DE3239529C2 - Abdrucklöffel zur Erstabformung von unbezahnten Kiefern unter Verwendung plastischer, aushärtender Abdruckmassen - Google Patents
Abdrucklöffel zur Erstabformung von unbezahnten Kiefern unter Verwendung plastischer, aushärtender AbdruckmassenInfo
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Abstract
Um zu vermeiden, daß bei der Erstabformung von unbezahnten Kiefern ein durch die Muskelpartien im Wangen-, Lippen- und Zungenbereich verfälschte Abformung entsteht, die nicht auf das durch die spätere Prothese bedingte Maß begrenzt ist, und um ferner die Bißlage nach erfolgter Abformung des Unterkiefers besser festlegen zu können, sind sowohl der Abdrucklöffel 10 für den Unterkiefer, als auch derjenige für den Oberkiefer an ihrer oralen Seite mit einem zahnreihenimitierenden Wall 11 versehen. Auf dem Wall 11 des Abdrucklöffels 10 für den Unterkiefer sind ferner mindestens drei lokale Distanzhalter 14 angebracht, von denen einer am Scheitelpunkt und die anderen an den beiden seitlichen Teilen des bogenförmigen, zahnreihenimitierenden Walls 11 angeordnet sind. Während der zahnreihenimitierende Wall 11 bei der Abformung das erforderliche Widerlager für die Abdruckmasse im Bereich der Wangen-, Lippen und Zungenmuskulatur bildet, bewirken nach erfolgter Abformung des Unterkiefers die drei Distanzhalter eine Dreipunktabstützung bei der Biß-Registrierung, die reproduzierbar und nachprüfbar ist.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf Abdrucklöffel zur Erstabformung von unbezahnten Kiefern unter Verwendung
plastischer aushärtender Abdruckmassen, wobei an dem Abdrucklöffel für den Unterkiefer eine Distanzierungseinrichtung
vorgesehen ist.
Zur einzelnen Abformung von Ober- und Unterkiefer eines Patienten mittels plastischer aushärtender Abdruckmassen
ist es bekannt, als Träger dieser Abdruekb/.w.
Abformmassen sogenannte Abdrucklöffel aus Kunststoff oder Metall zu verwenden. Die Kunststoff-Abdrucklöffel
z.B. des bekannten All-Oral-Uestecks nach M. Hofmann (Literaturquelle: M. Hofmann, Totale
Prothesen nach dem All-Oral-Verfahren, Carl Hanser Verlag, München, Wien, 1975) bestehen aus relativ flachen, perforierten Trägern, die zwar eine präfunktionel-Ie Abformung von Ober- und Unterkiefer ermöglichen,
welche aber nicht auf das durch die spätere Prothese bedingte Maß begrenzt ist, da beim Abformvorgang das
der Zahnreihe entsprechende Wider- oder Gegenlager für die Wangen-, Zungen- und Lippenmuskulatur feh-t
Zur Bißlagenfixierung nach erfolgter Abformung des Unterkiefers wird bei dem obigen Verfahren an dem
Abdrucklöffel für den Unterkiefer eine Distanzierungseinrichtung in Form einer sogenannten Gaumenscha
blone benutzt, die mit Abdruckmasse beschickt wird, so daß bei der Bißnahme das Gaumenrelief in der Abdruckmasse abgezeichnet wird. Da die Abdruckmasse
jedoch großflächig auf dieser Gaumenschablone aufgetragen ist, besteht die Gefahr, daß die Abformung insbe
sondere im Bereich der Gaumenfalte Reproduktionsund Fixiermängel aufweist. Da ferner die Verbindung
zwischen dem Abdrucklöffel und der Gaumenschablone nur durch eine relativ schwache Steckverbindung an
ihren Scheitelstellen erfolgt, besteht weiterhin die Gefahr, daß bei Belastung dieser Teile während des Abformvorgangs (Bißnahme) eine Relativbewegung
(Klappbewegung) dieser Teile stattfindet, wodurch die Bißlagenfixierung verfälscht wird. Schließlich ermöglicht dieses bekannte Besteck nicht ohne weiteres eine
nachträgliche Kontrolle der festgelegten Bißlage.
