DE3342489A1 - Vorrichtung zur tiefkalten lagerung von biologischen oder pharmazeutischen proben - Google Patents
Vorrichtung zur tiefkalten lagerung von biologischen oder pharmazeutischen probenInfo
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Description
MG 1441 ^J.Nov.lyöJ
MESSER GRIESHEIM GMBH MG 1441
Kennwort: Biosafe EM 1117
Erfinder: Volker Ordner: A
Thoma
Vorrichtung zur tiefkalten Lagerung von biologischen oder pharmazeutischen Proben.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur tiefkalten Lagerung von biologischen oder pharmazeutischen Proben
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Derartige Proben werden in Ampullen,die ihrerseits in gut isolierenden Behältern, deren Inneres mittels Flüssigstickstoff
auf der gewünschten niedrigen Temperatur gehalten wird, konservierend eingelagert.
Einerseits ist es aus wirtschaftlichen Gründen wünschenswert,
die Ampullen in solchen Behältern möglichst raumsparend unterzubringen. Andererseits muß sichergestellt
sein, daß jede beliebige der Ampullen dem Einlagerungsbehälter zur weiteren Verwendung auch wieder auf einfache
Weise entnommen werden kann.
MG 1441 **·**. tvw _^__ 23.Nov.1983
Es ist bekannt, Ampullen in gitterartigen Einsätzen zu lagern, die Bestandteil von Schubfächern sind, wobei die
Schubfächer ihrerseits wiederum Bestandteil von schrankartigen Kästen sind.
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Bei dieser Art der Einlagerung sind die Ampullen durch Stäbe bzw. Wände der gitterartigen Einsätze räumlich
voneinander getrennt, wodurch sich der Platzbedarf jeder Ampulle vergrößert.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kompakte und handhabungsfreundliche Lagerungsart für die Ampullen
zu finden.
Diese Aufgabe wird bei der gattungsgemäßen Vorrichtung erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruchs 1 gelöst.
Die in jeder Schachtel angeordneten Stifte sind im Regelfall
gleichlang ausgebildet. Durch eine definiert ungleiche Länge der Stifte ist es möglich, den Ort einer
jeden Ampulle bezüglich der Stifte und damit innerhalb der Schachtel genau festzulegen.
Zum Zwecke der Sicherung des Schachtelinhalts vor unbefugtem oder unbeabsichtigem Öffnen kann es wünschenswert
sein, die Schachtel zu versiegeln. Zu diesem Zweck kann
WJ) - PH
eine beispielsweise aus Polpylen bestehende Schachtel
dadurch versiegelt werden, daß einer der an der Innenseite der Bodenplatte befestigten Stifte eine Längsbohrung
aufweist und daß an der Innenseite der Deckelplatte lagemäßig über diesem Stift ein weiterer Stift befestigt
ist,der durch die Längsbohrung durch die an dieser Stelle
ebenfalls noch durchbohrte Bodenplatte hindurchragt, so 5 daß dieser Stift mit der Bodenplatte verschweißt werden
MG 1441
(dem
kann, mit) Erfolg, daß sich Ober- und Unterteil der Schachtel nicht mehr zerstörungsfrei voneinander trennen lassen.
Für eine kompakte, sichere Lagerung der Ampullen ist es weiterhin vorteilhaft, jeden der in den Behälter einbringbaren
turmartigen Kästen an mindestens zwei seiner gegenüberliegenden Seiten vollständig offen auszubilden, so
daß die Länge jeder der auf den Decken der Kästen zu lagernden Schachteln genauso lang sein kann wie der Abstand der
sich gegenüberliegenden offenen Seiten eines jeden Kastens.
Auch ist es vorteilhaft, wenn der lichte Abstand dieser Decken eines Kastens nicht größer ist als es die Höhe
der Schachteln erfordert. Dadurch wird zusätzlich verhindert, daß Schachteln, die in dem Flüssigstickstoff
eingelagert sind, aufschwimmen und damit ihren Lagerplatz unkontrolliert verändern können.
Die lagemäßige Sicherung der Schachteln und damit der Ampullen wird in vorteilhafter Weise auch noch dadurch
gesteigert, daß jede Decke mindestens einen Vorsprung aufweist, der in eine in der Deckel- und/oder Bodenplatte
des Ober- bzw. Unterteils einer Schachtel angeordneten Vertiefung einrastbar ist.
Diese Einraststelle kann besonders günstig in einer in
den Innenraum der Schachtel lagemäßig im Bereich der Stifte sich erstreckenden nutartigen Vertiefung angeordnet
sein.
Indem die Schachteln mit ihrer Einraststelle nur mit ihrer einen Seite in einen Vorsprung der Decke eingeschoben werden
können, ist es möglich, die Schachteln bezüglich ihrer "Vorder"- und "Rück"- Seite lagemäßig zu definieren. Auch da-5
durch verbessert sich die Möglichkeit, den Einlagerungsort
MG 1441 . 23.Nov.1983
ein jeder Ampulle exakt zu definieren.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen mit ihren weiterhin aufgeführten Merkmalen angegeben.
