DE3229871A1 - Oelbestaendige kautschukzusammensetzung - Google Patents
Oelbestaendige kautschukzusammensetzungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine ölbeständige Kautschukzusammensetzung
mit ausgezeichneter Lösungsmittel-Rißbeständigkeit, enthaltend einen teilweise hydrierten ungesättigtes
Nitril/konjugiertes Dien-Copolymer-Kautschuk und
ein flüssiges ungesättigtes Nitril/konjugiertes Dien-Copolymeres.
Im allgemeinen ist der Vorgang, bei dem eine polymere Substanz Risse beim Kontakt mit einem Lösungsmittel entwickelt,
und die Risse anschließend wachsen, als Lösungsmittelriß bekannt. Es wird häufig festgestellt, daß wenn
ein vulkanisierter Kautschuk in Kontakt mit einem Lösungsmittel kömmt, er innerhalb kurzer Zeit bricht, selbst bei
einer derart geringen Zugbeanspruchung, die an der Luft zu keinem leichten Bruch führen würde. Das Auftreten dieser
Erscheinung stellt ein besonders großes Problem bei Kautschukbestandteilen von Kraftfahrzeugen, bzw. Automobilen,
insbesondere bei Brennstoffschläuchen, die im Kontakt mit Benzin verwendet werden, vom Standpunkt der
Sicherheit her, dar.
Bei der Forderung der Gesellschaft nach bleifreiem Benzin in den letzten Jahren hat sich der Anteil an aromatischen
Bestandteilen im Benzin vergrößert, um seine Octanzahl zu erhöhen. Kautschukmaterialien, die hauptsächlich
aus einem Acrylnitril/Butadien-Oopolymerkautschuk bestehen, können beim Kontakt mit derartigem Benzin
einer Lösungsmittelrißbildung unterliegen, was für praktische Anwendungszwecke zu Problemen geführt hat.
Bei einem Versuch dieses Problem zu lösen, wurden verschiedene Kautschukzusammensetzungen mit einer verbesserten
Lösuncsrißbeständigkeit empfohlen. Ein typisches Beispiel ist eine ölbeständige Kautschukzusammensetzung,
die ein flüssiges Copolymeres enthält, das erhalten
wurde durch Copolymerisieren von Acrylnitril, Butadien
(und/oder Isopren), und einer ot,ß-ungesättigten Carbonsäure
und ein Acrylnitril/Butadien-Copolymer-Kautschuk (US-PS 3 790 64-6), der eine besonders ausgeprägte Wirkung
hat und gewerblich verwendet wird.
Weltweit wurde versucht, Energie aus verschiedenen Quel-
IQ len zu erzielen, um den ErdÖlverbrauch zu verringern und
andere natürliche Quellen zu verwenden. Als ein Mittel, dies zu erzielen, wurde die Verwendung eines Gemischs
von Benzin mit einem Alkohol wie Methanol oder Äthanol in vielen Ländern der Welt zur Anwendung als Kraftfahrzeugbrennstoff
untersucht und sie wurde bereits in Amerika und Brasilien praktisch eingesetzt. Ein typischer
neuer Brennstoff ist ein Gemisch von Benzin und Äthanol, der als "Gasohol" bezeichnet wird.
Es hat sich gezeigt, daß die Kautschukzusammensetzung der vorstehend genannten US-PS, die das Acrylnitril/
Butadien-Copolymere und das flüssige Copolymere enthält, keine Lösungsmittelrißbeständigkeit aufzeigt und unbrauchbar
ist, wenn sie in Kontakt mit Gasohol verwendet wird.
, Ein Ziel der Erfindung ist daher die Bereitstellung einer ölbeständigen Kautschukzusammensetzung mit einer ausgezeichneten
Lösungsmittelrißbeständigkeit bei der Verwendung im Kontakt mit Benzin, insbesondere Gasohol, und
verschiedenen Lösungsmitteln, wie aromatische Lösungsmittel und Alkohole.
