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Befestigung eines Arbeitsqerätes an einem Geräteträoer
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Die Erfindung betrifft eine Befestigung eines Frontladers insbesondere
an einem in Holmbauweise ausgeführten Systemschlepper, wie z. B. einem land- und/oder
kommunalwirtschaftlich nutzbaren Geräteträger, dessen Mittelholm im vorderen Endbereich
zwei sich seitlich horizontal erstreckende Tragzapfen trägt, wobei das Arbeitsgerät
einen Anbaurahmen aufweist, der a) als Auflager für eine heb- und senkbare Ladeschwinge
und zum Heben und Senken der Ladeschwinge vorgesehene Hubzylinder dient, und b)auf
dem Mittelholm aufliegend, diesen seitlich über greift und durch einen Exzenterbolzen
am Mittelholm festlegbar ist, und an den) c) sich in Fahrzeuglängsrichtung nach
vorn erstreckende Rahmenteile befestigt sind, die zur Aufnahme der Kippmomente dienen
und um die Tragzapfen schwenkbar sind.
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Geräteträger der angegebenen Bauart weisen an der Front- und Heckseite,
sowie oberhalb des die Vorderachse mit dem heckseitigen Antriebsblock verbindenden
Mittelholms und unterhalb des Holmes zwischen den Achsen Anbauräume für verschiedenste
Arbeitsgeräte euf und zeichnen sich somit durch vielseitige Einsatzmöglichkeiten
aus.
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Der Anbauraum oberhalb des Mittelholmes kann beispielsweise durch
eine Ladepritsche, ein Spritzfaß, einen Reihendüngerstreuer u. a.
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Anbauteile besetzt werden. Zur Sicherung dieser Anbauteile gegen seitliches
Abkippen ist vorn am Mittelholm quer zu dessen Längsachse ein horizontaler Träger
mit endseitigen Tragzapfen angeordnet.
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Stirnseitige Bohrungen in den Tragzspfen sind zur Aufnahme von Absteckbolzen
vorgesehen, mit denen die Anbauteile mit dem Geräteträger lösbar verbindbar sind.
Im Falle einer angebauten Ladepritsche ist diese darüber hinaus um die Tragzapfen
schelenkbar und damit durch heckseitiges Anheben nach vorn entladbar.
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Zu den oberhalb des Holmes anordenbaren Arbeitsgeräten gehören auch
Frontlader, die einen auf dem Holm aufsetzbaren und dort zu befestigenden Anbaurahmen
aufweisen. Die Befestigung des Anbaurahmens erfolgt bei einem durch die DE-OS 27
14 613 bekannt gewordenen Frontlader mittels eines Exzenterbolzens. Wie üblich,
ist im oberen Bereich des Anbaurahmens eine Ladeschwinge angelenkt, die am freien
Endbereich ein Arbeitswerkzeug, z. B. eine Ladeschaufel trägt, und mittels sich
am Anbaurahmen ahstützender Hubzylinder heb-und senkbar ist.
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Die beim Arbeiten mit dem in der erwähnten Druckschrift beschriebenen
Frontlader resultierenden Abstützkräfte werden über zwei seitliche Rahmenteile des
Anbaurahmens in die Vorderachse geleitet, welche zu diesem Zweck zwei im Abstand
angeordnete Tragtaschen aufweist, in die die Rahmenteile einsetzbar sind. Da die
Rahmenteile in den Tragtaschen nicht absolut spielfrei lagerbar sind, muß, um ein
Wandern des Anbaurahmens auf dem Holm zu vermeiden, über den Exzenterbolzen eine
sehr hohe Klemmkraft erzeugt werden.
