DE3307003A1 - Skibindung mit ausloeseunterstuetzung - Google Patents
Skibindung mit ausloeseunterstuetzungInfo
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Description
Ets. Francois Salomon et FiIs 28. Februar 1983
Chemin de la prairie prolonge S 4 392 Al/wi
74011 Annecy Cedex
Frankreich
Frankreich
Beschreib u n_jj
Skibindung mit Auslöseunterstützung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Skibindung mit
mechanischer Auslösung, bei welcher das Rückhalteelement der Stiefelsohle entsprechend den Bedürfnissen des Skiläufers
mit Hilfe eines entfernbaren Verriegelungssystems in Benutzungsposition gehalten wird. Die Besonderheit der vorliegenden
Erfindung besteht darin, der Bindung mit mechanischer Auslösung eine Unterstützungseinrichtung hinzuzufügen,
welche eine Verbesserung der Sicherheitsauslösebedingungen ermöglicht, wobei im Falle des Versagens der
ünterstützungseinrichtung ein Auslöseniveau vorliegt, das für das Skifahren und die Sicherheit des Skiläufers ausreichend
ist.
Diese Unterstützungseinrichtung ist vorteilhafterweise auf der Grundlage eines elektronischen Systems verwirklicht,
das mit einem mechanischen, hydraulischen oder pneumatischen System gekoppelt ist, welches an der Auslösung des
Verriegelungssystems der Bindung teilnimmt.
Es sind bereits Sicherheitsbindungen mit elektronischen Auslösesystemen bekannt, die z.B. im Falle des Nichtfunktionierens
oder des Versagens der Versorgungsbatterie die Auslöseeigenschaften einer mechanischen mit einer Auslösefeder
arbeitenden Bindung aufrechterhalten. In der DE-OS
.. J.JU/UUj
30 17 841 ist eine solche Bindung offenbart, welche derart
arbeitet, daß ein rein mechanisches, hydraulisches oder pneumatisches Notauslösesystem im Falle eines Versagens
der elektronischen Steuerung an die Stelle dieser Systeme tritt, während dieses mechanische, hydraulische oder pneumatische
Auslösesystem während der normalen Funktionsweise, bei welcher die elektronische Steuerung benutzt wird, nicht
wirkt.
Die oben erwähnte Bindung weist jedoch Unzulänglichkeiten auf, die, wenn die Bindung in ihrer elektrischen Funktionsweise
arbeitet, damit verbunden sind, daß der Skiläufer eine ausschließlich auf der Elektronik basierende Sicherheit
akzeptiert, für welche die auf den Ski auftreffenden
Stöße direkt auf das Bein des Skiläufers zurückgeworfen werden. Andererseits steigen die nicht gewünschten Auslöserisiken
während Belastungen aufgrund von relativ geringen Kräften während einer gewissen relativ langen Zeit (z.B.
Umsetzungsbewegungen) an. Im Falle des Versagens des elektronischen
Systems sieht die DE-OS 30 17 841 die Substitution des elektronischen Systems durch das parallel gelagerte
mechanische, hydraulische oder pneumatische System vor. Da die Regelung jedes der beiden Auslösesysteme
vollständig unabhängig erfolgt, trägt der Skiläufer das Risiko, plötzlich während eines Versagens des elektronischen
Systems substituierte, gegenüber den Werten kurz vor dem Versagen erheblich unterschiedliche Auslösewerte vorzufinden.
Diese Situation ist für die Sicherheit des Skiläufers äußerst nachteilig, der sich plötzlich Skifahr-
bedingungen ausgesetzt sieht, die nicht seinem wirklichen technischen Niveau entsprechen.
Die vorliegende Erfindung ist darauf gerichtet, eine elektromechanische,
elektrohydraulische oder elektropneumatische Sicherheitsskibindung zu schaffen, deren elektronisches
bzw. elektrisches System die mechanische Regelung der Bindung vervollkommnen und zusätzlich die optimale Rückhaltung
gegenüber einer Auslösung in Abhängigkeit von den
Skibedingungen gewährleisten soll. Selbst im Falle eines Versagens wird die minimale notwendige Rückhaltung durch
das mechanische System gewährleistet.
