DE3342459A1 - Von film- auf heberbetrieb umstellbares farb- oder auftragwerk fuer offset-rotations-druckmaschinen - Google Patents
Von film- auf heberbetrieb umstellbares farb- oder auftragwerk fuer offset-rotations-druckmaschinenInfo
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Description
Von Film- auf Heberbetrieb
Färb- oder Auftragwerk für Offset-Rotations -
DruckiTiaschinen
Die Erfindung betrifft ein Färb- oder Auftranwerk für Offset-Rot
ati οns-Druckmaschi ηen .
Bei solchen Färb- oder Auftranwerken unterscheidet man in der
Hauptsache zwischen Fi lir-Farbwerken einerseits und Heber-Farbwerken
andererseits. Bei Fi lm-Auftragwerlcen erfolgt eine kontinuierliche
Farbübertragunq zwischen der Farbkastenwalze und dem nachfolgenden Farbwerk; bei Heber-Fartwerken erfolgt diese Farbübertragung
mittels einer hin- und herpendelnden Heberwalze intermittierend. Film-Farbwerke haben den Vorteil, daß sie infolqe
ihres kontinuierlichen Arbeiters, ohne Vorhandensein pendelnder
Bauteile, schneller arbeiten und mehr Farbe übertragen können, als Heber-Farbwerke. Dafür haben Heber-Farbwerke den Vorteil
der genaueren Dosierung, besonders bei kleineren, zu übertragenden Farbmencen.
Um nun die Vorteile beider Farbwerksarten (sinngemäß das gleiche
gilt auch für Auftraawerke, mittels derer andere Stoffe als Farbe zu übertragen sind) miteinander zu vereinigen, ist bereits
eine Vielzahl von Färb- oder Auftragwerken bekannt geworden, die eine Umstellung von Film- auf Heberbetrieb, und umgekehrt, ermöglichen.
Diese bezüalich der Betriebsweise umstellbaren Farboder
Auftragwerke sind meistens rec>t komnl i ?i prt und vielteilig
aufgebaut. Teilweise ist auch die Umstellung von der einen auf die andere Betriebsweise umständlich und zeitaufwendig. Schließlich
haftet bestimmten, bekannten umstellbaren Färb- oder Auf-
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tragwerken auch noch der Nachteil an, daß bei der einen oder anderpn Betriebsweise eine oder mehrere Walzen unbenutzt bleiben, d.h. also bei der Farbübertragung unwirksar sind, mit der
nachteiligen Folge, daß man diese Walzen bei späterer Piick-Umstellung auf die andere Betriebsweise qriindlich reinigen muß,
weil jäfyzwischen die auf diesen vorher unbenutzten Walzen befindliche Farbe, oder sonstiger Auftraqsstoff, eingetrocknet
ist; auch dann, wenn man diese Walzen nach der Umstellung, aber vor der Wieder-I.nbetriebnahme der Maschine, wenn die Farbe oder
der sonstige Stoff noch nicht angetrocknet sind, reinigt, entsteht immer noch ein recht erheblicher Arbeitsaufwand, Zeitaufwand und eine damit verbundene Stillstandszeit der gesamter
Druckmaschine.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines von Film- ?uf
Heber-Eetri eb uirstel 1 baren Färb- oder Auftrrnwerks, das die
geschilderten Nachteile bekannter Konstruktionen solcher un -stellbaren Färb- oder Auftragwerkp vermeidet, einfach sufaebaut ist, einfach (und zwar sogar ir Petriet der DrucknascHne!)
von der einen auf die andere Betriebsweise up stellbar ist i;nd
bei dem in beiden Betriebsweisen imner alle '.iil7en in Betrieb
sind, so daß die geschilderten Reiniounosarbriten hpi Oberranq
von der einen auf die andere Betriebsweise entfallen.
