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DE3227267A1 - Verfahren zur herstellung von cellulosecarbonsaeureestern - Google Patents

Verfahren zur herstellung von cellulosecarbonsaeureestern

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Publication number
DE3227267A1
DE3227267A1 DE19823227267 DE3227267A DE3227267A1 DE 3227267 A1 DE3227267 A1 DE 3227267A1 DE 19823227267 DE19823227267 DE 19823227267 DE 3227267 A DE3227267 A DE 3227267A DE 3227267 A1 DE3227267 A1 DE 3227267A1
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DE
Germany
Prior art keywords
cellulose
solution
parts
catalyst
acylating agent
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19823227267
Other languages
English (en)
Inventor
Manabu Himeji Hyogo Uchida
Hideo Yabune
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Daicel Corp
Original Assignee
Daicel Chemical Industries Ltd
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Filing date
Publication date
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Publication of DE3227267A1 publication Critical patent/DE3227267A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B3/00Preparation of cellulose esters of organic acids
    • C08B3/06Cellulose acetate, e.g. mono-acetate, di-acetate or tri-acetate
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B3/00Preparation of cellulose esters of organic acids

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description

  • Beschreibung
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Celluiosecarboxylaten, insbesondere Celluloseacetat, mit einer gleichmäaigen Estergruppenverteilung, durch Auflösen von Cellulose in einem Gemisch einer speziellen Amidverbindung und Lithiumchlorid und Acylierten der Cellulose in dem homogenen Lösungssystem.
  • Celluloseacetat ist brauchbar für verschiedene Zwecke, wie die Herstellung von Geweben, Fasern, Zigarettenfilterspitzen, Kunststoffen, Folien bzw. Filmen und Anstrichmitteln. Unter den Cellulosederivaten wird Celluloseacetat in der größten Menge hergestellt und ist industriell wichtig.
  • Ein übliches industrielles Verfahren zur Herstellung von Celluloseacetat umfaßt folgende Stufen: Ein Cellulosematerial, wie Holzbrei bzw. Holzpulpe oder Baumwollfasern (cotton linters) wird mit einer geeigneten Menge an Essigsäure vorbehandelt und anschließend wird das vorbehandelte Material in ein vorher gekühltes Acetylierungsgemisch gegossen, das Essigsäure, Essigsäureanhydrid und einen Katalysator enthält. In der letzteren Stufe wird Essigsäureanhydrid in einer Menge verwendet, die größer ist als die stöchiometrische Menge, basierend auf dem in dem Cellulosematerial und dem Reaktionssystem und der Cellulose selbst enthaltenen Wasser, und ein Katalysator, der häufig für industrielle Zwecke verwendet wird, ist Schwefelsäure.
  • Dadurchwixd primäres Celluloseacetat (völlig veresterte Cellulose oder Cellulosetriacetat) gebildet. Anschließend wird eine wäßrige Lösung eines Neutralisationsmittels, wie eine wäßrige Lösung von Carbonat, Hydroxid, Oxid oder Acetat von Calcium, Magnesium, Eisen, Aluminium oder Zink, zu dem Reaktionssystem gefügt, um überschüssiges Essigsäureanhydrid, das nach der Beendigung der Acetylierungsreaktion noch vorhanden ist, zu hydrolysieren und auch den Veresterungskatalysator partiell zu neutralisieren. Das primäre Celluloseacetat wird anschließend verseift und durch Halten bei 50-90 OC in Anwesenheit einer geringen Menge des verbleibenden Acetylierungskatalysators, wie Schwefelsäure, gereift, wodurch es in sekundäres Celluloseacetat umgewandelt wird, mit dem gewünschten Acetylierungs- und Polymerisationsgrad. Wenn das sekundäre Celluloseacetat mit dem gewünschten Acetylierungs- und Polymerisationsgrad erhalten ist, wird der in dem System verbleibende Katalysator vollständig mit dem vorstehend erwähnten Neutralisationsmittel neutralisiert, oder alternativ nicht neutralisiert, und anschließend wird das gereifte Reaktionsgemisch zu Wasser oder einer verdünnten Essigsäurelösung gefügt, wodurch das sekundäre Celluloseacetat abgeschieden wird, und an schließend wird das abgeschiedene sekundäre Celluloseacetat gewaschen und einer Stabilisierungsbehandlung zur Erzielung des gewünschten Produkts unterzogen.
