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DE2204189A1 - Abdruck-traeger zur herstellung von mundpartie-abdruecken eines mindestens teilweise zahnlosen patienten - Google Patents

Abdruck-traeger zur herstellung von mundpartie-abdruecken eines mindestens teilweise zahnlosen patienten

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DE2204189A1
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Germany
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Withdrawn
Application number
DE2204189A
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DE2204189B2 (de
Inventor
John Pollard Frush
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Original Assignee
Individual
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Publication of DE2204189A1 publication Critical patent/DE2204189A1/de
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C9/00Impression cups, i.e. impression trays; Impression methods
    • A61C9/0006Impression trays

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Dental Tools And Instruments Or Auxiliary Dental Instruments (AREA)

Description

JOHN POLLARD FRUSH, 415D Orange Grove Circle, PASADENA, Californien (V.St.AJ
Abdruck-Träger //.;/■
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Die Erfindung befaßt sich mit der Herstellung künstlicher Zähne, insbesondere mit einem Abdruck-Träger sowie einem Verfahren zur Abnahme von Abdrücken der unteren Mundpartie eines mindestens teilweise zahnlosen Patienten.
Bei der Ausbesserung oder dem Ersatz natürlicher Zähne werden Abdrücke von Mundpartien, mit Hilfe einer Form aus plastischem Abdruckmaterial angefertigt, das auf einer Trägeranordnung bzw. "Abdruck-Träger" verteilt ist; der Abdruck-Träger ahmt die Form und Größe des interessieren-den Gebietes im Munde des Patienten nach. Der Abdruck-Träger wird über das interessierende Gebiet gebracht und das Abdruckmaterial zum Fließen um die Zähne und das Gewebe in dem betrachteten Gebiet gebracht. Der Abdruck-Träger wird während des Abbinden des Abdruckmaterials ruhig gestellt.
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Bekannte Abdruck-Träger waren hinsichtlich des Haltens ur.d Haftens des Abdruckmaterials zufriedenstellend, waren jedoch so gebaut, daß gewöhnlich zwei aufeinanderfolgende Abdrücke angefertigt werden mußten, ehe ein genauer Abdruck der unteren Mundpartie des Patienten erhalten werden konnte. Bei der Abnahme eines Abdruckes einer unteren Mundpartie mit bekannten Abdruck-Trägern wird zunächst ein "Rohabdruck" mit einem Abdruck-Träger angefertigt, der lose, jedenfalls ungenau auf das von dem Abdruckmaterial 7U bedeckende Gebiet paßte. Der "Rohabdruck11 diente dann zur Anfertigung eines genauer passenden "Feinabdruck-Trägers", mit dessen Hilfe ein endgültiger Abdruck der gewünschten unteren Mundpartie des Patienten angefertigt werden konnte.
Der mit bekannten Abdruck-Trägern erhaltene Rohabdruck kann nicht als abschließender Abdruck dienen, weil die bekannten Abdruck-Träger aufgrund ihrer Bauweise einen genauen Abdruck des die Mylohyoid-Leiste des Unterkiefers (Unterkieferknochen) umgebenden Gewpbps nicht ermöglichten. Weiterhin können mit vielen bekannten Abdruck-Trägern keine genauen Abdrücke des retromolaren Polsters im hinteren Teil des Mundes gewonnen werden. Es ist jedoch wichtig, einen genauen Abdruck der Mylohyoid-Leiste zu erhalten, damit ein genauer Zungenflansch an der unteren Gebißplatte für den Patienten angefertigt werden kann. Die Genauigkeit des Zungenflansches beeinflußt direkt die Stabilität des Untergebisses wie auch die Bequemlichkeit desselben. Ein genauer Abdruck der retromolaren Polster ist notwendig, damit die Polster zur Stabilisierung des Untergebisses in seiner hinteren Lage benutzt werden können.
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In dem Rohabdruck der mucobuccalen (Schleimbacken-) und der mucolabialen Falten wurden gewöhnlich Lücken eingeformt Es ist wichtig, einen genauen Abdruck dieses Gebietes zu erhalten, um den unteren äußeren Rand der üntergebißplatte zu bilden, der seinerseits die Stabilität und Bequemlichkeit des Gebisses beeinflußt.
Die Erfindung fußt auf der Erkenntnis, daß bekannte Abdruck-Träger deshalb keine genauen Rohabdrücke gewinnen lassen, weil sie die Zungenmuskeln und den .Mundboden-nicht% richtig von der Mylohyoid-Leiste abhalten, was für einen genauen Abdruck der Leiste durch das Abdruckmaterial notwendig ist. Nach der Erfindung wird ein verbesserter Abdruck-Träger vorgeschlagen, der die Zungenmuskeln und den Mundboden.-, von dem Abdruckgebiet weghält, so daß ein genauer Abdruck der Mylohyoid-Leiste gewonnen werden kann. Weiterhin liefert der Distalabschnitt des Trägers einen genauen Abdruck der retromolaren Polster. Der resultierende Abdruck erlaubt das Ausformen eines genauen Verlaufs des Zungenflansches am Gebiß, was zu einem genau passenden und stabilen Gebiß 'führt. Der erfindungsgemäß erzeugte Abdruck kann als End-Abdruck dienen. Damit wird der bei der Anfertigung genauer Abdrücke der unteren Mundpartie von Patienten aufzuwendende Zeit- und Kostenaufwand wesentlich verringert.
Der erfindungsgemäß vorgeschlagene Abdruck-Träger weist eine verlängerte, sich nach unten öffnende Rinne auf, die über den Unterkiefer des Patienten paßt. Die querliegende UnterfüHche der Rinne hält das Abdruckmaterial in Kontakt mit dem den Unterkiefer überziehenden Zahnfleischgewebe. Eine nach unten gerichtete, die Zunge zurückhaltende Wandung weist eine sich kontinuierlich an die Unterfläche der Rinne anijchließende Außenfläche auf. Die die Zunge abhaltende Wandung erstreckt sich neben der Mylohyoid-Leiste
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■j.·' 'L 'crkif "ers nacK u:>!>:-·, .;nd zwj: kort-. ■.·.:.: -^ lie λ über dio Lance Jer Leiste. Die 'Jnterkante des Zungerabhal te rs (der die Zunge zurückhaltenden Wandung) drückt den MyIohyoid-Muskel von der Mylohyoid-Leiste weg und hindert die Unterzungen- und Unterkieferdrüsen daran, sich zwischen die die Zunge abhaltende Wandung und die Mylohyoid-Leiste zu schieben. Der Mundboden wird somit bezüglich der Mylohyoid-Leiste in einer abstehenden Position gehalten, während das Abdruckmaterial das Zahnfleischgewebe bedeckt.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist mit der Innenfläche des Zungenabhalters integral eine Zungenauflage gebildet, die sich nach innen gegen die Zunge des Patienten zu erstreckt und die Zungennuskeln stützt, so daß die Zunge in einer angehobenen Position entfernt von der Mylohyoid-Leiste gehalten wird.