Es sind ferner Abdrucklöffel aus Kunststoff für die sogenannte geschlossene Mundabformung bekannt
(DE-AS 24 54 216 und Prospekt der IVOCLAR AG), die zwar für Ober- und Unterkiefer getrennt in die Mundhöhle eingesetzt, dann jedoch bei der Abdrucknahme
durch die Abformmasse zur Bißnahme vereinigt werden. Zu diesem Zweck sind beide Abdrucklöffel, also der
Oberkieferlöffel und Unterkieferlöffel mit Aufbißwällen versehen, deren Oberflächen im Arbeitszustand zur Anlage miteinander bestimmt sind, wobei diejenige am Abdrucklöffel für den Oberkiefer perforiert ist, um den
Durchtritt der Abformmasse zu ermöglichen, welche nach ihrer Aushärtung die Verbindung mit dem Unterkiefer-Löffel herstellt. Aufgrund der Form und Anord
nung der Aufbißwälle an beiden Abdrucklöffeln besteht jedoch die Gefahr einer erzwungenen Bißlagefixierung,
denn die nur durch einige Durchbrüche und sich kreuzenden Rillen unterbrochenen, sonst aber planen Oberflächen
der Aufbißwälle ermöglichen bei der Abfor mung des Unterkiefers relativ zum Oberkiefer leicht
eine nicht korrigierbare Verlagerung der Löffel. Außer dem ist die Zentralposition des Abdrucklöffels für den
Unterkiefer nicht nachprüfbar und eine einmal festgelegte Bißlage kann nicht berichtigt werden. Bei erfor
derlicher Änderung z. B. exzentrischer Bißlagefixierung bedeutet dies Ausschuß. Der entscheidende Nachteil
dieser bekannten Abdrucklöffel für die geschlossene Mundabformung besteht jedoch darin, daß beim Abformvorgang
keine Muskelbewegung erfolgen darf und praktisch auch nicht möglich ist, so daß eine aktive präfunktionelle
Abformung der später auf die Prothese einwirkenden Muskulator fehlt, und zwar mit all den nachteiligen
Folgen für einen einwandfreien Sitz der danach bo anzufertigenden individuellen Funktions-Bißplatten
(mangelhafte Saughaftung, Überextensionen usw.).
Durch die DE-PS 7 15 041 ist auch bereits ein Abdrucklöffel
aus einer thermoplastischen Kunsthar/.masse bekanntgeworden, der vor Beginn tier Abdrueknnhbr>
nie durch geringe Wärmezufuhr in einen verformbaren Zustand bringbar ist und nach erfolgter Abdrucknahme
bei erhöhter Wärmezufuhr wieder in seine Ursprungsform zurückkehrt. Die auf der oralen Seite dieser Ab-
drucklöffel vorgesehene Verstärkungsleiste dient hier lediglich zur Sicherung der Stabilität beim Abdruck sowie
dazu, die Rückkehrneigung des verformten Abdrucklöffels bei erhöhter Wärmezufuhr in seine Ursprungsform
zu fördern.
Zur Bißnahme bei der Herstellung einer totalen Ober- und Unterkieferprothese ist durch die DE-OS
26 42 976 ein Abdrucklöffel aus Kunststoff bekanntgeworden, an dem kammseitig zwei Gewindestifte im fickzahnbereich
befestigt sind, die mit deutlichem Abstand zum Abdrucklöffel eine dem Kamm entsprechend gebogene,
segmentartige, ebenflächig ausgebildete Bißplatte tragen, die im Frontzahnbereich fest angeformte Zähne
aufweist Diese Bißplatte soll ausschließlich zur Festlegung der Kauebene gegenüber dem Abdrucklöffel einjustiert
werden, was jedoch im Mund des Patienten sehr umständlich ist. Anschließend soll zur Bißnahme der andere
Kiefer des Patienten mit einer Bißschablone abgedeckt werden, deren oberer Belag aus Wachs, warmplastischer
Abdruckmasse oder einem Autepolymerisat besteht. In diesen oberen Belag erfolgt beim Aufbiß der
Abdruck der an der einjustierten Bißplatte angeformten Zähne. Dies setzt jedoch voraus, daß zur Anfertigung
der Bißschablone bereits zuvor eine separate Kieferabformung durchgeführt worden ist Es handelt sich hier
also nicht um eine Erstabformung. Im übrigen fehlt auch bei dieser Methode das Wider- oder Gegenlager für die
Wangen-, Zungen- und Lippenmuskulatur.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Abdrucklöffel als Träger für Abformmassen zur Erstabdrucknahme
unbezahnter Kiefer zu schaffen, mittels derer eine einwandfreie präfunktionelle Abformung der Kiefer
auf das durch die spätere Prothese bedingte Maß unter Berücksichtigung des Reflexmusters der Wangen-,
Lippen- und Zungenmuskulatur ebenso möglich ist, wie eine einwandfreie, nachkontrollierbare Festlegung
der Zentralposition (Bißlage-Fixierung). Ferner soll im Bedarfsfall eine einmal festgelegte Bißlage auch
einfach korrigieruar sein.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß sowohl die Abdrucklöffel für den Unterkiefer,
als auch diejenigen für den Oberkiefer an ihrer oralen Seite mit einem zahnreihenimitierenden Wall versehen
sind, und daß als Distanzierungseinrichtung auf dem Wall der Abdrucklöffel für den Unterkiefer mindestens
drei lokale Distanzhalter vorgesehen sind, von denen einer am Scheitelpunkt und die anderen an den beiden
seitlichen Teilen des bogenförmigen, zahnreihenimitierenden Walls angeordnet sind.