  • Dieses übliche Verfahren zur Herstellung von Celluloseacetat in industriellem Maßstab ist das sogenannte sekundäre Celluloseacetat-Verfahren1,. Jedoch war es für dieses Verfahren nicht möglich, Celluloseacetat, das in einem Lösungsmittel, wie Aceton, sehr gut löslich ist, in industriellem Maßstab bei niedrigen Kosten zu erhalten.
  • Es wird angenommen, daß bei der ersten Stufe der Acetylierungsreaktion von Cellulose eine sogenannte heterogene Reaktion erfolgt, nämlich wird faserförmige Cellulose in einem Verdünnungsmittel, wie Essigsäure oder Methylenchlorid, dispergiert unter Bildung einer Dispersion, und die Acetylierungsreaktion erfolgt vorwiegend in einem amorphen Gebiet der Cellulose. In einer Stufe der Acetylierungsreaktion ist das resultierende Produkt ein Gemisch von nahezu völlig veresterter Cellulose und im wesentlichen nicht umgesetzter Cellulose. Dieses Produkt ist somit in einem Lösungsmittel unzureichend löslich. Daher wird nach dem Stand der Technik die Cellulose einmal vollständig durch derart gewählte Veresterungsbedingungen verestert, daß die Reaktion selbst in dem kristallinen Gebiet mit einer relativ niedrigen Reaktionsfähigkeit erfolgen kann.
  • Da die nahezu vollständig veresterte Cellulose in Essigsäure oder Methylenchlorid löslich ist, wird auf diese Weise ein homogenes Lösungssystem erhalten. Wasser wird in das homogene Lösungssystem eingeführt, um die Hydrolysereaktion in diesem System zu bewirken und Acetylgruppen gleichmäßig ton jedem Teil des primären Cellulosetriacetatmoleküls zu entfernen, wodurch Celluloseacetat mit einer gleichmäßigen Acetylgruppenverteilung, das im wesentlichen homogen löslich in einem industriellen Lösungsmittel wie Aceton ist, erzielt wird.
  • Das vorstehende übliche Verfahren ist kompliziert und erfordert lange Reaktionszeiten. Unter diesen Umständen besteht ein dringendes Bedürfnis nach der Bereitstellung eines vorteilhaften Verfahrens zur Herstellung von Celluloseacetat mit ausgezeichneter Löslichkeit in einem Lösungsmittel durch eine einstufige Veresterung. Es wurden zwar verschiedene Verfahren vorgeschlagen, jedoch haben sich alle als unzufriedenstellend. erwiesen. Der Hauptgrund dafür liegt darin, daß die Cellulose sowohl amorphe als auch kristalline Gebiete aufweist und der Unterschied in der Reaktionsfähigkeit dieser Gebiete ist in dem heterogenen Reaktionssystem groß. Dementsprechend wird es im Prinzip, falls es möglich ist die Reaktion unter Anwendung einer Lösung von Cellulose in einem Lösungsmittel durchzuführen, als möglich betrachtet, die morphologischen Fehler der Cellulose zu überwinden.
  • Wie bekannt, wurden in der letzten Zeit bemerkenswerte Lösungsmittel für Cellulose entwickelt. Als organische Lösungsmittel können beispielsweise genannt werden Dimethylsulfoxid/Formaldehyd, Dimethylformamid/N204 und N-Äthylpyridiniumsalz. Es wurden verschiedene Verfahren empfohlen, bei denen Cellulose in einem derartigen Lösungsmittel gelöst wird und die Lösung wird verestert.
  • Jedoch sind diese Verfahren nicht immer erfolgreich. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung hat es sich gezeigt, daß diese Verfahren folgende Probleme aufweisen: (1) Der Auflösevorgang von Cellulose in dem Lösungsmittel ist kompliziert.
  • (2) Nebenreaktionen zusätzlich zu der beabsichtigten Veresterungsreaktion treten auf und es kann kein Celluloseacetat mit den gewünschten physikalischen Eigenschaften erzielt werden.