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Der seitliche Abstand der Tragtaschen voneinander entspricht ferner
ziemlich genau dem Abstand, den die Tragzapfen voneinander aufweisen. Da bei gegebenem
Abstützmoment die Abstützkräfte umso geringer
sind, je größer die
durch den seitlichen Abstand der Tragteschen gegebene Abstützbasis ist, ist man
bestrebt, diese möglichst groß zu halten, um die Abmessungen der diese kräfte aufnehmenden
Bauteile möglichst gering zu halten. Einer beliebigen Vergrößerung der Abstützbasis
steht allerdings die Forderung nach einer ausreichenden Manövrierfähigkeit des Fahrzeuges
entgegen. So schlägt bei dem in der o. g. Druckschrift gezeigten Geräteträger der
Kotflügel des inneren gelenkten Vorderrades insbesondere bei eingestellter geringer
Spurweite an den auf der betreffenden Seite befindlichen Rahmenteil an, noch bevor
der maximale Einschlagwinkel des Vorderrades erreicht ist. Dieser Umstand bewirkt,
daß die für die meisten Frontladerarbeiten erforderliche Wendigkeit des Geräteträgers
erheblich eingeschränkt ist.
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Die bekannten, zum Anbau an Geräteträger bestimmte Frontlader weisen
außerdem den Nachteil auf, daß zum Abstellen des Frontladers diE Hubzylinder relativ
weit auseinandergefahren werden müssen, bis die Endbereiche der Rahmenteile, die
zuvor in den Tragtaschen geruht haben, über das Niveau der Tragzapfen angehoben
sind, in welcher Lage erst ein'vollständiges Ausfahren des Geräteträgers aus dem
Frontleder möglich ist. In dieser Stellung der Hubzylinder ist relativ.
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viel Hydraulikmittel in den Hubzylindern gebunden und damit der. Hydraulikanlage
des Geräteträgers entzogen. Wird ein solches Fahrzeug des öfteren mit verschiedenen
Frontladern betrieben, so werden die in den betreffenden Hubzylindern befindlichen
Hydraulikmittel zwangsweise miteinander vermischt, wobei die Gefahr besteht, daß
qualitativ besseres Hydraulikmittel mit qualitativ minderem Hydraulikmittcl vermischt
wird.
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Ein weiterer Nachteil des beschriebenen Frontladers besteht darin,
daß'an allen drei Abstützstellen eine Verriegelung betätigt werden muß, um den Anbaurahmen
gegenüber dem Geräteträger festzulegen. Von diesen Verriegelungen ist am höchsten
der Exzenterbolzen beansprucht, da von seiner Spannkraft abhängt, ob der Anbaurahmen
auch unter betriebsmäßiger Belastung gegenüber dem Mittelholm unverrückbar festsitzt.
Dies ist erforderlich, um eine rasche Zerstörung der betreffenden Verriegelung zu
vermeiden.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Befestigung eines
Frontladers sn einem in Holmbauweise ausgeführten Systemschlepper, WiE z. E. einem
landwirtschaftlich nutzbaren Geräteträger zu schaffen, mit der die oben erwähnten
Nachteile beseitigt,zumindest aber verringert sind. Insbesondere soll die Befestigung
ein erheblich einfacheres an- und abbauen des Frontladers erlauben und die Wendigkeit
des.Geräteträgers nicht einschränken.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, daß der Anbaurahmen
in angebauter Arbeitsstellung zumindest in Längsrichtung des Mittelholmes formschlüssig
spielfrei festgelegt ist, und daß die sich vom Anbaurahmen nach vorn erstreckenden
Rahmenteile in Höhe des Mittplholmes zumindest annähernd parallel- zu diesem verlaufen
und in ihren vorderen Endbereichen je eine nach hinten offenE Fangtasche aufweisen,
die mit dem jeweils zugeordneten Treozapfen am Mittelholm zusammenwirkt.
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Durch die Erfindung ist sichergestellt, daß der hnbaurehmEn des Frontladers
in Längsrichtunc des Mittelholmes nicht wandern kann,
wobei der
Exzenterbolzen als alleinig vorhandenes Fefestigungsmittel für den Anbaurahmen am
Geräteträger wesentlich entlastet ist. Beim Abbauen des Frontladers zeigt sich,
daß der Anbaurahmen nur geringfügig angehoben werden muB, um dem Geräteträger ohne
weiteres ein rückwärtiges Herausfahren aus dem Frontlader zu erlauben. Dementsprechend
gering sind die Hubzylinder bei diesem Vorgang auszufahren und ist die in den Hubzylindern
des abgestellten Frontladers verbleibende Druckmittelmenge. Ein weiterer mit der
Erfindung erzielbarer Vorteil besteht darin, daß die Wendigkeit des Geräteträgers
bei kleinen Spurweiten nicht mehr eingeengt ist, da der. Anbaurahmen vollständig
aus dem Bereich der Vorderräder entfernt ist. Auch ist es nunmehr ohne SchwierigkEit
möglich, die Abstützbasis der oberhalb des Mittelholmes gelagerten Anbauteile deutlich
zu vergrößern, falls dies erwünscht ist. Weitere vorteilhafte Einzelheiten gehen
aus den übrigen An-' sprüchen und der folgenden Beschreibung der Erfindung anhand
einer Zeichnung hervor.