Vorzugsweise sind die distalen Enden der Rinne nach oben gekrümmt und von den retromolaren Polstern geringfügig entfernt, um eine Berührung mit den Polstern zu vermeiden, so daß sich ein genauer Abdruck dieses Gebietes aus dem .Munde des Patienten ergibt.
Die Rinne ist in Draufsicht im wesentlichen hufeisenförmig gehalten, so daß sie das Zahnfleischgewebe auf beiden Kieferseiten bedeckt. Die Ablage ist vorzugsweise über eine solche Strecke kontinuierlich ausgeführt, die die Innenseite des Zungenabhalters von einer Seite des Mundes zur anderen überspannt. Die Oberfläche der Ablage auf einer Mundseite erstreckt sich nach innen in Richtung auf die Zunge um eine Strecke, die im wesentlichen gleich derjenigen auf der anderen Mundseite ist, so daß sich eine schmale Kerbe zwischen ihnen in der Mitte des Halters ergibt. Die bevorzugte Form der Ablage übt somit auf beide Zungenseiten glei-
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chen Druck aus. Bei eingeführtem Abdruck-Träger hält die Ablage die Zungenwurzel vom Zungenkörper ab und positioniert den Zungenkörper auf der Oberseite der Ablage. Die Ablage liefert somit eine ausgleichende Kraft auf beiden Zungenseiten, die den Träger im wesentlichen in der Mundmitte positioniert, wobei der Zungenabhalter (die die
Zunge zurückhaltende Wandung) von den Mylohyoid-Leisten auf beiden Seiten gleich weit entfernt ist, wodurch sich ein genauer Abdruck der Leisten ergibt.
Ein genauer Roh- oder Frstabdruck der gesamten unteren
Mundpartie wird dadurch gewonnen s daß ein erstes Abdruckmaterial auf den Abdruck-Träger aufgebracht und eine
Schicht eines zweiten Abdruckmaterial von anderer Farbe in den mucobuccalen und mucolabialen Falten verteilt wird. Der Zungenabhalter und die Zungenauflage des Trägers ermöglichen es, daß das erste Abdruckmaterial die Mylohyoid-Leiste genau bedeckt. Der Farbkontrast zwischen dem ersten und dem zweiten Abdruckmaterial ermöglicht es dem Zahnarzt, sie vollständig zu vermischen und dennoch nicht so viel Druck auf den Träger auszuüben, daß dieser die Genauigkeit des Abdruckes zerstört. Als Ergebnis stellt sich ein genauer Abdruck des die Oberfläche des Unterkiefers bedeckenden Zahnfleischgewebes und des Gewebes in den Mucobuccal und Mucolabial-Falten ein.
Nachstehend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung beschrieben. Im einzelnen zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Abdruck-Träger;
Fig. 2 eine rückwärtige Ansicht längs der
Linie 2-2 aus Fig. 1;
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Fig. 3 eine Seitenansicht längs der Linie 3-3 aus Fig. 2;
Fig. 4 eine Vorderansicht längs der Linie 4-4 aus Fig. 1;
Fig. 5 eine Seitenansicht längs der Linie 5-5 aus Fig. 2;
Fig. 6 e"inen schema tischen Querschnitt durch die Mundpartie in Höhe des ersten Molar sowie einen Querschnitt durch den Abdruck-Träger längs der Linie 6-6 aus Fig. 1, wobei der Träger über die untere Mundpartie des Patienten in eine zur Abnahme des Abdrucks geeignete Stellung gebracht ist;
Fig. 7 eine Seitenansicht des Abdruck-Trägers, wobei das erste und das zweite Abdruckmaterial vermischt sind;
Fig. 8 eine Vorderansicht längs der Linie 8-8 aus Fig. 7; und
Fig. 9 eine Ansicht mit dem Zungenflansch des Abdruck-Trägers neben der Mylohyoid-Leiste eines zahnlosen Kiefers.
Gemäß den Zeichnungen weist ein Abdruck-Träger 10 eine sich nach unten öffnende Rinne 12 auf, die etwa hufeisenförmig geformt ist (am besten in den Fig. 1 und 5 zu erkennen). Beim Blick von oben bestimmt die Rinne einen gebogenen Vorderabschnitt 14 und zwei sich nach rückwärts erstreckende rückwärtige Abschnitte 16. Jeder rückwärtige Abschnitt 16 weist ein nach oben gebogenes distales oder freies Ende auf (z.B. gemäß Fig. 3). Mit dem Vorderabschnitt 14 der Rinne 12 ist ein Handgriff 18 integral geformt. Der Griff weist eine eb'ene obere Fläche 20 auf, die horizontal nach außen und weg von der Vorderpartie der Rinne 12 weist.
Wie man am besten aus Fig. 6 erkennt, zeigt die Rinne 12 eine sich nach unten öffnende, im wesentlichen U-förmige
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Querschnittskonfiguration mit einer konvex nach oben gebogenen oberen Fläche 22 und einer konkav nach unten gebogenen unteren Fläche 24 auf. Ein sich nach unten er strecken** der Backenrad 25 reicht längs der Außenkante des rückwärtigen Abschnittes 16 der Rinne.
Ein nach unten vorstehender Zungenabhalter 26 erstreckt sich längs der Innenkante jedes rückwärtigen Abschnittes 16 der Rinne. In Seitenansicht (Fig. 3) bestimmt jeder Zungenab-= { halter 26 eine Unterkantenfläche 28, die konkav nach oben gebogen ist und sich um ein beträchtliches Stück weiter nach unten ausdehnt wie die Unterkante des Backenrandes 25, Im Querschnitt (Fig. 6) bestimmt jeder Zungenabhalter 26 eine gebogene, sich nach unten erstreckende Außenfläche 30 f, die die Unterfläche 24 der Rinne .12 kontinuierlich fortsetzt.