niese Aufgabe wirt4 nach der Erfindung dedurc*· relöst, daR eine
dauernd drehende Koir-biwalze aus Stahl oder pinrr anderen 'nerten
Werkstoff vorgesehen ist, die wahlweise (in- Π !"!betrieb) ur.ter
Freilessun~ eines neringen3 durch Stell schrotfη ^ zw. durrr
Steuerkurve einstellbaren Spalts dauernd rit -!r>r Färb käst erwalz«
einerseits berübrunosfrei zusammenwirkt und an piner aus Gumri
bestehenden Reibwalze andererseits d?uernd anüert, während ?;ie
(in*. Heberbetrieb) pendelnd aKwechselrd, und 2-:*r wiederur unter
Freilassuna eines qerinoen, durch die Stelle! rauben hzw. ^urc^
v° einstellbaren Spalte, mit der rar; ■kpstp-'viel za. ?u·-
i rkend und nl ei chze-i fi π τι t der Fei IVa1Ze in Pr*\*r<i oehalten und sodann von der Farbkastenwalze wec-bewegt und allein
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mit dieser Reibwalze in Anlage gehalten wird, wobei bei beiden
Arbeitsweisen die Farbmesser-Vorderkante in einer Heiner Abstand
von der Farbkastenwalze verläuft.
Zur praktischen Verwirklichunq dieses Erfindunosqedankens ist
eine Konstruktion besonders zweckmäßia, bei welcher in weiterer
Ausbildupc! der Erfindung die Kombiwalze von einem um die Mittellinie der Reibwalze schwenkbar gelagerten Schwenkhebel getragen
wird, der mittels einer von ihm getragenen Kurvenrolle und einem
zuaehörigen drehend angetriebenen SteuerkÖrDer qesteuert wird,
welch letzterer einen zylindrischen Abschnitt für den Filnbetrieb und einen neben diesem zylindrischen Abschnitt liegenden Neckenabschnitt mit in Längsrichtung sich verändernder Nockenform, insbesondere sich veränderndem Nockenhub, aufweist, wobei der
Steuerkörper durch einen Stellmechanismus stufenlos in axialer
Richtung gegenüber der Kurvenrolle oder umqekehrt verschiebbar ist. Allein durch diese axiale Verschiebung dps Steuerköroers
bzw. der Kurvenrolle kann das Färb- oder Auftraqwerk von der
einen auf die andere Betriebsweise umgestellt werden, und zwar auch bei laufender Druckmaschine. Es bleiben immer eile, zum
Farbwerk gehörenden Walzen im Einsatz. Der Gesamtaufbau des Färb- oder Auftragwerks ist recht einfach.
Der Steuerkörper kann, um auch iir Filmbetrieb die übertragen
Farbmenge verändern zu können, auf der dem Nocker-abschnitt gecienüberl ieqenden Seite des zylindrischen Abschnitts, der sonst für
den Filmbetrieb verwendet wird, einen kegelforminen dritten Abschnitt aufweisen.
Zum qänzlichen Abstellen des Farbwerks kann in weiterer Ausbildung der Erfindung eine auf der Schwenkhebel einwirkende Abstellvorrichtung zum dauernden Entfernthal ton der Koirbiwalze von
<\er Farbkastenwalze voraesehen sein.
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Pie erfindungsqemsße Konstruktion hat den Vorteil, daß sip keinen
Heberschlag, kein ilebergeräusch und keine Heberstreifen im Druckbild erzeugt und den Verschleiß an oer Heberwal7e sowie an der
Farbkastenwalze und an den umliegenden Elementen auf ein Geripgstmaß herabsetzt.
Mit der wichtigste Vorteil der Erfindung gegenüber den konventionellen Färb- öden Auftragwerken ist jedoch darin zu sehen, daß bei
der erfindungsgemäßen Konstruktion das Farbmesser und auch die Farbkastenwalze in beträchtlichem Maße von Verschleiß geschont
werden, weil ja des Farbmesser die Farbkastenwalze überhaupt nicht
berührt, und zwar weder im Filmbetrieb noch im Heberbetriet, und es ist daher weder eine Nacharbeit noch eine Nachstellung wegen
aufgetretenen Verschleißes erforderlich. Das führt naturaenäß zu
einer hohen Lebensdauer des Farbmessers.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeisüiele der Erfindung, soweit
wie möglich schematisiert, darqestellt.