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Es zeigt: Fig. 1 DiE Seitenansicht des Frontbereiches Eines Geräteträgers
mit angebautem Frontlader, Fig. 2 den Frontlader gemäß Fig. 1 mit In Abboustellun
geschwenktem Anbaurahmen, Fig. 3 eine Seitenansicht des Frontbereicbes Eines GEräteträgers
mit einem bezüglich seiner Fixierung in Längsrichtung des Fahrzeuges von der des
Frontladers gemäß Fig. 1 abweichenden Aufbau, Fig. 4 den Frontlader gemäß Fig. 3
mit in ADbaustellung schwnktem Anbaurahmen,
Fig. 5 eine Schnittansicht
des Frontladers nach der Linie A-8 in Fig. 3, Fig. 6 den vorderen Bereich des am
Geräteträger gelagerten Anbaurahmens des Frontladers und Fig. 7 eine Ansicht des
in Fig. 6 gezeigten Bereiches von oben.
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Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und 2 ist der Mittelholm
1 des Geräteträgers über Fahrwerksteile 2 mit dem die vorderen gelenkten Räder 3
des Fahrzeuges tragenden Achskörper 4 verbunden.
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Symmetrisch zum vorderen Ende des Mittelholms 1 ist unter Bildung
eines T-förmigen Rahmenwerks ein Träger 5 angeschweißt, an dessen Stirnselten jE
ein Tragzapfen 6 angeordnet ist. Die beiden Tragzapfen 6 und der hintere Bereich
des Mittelholms 1 dienen als Auflager für den Anbaurahmen 7 eines Frontladers, in
dessen oberen Endbereich in herkömmlicher Weise eine Ladeschwinge 8 mit an deren
freiem Endbereich angeordneter Kupplungsvorrichtung 9 für ein Arbeitsgerät, im vorliegenden
Ausführungsbeispiel eine Ladeschufel 15, angelenkt ist. Zwei sich am Anbaurahmen
7 und an der LadEschwinge 8 abstützende Hubzylinder 11 dienen dem Verschwenken dEr
Ladeschwinge 8.
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Von oben gesehen ist der Anbaurahmen 7 U-förmig ausgebildet, wobei
die SchenkEl 7a etwa in Höh des Mittelholmes 1 parallel zu diesem verlaufen und
mit vorderen, in Fig. 6 gezeigten Fangtaschen 12 die Tr2gzhpfen 6 Ubergreifen, und
der die beiden Schenkel 7z verbindende, durch einen Uierkantholm gebildete Steg
7b in der Anbaulage des Froniladers auf dem Mittelholm 1 aufliegt. An einem Verschieben
in Längs-
richtung des Geräteträgers ist der Anbaurahmen 7 zum
Einen gehindert dadurch, daß die Tragzapfen 6 vollständig in die Fangtaschen 12
eingeschoben sind, und zum anderen durch eine am Anbaurahmen 7 mittels Schrauben
13 einstellbar befestigte Nase 14, die in der Arbeitsstellung des Frontladers einen
Anschlag 15 hintergreift, welcher am Träger 5 und am Achakörper 4 angeschweißt ist.
Zur schnellen Befestigung des Anbaurahmens 7 auf dem Mittelholm 1 dient ein Exzenterbolzen
16, der, wie in Fig. 5 gezeigt ist, in ein Langloch in den Mittelholm 1 seitlich
übergreifende Laschen 7c des Anbaurahmens 7 eingesetzt ist und mit seinem mittleren
Bereich an der Unterseite des Mittelholmes 1, dagegen mit seinen äußeren Bereichen
jeweils an einer Abstutzfläche (Schrauben 17) des Anbaurahmens 7 angreift.