Diese zahnreihenimitierenden Wälle, deren Höhesich
an Mittelwerten orientiert (gemessen von der Umschlagsfalte zur Schneidkante der Zähne) bringen zahlreiche
Vorteile. So begrenzen sie bei der Abdrucknahme das Muskelspiel ungefähr auf das durch die spätere
Prothese bestimmte Maß, wobei sie für die Abdruckmasse einen Halt bzw. ein Widerlager bei der Abformung
der benachbarten Muskulatur (Wangen-, Lippen- und Zungenmuskulatur) bilden. Eine präzisere präfunktionelle
Abformung der Kiefer wird dadurch möglich. Die drei lokalen Distanzhalter auf dem Wall des Abdrucklöffels
für den Unterkiefer dienen als Träger für drei begrenzte Mengen einer Abdruckmasse (Biß-Registrat),
die hier vorzugsweise aus einem speziellen, weichen, schnell aushärt'-'nden Kunststoff besteht. Wahrend
das frontale Biß-Registrat auf die Papilla incisiva ausgerichtet ist, finden die seitlichen Biß-Registrate ihre Abstützung
auf den antagonistischen Kieferkämmen. Durch diese Dreipuakta^stützung des Abdrucklöffels
während der Bißlagenfixierung, die nach dem Abbinden der Kunststoffmasse unverformbar fest ist, wird der Abdrucklöffel
für den Unterkiefer eindeutig und sicher gegen den Oberkiefer fixiert, was eine einwandfreie Bißregtstrierung
bedeutet. Die als Biß-Registrat verwendeten drei Portionen relativ weichen Kunststoffes setzen der
Mund-Schließbewegung des Patienten keinen störenden Widerstand entgegen und führen daher nicht, wie
beim Stand der Technik mit der großflächigen Abformung auf einer Gaumenplatte zu muskulären Irritationen.
Ferner wird im Gegensatz zu den eingangs erläuterten bekannten Methoden der Zungenraum nicht eingeengt
und der Patient kann entsprechende Muskelbewegungen ausführen. Schließlich kann der behandelnde
Arzt die festgelegte Zentralposition (Biß-Registrierung) nachkontrollieren und, falls erforderlich, einfach korrigieren.
Ferner ist es möglich, die erfindungsgemäßen Abdrucklöffel auch dann einzusetzen, wenn nur ein Kiefer
unbezahnt ist. Die provisorische Bißnahme erfolgt in diesem Fa(I gleichfalls an drei Punkten, jedoch ohne die
drei lokalen Distanzhalter, unmittelbar auf den Wällen bzw. mittels der auf diesen Wällen aufgebrachten weichen,
schnell aushärtenden Kunststoffportionen. Sollte einer der Wälle zu einer Bißerhöhung führen, kann er
vor der Abdrucknahme einfach auf das notwendige Maß abgeschliffen werden.
Schließlich kann vorteilhaft an dem Wall des Abdrucklöffels für den Oberkiefer nach der Erstabdrucknähme
ein Montagestab für einen sogenannten Transferbogen befestigt werden, wodurch schon in dieser Behandlungsphase
die Schädelbezüglichkeit festgehalten werden kann.
Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung folgen die
Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung folgen die
J5 zahnreihenimitierenden Wälle an ihrer oralen Seite der
Kompensationskurve eines natürlichen Gebisses. Mit anderen Worten, sie folgen den Kieferkammlinien und
sind entsprechend den Neigungsmerkmalen natürlicher Zähne im Oberkiefer nach buccal und im Unterkiefer
nach lingual geneigt. Dadurch werden die oben erläuterten Funktionen dieser Wälle weiter verbessert.
Die Dreipunktabstützung des Abdrucklöffels für den Unterkiefer wird bei der Biß-Registrierung weiter verbessert,
wenn nach noch einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung je ein Distanzhalter im Kauzentrum der
seitlichen Teile der zahnreihenimitierenden Wälle angeordnet ist.