Dies wird bei einer mechanischen Bindung mit einer Haupt-"
auslösefeder, die mit einem zweiten mechanischen, hydraulischen
oder pneumatischen System gekoppelt ist, das von einer elektronischen Schaltung betätigt wird, die auf
Signale anspricht, welche von mindestens einem zwischen dem Stiefel und der Bindung angeordneten Belastungsmeßfühler
abgegeben werden, gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß für eine ausgewählte Regelung im Bereich mindestens
eines der mechanischen, hydraulischen oder pneumatischen Systeme Einrichtungen zur Modulation der Rückhaltekraft
gegenüber der Auslösung vorgesehen und durch die elektronische Schaltung gesteuert sind, wenn diese unter
Spannung steht, derart, daß die Rückhaltekraft gegenüber der Auslösung gleich der Vektorsumme der Rückhaltekräfte
der Hauptauslösefeder und der Rückhaltekräfte des mechanischen, hydraulischen oder pneumatischen Systems
ist, während im Falle des Versagens der elektronischen Schaltung die Hauptauslösefeder allein die Auslösefunktion
gewährleistet.
Gemäß einer ersten praktischen Ausführungsform ist eine Bindung mit einer Hauptauslösefeder mit einem hydraulischen
System versehen, das parallel zur Auslösefeder an·- geordnet ist. Das hydraulische System wird von einer
elektrischen Schaltung gesteuert, welche im Moment des Anschnallens unter Spannung gesetzt wird. Meßfühler, die
zwischen dem Stiefel und der Sohlenhalterung angeordnet sind, zeigen die im Bereich des Stiefels auftretenden Störkräfte
an und geben Signale ab, welche einen Strom gegebener Größe (gemäß der Art der Belastungen) in der elektrischen
3^ Schaltung bestimmen. Diese Schaltung wirkt auf den Kolben
eines Master-Zylinders ein, dessen Kanalquerschnittsgröße des Strömungsmittels, das er enthält, er verändert.
Die Veränderung des Kanalquerschnitts des Strömungsmittels
verursacht eine entsprechende Veränderung der Auflösekraft des Hauptkolbens, welcher der Hauptauslösefeder unterworfen
ist.
Gemäß einer anderen Ausführungsform wird ebenfalls ein hydraulisches
System als Einrichtung zur Modulation der Rück"* haltekräfte gegenüber der Auslösung verwendet, bei welcher
die Modulation durch Zwischenschaltung einer Öffnungs-/Verschlußmembrane
des Strömungsmittelkanals, welche durch eine Spiralfeder vorgespannt ist, bewirkt wird.
Bei einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
wird das System zur Modulation der Rückhaltekraft gegenüber der Auslösung auf der Grundlage einer elektromechanischen
Einrichtung verwirklicht. Hierbei handelt es sich um einen Kniehebelmechanismus mit einer Druckfeder, die
einem Elektromagneten unterworfen ist und parallel zur Hauptauslösefeder arbeitet. Entsprechend der Größe des
durch den Elektromagneten fließenden Stromes wird der Knie-" hebelmechanismus in Richtung einer Bewegung zu seinem Totpunkt
und zu einem Einwirken auf die Druckfeder, welche sich ebenfalls auf dem Hauptkolben abstützt, belastet.
Entsprechend der vom Kniehebelmechanismus erreichten Position folgt eine Modifikation der Rückhaltekraft gegenüber·
der Auslösung aufgrund der Veränderung der Druckkraft der Druckfeder.
Eine andere Ausführungsform gemäß der Erfindung besteht in
der Anpassung eines Modulationssystems der Rückhaltekraft gegenüber der Auslösung an eine Gesamtheit Stiefel-Bindung.
In diesem Falle besteht die Gesamtheit aus einem traditionellen Backen und einem Stiefel, der im Bereich der Sohle
einen beweglichen Zapfen aufweist, welcher in eine im Bakken angeordnete Kammer eingreift. Dieser Zapfen, der an
®° einem Ende eines Kniehebelmechanismus angeordnet ist, rückt
in der Kammer vor und zurück in Abhängigkeit von Erregungen eines Elektromagneten, der auf den Mechanismus wirkt. Die
Position des Zapfens in der Kammer vermittelt die Modifi-
kation des Hebelarms, der zwischen dem Berührungspunkt
des Zapfens und der Achse des Backens gebildet wird, wodurch demzufolge die Rückhaltebedingungen gegenüber seitlicher
Auslösung des Stiefels verändert werden.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der
vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit
der Zeichnung. Darin zeigen:
Fig.1 eine teilweise geschnittene Ansicht eines Skibindungsbackens,
der mit einem hydraulischen Auslöseunterstützungssystem versehen ist, das durch eine
elektrische Einrichtung gesteuert wird,
Fig.2 eine vergrößerte Ansicht einer Einzelheit der Steuereinrichtung des hydraulischen Kolbens, der
in der Bindung gemäß Fig.1 vorgesehen ist,
Fig.3 eine Schnittansicht gemäß Fig.2,
Fig.