5
Ein Ausführungsbeispiel in der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Fig.1 eine systemhafte Draufsicht auf den Innenraum eines 24-Kästen enthalte
nen Behälters,
Fig.2 eine perspektivische Ansicht
eines Kastens,
15
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Fig.3 eine perspektivische Teilansicht eines Kastens gemäß
Fig.2 mit teilweise eingeschobener Schachtel, 20
Fig.4 eine systemhafte Draufsicht
auf den Innenraum der Schachtel nach Fig ο 3 und
Fig.5 einen Schnitt entlang Linie L
in Fig.3.
In Fig.1 ist mit 8 die Innenwandung eines Behälters zur Lagerung von in diesem Fall 24 turmartigen Kästen-dargestellt.
Diese Kästen werden in dem Behälter wahlweise in der Gas- oder in der Flüssigphase von Stickstoff tiefkalt
gelagert. Jeder der Kästen 10 trägt auf seiner Oberseite
eine Nummer 1,2,3..... 24 zur Identifizierung desselben. Auf der Oberseite der Kästen 10 ist eine Trag-5
schlaufe angebracht, um die Kästen leicht aus dem Behälter
MG 1441 —5 ■ 23.Nov.1983
herausheben zu können.
Einer der Kästen (Nr.18) ist in Fig.2 dargestellt. Der
Kasten 10 besitzt eine rechteckige Grundrißfläche und ist auf zwei Seiten, die sich gegenüber liegen,vollständig
offen. In dem Kasten sind übereinanderliegende Decken angeordnet, die mit Vorsprüngen 26 versehen sind. In
diesen Vorsprüngen sind Schachteln 18 einrastbar. Die Vorsprünge 26 sind von der Deckenkante 15 gleichweit entfernt.
Die Schachtel besteht aus einem Oberteil 22 und Unterteil 20 (Fig.3). In die Bodenplatte 28 des Unterteils 20 ist
eine nutartige Vertiefung 3 2 eingeformt, die sich fast über die gesamte Länge der Schachtel erstreckt. Die
Schachtel wird mit dieser Vertiefung 32 auf dem Vorsprung 26 beim Einschieben auf der Decke 14 in den Kasten 10 entlang
geführt. In Querrichtung der Schachtel 18 sind die Vorsprünge 26 in einer Entfernung voneinander auf der
Decke 14 angebracht, die dem maximalen Außendurchmesser eines Kastens entspricht. Der in Fig.2 bzw. 3 dargestellte
Kasten 10 ist somit für jeweils drei nebeneinander angeordnete Schachteln 18 ausgelegt. Selbstverständlich sind
auf den Decken 14 eines jeden Kastens 10 beliebig viele Schachteln nebeneinander unterzubringen.
Der höhenmäßige Abstand der Decken 14 voneinander entspricht der maximalen Höhe der Schachtel 18 im verschlossenen
Zustand. Die Schachtel behält dadurch sowohl beim 0 Einschieben in den Kasten als auch bei der Lagerung in
demselben einen leichten Berührkontakt mit den zwei sie von oben und unten begrenzenden Decken 14. Dadurch
wird verhindert, daß Kästen, die in der Flüssigphase des den Behälter 8 kühlenden Mediums eingelagert sind,
aufschwimmen können.
MG 1441 —e— 23.Nov. 1983
Im Inneren des Unterteils 20 der Schachtel 18 sind Stifte 40, 4 2 (Fig.5) angeordnet. Diese Stifte sind von den
Seitenwänden 24 des Unterteils 20 gleichweit entfernt. Sowohl von diesen Seitenwänden 24 als auch untereinander
ist der Achsabstand dieser Stifte gleich dem Außendurchmesser der Ampullen 16, die in der Schachtel 18 eingelagert
werden sollen. Es ist selbstverständlich auch möglich, mehrere Reihen von Stiften parallel zueinander in
einer Schachtel anzuordnen. Mit Hilfe dieser Stifte und gegebenenfalls der Außenwände der Schachtel werden die
Ampullen eindeutig in ihrer Bestimmungslage fixiert, so daß ein Verrutschen oder Umkippen der Ampullen in der
Schachtel verhindert wird. Die Stifte 4 0 sind im Regelfall gleich hoch ausgebildet. Es ist möglich, die Stifte
auch ungleichlang auszubilden. Durch eine solcher Art definiert ungleiche Länge der Stifte ist es möglich, die
Lage eines bestimmten Stiftes in der Schachtel und damit auch die Lage einer jeden Ampulle in dieser Schachtel
genau festzulegen.