Eine nach innen reichende Auflage bzw. "Zungentisch" 32 ist an den oberen inneren Abschnitt jedes Zungenabhalters 26 integral angeformt und erstreckt sich in Längsrichtung längs der Innenseite jedes rückwärtigen Abschnittes 16 der Rinne. Die Auflage bestimmt eine im wesentlichen horizontale, sich nach innen erstreckende obere Fläche 34, die die obere Fläche 22 der Rinne 12 fortsetzt, sowie sine gebogene innere Kantenfläche 36, die sich nach innen erstreckt und die Innenseite der Rinne 12 umspannt. Die innere Kantenfläche 36 bestimmt einen "Zungeneinschnitt" 37 im Mittelabschnitt der Rinne 12.
Die Vorteile des erfindungsgemäßen Abdruckhalters gehen im einzelnen aus der folgenden Beschreibung im Zusammenhang mit Fig. 6 hervor, die schematisch die untere Mundpartie eines zahnlosen Patienten sowie einen Querschnitt des Abdruckträgers zeigt, der in einer für die Abdruckaufnahme geeigneten
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Stellung über dem Zahnfleischgewebe 40 über der Oberfläche 42 des Kiefers 44 befestigt ist. Die obere Fläche des Kiefers weist eine mittlere "Unterkiefer-Leiste" (Mandibular-Leiste) 45, eine "Mylohyoid-Leiste" 46, die die Innenseite des Unterkiefers umspannt, sowie eine "äußere schräge Leiste" 4 7 neben der Außenkante des Unterkiefers auf. Diese Leisten werden hier insgesamt als die "unteren Leisten" des Unterkiefers bezeichnet.
Bei der Abnahme eines Abdruckes der unteren Mundpartie * eines Patienten ist es sehr wichtig, einen genauen Abdruck von dem Zahnfleischgewebe, das die Mylohyoid-Leiste -46 bedeckt, zu erhalten. Ein typisches, nicht dargestelltes Untergebiß zeigt an seiner Platte einen nach innen vorstehenden Zungenflansch(Zungenrand), der bei auf den unteren Leisten des Unterkiefers richtig sitzendem Gebiß auf der Mylohyoid-Leiste aufsitzt. Der Zungenrand weist eine innere periphere (Abschlußlinie) auf, wobei es im Zusammenhang mit dieser für den Aufbau des Gebisses sehr wichtig ist, daß die Abschlußlinie sehr genau der Kontur der Mylohyoid-Leiste folgt. Wenn die Abschlußlinie sich über die Mylohyoid-Leiste hinaus nach unten erstreckt, kann der Zungenrand des Gebisses beispielsweise den elastischen Mylohyoid-Muskel 48 drücken, wenn auf das Gebiß Druck (beim Kauen) ausgeübt wird. Der Mylohyoid-Muskel liegt unter den Unterzungen- und Unterkieferdrüsen 49, die den Mundboden bilden. Wenn der Patient kaut, bewegt der Muskel die Unterzungen- und Unterkieferdrüsen jedesmal auf und nieder, wenn sich die Zunge bewegt. Wenn also von dem Gebiß Druck weggenommen wird, hebt der Mylohyoid-Muskel 48 oder heben die Unterzungen- und Unterkiefer-Drüsen 49 das Gebiß von den unteren Leisten ab, so daß sich Nahrungsmittel-Partikelchen unter das Gebiß schieben können und dem Patienten Unbehagen bereiten.
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Die Überlänge des Zungenrandes kann auch in einer seitlichen Ausdehnung in Form einer zu dicken Peripherie bestehen. Dies kann dazu führen, daß der Zungenrand die Unterzungenoder Unterkiefer-Drüsen abquetscht und sich das Gebiß hebt. Ein Gebiß mit einem Zungenrand f dessen Abschlußlinie sehr genau geformt ist, kann von dem Mundboden nicht angehoben werden, und bleibt ruhig und stabil auf den unteren Leisten. Wenn dann der Patient kaut, können Nahrungsmittel-Partikelchen nicht unter das Gebiß gelangen.
Um eine genaue Abschlußlinie für den Zungenrand des Gebisses zu bekommen, ist es notwendig, einen genauen Abdruck des Zahnfleischgewebes, das die Mylohyoid-Leiste 46 bedeckt, zu erhalten. Wie bereits hervorgehoben, können bekannte Abdruck-Träger für den Roh- oder Erstabdruck der unteren Mundpartie eines Patienten im allgemeinen keinen genauen Abdruck des Zahnfleischgewebes über der Mylahyoid-Leiste liefern, v/eil sie nicht gleichzeitig die Muskeln 50 an den Seiten der Zunge 52 sowie den Mylohyoid-Muskel 48 und die Unterzungen-Drüse 49 am Mundboden von dem Abdruckgebiet weghalten, so daß man von dem nicht dargestellten Abdruckmaterial, das von dem Träger gehalten wird, keinen genauen Abdruck der Mylohyoid-Leiste erhält. Bei der Benutzung bekannter Abdruckträger konnte sich daher die Zunge des Patienten oder seine Unterzungen- und Unterkieferdrüsen oft zwischen Träger und Mylohyoid-Leiste schieben, wodurch ein genauer Abdruck von der Leiste unmöglich wurde.
An der buccalen (Backen-)Seite des Mundes blockiert manchmal die Wange 56 den Träger, so daß er keinen Zugriff zu dem Zahnfleischgewebe erhalten kann, das die äußere schräge Leiste 47 bedeckt.
