizer-Steuersignal
HT2, ein Dichteeinstellungs-Ausgangssignal BS zum Steuern einer Entwicklungsvorspannung, ein Sortiererein-
.,. schaltsignal SSE, ein Sortiererbereitschaftssignal SST, ein
Vorlagenvorderrand-Erfassungssignal DTP, ein Papier-Erfassungssignal
PP, ein Beleuchtungslampen-Phasensteuersignal LP, ein Heizertemperatur-Thermistor-Erfassungssignal TH,
ein Beleuchtungslampen-Oberwachungssignal LMON, ein Tonervorrats-Erfassungssignal
TREST, ein Vorlagendichte-Meßsignal DNAE, Signale DNVR1 und DNVR2, die die Lagen des Reglers
207 zur manuellen Kopiedichteeinstellung bzw. des Reglers 208 für die Kopiedichtekorrektur darstellen, ein
Signal DNZM, das die Lage des Regler 217 zur stufenlosen
__ Formatänderung darstellt, ein Signal KEY, das den Zustand
25
einer Tasteneingabe oder einer mechanischen Einstellung darstellt, ein den Anzeigevorrichtungen zugeführtes Signal
DSP, ein Signal VTN für die Stromversorgung zur Resttonererfassung, ein Signal ZMHP für den Mikrocomputer 302 als
Erfassungssignal für die Ausgangsstellung des Zoomobjektivs, 30
ein Austragstörungs-Erfassungssignal DSCHJ, ein Ablösestörungs-Erfassungssignal
SPRJ, ein Vorlagenausgangsstellungs-Erfassungssignal
HP, ein Sortiererstörungs-Erfassungssignal STJ, Signale ZM1 und ZM2, die Einstellungen des
Zoomobjektivs darstellen, ein Kopienanzahlzähler-Signal 35
CNT, ein Signal OPBR für das Beenden der Rücklaufbewegung
-25- DE 4443
des optischen Systems bzw. des Vorlagentischs, ein Steuersignal
HTSH zum Ein- und Ausschalten beim Ermitteln einer Abnormalität an der Heizvorrichtung, ein Signal THMIN für
das Zuführen eines Thermistor-Unterbrechungssignals zu dem Speicher, ein Leerbelichtungs-Steuersignal BL, ein Signal
OPBF zum Befehlen einer Vorlauf oder Rücklaufbewegung des optischen Systems, ein Ein/Ausschalt-Steuersignal OPCL für
das Bewegen des optischen Systems, ein Registrierwalzen-,Q
Steuersignal REG, ein Papierzufuhr-Zeitsteuersignal FDP, ein Signal MMSYC für das Steuern einer Entladung eines Gebläses
und eines Ablösebands und einer Vorladung unter Synchronisierung mit dem Hauptmotor, ein Steuersignal SOL
für eine untere Papierzuführkassette, ein Entwicklungsvorspannungs-Ein/Ausschaltsignal
BSCL, ein Hochspannungsquellen--Steuersignal HVT, ein Trommeltaktsignal DCK, ein Signal
THMOUT für die Ausgabe eines Thermistorabschaltsignals aus dem Speicher, ein Summenzähler-Abnormalitäts-Erfassungssignal
TCNT, ein Registrierzeit-Einstellsignal REGADJ, ein Leuchtdiodenzeilen-Steuersignal LAL, ein Abnormalitäts-Diagnosesignal
OPUN für den Mikrocomputer 303 zum Steuern des Antriebsmotors, der Bremsung, der Vorlaufbewegung, der
Rücklaufbewegung und des Ein/Ausschaltzustands des optischen Systems, ein Maßstabs-Bezugsfrequenz-Signal FS, ein
Motorabnormalitäts-Stopsignal MCUT, ein Motorsteuerungs-Bezugssignal
OPM für das optische System zum Erzeugen eines Drehzahlsteuerungs-Impulssignals FV, ein Antriebsmotor-Steuersignal
DRM, das Drehzahlsteuerungs-Impulssignal FV mit einer vorbestimmten Breite, ein Phasensteuerungssignal
PC, ein Überwachungssignal OPMON zur Überwachung der Steue-30
rung des Motors für das optische System, ein Drehmeldesignal FG für den Motor des optischen Systems, ein Phaseneinrastungs-Anzeigesignal
LCKP, ein Filterschaltsignal OPF für den Motor des optischen Systems, Rücksetzsignale RST1
bis RST3 für die Mikrocomputer 301 bis 303, ein Seriellübertragungs-Eingangssignal
SI, ein Seriellübertragungs-
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Ausgangssignal SO, ein Seriellübertragungs-Taktsignal SCK,
ein Seriellübertragungs-Erlaubnissignal SPER, ein Seriellübertragungs-Bereitschaftssignal
SRDY und Bezugstaktsignag Ie CLK1 bis CLK3 für die jeweiligen Mikrocomputer 301 bis
303.
Nachstehend wird ein weiteres Verfahren für die Formatänderung beschrieben.
Bei diesem Verfahren kann ein Kopiermaßstab auch dann korrigiert werden, wenn er während einer Zeit außerhalb einer
Kopierzeit zufällig geändert wird.
Die Bedienungsperson drückt zuerst die Formatänderungs-Kopierart-Wähltaste
210 einige Male, um die Anzeige 216 für die stufenlose Kopiermaßstab-Änderung zu wählen und
die stufenlose Formatänderung einzustellen. Hierbei wird der veränderbare Widerstand des Formatänderungs-Reglers 217
verstellt, um beliebig einen Kopiermaßstab aus dem Bereich
65 bis 142? zu wählen. Bei der stufenlosen Kopiermaßstab-Änderung werden an der Anzeigevorrichtung 205 die niedrigen
beiden Stellen des von der Bedienungsperson gewählten Maßstabs angezeigt. Wenn beispielsweise die Bedienungsper-
„_ son den Maßstab bzw. Vergrößerungsfaktor 125? wählt, wird
25
"25" angezeigt. Wenn bei der Betriebsart mit stufenloser Kopiermaßstabänderung der Kopiervorgang ausgeführt wird,
werden Kopien in der von der Bedienungsperson gewählten Anzahl in dem von der Bedienungsperson gewählten Maßstab erzeugt.
Wenn während dieses Kopiervorgangs der Vorrat an Papierblättern aufgebraucht wird, wird der Kopiervorgang
unterbrochen. Falls die Bedienungsperson während des Nachfüllens der Papierblätter zufällig den Formatänderungs-Regler
217 verschiebt, kann bei diesem Ausführungsbeispiel
auf die nachstehend beschriebene Weise wieder auf den ur-35
sprünglich gewählten Wert zurückgestellt werden. Dazu wird
-27- DE 4443
der vor der Bewegung des Formatänderungs-Hebels 217 eingestellte Maßstab gespeichert. Wenn nach dem Ergänzen der Kopierblätter
oder dergleichen der Kopiervorgang wieder aufgenommen wird, wird der gespeicherte Wert an der Anzeigevorrichtung
205 angezeigt. Falls andererseits die Bedienungsperson tatsächlich den Maßstab gegenüber dem zuerst
gewählten Maßstab >zu ändern wünscht und dazu den Regler verstellt, kann der gespeicherte Maßstab unter folgenden
,Q Bedingungen gelöscht werden:
a. Ablauf einer Zeit von 2 Minuten zum automatischen Löschen,
b. Signaleingabe mit der Taste 211 für die Anzeige des
Kopiermaßstabs, oder
.,_ c. Signaleingabe mit der Formatänderungs-Wähltaste
oder der Echtformat-Wähltaste 209.
Hinsichtlich des Löschens des gespeicherten Mäßstabs besteht
keine Einschränkung auf diese Bedingungen a bis c;
vielmehr kann irgendeine andere geeignete Maßnahme getrof-20
fen werden.
Der Steuerungsvorgang für die Formatänderung wird anhand der Ablaufdiagramme in den Fig. 7A bis 7 C beschrieben. Jeder
Steuerungsablauf gemäß den Fig. 7A bis 7C stellt eine Subroutine dar, die durch einen Befehl CALL im Hauptprogramm
abgerufen wird, so daß das Ausführen eines erwünschten Programms während der Ausführung des Hauptprogramms ermöglicht
ist. Mit in Klammern angeführten Zahlen sind dabei
Schritte bezeichnet. Kennungen "Maßstab geändert" in den 3U
Ablaufdiagrammen sind Kennungen, welche rückgesetzt werden,
wenn der zu Beginn des Kopierens bei der Betriebsart mit stufenloser Kopiermaßstabänderung eingestellte Maßstab geändert
wird, bevor der Mangel an Kopieblättern behoben ist
oder der Kopiervorgang abgeschlossen ist. 35
-28- DE 4443
Gemäß dem Ablaufdiagramm in Fig. 7A wird ermittelt, ob der Kopiervorgang begonnen werden soll (1). Falls die Antwort
"JA" ist, wird die Kennung geprüft (2). Falls die Kennung nicht gesetzt bzw. eingeschaltet ist, wird der gerade bestehende
Maßstab in eine vorbestimmte Speicheradresse eingegeben (3). Falls jedoch bei dem Schritt (1) die Antwort
"NEIN" und bei dem Schritt (2) die Antwort "JA" ist, kehrt das Programm zu dem Hauptprogramm zurück.
Die in Fig. 7B gezeigte Subroutine wird ausgeführt, wenn der Mangel an Kopierblättern ermittelt wird.
Zuerst wird geprüft, ob der Kopiervorgang abgeschlossen wor-
. r- den ist (11). Wenn bei dem Schritt (11) die Antwort "JA"
ι ο
ist, werden restliche Kopierblätter ermittelt (12). Wenn bei dem Schritt (12) die Antwort "NEIN" ist, wird eine Papiermangel-Kennung
gesetzt bzw. eingeschaltet (13). Es werden der gerade bestehende Maßstab und der bei dem Schritt
on (3) gespeicherte Maßstab miteinander verglichen. Falls die
Maßstäbe voneinander verschieden sind, wird die Kennung "Maßstab geändert" gesetzt bzw. eingeschaltet (14, 15).
Falls jedoch bei dem Schritt (12) die Antwort "JA" ist, springt das Programm zu dem Schritt (14). Falls bei dem
__ Schritt (14) kein Unterschied zwischen den beiden Maßstä-25
ben festgestellt wird, kehrt das Programm zu dem Hauptprogramm zurück. Falls bei dem Schritt (11) der Kopiervorgang
noch nicht abgeschlossen worden ist, wird der Schaltzustand der Papiermangel-Kennung überprüft. Falls die Papiermangel-Kennung
eingeschaltet ist, wird der Rest an Papierblättern 30
ermittelt (16, 17). Falls der Papierblatt-Vorrat aufgebraucht ist, springt das Programm zu dem Schritt (14). Falls
bei dem Schritt (17) die Antwort "JA" lautet, wird die Papiermangel-Kennung ausgeschaltet, wonach das Programm zu
dem Hauptprogramm zurückkehrt (18). Falls bei dem Schritt 35
(16) die Papiermangel-Kennung nicht eingeschaltet ist, kehrt das Programm sofort zu dem Hauptprogramm zurück.