und 5 eine Position des hydraulischen Kolbens während einer elektrischen Belastung bzw. Erregung,
Fig.6 schematisch eine Schnittansicht eines anderen hydraulischen
Unterstützungssystems, welches auf der Grundlage einer Membraneinrichtung verwirklicht
ist,
Fig.7
und 8 jeweils Schnittansichten der verschiedenen Öffnungspositionen der Membrane gemäß den elektrischen Erregungen
,
Fig.9 eine teilweise geschnittene Ansicht eines Bindungsbackens gemäß der vorliegenden Erfindung, bei welchem
das Unterstützungssystem elektromechanisch ist,
Fig.10 cine teilweise geschnittene Ansicht, in welcher
die von dem elektromechanischen Unterstützungssystem für eine gegebene elektrische Erregung eingenommene
Position gezeigt ist,
Fig. 11 eine Längsschnittansicht einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, bei welcher das
elektromechanische Unterstützungssystem in der Sohle des Stiefels angeordnet ist, während die
Hauptauslöseeinrichtung im Bindungsbacken verbleibt/ und
Fig.12
bis 14 die Funktionsweise der Gesamtheit gemäß Fig.11
für verschiedene elektrische Belastungs- bzw. Erregungsniveaus .
In Fig.1 ist eine erste Ausführungsform mit einem Skibindungsvorderbacken
1 dargestellt, in welchem ein Auslöseunterstützungssystem
angeordnet ist.
Dieses System ist parallel zu der Auslösefeder 2 eines Hauptkolbens
3 angeordnet, der, wie bekannt, in einem Drehkörper 4 um eine Achse 6, welche mit einer Abflachung 5 versehen
ist, gelagert ist. In der Fußrastenplatte 7 ist ein Meßfühler 8 für vertikale Kräfte der Stiefelspitze nach
unten (Fall nach vorne) vorgesehen, während einer anderer Meßfühler 9 in einer Sohlenhalterung 10 angeordnet ist,
derart, daß die vertikalen Kräfte nach oben (Fall nach hinten) von der Bindung berücksichtigt werden. Diese verschiedenen
Meßfühler 8, 9 sind mit elektronischen Schaltungen und einer Stromquelle 11 verbunden, welche Signale
an eine Solenoidspule 12 übertragen, welche auf einen Tauch-
3^ kolben 13 wirkt. Der Tauchkolben ist Teil eines hydraulischen
Mechanismus 14 mit einem hydraulischen Kreis 15, der zwei untereinander kommunizierende Kammern 16, 17
verbindet. Die Hauptkammer 17 nimmt ein Ende 31 des Haupt-
auslösekolbens 3 auf, während das andere Ende 3" mit der
Abflachung 5 der Achse 6 unter der Wirkung der Feder 2 zusammenwirkt. Das Ende 3' des Hauptkolbens 3, das in der
Hauptkammer 17 des hydraulischen Mechanismus angeordnet ist, ist mit einem Gleitstopfen 18 versehen, der sich in der
Hauptkammer 17 unter der Wirkung einer Drehung, z.B. aufgrund eines seitlichen Stoßes verschiebt. Der Querschnitt
der Hauptkammer 17 ist größer als derjenige der zweiten bzw. der Nebenkammer 16. Der Querschnittsunterschied führt
zu einer Bremsung der Fluidströmung in dem Kreis und es wird daher eine Bremskraft verursacht, die sich insbesondere
einer Verschiebung des Hauptkolbens 3 widersetzt.
Um den Benutzungswert der Einrichtung zu verändern, ist vorgesehen, den Stopfen 18 mit einem einstellbaren Antirücklaufventil
20 zu versehen, derart, daß die Fluidströmung mehr oder weniger abgebremst wird. Der Einfachheit
halber ist das Ventil in Fig.1 nur schematisch dargestellt.
Wenn ein Stiefel in der Bindung nicht angezeigt wird, ist die Spule 12 nicht unter Spannung und der Tauchkolben
ist maximal unter der Wirkung einer Rückstellfeder 19 zurückgeführt (Fig.2 und 3), derart, daß der Kanalquerschnitt
S des Strömungsmittels in der Nebenkammer maximal
ist.
