DE3229552A1 - Auftragsvorrichtung fuer vorzugsweise verschaeumte medien auf warenbahnen o.dgl. - Google Patents
Auftragsvorrichtung fuer vorzugsweise verschaeumte medien auf warenbahnen o.dgl.Info
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Description
Mitter - 5 -
9/5
Mathias Mitter, Falkenstr. 57, 4815 Schloß Holte
Auftragsvorrichtung für vorzugsweise verschäumte Medien
auf Warenbahnen od.dgl.
Die Erfindung betrifft eine Auftragsvorrichtung entsprechend
dem Gattungsbegriff des Anspruches 1.
Es ist bereits eine Auftragsvorrichtung gemäß dem Gattungsbegriff
des Anspruches 1 bekannt (US-PS 3 969 780). Bei dieser bekannten Vorrichtung ist es jedoch nicht möglich,
über Verhältnismäßig große Arbeitsbreiten einen gleichmäßigen Austritt, insbesondere des verschäumten
Mediums aus dem Zuführungskanal zu erzielen. Dabei muß
berücksichtigt werden, daß verschäumte Medien nicht fließen, sondern dort, wo man sie ablegt, liegen bleiben,
es sei denn, sie werden durch nachfließende Volumina gezwungen,
sich voranzubewegen.
Beim Auftrag von insbesondere verschäumten Medien, wie Farbflotten, Ausrüstungschemikalien u.dgl. zum Färben
und Drucken, beispielsweise durch Siebdruck, ist es aber notwendig, daß das Medium während des kontinuierlichen
Betriebes absolut gleichmäßig zufließt. Beim Schaumauftrag spielt aber die Konsistenz des Schaumes, die Zufließ-
Mitter 6 -
geschwindigkeit,der Druck in der Auftragsvorrichtung jeweils
eine wichtige Rolle und alle diese Parameter machen sich im Auftragsschlitz bzw. im Auftragsbereich bemerkbar.
Das Zubringen des Mediums, insbesondere des verschäumten Mediums, kann in dieser Auftragsvorrichtung nur durch
Rohre, Schläuche u.dgl. erfolgen, die über die Arbeitsbreite verteilt, jeweils Zuflußbereiche schaffen und damit
durch die Aneinanderreihung von Zuflußbereichen soll der Zuführungskanal gleichmäßig gefüllt werden. Dies ist
aber nicht ohne weiteres möglich, weil sich die einzelne Zuflußstelle, d.h. der Bereich vor der Mündung der Zuführungsrohre,
in seinen oben aufgeführten Parametern unterschiedlich verhält als die dazwischenliegenden Teile.
Diese Unterschiede machen sich bis zum Austrittsquerschnitt bemerkbar.
Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vergleichmäßigung der Verhältnisse im Inneren
der Auftragsvorrichtung zu erzielen, so daß über der Gesamtlänge bzw. über der gesamten Arbeitsbreite der Vorrichtung
im Austrittsbereich gleichmäßige Verhältnisse herrschen und somit ein gleichmäßiger Auftrag des Mediums,
insbesondere Schaumauftrag, vorzugsweise durch ein Sieb oder eine Schablone hindurch ermöglicht ist.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruches
1 aufgeführten Merkmale gelöst.
Mit der Erfindung ist es nun möglich, auch bei großen Arbeitsbreiten,
gleichgültig wie die Zuführung des Schaumes in die Auftragsvorrichtung erfolgt, im Austrittsbereich
der der Stauvorrichtung nachgeschaltet ist, gleichmäßige Auftragsverhältnisse zu erhalten.
Mitter
Unter den Begriff "Auftragsvorrichtung" fallen insbesondere Schlitzrakeln. Aber es ist durchaus möglich, im Bereich
des Auftrages eine Streichrakel anordnung, eine Rakelrolle oder ähnliches anzuordnen, da es im vorliegenden
Fall nicht darum geht, auf welche Art und Weise nun das Medium in die Ware eingedrückt oder durch die Schablone
oder das Sieb hindurchgedrückt wird bzw. in die Ware oder auf die Ware aufgebracht wird, sondern darum, dem Auftragsbereich das Medium in einer über die Gesamtarbeitsbreite
gehenden, gleichmäßigen Form zur Verfugung zu stellen. Insbesondere aber für Schlitzrakeln ist die Vorrichtung
vorteilhaft.
