DE1941098C3 - Blockiergeschützte Fahrzeugbremsanlage - Google Patents
Blockiergeschützte FahrzeugbremsanlageInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine blockiergeschützte Fahrzeugbremsanlage
mit wenigstens einem Hauptbremszylinder, mit einem Bremskraftverstärker, enthaltend eine
bewegliche, mit dem Hauptbremszylinder verbundene Drucksteuerwand, daran angrenzend eine Drucksteuerkammer,
eine Hilfsdruckquelle und ein Bremsventil, mit einer Reaktionskammer, die mit der Drucksteuerkammer
verbunden ist und eine erste hieran angrenzende, mit dem Bremspedal verbundene bewegliche Wand und
eine zweite hieran angrenzende mit der Drucksteuerwand durch eine Druckstange verbundene bewegliche
Wand aufweist, mit einer Einrichtung, um abhängig von dem Abstand der an die Reaktionskammer angrenzenden
beweglichen Wände die Drucksteuerkammer mittels eines Bremssteuerventils an die Hilfsdruckquelle
oder einen Auslaß anzuschließen, sowie mit einer Antiblockierregeleinrichtung, bestehend aus einer an
die Drucksteuerwand angrenzenden Gegensteuerkammer, einem Gegendrucksteuerventil und Meßwertgebern
zur Ermittlung des Radbewegungsverhaltens wenigstens eines gebremsten Rads, wobei abhängig von
dem ermittelten Radbewegungsverhalten mittels des Gegendrucksteuerventils der auf die Drucksteuerwand
wirkende Gegendruck und damit der Bremsdruck durch alternatives Verbinden der Gegensteuerkammer mit
der Hilfsdruckquelle und einem Auslaß variierbar ist.
Eine derartige blockiergeschützte Fahrzeugbremsanlage für mehrere Bremskreise ist Gegenstand des
älteren DE-Patents 19 40 637.
Derartige Bremsanlagen, bei denen zur Druckmodulation bei Blockierneigung keine völlig getrennte
Vorrichtung vorgesehen ist, sondern der Bremskraftverstärker hierzu mit herangezogen wird, haben den
Nachteil, daß sich die Bewegung der Drucksteuerwand während eines Antiblockierregelzyklus am Bremspedal
ruckartig bemerkbar macht. Solche für einen Fahrer unerwartet auftretende Rückstöße am Bremspedal
wirken störend und können — insbesondere bei schwierigen Verkehrsverhältnissen oder Vollbremsungen
— gefährliche Auswirkungen auf das Allgemeinver-
halten des Fahrers haben. Sind mehrere, hydraulisch parallel geschaltete Drucksteueranordnungen vorgesehen,
die von einem Bremspedal aus betätigt werden und einzeln und unabhängig voneinander geregelt werden,
dann addieren sich sogar am Bremspedal die Regelbewegungen der einzelnen Druckstangen. Es kann dann zu
einem nach Rhythmus und Stärke ganz ungleichmäßigen und unvorhersehbaren Vibrieren des Bremspedals
kommen, was unter Umständen ganz besonders schreckauslösend wirken kann. ι ο
Die Erfindung will diesen Nachteil vermeiden und strebt eine Entkopplung zwischen dem Bremspedal und
der Drucksteuerwand bzw. dem Hauptzylinderkolben während der Zeiten an, in denen eine vom Regler
gesteuerte Druckveränderung in dem betreffenden Bremskrcis erfolgt. Es ist wichtig, auch wirklich nur
während solcher Druckveränderungen zu entkoppeln, damit beim Ausfall der Hilfsdruckquelle, bei einem
Fehlverhalten von Ventilen, bei eine.i Leck oder ähnlichen Störungen sich sofort eine kraftschlüssige
Verbindung von Bremspedal zu dem oder den Hauptzylinderkolben aufbaut und der Fahrer mit
Fußkraft weiterbremsen kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Kennzeichens des Anspruches 1 gelöst.
Es sei erwähnt, daß Verriegelungsvorrichtungen bzw. Trenneinrichtungen bei blockiergeschützten Fahrzeugbremsanlagen
an sich bekannt sind, z. B. aus der DE-AS 12 72 751. Dort ist zur Absenkung des Drucks bei
Blockierneigung ein Ausdehnungszylinder mit einem bei Blockierneigung verschiebbaren Kolben an die Druckleitung
angeschlossen, wobei der Kolben normalerweise in einer Ausgangsstellung verriegelt ist. Ein eine
Blockierneigung anzeigendes Signal entriegelt mittels eines Elektromagneten den Kolben und bewirkt damit
die Druckabsenkung. Diese Verriegelungseinrichtung hat somit eine andere Aufgabe als die bei der Erfindung
verwendete Trenn-Vorrichtung.