Erfindungsgemäß wird als eine ölbeständige Kautschukzusammensetzung,
um dieses Ziel zu erreichen, eine Zusammensetzung bereitgestellt, die 98 bis 50 Gew.-Teile von
(1) einem teilweise hydrierten ungesättigtes Nitril/ konjugiertes Dien-Copolymer-Kautschuk enthält, worin
mindestens 50 % der Einheiten, die sich von dem
3229971
konjugierten Dien ableiten, hydriert sind, und 2 bis 50
Gew.-Teile von (2) einem flüssigen Copolymeren mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht von 500 bis 10000, erhalten
durch Copolymerisieren von 10 bis 80 Gew.-% eines konjugierten Diens, 10 bis 70 Gew.-% eines ungesättigten
Nitrile und 0 bis 20 Gew.~% eines mit diesen Monomeren copolymerisierbaren Vinylmonomeren enthält,
wobei die Gesamtmenge der Bestandteile (1) und (2) 100 Gew.-Teile ist.
Da die erfindungsgemäße Zusammensetzung auch eine ausgezeichnete
Alterungsbeständigkeit zusätzlich zu ihrer ausgezeichneten Lösungsmittelbeständigkeit aufweist,
entwickelt sie die ölbeständigkeit und Wärmebeständigkeit unter groben Bedingungen voll, wobei es sich um
Eigenschaften handelt, nach denen in den letzten Jahren ein starkes Bedürfnis vorhanden war.
20
Der teilweise hydrierte ungesättigtes Nitril/konjugiertes Dien-Copolymer-Kautschuk (1), der erfindungsgemäß
verwendet wird, kann erhalten werden durch Hydrieren der konjugierten Dieneinheiten eines ungesättigtes Nitril/
konjugiertes Dien-Copolymer-Kautschuks, erhalten durch
Emulsionspolymerisation, Lösungspolymerisation usw., nach einer üblichen Hydrierverfahrensweise, beispielsweise
den in den GB-PSn 1 198 195 und 1 558 491 beschriebenen
Methoden.
30
Der zu hydrierende Copolymerkautschuk umfaßt beispielsweise einen Copolymerkautschuk, hergestellt aus mindestens
einem ungesättigten Nitril wie Acrylnitril oder Methacrylnitril und mindestens einem konjugierten Dien
wie 1,3-Butadien, Isopren und 1^-Pentadien; und einen
Copolymerkautschuk, hergestellt aus einem ungesättigten Nitril, einem konjugierten Dien und einem ungesättigten
Carbonsäureester (z. B. einem Methyl-, Butyl- oder
2-Äthylhexylester von Acrylsäure, Methacrylsäure, Fumarsäure
oder Itakonsäure) oder einem N-Methylolalkylamid
(wie N-Methylolacrylamid). Spezielle Beispiele sind ein
Acrylnitril/Butadien-Copolymer-Kautschuk, ein Acrylnitril/Isopren-Copolymer-Kautschuk,
ein Acrylnitril/ Butadien/Isopren-Copolymer-Kautschuk und ein Acrylnitril/
Butadien/Methylacrylat-Copolymer-Kautschuk. Der Acrylnitril/Butadien-Copolymer-Kautschuk
ist besonders bevorzugt .
Es besteht keine spezielle Begrenzung hinsichtlich der
Menge des gebundenen ungesättigten Nitrile in dem Copolymerkautsch.uk.
Gewöhnlich liegt sie bei 10 bis 60 Gew.-% und kann bestimmt werden je nach dem Endzweck der endgültigen
Zusammensetzung oder ihrem Verwendungszustand (mit anderen Worten abhängig davon, welches Lösungsmittel in
Kontakt gebracht werden soll).
... .
Der Hydrierungsgrad der konjugierten Dieneinheiten in,
dem Copolymerkautsch.uk beträgt mindestens 50 %» Vorzugsweise
mindestens 70 %. Palis er weniger als 50 % ist, ;·...
kann nur eine leichte Verbesserung der Lösungsmittelrißbeständigkeit und Wärmebeständigkeit erzielt werden. .;
Wenn er 98 % überschreitet, so wird jedoch die Vulkanisation
der resultierenden Zusammensetzung mit Schwefel.,
derart langsam, daß sie in der Praxis nicht durchführbar ist. Wenn jedoch die Vernetzung durchgeführt wird unter
Anwendung eines organischen Peroxids, so können die konjugierten Dieneinheiten auf ein Ausmaß von 100 % hydriert
werden.