Die Vorrichtung ist einsetzbar direkt auf der Ware, vorzugsweise ist aber an den Auftrag über eine Schablone
oder ein Sieb gedacht. Insbesondere ist an den Auftrag über rotierende Schablonen gedacht, Siebzylinder oder
Schablonenbänder, gleichgültig nun, ob diese bemustert oder unbemustert sind. Gerade beim Auftrag von verschäumten
Flotten ist der Einsatz von Bandschablonen oder Siebbändern vorteilhaft.
Das Auftragsmedium kann eine beliebige Flotte sein, vorzugsweise Farbflotte mehr oder weniger viskos. Im wesentlichen
ist an aufgeschäumte Flotten gedacht, vorzugsweise Farbflotten. Es können aber auch Veredlungsmittel, insbesondere
für Textilien aufgeschäumt werden. Als Auftragsmittel lassen sich somit die unterschiedlichsten Chemikalien
denken. Der Auftrag auch unverschäumter Farbe, Farbstoffe oder Farbpasten ist möglich, aber gerade verschäumte
Mittel bringen die eingangs genannten Probleme mit sich und benötigen den Einsatz des Erfindungsgegenstandes.
Es kann aber auch Latexschaum derart aufgetragen werden als Schicht. Auch kann es sich um Behandlungs-
oder Ausrüstungschemikalien handeln, die als Schicht aufgetragen oder in die Ware eingebracht werden.
" Mitter
Als Substrat kommen Warenbahnen mit faseriger Struktur in Betracht, wie Textilien aller Art, darunter Teppiche,
Florware, wie Samte, ferner Vliese, aber auch Filze sowie Non-wovens, gegebenenfalls aber auch Papier, Folien u.dgl.
auch andere flächige Erzeugnisse, und zwar auch solche, die beschichtet werden sollen.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen einer Auftragsvorrichtung
sind durch die Unteransprüche gekennzeichnet.
Weitere Kennzeichen und Merkmale ergeben sich aus den nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispielen.
Die Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der
Fig. 1 bis 5 näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Auftragsvorrichtung im Querschnitt, Fig. 2 eine Stauvorrichtung im Schaubild,
Fig. 3 eine Einzelheit der Schaumzuführung,
Fig. 4 eine weitere Auftragsvorrichtung im Querschnitt,
Fig. 5 eine schematisierte Seitenansicht der mögliehen
Ausgestaltung einer Auftragsvorrichtung.
Die erfindungsgemäße Auftragsvorrichtung 1 kann eine beliebige
Ausgestaltung haben und weist in ihrem Inneren mindestens einen Zuführungskanal 2 auf, der sich vorzugsweise
in Strömungsrichtung verengt. Die divergierend zueinanderstehenden Kanalwände 20 sind als glatte Wände
ausgebildet und nehmen zwischen sich erfindungsgemäß eine Stauvorrichtung 3 auf. Diese Stauvorrichtung verringert
den Durchflußquerschnitt, wobei Distanzteile 30 zur Bildung von verkleinerten Durchflußquerschnitten vorgesehen
sind.
Mitter - 9 -
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und
handelt es sich um im Abstand zueinander angeordnete O-Ringe, die auf eine Rundstange aufgeschoben sind und in
deren Abstandsbereich sich die Durchflußquerschnitte 31
5. bilden. Die Stauvorrichtung kann mit den Distanzteilen eine Baueinheit bilden, es besteht aber auch die Möglichkeit,
wie dargestellt, daß die Distanzteile mit der Stauvorrichtung verbunden sind. Die Distanzteile sind vorzugsweise
in gleichmäßigen Abständen über die gesamte Arbeitsbreite verteilt angeordnet und geben somit exakt begrenzte
Durchflußquerschnitte mit den Kanalwänden zusammen frei.
In den Figuren sind jeweils Schlitzrakeln als Auftragsvorrichtung dargestellt. Diese Schlitzrakeln können, wie
es in der US-PS 3 969 780 gezeigt ist, einfache Wände, die einen sich verjüngenden Querschnitt bilden, sein,
so daß ein sich zum Auftragsquerschnitt, verjüngender Kasten vorhanden ist. Es kann sich aber auch um eine kompliziertere
Ausgestaltung handeln, wie es in Fig. 1 gezeigt ist. In Fig. 1 sind auf- und absteigende Kanäle gezeigt,
durch die das Auftragsmedium vorzugsweise in verschäumter
Form dem mittig liegenden Zuführungskanal 2 zugeführt wird. Die Anordnung weiterer Stauvorrichtungen
3 in den auf- und absteigenden Kanälen 21 ist möglich.