Die distalen Enden bekannter Abdruck-Träger erstrecken sich oft in die retromolaren Polster 57 (Fig. 9) in der hinteren
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Mundpartie hinein. Dadurch verformen sich die Polster und man erhält keinen genauen Abdruck dieses Gebietes. Es ist jedoch wichtig, einen genauen Abdruck der retromolaren Polster zu bekommen. Durch ungünstige Kaukräfte wie auch durch Überlänge und Uber-Ausdehnung des Zungenrandes kann eine Bewegung der Gebißplatte hervorgerufen werden. Die Struktur und Stabilität des Gebisses hängen von der genauen Festlegung der Position der retromolaren Polster des Patienten ab. Daher ist ein zuverlässiger Abdruck dieser Polster notwendig. ^
Der erfindungsgemäße Abdruck-Träger 10 ermöglicht einen genauen Abdruck des Zahnfleischgewebes über der Mylohyoid-Leiste 46 und der Mandibular-Leiste (Unterkiefer-Leiste) 45, wenn er in der unteren Mundpartie wie in Fig. 6 dargestellt positioniert wird. Die Zungenauflage 32 erstreckt sich nach innen in Richtung auf beide Seiten der Zunge 52. Der Zungeneinschnitt 37 paßt sich der Zungenwurzel an und der Muskel-50 an der Zungenbasis ruht bequem auf der horizontalen oberen Fläche 34 der Auflage. Somit wird die Zunge in einer erhöhten Stellung entfernt von der Mylohyoid-Leiste gehalten. Die Zunge wird weiterhin in einer stationären Ruhestellung gehalten, so daß sie daran aehindert wird, den Abdruck-Träger zu bewegen und eine Ungenauigkeit beim Abbinden des Abdruckmaterials hervorzurufen.
Die Zunge ist ein starker Muskel und ihre Stellung ist wichtig bei der richtigen Anpassung des Trägers und des Abdruckmaterials an die zahnlosen unteren Leisten. Die Zungenauflage 32 ist speziell dafür vorgesehen, die schmale Zungenwurzel vom Zungenkörper abzuhalten und den Zungenkörper in eine Stellung über der Auflage des Trägers zu zwingen. Die Zungenauflage erstreckt sich innerhalb von jedem Zungenabhalter hinreichend weit, so daß der Zungeneinschnitt 37 relativ schmal wird. Vorzugsweise ist die Breite der Zungenauflaqe etwa gleich dem halben seitlichen
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Abstand zwischen der Unterkante des Zimgenabhalters (der die Zunge zurückhaltenden Wandung) und der Unterkante des buccalen Randes {Backenrandes), was hinsichtlich der Abmessungen am deutlichsten aus Fig. 5 hervorgeht. Dieses beschränkte Gebiet zwischen den Zungenabhaltern paßt sich der Zungenwurzel an, kann sich jedoch nicht dem Zungenkörper anpassen. Der Zungenkörper wird somit in eine Position über der Zungenauflage 32 (Fig. 6)gezwungen. Wenn der. Raum zwischen den Zungenabhaltern nicht beschränkt ist, drängt sich der Zungenkörper unter die Zungenabhalter und kann % sich willentlich umherbewegen und das Abdruckmaterial im ' Gebiet der die Zunge zurückhaltenden Wandung verschieben. Der Abdruck-Träger selbst kann sich ebenfalls verschieben.
Die Außenfläche 30 jedes Zungenabhalters 26 ist mit Abstand nahe an der Mylohyoid-Leiste und der inneren Seitenwand des Kiefers auf der entsprechenden Seite des Mundes angeordnet. Fig. 9 zeigt einen Unterkiefer 44 eines zahnlosen Mundes nach Resorption des Zahnfleischgewebes. Die Mylohyoid-Leiste 46 erstreckt .sich vorwärts von den retromolaren Polstern 57 in Richtung auf den vorderen Bereich des Mundes auf der Zungenseite des Unterkiefers, wobei die Leiste Unterhalb der Ebene liegt, wo die Zahnhälse vor ihrer Entfernung lagen.
Im Gebrauch erstreckt sich die Außenfläche 30 des Zungenrückhalters 26 unterhalb der Mylohyoid-Leiste 46, und zwar kontinuierlich über die gesamte Länge der Leiste. Somit stellt das von dem Träger gehaltene Abdruckmaterial einen genauen Abdruck der gesamten Mylohyoid-Leiste her. Die Unterkantenfläche 28 des Zungenabhalters 26 auf jeder Seite des Trägers drückt den benachbarten Mylohyoid-Muskel 48 von der Mylohyoid-Leiste 46 auf der entsprechenden Mundeeite weq. Dieses Wegdrücken des Mylohyoid-Muskels hindert auch die Unterzungen-oder Unterkiefer-Drüsen 49 auf jeder Mund-
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seite daran, zwischen die abhaltende Wandung und die Mylohyoid-Leiste zu gelangen. Somit bedeckt das im Abdruck-Träger gehaltene, nicht dargestellte Abdruckmaterial genau das Zahnfleischgewebe, das die Mylohyoid-Leiste 46 und die Mandibular-Leiste 45 überzieht.
Die Unterkante 28 des Zungenabhalters ist konkav nach oben von der Vorder- zur Rückseite der abhaltenden Wandung gebogen. Die am tiefsten reichende Stelle der gekrümmten Unterkante des Zungenabhalters liegt im Gebiet der Unterzungen- und Unterkiefer-Drüsen. Diese tiefste Stelle liegt um mindestens einen halben Zoll unterhalb der Unterkante des Backenrandes 25. Die gebogene Unterkante des Zungenrückhalters erstreckt sich unter die Unterkante des Backenrandes , und zwar kontinuierlich über die gesamte Länge der Mylohyoid-Leiste. Diese Konfiguration des Zungenabhalters ist notwendig, um es dem Patienten bequem zu machen, wäh~ rend gleichzeitig die anatomischen Strukturen des Mundbodens auseinander gezogen werden, um einen klaren Abdruck der Mylohyoid-Leiste zu erhalten. Beispielsweise beträgt der vertikale Abstand von dem obersten Abschnitt der Unterfläche 24 der Rinne zur Unterkante des Eackenrandes 25 im allgemeinen 1/8 bis 3/16 eines
Zoll, verglichen mit dem Abstand von 5/8 Zoll von der gleichen Stelle an der Unterfläche 24 zur tiefsten Stelle des Zungenabhalters im Gebiet der Unterzungen- und Unterkiefer-Drüsen.
Der Rinnenabschnitt zwischen dem Backenrand und dem Zungenabhalter, d.h. das "Gewölbe" des Abdruck-Trägers, ist nicht genügend tief, um auf einen Kiefer mit Naturzähnen zu passen. Das durch die Rinne 12 gebildete Gewölbe ist relativ flach, weil es dafür vorgesehen ist, für einen zahnlosen statt mit Zähnen versehenen Mund zu passen.
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Wenn der Abdruck-Träger wie in Fig. 6 gezeigt positioniert ist/ kann man auch einen genauen Abdruck von dem Zahnfleischgewebe bekommen, das über der äußeren schrägen Leiste 47 liegt, weil der Backenrand 25 der Rinne 12 die Backe 56 aus diesem Gebiet der unteren Mundpartie weghält.