Mit dem Ziel einer guten Verträglichkeit des flüssigen
Copolymeren (2) mit dem Copolymer-Kautschuk (1) und der
Verleihung ausgezeichneter Lösungsmittelrißbeständigkeit und Pestißkeitseigenschaften an die endgültige.erfindungs*
gemäße Zusammensetzung, sollte das flüssige Copolymere (2),
das erfindungsgemäß verwendet wird, eines seil, das erhalten
wird durch, (/©polymerisieren von 10 bis 70 Gew.-%,
vorzugsweise 20 bis 50 Gew.-%, eines ungesättigten
Nitrils, 20 bis 80 Gew.-%, vorzugsweise 25 bis 75 Gew.-%,
eines konjugierten Diens, und 0 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis 15 Gew.-%, eines Vinylmonomeren, das mit
diesen Monomeren copolymerisierbar ist.
Beispiele für das ungesättigte Nitril und das konjugierte
Dien sind die gleichen, wie vorstehend im Hinblick auf
den teilweise hydrierten Copolymerkautsch.uk angegeben.
Acrylnitril ist besonders als ungesättigtes Nitril bevorzugt und Butadien und Isopren sind besonders bevorzugt
als konjugiertes Dien. Beispiele für das Vinylmonomere,
das mit dem ungesättigten Hitril und dem konjugierten Dien copolymerisierbar ist, umfassen ungesättigte Carbonsäuren
oder ihre Ester, wie Acrylsäure, Methacrylsäure, Itakonsäure, Methylacrylat und Methylmethacrylat;
Vinylpyridinmonomere, wie 2-Vinylpyridin; und N-Methylol
(^1_4. alkyl)-amide wie N-Methylolacrylamid. Acrylsäure
und Methacrylsäure sind besonders bevorzugt.
Das flüssige Copolymere (2) weist ein zahlenmittleres Molekulargewicht von 500 bis 10000 auf. Wenn es weniger
als 500 ist, so unterliegt das Copolymere leicht einer Extraktion mit Lösungsmitteln und eine verbesserte
Lösungsmittelrißbeständigkeit kann nicht erzielt werden.
Wenn es 10000 überschreitet, so wird die Lösungsmittelrißbeständigkeit
der resultierenden Kautschukzusammensetzung verringert. Das bevorzugte zahlenmittlere Molekulargewicht
liegt bei 1000 bis 5000.
Das flüssige Copolymere (2) kann leicht erhalten werden
beispielsweise unter Verwendung einer großen Menge an Mercaptan wie t-Dodecylmercaptan als das Molekulargewicht
modifizierendes Mittel in einem üblichen Emulsions-Polymerisationsverfahren.
Die erfindungsgemäße Kautschukzusammensetzung wird erhalten durch. Vermischen von 98 bis 50 Gew.-Teilen des
Copolymerkautschuks (1) mit 2 bis 50 Gew.-Teilen des
flüssigen Copolymeren (2), derart, daß die Gesamtmente der Polymeren (1) und (2) 100 Gew.-Teile beträgt. Wenn
die Menge des flüssigen Copolymeren (2) weniger als 2 Gew.-Teile beträgt, so kannkeine Verbesserung der
Lösungsmittelrißbeständigkeit erzielt werden. Wenn sie 50 Gew.-Teile überschreitet, so wird die Mooney-Viskosität
der resultierenden Zusammensetzung verringert und Eigenschaften, wie die bleibende Druckverformung, werden
nachteilig beeinflußt. Diese beiden Komponenten könneu im Latexzustand oder in einem Lösungsmittel oder
mittels eines Mischers, wie eines Walzen- oder Banbury- bzw. Innenmischers, vermischt werden.