-29- DE 4443
Die in Fig. 7C gezeigte Subroutine wird ausgeführt, wenn die Kennung "Maßstab geändert" eingeschaltet ist.
Zuerst wird der Einschaltzustand der Kennung "Maßstab geändert" geprüft (21). Wenn die Kennung nicht eingeschaltet
ist, kehrt das Programm sofort zu dem Hauptprogramm zurück. Wenn jedoch die Kennung "Maßstab geändert" eingeschaltet
ist, wird an der Anzeigevorrichtung 216 für die stufenlose
iQ Kopiermaßstabänderung blinkend angezeigt und es werden Daten
für die Anzeige an der Anzeigevorrichtung 205 übertragen (22). Es werden die vorangehend genannten Löschbedingungen
a bis c ermittelt. Wenn hierbei die Antwort "JA" ist, werden die Kennung "Maßstab geändert" und die Papier-
^g mangel-Kennung abgeschaltet (24), wonach das Programm zu
dem Hauptprogramm zurückkehrt. Wenn jedoch keine der Löschbedingungen erfüllt ist (23), kehrt das Programm sofort zu
dem Hauptprogramm zurück.
Bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel war ein zu ermittelnder besonderer Zustand das Aufbrauchen der
Papierblätter. Ein solcher Zustand kann jedoch auch eine StauungsStörung, ein Stopzustand oder eine Unterbrechung
sein.
Ein weiteres Beispiel wird anhand der Fig. 8 beschrieben.
Bei diesem Beispiel wird ein gewählter Maßstab gespeichert und eine Änderung des gewählten Maßstabs angezeigt. Falls
daher die Bedienungsperson unabsichtlich den gewählten Maßstab ändert, kann sie den Maßstab korrigieren. Daher
kann eine erwünschte Anzahl von Kopien in einem erwünschten Format (unter Vergrößerung oder Verkleinerung) hergestellt
werden.
Falls während der Ausführung des Kopiervorgangs der Wider-
standswert des veränderbaren Widerstands, der den Format-
-30- DE 4443
änderungs-Regler 217 bildet, nicht während des Kopierens gelesen wird, wird der gewählte Maßstab am Ende des Kopiervorgangs
von dem ursprünglich gewählten Maßstab verschieden. Falls dies absichtlich herbeigeführt wird, entstehen keine
Probleme. Während des Kopiervorgangs wird jedoch der Maßstab selten geändert. Falls sich der Maßstab während des
Kopiervorgangs tatsächlich ändert, beruht diese Änderung auf einem Funktionsfehler oder einer Unachtsamkeit der Be-2Q
dienungsperson. Bei dem Kopiervorgang in der Betriebsart für die stufenlose Kopiermaßstabsänderung wird der Maßstab
zu Beginn des Kopiervorgangs gespeichert. Der Maßstab wird dann mit der Maßstabeinstellung des veränderbaren Widerstands
am Ende des Kopiervorgangs verglichen. Wenn die beiden Maßstäbe nicht gleich sind, erfolgt an der in Fig. 2
gezeigten Anzeigevorrichtung 216 für die stufenlose Kopiermaßstabänderung
eine Blinkanzeige, während mit der Anzeigevorrichtung 205 der gespeicherte Maßstab angezeigt wird.
Wenn der Kopiervorgang bei diesem Zustand wieder aufgenom- _0 men wird, wird mit dem vor der unbeabsichtigten Änderung
gespeicherten Maßstab kopiert. Wenn während des Blinkens der Anzeigevorrichtung 216 die Taste 211 für die Anzeige
des Kopiermaßstabs gedrückt wird, wird das Blinken der Anzeigevorrichtung 216 beendet und an der Anzeigevorrichtung
205 der mittels des veränderbaren Widerstands eingestellte Maßstab angezeigt. Daraufhin kann die Bedienungsperson den
Einstellungswert des veränderbaren Widerstands korrigieren und den Maßstab auf den Wert vor der unbeabsichtigten Änderung
zurückstellen. Die Blinkanzeige an der Anzeigevorrichtung 216 für die stufenlose Kopiermaßstabänderung kann
30
durch folgende Bedingungen a bis d aufgehoben werden:
a. Drücken der Taste 211 für die Anzeige des Kopiermaßstabs,
b. Ablauf einer Zeit von 2 Minuten zum automatischen g5 Löschen,
-31- DE 4443
c. Drücken der Formatänderungs-Kopierart-Wähltaste 210
oder der Echtformat-Kopierart-Wähltaste 209, oder
d. Drücken irgendeiner anderen Taste.
Der Steuerungsablauf für das Kopieren unter Formatänderung wird anhand der AbIaufdiagramme in den Figuren 8A bis 8C
beschrieben. Die jeweiligen Programme gemäß den Figuren 8A bis 8C sind Subroutinen, die durch einen Befehl CALL im
■j^q Hauptprogramm abgerufen werden und nach Erfordernis während
der Ausführung des Hauptprogramms ausgeführt werden. Die in Klammern angegebenen Zahlen bezeichnen jeweilige
Programmschritte. Kennungen "Maßstab geändert" sind Kennungen, die gesetzt werden, wenn der zu Beginn des Kopie-
^q rens mit stufenloser Kopiermaßstabänderung eingestellte
Maßstab geändert wird, bevor ein Papiermangelzustand behoben ist oder der Kopiervorgang abgeschlossen ist.
Bei der in Figur 8A gezeigten Subroutine wird zuerst geprüft, ob der Kopiervorgang begonnen werden soll (1).
Wenn bei dem Schritt (1) die Antwort "JA" ist, wird die Kennung "Maßstab geändert" geprüft (2). Falls die Kennung
nicht eingeschaltet ist (2), wird der gerade bestehende Maßstab in eine vorbestimmte Speicheradresse eingespeichert
(3). Falls bei dem Schritt (1) die Antwort "NEIN" ist und bei dem Schritt (2) die Antwort "JA" ist, kehrt das Programm
zu dem Hauptprogramm zurück.
Die in Figur 8A gezeigte Subroutine wird jedesmal dann ausgeführt,
wenn der Kopiervorgang ausgeführt wird.
Es wird überprüft, ob der Kopiervorgang abgeschlossen ist (11). Falls bei dem Schritt (11) die Antwort "JA" ist,
wird der gerade bestehende Maßstab mit dem bei dem Schritt o_ (3) gespeicherten Maßstab verglichen. Wenn die beiden
-32- DE 4443
Maßstäbe nicht miteinander übereinstimmen,wird die Kennung
"Maßstab geändert" eingeschaltet, wonach das Programm zu dem Hauptprogramm zurückkehrt (12, 13). Falls
bei dem Schritt (11) die Antwort "NEIN" ist und bei dem 5
Schritt (12) die Antwort "JA" ist, kehrt das Programm zu dem Hauptprogramm zurück.
Die in Figur 8C gezeigte Subroutine wird ausgeführt, wenn die Kennung "Maßstab geändert" eingeschaltet ist.
Es wird der Schaltzustand der Kennung "Maßstab geändert" geprüft. Falls die Kennung nicht eingeschaltet ist (21),
kehrt das Programm sofort zu dem Hauptprogramm zurück.
Wenn die Kennung eingeschaltet ist, erfolgt an der Anzei-15
gevorrichtung 216 für die stufenlose Kopiermaßstabänderung eine Blinkanzeige, während die Daten für die Anzeige
des Maßstabs an der Anzeigevorrichtung 205 übertragen werden (22) . Danach wird geprüft, ob eine der Bedingungen
für das Aufheben der Blinkanzeige an der Anzeigevorrich-20
tung 216 erfüllt ist (23) . Falls bei dem Schritt (23) die Antwort "JA" ist, wird die Kennung abgeschaltet, wonach
das Programm zu dem Hauptprogramm zurückkehrt (24) · Wenn bei dem Schritt (23) keine der Bedingungen erfüllt ist,
kehrt das Programm sofort zu dem Hauptprogramm zurück. 25
Es wird nun ein weiteres Beispiel beschrieben. Bei diesem Beispiel wird ein fester Maßstab oder ein erwünschter Maßstab
gewählt. Zur Anzeige wird eine herkömmliche Anzeigevorrichtung verwendet, um die Kosten zu verringern und die
30
Bedienbarkeit zu verbessern.
Wenn die Bedienungsperson die in Figur 2 gezeigte Echtformat-Kopierart-Taste
209 drückt, wird die Anzeigevorrichtung 212 für die Kopierart mit festem Kopiermaßstab ein-
geschaltet und die Echtformat-Kopierart gewählt. Wenn dxe
-33- DE 4443
Echtformat-Kopierart-Taste 209 abgeschaltet ist und die
Formatänderungs-Kopiexart-Wähltaste 2=10 gedrücTct wird,
wird die Anzeigevorrichtung 215 für die Köpieart mit fe-
_ stein Kopiermaßstab eingeschaltet, die eine Förmätverkiei^
b r
nerung auf 67 % anzeigt, und es wird die Formatverkleinerung
im Maßstab 67 % gewählt. Wenn die Formatänderungs-Kopierart-Wähl taste 210 wiederholt gedrückt wird oder
für eine Zeitdauer über 0,5 s gedrückt wird, werden nacheinander die Anzeigevorrichtungen 214 und 213 für die Betriebsart mit festem Kopiermaßstab, die Anzeigevorrichtung
216 für die Betriebsart mit stufenloser Kopiermaßstabänderung und die Anzeigevorrichtung 215 für die Betriebsart
mit festem Kopiermaßstab eingeschaltet, welche jeweils
einem Kopieren mit einer Verkleinerung im Maßstab 78' %, 15
einem Kopieren mit einer Vergrößerung auf 120 %, einem
Kopieren mit veränderbarem Kopiermaßstab bzw. einem Kopieren unter Verkleinerung im Maßstab 67 % entsprechen.·Dabei
wird der entsprechende Maßstab gewählt. : ':
Wenn die Formatänderungs-Kopiertaste-Wähltaste 210 betätigt
wird, wird die Anzeigevorrichtung 216 für die·"" Betriebsart
mit stufenloser Kopiermaßstabänderüng eingeschaltet und dabei die stufenlose Formatänderung gewählt. In diesem'
Fall kann der erwünschte Kopiermaßstab mittels des For7-25
matänderungs-Reglers 217 eingestellt werden. Wenn bei
dieser Betriebsart der Formatänderiangs-Regler 217 zum
Ändern des Maßstabs eingesetzt wird, wird an der Anzeigevorrichtung 205 der geändert bzw. umgestellte Maßstab-angezeigt,
wenn die Änderung ermittelt wird. Diese Anzeige . . .
wird nach der Änderung des Maßstabs -für 2 s beibehalten.
Der Steuerungsablauf für das Kopieren unter Formätärideirung
wird anhand der Ablaufdiagramme in den Figuren 9,10,11A
und HB beschrieben. Ein jedes dieser Programme ist eine 35
-34- DE 4443
Subroutine, die durch einen Befehl CALL in dem Hauptprogramm abgerufen und nach Erfordernis während der Ausführung
des Hauptprograitvms ausgeführt wird. Die in den Klammern
angegebenen Zahlen bezeichnen die Programmschritte.