Fic. 1 zeiot, für ein erstes Ausführunnsbeisniel , eine Seitenansicht der dem Farbkasten benachbarten Teile des Farboder Auftragwerks.
Fic. 2 zeigt eine Stirnansicht der Konstruktion nach Fig. 1 in Richtung des in Fio. I eingetragener Pfeils II.
Fic. 3 zeigt eine Ausfiihrungsform des Steuerkr'rners in Seiten-
und in Stirnansicht, und zeiet auPerdev oberhalb der
Seitenansicht die mit Hiesem Stoner!'^mer erzielbare
Farbgebung.
Fig. 4 zeigt in gleicher Perstellungsweise wie Fi". 3 eine andere
Ausführungsform des Steuerkörpers, wobei ebenfalls wieder
oberhalb der Seitenansicht des Steuer1'"-»rcers die mit Hiesem
erzielbare Farbgebung gezeint ist.
BAD. ORIGINAL /7
Fig. 5 zeigt in gleicher Darstellung die qleichen Einzelheiten
wie Fiq. 3 und 4 für eine weitere Ausführungsform des
Steuerkörpers.
Fig. 6 zeigt schercatisch eine Möglichkeit zum völligen Abstellen
des Farbwerks mittels des Steuerkörpers.
Fig. 7 zeigt wieder in gleicher Darstellung, wie die vorangehenden
Figuren, eine weitere AusfUhrunqsform eines Steuerkörpers .
Fiq. 8 zeigt einen Schnitt entlang der Schnittliniρ X - X in
Fig. 7.
Fig. 9 zeigt einen Schnitt entlang der Schnittlinie XI-XI in Fig. 7.
Fig.Io zeigt die mit dem Steuerkörper nach Fin. 7-9 erzielbare
Farbgebung.
In der Zeichnung sind die wichtigsten, drehbaren Teile bezüglich
ihrer Prehri chtung jeweils mit einem Drehrirhtunnsnfeil versehen.
Außerdem sind gleiche oder qleichwirkende bzw. olpichartige Teile
in allen Fiouren der Zeichnung mit denselben .ozuqsziffern bezeich
net.
Von' Farbkasten ist lediqlich das Farbmesser 1 mit der Farbiresser-Verstellvorrichtung
2 dargestellt. In den Farbkasten taucht die aus Stahl bestehende Farbkastenwalze (häufin auch als Duktcr bezeichnet)
3 ein. Mit der Farbkastenwalze 3 arbeitet eine Komfciwalze
4, je nach Betriebsweise kontinuierlich oder diskontinuierlich,
zusammen. Diese Kombiwalze 4 besteht ebenfalls aus Stahl oder einem anderen harten Werkstoff, und deshalh wird zwischen
Farbkastenwalze 3 und Kombiwalze 4 ein Snalt S freigehalten, der
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eine direkte Berührung zwischen diesen beider Walzen verhindert.
Die GröPe dieses Spalts S ist. durch Einstel Ischrauhen 5 und 6 bzw.
durch Steuerkurve 12 einstellbar, Wenn der Snalt zwischen Farbmesser
1 und Farbkastenwalze 3 beispielsweise auf einen Wert von o,o6o mm eingestellt wird, dann nimmt die Farbkastenwalze 2 einen
etwa gleich dicken und gleichmäPiα dicken Farbfilm mit, dor
cleichzeitig als Schmierung des Farbmessers 1 dient. Der Spalt S
wird in einem solchen Falle etwa auf eine frö^e von ο,οΠο rm einqestellt.
3abei bleibt zwischen dem Farbfilr auf der Farbkastenwalze
3 und der Kombiwalze 4 ein Spalt von o,o2o mm iibria, der noch um die von der Korrbiwalze 4 zurückgeführte Farbschichtdicke
verrinqert wird. Von der Kombiwalze 4 nelannt die Farbe auf die
mit ihr dauernd in Anlage stehende, aus Curpri bestehende Peihwalze
7.