Die bewegliche Balacekammerwand wiegt bei der Erfindung die Kraft auf, die bei den bekannten
kobinierten Anlagen vom Bremspedal direkt auf die Drucksteuerwand und somit auf den Hauptzylinderkolben
ausgeübt wird. Die Druckstange drückt also gemäß der Erfindung beim normalen Bremsen nicht auf die
Drucksteuerwand, so daß bei der Trennung der kraftschlüssigen Verbindung auch keine Bewegung der
Druckstange oder des Bremspedals auftritt. Die Trennvorrichtung wird am besten so ausgelegt, daß die
Trennung bei einem bestimmten, verhältnismäßig geringen Gegensteuerdruck erfolgt. Die Drucksteuerwand
kann sich dann bei steigendem Gegensteuerdruck relativ zur Druckstange bewegen, wobei der Bremsdruck
in Abhängigkeit vom Gegensteuerdruck absinkt.
Wie die Balancekammer und die Reakticnskammer im einzelnen auszubilden sind, ergibt sich aus dem
Einzelfall. Zweckmäßig werden Zylinder mit darin beweglichen Kolben vorgesehen. Es können aber auch
Kammern mit Membranen als bewegliche Wände vorgesehen sein, oder Zylinder mit kolbenähnlichen
beweglichen Wänden, die durch Rollmembranen abgedichtet sind.
Die Leitungsverbindung zwischen der Balance- und der Reaktionskammer oder zwischen der Bremssteuerkammer
und der Reaktionskammer könnte durch einen flexiblen Schlauch hergestellt werden. Wenn die zweite
bewegliche Wand der Reaktionskammer und die bewegliche Wand der Baiancekammer jedoch mittels
einer Kolbenstange oder dergleichen starr miteinander verbunden sind, wird e-findungsgemäß vorgeschlagen,
zum Druckausgleich zwischen den beiden Kammern eine durchgehende Längsbohrung in der Kolbenstange
anzubringen.
Zur konstruktiven Ausbildung der Trennvorrichtung wird vorgeschlagen, eine Klinke vorzusehen, die unter
Wirkung einer Feder in Kerben mit Sägezahnprofil an der Druckstange eingerastet und mittels einer dem
Druck in der Gegensteuerkammer ausgesetzten beweglichen Wand ausrastet, sofern der Gegensteuerdruck
einen bestimmten Wert überschreitet Die Klinke ist dabei mit der beweglichen Wand fest verbunden
(Anspruch 4).
Wenn nur ein einziger Drucksteuerzylinder und damit ein Bremskreis vorgesehen ist, oder wenn, bei
Verwendung von mehreren Zylindern, jedem Zylinder eine Balancekammer zugeordnet werden soll, dann ist
es zweckmäßig, die Balancekammer stirnseitig koaxial an dem Modulatorzylinder anzuordnen in Gestalt einer
Ausformung der Bremssteuerkammer und die Druckstange unmittelbar am Balancekolben zu befestigen
(entsprechend Anspruch 6).
Im folgenden werden zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt einen kombinierten Bremskraftmodulator für einen Bremskreis mit ausführlicher Darstellung
auch der beteiligten Ventile,
F i g. 2 zeigt einen Bremskraftmodulator mit vier Modulatorzylindern und vier Bremskreisen, zum Teil
stärker schematisiert, und
F i g. 3 zeigt das mittlere Gelenk der Primärtraverse im Querschnitt gemäß der Schnittlinie 1II-I11 in F i g. 2.
Die F i g. 1 zeigt einen aufgeschnittenen Modulatorzylinder 1. Als bewegliche Wand ist in dem Modulatorzylinder
ein Modulatorkolben 2 angeordnet, der links eine Bremssteuerkammer 3 und rechts eine Gegensteuerkammer
4 abteilt. Mittels einer Kolbenstange 5, die dicht durch die rechte Stirnwand des Modulatorzylinders
1 herausgeführt ist, ist ein Hauptzylinderkolben 6 mit dem Modulatorkolben verbunden. Ein Hauptzylinder
7, in dem sich der Hauptzylinderkolben bewegen kann, ist an dem Modulatorzylinder befestigt und
enthält eine Rückstellfeder 8. Eine gestrichelt angedeutete Bremsleitung 9 führt vom Hauptzylinder zu einem
Radbremszylinder 10, der die Trommelbremse eines Fahrzeuges betätigt. Weitere Radbremszylinder sind an
einem Abzweig 11 angeschlossen. Der Hauptzylinder ist mit Bremsflüssigkeit gefüllt und steht über eine feine
Bohrung 12 mit einem Vorratsbehälter 12a für die Bremsflüssigkeit in Verbindung. Bewegt sich der
Hauptzylinderkolben 6 nach rechts, so wird diese Ansaugbohrung verschlossen und der entstehende
Bremsdruck betätigt die Radbremszylinder.