Eine Dateneinstellung bei diesen Programmen hat die Bedeutung einer Einspeicherung von Maßstab- bzw. Maßstabanzeigedaten
in einen Maßstab-Speicherbereich für eine jeweilige Anzeige zum Anzeigen des gewählten Maßstabs.
Die in Figur 9 gezeigte Subroutine beginnt, wenn die Bedienungsperson
den Maßstab wählt. Es wird überprüft, ob eine Eingabetaste die Echtformat-Kopierart-Taste 209 ist
(1). Falls bei dem Schritt (1) die Antwort "JA" ist, werden die Daten für das Echtformat eingestellt, wonach das
Programm zu dem Hauptprogramm zurückkehrt (12). Falls bei dem Schritt (1) die Antwort "NEIN" ist, ist die Eingabetaste
die Taste 210 für die Wahl der Formatänderungs-Kopierart. Es wird dann überprüft, ob der Einschaltzustand
der Taste fortdauert (2). Falls bei dem Schritt (2) die 20
Antwort "NEIN" ist, werden die Daten nach 0,5 s gelöscht (13), wonach das Programm zu dem Hauptprogramm zurückkehrt.
Falls jedoch bei dem Schritt (2) die Antwort "JA" ist, wird dann ermittelt, ob der Einschaltzustand über
mehr als 0,5 s fortgesetzt war (3). Falls bei dem Schritt
(3) die Antwort "NEIN" ist, kehrt das Programm zu dem Hauptprogramm zurück. Falls bei dem Schritt (3)-die Antwort
"JA" ist, werden in einem Zeitgeber 0,5 s eingestellt (4). Es wird dann überprüft, ob der gewählte Maßstab 67 %
ist. Falls die Antwort "JA" ist, werden die Verkleinerungs-
Anzeigedaten für den Maßstab bzw. Vergrößerungsfaktor 78 %
eingestellt, wonach das Programm zu dem Hauptprogramm zurückkehrt (5, 6). Falls bei dem Schritt (5) die Antwort
"NEIN" ist, wird geprüft, ob der gewählte Maßstab 78 %
ist. Falls die Antwort "JA" ist, werden die Vergrößerungs-35
-35- DE 4443
Anzeigedaten für den Maßstab 120 % eingestellt, wonach
das Programm zu dem Hauptprogramm zurückkehrt (7, 8). Falls bei dem Schritt (7) die Antwort "NEIN" ist, wird
geprüft, ob der gewählte Maßstab 120 % ist. Falls die 5
Antwort "JA" ist, werden die Anzeigedaten für die stufenlose Formatänderung eingestellt, wonach das Programm zu
dem Hauptprogramm zurückkehrt (9, 10). Falls bei dem Schritt (9) die Antwort "NEIN" ist, werden die Verkleinerungs-Anzeigedaten
für den Maßstab 67 % eingestellt, wonach das Programm zu dem Hauptprogramm zurückkehrt.
Die in Figur 10 gezeigte Subroutine beginnt während der Blinkanzeige an der Anzeigevorrichtung 216 für die Betriebsart
mit stufenloser Kopiermaßstabänderung. Es wird geprüft, ob die Taste 211 für die Kopiermaßstabanzeige
gedrückt ist (21). Falls bei dem Schritt (21) die Antwort
"JA" ist, werden der Anzeigevorrichtung 205 die Anzeigedaten
für den zu Beginn des Kopiervorgangs gewählten Maßstab
zugeführt, wonach das Programm zu dem Hauptprogramm 20
zurückkehrt (22) . Falls jedoch bei dem Schritt (2-1) die
Antwort "NEIN" ist, werden der Anzeigevorrichtung 205 die Daten für die gewählte Kopienanzahl zugeführt, wonach das
Programm zu dem Hauptprogramm zurückkehrt.
Die m Figur HA gezeigte Subroutine beginnt, wenn die
Formatänderungs-Kopierart-Wähltaste 210 betätigt wird,
während die Anzeigevorrichtung 216 für die stufenlose Kopiermaßstabänderung eingeschaltet ist. An dem veränderbaren
Widerstand wird ein Maßstab (als stufenlose Regler-
spannung) eingestellt, wobei der Einstellungswert in Maßstab-Eingabedaten
umgesetzt wird. Danach kehrt das Programm zu dem Hauptprogramm zurück (31).
Die in Figur HB gezeigte Subroutine beginnt, wenn die
35
-36- DE 4443
Formatänderungs-Kopierart-Wähltaste 210 betätigt wird,
während die Anzeigevorrichtung 216 für die stufenlose Kopiermaßstabänderung
eingeschaltet ist. Zuerst wird gep. prüft, ob die gewählte Betriebsart die Betriebsart zur
stufenlosen Kopiermaßstabänderung ist (41). Falls bei dem Schritt (41) die Antwort "JA" ist, wird durch Vergleichen
des gerade bestehenden Maßstabs mit dem vor dem Kopiervorgang gewählten Maßstab geprüft, ob der Maßstab während des
Kopiervorgangs geändert worden ist (42). Wenn der Maßstab geändert worden ist, wird ein 2-Sekunden-Zeitgeber eingeschaltet
und es werden die Daten für den vor der Maßstabänderung eingegebene Maßstab in Maßstabanzeigedaten umgesetzt.
Danach kehrt das Programm zu dem Hauptprogramm zu-
_ rück (43). Falls ermittelt wird, daß keine Maßstabänderung
15
vorgenommen worden ist (42), kehrt das Programm nach 2 Sekunden zu dem Hauptprogramm zurück. Falls bei dem Schritt
(44) die 2 Sekunden abgelaufen sind, werden der Anzeigevorrichtung 205 die Maßstabanzeigedaten zum Zeitpunkt des
Beendigens des Kopierens zugeführt, wonach das Programm zu dem Hauptprogramm zurückkehrt.
Nachstehend wird ein nächstes Beispiel beschrieben. Bei diesem Beispiel wird die Größe eines Vorderkanten-Leerrands
korrigiert, die sich entsprechend einem gewählten 25
Maßstab ändert. Daher kann unabhängig von dem gewählten Maßstab an der Vorderkante eines Blatts immer ein Leerrand
mit einer vorbestimmten Breite gebildet werden.
Anhand der Figur 12 wird ein Verfahren zum Berechnen eines 30
BlattzufuhrZeitpunkts beschrieben.
Nach Figur 12 haben der Vorlagentisch 103, die Trommel 108 und Registrierwalzen 120 gleiche Anordnung wie gemäß Figur
1. Wenn ein Vorderrand a einer Vorlage vorbeiläuft, 35
-37- DE 4443
wird dem Mikrocomputer 301 das Vorlagenvorderand-Erfassungssignal
DTP zugeführt. Für das Bilden eines Vorderkanten-Leerrands wird eine Weißplatte b verwendet. Die
,_ Trommel 108 läuft mit einer Drehzahl ν um. Ein Belicho
tungsort 0, an der Trommel 108 hat von einem Übertragungsort 0„ an der Trommel einen Abstand A. Eine Bildempfangsblatt-Vorderkante
0_ an den Registrierwalzen 120 hat von dem Übertragungsort O2 einen Abstand B. Im allgemeinen
ist A - B> "0". Bezugstaktsignale T sind Taktimpulse, die mit dem Bildempfangsblatt-Fördersystem und dem Trommelantriebssystem
gekoppelt sind. Der Blattzufuhr-Zeitpunkt wird für einen Fall unter folgenden Bedingungen berechnet:
A = 50 mm, B = 30 mm, b = 2 mm, T=I ms/Impuls, ν = 100 mm/s und
(A - B) = 20 mm.
Da bei der Ausführung der Kopiervorgangs in der Echtformat-Kopierart
die Differenz (A - B) zwischen der Vorderkante der Vorlage und dem nachgeführten Bildempfangsblatt
20 mm beträgt, wird die Zeitdifferenz mittels der Bezugstaktimpulse T gemessen und der Zeitpunkt der Wiederzuführung
entsprechend dem Meßwert bzw. Zählwert bestimmt. Das heißt, es gilt:
(A - B)/v = 20/100 = 0,2 s und 0,2/T= 200 Impulse.
Hieraus ist ersichtlich, daß nach der Erfassung des Vorder-
rands a entsprechend dem Vorlagenvorderrand-Erfassungs-30
signal DTP mittels einer Zählvorrichtung 200 Bezugstaktimpulse
gezählt werden und dann die Registrierwalzen 120 angetrieben werden.
Wenn der Kopiervorgang in der Betriebsart mit stufenloser 35
-38- DE 4443
Kopiermaßstabänderung ausgeführt wird, ändert sich die Größe des Vorderkanten-Leerrands b entsprechend dem gewählten
Maßstab. Aus diesem Grund muß folgende Korrektur vorgenommen werden:
Obwohl die Differenz (A - B) den festen Wert von 20 mm hat, ist der Vorderkanten-Weißbereich von 2 mm von dem
gewählten Maßstab abhängig und daher durch eine Formatänderung beeinflußt. Die restlichen 18 mm sind ein fester
Wert und werden von einer Formatänderung nicht beeinflußt. Wenn daher 2 mm bei dem Kopieren in Echtformat 20 Impulsen
entspricht, ergibt sich die Impulsanzahl bei dem Maßstab χ % zu:
20 x/100 (Impulse).
15
Dies stellt die Impulsanzahl dar, die dem durch eine Formatänderung
beeinflußten Blattbereich entspricht. Der 18 mm—Bereich, der durch eine Formatänderung nicht beeinflußt
wird, entspricht 180 Impulsen. Wenn daher die Blattzufuhr-Zeitsteuerung auf 180 + 20 x/100 Impulse korrigiert
wird und die Registrierwalzen 120 für die Blattzufuhr nach dem Zählen dieser Impulsanzahl angetrieben werden, wird
ein Vorderkanten-Leerrand b erzielt, der von dem gewählten Maßstab unabhängig ist.
Die Zeitsteuerung der Blattzufuhr im Falle einer Formatänderung wird anhand der Ablaufdiagramme in den Figuren
13A bis 13D beschrieben. Jede dieser in den Ablaufdiagrammen gezeigten Subroutinen wird mittels eines Befehls CALL
im Hauptprogramm abgerufen und nach Erfordernis während der 30
Ausführung des Hauptprogramms ausgeführt. Die in den Klammern angegebenen Zahlen bezeichnen Programmschritte.
Die in Figur 13A gezeigte Subroutine beginnt, wenn die Anzeigevorrichtung 216 für die stufenlose Kopiermaßstab-
-39- DE 4443
änderung eingeschaltet ist. Zuerst wird geprüft, ob die Kopierstarttaste 201 gedrückt ist. Wenn die Antwort "JA"
ist, wird der Startzeitpunkt für den Antrieb der Registrierwalzen 120 entsprechend einem Maßstab berechnet, der mit-5
tels des Formatänderungs-Reglers 217 eingestellt ist, wonach
das Programm zu dem Hauptprogramm zurückkehrt (1, 2). Falls bei dem Schritt (1, 2) die Antwort "NEIN" ist, kehrt
das Programm sofort zu dem Hauptprogramm zurück.