Im Bereich des Auslöseunterstützungssystems ist kein Effekt nachweisbar und es existiert nur eine minimale Rückhaltekraft
gegenüber der Auslösung, welche durch die Hauptaus-
lösefeder 2 gegeben ist.
Wenn in der Bindung ein Stiefel nachgewiesen wird, wird die elektrische Schaltung unter Spannung gesetzt. Ein Strom
der Größe "I" durchläuft dann die Spule 12. Diese wirkt auf den Tauchkolben 13, der um eine Strecke "d" in der
Nebenkammer 16 vorrückt, was zu einer Reduktion "s" des Kanalquerschnitts der Fluidströmung führt (Fig.4 und 5).
Diese Querschnittsreduzierung verursacht eine Erhöhung dor
- r-λΌ-
Rückhaltekraft gegenüber der Auslösung und diese entspricht
nunmehr einem vorgewählten Bezugsregelungswert.
Im Falle eines Fahrunfalles, welcher Störkräfte im Bereich der Sohlenspitze des Stiefels und der Fußrastenplatte erzeugt,
wie oben erwähnt, werden diese Störkräfte durch einen der Meßfühler 8, 9 angezeigt; die elektronische
Schaltung schickt nunmehr nur einen Strom i-, ^ I in die
Spule 12, derart, daß der Tauchkolben 13 durch die Rückstellfeder
19 zurückgeführt wird. Der Kanalquerschnitt des Strömungsmittels steigt erneut an und die Rückhaltekraft verringert sich. Wenn aus irgendeinem Grunde die
elektronische Schaltung 11 versagt, würde die Spule 12
nicht mehr mit Strom versorgt und der Tauchkolben 13 würde maximal in seinem Zylinder 21 zurückgeführt, wodurch der
Querschnitt des Strömungsmittelkanals auf seinen Ausgangswert "S" zurückgeführt würde. Der Skiläufer findet hierdurch
einen Auslöserückhaltewert vor , der den Minimumbedingungen für das Skifahren entspricht, die er sich mit
der Regelung der einzigen Hauptfeder 2 festgelegt hat.
Trotzdem erlaubt die Koppelung der hydraulischen Einrichtung mit der Hauptfeder bei Auftreten von Stoßen und sogar
im Falle des Versagens der Elektronik eine momentane Erhöhung des Rückhaltewertes gegenüber der Auslösung bzw.
des Auslöserückhaltewertes aufgrund der Tatsache, daß für einen gegebenen Querschnitt des Strömungsmittelkanals
die auf den Hauptkolben durch die Abflachung ausgeübte Kraft viel größer ist, wenn die Verschiebungsgeschwindigkeit
schnell ist. So erhöht sich der Auslöserückhaltewert
bei Stoßen direkt in Abhängigkeit der Verschiebungsgeschwindigkeiten des Backens.
Ih den Fig.6 bis 8 ist ein anderes hydraulisches Unterstützungssystem
dargestellt, dessen Funktionsweise dem vorhergehenden ähnlich ist. Eine Membrane mit Balgen bzw.
eine Balgmembrane 22 ist mit der Hauptauslösefeder 23 eines Kolbens 24 einer nicht vollständig dargestellten
Bindung 25 gekoppelt. Die Balgmembrane 22 weist einen er-
sten Hauptbalg 26 auf, in dessen Innerem die Hauptfeder
23 angeordnet ist, wobei die Außenseite 27 eines der Enden des Balges sich im Inneren des Kolbens 2 4 abstützt, der
mit der Abflachung 28 an einer festen Achse 29 eines Bakkehs zusammenwirkt. Das andere Ende des Balges 26 ist dicht
mit einem Träger 30 verbunden, der in Längsrichtung des Backens verschiebbar ist, derart, daß die Spannung der
.Hauptfeder geregelt werden kann. Dieser Träger ist mit öffnungen
31 versehen, welche eine Fluidströmung zwischen dem Hauptbalg 26 und dem zweiten bzw. Nebenbalg 32 ermöglichen,
der auf der anderen Seite des Trägers 30 angeordnet ist. Der Nebenbalg 32 ist im Inneren eines Einstellschraubstopfens
33 angeordnet, der sich auf einem Verschlußkreisring 34 der Membrane abstützt. Mit dem Ring ist das hintere
Ende 35 des Balges 32 dicht verbunden. Dieser Verschlußkreisring ist mit der gleichen Anzahl von öffnungen 36
versehen wie der Träger 30 und um ein kreisförmiges Lager 37 drehbar, das ebenfalls öffnungen entsprechend den öffnungen
des Trägers aufweist, mit dem er einstückig ausgebildet ist (Fig.6).