Die Kombiwalze 4 wird von einen- bei dem dargestellten Beispiel
aus zwei Teilen 8 und 9, zwischen denen dip beider. Einstellschrauben
5 wirk9am sind, qetraqen. Bewecungs- und f unktionsrräPi r bilden
die beiden Teile R und 9 also ein einziges Teil. Der r-esamte
Schwenkhebel 8, 9 und gleichzeitir seine hm"der Teile P und 9
relativ zueinander sind schwenkbar ur die Mittellinie Io der Reibwalze 7 gelagert. Der Schwenkhebel P<, 9 trägt eine Kurvonrolie
11, die mit einem insgesamt nn t 12 bezeichneten Steuerkörper zusammen arbeitet. Die Kurvenrolle 11 wird durch eine Druckfeder 13
dauernd in Anlage am Steuerkörper 12 gehalter. Pas kann natürlich,
bei entsprechend anderer Anordnunc, auch eine Zugfeder seir.
Durch eine schematisch angedeutete Abstellvorrichtung 14, die in
nanz beliebiqer Art und Weise arbeiten kann, also z.P. hydraulisch,
pneumatisch, elektromaonetisch etc., kann das in Fig. ι untpnlieoende
Ende des Schwenkhebels P, 9 ujt sei^pn Schwenkpunkt Io
entgegen der Uhrzeigerrichtunq, also nach rechts, verschwerkt
werden, wodurch die Kurvenrolle I1 vom Steuerknrper 12 wenbewegt
wird, so daß der Schwenkhebel 8, 9 dann keine Schwenkbewenungen
r.ehr ausführt; gleichzeitig wird die Komhiwalze 4 so weit von der
Farbkastenwalze 3 wegbewegt, daß das Färb- oder Auftranwerk
aänzlich abgestellt wird.
Der Steuerkörper 12 wird über einen, bei dem dargestelIten Ausführungsbeispiel
aus zwei Zehnrädern 15 und If. bestehenden Antrieb
proportional dem gesamten Druck- oder Auftranwerk-Antrieb drehend
angetrieben. Bei dem in Fir. 2 dargestellten Aiisführunqsbeispiel
hat der Steuerkörper 12 einen zylindrischen Abschnitt A für den Filnibetrieb und einen daneben liegenden Abschnitt B
Nockenabschnitt B für den Heberbetrieb. Zur Farbmengendosierung im Heberbetrieb weist dieser Nockenabschnitt eine sich in Längsrichtung
verändernde Nockenform auf, und zwar ist insbesondere der Nockenhub veränderlich. Dieser Mockenabschnitt B kann beispielweise
die Form eines Kreisexzenters mit sich in Längsrichtung verändernder Exzentrizität haben. Urn nun einerseits von Filmbetrieb
auf Heberbetrieb, und umgekehrt, umschalten zu können und gleichzeitig die übertragene Farbmenge bei Heberbetrieb verändern
zu können, ist der gesamte Steuerkörper 12 oenenüber der Kurvenrolle
ll.oder umgekehrt, in axialer Richtung verschiebbar; der
hierzu vorgesehene Stellmechanismus ist inscesamt mit 17 bezeichnet
und nicht im einzelnen erläutert, da er beliebiger, geeigneter, bekannter Art und Weise sein kann. ZweckmäPiq ist es, diesen Stellmechanismus
17 mit einer Anzeigeskala 13 für di*> vorgenommene Einstellunq
zu versehen, einmal um zu erkennen, auf welche Betriebsweise das Färb- oder Auftragswert jetzt eingestellt ist, und um
andererseits bei Heberbetrieb einmal als giinstin festrestel lte
Einstellwerte reproduzieren zu können.
Nähere Einzelheiten des bei dor\ AusführungsHpi sdi el nach den Fiq.
1 und 2 verwendeten Steuerkörpers 12 sowie der dairit erzielharen
Farbgebung ergebenjsich im übrigen aus Fig. 3 der Zeichnung.
/Io BAD QR!GI?\!AL
- Io -
Im Betrieb als Filmfarbwerk arbeitet die Kurverrolle H mit dem
zylindrischen und zur Drehachse zentrischen ppreich A des Steuerkörpers 12 zusammen, also in der in Fio. 2 darnestel1 ten Leae.