Die Biß-Registriermasse (vorzugsweise weichen schnell aushärtender Kunststoff) findet an den drei lokalen
Distanzhaltern einen besonders guten Halt, wenn diese jeweils einen Stiel mit aufgesetztem Fixierteller
aufweisen. Diese Fixierteller unterstützen vorteilhaft die Abstützfunktion der Distanzhalter. Letztere wird
noch weiter verbessert, wenn entsprechend Anspruch 5 die Distanzhalter den Kieferkämmen folgende und entsprechend
schiefwinklig zu ihren Stielen angeordnete Fixierteller enthalten.
Gemäß noch einer anderen Ausgestaltung der Erfindung bestehen die Distanzhalter aus Kunststoff und sind
lösbar in unrunden öffnungen im Wall des Abdrucklöffels für den Unterkiefer passend eingesteckt. Dieser
Kunststoff läßt sich leicht abtrennen, so daß die Distanzhalter, ie nach Bißhöhe, einfach auf das erforderliche
Maß reduziert werden können. Je nach dem Größenverhältnis und der Bißlage der Kiefer zueinander können
aufgrund der lösbaren Anordnung in unrunden öffnungen die Distanzhalter mit ihren Fixiertellern entweder
nach lingual oder nach buccal b7w narh ι;™..-ι «Λ—
ίο am
frontal geneigt eingesteckt werden. So kann man mit relativ wenigen unterschiedlichen Distanzhaltern die
unterschiedlichsten Vertikaldimensionen bei der Bißregistrierung festlegen.
Zweckmäßig weisen die Stiele der Distanzhalter und die öffnungen im Wall des Abdrucklöffels für den Unterkiefer
einen polygonen Querschnitt auf.
Die Erfindung wird anschließend anhand der Zeichnungen
eines Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Schrägansicht eines erfindungsgemäßen Abdrucklöffels für den Unterkiefer mit einem zahnreihenimitierenden
Wall von oben, wobei drei Distanzhalter in Positionen oberhalb ihrer Aufnahmeöffnungen in
dem Wall angedeutet sind;
F i g. 2 eine Schnittansicht des Abdrucklöffels entlang der Linie 11-11 in Fig. 1 in Funktion bei der Biß-Registrierung,
wobei die Abdruck- bzw. Registriermasse schraffiert gezeigt ist;
F i g. 3 eine Seitenansicht des Abdrucklöffels der F i g. 1 in Funktion bei der Biß-Registrierung:
Fig.4 eine Schrägansicht des erfindungsgemäßen Abdrucklöffels für den Oberkiefer von unten;
F i g. 5 eine Schnittansicht des Abdrucklöffels für den
Oberkiefer entlang der Linie V-V in Fig.4, jedoch in
Funktion bei der Abformung des Oberkiefers, mit schraffiert angedeuteter Abformmasse; und
Fig.6 eine Seitenansicht des Abdrucklöffel der
F i g. 4 in Funktion bei der Abformung des Oberkiefers, mit einem am Scheitelpunkt von dessen Wall befestigten
Haltestiel.
Der in Fig. I gezeigte Abdrucklöffel 10 für den Unterkiefer eines Patienten besteht aus Kunststoff und
weist an seiner oralen Seite einen angeformten, vorzugsweise aus dem gleichen Kunststoff wie der Abdrucklöffel
10 bestehenden, zahnreihenimitierenden Wall 11 auf. Anstelle eines angeformten Walles könnte
zwischen Wall 11 und Abdrucklöffel 10 auch eine Steck-,
Schraub- oder Klebeverbindung vorgesehen sein. Der angeformte Wall 11 wird jedoch bevorzugt. Dieser
zahnreihenimitierende Wall 11 folgt an seiner oralen
oder oberen Seite 12 der Kompensationskurve eines natürlichen Gebisses.
Um nach erfolgter Abformung des Unterkiefers mittels einer auf dem Abdrucklöffel 10 aufgebrachten, plastischen,
aushärtenden Abdruckmassc 13 in einem weiteren Arbeitsschritt die Biß-Registrierung mit Hilfe einer
sogenannten Dreipunktabstützung vornehmen zu können, sind drei Distanzhalter 14 vorgesehen, welche
passend in Öffnungen 15 im Wall 11 eingesteckt werden können. Diese Distanzhalter 14 dienen als Träger bzw.
Halterung für relativ geringe Mengen einer Abdruckbzw. Registriermasse 16, die vorzugsweise aus einem
sehr weichen, jedoch schnell erhärtenden Kunststoff besteht.
Die Distanzhalter 14 bestehen jeweils aus einem Stiel 17 mit ζ. B. quadratischem Querschnitt, an dessen oberen
Ende schiefwinklig zum Stiel ein Fixierteller 18 vorgesehen ist. Die Distanzhalter 14 sind aus Kunststoff
hergestellt und können daher im Bedarfsfall an ihrem Stiel 17 einfach gekürzt werden. Die Öffnungen 15 im w>
Wall 11 weisen zur passenden Aufnahme der Stiele einen entsprechenden quadratischen Querschnitt auf.
Eine der Öffnungen 15 befindet sich am Scheitelpunkt des zahnreihenimitierenden Walls 11, während die anderen
beiden Öffnungen 15 an den seitlichen Teilen des b5
Walls 11 im Bereich der Kauzentren angeordnet sind.
Wenn nur der Unterkiefer unbezahnt ist, werden die Distanzhalter 14 weggelassen und drei Portionen der
Abdruckmasse 16 werden gegenüber den Öffnungen 15 unmittelbar auf dem Wall 11 aufgebracht.
In F i g. 4 ist der gleichfalls aus Kunststoff hergestellte
Abdrucklöffel 19 für den Oberkiefer eines Patienten von unten gezeigt. Dieser Abdrucklöffel 19 weist ebenfalls
an seiner oralen Seite einen angeformten, zahnreihenimitierenden Wall IV auf, der aus dem gleichen Kunststoff
wie der Abdrucklöffel 19 bestehen kann. Auch in diesem Fall könnte jedoch die Befestigung des Walls 11'
Abdrucklöffel 19 alternativ durch eine Steck-,
15
20
25
30
J5
40 Schraub- oder Klebeverbindung erfolgen. Der zahnreihenimitierende
Wall 11' folgt an seiner oralen oder unteren Seite 12' ebenfalls der Kompensationskurve eines
natürlichen Gebisses.
Im Bereich des Scheitelpunktes des Walls 11' sind beispielsweise drei Öffnungen 20 vorgesehen, in weiche
drei Befestigungsstifte 21 (F i g. 6) für einen Haltestiel 22 passend eingesteckt werden können. Mit 23 ist die auf
dem Abdrucklöffel 19 aufgebrachte Abdruckmasse für den Oberkiefer und Gaumen bezeichnet.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
50
Claims (8)
1. Abdrucklöffel zur Erstabformung von unbezahnten Kiefern unter Verwendung plastischer, aushärtender Abdruckmassen, wobei an dem Abdrucklöffel für den Unterkiefer eine Distanzierungseinrichtung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Abdrucklöffel (10) für
den Unterkiefer als auch diejenigen (19) für den Oberkiefer an ihrer oralen Seite mit einem zahnreihenimitierenden Wall (U) versehen sind und daß als
Distanzierungseinrichtung auf dem Wall (U) der Abdrucklöffel (10) für den Unterkiefer mindestens
drei lokale Distanzhalter (14) vorgesehen sind, von denen einer am Scheitelpunkt und die anderen an
den beiden seitlichen Teilen des bogenförmigen, zahnreihenimitierenden Walls (11) angeordnet sind.
2. Abdrucklöffel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zahnreihenimitierenden Wälle
(11) an ihrer oralen Seite (12) der Kompensationskurve eines natürlichen Gebisses folgen.
3. Abdrucklöffel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß je ein Distanzhalter (14) im Kauzentrum der seitlichen Teile des zahnreihenimitierenden Walls (11) angeordnet ist.
4. Abdrucklöffel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Distanzhalter (14) jeweils einen Stiel (17) mit aufgesetztem Fixierteller (18) aufweisen.
5. Abdrucklöffel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Distanzhalter (14) den Kieferkämmen folgende und entsprechend schiefwinklig
zu ihren Stielen (17) angeordnete Fixierteller (18) enthalten.
6. Abdrucklöffel nach einem der Ansprüche 1 und 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Distanzhalter (14) aus Kunststoff bestehen und lösbar in unrunden öffnungen (15) im Wall (11) des Abdrucklöffels
(10) für den Unterkiefer passend eingesteckt sind.
7. Abdrucklöffel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stiele (17) der Distanzhalter
(14) und die öffnungen (15) im Wall (11) des Abdrucklöffels (10) für den Unterkiefer einen polygonen Querschnitt aufweisen.
8. Abdrucklöffel nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
durch die Distanzhalter (14) zu tragende A.bdruck- bzw. Biß-Registriermasse (16) aus einem weichen,
schnell aushärtenden Kunststoff besteht.
Priority Applications (2)
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-
1982
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-
1983
- 1983-10-25 EP EP19830110626 patent/EP0109578B1/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP0109578B1 (de) | 1987-01-21 |
| EP0109578A1 (de) | 1984-05-30 |
| DE3239529A1 (de) | 1984-05-03 |
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