Die erfindungsgemäße Kautschukzusammensetzung, die so
hergestellt wurde, wird nach üblichen Verfahren, wie einer Schwefelhärtung oder Peroxidhärtung, vulkanisiert.
Die Compoundierungsbestandteile, die gewöhnlich in der Kautschukindustrie verwendet werden, wie Verstärkungsmittel,
Füllstoffe, Weichmacher und Antioxidantien, können der Kautschukzusammensetzung gemäß der Erfindung zusätzlich
zu einem Vulkanisator, zugesetzt werden.
Die erfindungsgemäße Kautschukzusammensetzung ist sehr
gut geeignet für die Anwendung in Brennstoffschläuchen, Walzen zur Stahlherstellung, usw., die eine Lösungsmittelbeständigkeit
und Wärmebeständigkeit erfordern, Druckereiwalzen, Spinnwalzen, Walzen zur Papierherstellung,
Färbewalzen, usw., die eine Lösungsmittelbeständigkeit erfordern, sowie auch für Dichtungsmaterialien, wie öldichtungen,
O-Ringe, Diaphragmen und Dichtungsringe.
Die folgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der Erfindung, ohne sie zu beschränken.
Der Hydrierungsgrad in jedem der folgenden Beispiele
wurde nach, einer Jodzahlmethode bestimmt.
BezuRsbeispiel
Λ
Herstellung eines teilweise hydrierten ungesättigtes Nitril/konjugiertes Dien-Copolymer-Kautschuk (i):
Ein 10-1-Autoklav wurde mit 1 kg eines Acrylnitril/Butadien-Cop
ο lymer-Kautsch.uk (abgekürzt als NBR) mit einem
gebundenen Acrylnitrilgehalt von 4-5 % und einer Mooney-Viskosität
(ML- j, -mo 0C^ von ^0 unc* ^ k^ Aceton zur
Auflösung des Kautschuks beschickt. Anschließend wurden
20 g eines Katalysators, der 3 bis 5 Gew.-% Pd, getragen
auf Aktivkohle (durchschnittlicher Teilchendurchmesser
3 um bzw. n) zugesetzt. Das Innere des Autoklaven wurde
mit Stickstoff gespült und das Copolymere wurde einer Hydrierung bei einer Reaktionstemperatur von 50 C und
einem Vasserstoffdruck von 49 bar (50 kg/cm ) während
einer Reaktionszeit von 1 bis 4 Stunden unterzogen. Auf diese Veise wurden drei Proben eines teilweise hydrierten
NBR mit einem Hydrierungsgrad von 45 %, 70 °/° u-iid
90 % hergestellt.
Herstellung eines flüssigen Copolymeren (2):
30
Nach der in der Tabelle I gezeigten erfindungsgemäßen Polymerisationsrezeptur wurden die Monomeren bei 35 0C
in einem 10-1-Autoklaven umgesetzt, bis die Umwandlung
der Monomeren mindestens 85 % erreichte. Nach der Reaktion wurde ein phenolisches Antioxidans zu dem resultierenden
Latex gefügt. Der Latex wurde mit wäßriger Schwefelsäurelösung, die Aluminiumsulfat enthielt, koaguliert,
mit Wasser gewaschen und in einem Vakuumtrockner
getrocknet unter Bildung eines flüssigen Copolymeren.
Die Menge (Gew.~%) des gebundenen Acrylnitrils des resul*
tierenden Copolymeren wurde nach der Kjeldahl-Methode
gemessen und das zahlenmittlere Molekulargewicht wurde
ebulliometrisch bestimmt. Die Eigenschaften der resultierenden Polymeren sind in der Tabelle II aufgeführt.