Mit Hilfe des Abdruck-Trägers erhält man weiterhin einen
genauen Abdruck der retromolaren Polster. Die Unterfläche 24 an jedem distalen Ende 17 des Trägers ist von der oberen Fläche des entsprechenden retromolaren Polsters entfernt, ' so daß das Abdruckmaterial rückwärts und aufwärts in eine die Polster bedeckende Position fließt, so daß man einen
genauen Abdruck von diesen erhält. Die aufwärts gerichtete Schräge oder der "Distal-Anstieg" 57 (Fig. 3) der ünterflache 24 an jedem distalen Ende 17 des Trägers variiert je nach dem Zustand der unteren Leisten des Patienten. Nach Herausnahme der Zähne ändern weder die retromolaren Polster noch, die Mylohyoide-Leiste ihre Position, während der Rest der unteren Leisten hinweg "schmilzt" bzw. resorbiert wird. Die Höhe der retromolaren Polster über den Leisten hängt von
dem Ausmaß der stattfindenden Resorption ab. Wenn eine relativ starke Resorption stattfand, wird ein Abdruck-Träger mit einem starken Distal-Anstieg 57a (Fig. 3, gestrichelt) verwendet, um einen genauen Abdruck der retromolaren Polster zu gewinnen, während ein Träger mit flachem distalem Anstieg 57b (Fig. 3, gestrichelt) bei geringerer Resorption Anwendung findet.
Die Breite der sich nach Innen erstreckenden Zungenauflage 32 ist vorzugsweise die gleiche auf jeder Seite des Trägers. Wenn somit die Zungenwurzel in dem schmalen Zungeneinschnitt 37 zentriert ist, wobei der Körper des Zungenbettes in einer erhöhten Position auf der Zungenauflage liegt, übt die Auflage gleichen Druck auf jeder Seite der Zunge aus. Dadurch
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wird sowohl der Träger genau in seine Lage im Munde des Patienten geführt wie auch im Munde des Patienten zentriert, wobei die Zungenabhalter von den Mylohyoiden-Leisten des Patienten gleich weit entfernt sind. Wenn ein Abdruck-Träger Abdruckmaterial hält, ist es für den Zahnarzt außerordentlich schwierig zu beobachten, ob der Träger über den Leisten auf jeder Mundseite genau positioniert ist. Die selbstpositionierende Struktur des Abdruck-Trägers gemäß der Erfindung verschafft dem Zahnarzt die sichere Aussage, daß, wenn der Patient seine Zunge oben auf die Auflage 32 * auflegt, die Zungenbasis eine ausgleichende Kraft liefern ' wird, die den Träger im wesentlichen in der Mundmitte und in gleicher Stellung bezüglich der Leisten auf beiden Seiten positioniert.
Zwei seitlichen Abstand aufweisende Spitzen 60 ragen von der oberen Fläche 20 des Griffes 18 nach oben. Wenn im Gebrauch der Abdruck-Träger im Mund sitzt, streckt der Pa^ tient seine Zunge nach vorne auf die Spitzen zu und hält seine Zunge dauernd in Kontakt mit den Spitzen, so daß das nicht dargestellte Zungenfrenulum nach oben angehoben wird. Eine einzelne nicht dargestellte Spitze oder ein anderer, ähnlicher Merkpunkt kann anstelle der beiden Spitzen 60 auf Wunsch benutzt werden.
Der erfindungsgemäße Abdruck-Träger 10 liefert solch extrem genaue Abdrücke der unteren Leisten und der retromolaren Polster, daß man Erstabdrücke anfertigen kann, die als abschließende Abdrücke dienen können. Man braucht also keinen Rohabdruck,'um nach ihm eine Rohform herzustellen, die ihrerseits dazu dient, einen genauer passenden Abdruck-Träger herzustellen, der Abdruckmaterial für einen zweiten Abdruck für die endgültige Form trägt.
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Das Formstück zur Herstellung der unteren Gebißplatte muß sehr genau die mucobuccalen und mucolabialen Palten wie auch die unteren Leisten und die retromolaren Polster wiedergeben. Die mucobuccale Falte ist der Eindruck oder das "Tal" in der unteren Mundpartie vor den retromolaren Polstern zwischen der Innenseite der Backe und dem Gewebe, das über der äußeren Fläche des Kiefers liegt. Die mucolabiale Falte ist das Tal im vorderen Abschnitt der unteren Mundpartie zwischen der Innenseite der unteren Lippe und dem Gewebe, daß die Außenfläche des Unterkiefers bedeckt.-Die mucobuccalen und mucolabialen Falten definieren also , zusammen ein U-förmiges Tal, das die äußere Fläche des Unterkiefers umspannt. Ein genauer Abdruck dieses Gebietes ist notwendig, um eine bequeme und stabile Untergebißplatte herstellen zu können. Bekannte Abdruck-Träger und -Verfahren waren im allgemeinen wenig erfolgreich im Bezug auf genaue Erstabdrücke dieses Gebietes. Zahlreiche Lücken erscheinen gewöhnlich in der Gußform, so daß der Zahnarzt einen zweiten Abdruck anfertigen muß.
Es wurden Einrichtungen zur Gewinnung eines genauen Abdruckes der mucobuccalen und mucolabialen Falten entwickelt. Wenn sie zusammen mit dem oben beschriebenen Abdruck-Träger verwendet werden, ergibt sich ein genauer, einzelner Erstabdruck der gesamten Struktur der unteren Mundpartie. Ein zweiter Abdruck ist somit nicht nötig für die Herstellung des Gußkörpers, von dem eine stabile, bequeme Untergebißplatte hergestellt werden kann.
Das bevorzugte Abdruckmaterial ist ein irreversibles Hydrocolloid, das wasserlöslich und damit mit der Mundfeuchte verträglich ist. Materialien auf Gummi- und Silikon-Basis sind wasserunlöslich, so daß sie von der Gewebeschleimhaut und den Speicheldrüsen wegbefördert werden. Ein was-
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serlösliches Colloid absorbiert das aus dem Gewebe und den Speicheldrüsen austretende Wasser und liefert damit einen genauen Abdruck des Gewebes.