Links am Modulatorzylinder befindet sich eine Balancekammer 13 in Gestalt einer koaxialen zylindrischen
Ausformung der Bremssteuerkammer 3. Hierin bewegt sich ein Balancekolben 14, an dem rechts eine
Druckstange 15 und links eine Verbindungsstange 16 befestigt ist, welche letztere eine starre Verbindung zu
einem Reaktionskolben 17 herstellt. Die Druckstange 15 ragt in den Modulatorkolben 2 hinein und wird mit
einem zylindrischen Kopf 18 in einer Führungsbahn 19 geführt. Damit sich rechts von dem Führungskopf beim
Einschieben der Stange kein Druck aufbaut, ist eine Druckausgleichsbohrung 20 zentral vorgesehen, die
links in einer Querbohrung 21 endet. Ein Anschlagring 22 verhindert das Herausziehen der Druckstange nach
links. Zwischen dem Anschlagring 22 und dem
Führungskopf 18 sind sägezahnförmige Umfangsrillen 23 vorgesehen, die mit einer querbeweglichen Klinke 24
zusammenarbeiten. Die Klinke 24 ist an einem Betätigungskolben 25 befestigt, der unter der Wirkung
einer Druckfeder 26 steht. Der Raum oberhalb des Kolbens ist mit einem kompressiblen Medium gefüllt,
während der Raum unterhalb des Kolbens über eine Bohrung 27 mit der Gegensteuerkammer 4 in
Verbindung steht. Wenn also in dieser Kammer ein bestimmter, verhältnismäßig niedriger Druck entsteht,
dann bewegt sich der Kolben mit der Klinke nach oben und trennt damit die bislang bestehende kraftschlüssige
Verbindung zwischen der Druckstange 15 und dem Modulatorkolben.
Auf der linken Seite ist ein hängendes Bremspedal 28 gezeigt, das an einem Fahrzeugteil 29, das auch den
Modulatorzylinder trägt, gelagert ist. Das Bremspedal ist über einen Gelenkstift 30 mit einem beweglichen
Zylinder verbunden, der den Reaktionskolben 17 umgibt und mit diesem zusammen eine Reaktionskammer 31
bildet. Diese Kammer ist über eine flexible Schlauchleitung 32 mit der Bremssteuerkammer 3 verbunden. Eine
Rückstellfeder 33 zieht das Bremspedal in die gezeigte Ruhestellung nach links, wobei Anschlagflansche 31a
und 13a am Reaktions- und Balancezylinder mit den entsprechenden Kolben 17 und 14 zum Anschlag
kommen und die Druckstange wie gezeichnet weitmöglichst aus dem Modulatorkolben 2 herausgezogen wird.
Mit Hilfe von Dreistellungs-Schieberventilen wird der Bremssteuerdruck und der Gegensteuerdruck
eingestellt. Das Bremssteuerventil 34 besteht aus einem Schieber 36, der eine Ringnut 37 aufweist. Der Schieber
steuert die Verbindung zwischen zwei Bohrungen 38,39 und 40. An der oben in der Mitte einmündenden
Bohrung 38 ist die Bremssteuerkammer 3 angeschlossen, an der Bohrung 39 ist die Förderleitung einer
Pumpe 41 angeschlossen, die aus einem Sammelgefäß 42 ansaugt. Die Bohrung 40 dient als Auslaß und ist
ebenfalls mit dem Sammelgefäß 42 verbunden. An dem Schieber 36 ist links ein Anker 43 befestigt, der von zwei
nebeneinanderliegenden Spulen 44 und 45 angezogen wird. Wenn die Spulen nicht erregt sind, drückt eine
Rückstellfeder 46 den Schieber 36 in die gezeigte Ruhestellung.
Die Spulen werden mit Hilfe einer Kontaktvorrichtung an der Verbindungsstange 16 in Abhängigkeit von
der Stellung des Bremspedales in Bezug auf die Kolbenanordnung 14 bis 17 gesteuert. Die Kontaktanordnung
besteht aus einem Isolierstoffring 47, der an der Verbindungsstange 16 befestigt ist. Auf diesem Ring
sitzen zwei gebogene Kontaktfedern 48 und 49, die in Längsrichtung so gegeneinander versetzt sind, daß beim
Niederdrücken des Bremspedales zuerst die Kontaktfeder 48 und dann die Kontaktfeder 49 mit dem
Anschlagflansch 31a des Reaktionszylinders in Berührung kommt Elektrische Leitungen 51 und 50 verbinden
die Kontaktfedern mit den beiden Spulen 45 und 44, wobei die entgegengesetzten Wicklungsanschlüsse
unter Zwischenschaltung einer Batterie 52 mit Masse verbunden sind. Auch für den Reaktionszylinder ist eine
Masseverbindung 53 vorgesehen.