10 Tabelle I
| Polymerisationrezeptur | (Gew.-Teile) |
| Monomere (vgl. Tabelle II) | 100 |
| Wasser | 250 |
| Natriumdibutylnaphthalinsulfonat | 5,0 |
| Natriumdodecylbenzolsulfonat | 1,0 |
| Natriumsulfat | 0,2 |
| Schwefelsäure | 0,1 |
| Kaliumpersulfat | 0,5 |
| t-Dodecylmercaptan | variabel |
| (vgl. Tab.II) |
| ω cn |
» to
O CJi |
an zugeführten Mono- (Teile) |
Methacryl säure |
to O |
ι-»
CJl |
II | η· O |
zahlenmittleres | |
| Buta dien |
4 | Tabelle | Molekulargewicht | ||||||
| Probe | PolymerisationsbedinRungen | 54 | O | Eigenschaften des flüssigen | 2040 | ||||
| Menge meren |
55 | 3 | beschicktes t-Dodecyl- |
Copolymeren | 1930 | ||||
| Acryl nitril |
52 | 4 | mercaptan | gebundenes | 1890 | ||||
| 42 | 54 | 15 | 10,0 | Acrylnitril (Gew.-%) |
870 | ||||
| A | 45 | 43 | 3 | 12,0 | 40,6 | 1910 | |||
| B | 45 | 54 | 4 | 11,0 | 43,3 | 5800 | |||
| C | 42 | 53(0 | 5(**) | 20,0 | 43,5 | 1870 | |||
| D | 42 | 52 | 10,0 | 40,8 | 2070 | ||||
| E | 33 | 3,5 | 40,2 | ||||||
| I | 33 | 9,0 | 31,0 | ||||||
| G | 33 | 9,0 | 31,2 | ||||||
| H | 31,3 | ||||||||
CJl
* Isopren wurde anstelle von Butadien verwendet
** Acrylsäure wurde anstelle von Methacrylsäure verwendet
N) CD OO
Jede der drei Proben von teilweise hydriertem NBE mit einem Gehalt an gebundenem Acrylnitril von 4-5 % und einem
Hydrierungsgrad an den Butadieneinheiten von 45 %,
70 °/o bzw. 90 %, erhalten im Bezugsbeispiel 1 , wurde mit
dem flüssigen Copolymeren A, erhalten im Bezugsbeispiel 2, auf einer kalten Walze in den in der Tabelle IV angegebenen
Anteilen (Gew.-Teile) vermischt. Anschliessend wurden nach der Compoundxerungsrezeptur der Tabelle
III verschiedene Compoundierungsbestandteile zugesetzt und unter Bildung eines Kautschukverbindung-Vorrats
vermischt. Es wurde unter Druck bei 160 C während 20 Minuten zur Erzielung eines Vulkanisats erwärmt.
Man erhielt ein Vulkanisat in gleicher Weise wie vorstehend, wobei jedoch anstelle des vorstehend verwendeten
teilweise hydrierten NBR ein NBH mit einem Hydrierungsgrad von 0 % verwendet wurde.
(Gew.-Teile)
Kautschuk (angegeben in Tabelle II) 100
Stearinsäure 1
Zinkoxid Nr. 3 5
Schwefel 0,5
SßP-Ruß 80 Weichmacher ( Di-(butoxyäthoxyäthyl)-adipat ) 20
Tetramethylthiuramdisulfid ' 2
2-Mercaptobenzothiazol 0,5
N-Phenyl-N'-isopropyl-p-phenylendiamin 1
octyliertes Diphenylamin 1
Die Eigenscliaften der Vulkanisate wurden nach. JIS
K-6301 gemessen.
Die Lösungsmittelrißbeständigkeit wurde nach folgender
Methode gemessen.
Zwei Indikatorlinien wurden in einem Abstand von 20 mm ina zentralen Teil einer rechteckigen Testprobe mit einer
Breite von 10 mm, einer Länge von 100 mm und einer Dicke
von 2 mm gezogen. In der Mitte zwischen den Indikatorlinien
wurde ein Schnitt mit einer Breite von 2 mm parallel zu den Indikatorlinien angebracht, der sich zur Rückseite
der Probe erstreckte. Diese Probe wurde in einer Spannvorrichtung befestigt, die dazu geeignet war, die
Probe auf eine gewünschte Länge zu strecken. Anschliessend
wurde die Probe in einem Streckverhältnis von 100 % gestreckt. Die gestreckte Probe wurde in ein Testlösungsmittel
bei 40 0C getaucht und die Zeit, die verging, bis
die Testprobe riß, wurde gemessen.