Die in Figur 13B gezeigte Subroutine beginnt nach dem Beenden
der in Figur 13A gezeigten Subroutine. Zuerst wird geprüft, ob dem Mikrocomputer 301 das Vorlagenvorderrand-Erfassungssignal
DTP zugeführt worden ist. Falls die Antwort "JA" ist, wird ein Zähler für die Angabe des Zeit-
punkts zur Ansteuerung der Registrierwalzen 120 eingeschaltet bzw. gestartet (11, 12). Falls bei dem Schritt
(11, 12) ermittelt wird, daß dem Mikrocomputer 301 das Vorlagenvorderrand-Erfassungssignal DTP nicht zugeführt
wurde, kehrt das Programm sofort zu dem Hauptprogramm zu-20
rück.
Die in Figur 13C gezeigte Subroutine beginnt, nachdem die
in Figur 13B gezeigte Subroutine beendet ist. Es wird
geprüft, ob der bei dem Schritt (12) eingeschaltete Zähler 25
die bei dem Schritt (2) bestimmte Impulsanzahl gezählt
hat (21) . Falls die Impulszählung abgeschlossen ist, werden die Registrierwalzen 120 angetrieben (22), wonach das
Programm zu dem Hauptprogramm zurückkehrt. Falls die Zählung noch nicht abgeschlossen ist (21), kehrt das Programm
30
sofort zu den Hauptprogramm zurück.
Die in Figur 13D gezeigte Subroutine beginnt während des
Betriebs des Bildempfangsblatt-Antriebssystems und des Trommelantriebssystems. Es wird geprüft, ob die während
des Betriebs des Trommelantriebssystems erzeugten Takt-
-40- DE 4443
signale dem Mikrocomputer 301 zugeführt worden sind (31). Falls bei dem Schritt (31) die Antwort "JA" ist, wird geprüft,
ob der Zähler für die Bestimmung des Zeitpunkts für
den Antrieb der Registrierwalzen 120 eingeschaltet bzw. ge-5
startet worden ist (32). Falls bei dem Schritt (32) die Antwort "JA" ist, wird geprüft, ob die bei dem Schritt
(2) bestimmte Impulsanzahl gezählt worden ist (33). Falls bei dem Schritt (33) die Antwort "JA" ist, kehrt das Programm
zu dem Hauptprogramm zurück. Falls jedoch bei den Schritten (31), (32) und (33) die Antwort "NEIN" ist,
kehrt das Programm sofort zu dem Hauptprogramm zurück.
Nachstehend wird ein Steuerungsvorgang für die Verstellung des Zoomobjektivs bei der stufenlosen Formatänderung beschrieben.
Die Figur 14 ist eine Ansicht, die den Hauptteil der mit diesem Steuerungsvorgang zusammenhängenden Anordnung zeigt.
Ein Zoomobjektiv 401 ist an einem Objektivträger 402 be-20
festigt. Em Ritzel 403 kämmt mit einer Zahnstange 404.
Wenn die Zahnstange 404 vertikal bewegt wird, wird das mit dieser kämmende Ritzel 403 gedreht, so daß das Zoomobjektiv
401 gedreht wird und damit die Vergrößerung verändert wird. Der Objektivträger 402 ist mit einer Schiene
25
405 geführt. Ein Drahtzug 408 ist um Seilscheiben 406 und
407 gelegt. An dem Drahtzug 408 ist der Objektivträger
402 befestigt. Auf diese Weise wird der Objektivträger 402 an der Schiene 405 bewegt, sobald der Drahtzug 408 bewegt
wird. Der Drahtzug 408 wird dadurch angetrieben, daß 30
eine Seilscheibe 409, auf die der Drahtzug 408 gewickelt ist, mittels eines Schrittmotors 410 in Vorwärts- oder
Gegenrichtung angetrieben wird. Einzelheiten sind in Figur 15 gezeigt.
Gemäß Figur 15 ist einstückig mit der Seilscheibe 409 ein
Zahnrad 411 ausgebildet. Mit dem Zahnrad 411 kämmt ein
kleines Zahnrad 412, das an einer Motorwelle 413 befestigt ist. Wenn der Schrittmotor 410 in der Vorwärts- oder Gegenrichtung
dreht, wird über das Zahnrad 412 das Zahnrad und damit die Seilscheibe 409 gedreht, so daß eine Seite
des Drahtzugs 408 aufgewickelt wird, während die andere Seite abgegeben wird. Auf diese Weise wird der Drahtzug
408 um die Seilscheiben 406 und 407 herum bewegt, wobei der Objektivträger 402 bewegt wird.
Gemäß Fig. 14 greift ein Stift 415 an der Zahnstange 404 verschiebbar in eine Zahnstangennut 414. Daher wird bei
der Bewegung des Drahtzugs 408 in der durch einen Pfeil angegebenen Richtung der Objektivträger 402 gleichfalls in
der gleichen Richtung bewegt. Da hierbei die Nut 414 allmählich ansteigt, wird auch der Stift 415 aufwärtsbewegt,
so daß die Zahnstange 404 allmählich hochgeschoben wird. Infolgedessen wird über das Ritzel 408 das Zoomobjektiv
401 geschwenkt. Auf diese Weise wird durch die Drehbewegung des Schrittmotors 410 der Objektivträger 402 bewegt
und in eine einer erwünschten Vergrößerung entsprechende Stellung gebracht, so daß damit die erwünschte Vergrößer
rung des Zoomobjektivs 401 erreicht wird. An dem Objektivträger 402 ist eine Signalplatte 416 befestigt. Wenn ein
Stromversorgungsschaltung 122 eingeschaltet wird, bewegt der Schrittmotor 410 die Signalplatte 416, bis diese die
optische Achse bzw. den Lichtweg eines Ausgangsstellungssensors 123 unterbricht. Wenn das Zoomobjektiv 401 die Ausgangsstellung
erreicht, wird die Drehrichtung des Schrittmotors 410 auf die Vorwärtsrichtung geändert. Wenn sich die
Signalplatte 416 aus der Stellung heraus, bei der sie von dem Ausgangsstellungssensor 123 gelöst wird, um eine einer
vorbestimmten Impulsanzahl entsprechende Strecke bewegt, wird der Schrittmotor angehalten (wobei das Zoomobjektiv
3^ 401 dann in der der Echtformat-Darstellung entsprechenden
-42- DE 4443
Stellung steht). Die an den Schrittmotor 410 angelegte Impulsanzahl
(die Einstellung des Zoomobjektivs 401) ist in einem Mikroprozessor einer Gleichstrom-Steuereinheit 417
gespeichert. Wenn das Zoomobjektiv 401 verstellt werden muß, wird eine der Bewegungs- bzw. Verstellungsstrecke des
Zoomobjektivs 401 entsprechende Impulsanzahl erzeugt, durch die das Zoomobjektiv 401 bewegt wird.
IQ Wenn das Zoomobjektiv 401 in der Richtung zu einer Vergrößerung
bewegt wird (wie beispielsweise bei dem Wechsel von der Verkleinerungs-Betriebsart zu der Echtformat-Betriebsart)
, wird der Schrittmotor 410 zuerst in der Gegenrichtung gedreht. Nach dem Durchlaufen der dem gewählten
je Maßstab entsprechenden Stellung wird die Drehrichtung des
Motors in die Vorwärtsrichtung geändert und dann der Motor bei der vorbestimmten Stellung angehalten. Dies dient dazu,
die Anhaltestellung des Zoomobjektivs 401 dadurch zu stabilisieren bzw. gleichmäßig zu machen, daß das Zoomob-
2Q jektiv 401 immer während der Vorwärtsdrehung des Schrittmotors
410 angehalten wird.
Die Fig. 16, 17 und 18 sind Ablaufdiagramme zur Erläuterung
der Funktionsweise bei dem Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Bildreproduktionsgeräts. Die Subroutinen
gemäß den jeweiligen Ablaufdiagrammen werden durch einen
Befehl CALL in dem Hauptprogramm ausgelesen und nach Erfordernis ausgeführt. Die in Klammern gesetzten Zahlen bezeichnen
Programmschritte.
Das in Fig. 16 gezeigte Programm beginnt, wenn der Stromversorgungsschalter
122 eingeschaltet wird. Es wird geprüft, ob der Anfangswert für das Zurückführen des Zoomobjektivs
401 in die Ausgangsstellung eingestellt ist (1). g5 Falls bei dem Schritt (1) die Antwort "JA" ist, wird das
Zoomobjektiv 401 in der Stellung für das Echtformat-Kopie-
-43-
DE 4443
ren angehalten und es wird überprüft, ob die Anfangsvorbereitung abgeschlossen ist (2). Wenn bei dem Schritt (2)
die Antwort "NEIN" ist, wird eine Anhaltesteuerung ausgeführt (3), wonach das Programm zu dem Hauptprogramm zurückkehrt.
Falls bei dem Schritt (1) die Antwort "NEIN" lautet, wird der Anfangswert eingestellt (4), wonach das
Programm zu dem Hauptprogramm zurückkehrt. Wenn der Stromversorgungsschalter 122 eingeschaltet wird, wird das Zoomobjektiv
401 in die Ausgangsstellung bewegt.
3U3043
-44- DE 4443
Die in Figur 17 gezeigte Subroutine beginnt, während die Anzeigevorrichtung
216 für die Betriebsart mit stufenloser Kopiermaßstabänderung eingeschaltet ist. Wenn die Anhaltestellung
des Zoomobjektivs 401 mittels des Reglers 217
für die stufenlose Formatänderung verändert werden muß, wird geprüft, ob die Seilscheibe 409 umgesteuert bzw. in
Gegenrichtung gedreht werden muß (11). Falls bei dem Schritt (11) die Antwort "JA" ist, wird die Umsteuerung
ausgeführt (12), wonach das Programm zum Hauptprogramm zurückkehrt. Falls bei dem Schritt (11) die Antwort "NEIN"
ist, wird die Seilscheibe 409 in der Vorwärtsrichtung gedreht (13), wonach das Programm zum Hauptprogramm zurückkehrt.
Die in Figur 18 gezeigte Subroutine beginnt, wenn der Schrittmotor 410 angetrieben wird. Zur Änderung der Stellung
des Zoomobjektivs 401 entsprechend dem gewählten Maßstab wird eine Drehzahlsteuerung vorgenommen (21) . Wenn
die eingestellte Vergrößerung geändert werden muß und die 20
Anhalterichtung des Zoomobjektivs 401 von der gegenwärtig
bestehenden Richtung verschieden ist, wird eine Phasenänderung vorgenommen (22) . Für das Betreiben des Antriebssystems
entsprechend der Phasenänderung wird ein Phasenausgangssignal erzeugt (23) . Es wird geprüft, ob das Zoomobjek-25
txv 401 die Stellung erreicht hat, die dem gewählten Maßstab entspricht (24). Falls bei dem Schritt (24) die Antwort
"JA" ist, wird die Richtung der Verstellung des Zoomobjektivs 401 geändert und das Zoomobjektiv 401 an der dem
Maßstab entsprechenden Stellung angehalten (25) . Falls bei 30
dem Schritt (24) die Antwort "NEIN" ist, kehrt das Programm zu dem Hauptprogramm zurück.