Für manche Anwendungsfälle kann es wünschenswert sein,
die Schachtel vor unbefugtem oder unbeabsichtigtem öffnen zu schützen. Zu diesem Zweck ragt ein an dem Oberteil
befestigter Stift AA durch eine Längsbohrung 44 eines im Unterteil 20 befestigten Stiftes 42 hindurch bis in
die nutartige Vertiefung 32 der Bodenplatte 28 hinein, so daß der Stift 46 auf der Unterseite der Bodenplatte
an dieser befestigt werden kann. Es hat sich gezeigt, daß für den hier vorliegenden Fall einer tiefkalten Lagerung
KP·— PE
sich eine Schachtel aus Rs gut eignet. Eine aus diesem Material hergestellte Schachtel läßt sich nun besonders
einfach dadurch versiegeln, daß dieser Stift von unten mit der Bodenplatte 28 verschweißt wird. Dadurch
kann die Schachtel 18 nur noch durch Zerstören der Versiegelung oder durch Abtrennen des Stiftes 42 vom Unter-
teil 20 oder des Stiftes 46 vom Oberteil 22 geöffnet werden.
Die nutartige Vertiefung 32 (Fig.5) besitzt an zwei Stellen
34, 36 Querwände, so daß zwischen diesen eine Vertiefung 3 0 gebildet ist, in die ein Vorsprung 26 der Decke
14 einrastbar ist. Eine der Querwände läuft in einer flachen Neigung 38 in Längsrichtung der Schachtel 18 in
der Vertiefung 32 aus, im Gegensatz zu der Wand an der Stelle 36. Dadurch wird erreicht, daß die Schachtel 18
nur mit ihrer einen Stirnseite über den Vorsprung 26 in die Decke 14 eingeschoben werden kann. Dies verbessert
die Möglichkeit zur lagemäßigen Definition der Ampullen in der Schachtel und damit letztlich im Behälter 8, da
die Schachtel 18 auch noch bezüglich ihrer "Vorder"- und "Rück"- Seite gekennzeichnet werden kann.
Mü/Hi
- Leerseite -
Claims (11)
- MACHQEi--..Ί -3342 23 NovMG 1441 " ■'— ζ j. iNOv.PatentansprücheVorrichtung zur tiefkalten Lagerung von biologischen oder pharmazeutischen Proben mittels Ampullen 4n einem Behälter, mit in dem Behälter angeordneten Kästen, die übereinanderliegenden aus den Kästen ausziehbare Fächer zur Aufnahme der Ampullen aufweisen, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Fach eines Kastens (10) von mindestens einer Schachtel (18) gebildet wird, die im Inneren Stifte (40,42) aufweist, deren gegenseitiger Mittelabstand gleich dem Außendurchmesser der Ampullen (16)ist,und bei der der lichte Innenabstand von jeweils gegenüberliegenden Seitenwänden der Schachtel (18) gleich dem ganzzahligen Vielfachen des Außendurchmessers der Ampullen (16) ist. - 2. Vorrichtung nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet,daß die Schachtel (18) aus einem die Ampullen (16) aufnehmenden Unterteil (20) und einem die Seitenwände (24) des Unterteils (20) mindestens teilweise überlappenden Oberteil (22) besteht.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,daß die Stifte (40,42) im Inneren des Unterteils (20) hintereinander und parallel zu mindestens einer der Seitenwände (24) des Unterteils (20) auf der Bodenplatte (28) angeordnet sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,daß von allen Stiften (40,42) eines Unterteils (20) wenigstens einer (42) bis in die unmittelbare Nähe derMG 1441 - 2 -Unterseite der Deckelplatte des Oberteils (22) reicht. - 5., Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß einer der an der Innenseite der Bodenplatte (28) befestigten Stifte (40,42) eine Längsbohrung (44) aufweist, und daß an der Innenseite der Deckelplatte lagemäßig über diesem Stift ein weiterer Stift (46) befestigt ist, der durch die Längsbohrung und durch die an dieser Stelle ebenfalls noch durchbohrte Bodenplatte (28) hindurchragt. - 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,MJ)- E daß die Schachtel (18) aus »ropn besteht.
- 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,daß jeder turmartige Kasten (10) an mindestens zwei seiner gegenüberliegenden Seiten vollständig offen ist, daß die Länge jeder Schachtel (18) nicht größer ist als der Abstand der gegenüberliegenden offenen Seiten des Kastens (10), daß die Schachteln (18) auf ebenen Decken (14) des Kastens (10) lagerbar sind und daß der lichte Abstand der Decken (14) -t größer ist als die Höhe der Schachteln (18) .
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,daß jede Decke (14) mindestens einen Vorsprung (26) aufweist, der in eine in der Deckel- und/oder Bodenplatte (28) des Ober (22)- bzw. Unterteils (20) einer Schachtel (18) angeordneten Vertiefung (30) einrastbar ist.BAD ORIGINAL - 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die auf den Decken (14) eines Kastens (10) nebeneinanderliegend angebrachten VorSprünge (26) gleichweit von einer der offenen Seiten des Kastens (10) entfernt sind.
- 10. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckel- und/oder Bodenplatte (28) jeder Schachtel (10) mit einer in deren Längsrichtung (L) sich wenigstens teilweise erstreckenden nutartigen Vertiefung (32) versehen ist, die an mindestens zwei Stellen (34,36) durch Querwände unterbrochen ist.
- 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Querwände in einer flachen Neigung (3 8) in Längsrichtung der Schachtel in der Vertiefung (32) ausläuft.Mü/Hi EM 1117 25
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