Die Ergebnisse sind in der Tabelle IV aufgeführt. 25
5 Ansatz
Ur. Vergleich erfindungs-
Test- gemäß
probe 1 2 3 4 5 6
Hydrierung- O 100 - 80 grad des NBH ^ qq
10 (%) 70 - - - - 80
90 - 100 - - - 80
flüssiges Copoly-
meres A 0 0 20 20 20 20
15 EigeMchjiften__des
VülEanliäts
Zugfestigkeit (kg/cm2)i47 168 126 123 II7 125
Dehnung (%) 530 460 640 650 650 710 3OO % Zugbeanspruchung
(kg/cm2) 105 132 77 77 75 ?%
Härte (JIS) 62 70 57 59 62 65
Beständigkeit_gegen
Prozent Änderung der
Zugfestigkeit (%) -8 -5 -9 +2 +6 -6
Prozent Änderung der -^
Dehnung (#) -48 -35 -47 -47 -44 -35
Änderung der Härte · ;
(Punkt) +9 +4 +10 +9 +6 +4
LÖsungsmittelriß-
Isooctan/Toluol ,s '.'■:■ ic: Gr".i
(50/50 Vol.) 28 30 144 590(9 700 12 600
Isooctan/Toluol/
Methanol -:>>-■
(40/40/20 Vol.) 8 7 17 45 270 3O5
Isooctan/Toluol/
Äthanol <w;;
(40/40/20 Vol.) 8 15 43 86 490 485
15
Tabelle IV (gortSetzung)
Tabelle IV (gortSetzung)
| 5 | Toluol | 17 | 52 | 70 | 156 | 1 950 2 | 000 |
| Aceton | 5 | 11 | 20 | 26 | 204 | 220 | |
| Äthylacetat | 14 | 49 | 50 | 79 | 1 550 1 | 650 | |
| Trichlorethylen | 11 | 24 | 59 | 48 | 460 | 470 | |
| Methanol | 88 | 500 | 400 | 870 | Riß nicht | nach | |
| 10 | 70.000 |
IV
Die in der Tabelle*angegebenen Ergebnisse zeigen, daß
die erfinduhgsgemäßen Zusammensetzungen, die teilweise
hydrierten NBR und ungesättigtes Nitril/konjugiertes
Dien-flüssiges Copolymeres enthalten, ölresistente vulkanisierte Produkte ergeben, die eine wesentlich verbesserte
Lösungsmittelrißbeständigkeit im Vergleich mit üblichen Zusammensetzungen aufweisen, die NBR und ungesättigtes
Nitril/konjugiertes Dien-flüssige Copolymere enthalten.
Jede von zwei Proben von teilweise hydriertem NBR mit einem Hydrierungsgrad in den Butadieneinheiten von 90
Gew.-%, mit einem Gehalt von 41 Gew.-% bzw. 50 Gew.-%
an gebundenem Acrylnitril, wurde mit dem flüssigen Copolymeren (A), hergestellt in Bezugsbeispiel 2, auf
einer kalten Walze vermischt unter Bildung eines Gemische
(80 : 20 Gewicht). Die verschiedenen Compoundierungsbestandteile nach der Compoundierungsrezeptur der Tabelle
III wurden mit dem vorstehenden Gemisch auf einer kalten Walze unter Bildung eines Kautschukverbindung-Vorrats
vermischt. Der Verbindungsvorrat wurde unter Druck bei 160 0C während 20 Minuten unter Bildung eines
Vulkanisats erwärmt.
Getrennt davon wurde ein Vulkanisat erhalten durch
Arbeiten in gleicher Weise, wobei jedoch anstelle des
teilweise hydrierten NBR ein NBR mit einem Hydrierungsgrad von 0 % verwendet wurde.
Arbeiten in gleicher Weise, wobei jedoch anstelle des
teilweise hydrierten NBR ein NBR mit einem Hydrierungsgrad von 0 % verwendet wurde.
Diese Vulkanisate wurden in gleicher Weise wie in Beispiel 1 untersucht. Die Ergebnisse sind in der Tabelle
V aufgeführt.
Testprobe
Ansätz-Numrner
Vergleich
erfindungs gemäß
10
11
NBR (BA 41; DH 0) (*)1OO
NBR (BA 41; DH 90) 100
NBR (BA 50; DH 0)
NBR (BA 50; DH 90)
80
80
| flüssiges Copolyme- res A |
0 | 0 | 20 | 20 | 20 | 20 |
| Eigenschaften des | ||||||
| Vulkanisats | ||||||
| Zugfestigkeit (kg/cm^) |
145 | 157 | 122 | 128 | 123 | 129 |
| Dehnung (%) | 550 | 460 | 650 | 590 | 690 | 660 |
| 300 % Zugbeanspru chung (kg/cm ) |
100 | 125 | 76 | 90 | 73 | 89 |
| Härte (JIS) | 62 | 70 | 56 | 57 | 64 | 65 |
| Lösungsmittelriß- beständigkeit (see) |
||||||
| Is ο ο et an/Τοluo1 (50/50 Vol.) |
21 | 28 | 90 | 93 | 13 100 13 | 600 |
| Isooctan/Toluol/ Methanol (40/40/20 Vol.) |
10 | 7 | 18 | 17 | 316 | 330 |
| Isooctan/Toluol/ Äthanol (40/40/20 Vol.) |
9 | 8 | 14 | 34- | 370 | 484 |
| Toluol | 15 | 30 | 63 | 90 | 2 050 2 | 200 |
| Aceton | 4 | 10 | 20 | .23 | 225 | 237 |
| Äthylacetat | 12 | 37 | 48 | 50 | 1 600 1 | 670 |
| Trichloräthylen | 11 | 23 | 35 | 40 | 470 | 5OO |
| Methanol | 87 | 460 | 460 | 490 | Riß nicht selbst nach 70 000 |
BA bedeutet gebundenes Acrylnitril und DH bedeutet den Hydrierungsgrad
Der teilweise hydrierte NBR, der im Bezugsbeispiel 1
hergestellt wurde, und 45 Gew.-% gebundenes Acrylnitril
und einen Hydrierungsgrad der Butadieneinheiten von 90 % aufwies, wurde mit jedem der flüssigen Copolymeren
(B - H) hergestellt im Bezugsbeispiel 2 auf einer kal-XO
ten Walze in den in der Tabelle VI angegebenen Anteilen (Gew.-Teile) vermischt. Das Gemisch wurde mit den verschiedenen
Compoundierungsbestandteilen gemäß der Compoundierungsrezeptur der Tabelle III vermischt. Jede
der resultierenden Kautschukverbindungen wurde unter Druck bei 160 0C wäh:
Vulkani s at ε e rwärmt.
Vulkani s at ε e rwärmt.
Druck bei 160 C während 20 Minuten unter Bildung eines
Getrennt davon wurde ein Vulkanisat hergestellt durch Arbeiten in gleicher Weise, wie vorstehend beschrieben,
wobei jedoch anstelle des vorstehend verwendeten teilweise hydrierten NBR ein NBR mit einem Hydrierungsgrad
von 0 % verwendet wurde.
Die Lösungsmittelrißbeständigkeiten dieser Vulkanisate wurden in gleicher Weise, wie in Beispiel 1, getestet.
Die Ergebnisse sind in der Tabelle VI aufgeführt.