  • (3) Der Veresterungsarbeitsgang selbst ist mühsam.
  • (4) Die Gewinnung des Reaktionslösungsmittels und der Reagentien ist schwierig.
  • Lediglich eine Empfehlung von W. B. Russo und G. A. Serad, die Veresterung von Celluiosenitrat über das Sulfat zu bewirken, ergab relativ gute Ergebnisse (W. B. Russo, G. A. Serad: Amer. Chem. Soc. Symposium Bd. 58, S. 115).
  • In der letzten Zeit wurde ein Verfahren entwickelt, bei dem Cellulose nach einer geeigneten Verfahrensweise aktiviert und anschließend in Dimethylacetamid oder 1-Methyl-2-pyrrolidon in Anwesenheit von Lithiumchlorid aufgelöst wird (vgl. JA-OS Nr. 32501/1981). Im Rahmen der Erfindung hat es sich gezeigt, daß bei diesem Verfahren Cellulose in dem Lösungsmittel aufgelöst wird, ohne Bildung jeglicher Celluloseaddukte. Im Rahmen umfangreicher Untersuchungen hat es sich gezeigt, daß die vorstehend erwähnten Verbindungen auch vorteilhaft als Veresterungsreaktionslösungsmittel verwendet werden können. Die vorliegende Erfindung basiert hierauf.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren umfaßt demnach die Stufen von (1) dem Zusatz von aktivierter Cellulose zu einem Amid, ausgewählt aus der Gruppe von Dimethylacetamid, 1-Methyl-2-pyrrolidon und Gemischen davon, als ein Veresterungsreaktionslösungsmittel; (2) dem Zusatz von 3 bis 12 Gew.-%, basierend auf den kombinierten Gewichten von aktivierter Cellulose und dem Amid, von Lithiumchlorid, wodurch eine homogene Cellulose erzielt wird; und (3) die Behandlung der resultierenden homogenen Lösung mit einem Acylierungsmittel in Anwesenheit eines Acylierungskatalysators unter Bildung des Cellulosecarbonsäureesters. Organische Anhydride werden als Acylierungsmittel verwendet und werden mit einem Katalysator eingesetzt, der eine basische Verbindung ist, wenn eine Carbonsäure durch die Reaktion mit erzeugt wird. Der Katalysator kann auch eine Lewis-Säure oder Protonensäure sein. Wenn der Katalysator eine Protonensäure ist, so ist das bevorzugte Acetylierungsmittel Isopropenylacetat.
  • Bei der Herstellung einer Celluloselösung gemäß dem in der JA-OS Nr. 32501/1981 beschriebenen Verfahren muß Cellulose vor der Auflösung in dem Lösungsmittel aktiviert werden.
  • Die Aktivierungsmethoden, die dort empfohlen werden, sind im folgenden aufgeführt: (1) Eine Methode, bei der Cellulose unter Rückfluß in Dimethylacetamid oder 1 -Methyl-2 -pyrro lidon erwärmt wird, um die Cellulose mit dem Dampf von einem oder beiden dieser Amide zu aktivieren.
  • (2) Eine Methode, bei der Cellulosebrei bzw. Cellulosepulpe in Wasser aktiviert wird und anschließend Wasser extrahiert und durch eines dieser Amide ersetzt wird.
  • (3) Eine Methode, bei der Cellulosebrei bzw. Cellulosepulpe mit Wasserdampf aktiviert wird und das- verbleibende Wasser unter Verwendung eines Amids einem Lösungsmittelersatz unterzogen wird.
  • (4) Ein Verfahren, bei dem Cellulosepulpe in flüssiges Ammoniak zu deren Aktivierung getaucht wird und anschließend Ammoniak allmählich abgedampft wird.
  • (5) Eine Methode, bei der eine Aufschlämmung von Cellulose in Wasser und Dimethylsulfoxid mit einem Homogenisator behandelt wird zur Erzielung feiner Pulpen- bzw. Breifasern.
  • Die so aktivierte Cellulose wird in einem der vorstehend erwähnten Amide in Anwesenheit von Lithiumchlorid gelöst, wodurch eine homogene Lösung gebildet wird.