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Bei dem Ausführungsbeispiel eines Frontladers gemäß den Fig. 3, 4
und 5 erfolgt die Arretierung des Anbaurahmens 18 in Längsrichtung des Geräteträgers
durch zwei zwischen ich eine nach oben keilförmig sich öffnende Fangtasche 20 bildende
Anschläge, die an einer Seitenwand des Mittelhoimes 19 befestigt sind. In diese
Fangtasche 20 greift ein an der Innenseite der den Mittelholm 19 ubergreifenden
Laszhe 18c des Anbaurahmens 18 befestigtes keilförmiges Gegenstück 21 spielfrei
ein, wenn sich der Anbaur.hmen 18 in der Anbaustellung befindet. In diesem Fall
brauchen die Fangtaschcn 1 am vorderen Endbereich des Anbaurahmens 18 die Tragzapfen
6 ledislich in vertikaler Richtung annähernd spielfrei führen.
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Zum AbstEllen des Frontladers ist ferner, WiE den Fig. 6 und 7 zu
entnehmen ist, am vorderen Endbereich sowohl des Anbaurahmens 7 als auch des Anbbaurehmens
18 auf jeder Seite Eine Abstellstütze 22 Lfl
geordnet1 die um einen
zu den Tragzapfen 6 koaxialen Zapfen 23 schwenkbar ist. Der Zapfen 23 ist mit einer
Querbohrung 23a vorn sehen, in die ein nicht gezeigter Splint als Sicherung gegen
ein Herabgleiten der Abstellstütze 22 vom Zapfen 23 eingesetzt ist.
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Die Schwenkbewegung der Abstellstütze 22 relativ zum Anbaurahmen ist
begrenzt durch zwei Anschläge, von denen der eine durch die Unterkente der Fangtasche
12 und der andere durch einen an der Fangtasche 12 angeschweißten Klotz 24 gebildet
ist. Diese Anschläge wirken in den jeweiligen Endstellungen der Abstellstütze 22
zusammen mit einem Klotz 25, der an einem mit der AbstellstützE 22 verschweißten
Blech 26 angeschweißt ist, oder mit einer Nase 26z dieses Bleches 26.
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Im folgenden wird ein Ab- und Anbauvorgang des in den Fig. 1 und 2
gezeigten Frontladers von einem bzw. an einen Geräteträger beschrieben.
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Ausgehend von dem in Fig. 1 dargestellten Ausgangszustand, bei dem
der Frontlader an dem Geräteträger angebaut ist, werden zunechst die Abstellstützen
22 aus ihrer in Fig. 1 angedeuteten Eefostigungs stellung ggfs. nach Entfernen der
Splinte in die in Fig. 6 gezeigte Abtützstelluno.geschwenkt, in der der Klotz 25
unten an der Fangtasche 12 anliegt. Nach Entfernung des Exzenterbolzens 16 wird
durch Beaufschlagung der Hubzylinder 11 der Anbaurahmen 7 um die Tragzapfen 6 bis
in die in Fig. 2 gezeigte Stellung geschwenkt, in welcher, wie in Fig. 6 strichpunktiert
gezeigt ist, der klotz 24 an der rsEsE 26E einliegt. Bei diesem Vorgang, bei dem
die Ladeschaufel 10 auf dem.
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Boden eine geringe Strecke nach vorn rutscht, änoert sich die Lage
der Abstellstützen 22 im Raum nicht. Anschließend kann der Geräte-
träger
zurückgefahren werden, wobei die Tragzapfen 6 aus den Fangtaschen 12 herausgleiten.
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Der Anhauvorgang des Frontladers an den Geräteträger erfolgt in entsprechend
umgekehrter Reihenfolge. Dabei wird der Anbaurahmen 7 (beim Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 3 und 4 der Anbaurahmen 18) während des Uerschwenkens in die Anbaustellung
durch die sich hinter den Anschlag 15 legende Nase 14 bzw. das in die Fangtasche
21 eintauchende Gegenstück 21 axial spielfrei gegenüber dem Mittelholm 1 bzw. 19
festgelegt.