Das Gegensteuerventil 35 ist gleichartig wie das Bremssteuerventil 34 aufgebaut und wird, was durch
eine schematische Verbindung 54 angedeutet ist, von einem Antiblockierregler 55 elektromechanisch betätigt
Der Antiblockierregler erhält Signale von einem Radsensor 56, der von einem Fahrzeugrad 57 oder von
der Kardanwelle angetrieben wird und den Drehbewegungszustand des Rades bzw. der Welle erfaßt. Drei
Steuerbohrungen des Gegensteuervcntiles sind mit 58,
59 und 60 bezeichnet und in dieser Reihenfolge mit der Gegensteuerkammer 4, der Förderleitung der Pumpe 41
und der Auslaßleitung verbunden. Endlich ist noch ein mittels einer Schraube 61 einstellbares Überdruckventil
62 vorgesehen, welches zwischen der Bremssteuerkammer 3 und der Auslaßleitung eingeschaltet ist und den
Bremssteuerdruck auf einen Wert begrenzt, der kleiner
ίο als der maximale Förderdruck der Pumpe ist.
Als reiner Bremskraftverstärker ohne Eingreifen des Antiblockierreglers arbeitet die Anordnung wie folgt:
Auszugehen ist von der gezeichneten Stellung aller Teile, in der die Bremssteuerkammer 3 und die Gegensteuerkammer 4 über die Leitungen 38 und 58 mit dem Sammelgefäß 42 verbunden sind. Wird das Bremspedal niedergedrückt, so verringert sich das Volumen der Reaktionskammer 31 und über die Schlauchleitung 32 und die Bremssteuerkammer 3 fließt Druckmittel ab. Dabei kommt der Anschlagflansch 31a mit der Kontaktfeder 48 in Berührung, die Spule 45 des Bremssteuerventiles 34 wird erregt und der Schieber 36 deckt die Bohrung 40 ab. Damit sind die untereinander verbundenen Kammern 3, 13 und 31 nach außen abgeschlossen und die weitere Bewegung des Bremspedales erhöht den Druck in ihnen. Dieser Druckerhöhung weicht der Modulatorkolben 2 durch eine geringe Bewegung nach rechts aus, wobei er die Druckstange und die mit ihr verbundenen Kolben 14 und 17 mitzieht.
Auszugehen ist von der gezeichneten Stellung aller Teile, in der die Bremssteuerkammer 3 und die Gegensteuerkammer 4 über die Leitungen 38 und 58 mit dem Sammelgefäß 42 verbunden sind. Wird das Bremspedal niedergedrückt, so verringert sich das Volumen der Reaktionskammer 31 und über die Schlauchleitung 32 und die Bremssteuerkammer 3 fließt Druckmittel ab. Dabei kommt der Anschlagflansch 31a mit der Kontaktfeder 48 in Berührung, die Spule 45 des Bremssteuerventiles 34 wird erregt und der Schieber 36 deckt die Bohrung 40 ab. Damit sind die untereinander verbundenen Kammern 3, 13 und 31 nach außen abgeschlossen und die weitere Bewegung des Bremspedales erhöht den Druck in ihnen. Dieser Druckerhöhung weicht der Modulatorkolben 2 durch eine geringe Bewegung nach rechts aus, wobei er die Druckstange und die mit ihr verbundenen Kolben 14 und 17 mitzieht.
Bei stärkerer Pedalkraft kommt der Anschlagflansch 31a auch mit der Kontaktfeder 49 in Berührung, die
Spule 44 wird erregt und der Schieber 36 gelangt in seine linke Endstellung, in der die Pumpe 41 mit den
Kammern 3, 113 und 31 verbunden wird. Der Bremssteuerdruck in diesen Kammern wächst jetzt
weiter an und drückt den Modulatorkolben mit stärkerer Kraft nach rechts, wobei aus der Gegensteuerkammer
4 Druckmittel in das Sammelgefäß 42 abfließt Der Hauptzylinderkolben 6 erzeugt dabei den Bremsdruck
und betätigt die Radbremszylinder.
Der wachsende Bremssteuerdruck, der auch in der Reaktionskammer 31 wirksam ist, übt eine wachsende
Kraft auf die linke Stirnwand des Reaktionszylinders aus, die der Pedalkraft entgegensteht und diese
schließlich aufwiegt. Von diesem Moment ab bewegt sich das Bremspedal mit dem Reaktionszylinder
gegenüber dem Reaktionskolben 17 nach links, so daß der elektrische Kontakt mit der Feder 49 unterbrochen
wird und das Bremssteuerventil wieder in Mittelstellung
so zurückgeht. Damit kommt das ganze System zur Ruhe.