  • Im Rahmen der Erfindung hat es sich gezeigt, daß diese Veresterungs-Reaktions-Lösungsmittel sehr gut verträglich mit einem basischen Katalysator, wie Pyridin, sind, und daß-Cellulose in der Form einer Lösung in diesen Lösungsmitteln gehalten werden kann, selbst in Anwesenheit einer geringen Menge einer Lewis-Säure, wie Zinkchlorid oder Bortrifluorid, oder einer Protonensäure, wie Schwefelsäure oder p-Toluolsulfonsäure. Die Celluloselösungen gemäß der Erfindung sind mit einigen Acylierungsmitteln, wie Essigsäureanhydrid und Isopropenylacetat verträglich, sind jedoch unverträglich mit Essigsäure. Wenn Essigsäure zu einer Lösung von Cellulose in einem dieser Veresterungsreaktionslösungsmittel gefügt wird, wird die Cellulose regeneriert. Es kann somit nicht davon ausgegangen werden, daß sämtliche üblicherweise verwendeten Kombinationen von Acylierungsmitteln und Katalysatoren in diesem Lösungsmittel verwendet werden können. Beispielsweise bei der Acetylierung von Cellulose mit Essigsäureanhydrid in Anwesenheit von einem Protonenkatalysator oder einem Lewis-Säurekatalysator geliert das System oder wird gelartig einige Minuten oder einige zehn Minuten nach dem Einbringen des Essigsäureanhydrids und ein homogenes Reaktionssystem konnte fast in sämtlichen Fällen nicht erzielt werden. Es wird daher angenommen, daß ein Grund hierfür darin liegt, daß die Essigsäure, die im wesentlichen mit dem Veresterungsreaktionslösungsmittel unverträglich ist, während der Acetylierungsreaktion als Nebenprodukt entsteht. Daher sind zur Erzielung der Acetylierung in dem homogenen System gemäß der Erfindung folgende Bedingungen unerläßlich: (1) Wenn Essigsäure als Nebenprodukt entsteht, muß sie entfernt oder neutralisiert werden, oder (2) muß ein Acylierungsmittel verwendet werden, das keine Essigsäure als Nebenprodukt bildet.
  • Zur Durchführung der Bedingung (1) wird empfohlen, daß bei der Verwendung von Essigsäureanhydrid als Acylierungsmittel eine basische Substanz als Reaktionskatalysator verwendet wird, um die gebildete Säure zu neutralisieren.
  • Es wurde gefunden, daß die Reaktion glatt verläuft, wenn ein Pyridin/Essigsäureanhydridsystem verwendet wird. Jedoch weist Celluloseacetat, das nach diesem Verfahren gebildet wird, im allgemeinen einen äußerst hohen Polymerisationsgrad auf derart, daß selbst Cellulosediacetat, das erzeugt wird, mit hohem Substitutionsgrad von etwa 2,4 in üblichen Lösungsmitteln für Cellulosediacetat schlecht löslich ist. Zur Erzielung von Celluloseacetat mit der gewünschten Löslichkeit in einem üblichen Lösungsmittel ist es daher notwendig, eine Ausgangscellulose mit einem Polymerisationsgrad zu verwenden, der niedriger ist als der üblicher Cellulose, oder den Polymerisationsgrad nach Beendigung der Veresterung zu verringern.
  • Zur Durchführung der Bedingung (2) kann Isopropenylacetat als Acylierungsmittel verwendet werden. Es wird angenommen, daß Isopropenylacetat mit Cellulose reagiert unter Bildung von Aceton als Nebenprodukt', wie nachstehend gezeigt: Wasser, das in der Ausgangscellulose und in anderen Ausgangsmaterialien enthalten ist, zersetzt Isopropenylacetat zu Essigsäure und Aceton. Jedoch kann im allgemeinen der Wassergehalt dieser Materialien derart gesteuert werden, daß die Menge an als Nebenprodukt erhaltener Essigsäure auf ein Ausmaß verringert wird, das nicht ausreicht, den Lösungszustand des Systems zu stören.