Die Kombiwalze 4 bleibt unbeweglich (natürlich außer ihrer Rotation). Zur Anpassung der Farbpet-ung an das zu druckende Sujet
wird das Farbmesser 1 von seiner Grundstellung aus mittels der ein
zelnen Elemente der Farbmesser-Verstel1vorrichtuna 2 (z.B. Zonenschrauben)
eingestellt. Dieses Farbrelief, das sich über dem bei dem weiter oben angegebenen Maßbeisniel über dem 0,080 mm dicken
Schmier-Farbfi Im befindet, wird von der Ko"ihiv/alze 4 mitgenommen,
nämlich gewissermaßen abgefräst und im übrigen Farbwerk weiterbefördert,
ts wird allerdings nur ein Teil der Farbmenge weitertransportiert;
der andere Teil bleibt auf d^r Koirbiwalze 4 haften
und wird zum Spalt S zurückgeführt. Dort bildet sich dann ein neues, im Gleichgewicht des Farbflusses konstantes Farbrelief. Zur
Dosierung der Farbmenge stehen hierbei einerseits eine Drehzahlregelung der Farbkastenwalze 3 und zum anderen die Verstelluna
des Farbmessers 1 durch die Farbmesser-Verstellvorrichtung 2 zur
Verfügung.
Das Farbwerk wird bei Rollenoffset-Rotationsdruckmaschinen dann
als Heber-Farbwerk eingesetzt, d.h. also auf Heber-Farbwerk-Arbeitsweise
umgeschaltet, wenn die kontinuierliche Fi Imfarbführung,
trotz minimaler Einstellung (Dosierunq der Farbe) noch immer zu viel Farbe liefert, nie Umschaltung erfolnt, wie schon erläutert,
durch axiale Verschiebung des Steuerkörpers 12 oder der Kurvenrolle 11 durch dessen Stellmechanismus 17, in der Weise, daß die
Kurvenrolle 11 nunmehr in den Bereich B des Steuerkörpers 12 gelangt.
Hier kann nun jetzt die Menge der qefnr^prtpn Farbe durch
die stufenlos steuerbare Größe des Hubes der kcrbiwalze 4 von
Maximum bis auf O dosiert v/erden, und zwar ohne Verstellung des
Farbmessers 1 und auch ohne Verstellunq der Prehzahl der Farbkastenwalze
3. Bei Einstellunq auf O-Dosierung liefert die Kombiwalze 4 keine Farbe mehr, weil sie dann das auf der Farbkastenwalze
3 befindliche Farbrelief überhaupt nicht mehr berührt. Damit wird die Wirkung der Kombiwalze 4 und somit dir Tarbzufuhr zum
/It BAD ORIGINAL
nachfolgenden Färb- bzw. Auftraqwerk abgeschaltet.
Beim Einsatz der Erfindung als reines Hpberfarbwerk kann die Rastzeit
der Kombiwalze 4 an der Farbkastenwalze 3 durch die Gestaltung
des Nockenabschnitts B des Steuerkörpers 12 variiert werden. Selbstverständlich ist bei jeder beliebiqen Verstellung dieser Art
die Kombiwalze 4 dauernd in Anlage an der nachfolqenden Reibwalze
7, weil ja die Schwenkachse des Schwenkhebels 3, 9 nit der Drehachse dieser Reibwalze 7 zusammenfällt. - Zur Oosieruna der Farbmenge
bei Heber- als auch bei Film-Arbeitsweise stehen drei Möglichkeiten zur Verfügung, n"a>lich einmal Drehzahl regelunq äer
Farbkastenwalze 3, Verstellung des Farbmessers 1 und modifizierte Formgebung des Nockenabschnitts B bzw. unterschiedliche Einstellung
der KurvenroHe 11 innerhalb dieses Rer°ichs B des Steuerkörpers
12.