Bei der nun folgenden Schilderung der Bremskraftmoduiaiion
uiiici Führung des Antiblockicrrcglcrs ist
im Auge zu behalten, daß die auf die Kolben 17 und 14 von links und rechts angreifenden Druckkräfte einander
aufheben. Die linke Stirnfläche des Reaktionskolbens 17 und die rechte Stirnfläche des Balancekolbens 14, die
sich aus dem Gesamtquerschnitt unter Abzug des Querschnitts der Druckstange 15 ergibt, sind einander
gleich. Der Durchmesser des Kolbens 17 ist daher etwas
geringer als der des Kolbens 14. Wenn daher bei drohendem Blockieren des Gegensteuerventils 35 in
seine linke Endstellung geht und die Pumpe mit der Gegensteuerkammer 4 verbindet, was zur Folge hat,
daß sofort der Betätigungskolben 25 nach oben geht und die Klinke 24 aus ihrer Kerbe zieht, dann wird diese
Trennung der kraftschlüssigen Verbindung die Kräfteverhältnisse am Bremspedal unbeeinflußt lassen und
seine Stellung nicht verändern.
Der Modulatorkolben 2 dagegen versucht, dem wachsenden Gegensteuerdruck durch Bewegung nach
links auszuweichen. Das ergibt eine Erhöhung des Bremssteuerdruckes in den abgeschlossenen Kammern
3, 13 und 31, was — immer gleiche Pedalkraft vorausgesetzt — wiederum ein Ausweichen des
Bremspedales und des Reaktionszylinders nach links hervorruft. Die Kontaktfeder 48 löst sich dabei und
entregt die Spule 45, so daß der Auslaß geöffnet wird und der Bremssteuerdruck sich auf den vorher
bestehenden, der Pedalkraft entsprechenden Wert verringert. Dieser Vorgang hält an, bis der Antiblockierregler
des Gegensteuerventil 35 wieder in Mittelstellung bringt.
Es hat sich jetzt ein gegenüber dem vorherigen Wert π
wesentlich verringerter Bremsdruck eingestellt, bei dem sich die Bremsen gelöst haben. Läßt der Antiblockierregler
endlich das Gegensteuerventil 35 wieder in die rechte Endstellung zurückgehen, so kann sich der
Gegensteuerdruck wieder entspannen, wobei sich der Modulatorkolben 2 nach rechts bewegt. Das hat wieder
ein Absinken des Bremssteuerdruckes zur Folge, jedoch nur solange, bis der sofort nachfolgende Reaktionszylinder
den Kontakt mit der Feder 49 hergestellt hat, der das Bremssteuerventil 34 in die linke Stellung bringt und
die Bremssteuerkammer 3 mit der Pumpe verbindet. Damit steigen der Bremssteuerdruck und der Bremsdruck
wieder auf ihre ursprünglichen Werte an. Die Feder 26 drückt den Kolben 25 und die Klinke wieder
zurück, sobald der Gegensteuerdruck weit genug abgefallen ist. Sollte dies schon zu einem Zeitpunkt
geschehen, zu dem der Modulatorkolben noch nicht wieder se;ne in der Zeichnung dargestellte Stellung
eingenommen hat, dann behindert dies nicht die Bewegung des Modulatorkolbens, denn die Klinke
schnarrt infolge ihrer Abschrägung über die Kerben.
Um einem eventuellen Mißverständnis vorzubeugen sei noch angefügt: Die Reibungskraft, die infolge von
Dichtungen oder besonderen Reibverbindungen zwischen dem Balancekolben 14 und seinem Zylinder, also to
der Ausformung des Modulatorzylinders 1, wirkt, muß größer als die Reibungskraft zwischen der Druckstange
15 und dem Modulatorkolben 2 sein. Wäre dies nämlich nicht der Fall, dann würde der Modulatorkolben bei
seinen Bewegungen nach links oder rechts die Druckstange 15 durch Reibwirkung mitnehmen trotz
der Trennvorrichtung, und es ergäbe sich eine falsche Steuerung des Bremssteuerventils 34.
Das Überdruckventil 62 hat neben der Aufgabe, den erreichbaren Maximalbremsdruck nach oben zu begrenzen,
den weiteren Zweck, den maximalen Bremssteuerdruck deutlich kleiner zu haken als den maximalen
Gegensteuerdruck. Dadurch ist eine schnellere Bewegung des Modulatorkolbens nach links und eine
schnellere Bremsdruckabsenkung beim Antiblockierregierbetrieb zu erwarten.
In Fig.2, die als zweites Ausführungsbeispiel der
Erfindung einen Modulator mit vier Bremskreixen für ein vierrädiges Fahrzeug zeigt, ist links wieder das
Bremspedal mit seiner Rückstellfeder 33 gezeigt Es ist über den Gelenkstift 30 mit einem Reaktionszylinder
60a verbunden. Der Reaktionskolben ist mit 6t a bezeichnet und über eine Verbindungsstange 62a mit
einem Balancekolben 63 starr verbunden. Dieser bewegt sich in einem feststehenden Balancezylinder 64,
der über einen Leitungsstrang 65 mit mehreren Abzweigungen mit vier Modulatorzylindern, d.h. mit
den Bremssteuerkammern 66 bis 69 derselben, verbunden
ist. Eine zentrale Längsbohrung 70 durch die Kolben. 61a und 63 und ihre Verbindungsstange 62;;
garantiert gleichen Druck in der Reaktionskanimer und in der Balancekammer.