Das bevorzugte Abdruck-Colloid ißt aus Agar-Agar, das ein gelatinöser colloidaler Extrakt von Seetang ist. Dieses Material kann mit Wasser vermischt werden, so daß sich eine relativ dicke Masse ergibt, ohne daß ihr Charakter und ihre Fähigkeit zur Genauigkeit verlorengehen. Wenn somit das Colloid für einen Abdruck verwendet wird, hindert seine dicke Konsistenz den Träger daran, leicht durch das Colloid auf das Gewebe gedrückt zu werden und das Gewebe zu deformieren.
Das bevorzugte Abdruck-Colloid läßt sich auch leicht oberflächlich glätten. Nach dem Vermischen des Colloids und seinem Einbringen in die Abdruck-Träger werden die Falten und Furchen in dem Material durch Benetzen mit Wasser geglättet, ehe es in den Mund des Patienten eingeführt wird.
Das bevorzugte Abdruck-Colloid dient als Basis für zwei Arten von Colloid-Materialien, von denen eine Art in dem Abdruck-Träger benutzt und "Träger-Colloid" genannt wird und von denen die andere Art mit einer Spritze aufgetragen und "Spritzen-Colloid" genannte wird.
Das Träger-Colloid ist ein relativ dickes, hoch resistentes Colloid, das zu Beginn auf die U-förmige UnterflMche der Rinne 12 aufgebracht wird. Die Konsistenz des Träger-Colloids verhindert, daß es beim Auftragen auf den Träger gleichmäßig fließt, so daß es gegen die Unterfläche 24 und durch die öffnungen 62 in der Rinne 12 für eine gute Verankerung gepreßt wird.
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Nach seiner anfänglichen Aufgabe auf den Abdruck-Träger hat das Träger-Colloid eine zu rauhe Außenfläche, als daß ein detaillierter Abdruck davon hergestellt werden könnte. Die Außenfläche wird daher mit Wasser verdünnt und geglättet/ so daß die oberflächlichen Unregelmäßigkeiten entfernt werden. Dies wird vorzugsweise durch Reiben oder Bearbeiten der Oberfläche des Träger-Colloids mit Wasser und mit Daumen und Zeigefinger bewerkstelligt. Derjenige Abschnitt des Träger-Colloids, der den äußeren Randbereich des Abdruck-Trägers umspannt, wird mit Daumen und Zeigefinger geglättet, und geformt, so daß eine dreieckige Leiste um die Außenseite des Trägers gebildet wird.
Im Endzustand weist das Träger-Colloid zwei Konsistenzen auf, und zwar die schwere Untermischung, die einen festen Körper mit guter Widerstandsfähigkeit für den Sitz des Trägers abgibt, und eine dünnere Oberflächenverdünnung, die die Herstellung genauer Abdrücke des Zahnfleischgewebes ermöglicht. Die dreieckige Leiste liefert eine gute Sichtkontrolle des Abdruck-Colloids, wenn es in den Mund eingeführt ist, wie das im einzelnen noch beschrieben wird.
Das Spritzen-Colloid wird mit wesentlich mehr Wasser vermischt als das Träger-Colloid, so daß sich eine relativ dünne Konsistenz ergibt. Mit dem Spritzen-Colloid wird eine lösliche Farbkonponente vermischt, die ihr eine von dem Träger-Colloid leicht unterscheidbare Farbe verleiht. Der Farbkontrast zwischen den beiden Colloiden dient als gute Sichtkontrolle, wenn sich die beiden Colloide in dem Mund vermischen, wie das noch beschrieben wird. Eine nicht dargestellte Spritze wird mit dem Spritzen-Colloid gefüllt und der Zahnarzt bringt eine Schicht von Spritzen-Colloid in die mucobuccalen und mucolabiälen Falten von dem retromolaren Polster auf einer Seite um die Außenfläche des Un-
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terkiefers herum bis zum retromolaren Polster auf der anderen Seite.
Bei der Verwendung des Abdruck-Trägers für einen Abdruck wird er über der unteren Mundpartie des Patienten zentriert und dann in dem vorderen Abschnitt des Unterkiefers in Sitz gebracht, so daß sich das Träger-Colloid mit dem Spritzen-Colloid in dem Vorderabschnitt des Mundes vermischt. Auf den Vorderabschnitt des Trägers wird ein leichter abwärts gerichteter Druck jetzt so lange ausaeübt\ bis sich das Träger-Colloid und das Spritzen-Colloid im ·. Gebiet der mucolabialen Falte vollständig vereinigt haben. Der Farbkontrast zwischen den beiden Colloiden ermöcrlicht es dem Zahnarzt in einfacher Weise zu erkennen, wenn sich die beiden Colloide vollständig vermischt haben und somit der abwärts gerichtete Druck beendet, werden kann.
Dann wird leichter Abwärtsdruck auf die distalen Enden des Trägers ausgeübt, so daß das Träger-Colloid die unteren Leisten vor den retromolaren Polstern bedeckt. Die Abwärtskraft verschmilzt die in dem Träger-Colloid geformte Dreieckleiste mit dem Spritzen-Colloid in den mucobuccalen Falten. Der Zahnarzt beobachtet das distale Ende des Trägers, und wenn das Colloid an der Spitze des distalen Fndes erscheint, wird der Abwärtsdruck beendet. Der Farbunterschied der beiden Colloide läßt den Zahnarzt leicht erkennen, wenn eine vollständige Vermischung eingetreten ist.
Wenn der Abwärtsdruck auf die distalen Enden des Trägers ausgeübt wird·, wird der Patient gebeten, seine Zunge auf die Auflage 32, die die Innenseite des Abdruck-Trägers überspannt aufzulegen. Die Auflage hält die Zunge ruhig, so daß der Mund boden am Ausweiten und damit an einer Beeinträchtigung eines guten Abdruckes der Mylohyoid-Leiste qehindert wird. Der
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Träger sanft rait den Zeigefingern in Position gehalten, während das Abdruck-Colloid abbindet. Wenn der Träger aus dem Mund des Patienten entfernt worden ist (Fig. 7 und 8) zeigt er einen genauen, einzelnen Abdruck der unteren Mundpartie des Patienten. Das Träger-Colloid 70 bestimmt genau die Struktur der äußeren schrägen Leiste, der Mylohyoid-Leiste und der retromolaren Polster. Das Spritzen-Colloid 72, das dunkler als das Träger-Colloid dargestellt ist, hat sich mit dem Träger-Colloid vollständig verschmolzen und vermischt und bestimmt genau die mucolabialen und muco- * buccalen Falten. In dem Abdruck und in der Form treten ·_ keinerlei Lücken auf.