Fig. 3 zeigt, wie schon bereits kurz erwähnt, den bei dem fusführungsbeispiel
nach den Fig. 1 und 2 verwendeten und dargestellten Steuerkörper 12, und zwar in Seitenansicht und in Stirnansicht
in Richtung des links neben der Seitenansicht einqptraionpn
Pfeils. Ober dieser Seitenansicht ist als °rdinate die Farbgebung,
die mit den einzelnen Teilen des Steuprkörpers 12 erzielbar
ist, eingezeichnet, a ist die Zone, innerhalb welcher c"ss
Farbwerk im Filmbereich arbeitet, b ist der Pcsierbereich, innerhalb
dessen im Heberbetrieb Gearbeitet wert'pn kann, wobei nit c
die Restf arbgebunti fUr den Hosierbereich h in !'pb^rbetrieb bezeichnet
ist. Der Abschnitt A des Steuerkrrpprs Λ? ist hier zylindrisch.
Iir Nockenbereich B verläuft dr>r 'ocken, wie Seitenansicht
und Stirnansicht er^pnnen lassen, cbnn ir Verlänaerum des
zylindrischen Bereichs A, während der iibrinr Teil dieses Ncckenbereichs
B einen immer größer werdender, drei ^r:hub aufweist. Der
Mocken ist hier in Form eines Kreisexzenters riit imn°r rirö'rer
werdender Scheitelhöhe ausgebildet. Pie Null-Dosierupo, also die
völlige Abschaltung des Färb- oder Auftranwerks, erfolqt hier
durch die in Fio. 1 nit 14 bezeichnete Ahstpi"1 vnrri crturr.
BAD ORIGINAL / 1 2
Bei üer Ausfiihruncsform nach Fig. 4 erfolgt v.'ioder im ßerpich A
des SteuerkörDers 12 die Fi lm-Farbgebuno. Ir<
<e>r<*ich P. er^olqt dip
Grob- bis Fein- bis NuI 1-Dosierung, rpr He^r-Prckenbereicr P hat
hier eine Kurve mit zwei unterschiedlich au?npM Ideten Kenein, um
eine Mull -Dosierungsnöglichkeit zu erreichen. Fine Pul 1-Dnsieruno
kann hier also ohne eine besondere Abstellvorrichtung, wie z.B.
in Fig. 1 mit 14 bezeichnet, erfolopn.
Bei der Ausführungsform nach Fiq. Cr dipnt wieder der Bereich A der
Farbgebung a im Filmbetrieb. Der Bereich B irit Farbcebuno b stellt
die Grob- bis Feindosieruna dar. Die Pestferbnebunq c ist durch
den Rastbereich der Kurve (requliert) vorqeqehen. Die MuI1-Dosierung
erfolgt wieder durch einen Ahschaltmechanisnuis für die Kombi walze
4. Die Steuerkurve ist hier wiederum i"1 Bereich A zylindrisch, im
Bereich B weist sie dagegen die Form eines einseitigen Keqels auf.
Fig. 6 zeigt eine Ausführungsform mit einseitig keqeliger Steuerkurve im Bereich P für den Heberbereich. Dpr FiImbereich ist wiederum mit A bezeichnet. Diese Konstruktion weist aber zusätzlich eine
Möglichkeit zum Abstellen des Farh- oder Auftranwerks ohnr besondere Abstel1vorrichtunn, wie z.B. 14 in Fio. 1, auf, und zwar in
Form eines Abstellbereichs D, der einen nennenswert crö^prpn Durchmesser als der Bereich A für den Filrchetrieb aufwpist, wobei önr
übergang zwischen diesem Bereich A und dem Abstel!bereich D, der
mit C bezeichnet ist, konisch gestaltet ist, ur den überoanq der
Kurvenrolle 11, die einmal gestrichelt und einmal in ausgpznqenen Linien dargestellt ist, vom Bereich A in den Bereich Π und umgekehrt, zu ermöglichen.
Die Ausführungsform des Steuerkörpers 12 nach Fig. 7 ähnelt weitgehend derjenigen nach Fin.4. Fs ist hier wieder der zylindrische
Bereich A mit in Fig. Io eingetragener Farhrpbuno (Farbdicle),
mit a bezeichnet, nämlich ein konstanter Farhfilmbereich, fprner
ein doppelkecelförmiger Bereich B, das ist ein diskontinuierlicher
Dosierungsbereich für den Heberbetrieb, auPerdem aber noch ein Bereich E, und das ist ein kontinuierlicher Frrhfilmdosierunas-
ΟΔΠ ΠΡΙΛΙΜΔΙ
bereich, der eine Mnqi ichkoi t zur Farbdos i nnjnq in Filmbetrieb
darstellt. Der Bereich E liert auf der der [>reich B nenenüberlieqenden
Seite des zylindrischen Bereichs A.