Wenn kein Stiefel in der Bindung angezeigt wird, wird eine Spule 38, welche dazu bestimmt ist, auf einen Steuerzapfen
39, der ungefähr radial zum Kreisring 34 angeordnet ist (Fig.7, 8) zu wirken, nicht durch einen Strom erregt und
die öffnungen 31 und 36 sind vollständig ausgerichtet,derart,
daß das Strömungsmittel ohne Behinderungen von einem Balg zum anderen strömen kann. Eine Rückstellfeder 40 hält
den Verschlußkreisring 34 konstant in Kontakt mit dem
Steuerzapfen 39, welches auch immer die Position dieses
Zapfens ist. Wenn das Anschnallen angezeigt wird, wird die Elektronik 41 und auch die Spule 38 unter Spannung gesetzt;
der Steuerzapfen 39 wird von dem Wert "e" zurückgefahren, derart, daß der Kreisring 34 eine Drehung längs
35
des Pfeiles 42 unter der Wirkung der Rückstellfeder 40
durchführt. Durch diese Drehung wird der Querschnitt des Strömungsmittelkanals (Fig.8) von einem Balg zum anderen
reduziert und demzufolge die Rückhaltekraft gegenüber
der Auslösung erhöht, wobei diese einer vorgewählten Bezugsregelung entspricht. Bei dieser Ausführungsform ermöglicht
das Unterstützungssystem wie bei der vorliegenden Auführungsform in vorteilhafter Weise die Erzielung einer Regelung
und einer Dämpfung der Auslösekräfte aufgrund von Stoßen, die beim Skifahren auftreten können.
Gemäß einer dritten Ausführungsform, dargestellt in Fig.9,
sind zwei Federn 43, 44 für die Auslösung vorgesehen, welche parallel in einem Bindungsbacken arbeiten, wobei das
Unterstützungssystem elektromechanischer Natur ist. Die
Hauptfeder 43, die sich einerseits auf einem Kolben 45 und andererseits auf dem Körper 46 des Backens unter Zwischenschaltung
einer Hülse 47 abstützt, die sich ihrerseits auf· dem Einstellschraubstopfen abstützt, ist parallel zu einer
"-v.vi Lon Feder 44 montiert. Diese Feder 44 stützt sich ebenfalls
einerseits auf dem Boden des Kolbens 45 und andererseits auf einem zweiten Kolben 48 ab, der in der Hülse 47
angeordnet ist, wo er durch ein Kniegelenksystem 4 9 ge-
2^ steuert wird. Eine Elektromagneteinrichtung 50 ist vorgesehen,
um auf das Kniehebelsystem gemäß der Größe eines Stromes zu wirken, der durch eine elektronische Schaltung
51 auf der Grundlage von Signalen erzeugt wird, die von den Meßfühlern 52, 53 ausgesandt werden, die jeweils auf
2^ der Sohlenhalterung und der Fußrastenplatte des Backens
angeordnet sind. Entsprechend der Größe des Stromes, der den Elektromagneten 50 durchströmt, wird die zweite Feder
44 mehr oder weniger belastet in Abhängigkeit von der Verschiebung des zweiten Kolbens 48 aus der Hülse heraus
(Fig.10).
Bei Versagen der elektronischen Schaltung 51 wird der Kniehebel 49 automatisch durch die zweite Feder zurückgestoßen
und kehrt in den Anschlag mit der Hülse zurück. Es liegt nunmehr eine Rückhaltekraft gegenüber der Auslösung bzw.
eine Auslöserückhaltekraft vor, die den Minimalanforderungen für das Skifahren entspricht. Bei dieser Ausführungsform
bleibt die Unterstützung durch.die Elektronik proportional
- rf- fib zu den Regelungswerten der Hauptfeder.
In Fig. 11 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei welcher
das Auslöseunterstützungs- und Auslösemodulationssystem 54 nicht mehr in dem Backen 55 einer Bindung angeordnet ist,
sondern in der Sohle 56 eines Stiefels, der mit dem Bakken zusammenwirkt. Hierzu weist der Backen 55 eine Führungs
bzw. Mitnehmerkammer 57 zur Aufnahme eines Steuerzapfens
auf, dessen Eindringen in die.Kammer die Länge des Hebelarms
d.. verändert, welcher duMC^ den Berührungspunkt des
Zapfens und die Achse 59 des Backens gebildet wird. Anderer seits wird das Eindringen durch ein Kniehebelsystem 60 gesteuert,
das in der Sohle des !Stiefels angeordnet ist und durch ein oder mehrere ElektrenMgnete 61, 61", 61" bean-
fgt, IMP
prucht wird, welche Signale empfangen, die von Meßfühlern
62, 63, 64 ausgesandt werden, die in der Sohlenhalterung und der Fußrastenplatte des Backens angeprdnet sind.