Ein Abdruck von der oberen Mundpartie wird im wesentlichen auf gleiche Weise erhalten. Der Abdruck-Träger für die obere Mundpartie ist vorzugsweise ein üblicher Träger mit einer nicht dargestellten, hufeisenförmigen Rinne, die keinen Zungenabhalter 26 od. dgl. zur Abhaltung von Mundstrukturen aufweist. Das Träger-Colloid wird gemischt und auf den Träger aufgebracht, in dem es durch Löcher od. dgl. in dem Träger gedrückt wird, damit das Abdruck-Material festgehalten wird. Die Außenfläche des Träger-Colloids wird dann mit Wasser verdünnt und geglättet mit Hilfe von Zeigefinger und Daumen, um eine relativ hohe Leiste um die Außenseite des Trägers zu bilden, besonders am vorderen Abschnitt des Trägers. Der Zahnarzt bringt dann eine Schicht von Spritzen-Colloid in die mucobuccalen und mucolabialen Falten ein.
Bei der Verwendung des Abdruck-Trägers für die Herstellung eines Abdruckes der oberen Mundpartie wird der Träger zuerst im Munde des Patienten zentriert und dann am vorderen Abschnitt des Zahnfleischgewebes in Sitz gebracht. Auf den vorderen Abschnitt des Trägers wird ein leichter aufwärts gerichteter Druck ausgeübt. Die Aufwärtskraft vermischt das Träger-Colloid mit dem Spritzen-Colloid am vorderen Teil des
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Mundes und die verschiedenen Farben der beiden Colloide zeigen dem Zahnarzt leicht, wenn eine vollständige Vermischung und Verschmelzung eingetreten ist. Der Träger wird dann in dem distalen Abschnitt der oberen Mundpartie dadurch in Sitz gebracht, daß eine gelinde Aufwärtskraft auf die distalen Abschnitte des Trägers ausgeübt wird. Die in dem Träger-Colloid gebildete Leiste vermischt sich mit dem Spritzen-Colloid in den mucobuccalen Falten, wobei die durch den Farbunterschied der beiden Colloide gegebene visuelle Kontrolle gegeben ist. Wenn unter der Distalkante des Trägers Colloid erscheint, wird der leichte Aufwärtsdruck beendet. Der Träger wird dann fest in Stellung gehalten, damit die Abdruck-Colloide abbinden können. Wenn der Träger entfernt worden ist, zeigt er einen genauen, einheitlichen Abdruck der oberen Mundpartie des Patienten, einschließlich der mucobuccalen und mucolabialen Falten.
Nach Entfernung des Trägers wird das "hintere Damm"-Gebiet, d.h. der hintere Abschnitt des Gaumen-Daches zwischen den zweiten Molaren des Patienten mit einem Schleim-Lösungsmittel besprüht, um in diesem Gebiet angesammelten Schleim und Speichel zu entfernen. Die richtige Position des "postpalatalen Abschlusses", d.h. das distale Fnde der oberen Gebißplatte wird auf dem Gaumen-Dach durch eine haltbare Markierung bezeichnet. Der Träger und das Colloid werden dann wieder in den Mund des Patienten eingesetzt und das Colloid nimmt die unzerstörte Marke auf. Die Marke wird dann zur genauen Positionierung des postpalatalen Abschlusses der oberen Gebißplatte benutzt.
Die Abdrücke dienen dann als Schlußabdrücke für den Aufbau der oberen und unteren Gebißplatten.
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4. Oktober 1972
- 21 -
Zusammengefaßt wurde ein Abdruck-Träger für die untere
Mundpartie eines zahnlosen Patienten beschrieben, der eine
nach unten sich öffnende, gebogene Rinne aufweist, die Abdruck-Material in Berührung mit dem den Unterkiefer überdeckenden Zahnfleischgewebe halten soll. Die Rinne besitzt einen sich nach unten erstreckenden Backenrand längs ihrer Außenseite und einen sich nach unten erstreckenden Zungenabhalter längs ihrer Innenseite. Der Zungenabhalter erstreckt sich unter die Unterkante des Backenrandes, und zwar kontinuierlich über die Länge der Mylohyoid-Leiste im Unterkiefer, um den Mundboden von der Mylohyoid-Leiste abzuhalten, während das Abdruck-Material das die Leiste überdeckende
Zahnfleischgewebe bedeckt. Eine Ablage umspannt die Innenseite des Zungenabhalters und reicht nach Innen in Richtung auf die Zunge, um die Zunge in einer erhöht η Position weg von der Mylohyoid-Leiste zu halten, während der Abdruck aufgenommen wird.
Ein einzelner Guß-Abdruck der gesamten unteren Mundpartie
wird gewonnen aus einem ersten Abdruck-Material, das von
dem Abdruck-Träger getragen wird, und einem zweiten Abdruck-Material von anderer Farbe, das in den mucobuccalen
und mucolabialen Falten verteilt ist und mit dem ersten
Abdruck-Material verschmilzt.
Für das vorstehend beschriebene Verfahren zur Herstellung
eines Erst-Abdruckes der Mundpartie eines mindestens teilweise zahnlosen Patienten, insbesondere unter Verwendung
des Abdruck-Trägers, wird Patentschutz nicht begehrt.
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Claims (1)

  1. . 22 . 22CM189
    Patentansprüche
    1.) Abdruck-Träger zur Herstellung genauer Abdrücke von Mundpartien eines mindestens teilweise zahnlosen Patienten, gekennzeichnet durch eine langgestreckte, sich nach unten öffnende, gebogene, über den Unterkiefer passende Rinne (12), mit der Abdruck-Material in Kontakt mit dem den Unterkiefer überdeckenden Zahnfleisch bringbar ist, und die an ihrer Außenseite einen sich nach unten erstreckenden Backenrand (25) mit langgestreckter Unterkante sowie an ihrer Innenseite einen sich nach unten erstreckenden Zungenabhalter (26) aufweist, wobei der Zungenabhalter eine sich weiter nach unten als die Unterkante des Backenrandes erstreckende und kontinuierlich längs der Mylohyoid-Leiste verlaufende Außenfläche zum Halten des Abdruck-Materials gegen die Leiste sowie eine konkav nach oben gebogene Abhalter-Unterkante (28) besitzt, welche den Mylchyoid-Muskel (48) von der Mylohyoid-Leiste (46) wegdrückt und die Unterzungen- und Unterkiefer-Drüsen (49) daran hindert, sich zwischen die Außenfläche (30) und die Mylohyoid-Leiste zu schieben, derart, daß der Mundboden von der Mylohyoid-Leiste abgehalten wird, während das Abdruck-Material das den Unterkiefer bedeckende Zahnfleisch überdeckt.