/1 BAD ORIGINAL
Liste der verwendeten Bezuqsziffcrn
1 Farbmesser
2 Farbmesser-VerstelIvorrichtunn
3 Farbkastenwalze
4 Kombi walze
5 Spalt
5 Einstellschraube für S
6 Einstellschrauben für S
7 Reibwalze
8/9 Schwenkhebel
10 Mittellinie von 7
11 Kurvenrolle an 9/9
12 Steuerkörper
13 Feder für 11
14 Abstel1vorrichtunq
15, 16 Antriebszahnrader für ]?.
17 Stellmechanismus für 12
]P
Anzeiqeskala für 17
a Zone für Filmbetrieb
b Zone für Heberbetrieb
c Zone der Rest- bzw. Null-Farboebunq
e Zone für Farbopbunn im Fi lp^-üosi erbereich
/H-BAD RiGSNAL
- Leerseite -
Claims (4)
- PatentansprücheFärb- oder Auftraqswerk für Offset-Rotations-Druckmaschinen, das von Film- auf Heberbetrieb, und umgekehrt, umstellbar ist, gekennzeichnet durch eine dauernd drehende Kombiwalze (4) aus Stahl oder einem anderen harten Werkstoff, die wahlweise (im Filmbetrieb) unter Freilassunq eines geringen, durch Stellschrauben (5, 6) bzw. durch Steuerkurve (12) einstellbaren Spalts (5) dauernd mit der aus Stahl bestehenden Farbkastenwalze (3) einerseits berührunqsfrei zusammenwirkt und an einer aus Gummi bestehenden Reibwalze (7) andererspits dauernd anliegt, während sie (im Heberhetrieb) pendelnd abwechselrd wiederum unter Freilassunq eines aeringen, durch die Stellschrauben (5, 6) bzw. durch Steuerkurve (12) einstellbaren Spelts (S), mit der Farbkastenwalze (3) zusammpnv/i rkt und gleichzeitig mit der Reibwalze (7) in Anlaqe nehaltpn und sodann von der Farbkastenwalze (3) wenbeweot und allein mit der Reibwalze (7) in Anlage gehalten wird, wobei hei beidpn Arbeitsweisen die Farbmesser-Vorderkante in einem kleinen Abstand von der Farbkastenwalze (3) verläuft./2
- 2. Färb- oder Auftraqwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kombiwalze (4) von einem um dip Mittellinie (lo) der Reibv/alze (7) schwenkbar nelanerten Schwenkhebel (8, 9) getragen wird, der mittels einer von ihm getragenen Kurvenrolle (11) und einem zugehörigen, drehend angetriebenen Steuerkörper (12) gesteuert wird, welch letzterer einen zylindrischen Abschnitt (A) für den Filmbetrieb und einen neben diesem liegenden Nockenabschnitt (B) mit in Längsrichtung sich verändernder Nockenform, insbesondere veränderndem Nockenhub, für den Heberbetrieb aufweist, wobei der Steuerknrper (12) durch einen Stellmechanismus (17) stufenlos in axialer Richtung gegenüber der Kurvenrolle (11) oder umgekehrt Kurvenrolle (11) gegenüber Steuerkörper (12) verschiebbar ist.
- 3. Färb- oder Auftragwerk nach Anspruch 2,dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerkörner (12) auf der dem Mockpnabschnitt (B) qenenüberl iegenden Seite des zylindrischen Abschnitts (A) oir.en keneiförmigen dritten Abschnitt (F) 7ur Veränderung der iibertraaenen Farbmenge im Filmbetrieb aufweist.
- 4. Färb- oder Auftragwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine auf den Schwenkhebel (8. 9) einwirkende Abstellvorrichtung (14) zum dauernden Fntfernthalten der Kombiwalze (4) von der Farbkastenwalze (3)./3 BAD ORIGINAL
Priority Applications (7)
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