In den vier Modulatorzylindern sitzen vier Modulatorkolben
71 bis 74, von denen einer identisch mil F i g. 1 im Schnitt gezeigt ist. Jeder von ihnen wirkt auf einen
Hauptzylinderkolben 75 bis 78. Die Bremsdruckanschlüssc 79 bis 82 führen, was nicht gezeigt ist, zu dem
Radbremszylinder je eines Fahrzeugrades.
Die einzelnen Druckstangen 83 bis 86 führen abgedichtet aus den Modulatorzylindern heraus und
sind auf folgende Weise mit der Verbindungsstange 62a verkoppelt: Sekundärtraversen 87 und 88 verbinden
jeweils die Druckstangen 83 und 84 sowie 85 und 86 miteinander, indem sie mit eingesetzten Querplattcn auf
den kugelförmigen Enden der Druckstangen aufliegen. Eine solche Querplatte ist beispielsweise mit 89
bezeichnet. Sie wird ebenso wie die anderen Platten mit Hilfe einer gebogenen Feder 90, die in einem Querstift
91 der Druckstange 84 eingehängt ist, lose mit der Druckstange in Kontakt gehalten. In der Mitte jeder der
beiden Sekundärtraversen greift eine Primärtraverse 92 an. Sie ist selbst wieder mit der Verbindungsstange 62a
gelenkig verbunden, was am besten aus dem Querschnitt nach Fig.3 ersichtlich ist. Die flache Primärtraverse
92 ist an dieser Stelle aufgespalten und umgreift die Verbindungsstange, wobei sie durch zwei Querstifte
93 gehalten wird.
Die Kontaktfedern 48 und 49 an der Verbindungsstange 62a sind wieder identisch mit Fi g. 1. Die beiden
abgehenden elektrischen Leitungen sind durch eine geschweifte Klammer symbolisch zu einem Signalkanal
94 vereinigt, der zu dem hier schematisch dargestellten Bremssteuerventil 95 führt. An seiner Oberseite ist der
Leitungsstrang 65 und an der Unterseite wie in F i g. 1 die Pumpe 41 und die Auslaßleitung 40 angeschlossen.
Ein Überdruckventil 96 verbindet den Leitungsstrang 65 mit der Auslaßleitung. Die vier schematisch dargestellten
Gegendrucksteuerventile 97 bis 100 steuern, wie schon bei F i g. 1 beschrieben, den Druck in der
Gegensteuerkammer iOl bis J04 der vier Modulalorzylinder.
Mit ankommenden und abgehenden Pfeilen ist jeweils angedeutet, daß auch diese Gegendrucksteuerventile
jeweils gemeinsam an einer Pumpe und an einer gemeinsamen Auslaßleitung angeschlossen sind. Sie
werden elektrisch betätigt von einem Antiblockierregler 105, der die Signale von vier Radsensoren 106 bis 109
logisch verarbeitet. Die Radsensoren sitzen an den vier Rädern des Fahrzeuges und erfassen deren Drehbewegungsverhalten.
Zur F.rläuterung der Wirkungsweise beim normalen Bremsen ohne Antiblockierregler-Funktion kann von
den zu F i g. 1 gegebenen Erläuterungen ausgegangen werden. Es wurde gezeigt, daß der Bremssteuerdruck
letzten Endes, wenn das System zur Ruhe gekommen ist sich auf einen Wert einstellt der von der Pedalkraft
zumindest annähernd proportional abhängt Hier wirkt sich nun dieser Bremssteuerdruck auf alle vier
Modulatorzylinder gleichmäßig aus, da die Bremssteuerkammern untereinander und mit der Balance- und
Reaktionskammer verbunden sind. Sofern die Hauptzylinder, ihre Radbremszylinder und die entsprechenden
Bremsleitungen alle gut entlüftet sind, werden sich beim
Bremsen gleiche Lageänderungen der Modulatorkolben ergeben und das ganze Traversensystem sowie die
Verbindungsstange 62a mit den Kolben 61a und 63 bewegt sich quasi wie ein starres Gebilde nach rechts
mit. Veränderungen der Pcdalkraft wirken sich sofort
auf den Abstand des Reaktionszylinders gegenüber den Kontaktfedern 48 und 49 aus, so daß dann mit Hilfe des
Bremssteuerventiles 95 solche Änderungen des Bremssteuerdruckes herbeigeführt werden, daß alsbald wieder
ein Gleichgewichtszustand eintritt, in dem der Bremssteuerdruck der Pedalkraft entspricht.