    2. Abdruck-Träger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zungenabhalter eine an der Zunge des Patienten anliegende Innenfläche sowie eine langgestreckte, nach Innen vorstehende Auflage (32) aufweist, die mit einem oberen Abschnitt der Innenfläche des Zungenabhalters integral geformt ist und die sich nach Innen in Richtung auf die Zunge zu zum Abstützen der Muskeln an der Zungenbasis erstreckt, derart, daß die Zunge in einer erhöhten Position entfernt von der
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    Mylohyoid-Leiste gehalten wird.
    3. Abdruck-Träger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rinne (12) in Draufsicht etwa hufeisenförmig gebogen ist und das Zahnfleisch (40) am vorderen Abschnitt und den beiden Seitenabschnitten der unteren Mundpartie bedeckt.
    4. Abdruck-Träger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenfläche des Zungenab- * halters auf einer Seite des Mundes im wesentlichen genau so · weit nach innen von dem Unterkiefer absteht wie auf der anderen Seite des Mundes.
    5. Abdruck-Träger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage (32) kontinuierlich die Innenwand der Rinne von einer Seite des Mundes zur anderen umspannt und daß die obere Fläche (34) der Auflage sich auf einer Seite des Mundes im wesentlichen genau so weit nach innen in Richtung auf die Zunqe zu erstrerV+- wie die entsprechende obere Fläche auf der anderen Seite des Mundes, und daß die Auflagen (32) zwischen sich einen relativ schmalen Einschnitt bilden derart, daß die Zungenwurzel von dem Zungenkörper getrennt und der Zungenkörper in Ruhestellung auf der Auflage gehalten wird.
    6. Abdruck-Träger nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen langgestreckten, an der Rinne befestigten Griff (18) , der sich nach außen aus dem Mund heraus erstreckt und mit der Auflage (32) zusammenwirkt, derart, daß sich eine weitere Auflage für die Zunge in ihrer erhöhten Position ergibt.
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    7. Abdruck-Träger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf der oberen Fläche des Griffes (18) Anzeigeeinrichtungen (60) angeordnet sind, die die Zunge in einer festen Stellung bezüglich der Rinne halten.
    8. Abdruck-Träger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rinne einen nach oben gebogenen distalen Abschnitt (17) aufweist, der sich mit Abstand üher das retromolare Polster des Patienten erstreckt.
    9. Abdruck-Träger nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein erstes Abdruck-Material (70), das durch die untere Oberfläche der Rinne und durph die Außenfläche des Zungenabhalters gegen das die obere Fläche des Unterkiefers und der Mylohyoid-Leiste überdeckende Zahnfleisch gehalten wird; sowie durch ein zweites Abdruckmaterial (72) von anderer Farbe, das innerhalb der mucobucca-' len Falte angrenzend an die äußere Peripherie des Unterkiefers verteilt und mit dem ersten Abdruck-Material vermischt ist.
    10. Abdruck-Träger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Abdruck-Material in den mucolabialen Falten verteilt ist.
    ese es s Mundpartie eines mindestens teilweise zahnlosen^Ätienten, ' insbesondere unter Verwendung des Abdruckj^Eirägers nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurchjgelcennzeichnet, daß ein erstes Abdruck-Material (70) aufweinen Abdruck-Träger (10) aufgebracht und ein zwej-fcea Abdruck-Material (72) von anderer Farbe in der mucobttCcalen Falte verteilt wird? daß der MyIohyoid-MuskeJr"von der Mylohyoid-Leiste mit einem Abschnitt (26) des Abdruck-Trägers (10) weggedrückt und die Seite der Zunge e-dese e^tfemten-tiage »it eine«*·· ?/>-e,c/,tt4 ^A/,. 6-ft,7 2-, ;
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    -2
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    ■ es—es -derart, daß das erste Abdruck-Material das die Mylohypid-Leiste überdeckende Zahnfleisch bedeckt; und daß das erste Abdruck-Material mit dem zweiten Abdruck-Materjtai unter Zuhilfenahme des Parbunterschiedes vor dem Abbinden des Abdruck-Material vermischt wird, derart, ^etaß es das über· der oberen Fläche des Unterkiefers liegende Zahnfleischgewebe und das Gewebe in der mucobiiccalen Falte bedeckt.
    12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Abdruck-Material in der mucolabialen Falte verteilt und das erate Abdruck-Material mit dem zweiten Abdruck-Material in der mucolabialen Falte unter Zuhilfenahme des Farbm*€erschiedes vor dem Abbinden des Abdruck-Materials vermiculit wird, derart, daß es das die obere Fläche des vorderen Abschnittes des Unterkiefers überdeckende Zahnfleisch-■
    13. Gußabdruck der Mundpartie eines mindestens teilweise ro
    zahnlosen Patientenvgekennzeichnet durch ein erstes Abdruck- £ Material (70), das einen Abdruck des die obere Fläche des Unterkiefers überdeckenden Zahnfleischgewebes bildet, und durch ein zweites Abdruck-Material, das einen Abdruck der © mucobuccalen Falte bildet und eine andere Farbe wie das erste Abdruck-Material aufweist und mit dem ersten Abdruck- ö ο Material vermischt iftt. i^-'^uiuncfüra unter Κ?τη>6»4μ$ c/ec /Ii-* ξ. »
    14. Gußabdruck nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Abdruck-Material einen Abdruck der mucolabialen Falte bildet.
    15. Gußabdruck nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Abdruck-Material (70) einen Abdruck des die Mylohyoid-Leiste überdeckenden Gewebes bildet.
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    16. Gußabdruck nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdruck-Material einen Abdruck von dem das retromolare Polster überdeckenden Zahnfleisch bildet.
    17. Gußabdruck nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Abdruck-Material einen Abdruck des die obere Fläche des Vorderabschnittes des Unterkiefers überdeckenden Zahnfleisches bildet und daß das zweite Abdruck-Material einen Abdruck der mucolabialen Falte bildet.
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