Unter dem Begriff "Schlitzrakel11 wird eine Auftragsvorrichtung
verstanden, vorzugsweise mit einem allseitig geschlossenen Rakelgehäuse, innerhalb welchem flüssige,
verschäumte oder pastöse Medien unter atmosphärischem Druck oder einem höheren Druck als atmosphärischem Druck
stehen. Diese Schlitzrakel hat einen spaltfÖrmigen, gegen
die Warenbahn bzw. die Schablone oder ein Sieb gerichteten Austrittsbereich zum Auftrag des Mediums auf ebene
Warenbahnen mittels Siebdruckmaschinen an sich bekannter Art. Das Rakelgehäuse ist mit Zuführungsrohren od.dgl.
für das Medium versehen. Die Schlitzrakel ist außerhalb
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der Schablone in Rakelhaltern, die nicht dargestellt sind,
einstellbar gelagert.
Fig. 1 zeigt ein derartiges Schlitzrakelgehäuse, wobei allerdings das Gehäuse, wie bereits erwähnt, durch die
auf- und absteigenden Kanäle 21 gebildet wird. Die endseitigen Seitenbegrenzungen 22 schließen das Gehäuse jeweils
ab und im unteren Bereich ist ein Rakelschuh oder Rakelfuß 10 angeordnet, der aus unterschiedlichsten Materialien
bestehen kann und der den Auftragsschlitz 11 bildet. Dieser Auftragsschlitz 11 hat im oberen Bereich
eine Verbreiterung 111, in den wiederum eine Stauvorrichtung 3 einlegblar ist, die sich mit ihren Distanzteilen
30 in den angepaßten Übergangsbereich 211 einlegt. Somit ist kurz vor Eintritt des Mediums direkt in den
Auftragsschlitz noch eine Stauung des Mediums zu erzielen, um eine völlig Vergleichmäßigung über die Gesamtarbeitsbreite
zu erreichen.
Die Auftragsvorrichtung 1 liegt bei dem Ausführungsbeispiel
der Fig. 1 in einer rotierenden Schablone 4, einem Siebzylinder od.dgl., wobei derartige Schablonen oder
Siebzylinder den verschiedensten Typen von Siebdruckmaschinen zugehören können. Der Auftrag erfolgt auf eine
Ware 5, und zwar vorzugsweise eine Warenbahn, die entweder auf einem Drucktisch liegend oder beispielsweise
auf einem Drucktuch liegend in der angegebenen Pfeilrichtung vortransportierbar ist. Derartige Transportiervorrichtungen für Warenbahnen innerhalb von Siebdruckmaschinen
sind vorbekannt. Ob nun gedruckt wird, gefärbt, gewaschen oder veredelt wird, ist im Grunde genommen
gleichgültig. Die geschilderten Probleme hinsichtlich des gleichmäßigen Auftrages, insbesondere des verschäumten
Mediums, treten aber insbesondere bei Siebdruckmaschinen auf, zumal der Verbrauch der verschäumten Flotte über der
Gesamtarbeitsbreite der Siebdruckmaschine unterschiedlich
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ist, wenn die Schablone gemustert ist. Bei bemusterten Schablonen sind die offenen und geschlossenen Bereiche
der Schablone nicht gleichmäßig über die Breite verteilt. Die Stauvorrichtung ermöglicht eine Vergleichmäßigung
des Auftrages dadurch, daß in jedem Bereich durch die Durchflußquerschnitte nur die jeweils benötigte Menge
nachfließt.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, können mehrere Stauvorrichtungen in einer Auftragsvorrichtung vorgesehen werden.
Die erfindungsgemäße Auftragsvorrichtung ist teilbar ausgebildet,
und zwar in vertikaler Richtung besteht sie aus zwei Hälften, die zusammenfügbar sind, um die Vorrichtung
leichter reinigen zu können. Zwischen den Teilen liegt, eine vertikal angeordnete Dichtung6. Die beiden
Teile sind durch Schrauben 60 zusammengeklemmt. Wird die
Auftragsvorrichtung geöffnet, fallen die Stauvorrichtungen mit ihren Distanzteilen 30 heraus und es können beispielsweise
auch andere Stauvorrichtungen dann eingesetzt werden.
In Fig. 2 ist im Schaubild ein Teil einer in Fig. 1 eingesetzten Stauvorrichtung dargestellt.
Fig. 3 zeigt die Zubringung des verschäumten Mediums.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt die Zubringung durch zwei sich über, die Arbeitsbreite erstreckende
Rohre 7, in die in gleichmäßigen Abständen oder von einer Seite her über Zuführungsleitungen 8 das
Medium zugeführt wird. Die Austrittsquerschnitte 70 aus dem Rohr 7 sind bei einem geschlossenen Wandbereich eines
konzentrischen Rohres 77 gerichtet, dessen Austrittsquerschnitte 177 in den auf- und absteigenden Kanal 21 münden.
Hier erfolgt somit schon eine Stauung des zugeführten Mediums, insbesondere des verschäumten Mediums und eine
Mitter - 12 -
gleichmäßige Verteilung für die Gesamtarbeitsbreite.
Die Zuführungsleitung 8 kommt von einem an sich bekannten
Schaumgenerator 80 bzw* einem zwischengeschalteten Vorratsbehälter
81.
In Fig. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
Auftragsvorrichtung gezeigt. Im Inneren dieser Auftragsvorrichtung
befindet sich ein Verdrängungskörper 9, dessen divergierend zueinander stehende Außenwände 29 mit
der Innenmantelfläche 112 des Gehäuses 12 die Zuführungskanäle
2 bilden. Diese Zuführungskanäle verjüngen sich wieder zum Auftragsschlitz 11 des Rakelfußes 10 hin und
in diese Zuführungskanäle sind jeweils eine Stauvorrichtung 3 eingelegt mit Distanzringen 30. Sie klemmen sich
zwischen den Flächen fest, liegen unverrückbar und geben Durchflußquerschnitte a frei, und zwar im Näherungsbereich
der Außenwände 29 des Verdrängungskörpers 9 und im Näherungsbereich der Innenmantelfläche 112 des Gehäuses
Der Auftragsschlitz weist im unteren Bereich, also im Bereich des Ausflusses des Mediums, eine Querschnittsverengung
auf. Oberhalb des weiteren Teiles des Auftragsschlitzes 11 befinden sich Durchflußquerschnitte 212des Gehäui
die ebenfalls als Staustufe dienen, genauso wie Verengungen
zwischen Verdrängungskörper 9 und Innenmäntelflache 112.
Die Zuführung des Mediums erfolgt durch sich axial erstreckende Zuführungsleitungen 8, die über die Gesamtarbeitsbreite
verteilt Ausströmdüsen 82 mit dem verschäumten Medium beliefern, das an der oberen Innenmantelfläche
112 des Gehäuses 12 nach rechts und links verteilt wird. Die mittig im Inneren des Verdrängungskörpers 9 laufenden
Zuführungsrohre 8 stören somit nirgends und ermöglichen auch über große Arbeitsbreiten eine einigermaßen gleichmäßige
Zuführung des Mediums in die Zuführungskanäle 2.
Verdrängungskörper 9, Rakelfuß 10, Stauvorrichtungen 3 erstrecken sich jeweils, genauso wie der Auftrags-
Mitter - 13 -
schlitz 11, über die Arbeitsbreite.
In Fig. 5 ist schematisch eine Auftragsvorrichtung 1
dargestellt, wobei Ausleger 14 zu sehen sind, die außerhalb der Schablone in nicht dargestellten Rakelhaltern
einstellbar gelagert sind. Durch diese Ausleger 14 können auch die Zuführungsleitungen 8 geführt· werden, wie es in
der Fig. 5 angedeutet ist. Weiterhin ist eine Stauvorrichtung 3 dargestellt, wobei auf den verschiedenen Abschnitten
jeweils unterschiedliche Ausbildungen der Stauvorrichtung angedeutet sind.
Linksseitig sind O-Ringe gezeigt, die aus Draht bestehen
können, aber auch aus verhältnismäßig starrem, gummielastischem Material, damit die Durchflußquerschnitte 31 berechenbar
bleiben.
Der Abschnitt ist mit a bezeichnet.