  • Wie vorstehend beschrieben, wird durch die Erfindung ein Verfahren zur Erzielung eines Celluloseesters mit einem Substitutionsgrad von etwa 2-2,6, der in einem Lösungsmittel sehr gut löslich ist, nach einer einstufigen Acylierungsreaktion bereitgestellt. Es ist auch möglich, temporär einen Triester mit einem Substitutionsgrad von etwa 3,0 unter Anwendung des erfindungsgemäßen Veresterungsreaktionslösungsmittels nach einem üblichen Verfahren zu bilden und anschließend den Triester einer Vers ei fungsreaktion durch Einführen von Wasser in das eaktionssystem zu unterziehen unter Bildung des sekundären Celluloseesters Die folgenden Beispiele erläutern Ausführungsformen der Erfindung, ohne eine EinschE.änkung darzustellen. Die Bez eichrung "Teile" und "Prozent" bedeutet Gewichtsteile bzw. Gewichtsprozent.
  • Beispiel 1 Eine auflösbare Pulpe (Brei) (enthaltend 96,5 % alpha-Cellulose),erhalten nach dem Sulfitverfahren, wurde fein in einem elektrischen Haushaltsmischer desintegriert. Die fein desintegrierte Pulpe wies einen Wassergehalt von 7,4 % auf. 5,9 Teile der fein desintegrierten Pulpe wurden in 85,5 Teile Dimethylacetamid gefügt. Das Gemisch wurde unter Rückfluß unter äußerem Erwärmen auf etwa 1 65 OC während etwa 30 Minuten gerührt. Anschließend wurde das Gemisch allmählich auf 100 OC gekühlt und 8,6 Teile wasserfreies Lithiumchlorid wurden allmählich zu dem Gemisch unter kräftigem Rühren gefügt. Das resultierende Gemisch wurde bei Raumtemperatur unter Rühren über Nacht stehengelassen unter Bildung einer Celluloselösung. Die Lösung wurde durch ein Mikroskop beobachtet und es wurde nur sehr feine ungelöste Cellulose festgestellt. Die Lösung wurde mit 60 Teilen Dimethylacetamid verdünnt und das Gemisch wurde gerührt unter Erzielung einer homogenen Lösung. Ein Gemisch von 20 Teilen Dimethylacetamid und 35,8 Teilen Pyridin wurde tropfenweise zu der Lösung gefügt. Das Gemisch wurde auf 70 OC erwärmt und ein Gemisch von 38,6 Teilen Essigsäureanhydrid und 20 Teilen Dimethylacetamid wurde während eines Zeitraums von etwa 10 Minuten zugesetzt. Es wurde eine Wärmebildung entsprechend einem Temperaturanstieg von etwa 5 OC festgestellt, jedoch blieb die Celluloselösung homogen.
  • Etwa 4 Stunden nachdem der Zusatz des Essigsäureanhydrids vollständig war, wurde die Reaktionslösung in etwa 1000 Teile Methanol unter kräftigem Rühren zur Koagulation eines durchscheinenden Produkts gegossen. Das Produkt änderte sich allmählich zu einer weißen undurchsichtigen Substanz. Diese Substanz wurde mit Methanol mehrfach gewaschen, um das Lösungsmittel und Lithiumchlorid zu entfernen. Nach dem Trocknen erhielt man ein weißes Produkt mit einem Acetylierungsgrad, bestimmt durch Säure-Base-Titrationsverfahren von 56,0 % (die Anzahl der Acetylsubstituenten betrug 2,49 pro Anhydroglucoseeinheit).
  • Das erhaltene Produkt war in einem Gemisch von Methylenchlorid und Methanol (Gewichtsverhältnis 9 : 1) vollständig löslich. Ein Film bzw. eine Folie, erhalten durch Gießen der Lösung, zeigte ein Infrarotabsorptionsspektrum, das völlig mit dem von handelsüblichem Cellulosediacetat übereinstimmte, und einen sUxzfenPeak aufgrund der Estercarbonylgruppe bei 1750 cm 1. Das Produkt wurde auch der Gelpermeationschromatografie (verwendete Säule: CPG-1 0) unter Verwendung eines Methylenchlorid/Methanol-Gemis chs als Lösungsmittel, bei Raumtemperatur, unterzogen. Es wurde festgestellt, daß der Peak sich verschoben hatte und einen höheren Polymerisationsgrad im Vergleich mit Celluloseacetat zeigte, das aus der gleichen Ausgangspulpe unter Verwendung eines üblichen Verfahrens unter Verwendung von Essigsäure als Lösungsmittel, hergestellt wurde.