Die Veränderung des Hebelarms hat zur Folge, daß die Rückhaltebedingungen
der seitlichen Auslösungen verändert werden. Wenn der Stiefel nicht die Nähe eines Backens anzeigt,
werden die Spulen der Elektromagnete 61, 61', 61" nicht erregt
und der Steuerzapfen 5 8 wird unter der Wirkung der Rückstellfeder 65 aus der Kammer 57 zurückgeführt. Wenn
der Stiefel die Gegenwart des Backens (während des Anschnallens) anzeigt, steuert ein elektronischer Rechner 66
das Eindringen des Zapfens 58 unter Zwischenschaltung der
Elektromagneten 61, 61', 61". Der Hebelarm d.. , welcher
durch den Abstand der Achse 59 vom Zapfen 58 bestimmt ist, SQ verkleinert sich und wird d„. Hierdurch erhält man eine
Auslöserückhaltekraft, die einer vorgewählten Bezugsregelung entspricht (Fig.13).
Störkräfte werden von den Meßfühlern 62, 63, 64 angezeigt. Die Anwesenheit dieser Störkräfte wird durch Signale zum
elektronischen Rechner übermittelt, der einen Strom verringerter
Größe in die Spulen 61, 61', 62" der Elektromagnete schickt. Die Rückstellfeder 65 führt den Zapfen 58
-ur-JlU- nach hinten zurück, wodurch der Hebelarm zwischen d~ und d
vergrößert und demzufolge die Auslöserückhaltekraft verringert wird.
Bei Ausfall der elektronischen Schaltung verstärkt sich
das oben erwähnte Phänomen, da die Elektromagnete durch keinen Strom mehr erregt werden und der Steuerzapfen vollständig
nach hinten unter der Einwirkung der Rückstellfeder 65,die auf das Kniehebelsystem wirkt,.zurückgeführt
wird. Die Auslöserückhaltekraft entspricht nunmehr den Minimalbedingungen für das Skifahren und wird durch die
Rückhaltekraft der einzigen Hauptauslösefeder 67 des Backens realisiert. Die oben angeführten Ausführungsbeispiele
sind in Verbindung mit Bindungsvorderbacken beschrie-
■*-5 ben worden. Die vorliegende Erfindung ist natürlich auch auf
Bindungshinterbacken anwendbar.
Claims (4)
- Patentan s ρ r ü c h1(1.;Sicherheitsskibindung mit einer Auslösefeder, die mit einem zweiten mechanischen, hydraulischen oder pneumatischen System gekoppelt ist, das von einer elektronischen Schaltung betätigt wird, die auf Signale anspricht, welche von mindestens einem zwischen dem Stiefel und der Bindung angeordneten Belastungsmeßfühler abgegeben werden, dadurch gekennzeichnet, daß für eine ausgewählte Regelung im Bereich mindestens eines der mechanischen, hydraulischen, pneumatischen Systeme Einrichtungen (14, 22, 49, 60) zur Modulation der Rückhaltekraft gegenüber der Auslösung vorgesehen und durch die elektronische Schaltung gesteuert sind, wenn diese unter Spannung steht, derart, daß die Rückhaltekraft gegenüber der Auslösung gleich der Vektorsumme der Rückhaltekräfte der Hauptauslösefeder und des mechanischen, hydraulischen, pneumatischen Systems ist, während im Falle des Versagens der elektronischen Schaltung die Hauptaus-•15 lösefeder (2, 23, 43, 67) allein die Auslösefuriktion gewährleistet.
- 2. Bindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Modulationseinrichtungen (14, 22, 49) der Rückhaltekraft direkt mit der Hauptauslösefeder der Bindung gekoppelt sind.33U7ÜU31
- 3. Bindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Modulationseinrichtungen (60) der Rückhaltekraft in der Stiefelsohle angeordnet sind und mit der Sohlenhalterung der Bindung zusammenwirken.
- 4. Bindung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Modulationseinrichtungen der Rückhaltekräfte gegenüber der Auslösung durch Elektromagnete gesteuert sind. 10
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Legal Events
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: SALOMON S.A., PRINGY, FR |
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