In dem Abschnitt b ist eine Stauvorrichtung 3 gezeigt, die mit aufgesetzten Nocken versehen ist, wobei die Stauvorrichtung
und die Distanzteile einteilig miteinander verbunden sind. Dies gilt auch für den Abschnitt c, bei
dem die Distanzteile 30 etwas breiter ausgebildet sind.
Im Abschnitt d sind Blechscheiben auf die Stauvorrichtung 3 aufgeschoben und beispielsweise durch Aufweitung des
rohrartigen"Teiles auf der Stauvorrichtung 3 festgesetzt.
Im Abschnitt e ist mit relativ dickem Draht eine Wendel gezogen und im Abschnitt f bestehen die Distanzteile 30
auf der Stauvorrichtung 3 aus Gewindeabschnitten.
Dies ist in der Fig. 5 nur angedeutet, aber diese Figur macht auch deutlich, wie unterschiedlich die Stauvorrichtungtung
3 ausgebildet sein kann, vollwandig oder als Rohr, und wie unterschiedlich die Distanzteile 30 gebildet
werden können.
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Alle diese Ausführungsbeispiele zeigen, daß mit gleichen
oder ähnlichen Mitteln der unterschiedlichen Ausführungen eine gleiche oder außerordentlich ähnliche Wirkung erzielbar
ist. Wichtig ist, daß das Medium, insbesondere das verschäumte Medium zurückgehalten wird, sich durch die
schlitzartigen Durchflußquerschnitte 31 bzw. a hindurchzwängen
muß, wobei die Zuflußmenge begrenzt ist, aber der konstante Zustrom gewährleistet ist mit einer Vergleichmäßigung
des Zustromes zum Auftragsschlitz 11 od.dgl. über die Gesamtarbeitsbreite.
Der Gedanke der Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. So können, wie bereits
'erwähnt, die Stauvorrichtungen unterschiedlich ausgebildet sein. Es besteht auch die Möglichkeit, statt eines
durchgehenden Stabes oder Rohres aneinandergereihte Teile vorzusehen. Es können mehrere Stauvorrichtungen in einem
Kanal übereinander angeordnet sein, beispielsweise oben und unten. In auf- und absteigenden Kanäle η können sie
nebeneinander angeordnet sein, es können nur miteinander verbundene Blechscheiben sein, Ringe aus Draht u.dgl..
Auf der Zuflußseite muß aber immer ein Stauraum sein und
die Stauvorrichtung sollte sich durch Eigengewicht festsetzen können.
Die offenbarten Merkmale einzeln und in Kombination werden, soweit sie gegenüber dem Stand der Technik neu sind, als
erfindungswesentlich angesehen.
Leerseite
Claims (18)
1. Auftragsvorrichtung für vorzugsweise verschäumte Medien auf Warenbahnen od.dgl., bestehend aus mindestens einem
Zuführungskanal, der sich über die Arbeitsbreite erstreckt, dadurch gekennzeichnet,
daß im Zuführungskanal (2) mindestens eine Stauvorrichtung (3) vorgesehen ist, die den Durchflußquerschnitt
verringert, wobei Distanzteile (30) zur Bildung von verkleinerten Durchflußquerschnitten auf der Stauvorrichtung
(3) vorgesehen sind.
2. Auftragsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stauvorrichtung (3) mit den Distanzteilen
(30) eine Baueinheit bilden.
3. Auftragsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Distanzteile (30) in gleichmäßigen
Abständen über die Arbeitsbreite verteilt angeordnet sind.
4. Auftragsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Distanzteile (30) exakt begrenzte Durchflußquerschnitte (31) zu den Kanalwänden (20,29,112)
bilden.
Mitter - 2 -
5* Auftragsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stauvorrichtung (3) sich über die gesamte Arbeitsbreite des Zuführungskanales (2) erstreckt.
6. Auftragsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stauvorrichtung (3) mit ihren Distanzteilen
(30) sich beidseitig an den Kanalwänden (20,29,112) abstützt.
7. Auftragsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stauvorrichtung (3) in einem Zuführungskanal
(2) liegt, dessen Wände aufeinander zulaufen bzw. divergierend stehen.
8. Auftragsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stauvorrichtung (3) aus einem Rundstab
oder Rohr mit aufgesetzten O-Ringen besteht.
9. Auftragsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stauvorrichtung (3) als Gewindestange
ausgebildet ist.
10. Auftragsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stauvorrichtung aus einer Reihe von im Abstand zueinandergesetzten, miteinander verbundenen
Blechscheiben, Ringen oder Drahtteilen zur Bildung gleichmäßiger schlitzartiger Durchflußquerschnitte (31)
besteht.
11. Auftragsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl von Stauvorrichtungen in
gleicher oder unterschiedlicher Höhe in den oder dem Zuführungskanal (2) liegen.
Mitter
12. Auftragsvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine Stauvorrichtung direkt oberhalb des
Auftragsschlitzes (11) angeordnet ist und den Übergang zu einer oberhalb des Auftragsschlitzes angeordneten
Verbreiterung desselben bildet.
13. Auftragsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Auftragsvorrichtung einen mittig angeordneten Zuführungskanal (2) mit ein oder mehreren
Stauvorrichtungen (3) aufweist und mittig geteilt ausgebildet ist, wobei jede Hälfte einen Teil der Stauvorrichtung
(3) und ihrer Distanzteile (30) hält.
14. Auftragsvorrichtung nach Anspruch 1 und einem der nachfolgenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Distanzvorrichtung (3) in einem auf- und abgeführten,
von die Medienzuführung bildenden Rohren kommenden Kanal (21) angeordnet ist.
15. Auftragsvorrichtung nach Anspruch 1 und einem der nachfolgenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stauvorrichtung (3) in einem Rakelschuh oder -fuß (10)
angeordnet ist, der auch gleichzeitig den Auftragsschlitz (11) od.dgl. zum Auftragen des Mediums bildet.
16. Auftragsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stauvorrichtung (3) in einem Zuführungskanal
(2) liegt, einer als Schlitzrakel ausgebildeten Auftragsvorrichtung, wobei die Auftragsvorrichtung
auf einem Sieb oder einer Siebschablone angeordnet ist, vorzugsweise auf einem rotierenden Sieb oder einer rotierenden
Siebschablone (4).
17. Auftragsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stauvorrichtung bzw. die Stauvorrichtungen
auswechselbar in der Auftragsvorrichtung (D angeordnet sind.
Mitter — 4 —
18. Auftragsvorrichtung nach Anspruch 1., dadurch gekennzeichnet,
daß die Stauvorrichtung (3) aus mehreren aneinandergereihten Teilen besteht.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823229552 DE3229552A1 (de) | 1982-08-07 | 1982-08-07 | Auftragsvorrichtung fuer vorzugsweise verschaeumte medien auf warenbahnen o.dgl. |
| EP83107528A EP0102521A1 (de) | 1982-08-07 | 1983-07-30 | Auftragsvorrichtung für vorzugsweise verschäumte Medien auf Warenbahnen o.dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19823229552 DE3229552A1 (de) | 1982-08-07 | 1982-08-07 | Auftragsvorrichtung fuer vorzugsweise verschaeumte medien auf warenbahnen o.dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3229552A1 true DE3229552A1 (de) | 1984-02-16 |
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ID=6170393
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19823229552 Withdrawn DE3229552A1 (de) | 1982-08-07 | 1982-08-07 | Auftragsvorrichtung fuer vorzugsweise verschaeumte medien auf warenbahnen o.dgl. |
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| DE2523062A1 (de) * | 1975-05-24 | 1976-12-02 | Hoechst Ag | Vorrichtung zum schaumauftrag auf textilbahnen |
| DE2722071B2 (de) * | 1977-05-16 | 1980-07-31 | Union Carbide Corp., New York, N.Y. (V.St.A.) | Schaumabgabekopf, insbesondere zum Schaumauftrag auf Textilbahnen o.dgl |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| DE-Z.: Melliand Textilbereich TE 2/1982, S. 154-156 * |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3433993A1 (de) * | 1984-09-15 | 1986-06-26 | Mathias 4815 Schloß Holte-Stukenbrock Mitter | Schlitzrakelartig ausgebildete auftragsvorrichtung |
| DE3433995A1 (de) * | 1984-09-15 | 1986-06-26 | Mitter, Mathias, 4815 Schloß Holte-Stukenbrock | Auftragsvorrichtung zum gleichmaessigen zufuehren oder verteilen eines fluessigen, pastoesen oder verschaeumten mediums auf ein substrat |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP0102521A1 (de) | 1984-03-14 |
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