30 35
co co to bo *-· μ
σι ο cn ο σι ο οι
Ansatz-Nummer Veröle ich erfindungs gemäß
| Test probe |
13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 |
| NBH (Kydrierungs- grad O % NBfi ( " 90 %) |
80 | 80 | 80 | 80 | 90 | 70 | 60 | 70 | 70 | 70 |
| flüssiges Copoly mers |
(B) 20 |
(C) 20 |
(D) 20 |
(B) 20 |
(C) 10 |
(C) 30 |
(E) 40 |
30 | (G) 30 |
(H) 30 |
| Eigenschaften des | 128 | 130 | 127 | 135 | 160 | 122 | 117 | 123 | 122 | 129 | AD | X |
| Vulkanisats | 580 | 630 | 670 | 690 | 700 | 700 | 770 | 680 | 650 | 710 | ||
| Zugfestigkeit (kg/cmd) |
76 | 77 | 72 | 74 | 85 | ' 70 | 68 | 72 | 74 | 72 | ||
| Dehnung (%) | 59 | 58 | 62 | 63 | 66 | 61 | 56 | 62 | 60 | 59 | ||
| 300 % Zugbeanspru chung (kg/cm^) |
||||||||||||
| Härte (JIS) | ||||||||||||
Wärmealterungstest, ' ·
Testrohrmethode, 125 UC χ 168 h
Prozent Änderung der
Zugfestigkeit (%) -9 -10 -5 -1 +5 -6 -6 +1 -3
Prozent Änderung der Dehnung (%)
Änderung der Härte (Punkt)
| -48 | -39 | -35 | -26 | -39 | -41 | -37 | -38 | -35 | TO | |
| -49 | +10 | +6 | +5 | +5 | +6 | +7 | +5 | +6 | +7 | ro |
| +9 | OO | |||||||||
co
ο
ο
σι
co
O
O
cn
| beständigkeit (sec^ | 51 | 125 4 | 530 | 5 380 | 10 800 12 | 700 | 12.700 10 | 700 9 | 600 | 12 700 |
| Isooctan/Toluol (50/50 Vol.) |
11 | 16 | 238 | 167 | 264 | 296 | 287 | 295 | 260 | 286 |
| Is00 et an/Toluo1/ Methanol (40/40/20 Vol.) |
21 | 39 | 442 | 288 | 450 | 491 | 485 | 470 | 435 | 475 |
| Iscoctan/Toluol/ Äthanol (40/40/20 Vol.) |
18 | 65 | 940 | 1 100 | 1 850 .2 | 000 | 2 050 1 | 950 1 | 850 | 2 100 |
| Toluol | 6 | 18 | 135 | 158 | 203 | 23O | 236 | 212 | 206 | 220 |
| Aceton | 20 | 46 1 | 140 | 1 320 | 1 540 1 | .650 | 1 700 1 | 650 1 | 620 | 1 660 |
| Äthylacetat | 14 | 35 | 386 | 423 | 461 | 478 | 482 | 472 | 459 | 493 |
| Trichloropren | 196 | 365 «-Riß | nicht ί | selbst nac | h 70 | 000 | ||||
| Methanol | ||||||||||
K) CO OO
Claims (4)
1. ölbeständige Kautschukzusammensetzung, enthaltend
3° 98 bis 50 Gew.-Teile von (1) einem teilweise hydrierten
ungesättigtes Nitril/konjugiertes Dien-Copolymer-Kautschuk
in dem mindestens 50 % der Einheiten, die sich von dem konjugierten Dien ableiten, hydriert
sind, und 2 bis 50 Gew.-Teile von (2) einem flüssigen 35 Copo-lymeren mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht
von 500 bis 10000, erhalten durch Copolymerisieren
von 10 bis 80 Gew.-% eines konjugierten Diens, 10 bis
70 Gew.-% eines ungesättigten Nitrils und 0 bis 20 Gew.-%
30
eines Vinylmonomeren, das mit diesen Monomeren copolymerisierbar
ist, wobei die Gesamtmenge der Bestandteile (1) und (2) 100 Gew.-Teile beträgt.
2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, worin die Menge an
gebundenem Mitril in dem Copolymerkautschuk (1) 10
bis 60 Gew.-% beträgt.
10
10
3« Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, worin der
Hydrierungsgrad des Copolymerkautschuks (1) mindestens
70 % beträgt.
4. Zusammensetzung nach Anspruch 1, worin das flüssige
Copolymere (2) ein zahlenmittleres Molekulargewicht von 1000 bis 5000 aufweist.
20 35
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|---|---|---|---|
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|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: ASSMANN, E., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT. KLINGSEISEN, |
|
| D2 | Grant after examination | ||
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