  • Das so erhaltene Celluloseacetat war völlig in Nitromethan sowie in Methylenchlorid/Methanol-Gemisch löslich, wurde jedoch gequollen oder war im wesentlichen unlöslich in Aceton, Tetrahydrofuran und Dioxan.
  • Beispiel 2 Eine Celluloselösung wurde hergestellt aus 5,9 Teilen von aufzulösender Pulpe, enthaltend 96,5 % alpha-Cellulose, erhalten nach dem Sulfitverfahren, in gleicher Weise wie in Beispiel 7 beschrieben. Die Lösung wurde mit 60 Teilen Dimethylacetamid verdünnt und das gesamte Gemisch wurde gerührt unter Bildung einer homogenen Lösung. 19,2 Teile DBU-SA-1 (Handelsname für das Phenolsalz von 1 , 8-Diazabicyclo/5. 4. 0/-undecen-7, Handelsprodukt der Sun-Abbott Ltd.) und 20 Teile Dimethylacetamid wurden zu der Lösung, die homogen blieb, gefügt. Das Lösungsgemisch wurde auf 70 OC erwärmt und ein Gemisch von 38,6 Teilen Essigsäureanhydrid und 20 Teilen Dimethylacetamid wurde während etwa 10 Minuten zugetropft. Man beobachtete einen Temperaturanstieg von etwa 6 OC, jedoch blieb die Lösung homogen. Das Gemisch wurde länger als 3 Stunden bei 70 OC gehalten und anschließend in etwa 1000 Teile Methanol unter kräftigem Rühren gegossen. Die so erhaltenen Ausfällungen wurden mit Methanol mehrfach gewaschen und getrocknet unter Erzielung eines weißen Produkts. Das Produkt wies einen Acetylierungsgrad von 51,4 % auf. Die Anzahl der Acetylsubstituenten betrug 2,17 pro Anhydroglucoseeinheit. Das Produkt war vollständig in Methylenchlorid/Methanol (Gewichtsverhältnis 9 : 1) löslich. Eine Folie bzw. ein Film, erhalten durch Gießen der Lösung, zeigte ein Infrarotspektrum, das völlig mit dem von handelsüblichem Cellulosediacetat übereinstimmte. Das Produkt war auch in Nitromethan oder Dioxan löslich, quoll jedoch in Aceton. Entsprechend der Gelpermeationschromatografie, die in gleicher Weise wie in Beispiel 1 beschrieben durchgeführt wurde, wies das Cellulosediacetatprodukt einen höheren Polymerisationsgrad auf, als der eines Produkts, das nach dem üblichen Verfahren erhalten wurde.
  • Beispiel 3 Die gleiche Pulpe wie in Beispiel 1 verwendet wurde mit verdünnter Chlorwasserstoffsäure zur Entfernung des amorphen Gebiets anteils der Cellulose hydrolysiert. Die Pulpe wurde anschließend vermahlen, gewaschen und getrocknet unter Erzielung von mikrokristalliner Cellulose. 6,3 Teile dieser Cellulose (Wassergehalt 4,8 %) wurden in 85,5 Teile Dimethylacetamid gegossen und das Gemisch wurde von außen unter Rückfluß erwärmt und etwa 30 Minuten gerührt. Anschließend wurde das Gemisch allmählich auf 100 "C gekühlt und schließlich wurden 8,6 Teile wasserfreies Lithiumchlorid langsam unter kräftigem Rühren zugesetzt. Das resultierende Gemisch wurde unter Rühren b.ei Raumtemperatur über Nacht stehengelassen unter Erzielung einer Celluloselösung mit einer relativ geringen Viskos tät. Diese Lösung wurde mit 60 Teilen Dimethylacetamid verdünnt und anschließend wurde das gesamte Gemisch unter Erzielung einer homogenen Lösung gerührt. Ein Gemisch von 20 Teilen Dimethylacetamid und 19,2 Teilen DBU-SA-1 (Handelsname des Phenolsalzes von 1,8-Diazabicyclo[5.4.0/-undecen-7, Handelsprodukt der Sun Abbott Ltd.) wurde zu der Lösung gefügt. Das Gemisch wurde auf 70 0C erwärmt undsein Gemisch von 49,8 Teilen Propionsäureanhydrid und 20 Teilen Dimethylacetamid wurde tropfenweise während etwa 10 Minuten zugesetzt. Es wurde ein Temperaturanstieg von etwa 4 °C festgestellt, jedoch blieb die Celluloselösung homogen. Etwa 5 Stunden nach dem vollständigen Zusatz des Propionsäureanhydrids wurde die Reaktionslösung in etwa 1000 Teile Methanol unter kräftigem Rühren unter Bildung eines weißen Produkts gegossen. Das Produkt wurde mit Methanol mehrfach gewaschen und getrocknet unter Erzielung eines Produkts. Dieses Produkt wies 2,0 Propionylsubstituenten pro Anhydroglucoseeinheit auf und war völlig löslich in Methylenchlorid/Methanol (Gewichtsverhältnis 9 : 1).
  • Beispiel 4 5,9 Teile fein desintegrierte Pulpe (enthaltend 96,5 % alpha-CelluloseX, erhalten nach der Sulfitmethode, wurden in einem Gemisch von Dimethylacetamid und wasserfreiem Lithiumchlorid gelöst. Die Lösung wurde mit 60 Teilen Dimethylacetamid verdünnt unter Erzielung einer homogenen Lösung. Eine Lösung von 5,6 Teilen p-Toluolsulfonsäuremonohydrat in 20 Teilen Dimethylacetamid wurde zugetropft und die Lösung verblieb weiterhin homogen. Die Lösung wurde auf 75 OC erwärmt und eine Lösung von 46,6 Teilen Isopropenylacetat in 20 Teilen Dimethylacetamid wurde etwa 10 Minuten zugesetzt. Anschließend wurde die Reaktion etwa 7 Stunden bei 75 "C fortgeführt und dann wurde die Reaktionslösung in etwa 1000 Teile Methanol unter kräftigem Rühren unter Erzielung eines weißen pulverförmigen Produkts gegossen.
  • Das erhaltene Produkt wies einen Acetylierungsgrad von 40,2 % auf. Die Anzahl der Acetylsubstituenten betrug 1,51 pro Anhydroglucoseeinheit. Das Produkt war löslich in erwärmter 60 % wäßriger Acetonlösung.
  • Beispiel 5 5,9 Teile mikrokristalline Cellulose, wie in Beispiel 3 verwendet, mit einem Wassergehalt von 3,4 %, wurden in 85,5 Teile 1-Methyl-2-pyrrolidon eingeführt. Das Gemisch wurde etwa 30 Minuten unter Rückfluß gehalten, wobei von außen erwärmt und gerührt wurde. Anschließend wurde das Gemisch langsam auf 100 OC gekühlt. Wenn das Gemisch auf 100 OC gekühlt war,:wurde es mit 8,6 Teilen wasserfreiem Lithiumchlorid vermischt, wobei kräftig gerührt wurde.
  • AnschlieBend wurde es über Nacht bei Raumtemperatur unter Rühren stehengelassen unter Bildung einer Celluloselösung mit einer relativ niedrigen Viskosität. Die Lösung wurde mit 60 Teilen 1-Methyl-2-pyrrolidon verdünnt und gerührt unter Bildung einer gleichmäßigen Lösung. Anschließend wurde ein Gemisch von 35,6 Teilen Pyridin und 20 Teilen l-Methyl-2-pyrrolidon zugesetzt. Wenn das resultierende Gemisch auf 70 °C erwärmt war, wurde ein Gemisch von 38,5 Teilen Essigsäureanhydrid und 20 Teilen 1-Methyl-2-pyrrolidon tropfenweise während etwa 7 Minuten zugefügt. Zu diesem Zeitpunkt zeigte es sich, daß genügend Wärme erzeugt war, um die Reaktionstemperatur um etwa 5 OC anzuheben, jedoch blieb die Lösung homogen. Nach 6 Stunden nach der Zugabe des Essigsäureanhydrids wurde die Reaktionslösung in etwa 1000 Teile Methanol gegossen, wobei gerührt wurde und sich ein weißer Niederschlag bildete. Die Ausfällung wurde mehrfach mit Methanol gewaschen und getrocknet unter Erzielung eines produkts, dessen Anzahl an Acetylsubstituenten 2,4 pro Anhydroglucoseeinheit betrug.
  • Beispiel 6 Eine Celluloselösung wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 3 beschrieben hergest-ellt, unter Verwendung von 5,9 Teilen der mikrokristallinen Cellulose, wie sie im Beispiel 3 verwendet wurde, mit einem Wassergehalt von 5,1 %, 85,5 Teilen Dimethylacetamid und 8,6 Teilen wasserfreiem Lithiumchlorid. Die Lösung wurde mit 80 Teilen Dimethylacetamid verdünnt und gerührt unter Erzielung einer gleichmäßigen Lösung. Wenn sie von außen bis auf 90 OC erwärmt war, wurde ein Gemisch von 39,8 Teilen Essigsäureanhydrid und 20 Teilen Dimethylacetamid während 10 Minuten zugesetzt, während die Celluloselösung kräftig gerührt wurde. Nachdem 2 Stunden seit dem Beginn der Zugabe des Essigsäureanhydrids vergangen waren, wurde die Reaktionslösung in 500 Teile Methanol gegossen unter Bildung einer Ausfällung von Celluloseacetat. Die Ausfällung wurde mit Methanol gewaschen und unter verringertem Druck getrocknet zur Erzielung eines Produkts für das die Anzahl der Acetylsubstituenten 1,7 pro Anhydroglucose betrug.
  • Getrennt davon wurde die gleiche Verfahrensweise wie in Beispiel 5 durchgeführt unter Verwendung von Pyridin als basischem Katalysator, und man erhielt ein Produkt, für das die Zahl der Acetylsubstituenten 2,0 pro Anhydroglucos eeint betrug.

Claims (8)

  1. Verfahren zur Herstellung von Cellulosecarbonsäureestern Patentansprüche 1. Verfahren zur Herstellung von Cellulosecarbonsäureestern, dadurch gekennzeichnet, daß man aktivierte Cellulose zu einem Amid, ausgewählt aus der Gruppe von Dimethylacetamid, 1-Methyl-2-pyrrolidon und Gemischen davon, fügt und 3-12 Gew.-% Lithiumchlorid zusetzt, unter Bedingungen, die wirksam sind zur Erzielung einer homogenen Lösung von Cellulose, worauf man diese homogene Lösung, die die Cellulose, das Lithiumchlorid und das Amid enthält, mit einem Acylierungsmittel in Anwesenheit eines Acylierungskatalys ators behandelt, wodurch die Cellulose unter Bildung des Cellulosecarbonsäureesters acyliert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Katalysator eine basische Verbindung und als Acylierungsmittel ein organisches Säureanhydrid verwendet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Katalysator eine Protonensäure und als Acylierungsmittel Isopropenylacetat verwendet.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Menge an Acylierungsmittel verwendet, die wirksam ist zur Bildung eines Cellulosecarbonsäureesters mit einem Substitutionsgrad von etwa 2,0 bis 2,6.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Acylierungsmittel verwendet, das Essigsäure als Nebenprodukt bildet, und daß man die Essigsäure aus der Lösung entfernt oder sie darin neutralisiert.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man als Katalysator eine basische Verbindung verwendet und die Essigsäure neutralisiert.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Katalysator Pyridin und als Acylierungsmittel Essigsäureanhydrid oder Isopropenylacetat verwendet.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 1, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß man als Katalysator eine Lewis-Säure verwendet.
DE19823227267 1981-07-24 1982-07-21 Verfahren zur herstellung von cellulosecarbonsaeureestern Withdrawn DE3227267A1 (de)

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