Bei diesem Beispiel wird das Zoomobjektiv mittels des Schrittmotors verstellt, wobei die Antriebsinformation ge-
-45- DE 4443
speichert ist, die der Strecke zwischen der Anhaltestellung
des Zoomobjektivs und der dem Maßstab entsprechenden Zoomobjektivstellung entspricht. Daher kann das Zoomobjektiv
g zuverlässig in Übereinstimmung mit einem fortgesetzt neu gewählten Maßstab eingestellt werden. Die Anordnung hierfür
kann kompakt gestaltet werden.
Anhand der Zeichnung wird ein Beispiel für einen SchaltvorjQ
gang zur Dichteeinstellung beschrieben.
Bei diesem Beispiel kann je nach Bedarf zwischen einer automatischen und einer manuellen Dichteeinstellung umgeschaltet
werden.
Wenn die Taste 206 nach Figur 2 für das Umschalten zwischen
automatischer und manueller Kopiedichteeinstellung gedrückt wird, wird die Anzeigevorrichtung 220 für die automatische
Dichteeinstellung ein- oder ausgeschaltet. Wenn die Anzei-
gevorrichtung 220 eingeschaltet ist, ist die automatische
Zu
Dichteeinstellung gewählt. Wenn die Anzeigevorrichtung für die Dichteeinstellung von Hand ausgeschaltet war, wird
sie eingeschaltet, um anzuzeigen, daß die Dichteeinstellung von Hand gewählt ist. Bei der manuellen Dichteeinstellung
OI- wird die Dichte von Hand mittels des Kopierdichte-Reglers
207 eingestellt. Ein bei der jeweils gewählten Dichteeinstellungsart bestimmter Dichtewert wird einer (nachfolgend
beschriebenen) Vorspannungsausgabeeinheit B als Impulsbreitenwert eines Dichteeinstellungs-Ausgangssignals BS des
in Figur 6 gezeigten Mikrocomputers 301 zugeführt. Bei der Dichteeinstellung von Hand wird das Potential an dem Kopierdichteregler
207 als Signal DNVRl an dem A/D-Eingangsanschluß des Mikrocomputers eingelesen und entsprechend dem
Potentialpegel die Impulsbreite bestimmt. Bei der automa-
__ tischen Dichteeinstellung wird von dem Zeitpunkt der Ein-
-46- DE 4443
gäbe des Vorlagenvorderrand-Erfassungssignals DTP an den
A/D-Eingangsanschluß des in Figur 6 gezeigten Mikrocomputers 301 ein Signal DNAE als Vorlagendichte-Meßeingangssignal
zugeführt, um die auf den Fotosensor 212 über das Formatänderungs-Zoomobjektiv
106 fallende Lichtmenge zu ermitteln. Es wird eine dieser Lichtmenge entsprechende Impulsbreite
berechnet. Diese Steuerung wird fortgesetzt mittels des Mikrocomputers ausgeführt. Als Dichteeinstellsignal
jQ BS wird ein Signal mit der Impulsbreite abgegeben, die der
mittels der Wähltaste 206 gewählten Betriebsart, nämlich der gewählten automatischen oder manuellen Kopiedichteeinstellung
entspricht.
, p- Nachstehend wird die Lichtmengenmessung bei der automatischen
Dichteeinstellung beschrieben.
Die Figur 19 ist eine Ansicht eines Lichtmengenmeßmechanismus,
wobei in der Figur 19 mit gleichen Bezugszeichen wie of-, in Figur 1 die gleichen Teile bezeichnet sind.
An der Trommel 108 liegt der Belichtungsort A. Die Vorspannungs-Ausgabeeinheit
B dient zum Einstellen der Tonerdichte. Die Vorspannungs-Ausgabeeinheit B ändert die Vorspannung
oc entsprechend der Belichtungsdichte und legt damit die Dichte
fest. Die auf den Vorlagentisch 103 aufgelegte Vorlage wird mittels der Lampe 104 beleuchtet. Das von der Vorlage
reflektierte Licht wird von dem Fotosensor 121 empfangen, wonach entsprechend der empfangenen Lichtmenge durch das
_ Ändern der Vorspannung aus der Vorspannungs-Ausgabeeinheit B die Tonerdichte für die Übertragung auf die Trommel 108
eingestellt wird.
Die Optimaldichtesteuerung bei der automatischen Dichteeinstellung
wird anhand der Ablaufdiagramme in Figuren 2OA und
_47- DE 4443
2OB beschrieben. Die Subroutinen gemäß den Ablaufdiagrammen
in den Figuren 2OA und 2OB werden durch einen Befehl CALL in dem Hauptprogramm abgerufen und nach Bedarf aus-
geführt. Die in Klammern angeführten Zahlen bezeichnen Programmschritte.
Die in Figur 20A gezeigte Subroutine beginnt bei der Betriebsart mit automatischer Dichteeinstellung. Es wird
geprüft, ob gerade ein Kopiervorgang abläuft (1). Falls die Antwort "JA" ist, wird geprüft, ob das Vorlagenvorderrand-Erfassungssignal
DTP empfangen wird (2). Falls bei dem Schritt (2) die Antwort "JA" ist, wird entsprechend
dem Signal DNRVl, welches das Potential an dem Kopierdichteregler 207 anzeigt, eine dem Potentialpegel
15
entsprechende Impulsbreite berechnet (3). Ferner wird entsprechend
dem Signal DNAE, welches das Vorlagendichte-Meßeingangssignal darstellt, eine der Lichtmenge entsprechende
Impulsbreite berechnet (4), wonach das Programm zu dem Hauptprogramm zurückkehrt. Falls bei dem Schritt (1) oder
(2) die Antwort "NEIN" ist, kehrt das Programm direkt zu
dem Hauptprogramm zurück.
Die in Figur 2OB gezeigt Subroutine beginnt, wenn der Kopiervorgang
abgeschlossen ist. Zuerst wird überprüft, ob
die gerade bestehende Betriebsart die Betriebsart zur automatischen
Dichteeinstellung ist (11). Wenn bei dem Schritt CIl) die Antwort "JA" ist, wird die bei dem Schritt (4)
berechnete Impulsbreite abgegeben (12), wonach das Programm zu dem Hauptprogramm zurückkehrt. Falls jedoch bei
dem Schritt (11) die Antwort "NEIN" ist, wird die bei dem
Schritt (3) berechnete Impulsbreite abgegeben (13), wonach das Programm zu dem Hauptprogramm zurückkehrt.
Nachstehend wird ein weiteres Beispiel beschrieben, bei
35
_48- DE 4443
dem eine Abnormalität des Geräts mittels eines Vorlagendichte-Meßsensors
erfaßt wird.
,_ Wenn der Stromversorgungsschalter 122 nach Figur 1 eingeb
schaltet wird, beginnt die Temperatursteuerung in der Fixiereinheit 117. Wenn die Fixiereinheit 117 eine vorbestimmte
Temperatur erreicht, ist das Aufheizen abgeschlossen, so daß der Kopiervorgang eingeleitet werden kann. Bei
diesem Kopierwartezustand ist die Lampe 104 ausgeschaltet, während an dem Fotosensor 121 (im Normalzustand) ein Signal
hohen Pegels (mit 4 bis 5 V) anliegt. Wenn an dem Fotosensor 121 während des Ausschaltzustands der Lampe 104
eine Spannung niedrigen Pegels (mit 4 V oder darunter) anliegt (Abnormalität), könnte der Fotosensor 121 fehlerhaft
15
sein oder es kann eine Treiberstufe für die Lampe 104 eine Störung hervorgerufen haben. Das Ergebnis der Erkennung
des hohen oder niedrigen Pegels der Spannung wird mittels der Anzeigevorrichtung 205 als Anzeige für das Vorliegen
oder Fehlen einer Störung angezeigt. Diese Information wird von dem Mikrocomputer 301 in den Mikrocomputer 303
übertragen. Die Treiberstufe für die Lampe 104 wird von dem Mikrocomputer 303 mittels des Ein/Ausschalt-Steuersignals
HTSH gesteuert.
Ein Steuerungsvorgang in dem Fall, daß die Kopierstarttaste 201 bei dem Kopierwartezustand nach dem Aufheizen gedrückt
wird und der Kopiervorgang eingeleitet wird, wird anhand des Zeitdiagramms in Figur 21 beschrieben= Die in Klammern
gesetzten Buchstaben (a) bis (h) bezeichnen die Zeitsteu-30
erungen der jeweiligen Steuervorgänge.
Während das Formatänderungs-Zoomobjektiv 106 auf optimale
Weise in die Ausgangsstellung eingestellt ist (a), wird
die Kopierstarttaste 201 gedrückt (b), wodurch der Kopier-35
-49- DE 4443
Vorgang eingeleitet wird. Danach beginnt die Papierblattzufuhr (c), wonach nach einer vorbestimmten Zeitdauer die
Lampe 104 eingeschaltet wird (d). Dann wird der Vorlagentisch 103 bewegt, um die Vorlagenfläche abzutasten (e) .
Während der Abtastung gemäß (e) wird aus dem Fotosensor 121 an dem Zoomobjektiv 106 das Vorlagenvorderrand-Erfassungssignal
DTP empfangen (f). Da an dem Vorlagentisch die Weißplatte zum Bilden des Vorderkanten-Leerrands im
-^q Kopiebild angeordnet ist, wird zum Zeitpunkt der Eingabe
des Vorlagenvorderrand-Erfassungssignals DTP nach (f) dem
Fotosensor eine Spannung niedrigen Pegels (von 2 V oder darunter) zugeführt (Normalzustand) (g). In dieser Periode
wird an der Anzeigevorrichtung 205 eine eingestellte
,,- Kopienanzahl N angezeigt. Falls jedoch diese Spannung niedrigen
Pegels aus irgendeinem ungeklärten Grund nicht an den Fotosensor 121 angelegt wird, wird daraus auf ein abnormales
Verhalten des Fotosensors 121 oder der Lampe geschlossen. An der Anzeigevorrichtung 205 wird eine Stö-
_0 rung T angezeigt und der Kopiervorgang wird abgebrochen.
In Figur 21 entsprechen gestrichelte Linien dem Betriebsablauf bei dem Normalzustand.
Nachstehend wird ein Steuerungsvorgang zum Anhalten bzw. Unterbrechen beim Auftreten einer Störung anhand des Ablaufdiagramms
in Figur 22 beschrieben. Die Subroutine gemäß dem in Figur 22 gezeigten Ablaufdiagramm beginnt durch
einen Befehl CALL in dem Hauptprogramm und wird bei Bedarf ausgeführt. Die in den Klammern angeführten Zahlen bezeichnen
Programmschritte.
Die in Figur 22 gezeigte Subroutine beginnt, wenn die Kopierstarttaste 201 gedrückt wird. Zuerst wird geprüft,
ob die Lampe 104 eingeschaltet ist (1). Wenn bei dem
_.,. Schritt (1) die Antwort "JA" ist, wird geprüft, ob das
ob
_5o- DE 4443
Vorlagenvorderrand-Erfassungssignal DTP eingegeben wird
(2). Wenn bei dem Schritt (2) die Antwort "JA" ist, wird geprüft, ob an dem Fotosensor 121 eine Spannung niedrigen
Pegels anliegt (3). Falls bei dem Schritt (3) die Antwort "NEIN" ist, wird an der Anzeigevorrichtung 205 die Anzeige
T für eine Störung angezeigt und der Steuerungsvorgang zum Anhalten bzw. Abbrechen begonnen. Das heißt, der Kopiervorgang
wird abgebrochen, wonach das Programm zu dem Hauptprogramm zurückkehrt (4). Falls jedoch bei dem
Schritt (1) die Antwort "NEIN" ist, wird geprüft, ob die an den Fotosensor 121 anliegende Spannung 4 V oder darüber
ist (5). Falls bei dem Schritt (5) die Antwort "NEIN" ist, springt das Programm zu dem Schritt (4). Falls jedoch
bei dem Schritt (5) die Antwort "JA" ist, kehrt das
Programm direkt zu dem Hauptprogramm zurück.
Nachstehend wird ein weiteres Beispiel beschrieben. Bei diesem Beispiel ist eine zweite Dichteeinstellvorrichtung
in der Weise vorgesehen, daß der Dichteeinstellbereich in 20
Übereinstimmung mit einer Änderung der Empfindlichkeit
eines fotoempfindlichen Teils bzw. Materials geändert werden kann. Bei diesem Beispiel ist eine optimale Dichte erzielbar.
Hierbei wird die Wartung des Geräts vereinfacht
und es werden die Kosten herabgesetzt. 25
Die Figur 23 ist eine graphische Darstellung von Kennlinien eines zulässigen Bereichs der Dichteeinstellung mit dem
Kopiedichteregler 207 und dem Kopiedichte-Korrekturregler
208. Auf der Abszisse ist die Dichteeinstellung mittels 30
des Kopiedichte-Korrekturreglers 208 aufgetragen, während auf der rechten Ordinate die Dichteeinstellung mittels des
Kopiedichtereglers 207 aufgetragen ist und an der linken Koordinate eine Gleichvorspannung aufgetragen ist. Die
Figur 23 zeigt eine Vorspannungslinie I, für eine Bezugs-
i
_51_ DE 4443
dichte, eine Vorspannungslinie I2 für eine Dichte, die geringer
als die Bezugsdichte ist, und eine Vorspannungslinie I für eine Dichte, die höher als die Bezugsdichte ist.
Punkte Fn bis FQ entsprechen Einstellungen des Kopiedichte-Korrekturreglers
208, wobei der Punkt F^ der Mittelpunkt
ist. Nachstehend wird die Funktionsweise beschrieben.
Der Mikrocomputer der Gleichstrom-Steuereinheit steuert die Gleichvorspannung mittels eines Gleichvorspannungs-Steuersignals
entsprechend den Eingabewerten, die mittels des Kopiedichtereglers 207 und des Kopiedichte-Korrekturreglers
208 an dem Bedienungsfeld 103 am Vorlagentisch eingestellt sind. Mit dem Kopiedichteregler 207 kann die
Gleichvorspannung um 250 V verändert werden, während mit 15
dem Kopiedichte-Korrekturregler 208 die Gleichvorspannung um 300 V verändert werden kann. Daher ist die Gleichvorspannung
in dem Bereich von -50 bis -600 V veränderbar.
Wenn jedoch die Bedienungsperson die Kopierstarttaste 201
tatsächlich drückt, wird der Kopiedichte-Korrekturregler 208 auf "F5 11 eingestellt. Danach kann durch das Verstellen
des Kopiedichtereglers 207 die Gleichvorspannung in dem Bereich von ungefähr -200 bis -450 V in Bezug auf die Linie
I- geändert werden. Falls aufgrund des Oberflachenzustands
2
der Trommel 108 oder SpannungsSchwankungen an der Lampe
104 die Kopiebilddichte schwächer ist und auch nach einer Verstellung des Kopiedichtereglers 207 auf "Fn" die Dichte
geringer als eine erwünschte Dichte ist, wird der Kopiedichte-Korrekturregler
208 zu dem Punkt Fn hin verstellt, y
um die Vorspannung zu erhöhen und dadurch ein Bild in der erwünschten Dichte zu erhalten. Falls dagegen die Kopiebilddichte über einem erwünschten Wert liegt, wird der
Kopiedichte-Korrekturregler 208 zu dem Punkt F, hin verstellt, so daß ein Bild in der gewünschten Dichte erzielt
· *
wird.
DE 4443
Nachstehend wird die Abtastungssteuerung beschrieben- Gemäß Figur 1 wird eine Abtastvorrichtung 135 für das optische
System (mit dem Vorlagentisch) mittels eines Gleichstrommotors 100 (Ml) für den Antrieb des optischen Systems an-5
getrieben. Die fotoempfindliche Trommel 108 wird mittels
eines Haupt-Gleichstrommotors 130 (M2) angetrieben.
Längs der Bewegungsbahn der Abtastvorrichtung 135 sind Ausgangsstellungsdetektoren 131 und 136 sowie Störungsdetektoren 133 und 134 angeordnet.
Bei dieser Kopiereinheit betreibt der Trommelantriebsmotor 130 die Trommel 108, die Fixiereinheit 117 und die Förderwalzen
115 und 116. Der Antriebsmotor 100 für das optische 15
System betreibt nur die Abtastvorrichtung 135 bzw. den Vorlagentisch. Der Trommelantriebsmotor 130 wird so gesteuert,
daß er mit einer vorbestimmten Drehzahl in einer Richtung dreht, während der Antriebsmotor 100 für das optische
System so gesteuert wird, daß er in jeder Richtung
mit einer Drehzahl dreht, die dem gewählten Maßstab entspricht.
Diese beiden Motoren werden gesondert gesteuert. Die Drehzahl des Antriebsmotors 100 für das optische System
wird so gesteuert, daß sie derjenigen des Trommelantriebsmotors 130 angepaßt ist«,
Die Figur 24 ist ein Schaltbild einer Drehzahlsteuerschaltung für die Abtastvorrichtung 135 für das optische System,
den Antriebsmotor 100 für das optische System und den Hauptmotor 130 für den Antrieb der Trommel 108. Der Mikro-
computer für die Motordrehzahlsteuerung ist der Mikrocomputer 303. In dem Mikrocomputer erzeugt eine Schaltung 502
mittels eines ersten Zählers ein Bezugsfrequenzsignal FS. Mittels eines zweiten Zählers in dem Mikrocomputer 303 erzeugt
eine Schaltung 504 ein Drehzahlsteuersignal FV mit
einer vorbestimmten Impulsbreite entsprechend einer Motor-
DE 4443
drehzahl-Vorgabe (Maßstabinformation) synchron mit einem
nachfolgend beschriebenen Drehmelder-Ausgangssignal FG. Ein Integrator-Ausgang 505 wird entsprechend dem Maßstab
gewählt. Ein Phasenvergleichssignal PC und das Drehzahl-5
steuersignal PV werden jeweils durch Verstärker 507 bzw.
508 verstärkt. Die Signale PC und FV werden mit einem Addierer
509 addiert. Ein Integrator 511 addiert das Summensignal aus dem Addierer 509. Mit Vergleichern 515 und 516
wird eine Impulsbreitenmodulation vorgenommen. Mit H-Trei-10
berstufen 517, 518, 519 und 520 wird der Antriebsmotor 100
für das optische System betrieben, der das gleiche Bezugszeichen wie in Figur 1 trägt. An dem Motor 100 ist ein
Drehmelder 526 (El) angebracht. Die Schaltung enthält einen Schutztransistor 522. Eine logische Schaltung 531 codiert
Signale 528, 529 und 530 und bestimmt damit den Steuerungsvorgang für den Antriebsmotor 100 für das optische System.
Bezugsspannungsgeber 513 und 514 führen den Vergleichern 515 und 516 Bezugsspannungen zu. Eine Phasenkopplungskreis-
bzw. PLL-Steuerschaltung 556 dient zur Ansteuerung des wie
in Figur 1 mit 130 bezeichneten Trommelantriebsmotors für die fotoempfindliche Trommel. Signale PC und FV aus der
integrierten Steuerschaltung 556 werden mit einem Addierer 553 addiert. Ferner weist die Schaltung einen Rechteckwellengenerator
554, einen Integrator 555, einen Vergleicher 552 zum Erzeugen eines hinsichtlich der Impulsbreite modulierten
Signals, eine Treiberstufe 559 für die Ansteuerung des Trommelantriebsmotors 130 und einen an dem Motor 130
angebrachten Drehmelder 560 (E) auf.
Es wird nun die Funktion der in Figur 24 gezeigten Schaltung
beschrieben.
Wenn der Kopiermaßstab eingestellt ist und die Kopierstarttaste gedrückt wird, wird von einer Hauptzentraleinheit 301 bzw.
525 die Maßstabsinformation über eine Seriellübertragungs-
_54- DE 4443
Leitung 534 zu dem Mikrocomputer 303 übertragen. Es wird ein Einschaltsignal 550 für den Hauptmotor bzw. Trommelantriebsmotor
130 erzeugt, um damit die Phasenkopplungskreisp-Steuerschaltung
556 in Betrieb zu setzen. Der Addierer addiert das Phasenvergleichssignal PC und das Drehzahlsteuersignal
FV aus dieser Steuerschaltung. Eine Rechteckwelle aus dem Rechteckwellengenerator 554 wird mittels
des Integrators 555 integriert, um eine Dreieckwelle zu erzeugen. Das Summensignal aus den Signalen PC und FV und
die Dreieckwelle werden mittels des Vergleichers 552 verglichen, um ein Impulsbreitenmodulations-Signal zu erzeugen.
Dieses Signal wird der Treiberstufe 559 zugeführt. Der Phasenkopplungskreis-Steuerschaltung 556 wird ein Aus-
, _ gangssignal des an dem Motor 130 angebrachten Drehmelders
Io
560 zugeführt. Das Drehmeldersignal und ein Bezugsfrequenzsignal
aus einem Taktgenerator 557 werden hinsichtlich der Phase derart verglichen, daß der Hauptmotor 130 mit einer
vorbestimmten Drehzahl betrieben wird. Ein Widerstand 55 dient zur Strommessung. Wenn der Hauptmotor 130 anläuft,
fließt ein Stoßstrom. Dieser Strom wird mittels des Widerstands 558 derart erfaßt, daß damit ein Strombegrenzer
551 in Betrieb gesetzt und die Treiberstufe 559 abgeschaltet wird.
Nachstehend wird nun der Steuerungsvorgang für den Antriebsmotor 100 für das optische System beschrieben. Wenn das
Kopierstartsignal zugeführt wird, werden aus der Haupt-Zentraleinheit 525 das Vorlauf-Signal 528 und das Startsignal
529 für die Abtastung zugeführt. Die logische 30
Schaltung 531 erzeugt ein Vorlauf-Einschaltsignal und ein Vorlauf-Bezugswählsignal.
Die über die Seriellübertragungs-Leitung 534 zugeführte Maßstabinformation wird von dem Motorsteuerungs-Mikro-
-55- DE 4443
computer 303 codiert. Das codierte Ergebnis wird zu der Haupt-Zentraleinheit 525 rückgeführt und mit der ursprünglichen
Information verglichen. Wenn die Informationen mit-
j- einander übereinstimmen, wird mit dem Bezugsfrequenzgenerator
502 ein Zählstand eines Zeitgebers für das Erzeugen eines Bezugsfrequenzsignals FS bestimmt, das dem gewählten
Maßstab entspricht. Dabei wird ein Signal für das Wählen eines Kondensators des Integrators 511 erzeugt und ein
gewählter Analogschalter 533 durchgeschaltet. Der Zählwert für das Einschalten des Generators 504 für das Drehzahlsteuersignal
FV wird entsprechend der Maßstabinformation bestimmt.
c Das Phasendifferenz- bzw. Phasenvergleichssignal PC und
das Drehzahlsteuersignal FV aus dem Motorsteuerungs-Mikrocomputer 303 werden mittels der Verstärker 507 bzw. 508
verstärkt, wonach die verstärkten Signale mittels des Addierers 509 addiert werden. Das Summensignal aus dem Addierer
509 wird mittels des Integrators 511 integriert. Das
integrierte Signal aus dem Integrator 511 und eine Vorlauf-Bezugsspannung
513 werden mittels des Vergleichers 515 verglichen, wodurch ein hinsichtlich der Impulsbreite
moduliertes Signal erzeugt wird. Das Impulsbreitenmodula-„_
tions-Signal wird der Treiberstufe 517 zugeführt. Da durch die logische Schaltung 531 die Treiberstufe 520 eingeschaltet
wird, fließt Strom zu dem Antriebsmotor 100 für das optische System. Der Motor 100 wird so gesteuert, daß
die Phase des der Maßstabinformation entsprechenden Bezugsfrequenzsignals und die Phase des Drehmelder-Rückführungssignals
FG aus dem an dem Motor 100 angebrachten Drehmelder 526 konstant bzw. in konstantem Zusammenhang gehalten
werden.
Ein Widerstand 521 dient zum Messen eines Stroms und ist
35
mit einem Strombegrenzer 523 sowie mit einem Analogeingang
3U3043
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561 des Motorsteuerungs-Mikrocomputers 303 verbunden. Wenn der Motor 100 anläuft, wird der Strombegrenzer 523 geschaltet
um die Treiberstufe 520 abzuschalten.
Zur Messung eines Überstroms wird der Strom dem Analogeingang des Motorsteuerungs-Mikrocomputers 303 zugeführt.
Wenn der gemessene Strom einen vorbestimmten Pegel überschreitet, wird über einen Ausgang 562 der Treiberstufen-1q
Schutztransistor 522 gesperrt. Wenn beispielsweise die beiden Treiberstufen 517 und 519 eingeschaltet sind, entsteht
ein Kurzschluß zwischen der Stromquelle und Masse, so daß ein Überstrom fließt. Dadurch wird die Überstromerfassung
eingeleitet. Der Transistor 522 für den Schutz der
,,. Treiberstufen ist normalerweise durchgeschaltet. Ein Schal-Io
ter 132 ist ein Oberlaufschalter für das optische System.
Wenn das optische System bzw. der Vorlagentisch zu weit läuft, wird der Schalter 132 geöffnet, so daß der Motor
zwangsweise angehalten wird.
Die Vorlaufzeit wird durch den Haupt-Mikrocomputer 301 entsprechend der Maßstabinformation, dem Kassettenformat
usw. bestimmt. Nachdem das Vorlaufsignal 528 für eine vorbestimmte Zeitdauer eingeschaltet ist, wird ein Rücklaufsignal
eingegeben. Die Rücklaufsteuerung erfolgt auf gleichartige
Weise wie die Vorlaufsteuerung. Bei der Rücklaufsteuerung wird jedoch nur das Drehzahlsteuersignal FV herangezogen,
während das Phasenfehlersignal PC nicht verwendet wird.
Wenn der Haupt-Mikrocomputer 301 während der RücklaufSteuerung
das Signal aus dem Ausgangsstellungssensor 136 der Abtastvorrichtung 135 des optischen Systems erfaßt, wird
für eine vorbestimmte Dauer das Rücklaufsignal erzeugt,
wodurch nur die Treiberstufe 520 eingeschaltet wird, wo-35
nach eine dynamische Bremsung ausgeführt wird, um die Ab-
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testvorrichtung 135 in der vorbestimmten Lage anzuhalten.
Parallel zu dem Antriebsmotor 100 für das optische System ist gemäß Fig. 24 ein bipolarer Elektrolyt-Kondensator
geschaltet. Der Phaseneinrastzustand ist der Zustand, bei dem der Motor 100 mit einer vorbestimmten Drehzahl dreht,
nämlich die Phasendifferenz zwischen dem Bezugsfrequenzsignal FS und dem Drehmelder-Rückführungssignal FG für
-^q den Motor konstant gehalten wird. Dieser Zustand wird herbeigeführt,
um die Einrastungskraft zu verstärken, nämlich den Phaseneinrastzustand nicht aufzuheben. Dies ist deshalb
der Fall, weil bei einer Kopiereinheit mit bewegbarem Vorlagentisch der Vorlagentisch von der Bedienungsperson
,p. von Hand angedrückt bzw. angehalten werden könnte. Wenn
der Kondensator 527 hinzugefügt wird, ist die Motordrehzahl in einem weiten Bereich einschließlich des Falls der
stufenlosen Formatänderung veränderbar.
Das Verfahren der Steuerung des Phasendifferenzsignals PC
und des Drehzahlsteuersignals FV wird nachstehend aufeinanderfolgend anhand der Programmablaufdiagramme in den
Fig. 25-1 und 25-2 beschrieben.
Nachdem die Stromversorgung eingeschaltet wird, wird der Motorsteuerungs-Mikrocomputer 303 (Fig. 24) in Betrieb gesetzt.
Dabei wird das in Fig. 25-1 gezeigte Hauptprogramm begonnen. Zuerst wird eine Anfangsvorbereitung der Ein-
und Ausgänge vorgenommen (Schritt 300). Aus dem Haupt-Mikrocomputer 301 werden über die Seriellübertragungs-Leitung
534 von dem Motorsteuerungs-Mikrocomputer 303 Maßstabinformationen empfangen (Schritt 301). Die Maßstabinformationen
werden codiert (Schritt 302) und die Daten zum Angleichen bzw. Vergleichen zu dem Haupt-Mikrocomputer 301
übertragen (Schritt 303). Entsprechend den codierten Maß-35
Stabinformationen wird ein Zeitgeber-Zählwert berechnet,
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um das Bezugsfrequenzsignal FS und das Drehzahlsteuersignal
FV zu erzeugen, die der Solldrehzahl des Antriebsmotors 100 für das optische System entsprechen (Schritt 304). Das
Bezugsfrequenzsignal FS wird derart erzeugt, daß nach dem Beenden des Abwärtszählvorgangs des ersten Zählers ein Unterbrechungssignal
erzeugt wird, der Zählwert automatisch wieder eingestellt wird und der Abwärtszählvorgang wiederholt
wird.
Das Drehmeldersignal aus dem an dem Antriebsmotor 100 für
das optische System befestigten Drehmelders 526 wird dem Motorsteuerungs-Mikrocomputer 303 als Unterbrechungssignal
zugeführt (Signal 563 in Fig. 24). Durch das Zählen der r- Anzahl der Drehmeldersignale und der Anzahl der durch den
vorgewählten Maßstab bestimmten Bezugsfrequenzsignale wird
ermittelt, ob die Drehzahlsteuerung auf richtige Weise ausgeführt wird oder nicht. Daher wird dann, wenn die Geschwindigkeit
des Vorlagentisches bzw. der Abtastvorrichtung 135 höher als die Sollgeschwindigkeit ist, die Eigendiagnose
ausgeführt und eine Abnormalität ermittelt (Schritt 304'), wobei der Motorsteuerungs-Mikrocomputer 303 die Abnormalität
über die Seriellübertragungsstrecke dem Haupt-Mikrocomputer 301 meldet. Auf den Empfang eines Abnormalitäts-
signals hin führt der Haupt-Mikrocomputer 301 der Treiber-25
schaltung für den Antriebsmotor 100 für das optische System ein Rücklaufsignal zu, um den Vorlagentisch bzw. die Abtastvorrichtung
135 zurückzubewegen und in der Ausgangsstellung anzuhalten.
Nachdem der Vorlagentisch bzw. die Abtastvorrichtung 135 in der Ausgangsstellung angehalten hat, wird von dem Haupt-Mikrocomputer
301 an dem Bedienungsfeld eine Abnormalitäts- bzw. Störungsanzeige herbeigeführt und der Kopiervorgang
abgebrochen.
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Es sei ein Fall angenommen, bei dem der Drehzahldetektor bzw. Drehmelder ausfällt und ein Befehl für die Ansteuerung
des Motors 100 bei fehlendem Drehzahl- bzw. Drehmeldersigpnal
erzeugt wird (das normalerweise den hohen Pegel H oder den niedrigen Pegel L hat). In diesem Fall überwacht der
Motorsteuerungs-Mikrocomputer 303 das Drehmeldersignal für den Antriebsmotor 100 des optischen Systems, um eine Abnormalität
bzw. Störung des Drehzahldetektors bzw. Drehmelders zu ermitteln. Dadurch wird die Störung über das Eigendiagnose-Programm
erfaßt und an den Haupt-Mikrocomputer gemeldet.
Nachstehend wird das Drehzahlsteuersignal FV beschrieben.
Der Generator 504 zum Erzeugen des Drehzahlsteuersignals FV in dem in Fig. 24 gezeigten Motorsteuerungs-Mikrocomputer
3 03 entspricht einem FV-Unterbrechungsprogramm gemäß
Fig. 25-1 und einem FG-Unterbrechungsprogramm gemäß Fig. 25-2. Die FG-Unterbrechung beginnt mit der Rückflanke des
Drehmelder-Rückführungssignals FG aus dem Drehmelder 526 des Antriebsmotors 100 für das optische System. Nach der
Datensicherung in Register (Schritt 321) wird das Drehzahlsteuersignal FV rückgesetzt bzw. abgeschaltet
o_ (Schritt 322), ein dem Maßstab entsprechender Zählwert in
dem zweiten Zähler eingestellt und dieser eingeschaltet (Schritt 323). Nachdem der zweite Zähler vollständig heruntergezählt
hat, wird die FV-Unterbrechung eingeleitet. Nach der Datensicherung in die Register (Schritt 305 in
Fig. 25-1) wird das Signal FV eingeschaltet (Schritt 306). 30
Nachdem das Signal FV erzeugt ist, werden die Register
rückgesetzt (Schritt 307).
Die Fig. 26 zeigt die Kurvenformen der jeweiligen Signale.
Das Phasenvergleichssignal bzw. Phasendifferenzsignal PC
35
wird an den Rückflanken des Bezugsfrequenzsignals FS und
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des Drehmelder-Rückführungssignals FG jeweils gesetzt bzw. rückgesetzt, wenn die Phasendifferenz 0 bis 2 TK beträgt.
Wenn die Phase des Rückführungssignals FG um mehr als 2If
verzögert ist, bleibt das Phasenvergleichssignal PC gesetzt. Nach dem Erfassen von zwei Rückflanken des Rückführungssignals
FG innerhalb einer Periode des Bezugsfrequenzsignals
FS wird der vorstehend genannte Vorgang für die Phasendifferenz 0 bis 2 TT wiederholt. Wenn die Phase des Rückführungssignals
FG voreilt, nämlich die Phasendifferenz 0 ist oder darunter liegt, wird das Phasenvergleichssignal PC
rückgesetzt gehalten. Nach der Erfassung von zwei Rückflanken des Bezugsfrequenzsignals FS während einer Periode des
Rückführungssignals FG wird der Vorgang für die Differenz 0 bis 2 Tf wiederholt.
Die Vorlaufsteuerung des optischen Systems bzw. Vorlagentisches
wird anhand der Fig. 25-2 beschrieben. Wenn die Phasendifferenz 0 bis 2TT beträgt, wird gemäß Fig. 26 das
Signal FS freigegeben, wobei ein FG-Eingangszähler "1"
20
zählt. Daher werden auf das FS-Unterbrechungssignal hin Schritte 308, 309, 310 und 316 ausgeführt, um den PC-Ausgang
des Motorsteuerungs-Mikrocomputers 303 zu setzen bzw. einzuschalten (Schritt 317), während ein Zähler für das
Zählen der Anzahl von FG-Unterbrechungen gelöscht wird 25
(Schritt 313). Ein Zähler für das Zählen der Anzahl der FS-Unterbrechungen
wird aufgestuft (Schritt 314). Die Register werden rückgesetzt, während zugleich eine Unterbrechung
freigegeben wird (Schritt 315). Danach kehrt das Programm
zurück. Entsprechend dieser Vorgangsfolge wird das FG-Un-30
terbrechungssignal freigegeben bzw. eingeschaltet.
Auf die vorstehend beschriebene Weise wird auch das FG-Unterbrechungssignal
eingeschaltet, wobei der FS-Eingangszähler auf "1" eingestellt wird. Auf diese Weise wird der
35
PC-Ausgang auf das FG-Unterbrechungssignal hin über Schritte
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324, 325 und 331 rückgesetzt bzw. abgeschaltet (Schritt 332), der Zähler für das Zählen der Anzahl der FS-Unterbrechungen
gelöscht (Schritt 328), der Zähler für das Zählen der Anzahl der FG-Unterbrechungen aufgestuft (Schritt 329) und
gleichzeitig mit dem Rücksetzen der Register die Unterbrechung zugelassen (Schritt 330). Gemäß der vorstehend beschriebenen
Ablauffolge wird das FS-Unterbrechungssignal freigegeben bzw. eingeschaltet.
Das FG-Unterbrechungssignal und das FS-Unterbrechungssignal
werden abwechselnd abgegeben.
Wenn gemäß Fig. 26 eine Phasendifferenz von über 2 7C auftritt,
wird das FS-Unterbrechungssignal eingeschaltet und der FG-Eingangszähler in den Anfangszustand "0" gestellt,
so daß auf die vorangehend beschriebene Weise über die Schritte 308, 309, 310 und 316 der PC-Ausgang eingeschaltet
wird (Schritt 317). Der Zähler für das Zählen der Anzahl der FG-Unterbrechungen wird gelöscht (Schritt 313),
zu
der Zähler für das Zählen der Anzahl der FS-Unterbrechungen wird aufgestuft (Schritt 318) und die Unterbrechung wird
gleichzeitig mit dem Rücksetzen der Register zugelassen (Schritt 315). Danach kehrt das Programm wieder zu dem
Hauptprogramm zurück, wonach wieder das FS-Unterbrechungs-
signal eingegeben wird. Der PC-Ausgang wird eingeschaltet (Schritt 311), während der Zählstand "0" des FG-Eingangszählers
eingestellt wird und eine FG-Sperrkennung gesetzt bzw. eingeschaltet wird (Schritt 312). Der Zähler für das
Zählen der Anzahl der FG-Unterbrechungen wird gelöscht (Schritt 313), der Zähler für das Zählen der Anzahl der
FS-Unterbrechungen wird aufgestuft (Schritt 314) und die Unterbrechung wird zugleich mit dem Rücksetzen der Register
zugelassen (Schritt 315). Danach kehrt das Programm zu dem Hauptprogramm zurück. Bei diesem Zustand ist das FG-Unterbrechungssignal
gesperrt und der von 0 verschiedene Zähl-
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stand des FS-Eingangszählers eingestellt, wodurch über
Schritte 324, 333, 328, 329 und 330 über die Treiberstufe 517 (Fig. 24) die Impulsbreitenmodulation in der Weise ausgeführt
wird, daß die Phase des Antriebsmotors 100 für das optische System vorgestellt wird. In diesem Fall wird die
Treiberstufe 520 eingeschaltet gehalten. Damit wird die Phase des Rückführungssignals FG vorgestellt und das FG-Unterbrechungssignal
eingegeben. Wenn der Zählstand des .Q Zählers für das Zählen der Anzahl der FG-Unterbrechungen
"0" wird, wird über die Entscheidungen bei den Schritten 324 und 333 der PC-Ausgang abgeschaltet (Schritt 334). Dann
wird die Kennung abgeschaltet, um die FS-Unterbrechung und die FG-Unterbrechung zuzulassen (Schritt 335). Danach kehrt
,. das Programm über die Schritte 329 und 330 zu dem Hauptprogramm
zurück. Dann wird der durch die Phasendifferenz
0 bis 2 Ti' gegebene Vorgang wiederholt.
Wenn jedoch die Phase des Rückführungssignals FG voreilt, ist abweichend von dem Zusammenhang bei nacheilender Phase
der Zusammenhang zwischen den Unterbrechungssignalen FS und FG umgekehrt. Über die Schritte 326, 327, 318, 319 und
320 wird die Impulsbreitensteuerung mittels der Treiberstufe 517 in der Weise ausgeführt, daß die Phase des Motors
__ 100 verzögert wird, um die Phasendifferenz 0 bis 2 f zu er-25
reichen. In diesem Fall wird für die Ansteuerung des Motors 100 die Impulsbreitenmodulation eingesetzt. Statt der Impulsbreitenmodulation
kann jedoch auch der Gleichstrompegel gesteuert werden.
Phasendifferenzen werden mit einer Leuchtdioden-Anzeigevorrichtung
523 gemäß Fig. 24 angezeigt. Anhand der Fig. 25-1 und 25-2 wird ein Verfahren zur Ansteuerung von Leuchtdioden
beschrieben, wenn zur Phasendifferenzanzeige drei
Leuchtdioden eingesetzt werden. Ein Zählstand, der die 35
durch den eingestellten Maßstab erreichte Frequenz des Be-
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zugsfrequenzsignals FS darstellt, wird in drei Werte unterteilt,
die in dem Speicher gespeichert sind (Schritt 304). Der Zählstand des ersten Zählers des Bezugsfrequenzgenerators
502 wird entsprechend der FG-Unterbrechung durch das Drehmeldersignal FG vom Antriebsmotor 100 für das optische
System ausgelesen (Schritt 333). Der Zählstand FS/3 für FS wird mit 2 FS/3 verglichen (Schritt 336), um zu ermitteln,
welche Leuchtdiode der Anzeigevorrichtung 535 eingeschaltet 1(-j werden muß. Das Ermittlungssignal wird dem betreffenden
Ausgang zugeführt (Schritt 337).
Abschließend wird allgemein die Kopierablauffolge anhand
der Fig. 1 beschrieben.
Wenn die Kopierstarttaste an dem Bedienungsfeld der Kopiereinheit gedrückt wird, wird gemäß der vorangehenden Beschreibung
der Motor 130 für den Antrieb der fotoempfindlichen Trommel zu einem Umlauf mit einer vorbestimmten
Drehzahl gesteuert. Zugleich wird der Antriebsmotor 100 für die Abtastvorrichtung bzw. den Vorlagentisch als optisches
System auf eine Drehzahl gesteuert, die dem gewählten Maßstab entspricht. Mittels der Abnahmewalze 15 wird
ein Blattaufzeichnungspapier zugeführt, während mittels der Beleuchtungslampe auf der fotoempfindlichen Trommel
108 ein Ladungsbild erzeugt wird. Das Ladungsbild wird mittels des Entwicklers sichtbar gemacht und das sichtbare
Bild wird auf das Blatt Aufzeichnungspapier übertragen. Das Blatt wird mittels der Förderwalzen 115 und 116 weiter befördert
und an dem Blatt das sichtbare Bild mittels der
Fixiereinheit 117 fixiert. Das fixierte Blatt wird aus der Kopiereinheit ausgestoßen.
An den Förderwalzen 115 und 116 bzw. an der Fixiereinheit o_ 117 sind jeweils die Störungsdetektoren 133 bzw. 134 angeordnet.
Mit den Störungsdetektoren 133 und 134 wird eine
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Störung bzw. ein Papierstau dann ermittelt, wenn das Papierblatt nicht innerhalb einer vorbestimmten Zeitdauer befördert
wird oder länger als eine vorbestimmte Zeitdauer in der Kopiereinheit behalten wird. Dabei wird ein Störungserfassungssignal
dem Haupt-Mikrocomputer 301 zugeführt, der daraus einen abnormalen Betriebsvorgang erfaßt. Daraufhin
beendet der Haupt-Mikrocomputer 301 das Zuführen des Vorlaufsignals zu dem Motorsteuerungs-Mikrocomputer 303 und
,Q führt diesem das Rücklaufsignal zu, wodurch die Abtastvorrichtung
135 bzw. der Vorlagentisch automatisch in die Ausgangsstellung (an dem Sensor 136) zugeführt wird.
Ein Bildreproduktionsgerät hat einen Schieberegler für das Einstellen eines gewünschten Maßstabs eines Reproduktionsbilds, eine Anzeigevorrichtung zum Anzeigen des gewählten
Maßstabs, ein optisches System zur Bilderzeugung und eine Steuereinheit mit einem Mikrocomputer. Wenn der Maßstab unabsichtlich
geändert wird, wird die Bildreproduktion mit dem ursprünglich gewählten Maßstab fortgesetzt. Nachdem
ein Kopiervorgang aufgrund eines Papierstaus oder dergleichen unterbrochen wurde, kann der Vorgang sofort nach dem
Beheben einer solchen Störung wieder aufgenommen werden.