Besondere Beachtung sei dem Fall gewidmet, daß z. B. durch ein Leck in einer Bremsleitung einer der
Hauptzylinder drucklos wird. Damit fällt natürlich die nach links wirkende Kraft des Hauptzylinderkolbens auf
den entsprechenden Modulatorkolben weg, so daß dieser in seine rechte Endstellung fällt. Dies macht sich
allerdings an der Verbindungsstange 62a und am Bremspedal infolge der Beweglichkeit des Traversensystems
nur zu einem Bruchteil des Hauptzylinderkolben-Hubes bemerkbar. Im ersten Augenblick werden auf die
plötzliche Absenkung des Bremssteuerdruckes die übrigen drei Modulatorkolben durch eine geringe
Bewegung nach links antworten, was den Rückwirkungseffekt weiter verringert. Dann jedoch wird der
Bremssteuerdruck durch das Bremssteuerventil 95 selbsttätig wieder auf den vorherigen Wert angehoben.
Durch den Ausfall eines Bremskreises wird jedoch die insgesamt am Fahrzeug wirksame Bremskraft nur zu
einem sehr viel kleineren Teil verringert als dies bei bekannten Mehrkreisbremssystemen der Fall ist.
Fällt die Pumpe 41 aus, so daß keine Verstärkerwirkung mehr vorhanden ist, dann setzt der Reaktionszylinder
60a mit seiner linken Stirnwand auf dem Reaktionskolben 61a auf und stellt damit eine
kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Bremspedal und dem Traversensystem her. Diese verteilt dann die
Pedalkraft auf die einzelnen Druckstangen und damit auf die Hauptzylinderkolben. Es ist dabei Sache des
Fachmannes, den Pedalweg und die Querschnitte der Hauptzylinderkolben so zu bemessen, daß mit men-
* schenmöglicher Pedalkraft das betreffende Fahrzeug noch gefahrlos abgebremst werden kann. Bei zu
starkem Bremsen oder bei schlüpfriger Fahrbahn tritt der Antiblockierregler 105 in Funktion. Er gibt seine
Signale nach dem Drehbewegungszustand der einzel-
in nen Räder unabhängig voneinander auf die Gegendrucksteuerventile
97 bis 100. Somit kann also in jedem Bremskreis oder gleichzeitig in mehreren gemeinsam
der Druck abgesenkt und wieder angehoben werden. Diese Druckveränderungen in den einzelnen Kreisen
können auch zeitlich gegeneinander beliebig versetzt, also völlig unabhängig voneinander sein. Wenn die
Trennvorrichtung eines Modulatorzylinders die Verbindung zur entsprechenden Druckstange löst, hat das
keine Rückwirkung auf das Traversensystem oder das Bremspedal, weil im Fall der störungslosen Bremsung
auch hier keine Kräfte von den Traversen auf die Druckstangen und auf die Modulatorkolben übertragen
werden. Die Verbindungsstange 62a, an der das Traversensystem sitzt, ist wie die Verbindungsstange 16
in F i g. 1 zwei gleich großen Druckkräften von links und rechts unterworfen.
Wird das Bremspedal losgelassen, so wird es von der Rückstellfeder 33 zi rückgezogen, der Anschlagflansch
des Reaktionszylinders 60a nimmt den Reaktionskolben 61a mit und die gebogenen Federn 90 ziehen die
Druckstangen bis zum Anschlag nach links aus dem Modulatorkolben heraus. Damit ist dann wieder die
gezeichnete Stellung erreicht.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Blockiergeschützte Fahrzeugbremsanlage mit wenigstens einem Hauptbremszylinder, mit einem
Bremskraftverstärker, enthaltend eine bewegliche, mit dem Hauptbremszylinder verbundene Drucksteuerwand,
daran angrenzend eine Drucksteuerkammer, eine Hilfsdruckquelle und ein Bremsventil,
mit einet Reaktionskammer, die mit der Drucksteuerkammer verbunden ist und eine erste hieran
angrenzende, mit dem Bremspedal verbundene bewegliche Wand und eine zweite hieran angrenzende
mit der Drucksteuerwand durch eine Druckstange verbundene bewegliche Wand aufweist, mit
einer Einrichtung, um abhängig von dem Abstand der an die Reaktionskammer angrenzenden beweglichen
Wände die Drucksteuerkammer mittels eines Bremssteuerventils an die Hilfsdruckquelle oder
einen Auslaß anzuschließen, sowie mit einer Antiblockierregeleinrichtung, bestehend aus einer
an die Drucksteuerwand angrenzenden Gegensteuerkammer, einem Gegendrucksteuerventil und
Meßwertgebern zur Ermittlung des Radbewegungsverhaltens wenigstens eines gebremsten Rads,
wobei abhängig von dem ermittelten Radbewegungsverhalten mittels des Gegendrucksteuerventils
der auf die Drucksteuerwand wirkende Gegendruck und damit der Bremsdruck durch alternatives
Verbinden der Gegensteuerkammer mit der Hilfsdruckquelle und einem Auslaß variierbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß noch eine Balancekammer (13; 64) mit einer weiteren beweglichen
Wand (14; 63) vorgesehen ist, deren Fläche der Fläche der zweiten beweglichen Wand (17; 6IaJ der
Reaktionskarnmer (31; 6OaJ entspricht und mit dieser starr verbunden ist, wobei diese Balancekammer
(13; 64) mit der Reaktionskammer (31; 6OaJ in Verbindung steht, und daß der Druckstange (15,16;
62a, 83—88, 92) zwischen der zweiten beweglichen Wand (17; 61 aj der Reaktionskammer(31; 6OaJund
der Drucksteuerwand (2; 71—74) einseitig eine Trenneinrichtung (23—26) zugeordnet ist, die eine
Vergrößerung des Abstands zwischen der Drucksteuerwand (2; 71—74) und der zweiten Wand (17;
6IaJ stets, ein Annähern jedoch nur bei Auftreten
eines vorgegebenen Drucks in der Gegensteuerkammer (4; 102) zuläßt.
2. Fahrzeugbremsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktions- (31; 6OaJ
und/oder die Balancekzimmer (13; 64) als Zylinder mit darin beweglichen Kolben (17, 14; 61a, 63)
ausgebildet sind, und daß der Kolben (17; 6IaJan der
Reaktionskammer (31; 6OaJ die zweite und die
Stirnwand der Reaktioriskammer (31; 6OaJ die erste bewegliche Wand bilden.
3. Fahrzeugbremsanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite bewegliche
Wand (6IaJ der Reaktionskammer (6OaJ und die bewegliche Wand (63) der Balancekammer (64)
mittels einer Stange (62aJ verbunden sind, welche zum Druckausgleich zwischen den beiden Kammern
eine durchgehende Längsbohrung (70) aufweist.
4. Fahrzeugbremsanlage nach einem der Ansprüche 1 —3, dadurch gekennzeichnet, daß die Trenneinrichtung
aus einer Klinke (24), die unter Wirkung einer Feder (26) in Kerben (23) an der Druckstange
(15) einrastet, und einer dem Druck in der Gegensteuerkammer (4) ausgesetzten beweglichen
Wand (25), welche mit der Klinke (24) verbunden ist,
besteht, wobei die Klinkt (24) ausrastet, wenn der
Gegensteuerdruck einen bestimmten Wert überschreitet
5. Fahrzeugbremsanlage nach einem der Ansprüche 1 —4, dadurch gekennzeichnet, daß die Balancekammer
(13) stirnseitig koaxial an dem Modulationszylinder (1) angeordnet ist und eine Ausformung der
Bremssteuerkammer (3) bildet, und daß an dem darin beweglichen Balancekolben (14) unmittelbar die
Druckstange (15) befestigt ist
6. Fahrzeugbremsanlage nach einem der Ansprüche 1 —4, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung
von mehreren getrennt im Bremsdruck steuerbaren Hauptbremszylindern mit zugehörigen
Bremskraftverstärkern (71-74, 66-69, 41, 95) die Reaktionskammer (6OaJ mit ihren beweglichen
Wänden und die Balancekammer (64) mit ihrer beweglichen Wand nur einmal vorgesehen sind, daß
die Balancekammer (64) mit allen Drucksteuerkammern (66—69) verbunden ist und daß die Druckstangen
(83—86) über gelenkig gelagerte Traversen (87, 88, 32) mit der zweiten beweglichen Wand (6IaJ
verbunden sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691941098 DE1941098C3 (de) | 1969-08-13 | 1969-08-13 | Blockiergeschützte Fahrzeugbremsanlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691941098 DE1941098C3 (de) | 1969-08-13 | 1969-08-13 | Blockiergeschützte Fahrzeugbremsanlage |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1941098A1 DE1941098A1 (de) | 1971-02-25 |
| DE1941098B2 DE1941098B2 (de) | 1981-05-21 |
| DE1941098C3 true DE1941098C3 (de) | 1982-02-04 |
Family
ID=5742625
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19691941098 Expired DE1941098C3 (de) | 1969-08-13 | 1969-08-13 | Blockiergeschützte Fahrzeugbremsanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1941098C3 (de) |
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| DE3317629A1 (de) * | 1983-05-14 | 1984-11-15 | Alfred Teves Gmbh, 6000 Frankfurt | Verfahren zur steuerung einer schlupfgeregelten bremsanlage und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
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-
1969
- 1969-08-13 DE DE19691941098 patent/DE1941098C3/de not_active Expired
Also Published As
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|---|---|
| DE1941098A1 (de) | 1971-02-25 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: ROBERT BOSCH GMBH, 7000 STUTTGART, DE |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |